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Schweiz

BAG meldet 41’175 neue Corona-Fälle

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Härtefallbeiträge bis maximal Mitte 2022

Noch bis maximal Mitte 2022 will der Bund Härtefallbeiträge an Unternehmen ausrichten, die wegen der Pandemie hohe Umsatzeinbussen erleiden. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Härtefallverordnung für das Jahr 2022 per 8. Februar in Kraft gesetzt. Die Unterstützungsbeiträge bemessen sich an den ungedeckten Kosten im Jahr 2022.

Voraussetzung für einen Beitrag ist eine Umsatzeinbusse von 40 Prozent oder eine behördliche Schliessung in den Jahren 2020 und/oder 2021. Die Gesuche werden von den Kantonen geprüft. Der Bundesrat schätzt den finanziellen Bedarf für die Härtefallverordnung im laufenden Jahr auf 1,1 Milliarden Franken. Davon würden rund 900 Millionen Franken zulasten des Bundes und 200 Millionen Franken zulasten der Kantone gehen.

41'175 neue Covid-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 41’175 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 23 neue Todesfälle und 218 Spitaleintritte.

Boedker positiv getestet

Bei Dänemark, am 12. Februar der letzte Vorrunden-Gegner der Schweiz, sind sechs Spieler (zwei aus der sogenannten «Taxi-Squad») nach der Ankunft in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden. Einer davon ist gemäss Heinz Ehlers, dem in der Schweiz bestens bekannten Trainer der Dänen, der Stürmer Mikkel Boedker vom HC Lugano. Das sagte Ehlers gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Es bestehe aber Hoffnung, da vier Tests falsch-positiv sein sollen.

SVV warnt vor "Toprisiken" wie Pandemien oder Cyberattacken

Pandemien, Lücken in der Stromversorgung, Erdbeben oder breitflächige Cyberattacken: Der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) hat eine Reihe von «Toprisiken» ausgemacht, die in der Schweiz in Zukunft grosse Schäden anrichten könnten. Die Privatversicherer sehen den Bund in der Pflicht, um diese Risiken versicherbar zu machen.

Der Staat müsse Rahmenbedingungen schaffen, damit Versicherungslösungen für die Toprisiken der heutigen Zeit angeboten würden, sagte SVV-Vorstandsmitglied und Helvetia Schweiz-Chef Martin Jara an der am Mittwoch online abgehaltenen Jahresmedienkonferenz des SVV. Wenn angezeigt, brauche es zu gewissen Risiken auch ein Versicherungsobligatorium.

Zinsen für Covid-Kredite bleiben unverändert

Die Zinsen für Covid-Kredite bleiben unverändert. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Für Kredite bis zu 500’000 Franken bleibt der Zins bei 0 Prozent. Der Zinssatz für den durch die Bürgschaftsorganisationen verbürgten Anteil der Kredite über 500’000 Franken (Covid-19-Kredite-Plus) beträgt weiterhin 0,5 Prozent. Zudem begrüsst der Bundesrat die Möglichkeit, die Rückzahlung der Kredite ab Ende März 2022 zu starten – so hat es die Schweizerische Bankiervereinigung empfohlen.

Er befürwortet auch die Möglichkeit, dass Banken von der Pandemie besonders betroffenen Unternehmen bei der Rückzahlung einen Aufschub von sechs bis zwölf Monaten gewähren. Muss der Bürgschaft leistende Bund einspringen und Forderungen an Unternehmen eintreiben, übernimmt dies in der Mehrheit der Fälle die Intrum AG. Sind juristische Abklärungen nötig, ist Kellerhals Carrard zuständig.

Swiss beendet Kurzarbeit und sucht neues Kabinenpersonal

Die Fluggesellschaft Swiss will ihren Sommerflugplan wieder kontinuierlich ausbauen. Daher beendet sie Anfang März die Kurzarbeit bei allen Mitarbeitenden am Boden und der Kabine. Betreffend Piloten steht Swiss in Gesprächen mit dem Sozialpartner.

Vor allem beim Kabinenpersonal sei die Fluktuationen in der Krise höher als erwartet ausgefallen, heisst es in einer Mitteilung. Als Gründe nennt das Unternehmen freiwillige Frühpensionierungen und das im Herbst eingeführte Impfobligatorium. Daher wolle man nun im Laufe des Jahres Flugbegleiter im dreistelligen Bereich einstellen.

Die Stellenausschreibungen seinen bereits extern und intern publiziert worden, wobei der Start der ersten Grundausbildungskurse für den Mai 2022 geplant sei. Zusätzlich sollen die Hälfte der im April 2021 aufgrund einer Restrukturierung entlassenen Flugbegleiter zum Unternehmen zurückkehren.

Ausserdem erhöht Swiss auch die Zahl der Praktikumsstellen ab Sommer auf rund 70. Und ab August 2022 sollen 20 Polymechaniker, vier Automatiker und fünf KV-Auszubildende ihre Lehre bei der Swiss beginnen.

Medienkonferenz zu neuen Corona-Entscheiden

Heute um 14.30 Uhr informieren Bundespräsident Ignazio Cassis und Gesundheitsminister Alain Berset über die neusten Entscheide zur Corona-Pandemie. Die Medienkonferenz wird von Telebasel live übertragen. Hier finden Sie den Link.

Nachfrage nach Ferienwohnungen steigt

Die Homeoffice-Pflicht hat die Nachfrage nach Ferienwohnungen und -häusern steigen lassen. Das Vermittlungsportal E-Domizil berichtet von einer 37 Prozent höheren Nachfrage als im Jahr zuvor, das ebenfalls schon ein Rekordjahr gewesen war, wie die Zeitungen von «CH Media» berichten.

Seit 2019 hat sich besonders die Zahl der Alleinreisenden verdoppelt, die zudem häufig ausserhalb der Hauptreisezeiten buchen. Viele von ihnen verlegten ihr Büro in das Feriendomizil. Es seien ausgesprochen viele Anfragen nach Feriendomizilen mit starkem WLAN und gut eingerichteten Arbeitsplätzen eingegangen, teilt das Unternehmen mit. Die Trennung von Arbeit und Freizeit löse sich immer mehr auf.

Dreimal so viele Depressionen, wie vor der Pandemie

Die Corona-Pandemie hat eine andere Seuche verstärkt: die Depression. Sie ist zwar nicht im selben Ausmass ansteckend, breitet sich aber rasant aus. Die Zahl der Seelenkranken hat sich Schätzungen zufolge in den letzten zwei Jahren verdreifacht, so ein Bericht der Tamedia-Zeitungen.

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass rund 300 Millionen Menschen an einer Depression leiden. Als Drogen bekannte Substanzen wie LSD oder Ketamin geben Hoffnung. Nun steigen Techmilliardäre bei Start-ups ein. Es gibt rund 100 Firmen, viele davon kotiert, die dazu forschen, und sogar Psychedelic Fonds, deren Anteile an der Börse gehandelt werden.

Positive Corona-Tests nehmen zu - kein Abbruch-Szenario für Olympia
Allen Corona-Ansteckungen zum Trotz: Die Olympischen Spiele in Peking werden definitiv stattfinden. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Corona-Fälle bei den Olympia-Kontrollen in Peking ist im Verlauf des Mittwochs auf 232 angestiegen. Das IOC sieht keinen Anlass zur Unruhe.

Trotz immer neuer Corona-Fälle vor den Winterspielen in Peking will sich das Internationale Olympische Komitee nicht auf ein Abbruch-Szenario für Olympia festlegen. «Wir setzen uns keine Schwellenwerte. Es geht auch nicht nur um die konkreten Zahlen, sondern auch darum, inwieweit Fälle innerhalb der Blase miteinander zusammenhängen», sagte Brian McCloskey, Leiter der Medizinischen Expertenkommission. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Leichter Sozialhilfe-Rückgang 2021 vorübergehendes Phänomen

2021 sind die Fallzahlen in der Sozialhilfe der Schweiz leicht zurückgegangen. Gründe sind die schnelle Erholung des Arbeitsmarkts von der Corona-Krise und der Arbeitskräftemangel in vielen Branchen. Allerdings dürfte das ein vorübergehendes Phänomen sein.

Die grossen Herausforderungen bei der Integration von Flüchtlingen, die hohe Langzeitarbeitslosigkeit und die gesundheitlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie machen einen Anstieg der Sozialhilfe weiterhin wahrscheinlich, wie die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) am Mittwoch bei der Präsentation ihres Fallzahlen-Monitorings festhielt.

2021 bot die Entwicklung auf dem Stellenmarkt und der Arbeitskräftemangel Chancen für die in der Sozialhilfe übervertretenen Personen mit tieferen beruflichen Qualifikationen. Die SKOS vereinbarte deshalb im Dezember mit dem Arbeitgeber- und dem Gewerbeverband eine verstärkte Reintegration dieses Personenkreises in den ersten Arbeitsmarkt.

Weitere Träume platzen

Für Marita Kramer, die Top-Favoritin im Skispringen aus Österreich, platzte der Olympiatraum bereits am Dienstag. Nun erwischte es – ebenfalls coronabedingt – auch ihre Team-Kollegin Jacqueline Seifriedsberger. Sie wurde unmittelbar vor dem Abflug nach China positiv getestet.

Während für die beiden Frauen das Olympia-Out feststeht, darf Norwegens Skisprung-Duo Daniel-André Tande und Johann André Forfang weiter hoffen. Die beiden werden zwar das erste Wochenende mit dem Einzel-Wettkampf auf der Normalschanze verpassen, dürften aber im Verlauf der weiteren Wettkämpfe in Peking von der Grossschanze zum Einsatz gelangen, sofern sie die für ihre China-Einreise nötigen negativen PCR-Tests vorweisen.

Norwegens erste Medaillenkandidaten heissen Halvor Egner Granerud und Marius Lindvik. Insbesondere für das Team-Springen am Montag, 14. Februar, wären Tande und Forfang aber eine willkommene Verstärkung. Norwegen ist im Mannschaftsspringen Titelverteidiger.

CSU-Chef verlangt Stufenplan für deutsche Corona-Beschränkungen

Der deutsche CSU-Chef Markus Söder hat einen Stufenplan für zeitnahe Erleichterungen bei den Beschränkungen im Kampf gegen die Omikron-Welle der Corona-Pandemie verlangt.

CSU-Chef Markus Söder verlangt einen Stufenplan für deutsche Corona-Beschränkungen. (Bild: Keystone)

Obwohl die Inzidenzzahlen stiegen, erhöhe sich die Krankenhausbelegung nicht in gleicher Weise, sagte Söder am Mittwoch in Berlin zum Auftakt der zweitägigen Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag.

Für ihn ergebe sich «eindeutig das Bild: Eher früher mit Erleichterungen beginnen, Stück für Stück», sagte Söder, der auch bayerischer Ministerpräsident ist. Es werde nicht den Tag geben, an dem alles aufgehoben werde. «Aber wir brauchen einen Weg aus der Pandemie», deswegen sei ein Stufenplan verantwortbar.

Berner Gurtenfestival plant Comeback nach zweijähriger Zwangspause

Das Berner Gurtenfestival meldet sich zurück: Nach zweijähriger Corona-Pause soll das Festival auf dem Berner Hausberg in diesem Sommer wieder über die Bühne gehen.

Der Vorverkauf für die vier Festivaltage vom 13. bis 16. Juli 2022 begann am Mittwoch, wie die Organisatoren mitteilten. Zugleich veröffentlichten sie das Programm. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Signatur für langanhaltenden Immunschutz gegen Corona entdeckt

Zürcher Forschende berichten von einer molekularen Signatur, mit der sich der langfristige Immunschutz gegen das Coronavirus bereits während der akuten Infektionsphase abschätzen lässt. Im Fokus stehen sogenannte Gedächtnis-T-Zellen.

Antikörper machen nur einen Teil des Waffenarsenals des Immunsystems aus. Ebenso wichtig sind die T-Zellen: Sie bekämpfen nicht direkt das Virus, sondern erkennen infizierte Zellen und zerstören diese. Ist das Virus besiegt, sterben die allermeisten dieser sogenannten Killerzellen wieder ab. Nur die wenigsten überleben und reifen zu langlebigen Gedächtnis-T-Zellen heran. Bei einer erneuten Infektion können sie das Virus schnell und wirksam bekämpfen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

KOF sieht rosigere Aussichten am Arbeitsmarkt

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich laut der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) weiter aufgehellt. Der entsprechende Indikator erreicht im ersten Quartal 2022 einen neuen Rekordstand. Besonders stark verbessert hat sich die Arbeitsmarktlage in den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe und Grosshandel.

Der von der KOF berechnete Beschäftigungsindikator lag gemäss der Umfrage zum ersten Quartal 2022 bei +11,5 Punkten nach revidierten +9,5 Punkten im vierten Quartal 2021, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Ein Plus signalisiert eine positive Beschäftigungsdynamik am Arbeitsmarkt.

Tessin lockert Massnahmen in Spitälern und Altersheimen

Die Tessiner Regierung hebt das Besuchsverbot in Spitälern auf und lockert die Massnahmen in den Altersheimen. Sie begründet dies mit dem oft milden Verlauf bei Erkrankungen an der Omikron-Variante.

Patienten dürfen per sofort ab dem vierten Tag ihres Spitalaufenthalts wieder Besuch empfangen. Besuchende müssen jedoch über ein Zertifikat 2G+, 2G oder 3G verfügen, wie das Departement für Gesundheit und Soziales in einer Mitteilung schreibt.

Auch in den Tessiner Altersheimen lockert die Regierung die Massnahmen. Bewohnerinnen und Bewohnern ist erneut der Ausgang erlaubt, jedoch noch ohne Übernachtung, wie es im Communiqué weiter heisst. Für Besuche ist neu ein 3G-Zertifikat ausreichend. Seit dem 23. Dezember mussten Besucherinnen und Besucher von Tessiner Altersheimen ein 2G+-Zertifikat vorweisen.

Die Massnahmen traten gestern Dienstag in Kraft.

Berichte: Boris Johnson bei weiteren Partys in Downing Street dabei

Auch nach der Vorstellung des lang erwarteten Partygate-Berichts reissen die Berichte über Boris Johnsons Teilnahme an weiteren Lockdown-Partys in der Downing Street nicht ab. Der «Guardian» berichtete am Mittwoch über eine Abschiedsfeier im Januar 2021, die von der Polizei geprüft wird und bei der Johnson auch dabei gewesen sein soll.

Soll noch an weiteren Lockdown-Partys teilgenommen haben: Boris Johnson. (Bild: Keystone)

Der «Telegraph» schrieb unter Berufung auf Insider-Quellen, Johnson habe auch an einer Feier in seiner eigenen Wohnung im November 2020 teilgenommen. Man habe ihn nach oben gehen sehen, wo laut Abba-Songs wie «The Winner Takes It All» gespielt worden seien, gab die Quelle an. Diese Party war erst durch den Bericht der Spitzenbeamtin Sue Gray bekannt geworden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

BioNTech/Pfizer beantragen Impfstoff-Zulassung in USA für Kleinkinder

Das deutsche Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer beantragen in den USA die Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder unter fünf Jahren. Die entsprechenden Daten seien der US-Arzneimittelbehörde FDA übermittelt worden, teilte Pfizer am Dienstag, 1. Februar mit. Der Antrag solle in den kommenden Tagen fertiggestellt werden. Die Notfallzulassung soll für Kinder ab sechs Monaten gelten. Es wäre der erste verfügbare Impfstoff für diese Altersgruppe in den USA.

In den USA beantragen BioNTech und Pfizer einen Corona-Impfstoff für Kinder unter fünf Jahren. (Symbolbild: Keystone)

«Einen sicheren und wirksamen Impfstoff für Kinder in dieser Altersgruppe zur Verfügung zu haben, hat für die Behörde Priorität, und wir setzen uns für eine rechtzeitige Prüfung der Daten ein, um welche die Behörde Pfizer angesichts des jüngsten Omikron-Fallanstiegs gebeten hat», hatte die FDA zuvor mitgeteilt. Das BioNTech/Pfizer-Präparat ist in den USA bereits für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

Offen ist noch, wie viele Spritzen des Impfstoffs, der in geringerer Dosis verabreicht wird, benötigt werden. Daten zu einer dritten Dosis, die mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht werde, würden in den kommenden Monaten erwartet und der FDA vorgelegt, so Pfizer. Letztendlich gehe man davon aus, dass drei Dosen des Impfstoffs für die Altersgruppe erforderlich seien, um einen hohen Schutz gegen aktuelle und potenzielle zukünftige Varianten zu erreichen.

Nach Vulkanausbruch jetzt Lockdown: Tonga bestätigt Corona-Fälle

Zweieinhalb Wochen nach dem gewaltigen Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai bei Tonga muss der Südsee-Staat nun auch noch einen Corona-Ausbruch bekämpfen. Zwei Arbeiter seien bei routinemässigen Tests in einer Werft in der Hauptstadt Nuku’alofa positiv auf das Virus getestet worden, sagte Premierminister Siaosi Sovaleni am Mittwoch, 2. Februar. Der Inselstaat gehe ab 18 Uhr in den Lockdown, ordnete die Regierung an.

Tonga hatte im März 2020 seine Grenzen geschlossen und sich seither von der Aussenwelt weitgehend abgeschottet. Bislang wurde seit Beginn der Pandemie nur eine einzige Corona-Infektion bestätigt, nachdem im vergangenen Jahr ein Flugzeug aus Neuseeland gelandet war.

Deshalb war nach dem Vulkanausbruch die Sorge gross, dass ausländische Helfer das Virus einschleppen könnten. Um die Bevölkerung nicht zu gefährden, erfolgte die Lieferung der Hilfsgüter aus Neuseeland und Australien kontaktlos – es gab somit keinen direkten Kontakt zwischen den Hilfs-Crews und den Menschen in Tonga. Wo sich die Werftarbeiter infiziert haben, war zunächst unklar.

Omikron-Subtyp BA.2 mittlerweile in 57 Ländern nachgewiesen

Ein Subtyp der Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich weltweit rasch aus. Mittlerweile wurde die Untervariante BA.2 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Dienstag, 1. Februar 2022, in 57 Ländern nachgewiesen.

Eine neue Omikron-Variante breitet sich rasend schnell aus. (Bild: Keystone)

In einigen Ländern mache die Untervariante inzwischen mehr als die Hälfte aller gesammelten Virus-Gensequenzen aus. Die WHO betonte, dass es bisher nur wenige Erkenntnisse gebe, wie genau sich BA.2 von den bislang dominanten Subtypen BA.1 und BA.1.1 unterscheidet. Alles dazu lesen Sie hier.

Paypal mit Gewinneinbruch – Geschäftsausblick enttäuscht

Der Bezahldienst Paypal hat zum Jahresende deutlich weniger verdient. Im Schlussquartal fiel der Gewinn gegenüber dem Vorjahreswert um 49 Prozent auf 801 Millionen Dollar, wie Paypal am Dienstag, 1. Februar, nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar zu. Vor einem Jahr hatte das Wachstum jedoch noch bei mehr als 20 Prozent gelegen.

Paypal profitierte zu Beginn der Pandemie stark vom Online-Shopping-Boom, doch mit der Rückkehr vieler Kunden zum klassischen Einzelhandel tut sich das Unternehmen schwerer.

Zertifikat soll laut Gesundheitsdirektorenkonferenz vorerst bleiben

Das Generalsekretariat der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone (GDK) hat Vorbehalte gegen eine rasche Abschaffung der Zertifikatspflicht. Zunächst müsse die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus nachhaltig sinken.

Auch bei den Hospitalisationen und der Positivitätsrate bei Tests solle man zunächst eine Abnahme abwarten, sagte GDK-Generalsekretär Michael Jordi am Dienstag gegenüber der «Tagesschau» von Fernsehen SRF.

In der vergangenen Woche hatte eine Allianz aus bürgerlichen Politikerinnen und Politikern, dem Schweizerischen Gewerbeverband, der Branchenverbände der Gastro- und Fitnessbranche sowie der Expo Event Swiss Livecom Association die sofortige Aufhebung aller Corona-Massnahmen gefordert. Am Dienstag bekräftigte die SVP in einer Medienmitteilung die Forderung nach einem Ende der Zertifikatspflicht.

Das Generalsekretariat der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren hat Vorbehalte gegen eine rasche Abschaffung der Zertifikatspflicht. (Bild: Keystone)
Norwegen lockert Corona-Massnahmen kräftig

Norwegen hebt einen Grossteil seiner Corona-Massnahmen auf. Bereits ab Dienstagabend um 23 Uhr gibt es unter anderem keine Begrenzungen für den Ausschank von alkoholischen Getränken mehr. Der Breitensport und andere Freizeitaktivitäten können nach Regierungsangaben ohne Einschränkungen wieder voll aufgenommen werden, Kinos, Theater und Kirchen können wieder voll besetzt sein. Teilnehmerbeschränkungen werden für Zusammenkünfte ebenso aufgehoben wie die Testpflicht für Einreisende.

Die Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und in anderen Situationen mit möglichem Gedränge bleibt dagegen bestehen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Die generelle Ein-Meter-Abstandsregel bleibt ebenfalls bis auf Weiteres in Kraft.

«Heute sind wir endlich dorthin gekommen, dass wir viele der Infektionsschutzmassnahmen aufheben können, mit denen wir den Winter über gelebt haben», sagte Støre. Man wisse nun, dass die Krankheitslast durch die Omikron-Variante des Coronavirus geringer sei und die Impfstoffe sehr vielen Menschen in Norwegen einen guten Schutz lieferten. Deshalb könne man viele Massnahmen aufheben, obwohl die Neuinfektionszahlen schnell steigen. Um die Kontrolle zu behalten, müssten jedoch einige Massnahmen bleiben.

Die norwegische Regierung strebt an, die letzten Beschränkungen bis zum 17. Februar aufzuheben – wenn sich die Lage wie erwartet weiter entwickelt.

Die norwegische Regierung um Ministerpräsident Jonas Gahr Støre hat beschlossen, die Corona-Massnahmen grösstenteils aufzuheben. (Bild: Keystone)
Clubs und Discos dürfen in Katalonien am 11. Februar wieder öffnen

In Katalonien mit der Touristen-Metropole Barcelona können Einheimische und Besucher bald wieder das Nachtleben geniessen: Diskotheken und andere Nachtlokale dürfen am Freitag nächster Woche nach einer coronabedingten, knapp sechswöchigen Zwangsschliessung wieder öffnen.

Dies teilte die Regierung der Region im Nordosten Spaniens am Dienstag mit. Dann ist auch kein Covid-Pass mehr erforderlich.

Katalonien hatte erst jüngst die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) für das Betreten vieler öffentlicher Innenräume sowie auch die Begrenzungen bei der Auslastung von Gaststätten und anderen Veranstaltungsorten aufgehoben. Sie ist aber bis zum 11. Februar die einzige der 17 Regionen Spaniens, in der das Nachtleben noch geschlossen ist.

Seit Tagen werden die Corona-Massnahmen überall in Spanien deutlich gelockert oder abgeschafft. Man habe den Höhepunkt der derzeitigen vor allem von der Omikron-Variante ausgelösten Corona-Welle überschritten, so das Gesundheitsministerium. Noch herrscht aber landesweit Maskenpflicht, auch im Freien.

WHO warnt vor zu frühem Ende von Corona-Schutzmassnahmen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor dem verfrühten Ende von Corona-Schutzmassnahmen. Es sei voreilig, das Virus für besiegt zu halten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf.

Seit dem Auftauchen der Omikron-Variante vor etwa zehn Wochen seien fast 90 Millionen neue Infektionen gemeldet worden – mehr als im ganzen Jahr 2020. «Wir sehen jetzt einen sehr besorgniserregenden Anstieg der Todeszahlen in den meisten Weltregionen.»

Die WHO sei besorgt, dass manche Regierungen es nicht mehr für nötig hielten, das Infektionsrisiko weiter durch Vorschriften wie Maske tragen oder Abstand halten zu reduzieren. Dies werde damit begründet, dass die Impfraten relativ hoch seien und Omikron sehr viele Menschen anstecke, aber wenig schwere Krankheitsverläufe verursache. Das sei völlig falsch, sagte Tedros. «Dieses Virus ist gefährlich, und es verändert sich weiter direkt vor unseren Augen.»

Länder mit hohen Impfraten und guten Gesundheitssystemen könnten sich allerdings bald dem Ende der akuten Phase der Pandemie nähern, sagte WHO-Notfallkoordinator Mike Ryan. Doch müsse jede Regierung ihre Impfrate sowie die Immunität innerhalb der Bevölkerung nach durchgemachter Infektion und die Stärke des Gesundheitswesens in Betracht ziehen. Besonders gefährdete Menschen sollten weiter Masken tragen – auch, wenn dies nicht mehr vorgeschrieben sei.

Gold-Favoritin Kramer nicht in Peking

Österreichs Olympia-Delegation muss einen herben Dämpfer hinnehmen. Nach zwei positiven Corona-Tests kann die Skispringerin Marita Kramer nicht nach Peking reisen. Die 20-jährige Weltcup-Leaderin galt als grösste Goldhoffnung im österreichischen Skisprung-Team. Von den zehn Weltcup-Springen dieses Winters gewann Kramer deren sechs, dazu holte sie weitere drei Podestplätze.

Marita Kramer kann wegen einer Covid-Infektion nicht an den Olympischen Winterspielen in Peking teilnehmen. (Bild: Keystone)
Türkei meldet mit mehr als 100 000 Corona-Fällen neuen Höchststand

Die Türkei hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Marke von 100’000 neuen Corona-Fällen an einem Tag überschritten. Das Gesundheitsministerium in Ankara meldete am Dienstagabend zudem 198 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in 24 Stunden. Die Türkei hat mit rund 84 Millionen Einwohnern eine ähnlich grosse Bevölkerung wie Deutschland. Beschränkungen im öffentlichen Leben bestehen zurzeit kaum. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind rund 84 Prozent der über 18-Jährigen mindestens zweimal geimpft.

Das Land setzt den chinesischen Impfstoff Sinovac, den von Biontech/Pfizer sowie das selbst entwickelte Präparat Turkovac ein. Die Türkische Ärztevereinigung TTB kritisiert, dass zu wenige Daten zu dem einheimischen Impfstoff veröffentlicht worden seien. Wie in vielen anderen Ländern ist auch in der Türkei die hoch ansteckende Omikron-Variante dominierend.

Task Force: Höhepunkt der Omikron-Infektionen wohl erreicht

Die Covid-19 Task Force veröffentlicht am Dienstag, 1. Februar, ihren Bericht zur epidemiologischen Lagebeurteilung. Die letzten Tage hat sich die Zunahme der Fallzahlken verlangsamt bei gleichzeitiger Erhöhung der Zahl der durchgeführten Tests. «Dies könnte darauf hindeuten das der Höhepunkt der Infektionen  mit dem Omikron-Subtyp BA.1 erreicht wurde und die Fallzahlen nicht mehr stark steigen werden», heisst es im Bericht. In der Woche mit den meisten Infektionen haben sich rund 9 bis 12 Prozent der Schweizer Bevölkerung infiziert.

Experten des Bundes stützen Lockerungspläne des Bundesrats

Laut Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) dürften die Intensivstationen von der Omikron-Welle weiterhin verschont bleiben. Deshalb dürfe man zuversichtlich nach vorne schauen. Trotzdem sei aber noch eine «gewisse Vorsicht» angebracht.

«Die Omikron-Welle ist stark und wuchtig, zu einem Tsunami, der uns überrollt hätte, ist es aber glücklicherweise nicht gekommen», sagte Mathys am Dienstag vor den Medien in Bern. Bildlich gesprochen dürfte der Hochwasserschutz deshalb nicht mehr lange notwendig sein.

Patrick Mathys vom BAG an der Medienkonferenz in Bern. (Bild: Keystone)

Hauptgrund für diese Aussage ist die leichte, aber kontinuierlich sinkende Auslastung der Intensivstationen. Bei einem allfälligen Abbau der Corona-Massnahmen konnten die Fallzahlen laut Mathys zwar noch einmal zunehmen, die allermeisten Fälle dürften aber mild ausfallen. Es werde wohl «keinen zusätzlichen Druck auf die Infrastruktur und das Personal» geben.

Hier die ganze Pressekonferenz des BAG.

BAG meldet 32'741 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 32’741 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 24 neue Todesfälle und 167 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG gibt es hier.

(Bild: Keystone)
Testspiel Schweiz - Kanada abgesagt

Das heute geplante Eishockey-Testspiel zwischen der Schweiz und Kanada in Cham musste abgesagt werden. Bei den Schweizern wurde Verteidiger Christian Marti von den ZSC Lions positiv auf Corona getestet.

Christian Marti positiv, letzter Test abgesagt

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam muss ohne Christian Marti nach Peking reisen. Der Verteidiger der ZSC Lions wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das am Dienstagabend vorgesehene Testspiel gegen Kanada musste deswegen abgesagt werden.

Um kein Risiko einzugehen, verzichteten Schweizer und Kanadier auf das Aufeinandertreffen in Cham. Marti musste das Trainingscamp verlassen und wird am Mittwochabend nicht mit der Mannschaft von Zürich nach Peking fliegen können. Wer seinen Platz im Aufgebot übernimmt, ist noch offen.

IOC hofft auf mindestens zu einem Drittel gefüllte Arenen

Trotz der strikten Corona-Massnahmen in China hofft das IOC auf mindestens zu einem Drittel gefüllte Arenen bei den Olympischen Spielen von Peking, die am Freitag eröffnet werden.

«Wir sind noch nicht ganz am Ziel, das muss je nach Wettkampfstätte angepasst werden. Aber ich würde sagen, wenn wir eine oder zwei Personen pro drei verfügbare Plätze haben, wäre das schon ein gutes Ergebnis», sagte der Schweizer IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi in einem vom olympischen Informationsservice veröffentlichten Interview.

Wegen der Corona-Pandemie sind in Peking keine Fans aus dem Ausland zugelassen. Auch in China gehen keine Tickets in den freien Verkauf, nur ausgewählte Zuschauer sollen Zugang erhalten. Es sei «grossartig», dass überhaupt Zuschauer dabei sein könnten, sagte Dubi. Das IOC bestehe zudem darauf, dass nicht allein Chinesen ausgewählt werden, sondern auch in Peking lebende Ausländer die Chance auf Tickets erhalten.

Südafrika schafft Corona-Restriktionen weitgehend ab

Südafrika hat angesichts einer mittlerweile abgeebbten vierten Infektionswelle die meisten seiner Corona-Massnahmen abgeschafft.

Die Schulen kehren ohne die bisherige Distanzregel zurück zum normalen Unterricht. Zudem müssen positiv getestete Personen ohne Symptome nach dem Beschluss der Regierung vom späten Montagabend künftig nicht mehr in Quarantäne. Für solche mit Symptomen wurde die Dauer der Isolierung von zehn Tagen auf sieben Tage verkürzt.

Wer Infizierten nahegekommen ist, muss nach diesen neuen Beschlüssen zudem nur noch in Quarantäne, falls Symptome auftreten. Weiterhin Bestand haben jedoch die Maskenpflicht und allgemeine Hygieneregeln.

(Bild: Keystone)

Begründet wurden die Lockerungen mit Studien, wonach in Südafrika rund 70 Prozent der Bevölkerung bereits eine Infektion hatten. Am Montag wurden in dem Kap-Staat mit seinen knapp 60 Millionen Einwohnern nur noch 1366 Neuinfektionen gemeldet.

Erste Erkenntnisse deuteten zudem auf einen eher milden Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron im Vergleich zur Delta-Variante hin. Südafrika befindet sich nun auf der niedrigsten Stufe eines fünfstelligen Alarmsystems. Forderungen nach seiner gänzlichen Abschaffung haben sich in den vergangenen Wochen gemehrt.

Omikron hinterlässt vor allem bei den Dienstleistern Spuren

Zum Jahresstart 2022 deutet die Stimmung in der Schweizer Wirtschaft weiter auf eine solide Erholung hin. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist nahezu unverändert. Im Dienstleistungssektor hat Omikron etwas stärkere Spuren hinterlassen.

Der PMI Industrie sank im Berichtsmonat um 0,4 auf 63,8 Punkte, wie die Credit Suisse am Dienstag mitteilte. Damit halte die Erholung der Industrie weiter an, wenn auch nicht mehr ganz so boomhaft wie zwischenzeitlich im vergangenen Jahr.

Der Index misst, wie optimistisch die Einkaufsmanager auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung blicken. Werte von über 50 Punkten deuten auf Wachstum hin. Auf dem Höhepunkt der Coronakrise im letzten Frühling war der Index bis auf 41,2 Punkte abgesackt.

So ist die Produktion erneut deutlich gestiegen, und der Auftragsbestand bleibt solide. Dies werde auch in der Beschäftigung widergespiegelt, die so verbreitet zugenommen habe wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Zusätzliche Stimmungsaufheller seien zaghafte Zeichen für eine Entspannung der Lieferschwierigkeiten.

«Boostern» zum deutschen Anglizismus 2021 gekürt

«Optimistischer und dynamischer Beiklang»: Das Verb «boostern» ist zum deutschen Anglizismus des Jahres 2021 gekürt worden. Lesen Sie hier mehr.

Das Verb «boostern» bezeichnet im Deutschen das Auffrischen einer Corona-Schutzimpfung. (Bild: Keystone)
Dänemark macht sich frei von Corona-Beschränkungen

Dänemark hat sich trotz einer nach wie vor hohen Zahl an Neuinfektionen von praktisch allen Corona-Beschränkungen freigemacht. Seit Dienstag gelten dort bis auf vereinzelte Einreiseregeln keine Einschränkungen mehr.

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gehört bis auf Weiteres ebenso der Vergangenheit an wie Nachweise über Impfungen, Genesungen und negativen Tests. Grossveranstaltungen sind ebenso erlaubt wie der Besuch von Bars und Diskotheken.

All das geht damit einher, dass Covid-19 nicht mehr als «gesellschaftskritische Krankheit» eingestuft wird. Ähnlich waren die Dänen schon einmal im vergangenen September vorgegangen. Dann stieg die Zahl der Neuinfektionen aber wieder stark, weshalb auch die Beschränkungen wieder eingeführt wurden.

Heute hat das EU-Land mit knapp sechs Millionen Einwohnern eine tägliche Neuinfektionszahl im mittleren fünfstelligen Bereich – Höchststände, die vor dem Aufkommen der Omikron-Variante des Coronavirus kaum vorstellbar waren.

Die Zahlen wirken sich jedoch nicht so stark wie befürchtet auf die Lage in den Krankenhäusern und vor allem auf den Intensivstationen aus. Mildere Krankheitsverläufe und hohe Impfzahlen sind die wesentlichen Gründe, weshalb sich die Dänen zur umfassenden Lockerung entschieden.

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (Bild: Keystone)

«Wir sind durch die kritische Phase durch», so Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Die Zahl, auf die man nun schaue, sei jedoch die, wie viele Menschen nach einer Infektion ernsthaft erkrankten. Diese Kurve sei nun gebrochen.

WM in Fukuoka erneut verschoben

Die Schwimm-WM im japanischen Fukuoka wird wegen der Corona-Pandemie ein weiteres Mal verschoben. Die zunächst im Sommer 2021 geplanten Titelkämpfe wurden ein erstes Mal auf Mitte Mai des laufenden Jahres verlegt und sind nun neu vom 14. bis 30. Juli 2023 geplant. Die darauffolgende WM in Doha wird vom November 2023 auf Januar 2024 verschoben.

EU-Impfnachweise ohne Booster nur noch neun Monate gültig

Reisen ohne Booster-Impfung in der EU ist für viele Menschen nun deutlich schwieriger. Denn die EU-Impfnachweise sind seit Dienstag ohne Auffrischungsimpfung nur noch rund neun Monate (270 Tage) gültig.

Nach Ablauf dieser Frist werden Menschen ohne diesen zusätzlichen Schutz bei Grenzübertritten wie Ungeimpfte behandelt.

Das bedeutet in der Regel, dass sie bei grenzüberschreitenden Reisen in der EU einen aktuellen negativen Test brauchen oder sogar in Quarantäne müssen. «Dies spiegelt den nachlassenden Schutz des Impfstoffs wieder und unterstreicht, wie wichtig eine Auffrischung ist», sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders.

(Bild: Keystone)

Der Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung etwa in Praxen und Impfzentren erstellt wird. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden. Die Codes werden trotz verschiedener Apps der einzelnen Länder überall in der EU anerkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise nicht nur über Impfungen, sondern auch über frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.

«Mit den neuen Vorschriften für Reisen innerhalb der EU werden die unterschiedlichen Vorschriften in den Mitgliedstaaten harmonisiert», heisst es von Seiten der EU-Kommission. Wie lange die Grundimmunisierung in den jeweiligen Ländern – etwa für Restaurantbesuche oder Veranstaltungen – anerkannt wird, kann sich jedoch weiterhin unterscheiden.

Die EU-Staaten werden lediglich aufgefordert, ihre nationalen Regelungen anzupassen. Wenn sie das nicht machen, drohen aber auch keine unmittelbaren Strafen.

Suva meldet immer noch weniger Unfälle als vor Corona

Immer noch weniger Unfälle als vor der Pandemie: 2022 wurden der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) rund 450’000 Berufs- und Freizeitunfälle gemeldet. Lesen Sie hier mehr.

(Themenbild: Keystone)
Neue Leiterin der Sektion Infektionskontrolle

Ein wichtiger Chefposten im Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist neu besetzt. Céline Gardiol tritt die Nachfolge von Virginie Masserey an. Sie wird ab 1. Mai 2022 Leiterin der Sektion Infektionskontrolle. Gardiol arbeitet seit September 2016 beim BAG und war bisher stellvertretende Leiterin der Sektion Infektionskontrolle und Impfprogramme. Die Fachärztin für Infektiologie studierte in Lausanne Medizin. Sie war danach am Universitätsspital Lausanne und an der London School of Hygiene and Tropical Medicine tätig.

Pandemie führt zu riesigem Berg an Medizinmüll

Infolge der Pandemie haben sich laut WHO inzwischen weltweit mehr als als 200’000 Tonnen medizinischen Abfalls angehäuft – vieles davon Plastikmüll. Lesen Sie hier mehr.

«Covid-19 hat der Welt die Lücken und Versäumnisse bei der Produktion, Verwendung und Entsorgung von Gesundheitsprodukten aufgezeigt», sagte Maria Neira, die bei der WHO für Umweltfragen zuständig ist. (Bild: Keystone)
Vier Faktoren ermittelt, die zu Long Covid führen können

Long Covid, langwierige Krankheitssymptome nach Genesung von einer Infektion mit Covid-19. Das stellt eine eigenständige medizinische Krise dar. Lesen Sie hier mehr.

Niedersachsen, Bad Rothenfelde: Ein long-covid-Patient macht ein Atemtraining in einem Gymnastikraum der Klinik Teutoburger Wald, eine Reha-Klinik für Post-Covid Erkrankte. (Bild: Keystone)
Einreiseregeln nach Thailand wieder gelockert - Strafen bei Vergehen

Touristen, die den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, können ab sofort wieder quarantänefrei nach Thailand einreisen. Das im Dezember aus Angst vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus ausgesetzte «Test&Go»-Modell wurde am Dienstag wieder aufgenommen, weil die Viruszahlen in dem beliebten Urlaubsland in den vergangenen Wochen nicht dramatisch angestiegen sind. Jedoch wurden die Regeln verschärft – und bei Zuwiderhandeln drohen Geldstrafen.

Statt nur einen PCR-Test nach der Ankunft in Thailand machen zu müssen, ist jetzt ein weiterer PCR-Test am fünften Tag nach der Ankunft erforderlich. Während die Feriengäste auf das Testergebnis warten, müssen sie sich in einem spezialisierten Hotel isolieren. Alle in Deutschland verwendeten Impfstoffe werden anerkannt, darunter auch Kreuzimpfungen. Es gelten weitere Regeln, und es wird dringend empfohlen, sich bei den Behörden genau zu informieren.

Wer die Vorgaben der Behörden missachte, müsse mit einer Geldbusse von bis zu 20 000 Baht (530 Euro) rechnen, sagte der Sprecher des Covid-Krisenzentrums CCSA, Taweesilp Wisanuyothin. «Touristen müssen die Gesetze Thailands befolgen.» Strafen in anderen Ländern der Region seien viel härter, betonte er. Wer keine entsprechende Krankenversicherung habe, müsse zudem alle Kosten für eine eventuelle Covid-Behandlung und Quarantäne selbst tragen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen appellieren an den Bundesrat

Mit einem offenen Brief an den Bundesrat rufen zivilgesellschaftliche Organisationen in der Schweiz zu einer nachhaltigeren, menschlicheren Strategie in der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf. Das teilten die Organisationen in der Nacht auf Dienstag mit. Lesen Sie hier mehr.

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Neue Corona-Regeln für Reisende nach Italien

In Italien gelten seit Dienstag weitere Corona-Regeln, die auch Reisende betreffen. Wer aus anderen EU-Staaten kommt, braucht entweder einen negativen Corona-Test, einen Impfnachweis oder eine Bescheinigung, genesen zu sein. Zuvor galt wegen der grassierenden Omikron-Variante für alle – egal, ob geimpft oder genesen – auch eine Testpflicht. Ungeimpfte mussten fünf Tage in Quarantäne.

Seit Anfang Januar hat Italien eine Corona-Impfpflicht für Menschen, die älter als 50 Jahre sind. Nun müssen Ungeimpfte dieser Altersgruppe eine Strafe von 100 Euro bezahlen, wenn sie erwischt werden. Vom 15. Februar an können sie auch nicht mehr an ihren Arbeitsplatz: Dort gilt dann die 2G-Regel – also geimpft oder genesen.

Änderungen gibt es auch beim Einkaufen. Am Dienstag trat für Geschäften, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, die 3G-Regel in Kraft. In Buchhandlungen, Banken oder Ämtern braucht man also zumindest einen negativen Test. Ausgenommen sind etwa Supermärkte oder Apotheken.

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern sind fast 81 Prozent der Gesamtbevölkerung gegen Covid-19 geimpft. Die täglichen Corona-Fallzahlen gingen zuletzt zurück. Am Montag meldeten die Behörden rund 57 700 Neuinfektionen und annäherend 350 Virus-Tote.

Moderna-Impfstoff in USA vollständig zugelassen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna die vollständige Zulassung erteilt. Die Zulassung gelte für Menschen ab 18 Jahren, teilten Moderna und die FDA am Montag, 31. Januar, mit. Die FDA sprach von einem «bedeutenden Schritt». Bereits im August hatte das Mittel des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer als erster Corona-Impfstoff in den Vereinigten Staaten die volle Zulassung bekommen. Zuvor waren beide Impfstoffe mit Notfallzulassungen im Einsatz.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna die vollständige Zulassung erteilt. (Bild: Keystone)

Zur Bearbeitung der Anträge auf Vollzulassungen, für die das Sichten von etwa zehnmal so viel Daten Voraussetzung ist, nutzte die FDA ein beschleunigtes Verfahren. Von der vollen Zulassung eines Impfstoffs erhoffen sich Experten auch eine gesteigerte Akzeptanz in der Bevölkerung. Zudem kann sie bei der rechtlichen Absicherung einer möglichen Impfpflicht eine Rolle spielen.

Kanadas Premierminister Trudeau positiv auf Coronavirus getestet

Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Heute morgen habe ich einen positiven Covid-19-Test gehabt», schrieb der 50-Jährige am Montag bei Twitter. «Ich fühle mich gut – und werde diese Woche weiter von zu Hause aus arbeiten und mich an die offiziellen Gesundheitsempfehlungen halten.»

Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)

Am Donnerstag hatte Trudeau mitgeteilt, dass er Kontakt zu jemandem gehabt habe, der später positiv getestet worden sei. Sein eigener Test sei zunächst negativ gewesen, er wolle sich aber für fünf Tage in Isolation begeben, hatte der liberale Premierminister mitgeteilt. Trudeaus Ehefrau Sophie hatte sich bereits im März 2020 mit dem Virus infiziert.

Auch die Handballer stellen auf Punktekoeffizient um

Wie bereits in der Eishockey-Meisterschaft und in anderen Sportarten wird auch in der Handball-NLA am Ende der laufenden Qualifikation der Punktekoeffizient über die Schlussklassierung entscheiden. Dies entschied die Liga angesichts der Tatsache, dass nicht mehr alle wegen der Corona-Pandemie abgesagten Spiele rechtzeitig nachgeholt werden können.

Wie bereits in der Eishockey-Meisterschaft und in anderen Sportarten wird auch in der Handball-NLA am Ende der laufenden Qualifikation der Punktekoeffizient über die Schlussklassierung entscheiden. (Symbolbild: Keystone)

Bei der Spielplan-Neugestaltung kam erschwerend hinzu, dass mit den Kadetten Schaffhausen, Pfadi Winterthur (beide European League) und Suhr Aarau (European Cup) noch drei Klubs in europäischen Wettbewerben vertreten sind.

EU-Impfnachweise ohne Booster künftig nur noch neun Monate gültig

Reisen ohne Booster-Impfung in der EU ist für viele Menschen von Dienstag an deutlich schwieriger. Denn die EU-Impfnachweise sind vom 1. Februar an ohne Auffrischungsimpfung nur noch rund neun Monate (270 Tage) gültig. Nach Ablauf dieser Frist werden Menschen ohne diesen zusätzlichen Schutz bei Grenzübertritten wie Ungeimpfte behandelt.

Das bedeutet in der Regel, dass sie bei grenzüberschreitenden Reisen in der EU einen aktuellen negativen Test brauchen oder sogar in Quarantäne müssen. «Dies spiegelt den nachlassenden Schutz des Impfstoffs wieder und unterstreicht, wie wichtig eine Auffrischung ist», sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders.

Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung etwa in Praxen und Impfzentren erstellt wird. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden.

Wie lange die Grundimmunisierung in den jeweiligen Ländern – etwa für Restaurantbesuche oder Veranstaltungen – anerkannt wird, kann sich jedoch weiterhin unterscheiden. In Deutschland gibt es zurzeit keine Regelung, die die Anerkennungsdauer von Impfnachweisen begrenzt. Menschen mit Booster-Impfung können aber unter Umständen von Testpflichten befreit sein. Die EU-Staaten werden lediglich aufgefordert, ihre nationalen Regelungen anzupassen.

Verpflichtende Corona-Impfung im F1-Fahrerlager kommt

Eine Corona-Impfung für alle Mitarbeiter im Formel-1-Fahrerlager wird ab dieser Saison verpflichtend. Der Formel-1-Rechteinhaber Liberty Media «wird verlangen, dass alle mitreisenden Mitarbeiter vollständig geimpft sind», bestätigte ein Sprecher der deutschen Nachrichtenagentur dpa einen entsprechenden Bericht der «Times» und der BBC. Es soll dabei keine Ausnahmen geben. Die künftige Regel betrifft unter anderen die Fahrer, Teammitglieder und auch die Journalisten.

Boris Johnson entschuldigt sich für Umgang mit Partygate-Affäre

Der britische Premier Boris Johnson hat sich für seinen Umgang mit den Vorwürfen über Partys im Lockdown in der Downing Street entschuldigt. «Ich möchte Entschuldigung sagen», sagte ein betretener Johnson am Montag im Londoner Unterhaus nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts zu den Lockdown-Partys. Das sei aber nicht genug, da etliche Menschen in der Pandemie grosse Opfer gebracht hätten und sich an die Regeln gehalten hätten, sagte Johnson.

Der Premier kündigte weitreichende Umstrukturierungen und Reformen in seinem Amtssitz an. «Ich verstehe es und ich werde es in Ordnung bringen», sagte Johnson. Ein Rücktritt, wie ihn die Opposition und einige Abgeordnete seiner eigenen Partei gefordert hatten, gehört für Johnson jedoch aus freien Stücken nicht dazu.

Partygate-Bericht zeigt schwere Versäumnisse an der Downing Street

Ein interner Untersuchungsbericht zur Partygate-Affäre hat den Verantwortlichen im britischen Regierungssitz schwere Versäumnisse bei der Einhaltung von Regeln vorgeworfen.

Die Verantwortlichen hätten es versäumt, sich an Standards zu halten, die zur Zeit des Corona-Lockdowns nicht nur von der Regierung, sondern von der gesamten Bevölkerung verlangt worden seien, hiess es in dem am Montag veröffentlichten Bericht.

Ein interner Untersuchungsbericht zur Partygate-Affäre hat den Verantwortlichen im britischen Regierungssitz schwere Versäumnisse bei der Einhaltung von Regeln vorgeworfen. (Bild: Keystone)

«Zumindest einige der fraglichen Versammlungen stellen ein schwerwiegendes Versäumnis dar, nicht nur die hohen Standards einzuhalten, die von denjenigen erwartet werden, die im Herzen der Regierung arbeiten, sondern auch die Standards, die von der gesamten britischen Bevölkerung zu dieser Zeit erwartet wurden», stellte die Spitzenbeamtin Sue Gray fest.

Einige der Treffen hätten nicht stattfinden dürfen oder sich nicht in der Weise entwickeln dürfen, wie es letztlich geschah, betonte Gray. Sie forderte: «Aus diesen Ereignissen müssen wichtige Erkenntnisse gezogen werden, die sofort regierungsweit angegangen werden müssen.» Damit müsse nicht auf das Ende der Polizeiermittlungen gewartet werden.

BAG: 68,27 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Aktuell sind 68,27 Prozent der Schweizer Bevölkerung komplett geimpft. 39,27 Prozent haben eine Auffrischungsimpfung erhalten. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlicht hat.

Vom 24. Januar bis 30. Januar wurden in der Schweiz insgesamt 198’558 Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 registriert. Bei den über 65-Jährigen beträgt die Impfquote 90,79 Prozent, zudem wurden 74,14 Prozent eine Booster-Impfung verabreicht.

Bei den 16- bis 64-Jährigen liegt der Anteil der komplett geimpften Personen bei 75,95 Prozent, geboostert wurden 38,70 Prozent. In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen sind 42,86 Prozent komplett geimpft.

BAG meldet nach dem Wochenende 89'453 Neuansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 89’453 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 26 neue Todesfälle und 219 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Patrizia Kummer setzt Quarantäne im olympischen Dorf fort

Etwas früher als geplant konnte die Schweizer Snowboarderin Patrizia Kummer das Quarantäne-Hotel in Peking verlassen und ins olympische Dorf von Zhangjiakou dislozieren. Dort setzt die 34-jährige Walliserin die Quarantäne in «erleichterter Form» fort, wie sie sagte.

Ab sofort ist es ihr gestattet, das Zimmer zu verlassen, um auf Schnee zu trainieren. Sie werde mit einem Spezialtransport zur Piste gebracht, so Kummer. Ihren Einsatz im Parallel-Riesenslalom hat die Olympiasiegerin von 2014 am Dienstag, 8. Februar.

Patrizia Kummer war vor etwas mehr als zwei Wochen nach Peking gereist, um sich in eine dreiwöchige Quarantäne zu begeben. Eine solche ist für Athleten und Athletinnen Pflicht, wenn sie bei Olympia ohne Impfung gegen das Coronavirus starten wollen. (Bild :keystone)
Jeder dritte Patient in Genf im Spital infiziert

Viele Patienten stecken sich im Spital mit Covid-19 an. Im Universitätsspital Genf (HUG) war es seit Jahresbeginn ungefähr jeder dritte der 564 Covid-Patienten.

HUG-Sprecher Nicolas de Saussure bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Tribune de Genève». Der relativ hohe Anteil an im Spital erworbenen Infektionen sei auf die überaus schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zurückzuführen. Dies sei ein Befund, der allgemein von grossen Spitälern geteilt werde, sagte der Sprecher weiter.

Vom 1. bis 23. Januar wurden 564 Covid-Patienten im HUG stationär behandelt. Etwas mehr als die Hälfte der Patienten (236) war wegen des Virus ins Spital eingeliefert worden. Dies zum Beispiel, weil sie an einer Lungenentzündung oder starken Atembeschwerden litten.

Interner Untersuchungsbericht zu «Partygate» übergeben

Nach tagelanger Verzögerung hat der britische Premierminister Boris Johnson Medienberichten zufolge den internen Untersuchungsbericht zur «Partygate»-Affäre erhalten.

Die Spitzenbeamtin Sue Gray habe den Report übergeben, berichteten die Sender BBC und Sky News am Montag. Ein Sprecher der zentralen Regierungsbehörde Cabinet Office sagte, Gray habe dem Premier ein Update zu ihren Ermittlungen bereitgestellt. Wie die Agentur PA unter Berufung auf Parlamentsquellen meldete, will sich Johnson noch am Montagnachmittag im Unterhaus äussern.

Die Zensur ist einer Bitte der Londoner Polizei geschuldet. Die Behörde fürchtet, dass ihre Ermittlungen in dem Skandal um Lockdown-Partys in der Downing Street durch die Erkenntnisse beeinträchtigt werden könnten. Die Opposition fordert eine vollständige Veröffentlichung.

Medienberichte über zahlreiche Feiern im Regierungssitz hatten Johnson, der selbst an einigen Partys teilgenommen haben soll, erheblich unter Druck gesetzt. Kommt der Bericht zu dem Schluss, dass Corona-Regeln gebrochen wurden, droht Johnson ein parteiinternes Misstrauensvotum. Wegen der erwarteten Zensur rechnet mittlerweile aber kaum noch jemand damit, dass nun schwere Vorwürfe gegen Johnson erhoben werden.

Bali öffnet Grenzen für Touristen aus aller Welt – aber Quarantäne

Die indonesische Urlaubsinsel Bali öffnet am 4. Februar erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ihre Grenzen für Touristen aus allen Ländern der Welt.

«Dies soll dazu dienen, die Wirtschaft Balis wiederzubeleben, die durch die Pandemie stark betroffen ist», sagte der Pandemiebeauftragte der Regierung, Luhut Pandjaitan, am Montag. Jedoch können sich Besucher nicht sofort frei auf der Insel bewegen: Wer vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze hat, muss fünf Tage in einem Hotel seiner Wahl in Quarantäne. Wer nur eine Erstimpfung hat, muss sich sieben Tage isolieren.

Die Regierung entschied sich trotz seit Tagen steigender Corona-Zahlen aufgrund der ansteckenden Omikron-Variante für die Öffnung. Bali ist auf die wichtige Tourismus-Branche angewiesen, die seit April 2020 fast komplett am Boden liegt. 2019 waren noch mehr als sechs Millionen Urlauber auf die für ihre Tempel, Reisfelder und Strände bekannte Insel gereist.

Johnson streicht Impfpflicht für medizinisches Personal

Auf Druck seiner Partei will der britische Premierminister Boris Johnson einem Zeitungsbericht zufolge die Corona-Impfpflicht für medizinisches Personal doch wieder streichen.

Gesundheitsminister Sajid Javid wolle den Schritt noch am Montag mit Kabinettskollegen vereinbaren, berichtete der «Daily Telegraph». Den Plänen zufolge sollten Pflegekräfte vom 1. April an zwei Impfungen haben. Mit der Kehrtwende erfüllt Johnson, der wegen der «Partygate»-Affäre auch parteiintern unter Druck steht, eine der Kernforderungen einflussreicher Hinterbänkler.

Wie der «Telegraph» schrieb, beruft sich Gesundheitsminister Javid darauf, dass die Auswirkungen der Omikron-Variante deutlich milder seien als befürchtet. Die Impfpflicht für das Personal des Gesundheitsdiensts NHS wurde beschlossen, als die Delta-Variante dominierte. Diese führte zu deutlich mehr Krankenhauseinweisungen. Kritiker befürchten, das ohnehin überlastete Gesundheitssystem werde bei einer Impfpflicht auf einen Schlag 80 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren. Die Pflegekräftevereinigung Royal College of Nursing begrüsste die Kehrtwende.

Party in Corona-Zeiten - Hongkongs Innenminister tritt zurück

Hongkongs Innenminister Caspar Tsui hat am Montag seinen Rücktritt eingereicht. Tsui zog damit die Konsequenzen aus der Teilnahme an einem Geburtstagsbankett Anfang Januar, bei dem zwei der rund 200 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Er habe sich unangemessen verhalten, obwohl alle Anstrengungen darauf gerichtet sein sollten, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, teilte der Politiker in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Die Feier, an der auch Polizeichef Raymond Siu und Leiter der Einwanderungsbehörde Au Ka-wang teilnahmen, hatte unter Hongkongern heftige Kritik ausgelöst. Kurz zuvor hatten die Gesundheitsbehörden der Sonderverwaltungszone noch der Bevölkerung dazu geraten, grosse Ansammlungen zu meiden. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam sprach davon, dass die hochrangigen Politiker, die an dem Geburtstagsbankett teilnahmen, kein gutes Beispiel für die Menschen in Hongkong abgegeben haben.

Massnahmen bis 16. Februar weg - Auch Zertifikat soll fallen

In zweieinhalb Wochen könnte das Leben in der Schweiz wieder normal sein. Laut «Blick» dürfte ausser der Maske im ÖV und beim Einkaufen bald nur noch wenig daran erinnern, wie die Welt zwei Jahre lang unter Corona litt.

Am Mittwoch wird der Gesamtbundesrat aller Wahrscheinlichkeit nach den Antrag von Gesundheitsminister Alain Berset gutheissen, komplett auf die Quarantäne für jene zu verzichten, die engen Kontakt mit Corona-Positiven hatten. Gleichzeitig dürfte auch die Homeoffice-Pflicht begraben werden. Zu den beiden Punkten braucht es keine Vernehmlassung bei den Kantonen mehr. Diese haben sich dazu schon geäussert.

Zudem dürfte die Regierung den Kantonen am Mittwoch beantragen, auf die Corona-Zertifikatspflicht, die Kapazitätsbeschränkungen bei Grossveranstaltungen und die maximale Personenzahl bei privaten Treffen zu verzichten. Sogar über das Ende der «besonderen Lage» wird in Bundesbern derzeit diskutiert.

Nur das Masketragen in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln würde noch bleiben. Wie lange das noch bleibt, wird sich zeigen.

Ueli Maurer: "Phase der intensiven Massnahmen bald abschliessen"

Die Phase der intensiven Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie könne bald abgeschlossen werden, aber die eigentliche Pandemie weltweit werde wohl erst in drei, vier Jahren unter Kontrolle sein. So beurteilt Finanzminister Ueli Maurer die Lage.

«Das heisst, wir werden uns eine Impfstrategie überlegen müssen», sagte Maurer in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Blick». Dabei müsse die Verantwortung vom Staat zurück «zu den Leuten, den Eltern, den Hausärzten».

Die Gesellschaft sei gespalten wie nie, stellte Maurer fest. «Ich kenne Menschen, die gemeinsam ein Haus gebaut und 40 Jahre friedlich Tür an Tür gewohnt haben und sich jetzt nicht einmal mehr Grüezi sagen.» Er habe Spaltungen erlebt in seinem Umfeld auf dem Land. «Je mehr Druck es vom Staat gegeben hat, desto mehr Widerstand gab es.»

Maurer blickte zurück auf die Zeiten, in denen der Bundesrat die Schutzmassnahmen immer wieder anpassen musste: «Ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer wusste, was jetzt diese Woche gilt;» sagte er. Der Druck sei sehr hoch gewesen, die Situation habe sich oft schnell verändert, und der Bundesrat habe schnell entscheiden müssen.

Widersprüche beseitigen

Solle der Staat das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht ganz verlieren, «müssen wir schnell zurück zur Normalität». Maurer plädierte dabei für ein Vorgehen in Etappen. Diese müssten beschleunigt werden und dabei gewisse Widersprüche beseitigt werden.

Auf die Frage, welche Massnahme zuerst fallen sollte, nannte Maurer die Quarantäne. Sie koste volkswirtschaftlich gesehen am meisten.

Streamingdienst Spotify geht gegen Fehlinformationen zu Corona vor

Der Streamingdienst Spotify will alle Beiträge zu Covid-19 künftig mit einem Hinweis versehen, der Nutzer zu wissenschaftlich fundierten Informationen aus verlässlichen Quellen führen soll. Diese neue Initiative gegen Falschinformationen werde in den kommenden Tagen weltweit umgesetzt, teilte der Gründer und Chef des Unternehmens, Daniel Ek, am Sonntag in einem Blogeintrag mit. Damit gehe Spotify auf seine Nutzer ein, die in den vergangenen Tagen Fragen über die Grenze zwischen akzeptablen und inakzeptablen Inhalten der Plattform aufgeworfen hätten, hiess es weiter.

Zuvor hatten mehrere Künstler, darunter Neil Young (76/»Heart of Gold») und Joni Mitchell (78/»Big Yellow Taxi»), angekündigt, ihre Musik von Spotify abzuziehen. Damit protestieren sie gegen einen von zahlreichen Wissenschaftlern als verharmlosend kritisierten Corona-Podcast. Spotify wolle seinen Nutzern alle Musik- und Audioinhalte zugänglich machen, hiess es darauf zunächst in einem Statement des schwedischen Streaming-Riesen. Mehr dazu hier.

Das Unternehmen habe umfassende Inhaltsrichtlinien und seit Beginn der Pandemie mehr als 20 000 Podcast-Episoden mit Bezug auf Corona aus dem Angebot entfernt. (Bild: Keystone)
Demonstration gegen Corona-Massnahmen in Brüssel ohne Zwischenfälle

Nach den Ausschreitungen der vergangenen Woche ist eine Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in Brüssel an diesem Sonntag weitgehend ruhig verlaufen. Nach Angaben der Polizei zogen rund 1600 Menschen durch die Stadt, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Sie erreichten demnach ohne Zwischenfälle das Atomium im Norden der belgischen Hauptstadt. Dem Bericht zufolge forderten die Demonstranten wegen der Corona-Politik der belgischen Regierung deren Absetzung.

Vergangene Woche hatten nach Polizeiangaben rund 50’000 Menschen in Brüssel protestiert. Gegen Ende des Demonstrationszugs kam es zu heftigen Ausschreitungen. Medienberichten zufolge warfen Demonstranten Gegenstände auf Polizisten und beschädigten Gebäude. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Mehr als 200 Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

75 Prozent der Erwachsenen in Indien zweifach geimpft

In Indien haben inzwischen drei von vier Erwachsenen eine zweite Corona-Impfung erhalten. Dies schrieb Premierminister Narendra Modi am Sonntag auf Twitter und fügte hinzu: «Ich gratuliere unseren Mitbürgern zu dieser bedeutenden Leistung.» Die meisten Menschen in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bekommen das von AstraZeneca hergestellte Mittel mit dem Namen Covishield.

Vor rund zwei Wochen hatte Indien auch damit begonnen, einen Teil seiner Bevölkerung zu boostern. Demnach sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, bei der Polizei oder Armee, im Corona-Dienst bei Behörden sowie gefährdete Über-60-Jährige eine dritte Dosis bekommen.

Die Zahl der erfassten Neuinfektionen binnen 24 Stunden sank inzwischen den vierten Tag in Folge. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntagmorgen 234’281 Neuansteckungen. Während einer heftigen Delta-Welle 2021 wurden in Höchstzeiten um die 400’000 Tagesneuinfektionen gemeldet, die meisten Menschen waren damals nicht geimpft.

Mit rund 41 Millionen Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie steht Indien in absoluten Zahlen nach den USA an zweiter Stelle. Offiziellen Angaben zufolge starben insgesamt 494’110 Menschen in dem Land. Es wird jedoch befürchtet, dass die Dunkelziffer sowohl bei Infektionszahlen als auch bei Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, hoch ist.

Snowboarder Huber in Peking positiv getestet

Nicolas Huber ist nach seiner Anreise zu den Winterspielen in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Zürcher Freestyle-Snowboarder, der keine Symptome aufweist, wurde wie in den Richtlinien des Organisationskomitees vorgesehen in einem isolierten Hotelzimmer in Zhangjiakou untergebracht.

Der Zürcher Freestyle-Snowboarder Nicolas Huber wurde positiv getestet. (Bild: Keystone)

Huber wird aus der Isolation entlassen, sobald er im Abstand von 24 Stunden zwei Mal negativ auf das Coronavirus getestet wird. Somit darf der WM-Zweite von 2017 noch immer darauf hoffen, dass er wie geplant am Sonntag, 6. Februar, an der Qualifikation im Slopestyle teilnehmen kann.

Tausende Trucker demonstrieren in Kanada gegen Corona-Vorgaben

Nach einer tagelangen Fahrt durch Kanada ist ein Konvoi aus Hunderten Lastwagen am Wochenende in der Hauptstadt Ottawa eingetroffen, um gegen Corona-Massnahmen und Impfvorschriften zu demonstrieren. Empfangen wurde der sogenannte Freedom Convoy (übersetzt: «Konvoi der Freiheit») von Hunderten Demonstranten, die sich bei Minustemperaturen vor dem Parlament versammelten, wie kanadische Medien berichteten. Die Demonstranten schwenkten demnach kanadische Flaggen und riefen «Freiheit». Auf Plakaten prangerten sie Premier Justin Trudeau und die Corona-Massnahmen an.

(Bild: Keystone)

Die Polizei sei in Alarmbereitschaft. Trudeau und seine Familie seien vorsorglich an einen geheimen Ort in der Hauptstadt gebracht worden. Über das gesamte Wochenende sollte die Polizeipräsenz hoch bleiben. Die Demonstranten blockierten den Berichten zufolge am Samstag Teile der Innenstadt. Die genaue Teilnehmerzahl habe bis zum Abend noch nicht festgestanden. Einige Demonstranten sagten, sie wollten mehrere Tage bleiben. Die Proteste seien zunächst zwar lautstark gewesen, aber grösstenteils friedlich.

Gestartet sei der Konvoi am vergangenen Sonntag in British Columbia an der Westküste Kanadas. Er ist eine Reaktion auf eine im Januar in Kraft getretene Verordnung, nach der auch Lkw-Fahrer, die aus den USA zurückkehren, einen Impfnachweis vorlegen müssen. In den vergangenen Tagen habe sich der Fokus aber insgesamt auf staatliche Pandemiebeschränkungen ausgeweitet, schrieben kanadische Medien. Zahlreiche Menschen beteiligten sich etwa mit ihren privaten Fahrzeugen.

Kritiker hatten mit Blick auf die neuen Impf-Vorschriften gewarnt, diese würden die ohnehin schon angespannten Lieferketten weiter stören. Die Vereinigung der kanadischen Lkw-Fahrer hatte den Berichten zufolge die Proteste jüngst verurteilt und erklärt, die meisten Fahrer seien geimpft.

Ein Grossteil der kanadischen Bevölkerung unterstützt laut einer kürzlich veröffentlichen Umfrage die Pandemie-Massnahmen. In Kanada sind mehr als 77 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Iran: 30 Abgeordnete mit Omikron-Variante infiziert

Im Iran haben sich 30 Parlamentsabgeordnete mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Sie befinden sich nun in Quarantäne, wie der Abgeordnete Abolfasl Abutorabi am Sonntag bekannt gab. Das Parlament wolle nun bei allen 290 Abgeordneten Corona-Tests durchführen, um weitere Infektionen zu verhindern, sagte Abutorabi laut Nachrichtenagentur Fars. Das Parlament wurde in den letzten Monaten mehrfach kritisiert, weil zahlreiche Abgeordnete die Corona-Vorschriften nicht einhielten.

Der Iran war bis Mitte letzten Jahres von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, nach einer Beschleunigung der Impfkampagne entspannte sich jedoch die Lage. Bislang sind mehr als 60 Prozent der fast 84 Millionen Iraner doppelt geimpft, über 16 Millionen Auffrischungsimpfungen werden bereits verabreicht.

Zahl der Corona-Schwerkranken steigt in Israel wieder über 1000

Erstmals seit fast einem Jahr ist die Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel wieder über 1000 gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Samstagabend mit, 1010 schwer an Corona erkrankte Patienten würden in Krankenhäusern behandelt. Den bisherigen Höhepunkt hatte die Zahl im Januar 2021 mit rund 1200 Schwerkranken erreicht.

Israelische Krankenhäuser klagen gegenwärtig über eine hohe Belastung, weil es auch deutlich mehr Grippe-Kranke gibt als vor einem Jahr. Gleichzeitig gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Omikron-Welle in Israel allmählich abebben könnte. Am Freitag wurden den Angaben zufolge rund 53’000 neue Corona-Fälle gemeldet. Vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen in Israel mit mehr als 85’000 einen Höhepunkt seit Beginn der Pandemie erreicht.

Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt fast 119’000 Corona-Neuinfektionen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel.

Berset bereitet Turbo-Öffnung vor

Gesundheitsminister Alain Berset bereitet laut der «SonntagsZeitung» eine Turbo-Öffnung vor. Bereits am Mittwoch sei geplant, die Homeoffice-Pflicht und die Quarantäne nach Kontakten mit Infizierten zu streichen. Ausserdem werde der Bundesrat die Aufhebung aller weiterer Massnahmen gegen das Coronavirus den Kantonen zur Konsultation vorlegen, berichtet das Blatt gestützt auf Quellen im Bundeshaus. Am 16. Februar könnte die Öffnung im besten Fall beschlossen werden.

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Noch offen blieb, wann die Masken fallen dürfen. Auch die Isolationspflicht für Infizierte und das Testgebot bei Symptomen sollen bleiben. Im Interview mit dem «SonntagsBlick» warnte allerdings Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der Gesundheitsdirektoren, vor einer zu schnellen Öffnung. «In der Tonalität sind die Ankündigungen (…) sehr optimistisch. Damit weckt der Bundesrat Erwartungen.» Die Pandemie ende nicht wie ein Krieg mit einem Waffenstillstand, sondern ebbe ab, warnte er. Mit Blick auf die Spitäler sei zudem Vorsicht geboten.

Tessin führt Impfpflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ein

Im Kanton Tessin gilt in öffentlichen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ein Einstellungsstopp für nicht gegen Covid-19 geimpfte Personen. Das bestätigte eine Sprecherin des kantonalen Departements für Gesundheit und Soziales der «NZZ am Sonntag». Die Impfung sei zu einem Zulassungskriterium für die Beschäftigung geworden. Die Zeitung vermutet, dass mit der Massnahme Bewerbungen von nicht gegen Covid-19 immunisierten Pflegekräften aus Italien vorgegriffen werden soll – in Italien gilt im Gesundheitsbereich eine Impfpflicht.

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Ab Mitte März besteht die Impfpflicht im Gesundheitswesen auch in Deutschland. Laut einer Umfrage der Zeitung bei Spitälern in mehreren Kantonen zeigte allerdings, dass Bewerbungen aus dem nördlichen Nachbarland nicht zugenommen haben. Auch in Frankreich muss sich das Gesundheitspersonal impfen lassen, und in Österreich soll ab Februar eine Impfpflicht für alle gelten.

NDB: Rechtsextreme an Kundgebung gegen Schutzmassnahmen gegen Coronavirus in Bern

Bei einer Kundgebung gegen die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus in Bern sind vor gut einer Woche einzelne Personen von der Berner Kantonspolizei dem rechtsextremen Umfeld zugeordnet worden. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) beurteilt die Lage rund um die Aktionen der Massnahmengegner laufend: «Der NDB stellt derzeit fest, dass ein Teil der Gegner von Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Gewalttaten befürwortet, fördert oder ausübt», sagte eine Sprecherin dem «SonntagsBlick».

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Nicht nur «gewalttätige Corona-Extremisten» gehörten dazu. Auch militante Rechtsextreme versuchten, in diesem Umfeld ihre Botschaften zu platzieren, hiess es beim NDB. In Österreich warnte der Chef der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst, Omar Haijawi-Pirchner, vor einer Internationalisierung der Corona-Proteste. Diese Entwicklung sei «sehr beängstigend». Der deutsche Verfassungsschutz sprach von einer «Rechtsextremisierung» des Protests, wie der «SonntagsBlick» schreibt.

3500 Personen erhalten Antikörpertherapien

Über 3500 Personen in der Schweiz haben bisher wegen Covid-19 eine Antikörper-Therapie erhalten. Das berichtet die «SonntagsZeitung» auf Grund von Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Dank dieser Therapie lasse sich verhindern, dass mehr Menschen auf der Intensivstation behandelt werden oder sterben müssten, sagte Huldrych Günthard, Infektiologe am Universitätsspital Zürich.

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Gemäss Studien senken Antikörpertherapien die Hospitalisationsrate um gegen 90 Prozent. Die Antikörper werden in den Risikogruppen nach Ansteckungen mit dem Coronavirus breit verwendet. Patientinnen und Patienten erhalten eine Infusion. Unklar sind die Kosten der Behandlung; laut Günthard sind es pro Behandlung ein paar Tausend Franken. Das BAG machte keine Angaben dazu. Paxlovid von Pfizer, das als Tabletten verabreicht wird, ist in der Schweiz noch nicht verfügbar. Zurzeit wird es vom Heilmittelinstitut Swissmedic geprüft.

Long-Covid: Immer mehr klagen über «Nebel im Kopf»

Mit den Meldungen über die explosionsartig steigenden Fallzahlen von Covid-19 gibt es auch immer mehr Berichte über Patienten, die über «Nebel im Kopf» klagen. Lesen Sie hier mehr dazu.

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GDK-Präsident will mit grossen Lockerungsschritten zuwarten

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren-Konferenz, will mit grossen Lockerungsschritten der Pandemie-Schutzmassnahmen noch zuwarten. Die von Bundesrat Alain Berset angekündigten Lockerungen nannte er «in der Tonalität sehr optimistisch». Lesen Sie hier mehr.

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Eine Woche vor Impfpflicht in Österreich noch 17 Prozent ungeimpft

Knapp eine Woche vor dem Inkrafttreten der Impfpflicht in Österreich sind noch etwa 17 Prozent der Erwachsenen gänzlich ungeimpft. Allerdings haben sich in den vergangenen zwei Wochen gut 85’000 Erwachsene erstmals impfen lassen.

Das geht aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervor, die der Nachrichtenagentur APA vorliegen. Demnach haben 83 Prozent der ab 18-Jährigen zumindest eine Impfung erhalten. 80 Prozent sind vollständig geimpft.

(Bild: Keystone)

Endgültig beschlossen wird die Impfpflicht für Österreicherinnen und Österreicher ab 18 Jahren kommende Woche vom Bundesrat, der Länderkammer des Parlaments. Danach muss das Gesetz vom Bundespräsidenten gegengezeichnet und im Bundesgesetzblatt kundgemacht werden, womit es offiziell in Kraft tritt. Das sind an sich alles Formalakte, die angesichts der umstrittenen Materie aber wohl etwas höhere Aufmerksamkeit als sonst erfahren werden.

Den höchsten Nachholbedarf beim Impfen haben Kärnten und Salzburg. In Kärnten hatten am Freitag knapp unter 78 Prozent der Erwachsenen ein gültiges Impfzertifikat.

Dahinter folgten Salzburg mit knapp über 78 Prozent, Vorarlberg mit 79 Prozent sowie Wien und Tirol, die mit 80 Prozent im Landesdurchschnitt liegen. In der Steiermark sind 81 Prozent der Erwachsenen geimpft, in Niederösterreich 83 Prozent und im Burgenland 86 Prozent.

Österreich lockert stufenweise Corona-Massnahmen

Österreich lockert trotz aktuell hoher Zahlen bei den Neuinfektionen demnächst stufenweise seine Corona-Massnahmen. So werde die Sperrstunde ab 5. Februar von 22.00 Uhr auf 24.00 Uhr geschoben, sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Samstag in Wien. Vom 12. Februar an falle die 2G-Regel im Handel. Es bleibe aber die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske. Ab 19. Februar gelte in der Gastronomie und im Tourismus statt der 2G-Regel wieder die 3G-Regel, hiess es. Damit ist es auch mit einem negativen Corona-Test möglich, Lokale zu besuchen.

Der Stufenplan für die Lockerungen sei mit Blick auf den Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle erstellt worden, hiess es. Die höchste Zahl an Neuinfektionen werde für das Ende der ersten Februar-Woche erwartet. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich bei etwa 2400 pro 100 000 Einwohnern – und damit mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

Grundlage der Entscheidungen ist demnach die absehbar weiter niedrige Belastung der Kliniken. «Diese Zahlen sind stabil und auf einem wirklich berechenbaren guten Niveau», sagte Nehammer zur Lage auf den Normal- und Intensivstationen. Speziell bei den Intensivstationen drohe keine Überlastung mehr, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Omikron-Welle liess sich laut Berset in den Schulen kaum aufhalten

Die Kinder sind laut Bundesrat Alain Berset in der Corona-Pandemie nicht vergessen worden. Dass die Fallzahlen an den Schulen stark angestiegen sind, begründet er mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante: Diese habe sich trotz aller Massnahmen kaum aufhalten lassen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Russland verzeichnet mehr als 100'000 Corona-Neuinfektionen pro Tag

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie haben Russlands Behörden mehr als 100’000 Neuinfektionen an einem Tag gezählt. Am Samstag verzeichnete die offizielle Corona-Statistik mehr als 113’000 neue Fälle binnen 24 Stunden und im selben Zeitraum 668 Tote im Zusammenhang mit Corona. Vollständig geimpft sind demnach bislang knapp 55 Prozent der Bevölkerung. Angesichts der Omikron-Welle, die mittlerweile nahezu alle russischen Regionen erfasst hat, registriert das flächenmässig grösste Land der Erde seit Tagen einen Höchstwert nach dem anderen.

(Bild: Keystone)

Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Infektions- und Todeszahlen in Wirklichkeit noch deutlich höher liegen. Am Freitag veröffentlichte das Statistikamt Rosstat, wonach Russlands Bevölkerung im vergangenen Jahr um mehr als eine halbe Million Menschen schrumpfte. Es handelte sich um den stärksten Bevölkerungsrückgang seit fast 20 Jahren. Die russische Regierung begründet die hohe Übersterblichkeit massgeblich mit Covid-19.

Söder fordert aussagekräftige «Krankenhaus-Ampel»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert neue und verlässliche Massstäbe zur Bewertung der Corona-Situation. Die Sieben-Tage-Inzidenz verliere ihre vorwarnende Wirkung, auch wegen mangelnder Testmöglichkeiten. Der Bayer fordert daher ein «neues Bewertungssystem, das sich an der Belegung der Krankenhausbetten orientieren sollte», wie der CSU-Chef der «Welt am Sonntag» sagte. «Nur so erfahren wir, ob das Gesundheitssystem stabil bleibt – oder ob eine Überlastung droht. Der Bund ist gefordert, eine funktionierende und aussagekräftige Krankenhaus-Ampel auf den Weg zu bringen.»

Diese Ampel müsse den Corona-Anteil an der Belegung der Krankenhäuser und eine mögliche Überlastung des Pflegepersonals berücksichtigen. Auch sei wichtig zu wissen, wie viele ausschliesslich wegen Corona ins Krankenhaus kommen – und wie viele lediglich mit Corona.

(Bild: Keystone)
36 weitere Infizierte in Peking

Bei den Teilnehmern der Olympischen Winterspiele sind 36 zusätzliche Covid-Infizierte entdeckt worden. Wie das Organisationskomitee in Peking mitteilte, sind insgesamt 29 Einreisende kurz nach ihrer Ankunft am Flughafen positiv auf das Virus getestet worden, bei 19 von ihnen soll es sich um Athleten oder Teammitglieder handeln. Sieben weitere Infektionen wurden zudem unter Personen festgestellt, die sich bereits innerhalb der «Olympia-Blase» befunden haben.

(Bild: Keystone)

Für die Olympischen Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept, sämtliche Teilnehmer – von Athleten bis hin zu Journalisten – sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Um Infektionen möglichst rasch zu erkennen, muss jeder Teilnehmer innerhalb der «Olympia-Blase» täglich einen PCR-Test absolvieren. Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Erst nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses wieder verlassen.

Frankreich verschiebt Abiturprüfungen wegen Corona-Welle

Frankreich verschiebt die Abiturprüfungen angesichts der massiven Corona-Welle von Mitte März auf Mitte Mai.

Die aktuell hohe Zahl von Corona-Infektionen mache die Organisation der Prüfungen schwierig, ausserdem gebe es viele Krankheitsfälle, begründete das Bildungsministerium in Paris die Entscheidung am Freitag. Alle sollten die gleichen Chancen und genügend Zeit für eine vernünftige Vorbereitung haben, hiess es. Verschoben werden die schriftlichen Prüfungen, Erleichterungen gibt es bei der Auswahl der Fragen und die Überprüfung des Sprachniveaus wird gestrichen.

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen lag in Frankreich am Donnerstag bei 392 168, die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei rund 3800. Die Omikron-Variante ist für gut 95 Prozent der Fälle verantwortlich. Inzwischen sinkt die Zahl der Infektionen allerdings in den Regionen, die als erstes von der Omikron-Welle betroffen waren, so auch im Grossraum Paris. Trotz weiter steigender Klinikeinweisungen sinkt die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen.

Corona-Impfungen in Apotheken in Deutschland ab 8. Februar

In Deutschland können Apotheken vom 8. Februar an landesweit Corona-Impfungen anbieten. Damit soll das Impfangebot vereinfacht und verbreitert werden.

Die Voraussetzungen dafür seien jetzt geschaffen, sagte Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), am Freitag. Seit Januar seien die Apothekerinnen und Apotheker geschult worden, parallel habe man die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Zahl der Geimpften elektronisch an das Robert Koch-Institut (RKI) zu melden.

Die letzten offenen Punkte – die Impfstoff-Kontingente und der Bestellzyklus – seien geklärt. «Kommende Woche können die Apotheken erstmals Impfstoffe bestellen, um sie selbst zu verimpfen. Die ersten Impfungen können dann ab dem 8. Februar durchgeführt werden», so Overwiening. Das Angebot ist freiwillig und als Ergänzung zu den Impfangeboten in Arztpraxen und Impfzentren gedacht.

«Wir wollen diejenigen erreichen, die sich noch nicht impfen lassen konnten, zum Beispiel weil ihnen die Organisation eines Impftermins bisher zu aufwändig war», sagte die ABDA-Präsidentin. «Wir bringen das niedrigschwellige und flächendeckende Angebot der Apotheken ein, um die Impfkampagne der Bundesregierung zu unterstützen.»

Die Covid-19-Impfung ist die erste Impfung, die Apotheken deutschlandweit anbieten können. Overwiening versicherte, man sei exzellent darauf vorbereitet – und auch für den unwahrscheinlichen Fall geschult, dass bei Impfreaktionen Erste Hilfe geleistet werden müsse.

Regierung sieht Spanien bei der aktuellen Corona-Welle über den Berg

Spanien hat den Höhepunkt der derzeitigen vor allem von der Omikron-Variante ausgelösten Corona-Welle nach Einschätzung der Regierung überschritten. «Alles deutet darauf hin, dass die Kurve der Infektionen sinkt», sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Freitag.

«Der Rückgang der Zahlen verfestigt sich von Tag zu Tag», fügte die Ministerin hinzu, mahnte aber zugleich zu weiterer Vorsicht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland ist seit ihrem Höchststand am Montag vergangener Woche um mehr als 300 Punkte auf zuletzt 1335 gefallen. Auch der Druck auf das Gesundheitssystem nahm etwas ab. Binnen einer Woche ging die Auslastung aller Krankenhausbetten mit Corona-Patienten von 15,2 Prozent auf 14,8 Prozent zurück und die der Betten auf Intensivstationen fiel von 23,3 Prozent auf 22,1 Prozent. Im selben Zeitraum wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 1100 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

England lässt erneut die Masken fallen - Corona-Massnahmen laufen aus

Trotz hoher Corona-Fallzahlen hat England erneut fast alle noch geltenden Pandemie-Massnahmen aufgehoben. Seit Donnerstag gilt im grössten britischen Landesteil in den meisten Innenräumen keine Maskenpflicht mehr und auch die ohnehin nur bei Grossveranstaltungen und in Clubs eingesetzten Impf- oder Testnachweise müssen nicht mehr kontrolliert werden. Die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, gilt ebenfalls nicht mehr.

Die Regierung von Boris Johnson hat diese wegen der Omikron-Variante eingeführten, sogenannten Plan-B-Massnahmen auslaufen lassen, nachdem die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Anfang Januar rapide gefallen war. Etliche Hinterbänkler der regierenden Tory-Partei hatten im Dezember mit einer Rebellion im Unterhaus ihre Ablehnung der Corona-Massnahmen zum Ausdruck gebracht.

BAG meldet 39'769 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 39’769 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 neue Todesfälle und 176 Spitaleinweisungen. Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

(Themenbild: Keystone)
Keine Versicherung gegen Einkommensverlust im Falle einer Pandemie

Ein Restaurant im Aargau hat keinen Anspruch auf Entschädigung für seine Einkommenseinbussen aufgrund der Corona-Pandemie. Der Ausschluss des Pandemierisikos in den allgemeinen Versicherungsbedingungen ist laut Bundesgericht eindeutig.

Das Lokal hatte eine «KMU-Handelsversicherung» abgeschlossen. Diese deckte die beweglichen Güter sowie den Ertragsausfall infolge einer Pandemie. Nicht versichert waren hingegen Schäden durch Krankheitserreger, für welche die Pandemiephasen 5 oder 6 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf nationaler oder internationaler Ebene anwendbar sind.

Infolge der vom Bundesrat angeordneten Schliessung ab dem 17. März 2020 erlitt das Restaurant einen Einkommensverlust. Im Mai 2021 verurteilte das Handelsgericht des Kantons Aargau die Versicherungsgesellschaft zur Zahlung von 40’000 Franken an das Lokal. Es stellte fest, dass die Voraussetzungen für die Ausschlussklausel nicht erfüllt waren und diese somit unwirksam war.

In einem am Freitag veröffentlichten Urteil kommt das Bundesgericht zum gegenteiligen Schluss und heisst die Beschwerde des Versicherers gut. Es ist der Ansicht, dass die Ausschlussklausel weder ungewöhnlich noch nicht ausreichend klar ist. Seine Auslegung führt zu einem eindeutigen Ergebnis: Das Restaurant musste sich bewusst sein, dass die schlimmsten Risiken, die als Pandemiephasen 5 und 6 beschrieben werden, von der Schadensdeckung im Falle einer Epidemie ausgeschlossen sind.

Die Tatsache, dass das in der Police beschriebene Stufensystem der WHO nicht mehr der letzten Version entsprach, die die Organisation zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses anwendete, ist laut dem Ersten Zivilrechtlichen Abteilung nicht entscheidend. Der Versicherte musste erkennen, dass angesichts des Zwecks der Klausel die schwersten Folgen, die den Phasen 5 und 6 entsprechen, von der Deckung des Risikos «Epidemie» ausgeschlossen waren. (Urteil 4A_330/2021 vom 5. Januar 2022)

Rund 250'000 Zertifikate laufen am Montag ab

Die Gültigkeit der Covid-Zertifikate für Geimpfte und Genesene wurde vom Bundesrat per 31. Januar auf 270 Tage – rückwirkend – verkürzt. Die Zertifikate von denjenigen, die ihre letzte Impfdosis oder, bei Genesenen, den letzten positiven PCR-Test, vor dem 7. Mai 2021 erhalten haben, laufen dann also ab. Laut einer Umfrage von SRF seien davon rund 250’000 Personen betroffen.

Weiter hat der Fernsehsender berechnet, dass in den nächsten Wochen potenziell jede Woche allein zwischen 170’000 und 350’000 Impfzertifikate ungültig werden. Dabei handele es sich um die Zertifikate, die aufgrund einer zweiten Impfung in den Monaten Mai bis Juli ausgestellt wurden – die Monate, mit den höchsten Impfraten.

(Bild: Keystone)

Der Bundesrat begründet die Verkürzung mit der Kompatibilität zur EU, in der Zertifikate auch nur noch 270 Tage gültig sind. Allerdings sei eine unterschiedliche Gültigkeit im In- und Ausland laut SRF technisch problemlos möglich. Es käme der Verdacht auf, dass der Bundesrat durch die Verkürzung einen Anreiz für die Auffrischungsimpfung schaffen möchte.

Wer sein Zertifikat verlängern möchte, bräuchte dafür eine Boosterimpfung. Auf den kantonalen Webseiten kann man sich darüber informieren.

Neuenburg erlaubt Schulskilager ab Februar wieder

Neuenburger Schulen können ab dem 5. Februar wieder Skilager mit Corona-Schutzmassnahmen durchführen. Zudem hebt Neuenburg wie bereits andere Westschweizer Kantone die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klasse ab kommenden Montag auf.

Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse bis zur Sekundarstufe 2 müssen jedoch weiterhin Schutzmasken tragen, wie der Kanton Neuenburg am Freitag weiter mitteilte. Die Lage werde regelmässig geprüft und neu beurteilt.

(Themenbild: Keystone)

Der Sportunterricht in der obligatorischen Schule kann ebenfalls ab Montag ohne Maske abgehalten werden. Lehrpersonen müssen im Unterricht hingegen weiterhin eine Maske tragen.

Zudem vereinfacht der Kanton die Corona-Überwachungsstrategie und gibt die systematischen Tests in Schulen auf. Auch die automatische Quarantäne von Schulklassen bei Corona-Ausbrüchen wird abgeschafft.

Am Donnerstag hatten bereits die Kantone Genf, Waadt, Wallis und Freiburg schrittweise Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen an den Schulen bekannt gegeben.

Aargauer Regierung erhöht Zivilschutz-Kontingent

Der Aargauer Regierungsrat hat den Einsatz von bis zu 500 weiteren Angehörigen des Zivilschutzes bis Ende März 2022 bewilligt. Sie sollen im Bedarfsfall bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zur Unterstützung von überlasteten Stellen beigezogen werden. Lesen Sie hier mehr.

Der Kanton Aargau bietet weitere Zivilschutzangehörige zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie auf (Symbolbild).
Von der Leyen: Booster für Geimpfte verhindert viele Krankenhausfälle

Mehr als jeder zweite erwachsene EU-Bürger hat bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 82 Prozent der Erwachsenen seien mit meist zwei Dosen grundimmunisiert, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Sie forderte alle zum Impfen auf, für die es möglich sei. Impfung und Booster böten den besten Schutz gegen das Coronavirus, einschliesslich der Omikron-Variante. Dabei verwies von der Leyen auf Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, nach denen die sogenannte Booster-Impfung aller bereits Geimpften rund eine Million Krankenhauseinweisungen in der EU verhindern könne. «Die Pandemie ist nicht vorbei.»

Art Basel verschiebt Kunstmesse in Hongkong vom März auf Ende Mai

Die Art Basel verschiebt ihre Hongkong-Ausgabe der Kunstmesse vom März auf Ende Mai. Damit reagiert der Messeveranstalter nach eigenen Angaben frühzeitig auf die pandemische Entwicklung am Austragungsort.

Die Ausgabe 2022 der Art Basel Hongkong wird neu vom 27. bis 29. Mai 2022 im Hong Kong Convention and Exhibition Centre stattfinden, wie die Art Basel am Freitag mitteilte. An der Art in China nehmen 137 Galerien aus 28 Ländern und Territorien teil.

(Bild: Keystone)

Der Entscheid, die Messe zu verschieben, sei in enger Absprache mit den Galerien, Sammlerinnen und Sammlern und weiteren Partnern getroffen worden, heisst es in der Mitteilung. Man sei auf ein solches Szenario vorbereit gewesen.

Taskforce im Kreuzfeuer

Die Wissenschaftstaskforce des Bundes steht unter Beschuss. Es gebe «keine demokratische Legitimation» für ihren Einsatz, wie der Gewerbeverbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler gegenüber den Medium watson.ch sagte. Auch Daniel Koch, Ex-«Mister-Corona», soll sich sich dezidiert geäussert haben, will seine Aussagen aber weder kommentieren noch dementieren. Stattdessen rät er zu einer Evaluation des wissenschaftlichen Gremiums im Nachgang an die Pandemie.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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