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Schweiz

Mujinga Kambundji positiv getestet

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
US-Politikerin Palin isst nach positiven Corona-Tests in Restaurant

Kurz nach mehreren positiven Corona-Tests ist US-Politikerin Sarah Palin in einem New Yorker Restaurant gesichtet worden. Wie mehrere US-Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten, verstiess die Reizfigur der politischen Rechten damit gegen die Corona-Regeln in der US-Ostküstenmetropole. Palin sass zwar am Mittwoch im Aussenbereich des Restaurants in der noblen Upper East Side, müsste sich aber eigentlich von anderen Menschen isolieren.

(Bild: Keystone)

Republikanerin Palin – die ehemalige Gouverneurin von Alaska und Bewerberin für das Amt der Vize-Präsidentin 2008 – ist nicht geimpft und sagte zu den Aussichten, sich immunisieren zu lassen kürzlich: «Nur über meine Leiche». Deshalb sorgte sie in New York schon vor einigen Tagen für Unmut, weil sie im Innenbereich eines Restaurants ass – dies dürfen in der Grossstadt nur vollständig Geimpfte. Die 57-Jährige hält sich in New York wegen einer Zivilklage gegen die «New York Time» auf.

Berset im Aargau

Gesundheitsminister Alain Berset besucht den Kanton Aargau. Er will sich vor Ort ein Bild über die dortige Corona-Situation machen. Bundesrat Berset und Landstatthalter Jean-Pierre Gallati werden im Anschluss an den Besuch im Aargauer Grossratssal über das Treffen informieren. Der Aargauer Regierungsrat hatte sich Mitte Januar hinter die vom Bundesrat vorgeschlagene Verlängerung der bestehenden Corona-Massnahmen bis Ende März gestellt.

Spitaleintritte deutlich höher als vermutet

Die Zahl der Spitaleintritte im Zusammenhang mit Covid-19 in der Schweiz ist deutlich höher als vermutet, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Die Spitalstatistik des Bundesamtes für Statistik (BfS) weist rund 31’000 hospitalisierte Personen in der Schweiz im Jahr 2020 aus. Bisher war man aufgrund der Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) von rund 20’000 Spitaleintritten ausgegangen. Das BfS hat seine Statistik nun nach Kantonen aufgeschlüsselt. Während in Neuenburg, im Tessin oder in Glarus fast so viele Fälle ans BAG gemeldet wurden, wie auch in der BfS-Statistik auftauchen, sind es in Genf und Zug nur etwa 30, im Jura etwas mehr als 40 Prozent der Fälle.

Del Ponte verletzt, Kambundji positiv getestet

Ajla Del Ponte und Mujinga Kambundji müssen beide ihren ersten Auftritt in der Hallensaison verschieben. Die Tessinerin ist leicht verletzt, während die Bernerin Anfang der Woche positiv auf Corona getestet wurde.

Del Ponte erlitt einen kleinen Riss im Gesässmuskel und fühlt sich seit zehn Tagen im Training behindert. Statt an diesem Wochenende in Magglingen plant die letztjährige Halleneuropameisterin über 60 m nun ihren ersten Start am 3. Februar in Ostrava.

Hingegen bei Kambundji verschiebt sich der erste Auftritt nur um zwei Tage. Statt schon am Freitag in Karlsruhe steht sie am Sonntag in Magglingen am Start.

Die Schweizer Leichtathletin Mujinga Kambundji wurde positiv aufs Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)
Boris Johnson sagt Transparenz bei Partygate-Bericht zu

In der Hängepartie um den mit Spannung erwarteten Bericht über Lockdown-Partys in der Downing Street hat der britische Premier Boris Johnson Transparenz versprochen.

Während einer Reise in den Norden von Wales antwortete er am Donnerstag auf Reporterfragen, «natürlich» werde der Bericht vollständig veröffentlicht werden. Zuvor hatte sich der Politiker darauf nicht klar festlegen lassen.

Von den Ergebnissen des internen Berichts hängt nicht weniger als Johnsons politisches Überleben ab. Sollte sich dabei herausstellen, dass im Amtssitz die damals geltenden staatlich verordneten Kontaktbeschränkungen missachtet wurden, gilt ein Misstrauensvotum der konservativen Fraktion in den Premier als wahrscheinlich.

Der britische Premier Boris Johnson hat beim Bericht über die Lockdown-Partys in der Downing Street Transparenz versprochen. (Bild: Keystone)

Während der Bericht der Spitzenbeamtin Sue Gray, die über Wochen hinweg Zeugenaussagen und Beweise zu den Partys ausgewertet hat, am Donnerstag weiter auf sich warten liess, fand hinter den Kulissen ein Ringen um die finale Version statt. Hintergrund sind die Ermittlungen der Polizei, die unabhängig von dem erwarteten Bericht weiterlaufen.

Einem Regierungssprecher zufolge will Sue Gray sich von der Polizei versichern lassen, dass der Inhalt ihres Berichts den Ermittlungen nicht in die Quere kommt. Medienberichten zufolge könnte dahinter auch der Wunsch stecken, eine Version des Berichts vorzulegen, die vor weiteren Zensurversuchen geschützt ist. Johnson schien sich zumindest die Hintertüre offen zu lassen, unter dem Vorwand polizeilicher Bedenken Teile des Reports zurückzuhalten.

Wann der Bericht an die Öffentlichkeit gelangen wird, war bis zuletzt unklar. Eigentlich war schon am Mittwoch damit gerechnet worden, dann am Donnerstag, doch auch eine Verzögerung bis Montag gilt nun als möglich. Johnson hat zugesagt, sich im Anschluss an die Veröffentlichung im Parlament rechtfertigen zu wollen. Nachdem er seit mehreren Wochen alle Fragen mit dem Argument abgewehrt hatte, er könne sich während einer laufenden Untersuchung nicht äussern, ist die Veröffentlichung so etwas wie die Stunde der Wahrheit für den Premier.

Trotz rekordhoher Ansteckungen weniger Intensivpatienten

Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten ist in der vergangenen Woche gesunken, obwohl die Ansteckungszahlen fast täglich Rekordwerte erreichen. Gemäss einer neuen Empa-Studie dürfte die Omikron-Variante das Gesundheitssystem denn auch nicht an seine Grenzen bringen.

Über 44’000 bestätigte Neuansteckungen meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag, rund 13 Prozent mehr als am gleichen Tag vor einer Woche. In der gesamten letzten Woche waren es gemäss dem neuesten BAG-Situationsbericht über 238’000 bestätigte Corona-Fälle gewesen (plus 28 Prozent im Vergleich zur Vorwoche), wobei das BAG wegen der rekordhohen Testmenge und der Positivitätsrate von über 40 Prozent von einer signifikanten Dunkelziffer ausgeht.

Schweizer Aussenhandel erholt sich 2021 vom Corona-Einbruch

Der Schweizer Aussenhandel hat 2021 die Corona-Delle überwunden. Die Exporte kletterten auf ein Rekordhoch.

Konkret stiegen die Ausfuhren um 15,2 Prozent auf 259,5 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag mitteilte. Die Einfuhren nahmen um 10,1 Prozent auf 200,8 Milliarden zu und blieben damit auch nur knapp unter dem Vor-Corona-Niveau. In der Folge vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Höchststand von 58,7 Milliarden (VJ 43,0 Mrd).

Im Vorjahr waren die Exporte und Importe wegen der Pandemie in historischem Ausmass geschrumpft. Nun habe sich der Aussenhandel «äusserst robust» gezeigt, so das BAZG in der Mitteilung. Sämtliche Exportsparten hätten wieder zugelegt. Besonders gross waren die Zugewinne bei den Uhren (+31,2%) und bei den Bijouterie und Juwelierwaren (+36,7%). Aber auch die Pharma- und Chemiebranche, die rund die Hälfte zu den Gesamtexporten beisteuert, legte um 12,4 Prozent zu. Die Maschinen- und Elektroindustrie hinkte mit 9,6 Prozent auch nur leicht hinterher.

In alle drei bedeutenden Wirtschaftsräume konnte die Schweizer Exportindustrie mehr Güter absetzen. Zweistellig wuchsen die Ausfuhren nach Europa (+18,1%) und Nordamerika (+17,0%). Bei den einzelnen Ländern lösten die USA Deutschland als wichtigsten Abnehmer helvetischer Produkte seit 1954 ab, wie das BAZG schreibt. Die Ausfuhren nach Asien nahmen um 9,0 Prozent zu.

Englischen Corona-Experten belästigt: Mann muss acht Wochen in Haft

Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Ausserdem muss er 1058 Pfund (umgerechnet rund 1271 Euro) bezahlen, wie der Westminster Magistrates› Court am Donnerstag entschied. Der Mann aus Essex, der während des Gerichtsverfahrens immer wieder durch Störungen auffiel, bekannte sich schuldig. Er hatte ausserdem einen Polizisten behindert.

Die beiden 24 Jahre alten Männer hatten im vergangenen Juni versucht, Whitty in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten den Mediziner, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch und löste Empörung aus.

Der andere Schuldige wurde bereits im vergangenen Sommer zu acht Wochen Haft verurteilt, allerdings auf Bewährung. Der Mann hatte sich bereits früher schuldig bekannt.

Über 238'000 bestätigte Fälle innerhalb einer Woche

In der vergangenen Woche sind beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) insgesamt 238’013 Meldung über bestätigte Corona-Fälle eingegangen. Weil gleichzeitig an der Kapazitätsgrenze getestet wird und die Positivitätsrate sehr hoch ist, rechnet das BAG mit einer signifikanten Dunkelziffer.

Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die bestätigten Ansteckungen damit noch einmal um 28,2 Prozent an, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Situationsbericht zu entnehmen ist.

Die gemeldeten Spitaleinweisungen vom 17. Januar bis am 23. Januar ging zwar leicht zurück auf 649 nach 673 in der Vorwoche. Aufgrund der Meldeverzögerungen geht das BAG aber auch hier von einer Zunahme aus. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung blieb stabil bei rund 90.

Mehr zum Wochenbericht des BAG lesen Sie hier.

Weil die Kapazitäten der Testcenter und Labors ausgelastet sind, ist die Dunkelziffer der Corona-Ansteckungen in der Schweiz signifikant. (Bild: Keystone)
Schweizer Aussenhandel erholt sich 2021 vom Corona-Einbruch

Der Schweizer Aussenhandel hat 2021 die Corona-Delle überwunden. Die Exporte kletterten auf ein Rekordhoch.

Konkret stiegen die Ausfuhren um 15,2 Prozent auf 259,5 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag, 27. Januar, mitteilte. Die Einfuhren nahmen um 10,1 Prozent auf 200,8 Milliarden zu und blieben damit auch nur knapp unter dem Vor-Corona-Niveau. In der Folge vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Höchststand von 58,7 Milliarden (VJ 43,0 Mrd).

Im Vorjahr waren die Exporte und Importe wegen der Pandemie in historischem Ausmass geschrumpft. Nun habe sich der Aussenhandel «äusserst robust» gezeigt, so das BAZG in der Mitteilung. Sämtliche Exportsparten hätten wieder zugelegt. Besonders gross waren die Zugewinne bei den Uhren (+31,2%) und bei den Bijouterie und Juwelierwaren (+36,7%). Aber auch die Pharma- und Chemiebranche, die rund die Hälfte zu den Gesamtexporten beisteuert, legte um 12,4 Prozent zu. Die Maschinen- und Elektroindustrie hinkte mit 9,6 Prozent auch nur leicht hinterher.

In alle drei bedeutenden Wirtschaftsräume konnte die Schweizer Exportindustrie mehr Güter absetzen. Zweistellig wuchsen die Ausfuhren nach Europa (+18,1%) und Nordamerika (+17,0%). Bei den einzelnen Ländern lösten die USA Deutschland als wichtigsten Abnehmer helvetischer Produkte seit 1954 ab, wie das BAZG schreibt. Die Ausfuhren nach Asien nahmen um 9,0 Prozent zu.

Luftverkehr erholt sich während Pandemie rascher als erwartet

Der Luftverkehr in der Schweiz hat sich 2021 über den Erwartungen erholt. Die Zahl der Flugbewegungen ist laut Skyguide im zweiten Jahr der Corona-Pandemie um knapp 30 Prozent gestiegen.

Der Luftverkehr erholte sich im vergangenen Jahr moderat, aber über den Prognosen, wie Skyguide am 27. Januar 2022 mitteilte. Die Zahl der Flugbewegungen im Luftraum über der Schweiz und in den von Skyguide verwalteten und überwachten Gebieten stieg um 29,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt verzeichnete Skyguide im Jahr 2021 690’275 Instrumenten-Flüge. Bei über 60 Prozent davon handelte es sich um Transitflüge. Die Landesflughäfen Genf und Zürich verzeichneten 17,9 Prozent mehr Starts und Landungen als im Vorjahr.

Deutsche Grünen-Vorsitzkandidatin Ricarda Lang Corona-positiv

Vor dem für sie so wichtigen Bundesparteitag hat sich die Kandidatin für den deutschen Grünen-Vorsitz, Ricarda Lang, mit dem Coronavirus infiziert. Das habe ein PCR-Test am Mittwochabend ergeben, schrieb Lang am Donnerstag, 27. Januar, auf Twitter.

«Zum Glück bin ich dreifach geimpft, mir geht es gut und ich verspüre keine Symptome.» Ihre Bewerbungsrede für die Wahl zur neuen Grünen-Chefin beim Parteitag am Samstag, 29. Januar, werde sie digital halten.

«Nach meiner ersten Rede im Bundestag fuhr ich gestern nach Hause für eine Videokonferenz und bekam am Abend per E-Mail das Ergebnis des PCR-Tests, den wir vor dem Parteitag am Wochenende standardmässig zur Sicherheit durchgeführt haben», schrieb Ricarda Lang. Im Bundestag hatte Lang während der Orientierungsdebatte zur Corona-Impfpflicht eine Rede gehalten. Sie habe sich jetzt zuhause isoliert und ihre Risikokontakte benachrichtigt, teilte sie mit.

BAG meldet 44'842 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind BAG am Donnerstag, 27. Januar 2022. innerhalb von 24 Stunden 44’842 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 149 Spitaleinweisungen.

Alle Corona-Zahlen des BAG finden Sie hier.

(Bild: Keystone)
Italien will Einreiseregelung ab Februar lockern

Italien-Urlauber können von Februar 2022 an mit gelockerten Corona-Einreiseregeln rechnen.

Ab dem 1. Februar brauchen Reisende aus den EU-Ländern lediglich entweder einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesungsnachweis, wenn sie nach Italien kommen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag auf Nachfrage erklärte. Gesundheitsminister Roberto Speranza habe dazu eine Anordnung unterzeichnet.

In dem Mittelmeerland werden die Nachweise als «Green Pass» (Grüner Pass) bezeichnet. Die in Deutschland verwendeten QR-Codes für die Impfung gelten auch in Italien. Bislang mussten alle Reisenden, auch gegen Corona geimpfte und Genesene, zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern sind die Zahlen der täglichen Neuinfektionen mit dem Virus weiter hoch. Am Mittwoch meldeten die Behörden rund 167’000 Infektionen binnen eines Tages. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei über 1’900. Laut Medienberichten prüft die Regierung derzeit, das Ablaufdatum der Impfnachweise derjenigen auszusetzen, die die Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Winterspiele im chinesischen Corona-Korsett

Ein Closed Loop soll sie sein, ein geschlossener Kreislauf: die Corona-Blase an den Olympischen Spielen in Peking. Wie sicher ist die Blase? Und wie hoch ist der Preis, den die Teilnehmer bezahlen? Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Keine kritische Spitalauslastung durch Omikron

Forschende der Empa haben zusammen mit Fachleuten aus dem Kanton Graubünden und Deutschland drei epidemiologische Szenarien im Zusammenhang mit der Omikron-Variante ausgearbeitet. Sie kamen zum Schluss, dass Omikron das Gesundheitssystem wohl nicht an die Grenzen bringt.

Omikron sei scheinbar weniger gefährlich für die Gesundheit als die Delta-Variante, aber deutlich infektiöser, schrieb die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) am Donnerstag auf ihrer Webseite. Die daraus resultierende Frage, ob Omikron die Spitäler in der Schweiz und in Deutschland ähnlich an die Belastungsgrenze bringen kann, beantworteten die Fachpersonen nun in drei ausgearbeiteten Szenarien.

(Bild: Keystone)

Das Ergebnis lässt die Forschenden zu vorsichtigem Optimismus verleiten. Bleibe die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt unter 2, dürfte die Belegung in den Intensivstationen kaum kritische Werte erreichen. In der Schweiz lag die Zahl R vor rund elf Tagen bei 1,21.

Gewisse Risiken würden jedoch weiterhin bestehen. So sei beispielsweise eine Omikron-Delta-Kreuzimmunität im Moment noch unbekannt.

Die Forschenden legten nahe, dass es nun an der Zeit sei, Massnahmen stärker auch an individuellen Merkmalen zu orientieren. Es solle Strategien für unterschiedliche Risikogruppen geben, hiess es weiter.

Kanton Solothurn öffnet Booster-Angebote für Jugendliche

Jugendliche ab 12 Jahren können sich im Kanton Solothurn ab sofort für eine Booster-Impfung anmelden. Dafür brauchen sie wie bei der Erstimpfung die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. Lesen Sie hier mehr.

Im Kanton Solothurn sind acht Prozent der Kinder zwischen 5 und 11 Jahren geimpft. (Bild: Keystone)
Kanton Aargau übernimmt bei Gastrobetrieben Bundesregelungen

Im Kanton Aargau gilt ab dem (morgigen) Freitag im Aussenbereich von Restaurants, Clubs oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen keine Sitzpflicht bei Konsumationen mehr. Die Aargauer Regierung passt die Covid-19-Verordnung des Kantons den Bestimmungen des Bundes an.

Weiter verzichte die Regierung vorerst auf eine Wiederaufnahme des repetitiven Testens an den Schulen und in den Betrieben nach den Sportferien, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Für die nächsten Wochen sei weiterhin davon auszugehen, dass die Laborkapazitäten knapp seien.

Auch wird die Teilnahmepflicht am repetitiven Testen für Mitarbeitende in Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen in eine Empfehlung umgewandelt. Die Institutionen sind aber gemäss Communiqué weiterhin verpflichtet, ein Testangebot bereitzustellen.

Gemäss Mitteilung bleibt die kantonale Meldepflicht für Veranstaltungen mit über 300 Teilnehmenden weiterhin bestehen.

Israel beginnt mit vierter Impfung für alle Risikogruppen

Israel beginnt mit der vierten Impfung gegen das Coronavirus für Erwachsene mit Vorerkrankungen. Betroffene mit Risikofaktoren für schwere Erkrankungen bei einer Corona-Infektion sowie ihre Betreuer könnten sich nun erneut impfen lassen, teilte des Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit.

Ausserdem berechtigt seien Erwachsene, die bei ihrer Arbeit einer besonderen Gefährdung für eine Infektion ausgesetzt sind. Dies habe Generaldirektor Nachman Asch entschieden. Voraussetzung für die vierte Impfung sei nur, dass die dritte Impfung mindestens vier Monate zurückliegt.

Asch folgt damit nur teilweise einer Empfehlung eines Expertenrates, der für das Gesundheitsministerium arbeitet. Das Gremium hatte am Dienstag eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren empfohlen – ab fünf Monate nach der dritten Impfung.

Die Entscheidung Aschs sei auf Basis der positiven Erfahrungen mit der vierten Impfung für Menschen ab 60 Jahren gefällt worden, hiess es nun. Diese zeige einen Schutz vor Infektion, der doppelt so gut sei wie nach der dritten Impfung. Der Schutz vor einer schweren Erkrankung sei sogar drei- bis fünfmal so hoch.

In Israel haben bereits mehr als 610 000 Menschen eine vierte Impfdosis erhalten. Bisher galt die Empfehlung nur für über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal.

Über 9000 Impfzertifikate gefälscht – zehn Personen verhaftet

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat zehn Personen verhaften lassen, die mutmasslich über 9000 Impfzertifikate illegal ausgestellt und dafür hohe Geldbeträge gefordert haben. Den Beteiligten wird Urkundenfälschung vorgeworfen.

Bei einzelnen beschuldigten Personen handelt es sich um Mitarbeitende verschiedener Testcenter, welche im Privatbereich ihre dienstlichen Accounts für die Erstellung von COVID-19-Zertifikaten missbraucht haben sollen, wie die St. Galler Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Konkret sollen diese Mitarbeitenden gegen Entgelt anderen Beschuldigten Zugang zu ihren Accounts gewährt haben, welche damit ihrerseits missbräuchlich Zertifikate generierten. Insgesamt haben die kantonalen Strafverfolgungsbehörden mittlerweile Kenntnis von über 9000 illegal hergestellten Covid-19-Zertifikaten.

Darunter sind rund 8000 Impfzertifikate, beim Rest handelt es sich um Genesenen- und vereinzelte Testzertifikate. Die Abnehmerinnen und Abnehmer haben laut Staatsanwaltschaft für die illegalen Impf- und Genesenenzertifikate Beträge zwischen 300 und 800 Franken bezahlt.

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei St. Gallen arbeiten mit Hochdruck an den Untersuchungen, wie es weiter heisst. Fünf Staatsanwältinnen und Staatsanwälte führen Strafverfahren. Die Kantonspolizei hat eine Sonderkommission gebildet und steht mit mehr als zehn Mitarbeitenden im Einsatz.

Inzidenz in Deutschland jetzt über 1000

Die offiziell gemeldete Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat in Deutschland erstmals die Schwelle von 1000 überschritten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Fälle pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1017,4 an. Auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte erneut einen Rekordwert und überschritt zugleich die Schwelle von 200 000: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 203 136 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.59 Uhr wiedergeben.

(Bild: Keystone)

Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100 000 gelegen. Vor einer Woche waren es 133 536 erfasste Neuinfektionen. Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 188 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 234 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117 314.

Mit seiner Sieben-Tage-Inzidenz liegt Deutschland allerdings immer noch deutlich unter der von Nachbarländern wie Frankreich, Dänemark oder der Schweiz.

Dänemark und England lassen trotz Omikron die Masken fallen

Trotz Zehntausender Neuinfektionen pro Tag wollen Dänemark und England künftig fast ohne Corona-Massnahmen auskommen. In England sind am Donnerstag erneut die Masken gefallen, in Dänemark soll es in der kommenden Woche soweit sein. Beide Regierungen verlassen sich darauf, dass Omikron die meisten Infizierten von schweren Verläufen verschont. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Moderna startet klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Der Hersteller Moderna hat seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Insgesamt 600 Freiwillige – teils mit zwei oder bereits drei Injektionen – würden daran an 24 Standorten in den USA teilnehmen, teilte Moderna am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. «In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran.»

Zuletzt hatten auch Biontech und Pfizer die Erprobung ihres Impfstoffkandidaten gegen Omikron angekündigt. Dabei sollen Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hatten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden. Unterdessen veröffentlichte das Fachmagazin «New England Journal of Medicine» eine Untersuchung zur Wirksamkeit des bisher bereits zugelassenen Boosters von Moderna gegen die Omikron-Variante. Demnach ist der Antikörperspiegel gegen die hochansteckende Mutation des Coronavirus einen Monat nach der dritten Injektion 20 Mal höher als nach der zweiten – er nehme in den darauffolgenden Monaten jedoch deutlich ab. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach twitterte dazu: «Die Studie zeigt, dass der Moderna Booster-Impfstoff das Risiko einer Infektion mit Omikron massiv senkt. Das ist genau die Booster-Impfung, die wir in Deutschland neben Biontech gerade anbieten.»

62'000 französische Impfpässe gefälscht - Verdächtige festgenommen

Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62’000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Die Ermittlungen einer Pariser Spezialeinheit für Cyberkriminalität hätten zur Festnahme von fünf Personen im Raum Poitiers und Lyon geführt, berichtete der Sender France Info am Mittwochabend unter Verweis auf die Polizei. Drei 22 bis 29 Jahre alte Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug war nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestossen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war.

(Bild: Keystone)

Die französische Regierung war kürzlich von rund 200’000 gefälschten Impfnachweisen ausgegangen, die im Land im Umlauf seien. Seitdem für einen vollständigen Corona-Impfschutz eine Auffrischimpfung erforderlich ist, dürften viele der gefälschten Nachweise für die Käufer aber relativ nutzlos geworden sein.

ETH Zürich entwickelt schnellen PCR-Test

Zwei Forscher der ETH Zürich haben einen neuen PCR-Test entwickelt, der in nur 30 Minuten das Ergebnis liefert. Das berichtet blick. ch. Sie haben damit gleich zwei Verbesserungen erreicht. Normalerweise dauert es einen Tag, bis das Ergebnis vorliegt. Und dann kostet dieser Test erst noch weniger als die bisherigen PCR-Tests. Es braucht keine Kühlketten mehr. Und die Samples müssen nicht mehr herum geschickt werden.

Labore in der Schweiz am Anschlag

Die Labore in der Schweiz stehen wegen der hohen Zahl von zuletzt über 100’000 Coronatests vor einem Kollaps, wie das Nachrichtenportal nau.ch schreibt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt, die Kapazität von mehr als 100’000 Tests pro Tag nicht lange aufrechterhalten zu können. Wegen den hohen Fallzahlen empfiehlt das BAG den Kantonen daher, die PCR-Tests zu priorisieren. Risikogruppen sollen bevorzugt werden. Ungeimpfte für ein Testzertifikat müssen sich hinten anstellen.

Verbot für Nazi-Symbole bei Corona-Demos gefordert

Nationalräte aus SP und Mitte verlangen ein Verbot von Symbolen wie Hakenkreuz und Hitlergruss. Das berichtet 20 Minuten am Donnerstag. Nazi-Symbole drangen in der Pandemie vermehrt an die Oberfläche. Mit Hitlergrüssen oder Judensternen und der Aufschrift «ungeimpft» marschierten einige Massnahmenkritikerinnen und -kritiker in den Corona-Demos mit. Das Tragen der Symbole bleibt aber unbestraft. So ist deren Verwendung und Verbreitung nur strafbar, wenn damit eine rassistische Ideologie symbolisiert und für diese öffentlich geworben wird.

US-Expertin: Bei Omikron verhältnismässig weniger Patienten in Klinik

Trotz extrem hoher Corona-Fallzahlen ist die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patientinnen und Patienten während der Omikron-Welle in den USA nicht im gleichen Masse angestiegen. «Während die Fallzahlen dramatisch zugenommen haben und fünfmal so hoch sind wie während der Deltawelle, haben die Krankenhauseinweisungen nicht im gleichen Masse zugenommen. Und die Sterbefälle sind im Vergleich zu den Fallzahlen nach wie vor gering», sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Mittwoch. «Der Schweregrad der Covid-19-Erkrankung scheint bei der Omikron-Variante geringer zu sein als bei früheren Varianten.»

Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA Walensky zufolge rund 692 000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Rückgang von 6 Prozent entspricht. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei um etwa 8 Prozent zurückgegangen. Bei den Todesfällen gebe es einen Anstieg von 21 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu sterben, sei mit einer Booster-Impfung 68 Mal geringer als komplett ohne Corona-Impfung, so die CDC-Chefin. «Unsere Krankenhäuser sind voll von Menschen, die nicht geimpft wurden», mahnte Walensky.

Dänemark hebt Anfang Februar fast alle Corona-Beschränkungen auf

In Dänemark werden anfangs Februar fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. (Bild: Keystone)

Trotz Rekordwerten an Neuinfektionen will Dänemark in der kommenden Woche beinahe alle Corona-Beschränkungen aufheben. Vom kommenden Dienstag, dem 1. Februar an, müssen die Dänen an den meisten Orten keine Masken mehr tragen oder Impfnachweise zeigen, wie die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch in Kopenhagen sagte. Damit folgt ihre Regierung den Weisungen der zuständigen Kommission, die empfohlen hatte, die Notfallmassnahmen zur Bekämpfung der Pandemie – und damit die meisten Beschränkungen – auslaufen zu lassen.

Frederiksen bezeichnete den Schritt als Meilenstein. «Wir sagen «Auf Wiedersehen» zu Einschränkungen und «Hallo» zu dem Leben, das wir vor Corona kannten», sagte die Regierungschefin. Die hohe Impfbereitschaft habe sich als «Superwaffe» herausgestellt, so Frederiksen weiter. In Dänemark sind mehr als 80 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft. Die Hälfte der Dänen hat bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bleiben sollen aber vorerst eine Testpflicht für einige Einreisende sowie nicht verpflichtende Empfehlungen zu Tests und anderen Vorsichtsmassnahmen.

Mit dem Schritt können ab Februar Clubs wieder normal öffnen und Grossveranstaltungen ungehindert über die Bühne gehen. Die Lockerungen werden damit begründet, dass die vorherrschende Omikron-Variante im Durchschnitt weniger schwere Verläufe hervorruft als frühere Varianten. So ist die Zahl der Patienten auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten trotz der angespannten Infektionslage auf relativ niedrigem Niveau.

Warten auf Bericht zu Lockdown-Partys: Unterhaus beendet Sitzungstag

Das Warten auf den internen Bericht zu den mutmasslichen Lockdown-Partys im britischen Regierungssitz dauert mindestens bis Donnerstag. Nachdem das Unterhaus am Mittwoch seinen Sitzungstag am Abend beendet hatte, wurde nicht mehr mit einer Veröffentlichung am selben Tag gerechnet. Premierminister Boris Johnson hatte zugesagt, sich unmittelbar nach dessen Publikation vor den Abgeordneten zu äussern.

Johnson steht wegen der Berichte über angebliche Verstösse gegen die Corona-Regeln bei Partys im Amtssitz 10 Downing Street massiv unter Druck. Mit Spannung wird dazu ein interner Bericht der Spitzenbeamtin Sue Gray erwartet. Am Dienstag hatte auch die Polizei in London angekündigt, zu den mutmasslichen Regelbrüchen zu ermitteln.

Premier League ändert Corona-Bestimmungen

Nach scharfer Kritik der Vereine ändert die englische Premier League ihre Regeln für Spielabsagen wegen Corona-Fällen. Künftig können Partien verschoben werden, wenn mindestens vier Spieler im Kader eines Klubs mit Covid-19 infiziert sind. Bisher wurden Spiele abgesagt, wenn weniger als 13 Feldspieler und ein Torhüter auflaufen konnten und mindestens einer der Ausfälle dem Virus geschuldet war.

In den vergangenen Wochen waren 22 Spiele der höchsten Liga Englands coronabedingt verlegt worden. Zuletzt allerdings hat sich die Lage etwas entspannt.

Bundestag beginnt Beratungen über Corona-Impfpflicht

Der deutsche Bundestag hat am Mittwoch mit der ersten ausführlichen Debatte über eine allgemeine Impfpflicht als Weg zur Überwindung der Corona-Pandemie begonnen.

Als erste Rednerin plädierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Dagmar Schmidt, für eine Impfpflicht ab 18 Jahren. «Die Impfpflicht ist ein milderes Mittel als die Gefährdung der Gesundheit durch Durchseuchung und auch als weitere Einschränkungen, die vor allem Kinder und Jugendliche, aber viele andere mehr treffen mit harten Folgen.»

Der deutsche Bundestag diskutiert über eine corona-Impfpflicht. (Symbolbild: Keystone)

Eine Alternative sei, die Pandemie laufen zu lassen, sagte Schmidt. «Das führt irgendwann zu einer Grundimmunität. Vorher aber führt es zu vielen Toten, Kranken und Long-Covid-Patienten.»

Die zweite Alternative seien neue Kontaktbeschränkungen und andere Massnahmen bis hin zum Lockdown. Die dritte Alternative sei eine sehr hohe Impfquote. «Davon sind wir trotz aller Bemühungen noch sehr weit entfernt. Und deswegen brauchen wir für den Weg aus der Pandemie eine allgemeine Impfpflicht.»

Alina Müller und Sinja Leemann in Selbstisolation

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam der Frauen ist am Mittwoch wie geplant zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Nicht mit an Bord des Flugs waren Teamleaderin Alina Müller und Sinja Leemann. Bei der Stürmerin und der Verteidigerin ergaben die Covid-Tests in den letzten Tagen unterschiedliche CT-Werte, die sich teilweise im Grenzbereich für die Einreise in China bewegten, teilte Swiss Ice Hockey mit.

Die Verantwortlichen des Eishockey-Verbandes und von Swiss Olympic hätten deshalb zusammen mit den Spielerinnen entschieden, dass sie vorerst in der Schweiz in Selbstisolation bleiben und regelmässig getestet werden. «Mit der gewählten Strategie sind wir zuversichtlich und hoffen sehr darauf, dass Alina Müller und Sinja Leemann zeitnah und rechtzeitig vor Beginn des Frauen-Turniers am 3. Februar zum Team stossen werden», sagte Lars Weibel, der Direktor der Nationalmannschaften.

Jetzt live: Bundesrat verlängert Kurzarbeitsregime erneut

Angesichts der aktuellen Omikron-Welle und der damit verbundenen Einschränkungen der Wirtschaft verlängert der Bundesrat die Lohngarantien in der Kurzarbeit erneut. Für Unternehmen, die der 2G-plus-Regel unterliegen, gelten zusätzliche Erleichterungen. Der Bundesrat hat die Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung am Mittwoch entsprechend angepasst.

Neben der wiederholten Verlängerung machte der Bundesrat deutlich, dass ab dem 1. Juli 2022 für alle Betriebe wieder die ordentliche Höchstbezugsdauer von zwölf Monaten pro Rahmenfrist in Kraft treten solle. Mehr dazu lesen Sie hier.

Boeing überraschend tief im Minus

Die Corona-Krise und Probleme beim Langstreckenjet 787 «Dreamliner» haben dem US-Flugzeugbauer Boeing 2021 einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Mit 4,3 Milliarden US-Dollar fiel das Minus aber fast zwei Drittel niedriger aus als ein Jahr zuvor, wie Boeing am Mittwoch in Chicago mitteilte.

Obwohl der Umsatz nach dem ersten Corona-Jahr nun um sieben Prozent auf 62,3 Milliarden Dollar stieg, schnitt das Unternehmen deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet. Belastend wirkte sich vor allem der Auslieferungsstopp beim «Dreamliner» aus. Die ausserordentlichen Kosten bei dem Modell dürften mit rund 2 Milliarden Dollar etwa doppelt so hoch ausfallen wie bisher geschätzt.

Die «Dreamliner»-Produktion soll vorerst auf einem äusserst niedrigen Niveau bleiben und erst nach Wiederbeginn der Auslieferungen schrittweise auf fünf Maschinen pro Monat steigen.

Onlinehandel wächst in Deutschland kräftig

Auch im zweiten Coronajahr boomt der E-Commerce in Deutschland. Jeder siebte Euro, den die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr für Lebensmittel, Elektronik, Möbel und Bekleidung ausgaben, landete in den Kassen des Onlinehandels.

Lässt man Lebensmittel beiseite, so sicherten sich Amazon und seine Rivalen sogar ein Fünftel des Geldes, wie der Branchenverband BEVH am Donnerstag mitteilte. «E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden. Sein Wachstum stabilisiert sich auf hohem Niveau», sagt BEVH-Präsident Gero Furchheim.

Die alte Regel, dass der Onlinehandel vor allem von Jüngeren genutzt werde, gelte seit Pandemiebeginn nicht mehr, hiess es weiter. Käufer ab 50 Jahren seien 2021 für mindestens die Hälfte alle Einkäufe im Internet verantwortlich gewesen. Und der Anteil «zufriedener» und «sehr zufriedener» Onlinekäufer habe mit 96,3 Prozent einen Rekordwert erreicht.

Corona-Lage in Russland spitzt sich zu

In Russland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit fast 74 700 Fällen pro Tag einen neuen Höchstwert erreicht. Das seien 6800 Neuinfektionen mehr als noch am Vortag, wie aus der Statistik der Regierung in Moskau am Mittwoch hervorgeht. 12 200 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden in Krankenhäuser gebracht worden.

Mittlerweile sei die Omikron-Variante des Coronavirus in den meisten Regionen des flächenmässig grössten Landes der Erde nachgewiesen worden, hiess es. Besonders in Europas grösster Metropole Moskau spitzt sich die Lage mit fast 20 000 Neuinfektionen pro Tag deutlich zu. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Die Gesundheitsbehörden der Hauptstadt sprachen von einem «beispiellosen Anstieg der Inzidenz bei Kindern». Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei in den vergangenen zwei Wochen stark gestiegen. Planmässige Aufnahmen in Kinderkliniken würden für zunächst drei Wochen ausgesetzt. Die Behörden riefen die Moskauer auf, geplante Arztbesuche wegen hoher Auslastung zu verschieben.

(Bild: Keystone)

Schärfere Einschränkungen gibt es in Russland dennoch nicht. In Moskau sind für Besuche etwa in Theatern und Museen QR-Codes notwendig, die eine Impfung, eine überstandene Covid-Erkrankung oder ein negatives Testergebnis belegen. Nach wie vor läuft die Impfkampagne schleppend. Erst 53 Prozent der 146 Millionen Einwohner sind offiziellen Angaben zufolge vollständig geimpft.

BAG meldet 43'199 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 43’199 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 13 neue Todesfälle und 170 Spitaleinweisungen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Norwegens Langläuferinnen Weng und Kalvaa positiv getestet

Im norwegischen Langlauf-Team gibt es unmittelbar vor der geplanten Olympia-Abreise mit der mehrfachen WM-Medaillengewinnerin Heidi Weng und Anne Kjersti Kalvaa zwei Corona-Fälle.

Vorerst darf das gesamte norwegische Team, das ein Trainingslager in den Dolomiten absolvierte, Italien aufgrund von Quarantäne-Massnahmen nicht verlassen. Die Reise nach Peking zu den Olympischen Spielen musste damit für alle norwegischen Langläuferinnen um vier Tage auf den kommenden Montag verschoben werden.

Ob die beiden positiv Getesteten dann die Reise antreten können, ist noch nicht abzuschätzen. Die Langlauf-Wettkämpfe beginnen am 5. Februar mit dem Skiathlon der Frauen. Weng hatte in dieser Disziplin 2014 Olympia-Bronze geholt.

In Österreich endet Lockdown für Ungeimpfte

Nach mehr als zwei Monaten endet in Österreich am kommenden Montag formal der Lockdown für Ungeimpfte. Das kündigte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Mittwoch an. Ein von der Regierung eingerichtetes Experten-Gremium erachte diese Massnahme als nicht mehr sinnvoll.

Trotz der hohen Infektionszahlen in der aktuellen Corona-Welle drohe keine Überlastung der Intensivkapazitäten in den Kliniken, hiess es. Zugleich bleibe aber die 2G-Regel in weiten Teilen des öffentlichen Lebens erhalten, die Ungeimpften zum Beispiel das Einkaufen nur in Geschäften des täglichen Bedarfs erlaubt. Dafür können Menschen ohne Impfung gegen Corona ab Montag ihr Zuhause auch ohne triftigen Grund verlassen.

Unterdessen ist die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) auf einen Rekordwert von mehr als 30 000 Fällen gestiegen. Das entspräche unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner 270 000 Fällen in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei über 2000 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

Die Experten erwarteten in den nächsten beiden Wochen bis zu 40 000 Fälle, sagte Nehammer. Sobald der Höhepunkt der fünfte Corona-Welle erreicht sei, werde über eine Rücknahme der einschränkenden Massnahmen entschieden. Besonders umstritten ist die Sperrstunde in der Gastronomie ab 22.00 Uhr.

Taskforce-Experte Neher: Schwere künftiger Wellen nicht abschätzbar

Eine solche sprunghafte Evolution in so kurzer Zeit wie beim Coronavirus hat die Fachwelt bisher bei keinem anderen Virus beobachten können. Das sagt Richard Neher, Biophysiker an der Universität Basel. Man müsse auf weitere Überraschungen gefasst sein.

Richard Neher, Biophysiker an der Universität Basel. (Bild: Telebasel)

So sei noch nicht abschätzbar, wie das «neue Normal» in Zukunft aussehen könnte, sagte Richard Neher in einem auf der Webseite seiner Hochschule veröffentlichten Interview. Dass aber neue Varianten uns wieder zurück auf Feld eins in der Bekämpfung der globalen Gesundheitskrise versetzen könnte, sei sehr unwahrscheinlich.

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Neue Corona-Höchststände in Deutschland

Erstmals in der Corona-Pandemie sind in Deutschland binnen eines Tages mehr als 150’000 Neuinfektionen offiziell übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut Angaben des staatlichen Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen 164’000 Fälle in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt erstmals die Schwelle von 900: Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche mit 940,6 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 166 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117’126.

WHO: Höchste Anzahl an wöchentlich erfassten Fällen seit Beginn der Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das Risiko durch die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus nach wie vor als sehr hoch ein.

In ihrem wöchentlichen Bericht erklärte die WHO am Dienstagabend, dass mit mehr als 21 Millionen Neuinfektionen weltweit in den vergangenen sieben Tagen die höchste Anzahl an wöchentlich erfassten Fällen seit Beginn der Pandemie registriert worden sei.

Die WHO schätzt das Risiko durch die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus nach wie vor als sehr hoch ein. (Symbolbild: Keystone)

Insgesamt sei die Inzidenz jedoch langsamer angewachsen als zuvor. Demnach ist die Zahl der neuen Fälle um 5 Prozent gestiegen – gegenüber 20 Prozent Wachstum in der Vorwoche. Die Zahl der wöchentlichen Todesfälle sei mit 50’000 in etwa gleich geblieben.

Die Omikron-Variante ist demnach weiterhin weltweit dominant. Die Delta-Variante sei kontinuierlich rückläufig, während die Alpha-, Beta- und Gamma-Varianten sehr gering zirkulieren. In den Ländern, in denen die Omikron-Fälle bereits im November und Dezember stark gestiegen waren, seien die Zahlen mittlerweile rückläufig.

Bildungsexpertin: Eine Pandemie braucht einheitliche Regeln

Die Schulen in der Schweiz leiden nach Ansicht der Bildungsexpertin Katharina Maag Merki in der Corona-Pandemie sehr stark darunter, dass die Vorgaben in den Kantonen und Gemeinden zum Teil sehr unterschiedlich sind. Das dürfe nicht sein. Es brauche kantonsübergreifende Regeln, sei doch die Pandemie im Kanton Zürich keine andere als im Aargau, sagte Maag Merki in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Föderalismus müsse den Schülerinnen und Schülern dienen. Sonst sei sie nutzlos.

Die Schulen in der Schweiz leiden nach Ansicht der Bildungsexpertin Katharina Maag Merki in der Corona-Pandemie sehr stark darunter, dass die Vorgaben in den Kantonen und Gemeinden zum Teil sehr unterschiedlich sind. (Symbolbild: Keystone)

Eine Studie habe gezeigt, dass die Schulen die grössten Problemzonen seit dem Start der Pandemie gut erkannt und sehr viel unternommen hätten, um mit den Bedingungen klarzukommen. Auf politischer Ebene sei allerdings die Situation momentan weniger günstig.

Es sei alles andere als optimal, wenn die Corona-Massnahmen ständig wechselten. Es könne nicht sein, dass eine Schule entscheiden müsse, ob und für welche Kinder eine Maskenpflicht gelte. Fehlende Rahmenbedingungen hätten die Arbeit vor Ort stark erschwert.

Die Pandemie habe klar aufgezeigt, dass der Föderalismus seine Grenzen habe. Es brauche nun rasch eine Diskussion darüber, wo Dinge allgemeingültig geregelt werden müssten. Dies würde einen Schutz für die Schulleitungen, die Lehrpersonen und die Schüler bedeuten.

Stunde der Wahrheit für Johnson naht – Partygate-Bericht erwartet

In der Affäre um Lockdown-Partys in Boris Johnsons britischem Regierungssitz rückt die Stunde der Aufklärung näher. Am Mittwoch könnte der Untersuchungsbericht, für den die Spitzenbeamtin Sue Gray über Wochen Beweise gesammelt und Zeugen befragt hat, der Öffentlichkeit vorgelegt werden, wie BBC, «Financial Times» und andere britische Medien am Dienstagabend berichteten. Dass sich der mit Spannung erwartete Moment der Wahrheit erneut verzögert, ist jedoch nicht ausgeschlossen. Parallel dazu gehen die Ermittlungen der Londoner Polizei zu einigen Feiern in der Downing Street weiter.

Die am Dienstag angekündigten Polizei-Ermittlungen drohten zunächst, die Veröffentlichung des Berichts von Sue Gray, die im Cabinet Office der britischen Regierung angesiedelt ist, auf unbestimmte Zeit aufzuschieben. Die als unbestechlich und kompromisslos geltende Beamtin soll ihre Ergebnisse jedoch möglichst bald vorlegen wollen. Ausserdem hatte die Polizei Berichten zufolge keine Einwände, da es bei Grays Bericht nicht um strafrechtliche Konsequenzen gehen soll, sondern lediglich um die Klärung der Fakten.

In der Affäre um Lockdown-Partys in Boris Johnsons britischem Regierungssitz rückt die Stunde der Aufklärung näher. (Bild: Keystone)

Mehrere Weihnachtsfeiern, eine Geburtstagsrunde, eine Gartenparty und nächtliche Besäufnisse vor dem Begräbnis von Prinz Philip: Die Liste der mutmasslich illegalen Zusammenkünfte in der Downing Street ist lang geworden. Der Bericht von Sue Gray soll klären, wer wann wo, wie oft und wie lange mit wem gefeiert hat. Von den Ergebnissen hängt nicht weniger als Boris Johnsons politisches Überleben ab. Rund ein halbes Dutzend Tory-Abgeordnete haben bereits öffentlich den Rücktritt des Premiers gefordert. Von vielen anderen heisst es, sie wollten den Bericht abwarten.

Boris Johnson selbst soll den Bericht zuerst bekommen und dann wenige Stunden später der Öffentlichkeit vorlegen müssen, wie der Sender ITV berichtete. Es wird damit gerechnet, dass Johnson sich erneut wortreich entschuldigt und eine weitreichende Reform der Trinkkultur in der Downing Street ankündigt – fest entschlossen, sein politisches Überleben zu retten. Am Dienstag begrüsste der Premier die Ermittlungen der Polizei und sagte, sie würden helfen, einen «Schlussstrich» unter die Angelegenheit zu ziehen.

Ob dieser so ausfällt, wie Johnson es sich vorstellt, bleibt abzuwarten. Denn noch spannender als die grosse Aufklärung der Partygate-Affäre dürften daher die Reaktionen in Johnsons Fraktion werden. Sprechen sich mindestens 15 Prozent der konservativen Abgeordneten – das sind 54 Parlamentarier – ihm das Misstrauen aus, muss sich der Premier einer Abstimmung stellen. Wie viele geheime Briefe bislang bei Graham Brady, dem Vorsitzenden des zuständigen Komitees eingegangen sind, weiss ausser diesm niemand.

Rekordwert von mehr als 500'000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als einer halben Million registrierter Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert seit Pandemiebeginn verzeichnet. Wie die französische Gesundheitsbehörde am Dienstagabend angab, wurden binnen 24 Stunden 501’635 neue Ansteckungen registriert. Allerdings liegen die Werte montags oft deutlich niedriger als an anderen Wochentagen.

Die bereits enorm hohen Fallzahlen in Frankreich stiegen damit erneut weiter an. Der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, lag landesweit zuletzt bei etwa 3’726. Die Omikron-Variante macht in dem Land mit seinen gut 67 Millionen Einwohnern mittlerweile mehr als 95 Prozent der Fälle aus.

Trotz Omikron-Welle: Niederlande öffnen Gaststätten und Kultur

Trotz einer massiven Omikron-Welle lockern die Niederlande die Corona-Massnahmen. Gaststätten, Theater, Museen und Kinos dürfen nach mehr als fünf Wochen ab Mittwoch wieder öffnen – täglich bis 22 Uhr, teilte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag mit. Damit macht das Land einen deutlichen Schritt zurück zur Normalität. Auch bei Sportwettkämpfen wie etwa Fussballspielen darf wieder eine begrenzte Zahl von Besuchern zugelassen werden.

Noch immer bleiben Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie Maskenpflicht und der Corona-Pass, mit dem Besucher nachweisen müssen, dass sie getestet, geimpft oder genesen sind. Auch die Quarantäneregeln werden gelockert.

«Wir nehmen heute bewusst ein Risiko», sagte Rutte mit dem Hinweis auf die täglich neuen Höchstwerte bei den Neu-Infektionen. Die Omikron-Variante des Corona-Virus verbreite sich zwar viel schneller, Menschen erkrankten aber nicht so schwer.

Gesundheitsminister Ernst Kuipers warnte: «Omikron ist keine kleine Grippe.» Die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystem sei nach wie vor gross.

Elton John sagt Konzerte ab – positiv auf Corona getestet

Die britische Pop-Legende Elton John ist positiv auf Corona getestet worden und hat mehrere Konzerte seiner Abschiedstour vorerst abgesagt. Er müsse seine Shows in Dallas im US-Bundesstaat Texas verlegen, da er sich mit dem Coronavirus infiziert habe, schrieb der Sänger am Dienstag auf in einer Instagram-Story. Glücklicherweise sei er geimpft und geboostert und habe nur milde Symptome, schrieb der 74 Jahre alte Musiker.

Er sei zuversichtlich, seine Konzerte in Arkansas am Wochenende bereits wieder geben zu können. Als Teil seiner Abschiedstour reist Elton John derzeit durch die USA. Die Tournee musste erst wegen der Pandemie und dann wegen Gesundheitsproblemen bereits mehrfach verschoben werden. Danach will sich der Musiker mehr Zeit für die Familie nehmen und weniger reisen.

(Screenshot: Instagram)

Fallzahlen steigen trotz rekordhoher Inzidenz langsamer an

Momentan stecken sich in der Schweiz so viele Menschen mit dem Coronavirus an wie nie seit Beginn der Pandemie. Der Anstieg der bestätigten Fälle hat sich jedoch laut dem neuesten Wochenbericht des wissenschaftlichen Taskforce des Bundes deutlich verlangsamt.

In den vergangenen sieben Tagen seien ungefähr 230’000 Personen positiv getestet worden, schrieb die Taskforce am Dienstag. Da die Test-Positivitätsrate bei rund 38 Prozent liege, müsse allerdings von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Die Omikron-Variante dominiert demnach das Infektionsgeschehen, der Anteil der Delta-Variante fiel in der zweiten Januarwoche auf unter 10 Prozent. Der Subtyp BA.2, der beispielsweise in Dänemark für mehr als die Hälfte der sequenzierten Fälle verantwortlich ist, sei in der Schweiz noch sehr selten und die künftige Entwicklung daher ungewiss.

BAG meldet 36'658 neue Corona-Fälle und zwölf Tote

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 36’658 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 12 neue Todesfälle und 121 Spitaleinweisungen.

Biontech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen.

Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

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Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. (Symbolbild: Keystone)
BAG-Ansteckungszahlen verspäten sich auch am Dienstag

Wie bereits am Montag verspäten sich auch am heutigen Dienstag die Schweizer Daten zu den Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus.

Das teilte das BAG via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein Zeitpunkt wurde nicht genannt. Normalerweise werden sie um 13.30 Uhr veröffentlicht.

Epidemiologin warnt: Omikron kein Geschenk

Die Schweizer Epidemiologin Isabella Eckerle warnt auf Twitter vor Omikron. Dabei spricht an, dass viele wegen der milderen Omikron-Variante sich in Sicherheit würden. «Trotzdem kommen Menschen damit ins Krankenhaus», so Eckerle. Wenn die Ansteckungen so hoch seien, wie jetzt, würden gleichzeitig viele Menschen ins Krankenhaus kommen, wo indes viele Mitarbeitende wegen Omikron fehlen, erläutert sie. «Nein, Omikron ist kein Geschenk», twittert sie.

Der Grund, weshalb die Omikron-Welle milder erscheine sei, dass viele Menschen derzeit von einem Impfschutz profitieren. Es gebe aber viele, die nicht oder wenig davon profitieren, warnt Eckerle. Ungeimpfte, Ältere, Immunsupprimierte, alle Kinder unter fünf Jahren und sehr viele Kinder unter zwölf Jahren, zählt die Epidemiologin auf. «Infektion bleibt ein Risiko und ist kein Ersatz für die Impfung», warnt Eckerle.

Corona-Regierungsgelder in Millionenhöhe in Südafrika veruntreut

Dienstleister der Regierung haben in Südafrika im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Verträge in Millionenhöhe veruntreut. Das teilte das Präsidialamt am Dienstag mit. Von mehr als 4’500 untersuchten Verträgen hätten sich demnach 62 Prozent als regelwidrig erwiesen.

Präsident Cyril Ramaphosa hatte im Juli 2020 eine Kommission beauftragt, den mutmasslichen Missbrauch von Corona-Geldern in allen Regierungsbereichen zu untersuchen. Die Kommission überprüfte insgesamt 5467 Verträge im Gesamtwert von 14,3 Milliarden Rand (830 Millionen Euro), die an 3066 Dienstleister vergeben wurden. Die Untersuchung von 900 der Verträge sei noch nicht komplett abgeschlossen, hiess es. Ein endgültiges Ergebnis werde Mitte des Jahres erwartet.

Ramaphosa bezeichnete die Befünde als «inakzeptabel». Die Dienstleister hätten geglaubt, «sie könnten einen Moment nationaler Verwundbarkeit ausnutzen, um sich zu bereichern», sagte der Präsident. Die Staatsanwaltschaft werde Verfahren einleiten. Die Untersuchung habe nach Angaben des Präsidialamts einen potenziellen Verlust von 114,2 Millionen Rand (6,6 Millionen Euro) verhindert. Verträge im Wert von 170,4 Millionen Rand (9,9 Millionen Euro) seien auf Eis gelegt worden.

Partys in der Downing Street während Lockdown: Londoner Polizei nimmt Ermittlungen auf

Die Londoner Polizei teilt am Dienstag mit, dass sie Ermittlungen wegen Partys in der Downing Street während des Lockdowns aufnimmt. Es gehe um mögliche Verstosse gegen die Corona-Regeln.

Boris Johnson soll während des Lockdowns Partys gefeiert haben. (Bild: Keystone)
Allianz aus Wirtschaft und Politik fordert sofortiges Ende der Corona-Massnahmen

Die Corona-Massnahmen seien per sofort aufzuheben. Dieser Ansicht ist eine Allianz von Branchenverbänden sowie Vertretern bürgerlicher Parteien. Die geltenden Einschränkungen seien gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht mehr vertretbar.

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Die Corona-Massnahmen seien per sofort aufzuheben. Dieser Ansicht ist eine Allianz von Branchenverbänden sowie Vertretern bürgerlicher Parteien. (Symbolbild: Keystone)
Bericht über Lockdown-Geburtstagsfeier: Ist Boris Johnson am Ende?

Mehr Ärger für Boris Johnson: Mit Kuchen, Ständchen und 30 Gästen soll der britische Premierminister einem Bericht zufolge mitten im Lockdown im Juni 2020 seinen Geburtstag gefeiert haben. Laut dem Sender ITV hatte Johnsons Frau Carrie eine Überraschungsparty für den konservativen Politiker in dessen Amtssitz 10 Downing Street organisiert. Private Treffen in Innenräumen waren damals nicht erlaubt. Die Regierung dementierte den Bericht im Grundsatz nicht.

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Mehr Ärger für Boris Johnson: Mit Kuchen, Ständchen und 30 Gästen soll der britische Premierminister einem Bericht zufolge mitten im Lockdown im Juni 2020 seinen Geburtstag gefeiert haben. (Bild: Keystone)
Turn-Olympiasieger Szilveszter Csollány an Covid-19 gestorben

Der ungarische Turner und Olympiasieger Szilveszter Csollány starb am Montag, 24. Januar 2022, an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Csollány, der sich im Dezember mit dem Coronavirus infiziert hatte und im Spital künstlich beatmet werden musste, wurde 51 Jahre alt.

An den Ringen holte Szilveszter Csollány bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta Silber und vier Jahre später in Sydney sogar Gold. Auch bei der Heim-WM 2002 in Ungarn gewann der Europameister von 1998 an seinem Paradegerät den Titel. Zuletzt arbeitete Csollány als Trainer in Österreich und Island.

Vorerst keine schärferen Massnahmen in Deutschland

Trotz des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen wollen Bund und Länder die Corona-Massnahmen vorerst nicht verschärfen. Sie sehen im Moment aber auch keine Möglichkeit für Lockerungen. Man müsse unverändert vorsichtig bleiben, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am 24. Januar nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Noch sei unklar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln werde. Man werde bei Bedarf die notwendigen Entscheidungen treffen. «Jetzt aber gilt erst mal: Kurs halten!»

Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz teilte am 24. Januar mit, dass die Corona-Massnahmen derzeit nicht verschärft werden. (Bild: Keystone)

Bund und Länder beschlossen, weitergehende Schritte zur Infektionskontrolle zu vereinbaren, falls eine Überlastung des Gesundheitssystems droht. Zugleich vereinbarten sie, Öffnungsperspektiven für jenen Moment zu entwickeln, an dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann.

Berlins Regierungschefin Franziska Giffey (SPD) betonte, die Bund-Länder-Runde sei sich einig gewesen, «dass eine Lockerung der Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt mit den entsprechenden Infektionszahlen nicht das Mittel der Wahl ist». Es sei aber auch keine weitere Verschärfung angezeigt.

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Viele Festnahmen nach Krawallen bei Corona-Demonstration in Brüssel

Nach Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen Corona-Massnahmen in Brüssel hat die Polizei 239 Menschen in Gewahrsam genommen. Elf von ihnen seien verhaftet worden, gab die Brüsseler Polizei am Montag, 24. Januar, bekannt. Sie müssten sich voraussichtlich vor der Justiz verantworten, unter anderem wegen Waffenbesitz und Auflehnung gegen die Ordnungskräfte.

Nach Angaben der Polizei hatten sich am Sonntag rund 50’000 Menschen in der Brüsseler Innenstadt versammelt, um gegen die Corona-Massnahmen in Belgien zu protestieren. Die Demonstration verlief demnach zunächst friedlich, am Nachmittag brachen jedoch Krawalle am Ende des Demonstrationszuges aus. Der Nachrichtenagentur Belga zufolge warfen Demonstranten Gegenstände auf Polizisten und beschädigten Gebäude, unter anderem den Sitz des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Die Polizei setzte den Angaben zufolge Tränengas und Wasserwerfer ein, 15 Menschen wurden verletzt.

Mögliche Erklärung für mildere Verläufe bei Omikron-Variante

Frankfurter Forscher haben eine mögliche Ursache für mildere Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante des Corona-Virus identifiziert. In Zellversuchen habe sich gezeigt, dass Omikron im Vergleich zur Vorgänger-Variante Delta besonders empfindlich gegenüber der sogenannten Interferon-Antwort des Menschen sei, teilte das Uniklinikum in Frankfurt am Montag, 24. Januar 2022, mit. Interferone sind Teil des Immunsystems.

Die Frankfurter Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse zusammen mit einem Team von der britischen University of Kent im Fachblatt «Cell Research». «Offenbar kann Omikron im Gegensatz zu Delta nicht verhindern, dass die befallenen Zellen Interferon produzieren und ausschütten», sagte Martin Michaelis von der School of Bioscience der University of Kent laut Mitteilung.

Von Viren befallene Zellen bilden bestimmte Interferone. Das sind vereinfacht gesagt Botenstoffe, die unter anderem andere Zellen über den Eindringling informieren. Interferone sind wichtig für die unspezifische Immunantwort – also eine sehr schnelle, wenn auch weniger spezifische Reaktion des Immunsystems gegen einen Erreger.

Die unspezifische Immunantwort ist zu unterschieden von der spezifischen Immunantwort, deren Aufbau mehr Zeit braucht. Dabei werden unter anderem passgenaue Antikörper gegen den Erreger gebildet.

Michael Matt positiv getestet

Nach Manuel Feller beklagen die österreichischen Skifahrer innert weniger Tage einen weiteren Corona-Fall im Team. Michael Matt wurde im Vorfeld des Nachtslaloms vom Dienstag in Schladming ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet. Die Olympia-Hauptprobe findet damit ohne ihn statt.

Michael Matt ist am Corona-Virus erkrankt und muss sich in Isolation begeben. (Archivbild: Keystone)

Michael Matt bewies als 11. in Wengen und als 4. in Kitzbühel zuletzt starke Aufwärtstendenz. Um eine Teilnahme an den Winterspielen in Peking braucht sich der 28-jährigen Tiroler nicht gross fürchten. Der Slalom der Männer steht erst am 16. Februar auf dem Programm. Als Genesener muss der Olympia-Dritte von 2018 spätestens fünf Tage vor der Abreise den ersten von insgesamt vier verlangten PCR-Tests machen, die alle negativ sein müssen.

Panne bei neuartigen Covid-Zertifikaten für Genesene ist behoben

Der Bund kann kann nun doch Covid-Zertifikate für Genesene aufgrund von Antigen-Schnelltests ausstellen. Eine technische Störung, die dies zunächst verhinderte, ist behoben.

Die neue Funktion stehe jetzt zur Verfügung, teilte das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) am 24. Januar 2022 nachmittags mit. Ursprünglich hatten die neuartigen Zertifikate bereits ab dem Morgen ausgestellt werden sollen.

Der Bund hatte die Einführung solcher Zertifikate als vorübergehende Lösung beschlossen, weil in der Omikron-Welle der Corona-Pandemie die PCR-Tests knapp sind. Es habe sich gezeigt, dass das Resultat eines positiven Antigen-Schnelltests in der aktuellen epidemiologischen Situation sehr zuverlässig sei, schreibt dazu das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website. «Falsch positive» Tests seien sehr unwahrscheinlich.

(Bild: Keystone)

Bislang mussten Betroffene für ein Genesenen-Zertifikat einen positiven PCR-Test vorlegen. Alternativ konnten sie aufgrund eines Antikörper-Tests ein nur in der Schweiz gültiges Zertifikat erhalten.

Die neuen Genesenen-Zertifikate aufgrund eines positiven Antigen-Schnelltests sind ebenfalls nur in der Schweiz gültig – ab dem elften Tag nach dem positiven Test. 270 Tage nach dem positiven Test verfallen sie.

Vom technischen Problem dürften nur wenige Menschen betroffen gewesen sein, denn nur Antigen-Schnelltests, die am oder nach dem 24. Januar durchgeführt werden, berechtigen zu einem derartigen Zertifikat.

Das Vorzeigen und Prüfen bestehender Zertifikate war von der Störung nicht betroffen, wie das BIT in seiner Mitteilung betonte. Auch das Ausstellen aller anderen Arten von Covid-Zertifikaten funktionierte demnach stets wie gewohnt.

Deutsche Ministerpräsidenten beraten zu Omikron-Strategie

Die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländern haben am Montag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Beratungen zur Überprüfung der aktuellen Corona-Massnahmen aufgenommen. Anlass ist die rasante Ausbreitung der Omikron-Virusvariante.

Vor der Video-Konferenz zeichneten sich weder grundlegende Lockerungen noch Verschärfungen des bisherigen Kurses ab. Die Ergebnisse der Gespräche sollten anschliessend der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Laut einem vorläufigen Arbeitspapier vom Sonntagabend sollen «die geltenden Massnahmen konsequent fortgesetzt werden». Entsprechend äusserten sich auch Scholz, der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU), und mehrere andere Länderchefs.

Manche Politiker von FDP und CSU fordern hingegen bereits einen Plan für künftige Lockerungen. In der vorläufigen Beschlussvorlage von Sonntagabend hiess es dazu: «Bund und Länder werden Öffnungsperspektiven entwickeln für den Moment, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann.» Allerdings ist die Vorlage lediglich eine Diskussionsgrundlage – bis zum Beschluss könnte sich einiges ändern.

Erwartet wird ein Beschluss, PCR-Tests künftig auf Risikogruppen zu konzentrieren und auf Beschäftigte, die diese betreuen und behandeln. Ziel ist es, Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Das Arbeitspapier sieht zudem vor, die Quarantäne- und Isolationsfristen für Klinik- und Pflegepersonal zu verkürzen.

BAG medlet 87'278 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 87’278 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 35 neue Todesfälle und 247 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Corona-Rekordzahlen in Israel

Mehr als eine halbe Million der gut neun Millionen Israelis ist gegenwärtig mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der aktiven Fälle liege bei mehr als 531’000, teilte das israelische Gesundheitsministerium am Montag mit.

Mehr als 83’000 neue Fälle wurden demnach binnen 24 Stunden gemeldet – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Neuinfektionen deutlich höher ist. Die Zahl der Schwerkranken liegt bei 814.

Der Experte Eran Segal vom Weizmann-Institut in Rechovot geht davon aus, dass Israel den Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht hat. «Ich rechne damit, dass die Zahl der Erkrankungen in dieser Woche zurückgehen wird, wir beobachten das bereits bei den über 60-Jährigen», sagte der Regierungsberater der Nachrichtenseite ynet. Die Zahl der Schwerkranken werde aber zunächst noch weiter steigen. Er schätzte, dass sich bereits drei Millionen Israelis – etwa ein Drittel der Bevölkerung – mit der Omikron-Variante infiziert habe.

England streicht Testpflicht nach Einreise für Geimpfte

Für geimpfte Einreisende nach England gibt es künftig eine Hürde weniger. Die verpflichtenden Corona-Tests, die bislang nach der Einreise gemacht werden müssen, sollen ersatzlos entfallen, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Montag ankündigte. Wann die Änderung in Kraft tritt, war zunächst nicht bekannt.

Bislang müssen alle Urlauber und Rückkehrer bei privaten, von der Regierung zertifizierten Anbietern auf eigene Kosten Tests buchen und sich bis spätestens zum zweiten Tag nach der Einreise testen lassen.

Geimpfte müssen sich nach der Einreise nach England nicht mehr testen lassen. (Bild: Keystone)

Derzeit ist dafür ein Antigen-Schnelltest ausreichend, zuvor wurde sogar ein PCR-Test verlangt. Für Ungeimpfte wird diese Pflicht weiterhin gelten – genauso wie weitere Tests vor der Einreise sowie an Tag 8 und die Pflicht zur Isolation.

Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik, orientieren sich bei Reiseregeln aber oft an England, da viele internationale Reisende ohnehin über London ins Land kommen.

Der Kanton Solothurn erweitert Testkapazität

Der Kanton Solothurn erweitert seine Kapazität für Covid-19-Tests. Am Dienstag wird in Balsthal ein weiterer kantonaler Teststandort in Betrieb genommen. Bei der Teststation auf dem Parkplatz der Freibads Moos könnten sich täglich bis zu 240 Personen auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Montag mit. Angeboten werden Antigen-Schnelltests sowie Einzel-Speichel-PCR-Tests.

Im Kanton Solothurn kann man sich bislang in den beiden kantonalen Testzentren in Solothurn und Olten, in den Spitälern Solothurn, Olten und Dornach sowie in diversen Apotheken und Arztpraxen testen lassen.

Neue Ansteckungszahlen verzögern sich

Das BAG meldet eine Verzögerung der jüngsten Ansteckungszahlen. Dies wegen technischer Probleme, wie es auf der Seite des Bundes heisst.

Fusionen und Übernahmen erholen sich 2021 von Corona-Flaute

Tiefe Zinsen, hohe Liquidität sowie eine positive Marktstimmung haben den Markt für Fusionen und Übernahmen im vergangenen Jahr belebt. Die Transaktionen mit Schweizer Beteiligung verdoppelten sich 2021 laut einer Studie fast, während sich das Transaktionsvolumen beinahe verdreifachte.

Die Anzahl der Transaktionen mit Schweizer Beteiligung stieg 2021 auf 604 von 363 im Vorjahr, wie das Beratungsunternehmen KPMG am Montag mitteilte. Das Transaktionsvolumen erreichte 170 Milliarden US-Dollar nach 63 Milliarden.

2020 hatte Corona das Übernahmegeschäft gebremst. Mit dem Beginn der Pandemie ging die Anzahl der Transaktionen mit Schweizer Beteiligung deutlich zurück, so dass das Transaktionsvolumen 2020 nur noch halb so gross war wie 2019. Auch waren Mega-Deals ausgeblieben.

Long-Covid-Betroffene werfen Bund Wegschauen vor
Steht in der Kritik: Gesundheitsminister Alain Berset. (Bild: Keystone)

Die Patientenorganisation Long Covid Schweiz übt scharfe Kritik am Bundesrat sowie am Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Auch nach zwei Jahren zögen es die Verantwortlichen vor, das Ausmass der Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen nicht zu beziffern, so der Vorwurf. Damit würden gewisse Pandemiegeschädigte ausgeblendet oder als Kollateralschaden hingenommen, schrieb Long Covid Schweiz am Montag in einer Stellungnahme. Die Politik fokussiere sich einseitig auf die akute Situation mit Infektionsahlen, Spitaleinweisungen und Todesfällen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Deutsche Wirtschaft trotzt laut Umfrage Omikron - Eurozone mau

Deutsche Unternehmen zeigen sich trotz der schnellen Ausbreitung der Corona-Variante Omikron überraschend optimistisch. Der am Montag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der Analysefirma IHS Markit stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat um 4,4 auf 54,3 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit vier Monaten. Oberhalb der 50er-Marke ist mit Wachstum zu rechnen.

Die entscheidenden Impulse hierfür habe die Industrie geliefert, wo sich die Lieferkettenengpässe weiter entspannt hätten, teilte Markit mit. Das verarbeitende Gewerbe dürfte sich demnach in diesem Jahr weiter erholen. «Die Probleme in den Lieferketten scheinen die Produktion immer weniger zu belasten, auch wenn es an dieser Front noch viel Raum für Verbesserungen gibt», sagte Markit-Experte Phil Smith. Allerdings seien die steigenden Kosten ein Grund zur Sorge.

WHO-Chef: Akutphase der Pandemie kann in diesem Jahr beendet werden

Die Akutphase der Corona-Pandemie kann aus Sicht des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem internationalen Kraftakt in diesem Jahr beendet werden.

Dazu müssten unter anderem die Impflücken in ärmeren Ländern geschlossen werden, und es müsste mehr getestet werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf. Gleichzeitig warnte Tedros vor voreiligem Optimismus. «Es wäre gefährlich anzunehmen, dass Omikron die letzte Variante war und dass wir schon in der Endphase sind.»

Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Direktor, nährt Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Pandemie. (Bild: Keystone)

Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus wurden der WHO vorige Woche alle drei Sekunden 100 neue Fälle aus aller Welt gemeldet, und alle zwölf Sekunden kam ein Todesfall hinzu, wie Tedros berichtete. Alle Hintergründe dazu lesen Sie hier.

Zwei von drei Firmen befürworten Impfung der Mitarbeitenden

Ein Grossteil der Arbeitgeber in der Schweiz würde es laut einer Umfrage begrüssen, wenn alle ihre Mitarbeitende geimpft wären. Viele Unternehmen bekunden zudem einen negativen Einfluss der Pandemie auf die Personalsuche.

Zwei von drei Firmen befürworten eine Corona-Impfung aller Mitarbeitenden. (Bild: Keystone)

Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Befragung von Jobcloud unter mehr als 10’000 Arbeitnehmenden sowie 800 Unternehmen in der Schweiz. Befragt zum Einfluss der Coronakrise gaben mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen an, dass eine Impfung der gesamten Belegschaft gegen das Covid19-Virus «wünschenswert» wäre. Nur etwas weniger als 10 Prozent der Unternehmen seien gegen die Impfung.

Panne bei neuartigen Covid-Zertifikaten für Genesene

Der Bund kann vorerst keine Covid-Zertifikate für Genesene aufgrund von Antigen-Schnelltests ausstellen. Grund sind technische Probleme, wie das Bundesamt für Technik und Informatik am Montag mitteilte.

Eigentlich sollten die neuartigen Zertifikate ab Montag ausgestellt werden. Der Bund hatte ihre Einführung als vorübergehende Lösung beschlossen, weil in der Omikron-Welle die PCR-Tests knapp sind. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bei den Covid-Zertifikaten kam es erneut zu technischen Störungen. (Bild: Keystone)
Deutsche Elektroindustrie erwartet kräftiges Produktionsplus

Die deutsche Elektroindustrie erwartet in diesem Jahr kräftige Zuwächse, wenngleich weniger stark als 2021. Die Produktion dürfte um vier Prozent steigen, teilte der Branchenverband ZVEI am Montag mit. Die Prognose sei aber mit viel Unsicherheit behaftet. Bei den Lieferengpässen für wichtige Materialien etwa erwartet der Verband frühestens ab Jahresmitte eine Besserung.

Von Januar bis November 2021 hatte die wichtige Industriebranche mit 877 000 Beschäftigten ein Produktionsplus von gut neun Prozent verzeichnet. Damit gelang es, die Verluste aus dem Corona-Krisenjahr 2020 mehr als wettzumachen. Dabei profitierte die Elektrobranche von stark gestiegenen Exporten nach China, in die USA und nach Europa.

Weiterführende Zertifikate möglich?

Kommt das Covid-Zertifikat künftig nicht nur als Corona-Schutzmassnahme zum Einsatz? Datenschutzexperte Hernâni Marques rechnet laut «20 Minuten» damit, dass das Zertifikat nach der Pandemie zum Beispiel in der Klima- und Sicherheitspolitik eingesetzt wird.

«Es wäre ein Novum, wenn eine Regierung ein neues digitales Instrument in den Abfall werfen würde, nachdem es seinen Nutzen erfüllt hat», sagt Marques gegenüber der Zeitung. Vorstellbar sei etwa, dass das Zertifikat neu einen Eco-Status im Kampf gegen Co2-Emissionen bekomme, so Marques. «Haben die Nutzer zum Beispiel ihr Flugguthaben aufgebraucht, könnten sie ein Flugverbot erhalten.» Behörden und Privatanbieter hätten «beste Voraussetzungen», um solche Zertifikate durchzusetzen, wird Marques weiter zitiert. «Das Sammeln digitaler Daten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im schlimmsten Fall laufen wir in eine Überwachung hinein, die in China bereits existiert.»

Auf politischer Ebene werden es weiterführende Zertifikate aber schwer haben. «Die unendliche Geschichte des zertifizierten Bürgers muss ein Ende haben – auf der ganzen Linie», fordert SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel. Sei die 2G-Regel gefallen, sollen die Behörden das Covid-Zertifikat «sofort deaktivieren», fordert er.

«Pass vaccinal» tritt heute in Frankreich in Kraft

In Frankreich gilt ab heute Montag der «Pass vaccinal» – der Impfpass. Dieser schränkt den Zugang zum öffentlichen Leben für Ungeimpfte und Nicht-Genesene drastisch ein: Sie haben kein Zutritt mehr zu Restaurants und Bars, Kinos und Museen, Stadien oder TGVs. Für Menschen, die sich kurzfristig für eine erste Impfung entscheiden, gibt es dabei Ausnahmen.

Bisher 30'000 Kinder geimpft
Die Zahl der Kinder-Impfungen nimmt in der Schweiz wieder ab. (Bild: Keystone)

Die Nachfrage nach Kinderimpfungen gegen Covid-19 ist noch gering. Schweizweit wurden bisher gut 30’000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft. Die Impfquote liegt bei fünf Prozent, wie Schweizer Radio SRF am Montag meldete. Es gebe grosse regionale Unterschiede.

Seit Anfang Jahr sind Kinderimpfungen schweizweit möglich. Am tiefsten ist laut der Zusammenstellung von Radio SRF bisher die Kinder-Impfquote in der Westschweiz. Dort liege sie überall unter zwei Prozent. Am höchsten sei sie mit über 10 Prozent in den beiden Basel. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Lockdown in chinesischer Millionenstadt nach einem Monat aufgehoben

Nach einem Monat haben die Behörden von Xi’an am Montag den Lockdown für die 13 Millionen Bewohner der zentralchinesischen Metropole aufgehoben. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde der Status der alten Kaiserstadt, die seit Dezember gut 2000 Infektionen erlebt hatte, wieder auf «niedriges Risiko» heruntergestuft. Die Ausgangssperren wurden aufgehoben.

Öffentliche Verkehrsmittel sowie Taxis konnten ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen. Auch dürfen die Bewohner wieder normal reisen, müssen aber mit der Corona-App jeweils ihre Unbedenklichkeit nachweisen. Flüge und Zugverbindungen in die Provinzhauptstadt von Shaanxi wurden wieder aufgenommen. Geschäfte und Einkaufszentren dürfen auch wieder normal öffnen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Auch können Restaurants wieder Gäste bewirten, müssen aber die Zahl begrenzen und Abstandsregeln einhalten. Versammlungen von mehr als 50 Personen müssen vorher Hygienekonzepte entwickeln und genehmigen lassen. Familiäre oder private Treffen sollen auf nicht mehr als zehn Personen beschränkt werden, hiess es in der Mitteilung zwei Wochen vor dem chinesischen Neujahrsfest, dem grössten Familienfest der Chinesen, das nach dem Mondkalender in der Nacht zum 1. Februar begrüsst wird.

WHO: Ende der Corona-Pandemie in Europa nach Omikron plausibel

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schliesst ein Ende der Corona-Pandemie in Europa nach der derzeitigen Omikron-Welle nicht aus.

Ist die Corona-Pandemie nach der Omikron-Welle in Europa zu Ende? (Bild: Keystone)

«Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zu bewegt», sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus jedoch zur Vorsicht. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Armeeapotheke brachte mangelhafte Schutzmasken in Umlauf
Die Armeeapotheke brachte mangelhafte Schutzmasken in Umlauf. (Symbolbild: Keystone)

Ab Februar 2021 verkaufte die Armeeapotheke überschüssige Hygienemasken zum symbolischen Preis von einem Rappen pro Stück. Abnehmer waren etwa Heime, Schulen und Kantone. Nun zeigen Recherchen der Tamedia-Zeitungen: Unter den verkauften Masken war auch ein Typ, der im Test im Labor Spiez «signifikant schlechter» als die Referenzmaske abgeschnitten hatte. Es drangen zwei- bis viermal mehr Partikel durch. Insgesamt brachte die Armeeapotheke 2021 rund 3,3 Millionen Stück dieser Masken in Umlauf.

Viele Ansteckungen in Kitas

Trotz der Omikron-Welle schicken die meisten Eltern in der Schweiz ihre Kinder in die Kitas. Derzeit gibt es jedoch Hunderttausende Kinder, die sich noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen dürfen. Denn sie sind unter fünf Jahre alt.

Entsprechend gibt es derzeit in den Kitas, wo viele Kinder in dieser Altersklasse untergebracht sind, viele Ansteckungen, sagte Frédéric Baudin, Leiter des Kita-Netzwerks «pop e poppa», gegenüber nau.ch. Weil immer mehr Mitarbeitende in den Kitas wegen Omikron ausfallen, mussten mehrere Kitas bereits ihre Öffnungszeiten reduzieren, wie der «Blick» berichtet.

Kanton Zürich trägt Zusatzkosten nicht mehr alleine

Angesichts stark gestiegener Ausgaben für Covid-19-Patienten sowie Ertragsausfällen wegen aufgeschobener Behandlungen hat der Kanton Zürich entschieden, die Zusatzkosten nicht mehr allein zu tragen. Dies berichten die Zeitungen von CH Media. Für ausserkantonale Patienten sollen die Wohnkantone aufkommen, wenn eine Behandlung nicht kostendeckend ist. Die Zürcher Regierung hat die Spitäler dazu aufgerufen, diese Zusatzkosten in Rechnung zu stellen. Einzelne Kantone und das Universitätsspital Zürich haben erste Rechnungen verschickt.

IATA-Direktor übt Kritik an den hohen Preisen für PCR-Tests

Die hohen Preise für PCR-Tests, die an Flughäfen erhoben werden, sind laut dem Direktor des Weltluftfahrtverbandes IATA, Willie Walsh, ein grosses Problem für die Branche. Sie hielten viele davon ab, zu fliegen, sagte Walsh in einem Interview mit der CH-Media.

Hohe PCR-Kosten halten viele Menschen vom Fliegen ab. (Bild: Keystone)

Viele Passagiere würden bei den PCR-Tests abgezockt. Die Preise für PCR-Tests seien lächerlich hoch. Die IATA habe die Unterschiede untersucht. So zahle der Passagier für die gleichen Tests 27 Dollar in Kuala Lumpur, 278 Dollar in Tokio und bis zu 310 Dollar in Zürich.

Lionel Messi gibt Comeback nach Covid-Erkrankung

Nach einem Monat Absenz gab Lionel Messi im Meisterschaftsspiel gegen Stade Reims (4:0) sein Comeback für Paris Saint-Germain. Der Superstar aus Argentinien hatte zuletzt gefehlt, weil er Ende letzten Jahres positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Steht nach einer Corona-Infektion wieder auf dem Spielfeld: Fussball-Star Lionel Messi. (Bild: Keystone)

Im Aufgebot der argentinischen Nationalmannschaft für die Spiele in der WM-Qualifikation gegen Chile (27. Januar) und Kolumbien (1. Februar) fehlt Messi.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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