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Der Telebasel Newsbeitrag vom 20. Januar 2022.
Basel

Ein Bierhahn gleich beim Bankomaten

Eine Beiz in einer Bank: Tom Wiederkehr eröffnet an einem ungewöhnlichen Ort ein neues Restaurant. In der Bank Cler könnten künftig gar Konzerte stattfinden.

Matcha-Tee und Kaffee nach japanischer Art stehen bereit. Ebenso der Zapfhahn und jede Menge Weinflaschen. Am Montag macht das Restaurant «Station» auf. Dies an einem ungewöhnlichen Ort: Das neue Lokal befindet sich in der Filiale der Bank Cler. Die Bauarbeiten am Aeschenplatz sind noch voll im Gange. Das neue Gewand der Filiale ist aber schon jetzt sichtbar: Eine grosszügige Kundenhalle mit Sofas statt Schaltern. Daneben eine Bartheke. Wer also künftig die Filiale betritt, kann gleich auch einkehren.

Die Bank Cler hat Tom Wiederkehr für das Gastrokonzept angefragt. Bekannt ist er für seine Beteiligung bei anderen Lokalen, so etwa beim Predigerhof und der Spezerei Tellplatz. Von Beruf ist er eigentlich Werber, doch schon lange steht er leidenschaftlich gerne am Herd. «Angefangen hat es als ich mit meinem Vater jedes Wochenende gekocht habe. Ich war nachher im Gymnasium der einzige, der das Wahlfach Hauswirtschaft wählte, weil mich das Interessiert hat», erklärt Tom Wiederkehr. Später betrieb er einen Foodblog und schrieb Kulinarik-Kolumnen und Restaurantkritiken für mehrere Zeitschriften. Mit der «Station» gründet er nun sein eigenes Restaurant. Gleich neben der Bank Cler, im ehemaligen Reisebüro Basilisk, hat er zudem einen Spezialitätenladen eingerichtet.

Risiko während der Pandemie

Allerdings trägt er als Pächter mit seinem Geld den Betrieb, die Beiz wird also nicht von der Bank betrieben. Entsprechend nervös ist Tom Wiederkehr vor der Eröffnung am Montag. «Im Moment pendle ich etwas zwischen totaler Panik und totaler Euphorie», so der Stationswirt. «Wir befinden uns in der absoluten Spitze der Pandemie und ein Gastroprojekt aufzumachen, zu einem Zeitpunkt wo fast alle im Home-Office sind, ist natürlich auch mit viel Risiko verbunden. Wir haben keine Ahnung ob am Montag fünf oder hundert Leute kommen», erklärt Tom Wiederkehr. Kulinarisch will er sich jede Woche woanders hinbegeben. So führt das Angebot mal nach Israel, mal nach Skandinavien. Und immer wieder sollen Schweizer Rezepte aus lokalen Lebensmitteln auf der Karte stehen.

Wie aber kam die Bank Cler auf die Idee eines Restaurants gleich neben der Kundenhalle? Wie Direktionsmitglied Patrick Geyer erklärt, habe man nicht bloss die Wände neu streichen wollen. Das Unternehmen haben die Chance nutzen wollen, mit dem Umbau der Filiale eine «Begegnungszone» zu schaffen. Das ist aber noch nicht alles. Vielleicht gibt es künftig auch Konzerte und andere Events in der Bank. «Wir werden ein bisschen, ich nenne es jetzt Feldstudien machen. Wir sind offen für alles», erklärt Patrick Geyer. Am 24. Januar wird die Filiale samt «Station» für die Kundschaft geöffnet.

1 Kommentar

  1. Im neuen CLER ist ein «Cafe» vorhanden. Das CAFE im CLER heisst «Die Station». Die Preise der Getränke sind sehr hoch. Ein Milchkaffe kostet Fr. 5.50 ! Ich wollte auf den WC, aber im WC ist kein Licht, und kein Papier zum Abtrocken der Hände. Also, das neue CLER ist jetzt sehr schlecht.Report

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