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Schweiz

Jedes dritte Skilager muss wegen Corona abgesagt werden

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
50'000 Menschen demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Massnahmen

Zehntausende Menschen haben in Brüssel gegen die Corona-Auflagen demonstriert – teilweise mit Gewalt. Rund 50’000 Menschen versammelten sich am Sonntag in der Brüsseler Innenstadt, wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Insgesamt seien mindestens 70 Personen festgenommen worden, unter anderem wegen Sachbeschädigung oder Mitführung gefährlicher oder illegaler Gegenstände, hiess es in einer Polizeimitteilung. Drei Polizisten und 12 Demonstranten wurden demnach mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, niemand sei in Lebensgefahr.

Premierminister Alexander De Croo verurteilte die Ausschreitungen scharf. «Jeder ist frei, seine Meinung auszudrücken. Aber unsere Gesellschaft wird niemals die blinde Gewalt tolerieren», sagte De Croo laut Belga.

Tausende Menschen haben am Sonntag in Brüssel gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. (Bild: Keystone)
In der Pandemie leiden mehr Jugendliche an Suizidgedanken

Im Zuge der Pandemie brauchen mehr Kinder und Jugendliche in einer akuten psychischen Krise medizinische Hilfe. Zahlen aus dem Kanton Zürich zeigen, dass Patientinnen und Patienten häufiger von Suizidgedanken berichten.

Verzeichnete das Krisen-, Abklärungs-, Notfall- und Triagezentrum (KANT) der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich im ersten Halbjahr 2019 noch 321 Notfalluntersuchungen, waren es zwischen Januar und Juni 2021 bereits 450. Dies teilte Gregor Berger, leitender Arzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

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Partygate-Affäre: Auch Feiern in Johnsons eigener Wohnung untersucht

In der Aufklärung der sogenannten Partygate-Affäre um Feiern während des Lockdowns in der Downing Street sollen auch Versammlungen in Boris Johnsons eigener Wohnung untersucht werden. Die Untersuchung der Regierungsbeamtin Sue Gray, die in London mit Spannung erwartet wird, werde auch angebliche Partys in der Wohnung des Premiers in der Downing Street Nummer 11 umfassen, berichtete die «Times» am Sonntag unter Berufung auf Insider-Quellen. So sollen enge Freunde von Johnsons Frau Carrie häufiger in Lockdown-Zeiten zu Gast gewesen sein – offiziell aus Arbeitsgründen.

An dieser Darstellung gibt es dem Bericht zufolge jedoch deshalb Zweifel, weil die genannten Freunde gar nicht direkt für die Downing Street arbeiteten, sondern für das angegliederte Cabinet Office. Johnsons Ex-Berater Dominic Cummings, der heute zu dessen schärfsten Kritikern zählt, hatte schon früher den Vorwurf erhoben, auch in Johnsons eigener Wohnung – nicht nur in den Büroräumen – hätten unerlaubte Partys stattgefunden.

In der Aufklärung der sogenannten Partygate-Affäre um Feiern während des Lockdowns in der Downing Street sollen auch Versammlungen in Boris Johnsons eigener Wohnung untersucht werden. (Bild: Keystone)

Nachdem der Druck auf Boris Johnson in den vergangenen Wochen durch etliche Enthüllungen immer weiter gestiegen ist, droht ihm ein Misstrauensvotum. Einige konservative Abgeordnete haben bereits öffentlich den Rücktritt des Premiers gefordert. Andere wollen die Ergebnisse der offiziellen Untersuchung abwarten.

Schweizer Allianz fordert Ausstieg aus der Pandemie

Eine breite Allianz fordert den Ausstieg aus der Pandemie. Der Schweizerische Gewerbeverband, weitere Branchenverbände und bürgerliche Politiker wollen am Dienstag den Bundesrat dazu auffordern, bereits im Februar die meisten Corona-Einschränkungen wie die Zertifikatspflicht oder die Personenobergrenzen fallen zu lassen, wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet.

Bei einem gemeinsamen Auftritt der Allianz soll unter anderem ein sogenannter «Freedom Day» (Freiheitstag) nach dem Vorbild anderer Länder ausgerufen werden. Einen solchen propagiert auch die SVP und fordert die Aufhebung der Maskenpflicht im März. Die Massnahmenverlängerung des Bundesrats sei für das Gewerbe nicht akzeptabel, hiess es von der Allianz. Linke dagegen mahnten vor einer möglichen Überlastung der Akutplätze in den Spitälern und vor Arbeitsausfällen in verschiedenen Bereichen.

Jedes dritte Schweizer Skilager wegen Corona abgesagt

Wegen der Omikron-Welle ist in der Schweiz in dieser Wintersaison rund jedes dritte von 360 Skilagern abgesagt worden. Allein im Dezember und Januar waren bei der Schweizer Schneesportinitiative Go-Snow, dem grössten Organisator von Skilagern in der Schweiz, über 100 Klassenlager gebucht, und 80 Prozent wurden annulliert, wie Geschäftsführer Olé Rauch der «SonntagsZeitung» sagte.

Bisher rieten das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Bundesamt für Sport (Baspo) von Lagern ausdrücklich ab. Ab Februar gibt der Bund für Schullager «in kleinen Gruppen von maximal zwei Klassen» grünes Licht. Snowboard-Olympiasiegerin und Go-Snow-Präsidentin Tanja Frieden bedauerte die Absagen. «Für die Schülerinnen und Schüler ist es schon der zweite Winter ohne Lager, für einige sogar der dritte», sagte sie. Wenn das so weiter gehe, gebe es «einen ganzen Oberstufenjahrgang», der nie in einem Schneesportlager war.

In dieser Wintersaison ist in der Schweiz jedes dritte Skilager der Pandemie zum Opfer gefallen. (Bild: Keystone)
Marcel Tanner sieht Ende der Corona-Massnahmen im Sommer

Epidemiologe und Ex-Taskforce-Mitglied Marcel Tanner hält Corona-Massnahmen wie Testen und Masken ab Sommer nur noch punktuell für nötig. Hielten die Menschen in bestimmten Situationen freiwillig Schutzmassnahmen ein, könnten die staatlichen Einschränkungen wegfallen.

Seiner Meinung nach sind nach der Omikron-Welle flächendeckende Massnahmen wie Maskenpflicht und 2G-Zertifikatspflicht nicht mehr nötig, «wenn wir uns weiterhin genügend impfen und boostern», wie Tanner in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte. Voraussetzung dafür sei, dass die Gesellschaft und jeder einzelne Verantwortung übernehme.

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(Bild: Telebasel)

Karl Lauterbach kündigt neue mehrsprachige Impfkampagne an

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat für die kommende Woche den Start einer neuen Impfkampagne in der Corona-Pandemie angekündigt. «Wir sind in der Pflicht, die Menschen zu erreichen», sagte der SPD-Politiker der «Bild am Sonntag».

Daher beginne am Dienstag eine breit angelegte Kampagne mit Plakaten sowie Radio- und Fernsehspots. Diese sei «kreativer» als die bisherigen Versuche, die Bevölkerung zum Impfen zu ermuntern.

«Und sie ist in ganz unterschiedlichen Sprachen», fügte Lauterbach hinzu. Die neue Impfkampagne soll demnach unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, darunter Ältere, Familien und junge Männer auf dem Land sowie Menschen mit Migrationshintergrund. «Wir müssen alles versuchen, die Impflücke zu schliessen, das ist auch eine Voraussetzung für eine eventuelle Impfpflicht.»

(Bild: Keystone)
Neuseelands Premierministerin muss Hochzeit wegen Corona verschieben

Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern muss ihre Hochzeit wegen neuer Coronavirus-Restriktionen im Land verschieben. Grund dafür seien erste bekannt gewordene Fälle von Infektionen mit der Omikron-Variante im Land, sagte Ardern am Sonntag bei einer überraschend einberufenen Pressekonferenz in Wellington. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu unterbinden, soll unter anderem noch ab Sonntag die Zahl von Menschen bei Versammlungen reduziert werden.

Nun habe sie auch die Hochzeit mir ihrem Verlobten Clarke Gayford verschoben. Termin und Ort des Ereignisses waren bisher nicht bekannt, ebensowenig wie der neue Termin. «So ist das Leben halt», antwortete sie auf eine Frage zu ihren Gefühlen wegen der Verschiebung. «Es geht mir auch nicht anders, wenn ich das sagen darf, als tausenden von Neuseeländern, die noch schlimmere Auswirkungen der Pandemie erlebten.»

In Neuseeland wurden unter den knapp fünf Millionen Einwohnern bisher rund 15’000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, 52 Menschen starben.

(Bild: Keystone)
Deutscher Corona-Expertenrat mahnt mögliche Verschärfung der Lage an

Der Expertenrat der deutschen Regierung hat gründliche Vorbereitungen auf eine mögliche weitere Verschärfung der Corona-Lage angemahnt. Wenn weitere «kritische Marken» wie etwa eine hohe Hospitalisierungsrate erreicht würden, seien weitergehende Schutzmassnahmen nötig.

Diese Massnahmen sollten daher «jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können», heisst es in der am Samstagabend von der Bundesregierung verbreiteten Stellungnahme des Expertenrats.

Zudem forderten die Fachleute unter Verweis auf das «hochdynamische Infektionsgeschehen» eine «strikte Umsetzung der bisherigen Massnahmen». Zugleich zeigten die Wissenschaftler auch eine Perspektive für ein Zurückfahren der Corona-Restriktionen auf. Wenn die Grundimmunität in der Bevölkerung zunehme und die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern zurückgehe, sollten die Kontaktbeschränkungen wieder stufenweise zurückgefahren werden, heisst es in dem Papier.

Als wesentliche Massnahme zur Überwindung der Corona-Pandemie betrachtet der Expertenrat weiterhin die Impfung. Es sei «dringend erforderlich, die verbliebenen Immunitätslücken in der Gesellschaft durch Impfungen zu schliessen», erklärte er. Ansonsten sei immer wieder mit «starken Infektions- und Erkrankungswellen zu rechnen».

Komoren nach Corona-Ausbruch ohne Goalie

Das Überraschungsteam von den Komoren steht beim Afrika Cup vor dem Achtelfinal gegen Gastgeber Kamerun ohne Goalie da. Nachdem sich Stammkeeper Salim Ben Boina beim 3:2-Sensationssieg gegen Ghana verletzt hatte, wurden nun die Ersatzleute Moyadh Ousseini und Ali Ahamada als zwei von insgesamt sieben Spielern positiv auf das Coronavirus getestet.

Mehr als 2'000 Gegner der Corona-Massnahmen demonstrieren in Bern

Über 2’000 Corona-Massnahmen-Gegner haben sich am Samstagnachmittag in Bern zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt. Die Polizei stand bereit, hielt sich aber zurück. Sie führte Personenkontrollen durch, wies einzelne Demonstrierende weg und machte eine Anzeige.

Schwarz gekleidete und vermummte Teilnehmer setzten sich an die Spitze der Demonstrierenden. Einzelne Personen wurden von der Berner Kantonspolizei denn auch dem rechtsextremen Umfeld zugeordnet, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Bei der Welle 7 sei eine Gruppe an der Spitze der Kundgebung kontrolliert worden.

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Demonstrantinnen und Demonstranten ziehen am Samstag durch Bern. (Bild: Keystone)
Corona-Lage in Russland: Mehr als 50'000 Neuinfektionen gemeldet

In Russland spitzt sich die Corona-Lage deutlich zu. Am Samstag erreichte die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages mit 57’200 einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. Das geht aus der Statistik der Regierung hervor. Seit Tagen steigt dieser Wert rasant nach einer Entspannung um den Jahreswechsel in dem flächenmässig grössten Land der Erde.

Grund ist die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus, die der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in mittlerweile 64 Regionen Russlands nachgewiesen wurde. Sie mache inzwischen 48 Prozent aller Infektionen aus, die Delta-Variante 52 Prozent.

Besonders betroffen ist Europas grösste Metropole Moskau mit am Samstag gemeldeten 16’000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden stockten bereits die Zahl der Krankenhausbetten auf. Grössere Einschränkungen gibt es allerdings nicht. In Moskau sind bereits einzelne Schulen wieder auf Fernunterricht umgestiegen. Auch die Regierung soll – wenn möglich – ins Homeoffice wechseln.

Nach wie vor gering ist die Impfquote in Russland. Erst 53 Prozent der 146 Millionen Einwohner sind vollständig geimpft. Das Land verfügt über mehrere eigene Vakzine. Allerdings ist die Skepsis gegenüber den russischen Impfstoffen verbreitet.

Seit Ausbruch der Pandemie gab es laut Statistik insgesamt schon mehr als elf Millionen Infektionen. Nach Rekord-Todeszahlen von mehr als 1000 Fällen pro Tag im Herbst ist dieser Wert nun deutlich gesunken: Am Samstag wurden 681 Corona-Tote gemeldet.

Schweiz lockert das Test-Regime bei der Einreise

Zum Beginn der Winterferien-Saison gilt in der Schweiz ab dem heutigen Samstag ein gelockertes Regime für den Grenzübertritt. Es muss weniger getestet werden; neu gilt die 3G-Regel.

Bei der Einreise ein negatives Testresultat vorweisen muss nur noch, wer weder eine Impfung noch eine Genesung nachweisen kann. Für Geimpfte und Genesene entfällt der bisher vorgeschriebene Test vor der Einreise. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden.

Ein PCR-Test darf bei der Einreise nicht älter sein als 72 Stunden, ein Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden. Auf den für Ungeimpfte und nicht Genesene bisher vorgeschriebenen zweiten Test vier bis sieben Tage nach der Einreise wird verzichtet, wegen der beschränkten Testkapazitäten im Inland.

Die Tourismus-Branche zeigte sich am Mittwoch erleichtert über die Lockerung der Testpflicht. Die tieferen Hürden seien mit Blick auf die Skiferien ein positives Signal, schrieb der Schweizer Tourismus-Verband. Die Testpflicht habe für die Gäste nicht nur Mehraufwand, sondern auch zusätzliche Kosten gebracht.

Fast keine Omikron-Patienten auf Schweizer Intensivstationen

Die Infektionswelle mit der Omikron-Variante des Coronavirus zieht laut, «Blick«, offenbar an den Intensivstationen vorbei. Blick hat die 20 grössten Schweizer Spitäler gefragt, wie viele der Corona-Intensivpatienten positiv auf Omikron getestet wurden. Die meisten weisen dies nicht aus, auch der Bund führt zu dieser nicht unwichtigen Zahl keine Statistik.

Ein Grossteil der aktuellen Patienten wurde mit der Delta-Variante infiziert. In den Zürcher Stadtspitälern Waid und Triemli etwa liegen sieben Corona-Patienten auf der Intensivstation, keiner davon mit Omikron. Im Genfer Unispital sind es zwei von 19, im Kantonsspital St. Gallen vermutlich 0 von 8.

Rio verschiebt wegen Corona-Pandemie erneut berühmte Karnevalsumzüge

Inmitten einer neuen Corona-Welle hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wieder die weltberühmten Karnevalsumzüge verschoben. «Aufgrund der Zunahme der Covid-19-Fälle in der Stadt kündigen wir an, den Karneval auf den Feiertag Tiradentes im April zu verlegen», hiess es in einem Tweet der Stadtverwaltung Rios am Freitagabend (Ortszeit). Der Feiertag fällt auf den 21. April.

Die Entscheidung sei nach einer Besprechung der Bürgermeister von Rio, Eduardo Paes, und São Paulo, Ricardo Nunes, der Gesundheitssekretäre und Präsidenten der Verbände der Sambaschulen der beiden Städte gefallen. Den Strassenkarneval in Rio hatte Bürgermeister Paes Anfang des Monats bereits zum zweiten Mal in Folge abgesagt. Die Pläne für die legendären Umzüge im Sambodrom im Februar und März, die im vergangenen Jahre zuerst ebenfalls verschoben und dann abgesagt wurden, blieben indes weiter bestehen. Dort seien Kontrollen zum Infektionsschutz einfacher umzusetzen, sagte Paes.

Omikron-Welle verzögert Zustellung von Zeitungen

Mehrere grosse Schweizer Zeitungen rechnen ab Montag gemäss eigenen Angaben vorübergehend mit einer teils verspäteten Zustellung. Grund sei die Omikron-Welle, die bei der Frühzustellung zu zahlreichen Personalausfällen geführt habe.

Mit möglichen Verspätungen rechneten etwa die «Neue Zürcher Zeitung», der «Blick» und der «Tages-Anzeiger», wie die Blätter am Samstag in ihren Ausgaben festhielten.

Betroffen von den Krankheitsfällen sind demnach Verträgerinnen und Verträger der Post-Tochter Presto Presse-Vertriebs AG. Diese ist für die Zustellung der grossen Zeitungen der Schweiz verantwortlich und beschäftigt über 6’500 Frühzustellerinnen und -zusteller.

Der «Tages-Anzeiger» schrieb von vereinzelt verspäteten Lieferungen von zwei bis drei Stunden.

Der CH-Media-Verlag schätzte, dass zwischen fünf und zehn Prozent der Haushalte in allen belieferten Regionen betroffen sein könnten. (Symbolbild: Keystone)
Berset stellt Ende des Zertifikats in der Schweiz in Aussicht

Gesundheitsminister Alain Berset hat in einem Interview die mögliche baldige Abschaffung der Covid-Zertifikatspflicht im Inland in Aussicht gestellt. «Die Zeiten des Zertifikats scheinen sich dem Ende zu nähern», sagte Berset der Zeitung «Schweiz am Wochenende».

Bei guter Entwicklung der Corona-Lage könne der Bundesrat «in den nächsten Wochen die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung ändern und die Quarantäne aufheben», sagte der Bundesrat weiter. Die Landesregierung hatte zuletzt entschieden, dass die Homeoffice-Pflicht und Quarantäneregeln vorerst bis Ende Februar gelten. Die übrigen Massnahmen sind bis mindestens Ende März in Kraft.

In der Schweiz kommen Covid-Zertifikate seit Juli 2021 zum Einsatz. Sie weisen aus, dass man geimpft, getestet oder genesen ist. Im Herbst gab es vor der Abstimmung über das Covid-Gesetz hitzige Diskussionen über den Einsatz von Zertifikaten und deren Zumutbarkeit. Die Regierung will mit Zugangsbeschränkungen die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und schwere Krankheitsfälle verhindern.

Der SP-Bundesrat äusserte sich im Interview verhalten optimistisch zur Lage. «Ich glaube, dass wir auf dem Weg der Besserung sind, aber das Virus hat sich schon mehrmals als unberechenbar erwiesen.»

Spanien: Weiterer leichter Rückgang der Corona-Zahlen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Spanien ist am Freitag den vierten Tag in Folge leicht gefallen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde vom Gesundheitsministerium in Madrid mit rund 1457 angegeben. Zum Vergleich: Für Deutschland gab das Robert Koch-Institut (RKI) diesen Wert am Freitag mit 706 an. Eine solche Sieben-Tage-Inzidenz hatte Spanien am 27. Dezember gemeldet. In den folgenden drei Wochen schossen die Infektionszahlen auf einen Spitzenwert von 1657 in die Höhe – registriert am vergangenen Montag. Experten betonten, dass die Zahlen derzeit wegen der Überlastung der Erfassungs- und Meldesysteme eine höhere Fehlerquote haben könnten.

Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf

Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. Von diesem Samstag an dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitagabend in Dublin sagte. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen. Vom kommenden Montag an endet zudem die Pflicht zum Homeoffice. Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3G-Regeln, wie Martin sagte. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft.

«Ich habe an vielen dunklen Tagen hier gestanden, aber heute ist ein guter Tag», sagte Martin. Die Regierung werde die persönlichen Freiheiten nicht mehr beschränken, wenn dies nicht nötig sei. Irland habe den «Omikron-Sturm» überstanden, sagte Martin. «Deshalb wird die Mehrheit der öffentlichen Gesundheitsmassnahmen von 6 Uhr morgen früh an aufgehoben.» Zuvor hatte die zuständige Gesundheitskommission grünes Licht gegeben. Wenn es keine gesundheitlichen Gründe mehr für Restriktionen gebe, bestehe auch keine politische Notwendigkeit mehr, sagte Vizeregierungschef Leo Varadkar.

400 Personen müssen im Kanton Luzern auf Operation warten

Im Kanton Luzern warten derzeit rund 400 Personen auf eine Operation, die wegen fehlender Intensivpflegeplätze verschoben werden musste. Die Liste hat sich laut dem Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (Mitte) seit letzter Woche deutlich verlängert.

In der Vorwoche hätten noch 260 Patientinnen und Patienten auf einen Eingriff gewartet, schrieb Graf am Freitag in seinem Blog. Die Verschiebungen planbarer Operationen seien ein Problem der öffentlichen Gesundheit. Dadurch nehme die Krankheitslast und teilweise auch die Sterblichkeit in der Bevölkerung zu, wenn etwa Krebspatientinnen und -patienten nicht rechtzeitig operiert würden.

In diesem Sinne müsse das Spitalpersonal bereits seit Längerem «triagieren». Das mache ihm «grosse Sorgen», hält der Gesundheitsdirektor fest. Glücklicherweise würden die Intensivbetten in der aktuellen Omikron-Welle viel weniger stark beansprucht als dies aufgrund der Erfahrungen mit der Delta-Variante zu befürchten gewesen sei.

Im Kanton Luzern warten derzeit rund 400 Personen auf eine Operation. (Symbolbild: Keystone)

Einen massiven Ausbau der Intensivpflegekapazitäten, wie es vom Bundesparlament gefordert wird, nennt Graf allerdings «ein Schnellschuss, der das Ziel verfehlt». In der Pandemie habe sich gezeigt, dass vieles nicht vorhersehbar und daher nicht planbar sei.

Kantone und Spitäler müssten flexibel reagieren können. Starre Strukturen seien eher kontraproduktiv. Die Schaffung von Infrastruktur und Personalrekrutierung auf Vorrat mache nur beschränkt Sinn.

Kommission will Zugang zu Impfstoffen verbessern

Die Gesundheitskommission des Ständerats (SGK-S) will, dass der Zugang der Bevölkerung zu Impfstoffen sowie die Marktzulassung von Vakzinen verbessert wird. Sie hat eine entsprechende Motion mit 7 zu 5 Stimmen angenommen.

Im Vorstoss wird unter anderem vorgeschlagen, zwischen dem Heilmittelinstitut Swissmedic und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Harmonisierung der Zulassungskriterien anzustreben und Importregelungen zu vereinfachen.

Eingereicht worden war die Motion vor der Coronavirus-Pandemie. Der Nationalrat hat dem Anliegen bereits zugestimmt.

Eine andere Motion zur Versorgungssicherheit bei Impfstoffen lehnte die Kommission mit 7 zu 4 Stimmen ab, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Sie spreche sich gegen einen zentralen, staatlichen Einkauf von Impfstoffen ausserhalb von Krisenzeiten aus.

Ebenfalls negativen Bescheid gab es für eine Initiative des Kantons Aargau, die sich der Sicherung der Landesversorgung mit essenziellen Wirkstoffen, Medikamenten und medizinischen Produkten widmen wollte. Dieses Anliegen sei im Rahmen der Nachbearbeitung der pandemiebedingten Engpässe aufgenommen worden.

Polens Ex-Präsident Lech Walesa positiv auf Corona getestet

Der polnische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

«Ich kann es nicht glauben! Dreimal geimpft. Abstrich genommen. Ich bin infiziert», schrieb Walesa am Freitag auf Facebook. Er habe Kopfschmerzen und Schwierigkeiten, seinen Körper warm zu halten, teilte der 78-Jährige mit.

Lech Walesa wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)

Der gelernte Elektriker war von 1980 bis 1990 Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc (Solidarität) und als Arbeiterführer massgeblich an der Überwindung des kommunistischen Regimes in Polen beteiligt. Von 1990 bis 1995 war er Präsident seines Landes.

Amag-Geschäft zieht 2021 nach Corona-Taucher wieder etwas

Der Autoimporteur und -verkäufer Amag hat sich im vergangenen Jahr von seinem Coronataucher wieder etwas erholt. Der Umsatz stieg auf 4,3 Milliarden Franken von zuvor 4,0 Milliarden. Noch sieht sich das Unternehmen aber weit von der Normalität entfernt.

Zufrieden ist der Autohändler mit seinem Resultat im vergangenen Jahr trotz der Erholung beim Umsatz nicht, wie aus einem Communiqué vom Freitag hervorging. Vor Jahresfrist habe man gehofft, dass man sich 2021 gegenüber 2020 wieder merklich erholen werde. Doch dem sei nicht so gewesen.

Dieser Marktdynamik habe sich auch die Amag nicht entziehen können. Mit dem Marktanteil von 31,2 Prozent gibt sich der Autohändler aber zufrieden. In der Gunst der Kundinnen und Kunden hätten die Marken Audi, Seat und Skoda gestanden. Amag-CEO Helmut Ruhl wurde mit den Worten zitiert: «Die Werkstätten waren 2021 gut ausgelastet und es ist der gesamten Handelsorganisation auch gelungen, den Marktanteil unserer Marken zu steigern.»

Subtyp der Omikron-Variante lässt Wissenschaft aufhorchen

Eine Sub-Variante der Coronavirus-Variante Omikron hat die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich gelenkt. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend vor Journalisten sagte, sind die Merkmale des als BA.2 bekannten Subtyps des Coronavirus noch nicht hinreichend erforscht. Derzeit ändere BA.2 die Infektionslage nicht, fügte er hinzu. Die Variante wurde bereits in mehreren Ländern insbesondere in Europa festgestellt.

«Es gibt ziemlich regelmässig Varianten», betonte Véran. Wie die Delta-Variante habe auch die Omikron-Variante bei ihrer Replikation «kleine Brüder» erzeugt: Subtypen, die sich vom ursprünglichen Genom nur durch ein oder zwei Mutationen unterscheiden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet bislang nicht zwischen Omikron und der Sub-Variante BA.2. Jüngste Daten aus Dänemark lassen jedoch aufhorchen: In dem Land, in dem die Zahl der täglichen Infektionen seit einigen Tagen wieder ansteigt, soll BA.2 bereits die vorherrschenden Variante sein.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran. (Archivbild: Keystone)

«Wir haben eine internationale Lage, in der die Omikron-Variante stark zirkuliert, es ist normal, dass wir im Laufe der Zeit Sub-Varianten feststellen», erklärte die französische Gesundheitsbehörde am Freitag. Entscheidend sei, ob BA.2 unterschiedliche Merkmale in Bezug auf die Ansteckungsfähigkeit, die Immunreaktion oder die Schwere der Krankheitsverläufe aufweise.

EPFL-Forscher entschlüsseln Entstehung von Entzündungen nach Covid

Lausanner Forschende haben den biologischen Mechanismus entschlüsselt, der nach Covid-19-Infektionen spezifische Entzündungen auslöst. Das eröffnet neue Wege für die Therapie.

Die Gruppen von Andrea Ablasser an der ETH Lausanne (EPFL) und Michel Gilliet am Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) haben einen Signalweg entdeckt, der an den Entzündungen bei COVID-19-Patienten beteiligt ist.

Der Signalweg wird als cGAS-STING bezeichnet. Er hat in der Zelle die Aufgabe, fremde DNA, etwa von Bakterien oder Viren, zu erkennen, die in das Zytosol der Zelle gelangt ist. Beim Zytosol handelt es sich um die Flüssigkeit im Inneren der Zelle, die alle Organellen enthält.

Beim Aufspüren fremder DNA löst der cGAS-STING-Signalweg eine Kaskade von molekularen Reaktionen aus, die schliesslich Entzündungsgene aktivieren. Die Gene setzen danach ihre eigenen Kaskaden in Gang, um die Abwehrmechanismen zur Bekämpfung der Infektion zu aktivieren. Der Signalweg kann jedoch auch auf die zelleigene DNA reagieren – ein Prozess, der im Laufe der Jahre mit verschiedenen Entzündungskrankheiten in Verbindung gebracht wurde.

BAG empfiehlt Booster für Jugendliche

Neu empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Jugendlichen von 12 bis 15 Jahren die Auffrischungsimpfung, wenn diese den Schutz vor einer milden Infektion erhöht und das Risiko der Virusübertragung auf enge Kontakte reduziert werden soll.

Für die Auffrischungsimpfung der Jugendlichen werde der mRNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech frühestens vier Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen. (Keystone)

Falls bei Jugendlichen nach der zweiten Impfdosis eine Infektion vier Monate oder später nach Abschluss der Grundimmunisierung auftrat, wird keine Auffrischungsimpfung empfohlen, wie das BAG am Freitag in seiner Empfehlung festhielt. In diesem Fall zähle die Infektion als Booster. Mehr dazu hier.

BAG meldet 37'992 Neuinfektionen am Freitag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 37’992 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 22 neue Todesfälle und 138 Spitaleinweisungen.

GC bis auf weiteres ohne Pusic

Die Grasshoppers müssen bis auf weiteres auf Petar Pusic verzichten. Wie der Rekordmeister mitteilt, leidet der Mittelfeldspieler, der am Dienstag seinen 23. Geburtstag feiert, an den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung. Pusic nimmt derzeit nicht am normalen Trainingsbetrieb teil, wie lange er ausfällt, ist ungewiss. GC trifft zum Auftakt der Rückrunde der Super League am 30. Januar auswärts auf Sion.

Grasshoppers Petar Pusic, rechts, gegen YBs Fabian Rieder. (Archivbild: Keystone)
Schweizer CEOs sehen Auswirkungen der Corona-Krise eher positiv

Die Corona-Krise war 2021 für Unternehmenslenker weltweit das bestimmende Thema. Schweizer CEOs sehen die Auswirkungen der Krise eher in einem positiven Licht, wie eine Auswertung der weltweiten CEO-Umfrage «CEO Outlook Survey» des Beratungsunternehmens EY ergab.

40 Prozent der befragten Schweizer CEOs gaben an, dass die Pandemie ihre Branche fundamental zum Besseren verändert habe. Dies ist deutlich mehr als im globalen Vergleich, wo nur 13 Prozent dieser Meinung waren.

Dass die Pandemie die eigene Branche fundamental zum Schlechteren verändert habe, gaben hingegen nur 13 Prozent der Schweizer Firmenchefs zu Protokoll. International lag der Anteil mit 21 Prozent leicht höher. Rund ein Viertel der Schweizer Befragten schätzen zudem den Einfluss der Pandemie nur als eine kurzfristige Störung für die eigene Branche ein, weltweit sagten dies 37 Prozent. Mehr dazu hier.

Deutsche Regierung will Land auf hohe Corona-Zahlen vorbereiten

Die deutsche Regierung will das Land organisatorisch auf das rasante Wachstum der Omikron-Welle mit erwarteten Hunderttausenden Infizierten pro Tag vorbereiten.

Neben einer Priorisierung der besonders sicheren PCR-Tests wird dafür auch eine weitere Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf wichtige gesellschaftliche Bereiche erwogen, wie ein Sprecher von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag in Berlin mit Blick auf die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz sagte. Bund und Länder wollen an diesem Montag weitere Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

«Wir müssen mit diesen steigenden Infektionszahlen rechnen und müssen uns organisatorisch darauf einstellen», sagte der Sprecher. Geänderte Quarantäne- und Testregeln sorgten dafür, dass das öffentliche Leben noch sicher stattfinden könne, besonders in der kritischen Infrastruktur.

Fehlende Work-Life-Balance häufigster Grund für Jobwechsel

Schweizerinnen und Schweizer sind grundsätzlich offen für eine neue Stelle. Jede vierte Person hierzulande hat seit Ausbruch der Pandemie sogar schon den Job gewechselt.

Grund war oft der Wunsch nach einer besseren Work-Life-Balance, wie aus einer am Freitag publizierten Studie des Job-Portals Xing hervorgeht. Bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber stünden Faktoren wie eine flexible Zeiteinteilung und Führungsverhalten oft im Zentrum. Ein attraktiver Büro-Standort zähle ausserdem immer noch mehr als die Möglichkeit fürs Arbeiten im Homeoffice, heisst es in der Studie. Mehr dazu hier.

SEM hebt Einreisesperre für südliches Afrika auf

Das Bundesamt für Migration (SEM) hat die Einreisesperre für Reisende aus den Ländern des südlichen Afrikas aufgehoben. Die Sperre wegen der Omikron-Variante galt seit November 2021.

Die Sperre wird in der Nacht von kommenden Sonntag auf Montag aufgehoben, wie das SEM am Freitag auf Twitter mitteilte. Personen aus Botswana, Eswatini, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika dürfen dann wieder in die Schweiz einreisen.

Ab dem 24. Januar neu auf der Liste der Risikoländer sind laut dem SEM Argentinien, Australien und Kanada.

Die Einreise aus Risikostaaten ist für Ausländerinnen und Ausländer untersagt, die ohne Nachweis einer anerkannten Impfung für einen Kurzaufenthalt in die Schweiz einreisen wollen. Für Schweizer Bürger und Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung ist die Einreise aus allen Ländern möglich.

Omikron verbreitet sich nicht wegen höherer Viruslast so schnell

Die Omikron-Variante von Covid-19 breitet sich auch in der Schweiz rasend schnell aus. Bisher nahm man an, dass das an einer erhöhten Viruslast bei Omikron liegt. Studien aus Boston und Genf legen nun nahe, dass die Variante sich so schnell verbreitet, weil sie vorhandenen Antikörpern – nach Genesung oder Impfung – besser «entwischt».

Die Bostoner Studie profitierte dabei von der NBA (National Basketball Association): Weil diese besonders häufige Tests bei Spielern vorschreibt, bot sie Forschern um Yonatan Grad von der Harvard T. H. Chan School of Public Health in Boston einen besonders reichen Pool an Probanden.

Vergleiche der PCR-Tests aus Nasen- und Rachenabstrichen der Spieler zeigten, dass Omikron-Infizierte sogar eine leicht geringere Viruslast aufwiesen als Delta-Infizierte. Mehr dazu hier.

Die Variabilität der Viruslast ist bei den getesteten Omikron-Infizierten breiter war als bei Delta-Infizierten. (Symbolbild: Pixabay)
Weiter starker Anstieg der Corona-Zahlen in Deutschland

Die in Deutschland gemeldete 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 706,3 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 638,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 470,6 (Vormonat: 306,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 140 160 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 92 223 Ansteckungen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an Kapazitätsgrenzen geraten.

Skispring Weltmeister Zyla positiv getestet

Der polnische Weltmeister Piotr Zyla ist zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking positiv auf das Coronavirus getestet werden. Dies teilte der polnische Verband vor den beiden Weltcupspringen am Wochenende in Titisee-Neustadt mit.

Der 35-jährige Zyla, der im Februar 2021 in Oberstdorf überraschend den WM-Titel von der Normalschanze gewonnen hat, ist damit der nächste Fall im polnischen Team, nachdem es zuletzt auch den ehemaligen Weltmeister und Vierschanzentournee-Sieger Dawid Kubacki erwischt hatte.

Omikron und Corona-Medikamente: Was hilft gegen die neue Variante?

Zwei Jahre nach den ersten Corona-Fällen entwickelt die Pandemie mit Omikron erneut eine dramatische Dynamik. Viele hatten auf die Impfung gesetzt – und auf die neu entwickelten Medikamente. Wirken sie auch gegen Omikron?

Die neue Variante Omikron verbreitet sich besonders schnell. Sie ist so verändert, dass sich Geimpfte und Genesene häufiger anstecken als bei der Delta-Variante. Zudem versagen bei Omikron bestimmte, aufwendig entwickelte Medikamente. Doch einige neuere Präparate machen durchaus Hoffnung. Mehr dazu hier.

Pfizer/Biontech bekommt in Japan Zulassung für Kinder-Impfstoff

Wie das Pharmaunternehmen Pfizer mitteilt, hat der von Pfizer und BioNTech entwickelte Impfstoff gegen das Coronavirus für Kinder von fünf bis elf Jahren in Japan eine Sonderzulassung erhalten. Das mRNA-Vakzin der beiden Unternehmen ist der bisher in Japan am häufigsten
verwendete Impfstoff zum Schutz gegen das Coronavirus.

Sundance-Filmfestival in Utah eröffnet - wegen Pandemie nur online

Das Sundance-Filmfestival ist am Donnerstag im US-Staat Utah eröffnet worden – allerdings ohne die gewöhnlich Tausenden Teilnehmer vor Ort. Wegen der Corona-Pandemie ist das von Robert Redford in den 1980er Jahren gegründete Festival für unabhängig produzierte Filme kurzfristig ins Internet verlegt worden. Auch im Vorjahr waren Filme und Diskussionen weitgehend online gezeigt worden.

82 Spielfilme aus 28 Ländern stehen auf dem Programm. Am ersten Tag feierte unter anderem die Dokumentation «The Princess» über das Leben von Prinzessin Diana Premiere. Weitere Dokumentarfilme drehen sich um den wegen sexueller Nötigung verurteilten Komödianten Bill Cosby und die Schauspielerin Evan Rachel Wood, die dem Rocker Marilyn Manson Missbrauch vorwirft.

Corona bei Haustieren: Gefahr für Mensch und Tier?

Auch Haustiere können sich mit dem Coronavirus infizieren – das haben bereits einige Fälle gezeigt, in der Schweiz beispielsweise bei ein paar Katzen aus Covid-Haushalten. Das verunsichert manche Haustierbesitzer: Welche Rolle spielen die kleinen Mitbewohner bei der Virusverbreitung? Und wie gefährlich ist Omikron für sie?

Das deutsche Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat keine Hinweise auf relevante Übertragungen des Coronavirus Sars-CoV-2 von Haustieren auf den Menschen in Deutschland. Das teilte Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), auf Anfrage mit. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Behörden in Hongkong etwa 2’000 Hamster und andere Kleintiere aus Sorge vor Corona einschläfern lassen wollen. Mehr dazu hier.

In Hongkong war zuletzt die Tötung von etwa 2′ 000 Hamstern und anderen Kleintieren angeordnet worden – aus Angst, das Virus könne sich unter den Tieren ausbreiten und auch auf Menschen übergehen. (Symbolbild: Keystone)
Ueli Maurer kritisiert «Verschärfungshype» durch Mediendruck

Bundesrat Ueli Maurer kritisiert die Berichterstattung der Medien während der Corona-Pandemie. Der Druck aus den Medien habe in der Schweiz dazu geführt, dass Massnahmen in einem vielleicht unnötigen Ausmass verschärft wurden.

«Omikron führt kaum zu schweren Krankheitsverläufen, darum kann man schrittweise normalisieren», sagt der Zürcher Bundesrat Ueli Maurer im Interview mit der «Aargauer Zeitung».

Im Nachhinein könne man sich fragen, ob man zu lange mit der Normalisierung gewartet habe. «Für mich beruhte die Politik immer auf drei Säulen: Gesundheit schützen, wirtschaftliche Folgen abfedern, Gesellschaft am Leben erhalten.» Anfänglich sei es fast nur um die Gesundheit gegangen, inzwischen würden andere Fakten mitberücksichtigt.

«Der mediale Druck auf die Politik wurde enorm, es entstand nicht nur beim Bundesrat ein Verschärfungshype. Gezielte, differenzierte Massnahmen wie der Schutz vulnerabler Gruppen waren fast nicht mehr möglich, nein: Es musste generell geschlossen und verschärft werden.» Mehr dazu hier.

Ueli Mauerer: «Wenn die Experten solche Szenarien entwerfen, wird in den Medien oft nur der schlimmstmögliche Fall dargestellt. Das ergibt ein zu einseitiges Bild. Aber die Medien brauchen halt jeden Tag eine Schlagzeile.» (Bild: Keystone)
Adele in Tränen: Sängerin muss Konzertreihe wegen Corona verschieben

Die britische Sängerin Adele hat einen Tag vor der geplanten Premiere ihre Konzertreihe in Las Vegas abgesagt. Unter Tränen wandte sich der Weltstar auf Twitter in einer Videobotschaft an die Fans. Es tue ihr so leid, aber ihre Show sei einfach nicht fertig, sagt die sichtlich aufgelöste Musikerin. Sie und ihr Team hätten alles versucht, aber die Coronavirus-Pandemie habe alles zunichte gemacht. Die Hälfte ihrer Mitarbeiter sei erkrankt, zudem seien Anlieferungen in Verzug. «Ich bin am Boden zerstört und es tut mir so leid, dass es in der allerletzten Minute passiert.» Die Auftritte würden zu einem späteren Termin nachgeholt, versprach sie den Fans.

Im November hatte die 33-jährige Sängerin die mehrmonatige Konzertreihe in der Casino-Stadt angekündigt. Die Show mit dem Titel «Weekends With Adele» auf der Bühne des berühmten Caesars Palace Hotels sollte am 21. Januar Premiere feiern. Bis Mitte April waren zwei Dutzend Auftritte geplant. Die Konzerthalle bietet über 4’000 Gästen Platz.

Frankreich lockert Corona-Massnahmen - Härtere Regeln für Ungeimpfte

Frankreich lockert die Corona-Beschränkungen im Februar schrittweise und verschärft zugleich die Regeln für Ungeimpfte von Montag an erheblich. Sie haben dann mit der Einführung des landesweiten Impf- und Genesungsnachweises keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kulturstätten, Sportveranstaltungen und zum Fernverkehr, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend ankündigte. Für alle Menschen ab 16 Jahren wird eine vollständige Impfung damit zur Voraussetzung zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben. Menschen, die sich bis Mitte Februar für eine erste Impfung entscheiden, dürfen danach vorübergehend weiter einen zusätzlichen negativen Test als Zugangsvoraussetzung vorlegen.

Trotz aktuell hoher Infektionszahlen schütze die hohe Impfquote die Kliniken vor einer Überlastung, sagte Castex. 93 Prozent der Erwachsenen seien geimpft und eine Million Menschen hätten sich nach Ankündigung der 2G-Regeln noch für die Immunisierung entschieden. Ab dem 2. Februar könnten daher die Kapazitätsbeschränkungen für Sport- und Kultureinrichtungen aufgehoben werden – ebenso wie Maskenregelungen im Freien. Die Homeoffice-Verpflichtung werde in eine Empfehlung umgewandelt. Am 16. Februar dürfen Diskotheken wieder öffnen, auch das Essen und Trinken in Zügen ist dann wieder erlaubt.

Österreich führt Corona-Impfpflicht ein

Österreich führt eine allgemeine Impfpflicht zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein. Das hat der Nationalrat am Donnerstag mit breiter Mehrheit beschlossen. Der Schritt ist die bisher weitreichendste Regelung in der EU, Italien und Griechenland haben lediglich eine für ältere Menschen geltende Impfpflicht. Zusätzlich soll in Österreich eine mit bis zu 1,4 Milliarden Euro dotierte Impf-Lotterie die Bereitschaft zur Immunisierung steigern.

Die Impfpflicht soll für alle Bürger gelten, die mindestens 18 Jahre alt sind. Ausnahmen sind vorgesehen für Schwangere sowie alle, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen. Auch Genesene sind bis 180 Tage nach der Covid-19-Erkrankung von der Impfpflicht befreit. Bei Verstössen gegen die Verpflichtung drohen einkommensabhängige Strafen von bis zu 3600 Euro. Der Bundesrat, also die Länderkammer, muss dem Gesetz voraussichtlich am 3. Februar ebenfalls noch zustimmen – das gilt aber als Formsache.

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) verteidigte die Corona-Impfpflicht in der Parlamentsdebatte als Akt der Solidarität und des Zusammenhalts. «Je mehr Menschen eine Corona-Schutzimpfung haben, desto weniger sterben an den Folgen einer Corona-Pandemie», sagte der Minister am Donnerstag.

Zahl der Spitaleinweisungen im Wochenvergleich gesunken

In der zweiten Woche des neuen Jahres ist zwar die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in der Schweiz und in Liechtenstein gestiegen. Doch es gab im Wochenvergleich weniger Spitaleinweisungen mit oder wegen Covid-19. Auch die Zahl der Verstorbenen ging zurück.

 

Die Zahl der Spitaleintritte sinkt in der Schweiz. (Bild: Keystone)

In der Woche ab dem 10. Januar wurden 185’406 neue bestätigte Fälle registriert; das bedeutet eine Inzidenz von 2128,81 Fällen pro 100’000 Einwohner in dieser Woche. Das schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in seinem Wochenbericht. In der Vorwoche waren 2,4 Prozent weniger Fälle gemeldet worden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Gästefans dürfen wieder in die Fussballstadien

Mit Start der Rückrunde am 28. und 29. Januar sind in den Schweizer Fussballstadien wieder Gästefans zugelassen – trotz höherer Corona-Ansteckungszahlen.

Die Swiss Football League (SFL) hatte kurz vor Jahresende beschlossen, die Gästesektoren für die Spiele der beiden höchsten Fussballligen zu schliessen. Begründet wurde dieser Entscheid mit der heiklen Corona-Lage in der Schweiz. Und mit wiederholten Ausschreitungen an Spielen, die jeweils den Gästefans zuzuordnen seien. Alles dazu gibt es hier.

American Airlines macht deutlich weniger Verlust

Trotz neuer Probleme aufgrund der sich schnell verbreitenden Omikron-Virusvariante hat die Fluggesellschaft American Airlines ihren Verlust deutlich verringert. In den drei Monaten bis Ende Dezember lag das Minus unterm Strich bei 931 Millionen Dollar (853 Mio Franken), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Vor einem Jahr hatten Belastungen durch die Pandemie das Unternehmen mit 2,2 Milliarden Dollar in die roten Zahlen gebracht. Inzwischen hat sich der Flugbetrieb erholt. Der Umsatz legte im Schlussquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 130 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar zu. Die Zahlen fielen besser als erwartet aus. Die Aktie reagierte vorbörslich mit Kursgewinnen.

Datenschützer für Veröffentlichung der Verträge für Impfstoffe

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) muss die Verträge mit den Herstellern der an die Schweiz gelieferten Impfstoffe öffentlich machen, aber die betroffenen Unternehmen dazu anhören. Das empfiehlt der Eidgenössische Datenschützer.

Datenschützer sprechen sich für die Veröffentlichung der Verträge für Impfstoffe seitens des Bundes aus. (Bild: Keystone)

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) gab seine Empfehlung im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens ab. Ein Rechtsanwalt hatte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Zugang zu den Impfstoff-Lieferverträgen ersucht. Die CH-Media-Zeitungen hatten am Donnerstag zuerst darüber berichtet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

OECD sieht Reformbedarf in der Altersvorsorge und im Binnenmarkt

Die OECD stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis für die Krisenbewältigung aus. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat sie nach Einschätzung der Industrieländerorganisation angemessen und effektiv reagiert. Reformbedarf und Verbesserungspotential sieht die OECD in der Altersvorsorge und beim Arbeitsmarkt.

Die Schweizer Wirtschaft habe sich in der Corona-Pandemie als relativ widerstandsfähig erwiesen, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in ihrem neuesten Länderbericht zur Schweiz. Global wettbewerbsfähige Unternehmen, hochqualifizierte Arbeitskräfte und eine geringe Abhängigkeit vom Gastgewerbe und der Unterhaltungsbranche hätten die negativen Auswirkungen der Pandemiebekämpfungsmassnahmen gemildert. Alles zum Thema lesen Sie hier.

39’807 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 39’807 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 13 neue Todesfälle und 138 Spitaleinweisungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Noch mehr Corona-Fälle bei der EM

Die Omikron-Welle bei der Handball-EM in Ungarn und der Slowakei erfasst immer mehr Nationen. Vor der Hauptrunde wurden aus dem Lager der zwölf im Turnier verbliebenen Teams weitere 18 positive Corona-Fälle gemeldet.

Deutschland ist mit bisher zwölf infizierten Spielern am stärksten betroffen. Ähnlich heftig erwischt hat es im bisherigen EM-Verlauf Kroatien, bei dem es insgesamt neun positive Fälle gab. Damit die EM überhaupt weitergeführt werden kann, dürfen die Mannschaften auch während des Turniers Spieler nachnominieren. Bei den Deutschen beispielsweise stiessen in den letzten Tagen elf neue Spieler dazu.

Nur drei Hauptrunden-Teilnehmer verzeichneten noch gar keinen Corona-Fall während des Turniers: Weltmeister Dänemark, der EM-Dritte Norwegen und Montenegro.

Weitere Spiele neu angesetzt

Weitere sechs, zu Jahresbeginn verschobene Spiele wurden von der National League neu angesetzt.

Rapperswil-Jona Lakers gegen Lugano findet neu am Mittwoch, 23. Februar statt. Die anderen fünf Partien werden im März nachgeholt: Zug – Fribourg-Gottéron und Davos – Biel (Mittwoch, 2. März), Lausanne – Zug (Montag, 7. März), Ambri-Piotta – Fribourg-Gottéron (Dienstag, 8. März) und Bern – Ambri-Piotta (Mittwoch, 9. März).

Damit sind noch sechs verschobene Spiele bislang nicht neu angesetzt.

Schweizer Olympia-Mission von vielen Ungewissheiten begleitet

Mit Peking 2022 stehen bereits die zweiten Olympischen Spiele im Zeichen der Coronavirus-Krise. Der 45-jährige Ralph Stöckli reist am Freitag, zwei Wochen vor der Eröffnungsfeier, nach China. Unzählige Fragen sind noch offen.

Das Interview mit dem Schweizer Missionschef lesen Sie hier.

Ralph Stöckli, Schweizer Chef de Mission, steht vielen Unsicherheitern gegenüber. (Bild: Keystone)
Arbeitgeberverband warnt vor zunehmendem Arbeitskräftemangel

Der Aufschwung der Wirtschaft im vergangenen Jahr wirkt sich gemäss dem Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Eine wachsende Herausforderung für viele Betriebe stelle nun der zunehmende Arbeitskräftemangel dar, stellt der SAV in seinem neuen Beschäftigungsbarometer fest.

Dank dem wirtschaftlichen Aufschwung sei die Beschäftigung bereits im dritten Quartal 2021 wieder auf dem Vorkrisenniveau gelegen und die Kurzarbeit habe in den Branchen mehrheitlich abgebaut werden können, heisst es in einer SAV-Mitteilung vom Donnerstag. Eine überwiegende Mehrheit der zum SAV-Beschäftigungsbarometer befragten Betriebe rechne zudem mit einem weiteren Ausbau der Beschäftigung in den nächsten drei Monaten.

Der rasche wirtschaftliche Aufschwung und damit einhergehend der steigende Bedarf an Arbeitskräften stelle die Betriebe jedoch gleichzeitig vor die Herausforderung, passendes Personal zu finden, so der SAV. Die Gründe für den Engpass seien dabei vielschichtig, sie würden aber durch die Corona-Krise noch verschärft.

Österreich begleitet Impfpflicht mit finanziellen Anreizen

Zusätzlich zur geplanten Corona-Impfpflicht in Österreich sollen finanzielle Anreize die Menschen zur Immunisierung bewegen. Vor der parlamentarischen Abstimmung über die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren kündigte die konservativ-grüne Koalitionsregierung am Donnerstag gemeinsam mit den oppositionellen Sozialdemokraten eine Impflotterie an. Ausserdem sollen Gemeinden bei Erreichen von hohen Impfquoten mit Förderungen belohnt werden. Insgesamt soll rund eine Milliarde Euro für diese Massnahmen zur Verfügung stehen.

In Österreich gibt es zusätzlich zur Impfpflicht finanzielle Anreize. (Bild: Keystone)

Bei der Lotterie sind pro Teilimpfung 500 Euro zu gewinnen, die als Gutscheine in Gastronomie oder im Handel eingelöst werden können. Teilnehmen können nicht nur Spätentschlossene, sondern auch jene, die schon geschützt sind. Rund jeder zehnte Stich soll so belohnt werden. Für Gemeinden mit einer Impfquote von 80 Prozent werden insgesamt 75 Millionen Euro ausgeschüttet, bei 85 Prozent 150 Millionen, und bei 90 Prozent 300 Millionen Euro.

«Ich bin wirklich froh, neben dem Thema Pflicht auch das Thema Anreiz heute im Parlament beschliessen zu können», sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Für beide Massnahmen zeichnete sich vor Sitzungsbeginn eine breite Mehrheit ab. Nur die oppositionelle rechte FPÖ lehnt die verpflichtende Impfung ab.

Fast «Normalität» bei der Quer-WM in den USA

Während bei den Olympische Spielen in Peking ein striktes Corona-Regime herrschen wird, setzt man bei einem anderen (wenn auch deutlich kleineren und kürzeren) internationalen Sport-Event fast schon wieder auf normale Zustände. Bei der Quer-WM der Radfahrer nächste Woche in Fayetteville im US-Bundesstaat Arkansas gibt es weder Bubble noch repetitive Tests.

Ausländische Athleten müssen lediglich für die Einreise in die USA einen negativen PCR-Test vorlegen. Danach dürfen sie sich in Fayetteville (fast) frei bewegen. Es gibt bloss eine Maskentragpflicht und ein paar wenige Empfehlungen. So sollen die Fahrer «auf Selfies mit anderen Personen verzichten» oder «während der Feierlichkeiten die zwischenmenschlichen Kontakte minimieren».

Swiss Cycling ist in Fayetteville mit sieben Fahrern vertreten. Angeführt wird das kleine Team von Schweizer Meister Kevin Kuhn. Neben dem Zürcher Oberländer startet bei der Elite nur noch der Walliser Gilles Mottiez. Mountainbike-Olympiasiegerin Jolanda Neff und Schweizer Meisterin Alessandra Keller verzichten auf die Reise in die USA. Sie bereiten sich in Südafrika auf die kommende Mountainbike-Saison vor.

Busverkehr Solothurn muss wegen Corona-Ausfällen Fahrplan ausdünnen

Wegen personellen Engpässen aufgrund der Corona-Pandemie muss der Busbetrieb Solothurn und Umgebung den Fahrplan ausdünnen. Der neue Fahrplan gilt bis und mit 5. Februar.

Betroffen sind die Linien 1, 2 sowie 5/7, wie der Busbetrieb Solothurn und Umgebung (BSU) am Donnerstag mitteilte. Auf der Linie 1 (Recherswil-Oberdorf) gilt der Halbstundentakt. Auf den übrigen Linien fallen Entlastungskurse auf bestimmten Streckenabschnitten aus.

«Test&Go»: Thailand lockert ab Februar wieder die Einreiseregeln

Urlauber, die den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, können ab Februar wieder quarantänefrei nach Thailand einreisen.

Das vor einem Monat aus Angst vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus ausgesetzte «Test&Go»-Modell werde zu Monatsanfang wieder eingeführt, teilte das Covid-Krisenzentrum CCSA am Donnerstag nach einer Sitzung in Bangkok mit. Jedoch werden die Regeln leicht verschärft.

Statt nur einen PCR-Test nach der Ankunft in Thailand machen zu müssen, ist demnächst ein weiterer PCR-Test am fünften Tag nach der Ankunft erforderlich. Zudem müssen Touristen ihren Aufenthaltsort mittels einer App nachverfolgen lassen, sagte CCSA-Sprecher Taweesilp Wisanuyothin.

Schweizer Giesserei-Industrie erholt sich von Corona-Krise

Die Schweizer Giesserei-Industrie ist gut ausgelastet und hat sich deutlich von den Pandemiefolgen erholt. Sorgen machen aber die steigenden Energie- und Rohstoffpreise sowie der Mangel an Rohstoffen, wie der Giesserei-Verband (GVS) am Donnerstag mitteilte.

Die Produktion beim Leichtmetallguss stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Prozent und der Eisenguss legte 6,2 Prozent zu. Bei den Kupferlegierungen lag der Zuwachs bei 11,1 Prozent. Über alle Werkstoffe hinweg wurden laut der Mitteilung rund 38’800 Tonnen ausgeliefert, was einem Plus von 9,2 Prozent entspricht.

Zahl der Organspenden 2021 wieder auf Vor-Pandemie-Niveau

Die Organspenden in der Schweiz erreichten 2021 wieder Vorkrisen-Niveau. (Symbolbild: Keystone)

Im vergangenen Jahr haben in der Schweiz 166 verstorbene Personen ihre Organe gespendet. 484 Organe von Verstorbenen wurden transplantiert. Damit haben sich die Zahlen nach dem pandemiebedingten Rückgang von 2020 wieder auf dem Vor-Pandemie-Niveau stabilisiert.

Ende 2021 warteten 1’434 Menschen auf ein lebensrettendes Organ, wie die Schweizerische Nationale Stiftung für Organspende und Transplantation (Swisstransplant) am Donnerstag, 19. Januar 2022, mitteilte. Alle Details lesen Sie hier.

Viele Impfreaktionen wohl in Nocebo-Effekt begründet

Ein grosser Teil der empfundenen Impfreaktionen bei den Corona-Impfungen könnte einer Studie zufolge auf den sogenannten Nocebo-Effekt zurückgehen. Rund drei Viertel (76 Prozent) der Patientenmeldungen zu den Reaktionen nach der ersten Impf-Dosis und etwa die Hälfte (52 Prozent) der Meldungen nach der zweiten Impfdosis liessen sich in der Auswertung darauf zurückführen.

Viele Impfreaktionen sind auf den Nocebo-Effekt zurückzuführen, wie eine Studie sagt. (Symbobild: Keystone)

In der Medizin sind Placebo- und Nocebo-Effekt bekannt. Positive Erwartungen können die Wirksamkeit eines Präparats verstärken und sogar bei einem Scheinmedikament zu einer Wirkung führen – das wird Placebo-Effekt genannt. Umgekehrt sorgt beim Nocebo-Effekt allein die Erwartung negativer Folgen dafür, dass diese tatsächlich zu spüren sind. Der Effekt ist etwa von den auf Beipackzetteln von Tabletten aufgeführten Nebenwirkungen bekannt: Allein die Erwartung einer Schädigung kann tatsächlich Schmerzen oder Beschwerden auslösen. Alles dazu lesen Sie hier.

Mexikanischer Moderator rastet vor laufenden Kameras aus

Ein mexikanischer Nachrichtenmoderator rastet im TV live aus. Der Grund: sein Frust über Corona-Impfgegner. Der Clip geht nun viral.

Leonardo Schwebel verliert auf dem Sender Telediaro Guadalajara vor laufender Kamera die Fassung: «Ihr verdammten Impfgegner, Schar von Idioten! Hört mit eurem Sch***dreck auf und zieht euch wenigstens eine gottverdammte Schutzmaske an», brüllt er direkt in die Linse, während er seine eigene Maske wütend in der Luft hin und her schwenkt. «Und hört auf die ganze Welt zu bremsen! Ja, ihr Impfgegner, ihr seid Dummköpfe! Zieht eine Maske an!»

Noch nie waren die Corona-Ansteckungen in Mexiko so hoch, wie in diesen Tagen. Die Impfquote liegt bei 58 Prozent. In einem Interview mit Telediaro erklärt der Moderator: «Manchmal muss man brüllen, damit die Leute weiterkommen. Wenn ich es normal gesagt hätte, würde ich jetzt nicht dieses Interview geben». Er führt aus, dass seine Nachricht wichtig sei in einer Zeit, in der die Fallzahlen in Mexiko so stak ansteigen.

United Airlines dämmt Quartalsverlust deutlich ein

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat ihren Verlust im vierten Quartal trotz Problemen angesichts der neuen Virusvariante Omikron deutlich verringert. Unterm Strich fiel ein Minus von 646 Millionen Dollar (591 Mio Franken) an, wie United am 19. Januar nach US-Börsenschluss mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum war das Unternehmen wegen grosser Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie mit 1,9 Milliarden Dollar in die roten Zahlen geraten. Inzwischen ist der Reiseverkehr wieder besser in Gang gekommen und das Geschäft hat sich wieder etwas erholt.

Brasilien meldet neuen Corona-Ansteckungsrekord

Brasilien hat zum ersten Mal mehr als 200’000 tägliche Corona-Neuinfektionen registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend 204’854 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Zudem gab es in diesem 24 Stunden-Zeitraum 338 neue Todesfälle. Bereits am Vortag hatte das grösste Land in Lateinamerika mit 137’103 Neuinfektionen einen Höchstwert verzeichnet.

In Brasilien wurde ein neuer Corona-Ansteckungsrekord verzeichnet. (Bild: Keystone)

Insgesamt haben sich in Brasilien, wo im Januar 2021 die erste Bürgerin geimpft wurde, nach offiziellen Angaben mehr als 23 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 622’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – eine der höchsten Todeszahlen weltweit. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so gross wie Deutschland. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne sank die Zahl der neu hinzukommenden Toten stark.

Nächster Höchstwert in Deutschland

Die in Deutschland gemeldete 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert pro 100’000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen, 20. Januar, mit 638,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 584,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 427,7 (Vormonat: 280,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133’536 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 81’417 Ansteckungen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an Kapazitätsgrenzen geraten.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 234 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 116’315. In vielen europäischen Nachbarländern liegt die Inzidenz noch deutlich höher als in Deutschland.

Weiterhin Maskenpflicht für Erstklässler im Kanton Bern

Erstklässler müssen im Kanton Bern weiterhin Maske tragen. Trotz einer leichten Entspannung bei der Spitalbettbelegung bleibt der Berner Regierungsrat vorsichtig, so ein Bericht der «Berner Zeitung».

NZZ: Bundesrat betreibt Psychologie

Bundesrat Alain Berset betreibe Psychologie. Die Corona-Regeln bleiben vorerst in Kraft. Statt den Ausstieg aus dem Massnahmenregime einzuleiten, spiele die Regierung auf Zeit, wie die «NZZ» kommentiert. Am Mittwoch hat sie die Home Office-Pflicht sowie die Kontaktquarantäne bis Ende Februar verlängert, die übrigen Vorschriften bis Ende März.

Biden verbreitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie Zuversicht

US-Präsident Joe Biden hat sich im Ringen um die Eindämmung der Corona-Pandemie zuversichtlich gezeigt. Noch sei es nicht so weit, aber die USA bewegten sich auf den Zeitpunkt zu, ab dem Corona den Alltag der Menschen nicht mehr stören und kein Grund für eine Krise mehr sein werde, sagte Biden am Mittwoch im Weissen Haus. Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr habe sich die Lage dramatisch verbessert, betonte Biden. Inzwischen gebe es ausreichend Impfungen und Medikamente, um die Pandemie einzudämmen. «Wir haben enorme Fortschritte gemacht», sagte Biden.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, war wegen der besonders ansteckenden Omikron-Variante zuletzt auf durchschnittlich 700 000 pro Tag gestiegen. Täglich sterben der Gesundheitsbehörde CDC zufolge derzeit rund 1750 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Jahr waren zeitweise mehr als 3000 Menschen pro Tag gestorben.

Die Impfkampagne in den USA hatte ab Bidens Amtsantritt am 20. Januar 2021 rasch Fahrt aufgenommen, kam zuletzt aber nur noch schleppend voran. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben 63 Prozent der Bevölkerung, rund 209 Millionen Menschen. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben knapp 39 Prozent bekommen, also 81 Millionen Menschen.

Bolivien: Regierung gibt Druck nach und setzt Impfnachweis aus

Nach anhaltenden Protesten hat die bolivianische Regierung von einem geplanten Impfnachweis für das Betreten von Supermärkten, Banken, Hochschulen und anderen geschlossenen Orten ab dem 27. Januar vorübergehend abgesehen. «Der Nationale Strategische Rat hat die Vorlage von Impfausweisen und PCR-Tests für die Dauer des Gesundheitsnotstands ausgesetzt», schrieb Gesundheitsminister Jeyson Auza am Mittwoch auf Twitter. Der Rat hatte den Notstand Anfang Januar angesichts der neuen Corona-Welle ausgerufen.

(Bild: Keystone)

In Bolivien, einem Andenstaat mit hohem indigenem Bevölkerungsanteil, in dem viele Menschen auch auf natürliche Heilmittel vertrauen, wurden bisher 763 000 bestätigte Corona-Infektionen verzeichnet und mehr als 20 000 Tote im Zusammenhang mit dem Erreger registriert. Das Elf-Millionen-Einwohner-Land hatte zuletzt unter anderem wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante Höchstmarken bei den Corona-Neuinfektionen erreicht.

Gegen die Einführung eines Impfnachweises regte sich in Teilen der Bevölkerung, etwa unter Bauern und Evangelikalen, jedoch Widerstand. Zuletzt gingen zahlreiche Menschen in mehreren Städten auf die Strassen, um dagegen zu protestieren. In anderen Ländern Südamerikas wie Brasilien dagegen wird ein Impfnachweis zur Einreise in das Land oder für den Besuch von öffentlichen Einrichtungen fast selbstverständlich verlangt.

Corona-Rekordzahlen in Skandinavien

Schweden, Dänemark und Norwegen haben im Zuge der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus allesamt Rekordwerte bei den Neuinfektionszahlen verzeichnet.

Wie aus der am Mittwochnachmittag aktualisierten Auflistung der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hervorging, kamen in Schweden am Dienstag 37 886 neue Fälle hinzu. Das entsprach dem mit Abstand höchsten Tageswert seit Pandemiebeginn. In Dänemark wurde der Rekord vom Vortag gleich wieder gebrochen: Bei den täglich aktualisierten Werten des Gesundheitsinstituts SSI kamen diesmal 38 759 gemeldete Fälle hinzu, darunter 36 474 Neu- und 2285 erneute Infektionen.

In Norwegen wurden am vergangenen Tag 15 367 neue Corona-Fälle registriert – auch das ein klarer Pandemierekord, wie die Nachrichtenagentur NTB in der Nacht zum Mittwoch meldete. Der Schnitt der vergangenen sieben Tage lag demnach bei täglich 11 180 Infizierten.

In Schweden leben rund 10,3 Millionen Menschen. In Dänemark sind es etwa 5,8 Millionen und in Norwegen knapp 5,4 Millionen. In Skandinavien hat sich die Omikron-Variante bereits immens ausgebreitet. In Dänemark macht sie schon mehr als 98 Prozent aller analysierten Corona-Fälle aus.

Arbeitgeberverband sieht Erwartungen nicht erfüllt

Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) zeigt sich nur teilweise zufrieden mit den Entscheiden des Bundesrats zur Coronapolitik. Insgesamt blieben diese hinter den Erwartungen der Wirtschaft zurück.

Oberstes Prinzip müsse sein, eine Normalisierung in allen Lebensbereichen zum frühestmöglichen Zeitpunkt anzustreben, schrieb der SAV am Mittwoch. Explizit begrüsste er, dass die Homeoffice-Pflicht und die Bestimmungen zur Kontaktquarantäne nur bis Ende Februar statt wie ursprünglich geplant bis Ende März verlängert werden.

In der Vernehmlassung hatte sich der Verband dafür ausgesprochen, die Homeoffice-Pflicht schon per 25. Februar in eine Empfehlung umzuwandeln. Die geltenden 2G- und 2Gplus-Regeln sowie die Maskenpflicht in Innenräumen wollte er maximal bis Ende Februar verlängert sehen.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hatte SAV-Präsident Valentin Vogt zudem in der vergangenen Woche angeregt, man solle die Aufhebung der Quarantänepflicht für Personen ohne Symptome diskutieren.

Tschechien schafft geplante Impfpflicht für Senioren ab

Tschechien macht seine Entscheidung für eine Impfpflicht für Senioren und bestimmte Berufsgruppen wieder rückgängig.

Es werde unter seiner Regierung keine Impfpflicht geben, versicherte der neue Ministerpräsident Petr Fiala nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch in Prag. Man wolle die Gräben in der Gesellschaft nicht vertiefen, führte der liberalkonservative Politiker zur Begründung an.

(Bild: Keystone)

Die Vorgängerregierung unter Andrej Babis hatte die begrenzte Impfpflicht im Dezember als eine ihrer letzten Handlungen beschlossen. Die Verordnung sollte eigentlich im März in Kraft treten. Die Impfpflicht sollte unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Polizisten, Feuerwehrleute, Soldaten und Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in Pflegeheimen gelten.

In Tschechien haben nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC bisher 62,9 Prozent der Bevölkerung eine Grundimmunisierung gegen Covid-19 erhalten. Knapp ein Drittel der Bevölkerung hat zusätzlich eine Auffrischimpfung bekommen. Das ist weniger als in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern. Die Omikron-Welle sorgt derweil für eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden 28 469 neue Fälle binnen 24 Stunden.

Auf seiner Sitzung brachte das Kabinett zudem eine Neuauflage des Pandemiegesetzes auf den Weg. Das Gesetz, das sonst Ende Februar auslaufen würde, gibt den Gesundheitsämtern weitreichende Befugnisse. So können zum Beispiel Geschäfte geschlossen werden.

Gesundheitsdirektoren sehen Forderungen der Kantone berücksichtigt

Die Kantonsregierungen erachten die Beschlüsse des Bundesrats zur Coronapolitik als nachvollziehbar. Sie entsprächen dem Gesamtbild der Rückmeldungen der Kantone, hielt die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Mittwoch in einer Stellungnahme fest.

Grundsätzlich hätten sich die Kantone in der Konsultation für eine Verlängerung der Massnahmen ausgesprochen, so die GDK. Die Hälfte der Kantone habe dabei eine Verlängerung bis Ende März unterstützt, die andere Hälfte kürzere Fristen gefordert.

Dieser Rückmeldung trägt der Bundesrat nach Einschätzung der GDK am Mittwoch Rechnung, indem er die Homeoffice-Pflicht nur bis Ende Februar verlängerte und bereits im kommenden Monat über mögliche Lockerungen diskutieren will.

Begrüsst werden von der Gesundheitsdirektorenkonferenz auch der Verzicht auf ein Verbot des Präsenzunterrichts an Hochschulen und die Aufhebung der Testpflicht bei der Einreise in die Schweiz. Die Entscheide entsprächen der Haltung einer klaren Mehrheit der Kantone.

Verständnis äusserte die GDK für die Beibehaltung der behördlich angeordneten Quarantäne für enge Kontaktpersonen. Zwar habe sich eine Mehrheit der Kantone einen Wechsel zum System der Selbstquarantäne ausgesprochen. Angesichts der offenen arbeitsrechtlichen Fragen sei es jedoch nachvollziehbar, dass der Bundesrat vorerst auf diesen Schritt verzichte.

Boris Johnson will Corona-Isolierung bald ganz abschaffen

Der britische Premierminister Boris Johnson will die verpflichtende Isolierung für Corona-Infizierte in England in naher Zukunft vollständig abschaffen.

«Es wird bald die Zeit kommen, in der wir die gesetzliche Verpflichtung zur Isolierung abschaffen können, genauso wie Menschen sich nicht gesetzlich isolieren müssen, wenn sie die Grippe haben», sagte Johnson am Mittwoch im Londoner Unterhaus. Die aktuellen Regelungen laufen zum 24. März aus. Wenn möglich, wolle er sie schon früher abschaffen, sagte Johnson. Erst vor wenigen Tagen hatte seine Regierung die Isolation auf fünf volle Tage verkürzt.

Johnson kündigte ausserdem die Aufhebung aller noch in England geltenden Corona-Beschränkungen an. «Von morgen an werden wir keine Masken mehr in Klassenräumen verlangen», sagte der konservative Politiker. Auch anderswo sollen Masken nicht mehr Pflicht sein, sondern eine private Entscheidung jedes Einzelnen. «Die Regierung ruft ab jetzt auch nicht mehr dazu auf, von zuhause zu arbeiten.» Die in Teilen der Tory-Partei verhassten Impfnachweise, gegen die etliche Abgeordnete im Dezember rebelliert hatten, sollen ab Mitte nächster Woche ebenfalls der Vergangenheit angehören.

Tourismusbranche erleichtert über Lockerung der Einreiseregeln

Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) begrüsst die Aufhebung der Testpflicht bei der Einreise in die Schweiz. Zugleich fordert er, die finanziellen Hilfen für den Tourismussektor müssten aufrecht erhalten werden.

Die tieferen Hürden ab dem kommenden Samstag seien gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Skiferien ein positives Signal, schrieb der STV am Mittwoch. Da mit der Omikron-Variante die Inzidenz in der Schweiz höher sei als in den für den Schweizer Tourismus wichtigen Auslandsmärkten, sei ein strenges Grenzregime nicht sinnvoll.

Die Testpflicht habe für die Gäste nicht nur Mehraufwand, sondern auch zusätzliche Kosten gebracht, kritisierte der STV. Dies habe Ferien in der Schweiz verteuert und zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber anderen Wintersportdestinationen geführt.

Auch die weiterhin geltenden Massnahmen haben nach Einschätzung des Verbands jedoch einen negativen Einfluss auf die Umsätze im Tourismussektor. Viele Betriebe hätten daher mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Solange dies der Fall sei, müssten die Unterstützungsmassnahmen bei Kurzarbeit, Härtefallmassnahmen und Erwerbsersatz in Kraft bleiben.

FDP und Mitte mahnen baldige Lockerungsschritte an

Die FDP fordert nach den jüngsten Entscheiden des Bundesrats zur Coronapolitik eine weitere Lockerung der Quarantäneregeln. Die Mitte-Partei sieht derweil Hoffnung auf eine baldmöglichste Normalisierung, wie sie via Twitter mitteilte.

«Nein zu einer Quarantäne für doppelt geimpfte Personen», schrieb die FDP am Mittwoch auf Twitter. Was die übrigen Einschränkungen angehe, sollten bereits Anfang März weitere Lockerungen möglich sein – sofern die epidemiologische Lage dies zulasse. Explizit begrüsst wird von den Freisinnigen die Priorisierung bei den PCR-Tests.

Die Mitte-Partei teilte derweil auf dem Kurznachrichtendienst mit, sie erwarte, dass der Bundesrat die Lage laufend neu beurteile und die Massnahmen bei einer positiven Entwicklung anpasse. Explizit hielt sie fest, die Partei unterstütze es, dass die Landesregierung die Massnahmen zur Quarantäne und die Homeoffice-Pflicht nur bis Ende Februar verlängert habe.

Paraguay macht Grenzen für Ungeimpfte dicht

Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus macht Paraguay seine Grenzen für Ungeimpfte dicht.

Mehr als ein Dutzend Ausländer ohne vollständigen Impfschutz seien bei ihrer Ankunft bereits abgewiesen und in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden, sagte die Leiterin der Einwanderungsbehörde, María de los Ángeles Arriola, am Mittwoch im Radiosender ABC.

Zuletzt waren zahlreiche Impfgegner vor allem auch aus dem deutschsprachigen Raum in das südamerikanische Land ausgewandert. In den sozialen Netzwerken kursieren viele Videos, in denen Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, zu einem Neustart in Paraguay geraten wird. Oftmals werden in diesen Beiträgen auch Verschwörungserzählungen transportiert.

Seit der vergangenen Woche müssen Menschen bei der Einreise nach Paraguay allerdings eine Impfung mit mindestens zwei Dosen nachweisen. Zuletzt waren die Infektionszahlen in Paraguay sprunghaft angestiegen. Bislang haben sich in dem südamerikanischen Land über 500 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, fast 17 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Etwa 42 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

GLP zufrieden mit Beschluss des Bundesrats

Die Grünliberalen begrüssen die Verlängerung der Corona-Schutzmassnahmen. Angesichts der unsicheren Lage sei der Entscheid des Bundesrats richtig, schrieb GLP-Präsident Jürg Grossen am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Auch dass der Bundesrat differenziert vorgehe und die Homeoffice-Pflicht nur bis Ende Februar verlängere statt bis Ende März, sei angemessen, so Grossen. Unverändert gelte es, auf neue Entwicklungen rasch zu reagieren und die Hygiene- und Verhaltensmassnahmen einzuhalten.

Freiburger Spitalgruppe HFR rechnet mit 16 Millionen Defizit

Die Freiburger Spitalgruppe HFR rechnet für das laufende Jahr mit einem Verlust von 15,7 Millionen Franken. Die Spitalverantwortlichen müssen nun einen Plan vorlegen, wie sie die Finanzen wieder ins Lot bringen wollen.

Der für 2022 erwartete Verlust ist um 3,7 Millionen Franken höher als im Referenzjahr 2019. Die Jahre 2020 und 2021 werden nicht für den Vergleich herangezogen, da sie aufgrund der Pandemie aussergewöhnlich waren.

Die finanzielle Situation schränkt die Investitionskapazität des HFR ein, wie die Spitalgruppe am Mittwoch mitteilte. Die Investitionen sollen daher auf ein Minimum beschränkt werden. Um sich weiterentwickeln und in die Zukunft investieren zu können, müsse das HFR mittelfristig aus den roten Zahlen kommen.

Der Verwaltungsrat will in den nächsten Monaten zusammen mit der Spitaldirektion einen mehrjährigen Finanzplan erarbeiten, in dem die Sanierungsetappen festgelegt werden.

Schweiz könnte laut Berset vor Corona-Wendepunkt stehen

Gesundheitsminister Alain Berset schaut trotz Rekord-Fallzahlen zuversichtlicher als auch schon in die Zukunft. «Wir stellen fest, dass sich die Corona-Lage positiv entwickelt.» Der Bundesrat werde über Lockerungen entscheiden, «sobald es die Situation erlaubt».

Berset stimmt insbesondere die zurückgehende Belegung der Intensivpflegeplätze positiv, wie er am Mittwoch vor den Medien in Bern sagte. Weil sich die Situation sehr schnell entwickle, müsse man aber flexibel bleiben und die Massnahmen schnell an die aktuelle Lage anpassen. «Es bleibt viel Unsicherheit und Instabilität.»

Noch sei es zu früh, auf Massnahmen wie Homeoffice-Pflicht oder Kontaktquarantäne zu verzichten, sagte Berset. «Das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz ist zu hoch.» Berset glaubt aber, dass die Schweiz vor einem Wendepunkt zur endemischen Lage stehen könnte.

BAG meldet 38'015 Neuinfektionen in 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 38’015 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 25 neue Todesfälle und 154 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 32’881 bestätigte Neuinfektionen, 249 Spitaleintritte und 36 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 15,6 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 38,2 Prozent ab.

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Rund 300 Armeeangehörige befinden sich in Kasernen in Isolation

Zurzeit befinden sich rund 300 positiv auf das Coronavirus getestete Armeeangehörige in verschiedenen speziellen Kasernen in Isolation. Platz hätte die Armee für 1100 Isolierte.

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Fünf Organisationen fordern Low-Covid-Strategie

Aus Anlass der Bundesratssitzung haben am Mittwoch fünf zivilgesellschaftliche Organisationen einen schärferen Kurs bei der Bekämpfung der Coronapandemie gefordert. Es gelte, die Inzidenz deutlich zu senken, schrieben sie.

Die fünf Organisationen begründen ihre Haltung insbesondere mit den Schäden, die die durch Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen für Wirtschaft und Gesellschaft entstünden. Auch kurzfristig verursache die aktuell hohe Inzidenz von über 4000 Fällen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner Kosten, etwa durch Arbeitsausfälle.

Die fünf Organisationen befürworten daher unter anderem ein Verbot des Präsenzunterrichts an Universitäten und Fachhochschulen sowie eine Verschärfung der Maskenpflicht an Grossveranstaltungen und bei Menschenansammlungen im Freien, etwa an Bushaltestellen. Zudem verlangen sie schweizweite Regeln zum Schutz vor dem Virus an Schulen.

Hingegen lehnen sie es ab, dass Quarantäne und Isolation künftig nicht mehr von den Behörden angeordnet werden. Dadurch würden Betroffene unter Druck geraten, zu früh wieder zur Arbeit zurückzukehren, hiess es im Communiqué.

Unterzeichnet wurde die Medienmitteilung vom zivilgesellschaftlichen Komitee um den Kommunikationsexperten Peter Metzinger, das im Herbst 2021 für das Covid-19-Gesetz warb, sowie den Organisationen «Protect the Kids», «Bildung aber sicher», «Sichere Schule» und «Kinder schützen jetzt». Die Vernehmlassung zu den Vorschlägen des Bundesrats hinsichtlich der Coronapolitik endete bereits am Montag. Kantone, Parteien und Verbände wandten sich dabei mit grosser Mehrheit gegen Verschärfungen der Massnahmen.

Nur drei Top-100-Spieler offenbar nicht geimpft

Novak Djokovic ist nach Informationen der britischen Zeitung «Telegraph» einer von nur drei Profis aus den Top 100, die bisher nicht gegen das Coronavirus geimpft sind.

Bei den Männern habe sich ausser der Weltnummer 1 bisher nur der Amerikaner Tennys Sandgren nicht impfen lassen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Spielerorganisation ATP.

Bei den Frauen sei nur eine Spielerin aus den ersten 100 der Weltrangliste nicht geimpft, bestätigte die WTA. Ob die namentlich nicht genannte Spielerin beim Australian Open in Melbourne dabei ist, sei nicht bekannt, hiess es weiter.

Den nicht geimpften Spielerinnen und Spielern droht nach momentanem Stand in diversen Ländern ein Startverbot bei internationalen Turnieren.

Risikobereite Junge befolgen Pandemiemassnahmen am schlechtesten

Risikobereite Jugendliche mit geringem Vertrauen in die Behörden befolgen Präventivmassnahmen gegen Covid-19 am schlechtesten. Von allen Massnahmen wird die Maskenpflicht am häufigsten, das Social Distancing am seltensten eingehalten. Das ergab eine britische Studie.

Studien über die Einhaltung von Präventivmassnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat es gemäss der beteiligten Forscher bisher noch kaum gegeben. Die Wissenschaftler vom Department of Behavioural Science and Health am University College London erachten dies aber als wichtig, um die Befolgung von Massnahmen zu verstärken und so die Pandemie abzuschwächen.

Untersucht wurden die Querschnittdaten von über 20’000 britischen Erwachsenen, die im Rahmen der Covid-19-Sozialstudie vom 17. November bis 23. Dezember 2020 erhoben wurden. Sechs Massnahmen standen im Fokus: Maskentragen, Händewaschen, Distanz zu Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern in Innenräumen und im Freien, soziale Distanzierung allgemein und Einhaltung anderer Richtlinien.

Dabei zeigte sich, dass sich die meisten Befragten an alle Massnahmen gleichermassen hielten. Wo einzelne Verhaltensweisen selektiv bevorzugt wurden, war das am häufigsten die Maskenpflicht, gefolgt von der Distanz in Innenräumen und derjenigen draussen. Am seltensten befolgt wurden die soziale Distanzierung, gefolgt vom Händewaschen.

«Strategien zur Verbesserung der Massnahme-Befolgung sollten sich darauf konzentrieren, die allgemeine Motivation zur Einhaltung zu erhöhen und gleichzeitig die soziale Distanzierung zu fördern». So lautet das Fazit der im «Journal of Epidemiology and Community Health» veröffentlichten Studie.

Säuglinge stecken sich beim Stillen wohl nicht mit Corona an

Zwar lässt sich genetisches Material des Coronavirus in der Brustmilch von infizierten Müttern auffinden. Doch das Virus scheint nicht infektiös zu sein, womit Stillen wohl kein Risikofaktor für das Neugeborene darstellt.

Dies geht aus einer Analyse von Muttermilchproben von 110 stillenden Frauen hervor. Von den Studienteilnehmerinnen wurden 65 positiv auf das Coronavirus getestet, 9 wiesen Symptome auf, aber ein negatives Testergebnis. Und 36 Frauen berichteten von Symptomen, wurden aber nicht getestet.

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Dunkelziffer steigt an

Die Dunkelziffer der Corona-Neuinfektionen ist gestiegen. Wissenschafter gehen vom Faktor drei oder vier aus, schreibt die Aargauer Zeitung. So hätte die Schweiz effektiv statt 30’000 Infektionen also rund 90’000 bis 120’000 Infektionen pro Tag. Doch die gute Nachricht: Die Spitaleinweisungen nehmen nicht zu.

Epidemiologen schlagen Schaffung eines Krisenstabs vor

Die beiden Epidemiologen und ehemaligen Taskforce-Mitglieder Marcel Salathé und Christian Althaus wollen die Schweiz für künftige Pandemie-Wellen rüsten. Dazu schlagen sie in ihrem Papier für den Verein «CH++» vor, schon im voraus einen Krisenstab zu schaffen.

«Mit unserem neuen Papier wollen wir im Hinblick auf künftige Krisen aufzeigen, was genau besser werden muss,» sagt Marcel Salathé im Interview mit dem Tages-Anzeiger. Im Grossen und Ganzen habe die Schweiz die Krisenbewältigung in der Pandemie bisher nicht schlecht gemacht, aber es gebe viel Potenzial für Verbesserungen.

«Die Schweiz hat sehr gute Voraussetzungen, um eine Pandemie zu bewältigen. Wir haben eine starke Wirtschaft, eine international vernetzte Wissenschaft, gute sozioökonomische Bedingungen und ein exzellentes Gesundheitssystem», setzt sein Kollege Christian Althaus hinzu.

Dies habe es der Schweiz erlaubt mit relativ milden Massnahmen einigermassen gut durch die Pandemie zu kommen. Das reiche jedoch nicht aus. Die Schweiz brauche ein aktives Krisenmanagement, um in Europa als positives Beispiel voranzugehen.

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Kiribati zwei Jahre coronafrei: Erster Flieger bringt 36 Infizierte

Zwei Jahre lang hat es der Südseestaat Kiribati geschafft, Corona von seinen Inseln fast komplett fernzuhalten – nun brachte das erste Flugzeug, das landen durfte, gleich 36 Infizierte in den Archipel. Die aus Fidschi kommende Maschine habe 54 vollständig geimpfte Menschen an Bord gehabt, die vor dem Abflug drei Covid-Tests gemacht hätten, die alle negativ ausgefallen seien, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Nach der Ankunft in Kiribati am Freitag seien dann aber 36 der Passagiere positiv auf das Virus getestet worden. Sie wurden in ein Quarantänezentrum gebracht. Ein Mitarbeiter des Zentrums sei mittlerweile ebenfalls infiziert.

Weil sich das Virus damit möglicherweise auch ausserhalb der Isolierstation ausgebreitet haben könnte, verhängten die Behörden umgehend nächtliche Ausgangsbeschränkungen für die Bürger und führten eine Maskenpflicht ein. Treffen von mehr als zehn Personen wurden verboten, auch wurde der Verkauf von Alkohol eingeschränkt.

Die Republik Kiribati ist ein aus Korallenatollen und Inseln bestehender Staat mit etwa 120 000 Einwohnern. Der Archipel liegt nahe des Äquators mitten im Pazifik. Die Regierung hatte aus Angst vor einer Ausbreitung der Pandemie im März 2020 seine Grenzen geschlossen. Bis zu dem Flug aus Fidschi wurden nur zwei Infektionen registriert, allerdings beide auf Fischerbooten und nicht an Land.

Kiribati mit der Hauptstadt South Tarawa zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten sind nach Angaben des Auswärtigen Amts begrenzt. Notfälle müssten oft Tausende Kilometer weit nach Neuseeland oder Australien geflogen werden.

Mehr Corona-Impfstoffe nötig: Millionen für Impfstoff-Initiative Cepi

Die hinter einigen erfolgreichen Corona-Impfstoffen stehende Impfstoff-Initiative Cepi erhält frisches Geld.

Die Bill und Melinda Gates-Stiftung und die britische Stiftung Wellcome Trust haben zusammen 300 Millionen Dollar (264 Mio Euro) für weitere Covid-19-Impfforschung und die Verbesserung der Vorbereitung auf weitere Pandemien bereitgestellt, wie sie am Mittwoch berichteten.

Ziel ist unter anderem eine neue Generation von Corona-Impfstoffen, die unabhängig von neuen Varianten effektiv sind. Cepi investiert auch in die Forschung an Impfstoffen gegen andere Krankheiten, etwa solche, die durch Nipah- oder Lassa-Viren ausgelöst werden. Beide stehen auf einer Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit den acht potenziell gefährlichsten Krankheitserregern, die «aufgrund ihres epidemischen Potenzials das grösste Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen».

Cepi hat mehr als 20 noch nicht ausgereifte, aber erfolgversprechende Impfstoffkandidaten am Start. Einer der Schwerpunkt von Cepi ist es, die Impfstoffe auch ärmeren Ländern zugänglich zu machen.

Der Gründer der Gates-Stiftung, Bill Gates, warnte vor dem Risiko, dass die Welt eine noch weitaus gefährlichere Pandemie erleben könnte als die Corona-Pandemie. Zwar sei das Coronavirus Sars-CoV-2 sehr leicht übertragbar, aber die Todesrate sei geringer als bei Masern oder Pocken. Es sei eine gute Versicherung für Regierungen, in die Impfforschung zu investieren. Cepi braucht in den nächsten fünf Jahren 3,5 Milliarden Dollar (gut 3 Mrd Euro). Eine Finanzierungskonferenz soll im März in Grossbritannien stattfinden.

Deutschland gehört zu den Förderern der 2017 als Reaktion auf die tödliche Ebola-Epidemie in Westafrika gegründete Initiative. Mitglieder sind neben Regierungen Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen. Cepi hat unter anderem die Corona-Impfstoffe Astrazeneca und Novovax gefördert, die beide von der WHO als effektiv und sicher eingestuft wurden.

Grammy Verleihung wird in den April verschoben

Die wegen der rasanten Ausbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante des Coronavirus verschobene Verleihung der Grammy-Musikpreise soll nun im April über die Bühne gehen. Die ursprünglich für den 31. Januar geplante Gala sei auf den 3. April verschoben worden, teilten die Veranstalter am Dienstag in Los Angeles mit. Die 64. Preisvergabe solle in Las Vegas stattfinden, als Moderator sei nach wie vor der Comedian Trevor Noah vorgesehen.

Die Nominierungen für die Grammys waren bereits im November verkündet worden. US-Musiker Jon Batiste («We Are») geht mit elf Nominierungen als Favorit in die Grammy-Verleihung. Dahinter folgen Sänger Justin Bieber («Peaches»), Rapperin Doja Cat («Kiss Me More») und Singer-Songwriterin H.E.R. («Fight For You») mit jeweils acht Nominierungen. Die Popsängerinnen Billie Eilish und Olivia Rodrigo können sich in 7 der insgesamt 86 Grammy-Kategorien Hoffnungen machen.

Rund 13’000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger der Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt zählen.

Corona-Rekordwert von knapp 465'000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit knapp 465’000 gemeldeten Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert verzeichnet. Wie die französische Gesundheitsbehörde am Dienstagabend angab, wurden binnen 24 Stunden 464 769 neue Ansteckungen registriert.

In den vergangenen Wochen steigen die Fallzahlen in Frankreich rasant an. Zuletzt lag der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, landesweit bei 3063. Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert in dem Land mit seinen gut 67 Millionen Einwohnern.

Paraguays Präsident Abdo mit Coronavirus infiziert

Der paraguayische Präsident Mario Abdo Benítez hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein Corona-Test am Dienstag sei positiv gewesen, teilte das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes mit. Der 50 Jahre alte Staatschef habe leichte Symptome und befinde sich in Quarantäne. Abdo ist zweimal geimpft. Vor wenigen Tagen war bereits seine Ehefrau positiv auf das Coronavirus getestet worden.

(Bild: Keystone)

Zuletzt waren die Infektionszahlen in Paraguay sprunghaft angestiegen. Bislang haben sich in dem südamerikanischen Land knapp 500’000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, fast 17’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Etwa 42 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Schweiz laut Taskforce bei Hospitalisationen im Blindflug unterwegs

Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes rät zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten zu Spitaleintritten im Zusammenhang mit Covid-19. Momentan sei nicht klar, ob die Zahl der Hospitalisationen zu- oder abnehme. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Norwegens Skisprung-Team in der Corona-Bredouille

Der norwegische Skispringer Daniel-André Tande ist zweieinhalb Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking positiv auf Covid-19 getestet worden. Dies bestätigte Cheftrainer Alexander Stöckl gegenüber norwegischen Medien. Demnach lieferte auch Tandes Zimmerkollege Fredrik Villumstad ein positives Testergebnis ab. Marius Lindvik, der Gewinner der letzten beiden Weltcupspringen in Zakopane und Bischofshofen, begab sich aus Sicherheitsgründen ebenfalls in Quarantäne.

Zumindest mit Einsätzen von Skiflug-Weltmeister Tande und Villumstad beim Weltcupspringen am Wochenende in Titisee-Neustadt ist nicht zu rechnen. Eine Woche später findet in Willingen die Olympia-Hauptprobe statt.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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