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International

Medwedew für Laaksonen zu stark – auch Vögele out

Der Schweizer Henri Laaksonen war an den Australian Open gegen den Topfavoriten Daniil Medwedew wie erwartet chancenlos. Auch Vögele und Golubic scheitern.

Ausgerechnet jener Vertreter von Swiss Tennis, der gegen einen völlig übermächtigen Gegner ans Werk musste, schlug sich noch am besten. Henri Laaksonen, die Nummer 91 der Welt, zwang den Turnier-Topfavoriten Daniil Medwedew zumindest im dritten Satz in ein Tiebreak. Dennoch hat das 1:6, 3:6, 6:7 (3:7) des Davis-Cup-Spielers eine historische Dimension. Erstmals seit 1995 steht kein Schweizer Mann in der 2. Runde des Australian Open. Da Roger Federer und Stan Wawrinka wegen Verletzungen fehlen, ist das keine grosse Überraschung mehr.

Kleine Chancen nicht genützt

«Es hatte natürlich bessere Gegner gegeben im Hauptfeld», meinte Laaksonen gewohnt nüchtern zur Auslosung. «Aber ich bin glücklich, dass ich direkt im Hauptfeld war und habe gesehen, was es noch braucht.» Der 29-jährige finnisch-schweizerische Doppelbürger war wie viele andere im Dezember noch krank geworden, fühlte sich aber in den letzten Tagen wieder besser.

«Im dritten Satz hatte ich noch ein paar kleine Chancen, ein paar Mal 30:30 bei seinem Aufschlag», erklärte Laaksonen. Ausser im allerersten Game der Partie gelang ihm aber gegen den (zu) soliden US-Open-Champion, der noch nicht brillieren musste, kein Break. Auch im Tiebreak lag der Russe stets in Front. Dennoch wurde Laaksonen von den Fans in der grossen Rod Laver Arena mit warmem Applaus verabschiedet.

Schweizer Frauen im Gegenwind

Auch Stefanie Vögele (WTA 145) hätte gegen eine russische Gegnerin einen Exploit gebraucht. Sie hatte aber gegen die als Nummer 25 gesetzte Daria Kassatkina bei starkem Wind grosse Probleme mit ihrem eigenen Service und verlor klar 3:6, 1:6. Die 31-jährige Aargauerin hatte sich mit drei Siegen durch die Qualifikation gekämpft und zeigte sich mit ihrem Australien-Trip zufrieden.

Viktorija Golubic (WTA 40) zeigte sich nach der 3:6, 4:6-Niederlage gegen die 34 Positionen schlechter klassierte Chinesin Zhang Shuai hingegen enttäuscht. «Es hat sich angefühlt, als ob ich immer Gegenwind hätte», meinte die 29-jährige Zürcherin etwas ratlos. Ihr Bilanz am Australian Open bleibt damit miserabel. Bei der sechsten Teilnahme gab es die sechste Erstrunden-Niederlage.

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