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Der Telebasel News Beitrag vom 17. Januar 2022.
Basel

Arbeitsausfälle bei Spitex-Mitarbeitenden nehmen zu

Die Ausfälle bei den Spitex-Mitarbeitenden nehmen zu – auch wegen der Omikron-Variante. Die Kundeneinsätze können aber noch gestemmt werden.

Über 600 Mitarbeitende sind bei der Spitex Basel-Stadt tätig. Davon fehlen krankheitsbedingt momentan etwa zehn Prozent. Eine Situation, welche von allen Mitwirkenden viel Flexibilität abverlangt. «Das geht vom Mitarbeiter bis zu uns hoch, also auch zu mir als Leitung. Und dann einfach das Beste daraus machen und schauen, dass die Kunden gut bedient sind. Das ist das A und O», so Barbara Burkolter, Leiterin Pflege bei Spitex Basel.

Kommt es in den Akutspitälern zu einem Personalmangel, kann die Quarantänezeit für die Mitarbeitenden im Notfall auf 48 Stunden herabgesetzt werden. Die Empfehlungen unterscheiden zwischen Spitälern mit regulärer Besetzung und Spitälern mit erheblichem Personalmangel, welche eine adäquate Versorgung der Patienten nicht gewährleistet und deren Sicherheit gefährdet ist.

48-Stunden-Regelung auch bei Spitex möglich

Auch die Spitex könnte im Notfall die Quarantänefrist auf 48 Stunden reduzieren, sagt Serge Grand-Guillaume, Leiter Pandemiestab. «Wobei man hier ganz genau hinschauen muss, wen holt man dann nach fünf Tagen Isolation auch wirklich zurück. Die Mitarbeitenden müssen mindestens 48 Stunden symptomlos sein, damit wir sie dann wieder bei den Kunden einsetzen können. Da liegt die Sicherheit des Kunden an erster Stelle.»

Wenn möglich, verzichtet die Spitex jedoch auf diese Variante. Aktuell würden die Mitarbeitenden einspringen und einen Teil der anfallenden Aufgaben übernehmen können. «Wir stellen auch administrative Arbeiten zurück, damit die Mitarbeitenden ihre Einsätze wahrnehmen können. Und was wir auch zunehmend haben, ist die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Spitex-Organisationen, Kooperationen und natürlich den engen Austausch mit dem Krankenhaus», so Grand-Guillaume.

Verkürzte Quarantänezeit hilfreich

Dass der Bundesrat die Quarantänezeit kürzlich auf fünf Tage reduziert hat, spielt auch der Leiterin Pflege in die Hände. «Ich denke, wenn ich es jetzt so überschaue und wir Gott sei Dank relativ viele nicht so schlimme Symptome haben, sehe ich es als Segen, wenn ich ganz vom personellen aus blicke. Aber man muss auch ganz fest aufpassen, dass man wirklich nicht zu früh zurück kommt», so Burkolter.

Dafür steht die Leiterin in engem Kontakt mit den Mitarbeitenden. Nur wer wirklich gesund und symptomfrei ist, darf wieder zurück zur Arbeit kommen und die Pflegenden besuchen. Gemäss Spitex können übrigens alle medizinisch lebensnotwendigen Einsätze weiterhin sichergestellt werden.

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