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Der Telebasel Talk vom 14. Januar 2022.
Basel

Warum lassen Sie so viele Bäume fällen, Esther Keller?

Die SVP und die «BaZ» haben zum Halali auf Basels neue Baudirektorin Esther Keller geblasen. Themen: Baumfällungen und Baustellen. Im Talk bezieht sie Stellung.

Wer Basels Grossrat Joël Thüring im Netz folgt, erkennt leicht: Die Basler SVP hat eine neue Lieblingsfeindin. Sie heisst Esther Keller und steht seit einem Jahr dem Basler Bau- und Verkehrsdepartement vor.

Obwohl sie zu den Grünliberalen gehört, sortiert die SVP sie unbeirrbar unter «Rot-Grün» ein. Der Stil der Attacken erinnert in Design und Rhetorik an den «Blick» der 80er-Jahre, als Chefredaktor Peter Uebersax beinahe täglich Empörungswellen an den Stammtischen im Land provozierte. Beispiele:

(Bilder: Twitter)

Sekundiert wird die rechtsbürgerliche Partei von der «Basler Zeitung». Über die Baumfällungen an der Tramhaltestelle Margarethen veröffentlichte sie zehn Artikel – Thürings Kolumne (Titel: «Esther Kellers Baumvernichtungsdepartement») nicht mitgezählt. Aber klar, die Frage muss gestellt werden: Warum fallen die Bäume unter der neuen Baudirektorin am Wielandplatz und beim St. Alban-Tor? Wäre das nicht zu vermeiden gewesen?

Baustellen und das Wort «Chaos»

Ein «Chaos» ortete die SVP im Baudepartement als bekannt wurde, dass die Zeit für den Umbau in der Freien Strasse sich um ein Jahr verlängert.

(Bild: Twitter)

Ein «Bau-Chaos» beklagte auch die «Basler Zeitung», die dem Aufreger «Baustellen», besonders im Zusammenhang mit dem Umbau Freie Strasse, mehrere Artikel widmete. Für Schlagzeilen sorgte in dem Zusammenhang der Wegzug des Schmuckhändlers Gübelin. Dieser verlässt Basel jedoch nicht nur wegen des Umbaus. Unsere Stadt habe an Glanz verloren. Es stellt sich die Frage, inwiefern Anzahl und Dauer der Baustellen unter Esther Kellers Verantwortung fällt.

Teure Schlüssel zu den Freizeitgärten

Berichtet wurde ferner über die neuen, massiv höheren Depot-Preise (200 Franken) für die Schlüssel zu den Freizeitgärten, weil die Stadtgärtnerei die Schliesssysteme erneuert hat. Auch hier ist Joël Thüring aktiv geworden. Per Motion, die demnächst im Grossen Rat behandelt wird, fordert er unter anderem tiefere Preise. Dieser Forderung haben sich Rätinnen und Räte von links angeschlossen. Die Regierung habe sich im Dialog mit den Freizeitgärtnern «erbarmungslos» gezeigt, so der Politiker und auch die «Basler Zeitung» im Zwischentitel.

Musste das so teuer sein? Entspricht die Dialog-Kultur des Amtes den offenen und eloquenten Auftritten von Esther Keller? Regelmässig wird Keller auch wegen des Abbaus von Parkplätzen oder dem Sistierungsentscheid zum UKBB-Parking kritisiert.

Im Talk am Freitag, 14. Januar 2022, ab 18:45 Uhr: Esther Keller, Basler Regierungsrätin GLP.

1 Kommentar

  1. Und die Allschwilerstrasse und Neuweilerstrasse bis Endstation vom 8er ? = Parkplätze weg. Das gibt es nicht mal in einer anderen Schweizer Stadt, nicht mal in Montreal, KanadaReport

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