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Der Telebasel News-Beitrag vom 13. Januar 2021.
Basel

«Schwurbler»-Post heizt Riehener Wahlkampf an

Daniel Albietz will Gemeindepräsident von Riehen werden. Die JUSO wollen das verhindern, für sie ist Albietz «unwählbar».

Der Riehener Kandidat für das Gemeindepräsidium, Daniel Albietz, passt den Basler JungsozialistInnen nicht. Sie haben das Facebook-Profil des konservativen Mitte-Politikers genau unter die Lupe genommen. «Maskentragen führt zu Gesichtsverlust», postete Albietz im März, andere Posts richten sich gegen homosexuelle Paare. «Herr Albietz hat beim Thema Corona und beim Thema Queerness eine sehr schwierige Haltung. Das ist das, was wir bemängeln», sagt Joris Fricker, Riehener Vorstandsmitglied der JUSO BS.

«Frecher Vorwurf»

Erst verbreitete die JUSO einen Blogbeitrag, der die Bürgerlichen dazu auffordert, die Allianz mit Daniel Albietz nicht zu unterstützen. Auf den Sozialen Medien gehen sie jetzt noch einen Schritt weiter: Sie verbreiten dort Fotomontagen, die ihn als «Schwurbler» bezeichnen.

Was sagt Albietz dazu? «Ich halte es einerseits für einen frechen Vorwurf, bin aber nicht überrascht. Ich wäre überrascht gewesen, wenn in diesem Wahlkampf alles ruhig geblieben wäre, und man nicht irgendwas gesucht hätte, um die Bestehenden anzuschwärzen», so Daniel Albietz.

(Quelle: Facebook/jusobs)

Für die JUSO disqualifiziert sich Daniel Albietz aber mit seinen Äusserungen und sei «unwählbar». Sie kombinieren seine Posts mit Clown- und Kotz-Emojis und bezeichnen ihn als christlichen Fundamentalisten. Davon, dass sein Werk niveaulos oder unsachlich sei, will Joris Fricker aber nichts wissen. «Die Emojis zeigen ein wenig, welche Position wir in der Frage vertreten. Wir können alles mit Fakten, Zeitungsartikeln und Screenshots belegen. Darum finde ich es ist sehr sachlich», so Fricker.

Dass ihm seine Werte einen Nachteil bringen, glaubt Grossrat Albietz nicht: «Es ist nicht relevant für Kommunalpolitik und ich finde es bemühend, wenn die JUSO beweisen, dass sie googeln können. Meine Meinungen waren immer offen kommuniziert und klar. Und vielleicht habe ich auch deswegen in Riehen erfolgreiche Wahlen hinter mir», so der Grossrat. Mit harten Bandagen kämpft man also aktuell darum, wer das Gemeindepräsidium in Riehen am 6. Februar des parteilosen Hansjörg Wilde erbt.

5 Kommentare

  1. Ich bin der selben Meinung wie die JUSO, wenn auch teilweise aus anderen Gründen… Albietz ist als Gemeindepräsident für Riehen defintiv KEINE gute Wahl!Report

  2. Liebe Jusos, ein kleiner Kommentar; Die schlimmste Eigenwerbung ist immer die Diffamierung. Ein Eigentor! Dies ist ein klares Zeichen von Schwäche. Jemanden als «unwählbar» zu bezeichnen nur weil er (oder in eurer Sprache wohl «ES») eine andere politische Meinung vertritt ist lächerlich. Genau so unwählbar könnte man euch nämlich auch bezeichnen. Dies mache ich aber nicht. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Darum existiert ja die Politik. Nun, Albietz hat absolut das Recht sich gegen Abtreibung auszusprechen, wie viele andere Menschen in der Welt auch. 40% der Schweizerinnen und Schweizer sind demnach nicht wählbar und «Schwurbler» nur weil diese die CH-Corona Politik kritisch beobachten?? Auch Albietz hat das Recht auf seine Meinung dazu. Und nun zum lächerlichen letzten Punkt. Albietz sei ein «Christlicher Fundi». Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen ausser: «lass die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter». Wäre Albietz für euch auch unwählbar wenn er ein muslimischer, jüdischer Politiker wäre? Oder ein Atheist?? Seine aufgezählten Werte wie Nächstenliebe, Freiheit, Familie und Respekt vor der Natur sind doch nicht unwählbar? Ihr habt euch sehr viel Mühe gegeben mit dieser Anti-Albietz Collage. Schade. Investiert diesen Aufwand lieber in eure Eigenwerbung, kommt besser an bei den Wahlen…. Herzlich.Report

  3. Ja zu Daniel Albietz. Wer so von der JuSo heruntergeputzt werden muss, weil die Angst vor einem konservativen Politiker haben, gehört unterstützt.Report

  4. Da muss ich der Juso für einmal zustimmen, der ist doch in der heutigen Zeit nicht wählbar. Christlicher extremismus, gegen Abtreibung, gegen Homosexuelle und gegen Masnahmen, Zertifikate. Ist wohl nur in Riehen möglich.Report

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