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Der Telebasel Sport Beitrag vom 12. Januar 2021.
Basel

Salome Lang und der Weg zurück

Für Salome Lang lief es in der vergangenen Saison gut: Schweizer Rekord und Olympia-Teilnahme. Doch dann wurde sie von einer Verletzung ausgebremst.

Bereits während der Saison hatte Salome Lang immer wieder leichte Schmerzen. Dank ihrer Höhenflüge waren die aber erst kleiner als gedacht. Erst nach den Olympischen Spielen in Tokio merkte Salome Lang dann, dass sie doch etwas schlimmer als vermutet sind.

Eine Operation wollte die Hochspringerin zuerst umgehen, doch bald wurde ihr klar, dass diese unumgänglich ist: «Als es ganz schlimm wurde, schlief mir jeweils der Fuss ein, sobald ich mich hinsetzte. Dann weiss man, dass der Nerv zu fest unter Druck steht. Also hat man ein Stück des Rückens aufgeschnitten und den rausstehenden Teil der Bandscheibe herausgenommen. Es war ein minimaler Eingriff, der nur eine Stunde dauerte. Ich war danach zwei Tage im Krankenhaus, aber konnte sofort wieder laufen.»

In kleinen Schritten zurück

Nach der Operation musste sie dann aber mit ganz kleinen Schritten anfangen. Einfach ist das für eine Topathletin wie sie nicht: «Nach einer Woche war ich bereits das erste Mal in der Physiotherapie. Da durfte ich nur die Bauchmuskeln anspannen, das war schon etwas deprimierend. In den ersten drei Wochen durfte ich nämlich nur liegen», erzählt Lang.

«Aber sehr schnell kamen dann die Fortschritte. Es war immer ein Schwanken: Zwischen hat man zu viel gemacht oder zu wenig? Da musste ich einen Mittelweg finden. Aber dann kam von Woche zu Woche immer eine neue Übung dazu und so hat mir die Zeit in der Reha doch noch etwas Spass gemacht.»

Freude und Respekt auf die ersten Sprünge

Seit dem neuen Jahr hat sie bereits mit dem Aufbautraining begonnen. Bis sie aber wieder richtig springen darf, geht es noch ein bisschen. «Da tasten wir uns langsam ran. Zuerst werden die Kurvenläufe kommen ohne Absprung. Irgendwann geht es darum abzuspringen, ohne den Rücken zu belasten und dann werden wir vermutlich von einem kurzen Anlauf springen. Also alles Schritt für Schritt.»

In wenigen Wochen darf sie also dann vermutlich die ersten Sprünge machen. Die Vorfreude ist bereits da, aber auch der Respekt: «Am Anfang werde ich vermutlich noch etwas gehemmt springen. Das braucht etwas Überwindung und da muss ich wieder das Vertrauen gewinnen. Aber solange die Ärzte sagen, dass es geht, muss ich mir eigentlich keine Sorgen machen.»

Erste Wettkämpfe für Juni geplant

Die ersten Wettkämpfe will Salome Lang im Juni bestreiten. Trotz der Verletzung ist die Baslerin optimistisch, dass es ein gutes Comeback-Jahr werden kann: «Körperlich sollte es sicher möglich sein. Technisch weiss nicht noch nicht, wie gross das Manko sein wird, aber ich glaube wirklich daran, dass es ein guter Sommer werden kann. Allerdings sage ich nicht, dass ich den Schweizer Rekord in diesem Jahr unbedingt wieder brechen will», so Lang. «Ich werde alles geben und dann werden wir sehen, was herauskommt.»

Sehen Sie hier Teil 2:

Der Telebasel Sport Beitrag vom 13. Januar 2022.

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