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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Januar 2022.
Basel

Junge Garden richten Appell an Regierung

Die Basler Fasnacht soll im Bereich des Möglichen im März stattfinden: Das fordern die Jungen Garden in einem offenen Brief an die Regierung.

Nach der Verschiebung des Laaferi und vom Offizielle Bryysdrummle und -pfyffe schreiben die Jungen Garden der Basler Fasnachtscliquen einen gemeinsamen offenen Brief an die Basler Regierung. Darin kritisieren sie, dass in der Pandemie zu wenig auf die Kinder Rücksicht genommen werde, wie die «bz Basel» berichtet.

Im Brief monieren die Jungen Garden weiter, dass die Vorfasnachtsveranstaltungen mit Kinderbeteiligung unter den bereits scharfen Massnahmen des Bundesrats durchgeführt werden können. Die zusätzliche kantonale Verschärfung mit der 2G-Plus-Regel für Kinder hätte das aber unmöglich gemacht.

Teilnahme wegen 2G nicht möglich

Kritisiert wird im Brief, dass die Impfung für Kinder ab fünf Jahren erst seit dem 5. Januar 2022 möglich sei – da das Zertifikat erst nach der zweiten Impfung ausgestellt wurde, seien die Teilnahme auf der Bühne oder ein Besuch als Zuschauer für das Zielpublikum nicht möglich.

Dabei seien solche Veranstaltungen für die Binggis wichtig, betonen die Vertreter der jungen Garden. Die Cliquen müssten für ihre Jungen interne Veranstaltungen organisieren. Den Kindern sei das aber nicht zumutbar, weil eine Teilnahme eigentlich nicht erlaubt und nur mit Goodwill der Polizei möglich sei.

Maue Nachwuchslage

Man hoffe, dass bei den künftigen Entscheiden, auch was die Fasnacht am 7. März betrifft, die Kinder und die Fasnachtskultur berücksichtigt werden. Nach zwei Jahren Perspektivlosigkeit seien ein Morgestraich sowie das Musizieren an den «drey scheenschte Dääg» dringend nötig. Die Jungen Garden pochen deshalb auf eine Durchführung der Fasnacht vom 7. bis 9. März.

Eine Fasnacht zur regulären Fasnachtszeit sei unumgänglich, wenn man den Nachwuchs bei der Stange halten wolle. Die Nachwuchslage bei den Basler Cliquen sei sehr mau: Immer mehr Junge hören auf, an Neuanmeldungen sei kaum zu denken. «Da gibt es diverse Junge Garden die ein Viertel ihrer Mitglieder verloren haben», erklärt Andri Obrist, Obmann der Jungen Garde «Olympia». Die Jungen Garden halten die Regierung an, innerhalb des Spielraums, der ihr zusteht, für das regionale Kulturgut einzustehen und somit die Fasnacht im März zu ermöglichen.

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