Auf dem Dach der ehemaligen Hauptpost bietet sich ein schöner Ausblick in Richtung Marktplatz. (Visualisierung: Herzog & de Meuron)
Basel

Auf dem Dach der Hauptpost könnte es bald Cocktails geben

Im Gebäude der ehemaligen Basler Hauptpost soll es bald wieder lebendig zu und her gehen. Herzog & de Meuron planen eine Umnutzung.

Seit dem Auszug der Post ist das imposante Gebäude im Herzen der Basler Innenstadt geschlossen. Das soll aber nicht lange so bleiben. Die Axa-Anlagestiftung ist Eigentümerin und will das Gebäude sanieren und umnutzen. Die ehemalige Hauptpost soll heller und offener werden. Mit dem Vorhaben beauftragt werden die renommierten Basler Architekten Herzog und de Meuron.

Die Schalterhalle und das Zwischengeschoss sollen künftig unter der Bezeichnung «Magazin» als Gewerbefläche genutzt werden. Wer dort genau einzieht, ist noch nicht klar. Möglich ist, dass nebst Büros auch Läden, Restaurants oder Bars dem Gebäude neues Leben einhauchen. Die Schalterhalle soll auf jeden Fall wieder ihre ursprüngliche Grösse erhalten.

Durchgang wird geöffnet

Spannend für die breite Bevölkerung ist auch, dass der Durchgang zwischen Gerbergasse und Freier Strasse zugänglich werden soll. Dieser war während der Post-Zeit nicht öffentlich nutzbar gewesen, die Tore blieben der Öffentlichkeit verschlossen.

(Bild: Google Street View)

Aussehen soll der Durchgang in Zukunft so:

(Visualisierung: Herzog & de Meuron)

Zudem soll auch der ehemalige Lichthof wieder geöffnet werden. Dieser übernahm in den letzten Jahrzehnten ebenfalls eine andere Funktion. Er soll oberhalb des dritten Geschosses mit einem Dach mit zwei grossen Fenstern abgeschlossen werden.

Dachhaus mit Bar in 32 Metern Höhe?

Dann besitzt dieses Hauptpost-Gebäude noch ein grosses Dach. Denn es besteht aus mehreren Gebäudeteilen und gibt dem Architekten-Duo Herzog/de Meuron einen gewissen Spielraum. Aktuell ist im hinteren Gebäudeteil aus den 1950er-Jahren eine 130 Quadratmeter grosse Hausmeisterwohnung mit Flachdach untergebracht. Diese soll abgerissen werden und durch einen neuen Dachaufbau ersetzt werden, wie es im Projektbeschrieb heisst.

In dieses Dachhaus könnte eine Bar hinein kommen. Es wird eine Fensterfront in Richtung Marktplatz besitzen, was einen herrlichen Blick zum Rathaus und dem Hotel Märthof ermöglicht. Im Projekt wird die Nutzung dieser Dachfläche offen gelassen, es könnte aber durchaus eine Rooftop-Bar einziehen.

Da das bisherige sechste Dachgeschoss 31 Meter hoch ist, handelt es sich baurechtlich um ein Hochhaus. Mit dem Rooftop dazu gerechnet, würde das Gebäude über 32 Meter hoch werden. Die Bauherrin Axa muss somit eine Ausnahmebewilligung einholen, was sie bereits getan hat.

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