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Schweiz

Über 70’000 demonstrieren gegen Corona-Massnahmen in Deutschland

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Schottland lässt fast alle Corona-Massnahmen auslaufen

In Schottland sollen zum Beginn der kommenden Woche beinahe alle Corona-Massnahmen auslaufen. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen zwei Wochen erheblich zurückgegangen, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag im Parlament in Edinburgh als Begründung. Trotzdem sei es wichtig, vorsichtig zu bleiben.

In dem britischen Landesteil dürfen sich bislang nur Mitglieder von maximal drei Haushalten in Innenräumen treffen, Diskotheken müssen geschlossen bleiben. Das soll sich am Montag ändern. Vorerst bleiben sollen aber die Empfehlung zum Homeoffice sowie zur Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlich zugänglichen Innenräumen.

Auch in England wird damit gerechnet, dass die Corona-Massnahmen in der kommenden Woche nicht mehr verlängert werden. Dort gibt es allerdings ohnehin nur sehr wenige Auflagen wie die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und die Empfehlung, von Zuhause zu arbeiten. Den sogenannten Plan B hatte Premierminister Boris Johnson Anfang Dezember als Reaktion auf die Ausbreitung der Omikron-Variante gegen den heftigen Widerstand seiner eigenen Partei durchgesetzt. Er gilt noch planmässig bis zum 26. Januar.

Zwei hochrangige Corona-Fälle im Vatikan

Zwei hochrangige Mitglieder der römischen Kurie und enge Vertraute von Papst Franziskus sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin und dessen Stellvertreter, Erzbischof Edgar Pena Parra, haben sich in ihren Wohnungen isoliert, wie die Pressestelle des Heiligen Stuhls am Dienstag mitteilte. Der Kardinalstaatssekretär ist der wichtigste Diplomat des Vatikans und gilt deshalb als Nummer zwei im Kirchenstaat nach dem Papst.

Der Italiener Parolin (67) habe sehr leichte Symptome, der Venezolaner Pena Parra (61) keine Symptome. Beide Geistliche seien mit drei Dosen vollständig geimpft, hiess es. Jüngst hatte der Vatikan strenge Covid-Regeln erlassen: Nur noch geimpfte oder genesene Mitarbeiter dürfen im Kirchenstaat ihre Arbeitsstelle betreten.

Schweden lockert Testpflicht für Reisende

Geimpfte und genesene EU-Bürger müssen auf dem Weg nach Schweden künftig keinen Corona-Test mehr vorweisen. Die seit dem 28. Dezember geltende Anforderung eines negativen, maximal 48 Stunden alten Tests für Einreisende fällt ab Freitag weg, wie die schwedische Regierung am Dienstag mitteilte. Reisende würden nicht mehr als besonderes Risiko bei der Ausbreitung der Omikron-Variante in dem skandinavischen Land betrachtet. Damit reicht es ab Freitag, wenn man einen gültigen Corona-Pass bei sich hat und damit Impfung, Genesung oder einen maximal 72 Stunden alten Test vorzeigen kann. Das gilt für ausländische Erwachsene, es gibt Ausnahmen.

Schweden, das in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg mit relativ milden Beschränkungen gewählt hatte, hatte in der zweiten Jahreshälfte 2021 lange Zeit vergleichsweise niedrige Corona-Zahlen verzeichnet. Seit dem Jahreswechsel ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch in die Höhe geschossen.

Über 70'000 demonstrieren gegen Corona-Massnahmen in Deutschland

Wie in den Wochen zuvor haben am Montagabend in ganz Deutschland wieder Zehntausende Menschen gegen Corona-Massnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Nach einer Schätzung, die auf Polizeiangaben beruht, waren es diesmal mehr als 70 000.

Die Proteste waren von einem grossem Polizeiaufgebot und mancherorts auch von Gegendemonstrationen begleitet. Mehrfach wurden Versammlungen aufgelöst, etwa in Rostock und Cottbus, weil die Polizei keinen Versammlungsleiter feststellen konnte oder weil kein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde.

(Bild: Keystone)

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts auf die Strasse. Nicht immer kündigen oder melden sie die Demonstrationen an. Zahlreiche Städte haben unangemeldete Proteste, die auch als sogenannte Spaziergänge bekannt geworden sind, untersagt.

Pfizer reicht Zulassungsgesuch für neues Corona-Medikament ein

Swissmedic prüft die Zulassung von Paxlovid zur Behandlung von Covid-19. Das US-Pharmaunternehmen Pfizer hat beim Schweizerischen Heilmittelinstitut ein Zulassungsgesuch für sein Arzneimittel eingereicht, wie dieses am Dienstag mitteilte. Paxlovid soll bei Personen ab zwölf Jahren eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern.

Laut Swissmedic handelt es sich bei Paxlovid um ein Arzneimittel mit zwei synthetischen Wirkstoffen, die jeweils als separate Tabletten vorliegen. Nirmatrelvir sei ein neuartiger Wirkstoff, der ein Enzym des Sars-Cov-2-Virus hemmen solle, das eine wichtige Rolle in dessen Vermehrung habe, so Swissmedic.

(Bild: Keystone)

Damit Nirmatrelvir in der Leber nicht allzu schnell abgebaut werde und die antivirale Wirksamkeit länger anhalte, werde die zweite Substanz Ritonavir dazugegeben. Ritonavir ist laut Swissmedic ein bekannter Wirkstoff und wird seit mehr als 20 Jahren erfolgreich in der HIV-Therapie eingesetzt.

Mit der rollenden Begutachtung muss Pfizer mit der Einreichung des Zulassungsgesuchs noch kein vollständiges Dossier vorlegen. Erste Datenpakete aus präklinischen und klinischen Studien sowie zur Qualität wurden laut Swissmedic bereits eingereicht.

Weitere Daten folgen demnach fortlaufend, sobald sie verfügbar sind. Dies beschleunige die Begutachtung, bei gleichbleibend sorgfältiger Prüfung aller Anforderungen zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität, hiess es weiter.

Am Montag vergangener Woche hatte bereits die EU-Arzneimittelbehörde EMA in Amsterdam bekannt gegeben, dass sie die Marktzulassung von Paxlovid prüfe.

Über 70'000 demonstrieren gegen Corona-Massnahmen in Deutschland

Wie in den Wochen zuvor haben am Montagabend in ganz Deutschland wieder Zehntausende Menschen gegen Corona-Massnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Nach einer Schätzung, die auf Polizeiangaben beruht, waren es diesmal mehr als 70’000.

Die Proteste waren von einem grossem Polizeiaufgebot und mancherorts auch von Gegendemonstrationen begleitet. Mehrfach wurden Versammlungen aufgelöst, etwa in Rostock und Cottbus, weil die Polizei keinen Versammlungsleiter feststellen konnte oder weil kein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde.

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts auf die Strasse. Nicht immer kündigen oder melden sie die Demonstrationen an. Zahlreiche Städte haben unangemeldete Proteste, die auch als sogenannte Spaziergänge bekannt geworden sind, untersagt.

BAG meldet 29'142 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 29’142 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 neue Todesfälle und 125 Spitaleintritte.

Katalonien hebt nächtliche Ausgehbeschränkung ab Freitag auf

Die spanische Region Katalonien will die seit Weihnachten geltende nächtliche Ausgehbeschränkung trotz sehr hoher Infektionszahlen ab Freitag aufheben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zurzeit mit 2290 mehr als vier mal so hoch wie zum Zeitpunkt der Anordnung der Massnahme, wie die Zeitung «El País» berichtete. Aber der rapide Anstieg der Zahlen habe sich zuletzt verlangsamt, begründete die Regionalregierung in Barcelona dem Bericht zufolge ihre Entscheidung.

Das sei auch darauf zurückzuführen, dass die Feiertage, die in Spanien bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar gingen und damit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko darstellten, vorüber seien. Am 23. Dezember war die Inzidenz mit 506 angegeben worden.

Die Massnahme, die bis auf wenige kleinere Ausnahmen in der gesamten Region in Kraft war, betrifft rund 6,3 Millionen Bewohner oder 82 Prozent der Bevölkerung Kataloniens. Ausgehbeschränkungen gibt es sonst nirgendwo in Spanien, das eine der höchsten Impfquoten Europas aufweist.

Clubs, Bars und Discos bleiben in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona hingegen weiter geschlossen. In den Innenräumen von Gaststätten dürfen nur 50 Prozent der eigentlich zulässigen Plätze vergeben werden. In fast allen anderen öffentlichen Einrichtungen und Geschäften dürfen nur 70 Prozent der Kapazität genutzt werden. Die Teilnehmerzahl bei Zusammenkünften im öffentlichen wie im privaten Rahmen bleibt auf zehn beschränkt.

Noch halb so viele Gäste wie vor Corona besuchen Schloss Chillon

Knapp 200’000 Menschen haben im vergangenen Jahr das Schloss Chillon am Genfersee besucht. Das sind etwa halb so viele wie vor der Coronavirus-Pandemie.

Die Strategie, sich vor allem auf das Schweizer Publikum zu konzentrieren, habe sich als wirksam erwiesen, teilte die Stiftung Schloss Chillon am Dienstag mit. Zum ersten Mal in der Geschichte des Denkmals stellten im Jahr 2021 Touristen aus der Schweiz mit einem Anteil von 65 Prozent die Mehrheit der Besucherinnen und Besucher.

Knapp 200’000 Menschen haben im vergangenen Jahr das Schloss Chillon am Genfersee besucht. Das sind etwa halb so viele wie vor der Coronavirus-Pandemie. (Bild: Keystone)

Vor der Corona-Krise hatte das meistbesuchte Baudenkmal der Schweiz drei Jahre in Folge (2017, 2018 und 2019) mehr als 400’000 Gäste empfangen. Im Jahr 2021 und mit einer dreimonatigen Schliessung wegen der Pandemie besuchten 196’114 Menschen das im Jahr 1150 erstmals urkundlich erwähnte Wasserschloss auf einer Felseninsel am Genfersee. Im Jahr 2020 waren es 133’712 Personen gewesen; das Schloss war damals rund vier Monate für die Öffentlichkeit geschlossen.

Kitzbühel verschärft Massnahmen nach verbotener Après-Ski-Party

Der österreichische Luxus-Skiort Kitzbühel will scharf gegen wegen der Corona-Pandemie verbotene Après-Ski-Partys vorgehen. Die Bezirksbehörde kündigte am Dienstag an, dass die Aussengastronomie bis Ende der Woche geschlossen bleiben muss – also auch während der traditionellen Weltcup-Skirennen der Herren am Wochenende. Ausserdem sollen Polizeistreifen «in Dauerschleife durch die Stadt ziehen», um Lokale und Bars zu kontrollieren, sagte Bezirkshauptmann Michael Berger dem Sender ORF. Ausgelöst wurden die strengeren Massnahmen durch ein Video einer Après-Ski-Party.

Derzeit sind der Barbetrieb und das Servieren ohne zugewiesene Sitzplätze in allen österreichischen Lokalen verboten. Ein Unternehmer, der als Gast in einer Bar in Kitzbühel war, hatte Aufnahmen von dicht gedrängt Feiernden vor wenigen Tagen online geteilt. Eine Welle der Entrüstung folgte. «Das ist völlig inakzeptabel. So etwas können wir nicht dulden», sagte Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger warnte, dass Gastronomen Corona-Hilfsgelder zurückzahlen müssen, wenn sie sich nicht an die Regeln hielten.

Lindt & Sprüngli übertrifft Vorkrisen-Niveau

Der Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat den krisenbedingten Einbruch hinter sich gelassen und hat 2021 das Vorkrisenjahr 2019 deutlich übertroffen. Für das laufende Jahr gibt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Die Konsumenten kauften im vergangenen Jahr für insgesamt 4,59 Milliarden Franken Produkte des Unternehmens, wie zum Beispiel Lindorkugeln, Excellence-Schokoladentafeln oder Pralinés. Das sind 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr – damals hatte der Konzern allerdings wegen der Pandemie eine deutliche Umsatzdelle verbucht. Doch auch gegenüber dem Vorkrisenjahr konnte Lindt&Sprüngli im Berichtsjahr seinen Umsatz deutlich steigern.

Lindt & Sprüngli machte im Jahr 2021 ein Umsatzplus von 13,3 Prozent. (Bild: Keystone)

Um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigt belief sich das Plus auf 13,3 Prozent, wie der Schokoladenhersteller am Dienstag mitteilte. Damit hat Lindt&Sprüngli die Erwartungen der Finanzgemeinde exakt getroffen.

Pandemie bringt der Post einen Allzeitrekord bei den Paketen

Das zweite Pandemiejahr hat der Post einen Allzeitrekord bei den Paketen gebracht: Ihre Mitarbeitenden stellten 2021 erstmals in der Geschichte des Unternehmens mehr als 200 Millionen Pakete zu. Das sind 9,6 Prozent mehr als im Jahr 2020.

Der Boom des Onlinehandels in der Corona-Pandemie verändert die Arbeit der Pöstlerinnen und Pöstler. Insgesamt verarbeiteten sie im vergangenen Jahr 202,1 Millionen Pakete, wie die Post am Dienstag mitteilte. Das sind 35 Prozent mehr als noch im Jahr 2019.

Während die Paketpost für das Unternehmen immer wichtiger wird, setzte sich der Rückgang bei der Briefpost fort. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 1811 Millionen adressierte Briefe zugestellt – 3,3 Prozent weniger. Die Post spricht in ihrem Communiqué von einer immer noch eindrücklichen Menge an Briefen. Sie hält aber zugleich fest, dass die Briefmengen in den letzten zehn Jahren um rund 30 Prozent zurückgegangen seien.

Mehr dazu hier.

Marcel Salathé: «Omikron Kurve beginnt an vielen Orten abzuflachen»

Der Epidemiologe Marcel Salathé twittert am Dienstagmorgen «good news» auf seinem Account. Die Omikron Kurve beginne vielerorts abzuflachen, die Impfung biete guten Schutz vor Long Covid und der Booster schütze gut vor einer Hospitalisierung. Es sei aber falsch, deshalb zu denken, alles sei vorbei, schreibt er weiter. Omikron sei vor zwei Monaten noch unbekannt gewesen. «Präventive Massnahmen bleiben deshalb sehr wichtig», so Salathé.

Nachfrage nach Lebensmitteln in Caritas-Läden führt zu Rekordumsatz

Auch im zweiten Corona-Jahr sind Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs zu stark vergünstigten Preisen in Caritas-Läden stark gefragt gewesen. Die 21 Caritas-Läden erzielten 2021 einen Rekordumsatz von 13,25 Millionen Franken.

Die Caritas-Läden erfüllten in der Corona-Krise eine wichtige Funktion für Menschen in sozialen Notlagen, heisst es in einer Mitteilung von Caritas vom Dienstag. Insgesamt seien 850’000 Einkäufe im vergangenen Jahr getätigt worden – fast gleich viele wie im ersten Corona-Jahr.

Insbesondere die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln und der Bedarf an Früchten und Gemüse sind gestiegen. Die durchschnittliche Einkaufssumme lag bei 15.60 Franken und damit leicht höher als im Vorjahr.

Da es nicht darum gehe, Umsätze zu steigern, sondern das Budget von Menschen mit wenig Geld so weit wie möglich zu entlasten, seien im vergangenen Jahr die Preise für Grundnahrungsmittel noch einmal deutlich gesenkt worden. Dies stellt Thomas Künzler, Geschäftsleiter der Genossenschaft Caritas-Markt, gemäss Mitteilung fest. Unter den Kundinnen und Kunden seien spürbar mehr Working Poor gewesen.

Neben lebensnotwendigen Produkten für Armutsbetroffene bietet der Caritas-Markt auch Teillohnjobs und Wiedereinstiegsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose an. Im Mai 2021 wurde ein neuer Laden in Renens VD und im September 2021 ein weiterer in Freiburg eröffnet.

Suva ruft FFP2-Maske zurück

Die Suva ruft anstelle der Procurement Corp AG die Atemschutzmaske N95/FFP2 der Marke «ZG», hergestellt durch PP Zolotyy Hlobus, zurück. Wegen ungenügender Schutzwirkung bestehe eine Gesundheitsgefährdung, heisst es am Dienstag in einer Medienmitteilung. Betroffene Kunden sind aufgefordert, die Masken nicht mehr zu verwenden und zurückzugeben.

Lauterbach: «Es sind die Ungeimpften, die wie schützen müssen»

«Daten aus der Schweiz zeigen erneut: an Covid versterben kaum Geboosterte und sehr wenig Geimpfte», twittert Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Montag. Man müsse nun die Ungeimpften schützen, schreibt er weiter.

Produzentenpreis-Index im Dezember deutlich über Vorjahr

Die Inflation auf Stufe Produzenten- und Importpreise ist im Dezember 2021 im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken. Sie liegt aber immer noch deutlich über dem Stand von Anfang 2021.

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) sank im Berichtsmonat im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 105,1 Punkte. Im Jahresvergleich, also zum Dezember 2020, lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten jedoch um deutliche 5,1 Prozent höher, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Im November war die PPI-Inflation noch bei 5,8 Prozent.

Während der Importpreisindex im Dezember satte 9,2 Prozent über dem Stand vom Vorjahr lag, sind es beim Produzentenpreisindex 3,1 Prozent.

Die durchschnittliche Jahresteuerung bei den Produzenten- und Importpreisen betrug 2021 2,7 Prozent, wobei sie im Januar bei -2,1 Prozent startete und im November bei +5,8 Prozent kulminierte. Im Vorjahr hatte sie im Durchschnitt noch -3,0 Prozent betragen, im Jahr davor -1,9 Prozent.

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 553,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 528,2 gelegen, vor einer Woche bei 387,9 (Vormonat: 306,4). Damit liegt Deutschland aber noch deutlich unter vielen anderen europäischen Ländern.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74’405 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.06 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 45 690 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 193 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115’842.

EU-Automarkt sackt 2021 wegen Chipmangels weiter ab

In der Europäischen Union sind im vergangenen Jahr noch weniger neue Autos zugelassen worden als im Corona-Krisenjahr 2020. Die Zahl der Neuzulassungen sank um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Schon 2020 hatte die Pandemie dem Automarkt einen Rekord-Einbruch eingebrockt. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 belastete der weltweite Mangel an Mikrochips die Autobauer schwer, als bei zahlreichen Herstellern die Produktion zeitweise ins Stocken geriet. Auf Jahressicht verzeichnete unter den deutschen Herstellern nur BMW bei den Neuzulassungen ein kleines Plus von 1,5 Prozent. Marktführer Volkswagen musste moderate Einbussen hinnehmen, Daimler rutschte um 12,4 Prozent ins Minus.

Unter den vier grössten Märkten innerhalb der EU fielen die Zahlen nur in Deutschland, hier gab es bei den Neuzulassungen ein Minus von rund 10 Prozent. In Spanien und Frankreich legten sie immerhin leicht zu, in Italien sogar um 5,5 Prozent. Insgesamt wurden in der EU 3,3 Millionen Fahrzeuge weniger zugelassen als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Die Wucht des Chipmangels wird mit Blick auf die Dezember-Daten besonders deutlich: In der gesamten EU wurden nur knapp 800 000 Autos neu zugelassen, ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es war bereits der sechste Rückgang in Folge. Die grössten Märkte verzeichneten allesamt prozentual zweistellige Verluste, in Deutschland fielen die Neuzulassungen um mehr als ein Viertel. Unter den Herstellern hatte vor allem der VW-Konzern zu kämpfen, dessen Stammmarke im Dezember um rund 40 Prozent einbrach.

Forderung nach nationalem Register für Long-Covid-Fälle wird lauter

Für Long-Covid-Patientinnen und -Patienten wird nach Ansicht des Vereins Altea bisher zu wenig getan. Das Long-Covid-Netzwerk fordert unter anderem ein nationales Register für Long-Covid-Fälle.

Gemäss Studien hat jede zehnte Person auch ein Jahr nach der Covid-19-Ansteckung noch Symptome. Diesen Long-Covid-Patientinnen und -Patienten werde man bisher nicht gerecht und es werde für sie zu wenig getan, sagte Michael Schlunegger, Präsident von Altea, am Dienstag gegenüber Schweizer Radio SRF.

Gemäss Studien hat jede zehnte Person auch ein Jahr nach der Covid-19-Ansteckung noch Symptome. (Symbolbild: Keystone)

«Man muss Ideen sammeln und so schnell wie möglich Lösungen finden, auch wenn sie noch nicht perfekt sind. Man muss hier kreativ sein», erklärte Schlunegger. Der Bund müsse aktiver über die Krankheit informieren und die Forschung verstärken. Und alle Fälle müssten national erfasst werden.

Da vorerst die Bewältigung der Omikron-Welle alles dominiere, bezweifle er, ob – wenn es eine Besserung gebe – die Thematik effektiv aufgegriffen werde. Er hoffe auf mehr Unterstützung durch die Politik.

Bereits am Wochenende hatten Experten darauf hingewiesen, dass bei steigenden Covid-19-Fallzahlen auch die Gefahr von Langzeitschäden durch das Coronavirus steige. Unter anderem hatte der Neurowissenschafter Dominique de Quervain kritisiert, dass es keine zentrale Meldestelle für alle Long-Covid-Fälle gebe. Auch der Basler Infektiologe Manuel Battegay wünschte eine systematische Erfassung von Long Covid.

Lindt&Sprüngli lässt Corona-Einbruch hinter sich

Der Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat den krisenbedingten Einbruch hinter sich gelassen und hat 2021 das Vorkrisenjahr 2019 deutlich übertroffen. Für das laufende Jahr gibt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Die Konsumenten kauften im vergangenen Jahr für insgesamt 4,59 Milliarden Franken Produkte des Unternehmens, wie zum Beispiel Lindorkugeln, Excellence-Schokoladentafeln oder Pralinés. Das sind 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr – damals hatte der Konzern allerdings wegen der Pandemie eine deutliche Umsatzdelle verbucht. Doch auch gegenüber dem Vorkrisenjahr konnte Lindt&Sprüngli im Berichtsjahr seinen Umsatz deutlich steigern.

Um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigt belief sich das Plus auf 13,3 Prozent, wie der Schokoladenhersteller am Dienstag mitteilte. Damit hat Lindt&Sprüngli die Erwartungen der Finanzgemeinde exakt getroffen.

Kantone reagieren unterschiedlich auf Vorschläge des Bundesrats

Die Kantone geben dem Bundesrat um Gesundheitsminister Alain Berset bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie freie Hand. Denn einmal mehr geben sie ein uneinheitliches Bild ab, wenn es um nächste mögliche Schritte geht, wie «Blick» berichtet.

Der Bundesrat hat eine Verlängerung der bisherigen Massnahmen, eine Verschärfung der Maskenpflicht und die Abschaffung der Quarantäne vorgeschlagen. Am Montag haben die Kantone auf die Vorschläge reagiert. Dabei sticht der Kanton Baselland heraus, indem die Regierung fordert, dass bereits Ende März die Zertifikatspflicht fällt.

Über die nächsten Schritte in der Pandemie sind sich die Kantone nicht einig – der Bundesrat entscheidet am Mittwoch. (Bild: Keystone)

Die bisherigen Massnahmen bis Ende März zu verlängern, wie es der Bundesrat plant, damit sind nicht alle Kantone einverstanden. Viele wollen, dass diese nur bis Ende Februar verlängert werden.

Die Mehrheit der Kantone lehnt ausserdem den Vorschlag ab, die Quarantäne- und Isolationsanordnungen abzuschaffen und auf Selbstquarantäne umzusteigen.

Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat über die nächsten Schritte in der Pandemie.

Berner Schulen erneut im Corona-Chaos

Berner Schulen stecken im Corona-Chaos. Eine Woche nach den Ferien sind die Fallzahlen an den Schulen wieder hoch. Nur eine Woche nach Schulbeginn sind wieder beinahe so viele Kinder krank oder in Quarantäne wie vor den Ferien. Und das trotz der Maskenpflicht, berichtet die «Berner Zeitung» am Dienstag.

Fünf weiteren Corona-Fälle im deutschen Team

Deutschlands Handballer müssen am Dienstag im letzten Vorrundenspiel gegen das ebenfalls noch ungeschlagene Polen mit einer Rumpfmannschaft antreten. Im DHB-Team wurden am Montag in Bratislava fünf weitere Spieler positiv auf Covid-19 getestet, womit sich die Zahl der Corona-Fälle auf sieben erhöht. Bundestrainer Alfred Gislason stehen im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg nur noch elf gesunde Spieler zur Verfügung.

Zertifikat wird in der Covid-App neu automatisch geprüft

Bei der aktuellen Version der Covid-Zertifikats-App auf dem Handy muss der «Refresh-Button» nicht mehr angetippt werden. Die Funktion zur Selbstprüfung wird durch eine automatische Prüfung abgelöst. Damit erübrigt sich, dass zum Beispiel im Restaurant das Personal das Handy-Display der Gäste berührt.

Die Online-Portale Blick.ch und 20minuten.ch berichteten am Montagabend über die Änderung in der App, die auch dem Missbrauch einen Riegel schieben soll. Vereinzelt sei der «Refresh-Button» auf Android Handys jedoch noch zu sehen gewesen.

Bei der aktuellen Version der App steht seit Montag vorübergehend die Information, dass der «Refresh-Button» unten rechts entfernt wurde. Es wird also direkt auf dem Zertifikat angezeigt, ob das Covid-Zertifikat abgelaufen oder technisch ungültig ist. Die Prüfung des Covid-Zertifikates bei der Einlass-Kontrolle sei nun mit der entsprechenden App «COVID Certificate Check» vorzunehmen und nicht mehr mit dem Antippen des Buttons.

Auch seien weitere Optimierungen und Fehlerbehebungen durchgeführt worden.

Mexikos Präsident tritt nach zweiter Covid-19-Erkrankung wieder auf

Rund eine Woche nach seiner zweiten Corona-Erkrankung hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador seine öffentlichen Auftritte wieder aufgenommen. Er sei nicht mehr ansteckend, sagte der 68-Jährige am Montag in seiner täglichen Pressekonferenz.

López Obrador trat wie üblich ohne Maske vor die Journalisten im Präsidentenpalast und spielte trotz zuletzt gemeldeter Rekord-Infektionszahlen in Mexiko zum wiederholten Male die Gefahr durch die Coronavirus-Pandemie herunter. Der Populist war bereits im Januar vergangenen Jahres an Covid-19 erkrankt.

(Bild: Keystone)

Obwohl in Mexiko nur äusserst wenig auf das Coronavirus getestet wird, wurden in den vergangenen Tagen mehrmals mehr als 40 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das nordamerikanische Land hat mit gut 300 000 registrierten Covid-19-Todesfällen die fünftmeisten weltweit gemeldet. Es gibt allerdings eine sehr hohe Dunkelziffer.

Rund 56 Prozent der etwa 126 Millionen Einwohner gelten als zweimal geimpft mit einem der zehn zugelassenen Vakzine. Eine Auffrischungsdosis bekommen bislang nur Menschen im Alter von mindestens 60 Jahren, Gesundheitspersonal und Lehrer. Nicht geimpft werden bislang Kinder, die jünger als 14 Jahre alt sind. López Obrador ist mit drei Vakzindosen geimpft.

Ältere Covid-Zertifikate könnten Anfang Februar verfallen

Wer vor Mai 2021 seine zweite Impfdosis erhalten hat und nicht geboostert ist, könnte ab dem 1. Februar ohne Covid-Zertifikat dastehen. Dies hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag bestätigt.

Der Bundesrat schlägt vor, die Geltungsdauer von Schweizer Covid-Zertifikaten für Geimpfte und Genesene von einem Jahr auf 270 Tage zu verkürzen. Ziel ist sicherzustellen, dass das Zertifikat auch weiterhin von der EU anerkannt wird.

Wird der Vorschlag in dieser Form umgesetzt, werden Zertifikate, die älter als neun Monate sind, Anfang des nächsten Monats verfallen. Dies teilte das BAG am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Angaben dazu, wie viele Menschen betroffen sind, konnte das Bundesamt keine machen. Ausnahmen seien derzeit keine vorgesehen.

Betroffene haben also noch zwei Wochen Zeit, sich ihre Auffrischimpfung zu holen. Mehr als die Hälfte der Personen, die für den Booster zugelassen seien, hätten diesen bereits erhalten, erklärte dazu Tobias Bär, Mediensprecher der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), gegenüber Keystone-SDA. In vielen Kantonen nehme die Nachfrage ab und es gebe zahlreiche freie Termine.

Die Konsultation zur Verkürzung der Gültigkeitsdauer endete am Montag. Der Schritt wird von den Kantonen grösstenteils begrüsst. Mehrere Kantone verlangen aber eine angemessene Übergangsfrist.

Schweiz - Gewerkschaft erwartet keine Probleme durch Essverbot im Ortsverkehr

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) sieht der möglichen Einführung eines Ess- und Trinkverbots in Bussen und Trams gelassen entgegen. Das Personal sei sich derartige Kontrollen gewohnt und gut dafür ausgebildet.

Das Konsumationsverbot im Ortsverkehr gehört zu den Massnahmen, die der Bundesrat vergangene Woche in die Konsultation gegeben hatte. Die Vernehmlassung endete am Montag.

Ein solches Verbot würde eine Forderung von Angestellten im öffentlichen Verkehr aufnehmen, teilte der SEV am Montag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Auch viele Fahrgäste hätten Mühe damit, wenn Leute ässen, um die Maskenpflicht zu umgehen.

Da es nur um kurze Strecken gehe, erwarte man keine grossen Auswirkungen auf die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, so der SEV weiter.

Omikron-Anteil in Tschechien bei mehr als 80 Prozent

Die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Tschechien immer weiter aus. Sie habe inzwischen einen Anteil von mehr als 80 Prozent an den auf Varianten untersuchten Proben, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Montag in Prag mit. Omikron hat in dem deutschen Nachbarland Delta als vorherrschende Mutante längst abgelöst.

«Die gute Nachricht ist, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen sinkt», sagte Innenminister Vit Rakusan nach einer Sitzung des zentralen Krisenstabs. Eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe derzeit nicht. In Tschechien gab es nach aktuellen Zahlen innerhalb von sieben Tagen 678 bestätigte Neuinfektionen je 100 000 Einwohner.

Omikron steht nach Einschätzung der Behörden auch hinter dem Anstieg der positiven Fälle bei den Corona-Massentests an fast allen tschechischen Schulen. In der jüngsten Runde wurden 3357 durch einen PCR-Test bestätigte Infektionen registriert. Vor zwei Wochen waren es nur 1413 gewesen. An den Tests beteiligten sich landesweit knapp 1,2 Millionen Schüler und rund 170 000 Lehrkräfte.

Um eine Überlastung zu vermeiden, wollen sich die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung infizierter Personen künftig auf zwei Altersgruppen konzentrieren: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sowie Menschen über 65 Jahren. Alle anderen sollen keinen Anruf mehr erhalten, sondern nur eine SMS mit der Aufforderung, im Internet einen Fragebogen auszufüllen.

Kantone bremsen Bundesrat bei Verlängerung der Corona-Massnahmen

Aus den Kantonen wird der Ruf nach einem rascheren Ausstieg aus den Corona-Schutzmassnahmen laut. Zahlreiche Kantonsregierungen möchten die geltenden Regelungen nur bis Ende Februar verlängern – und nicht wie der Bundesrat bis Ende März. Dies zeigt die Vernehmlassung, die am Montag endete. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Anhörung zur Impfpflicht in Österreich: Lob für Flexibilität

Experten haben die geplante Corona-Impfpflicht in Österreich in einer parlamentarischen Anhörung als flexible und verhältnismässige Regelung bezeichnet.

Die im Impfpflicht-Gesetz vorgesehenen Schritte seien so angelegt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden könnten und das Parlament zum Beispiel vor einer möglichen scharfen Kontrolle der Bürger erneut beteiligt werden müsse, sagte die Juristin Christiane Wendehorst am Montag vor dem Gesundheitsausschuss des Nationalrats in Wien.

«Das Covid-Impfschutzgesetz unterliegt einer kontinuierlichen Prüfung und Kontrolle», so die von der Regierung als Expertin berufene Juristin der Universität Wien. Auch der von den liberalen Neos als Fachmann geladene Jurist Konrad Lachmayer sah die Verhältnismässigkeit des in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Schritts als gegeben an.

Der Gesetzentwurf der ÖVP-Grünen-Regierung, der am Donnerstag vom Parlament beschlossen werden soll, sieht einen Stufenplan vor. Zwar soll wie geplant die Impfpflicht zum 1. Februar in Kraft treten, aber erst ab Mitte März stichprobenartig kontrolliert werden. Ob es zu einem lückenlosen Abgleich zwischen Melde- und Impfregister kommt, steht noch nicht fest.

Mediziner, die von der Regierung und der ebenfalls für die Impfpflicht eintretenden oppositionellen SPÖ geladen waren, wiesen auf den grossen Nutzen der Impfung hin. Geimpfte seien unter anderem viel weniger ansteckend als Ungeimpfte, sagte der Wiener Mediziner Christian Sebesta. «Sie sind für ihre nächsten Mitmenschen kaum oder gar keine Bedrohung und nur für kurze Zeit eine Infektionsquelle.»

Illegale Partys bereiten grosse Sorgen auf Mallorca

Illegale Partys und Massenansammlungen auf Mallorca im Rahmen der Januar-Volksfeste bereiten den Behörden der spanischen Ferieninsel angesichts steigender Corona-Zahlen grosse Sorgen. Man befürchte, dass sich damit das Erreichen des Höhepunkts der neuen Pandemie-Welle verzögern könnte, sagte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez am Montag.

Das, was man am Wochenende zum Beispiel in der Gemeinde Sa Pobla im Norden der Insel gesehen habe, könne sich am Donnerstag in Palma, der Hauptstadt Mallorcas, im Rahmen des Sant-Sebastià-Festes in noch grösserem Umfang wiederholen, sagte Gómez. Neben anderen Massnahmen habe man die Zwangsschliessung von vier Lokalen angeordnet, die sich nicht an das vorgeschriebene Limit der Gäste-Zahl gehalten hätten.

Obwohl es auf Mallorca derzeit kaum Touristen aus Deutschland, Grossbritannien und anderen Ländern gibt, macht die Mittelmeer-Insel ihrem Ruf der Party-Hochburg auch dieser Tage alle Ehre: Auf dem Dorfplatz von Sa Pobla versammelten sich am Sonntagabend zahlreiche vorwiegend jüngere Menschen, um am Vorabend des Sant-Antoni-Festes dichtgedrängt zu feiern, zu singen und unter anderem auch Alkohol zu trinken. An die aktuell auch im Freien landesweit geltende Maskenpflicht hielten sich nur wenige Teilnehmer, wie die «Mallorca Zeitung» und andere Regionalmedien berichteten. «Es herrschte wildes Chaos», titelte «Última Hora». Die Polizei schritt nicht ein.

Die Feierlichkeiten der Januar-Feste Sant Antoni und Sant Sebastià – unter anderem mit Konzerten und Feuerwerk – waren wegen Corona zwar offiziell abgesagt worden. Die Menschen verabredeten sich aber in Sa Pobla und anderen Ortschaften den Berichten zufolge über soziale Netzwerke. Ministerin Gómez räumte ein, die meisten Menschen seien «nach dem zweijährigen Kampf» der Corona-Restriktionen überdrüssig.

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln wurden zuletzt 1218 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert, landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien bei 1654. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Montag 528.

Fauci: Mit Corona leben – Impfung gegen unbekannte Varianten nötig

Nach Einschätzung des US-Immunologen Anthony Fauci wird es künftig darum gehen, das Coronavirus so zu kontrollieren, dass das gesellschaftliche Leben wie zuvor gewohnt stattfinden kann.

Ausrotten lassen werde sich der Erreger wohl nicht. «Wenn Sie sich die Geschichte der Infektionskrankheiten ansehen, haben wir nur eine Infektionskrankheit ausgerottet, und das sind die Pocken», sagte Fauci am Montag bei einer virtuellen Diskussionsrunde des Weltwirtschaftsforums in Davos.

US-Immunologen Anthony Fauci hält die Entwicklung eines Impfstoffs gegen unbekannte Varianten für nötig. (Bild: Keystone)

Fauci hält die Entwicklung eines Impfstoffes für nötig, der besser alle gegenwärtigen und vor allem auch mögliche neu auftretende Varianten abdeckt. Dies wäre «ein sehr, sehr wichtiges wissenschaftliches Ziel», weil momentan mit der Anpassung der Vakzine an aktuelle Varianten der Entwicklung des Virus nur hinterhergejagt werde, was auf lange Sicht nicht hilfreich sei.

Fauci sagte zudem, dass einer der grössten Fehler bei der Bekämpfung der Pandemie gewesen sei, dass die Länder weitestgehend allein gehandelt hätten. «Ich denke, wir hätten eine viel koordiniertere globale Reaktion haben sollen, wie ich so oft gesagt habe. Eine globale Pandemie erfordert eine globale Antwort.»

BAG meldet 67'906 neue Fälle übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 67’906 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 30 neue Todesfälle und 233 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Flucht aus angestammten Berufen ist globaler Corona-Trend

Unzählige Menschen haben nach einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ihre Prioritäten in der Corona-Pandemie neu sortiert und ihre Tätigkeitsfelder verlassen. Die Gastronomie, der Detailhandel sowie Pflegeberufe wurden genannt. In manchen Branchen werde es immer schwieriger, Positionen zu besetzen, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder am Montag in Genf.

Das Phänomen werde als «Covid-Klarheit» bezeichnet, sagte Ryder: Menschen seien sich in der Pandemie klar darüber geworden, dass ihre Arbeit nicht ihre Erwartungen erfülle oder sie nicht die gewünschte Anerkennung bekämen. Viele Menschen seien aus diesen und anderen Gründen nicht aktiv auf Arbeitssuche. Die wahre Zahl der Arbeitslosen sei deshalb sicher höher als es offizielle Statistiken nahelegten. Die ILO ist eine Sonderorganisationen der Vereinten Nationen.

Nach Hochrechnungen der offiziellen Statistiken dürften in diesem Jahr rund 207 Millionen Menschen weltweit arbeitslos sein, wie aus dem ILO-Bericht über Beschäftigungstrends 2022 hervorgeht. Das wäre zwar eine Verbesserung verglichen mit 2021 (214 Millionen) und 2020 (224 Millionen). Im Jahr vor der Corona-Pandemie, 2019, waren es aber nur 189 Millionen.

Mehr misshandelte Kinder im zweiten Pandemiejahr

Die Coronapandemie setzt Familien unter Druck. Die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Universitäts-Kinderspitals Zürich hat im zweiten Pandemiejahr 2021 erneut eine Zunahme der gemeldeten Verdachtsfälle von Kindsmisshandlungen registriert: Die Zahl stieg von 592 auf 625.

Der Grund für die letztjährige Zunahme scheint auf der Hand zu liegen: Die Pandemie setzt Familien mit vorbestehenden psychischen Problemen oft zusätzlich unter Druck, aber auch andere Familien geraten in psychosoziale Schwierigkeiten, wie das Kinderspital Zürich am Montag mitteilte.

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(Symbolbild: Keystone)
Neuer Corona-Höchstwert in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Ansteckungen ist in Deutschland erneut auf einen Höchstwert gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Montag mit 528,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 515,7 gelegen, vor einer Woche bei 375,7 (Vormonat: 413,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI – der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten – binnen eines Tages 34 145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.57 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 25’255 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 52 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8’000’122 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100’000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 3,14 an (Freitag 3,23). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 7’000’000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 649.

Gestaffelter Start der Rekrutenschulen unter Covid-Schutzmassnahmen

Unter besonderen Schutz- und Verhaltensmassnahmen aufgrund der Corona-Pandemie sind am Montag die ersten Rekrutenschulen 2022 gestartet. Die rund 11’200 Rekrutinnen und Rekruten und 2500 Kader rückten gestaffelt und mit einem Covid-19-Test ein.

Zwei Drittel der erwarteten Rekrutinnen und Rekruten rückten am Montag ein. Das restliche Drittel wird erst am 31. Januar physisch in den Kasernen anwesend sein, wie die Armee am Montag mitteilte. Sie absolvieren bis dahin von zuhause aus ein Online-Lernprogramm und Sportlektionen. Auch ein Drittel des Kaders absolviert die erste Woche ihres dreiwöchigen Kadervorkurses im Distance Learning.

Am Montag rückten die ersten Rekruten und Rekrutinnen ein. (Bild: Keystone)

Positiv getestete Personen rücken nicht ein und beginnen die RS ebenfalls im Distance Learning, falls dies ihr Gesundheitszustand zulässt. Sämtliche Rekrutinnen, Rekruten und Kader werden im Verlauf der ersten Woche nach Einrücken auf SARS-CoV-2 getestet. «Alle Armeeangehörigen werden zudem mindestens den Monat Januar in den Kasernen verbringen müssen», heisst es in der Mitteilung.

Unter den Rekrutinnen und Rekruten befinden sich 240 Frauen, die den Militärdienst freiwillig absolvieren. Dies entspricht einem Anteil von 3,1 Prozent. Die Zahl der Rekrutinnen sei damit das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Januar 2020 waren es 171 und im Januar 2021 212 Rekrutinnen gewesen. Ausserdem leisten insgesamt 176 Frauen Dienst in einer Kaderfunktion. Der Frauenanteil in der Armee liegt bei knapp über einem Prozent.

Wegen Covid-Patienten: Zürich will andere Kantone zur Kasse bitten

Viele Covid-Patientinnen und -Patienten in Zürcher Spitälern stammen aus umliegenden Kantonen. Der Kanton Zürich will die anderen Kantone für die ungedeckten Zusatzkosten nun zur Kasse bitten. Bisher zahlt erst der Kanton Zug.

Rund 200 Covid-Patientinnen und Patienten werden derzeit in Spitälern im Kanton Zürich behandelt, 50 bis 60 davon auf Intensivstationen. Ein beträchtlicher Teil dieser Patienten stammt nicht aus dem Kanton Zürich, sondern aus Nachbarkantonen.

Aktuell kommen 10 bis 15 Prozent aller Covid-Patienten in den Zürcher Spitälern aus anderen Kantonen. Auf den Intensivstationen liegt dieser Anteil sogar bei 20 Prozent, wie es bei der Zürcher Gesundheitsdirektion auf Anfrage hiess.

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Booster für über 30-Jährige Aargauer mit Pfizer/BioNTech möglich

Im Kanton Aargau erhalten Personen für die Auffrischimpfung gegen Corona wieder den gleichen Impfstoffstoff verabreicht wie bei der Grundimmunisierung. Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech war vorübergehend für Personen unter 30 Jahren reserviert gewesen.

Eine freie Impfstoffwahl gebe es weiterhin nicht, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Montag mit. Es sei jedoch eine Lösung für die prognostizierte Impfstoffknappheit im Januar gefunden worden.

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Schweizer Hotels im November deutlich besser ausgelastet

Die Schweizer Hoteliers blicken auf einen erfolgreichen Monat November 2021 zurück. So übernachteten fast doppelt soviele Gäste in den hiesigen Hotels als im entsprechenden Vorjahresmonat. Erste Meldungen zur Omikron-Variante waren allerdings erst gegen Ende Monat aufgetaucht.

Im November 2021 zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) 1,8 Millionen Logiernächte. Das sind 95 Prozent oder rund 855’000 mehr als in der Vorjahresperiode, als vor allem der internationale Tourismus wegen der Coronapandemie stark eingeschränkt war. Zum Vorkrisenniveau vom November 2019 fehlten nur noch gut 10 Prozent der Gäste.

Im November 2021 hatten Schweizer Hotels knapp doppelt so viele Gäste wie im November 2020. (Symbolbild: Keystone)

Im November machte sich vor allem die Rückkehr der internationalen Gäste positiv bemerkbar. So buchten ausländische Besucher 687’000 Übernachtungen, was gegenüber November 2020 beinahe einer Vervierfachung entspricht, wie das BFS am Montag mitteilte. Auch die Nachfrage aus dem Heimmarkt war mit 1,1 Millionen Logiernächten fast 50 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Kumuliert stieg die Zahl der Übernachtungen im Jahr 2021 bis Ende November um 21,4 Prozent auf insgesamt 27,1 Millionen an. 19,5 Millionen Logiernächte entfielen dabei auf Schweizer (+27,2%), 7,6 Millionen auf Ausländer (+8,9%). Gegenüber dem Vorcorona-Jahr 2019 fehlten damit insgesamt fast 10 Millionen Übernachtungen.

Neurowissenschaftler De Quervain warnt vor Long-Covid-Folgen

Dominique de Quervain, Basler Professor und Neurowissenschaftler, warnt in einem Interview mit «Blick» vor einem Anstieg von Long-Covid-Fällen. Für den Bundesrat würde ausschliesslich die Auslastung der Spitäler beim Erlassen von Massnahmen eine Rolle spielen. Ein weiteres gesundheitspolitisches Problem sei jedoch Long Covid, so De Quervain.

Gesundheitsminister Alain Berset behauptet, dass Omikron zwar ansteckender sei als vorherige Varianten, aber weniger gefährlich. Professor De Quervain teilt diese Meinung nicht. Das Risiko im Spital oder auf der Intensivstation zu kommen sei zwar kleiner, es gäbe aber noch andere Risiken. «Wir wissen noch nicht, ob Omikron abgesehen von der Lunge auch für andere Organe wie das Gehirn weniger schädlich ist», sagt er gegenüber «Blick». Er befürchtet, dass mit dem Anstieg der Fallzahlen durch Omikron auch die Gefahr von Langzeitschäden zunimmt. Das nehme der Bundesrat offensichtlich in Kauf.

Um Kinder vor Langzeitschäden durch eine Covid-Erkrankung zu schützen, plädiert der Neurowissenschaftler auf das Vorsorgeprinzip. Man wisse noch nicht, wie schwer Kinder an Long Covid erkranken können. Sie vor einer Ansteckung zu schützen sei aber wichtig, so De Quervain.

Corona-Impfpflicht für über 60-Jährige in Griechenland in Kraft

Ungeimpfte Griechen über 60 werden von nun an zur Kasse gebeten: Wer sich die Corona-Impfung weiterhin nicht verabreichen lässt, wird im Januar mit 50 Euro Strafe belegt, von Februar an sind es dann 100 Euro monatlich. Die Regelung trat in der Nacht auf Montag in Kraft. Von der Massnahme betroffen sind laut Staatsrundfunk rund 300’000 Menschen. Ihre Daten sollen nun von der staatlichen Sozialversicherung an das Finanzamt weitergeleitet werden, das die Bussgelder eintreibt. Das Geld kommt dann den staatlichen Krankenhäuser zugute. In Griechenland sind die verabreichten Impfungen in einer Datenbank personalisiert gespeichert.

Über 60-Jährige in Griechenland müssen neu ein Bussgeld zahlen, wenn sie sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen. (Bild: Keystone)

Die Regierung wertet die Massnahme schon jetzt als Erfolg: Seit der Ankündigung von Strafzahlungen vor gut sechs Wochen haben sich rund 217’000 über 60-Jährige impfen lassen. Damit stieg die Impfquote in dieser Altersgruppe auf 90 Prozent.

Eine Impfpflicht für andere Altersgruppen schloss Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hingegen mit der Begründung aus, dass es vor allem die Älteren seien, die schwer an Covid erkrankten und in Krankenhäusern behandelt werden müssten.

Oxfam: Vermögen der zehn Reichsten Männer in Pandemie verdoppelt

Die zehn reichsten Männer der Welt haben ihr Vermögen seit Beginn der Corona-Pandemie laut einem Bericht von Oxfam verdoppelt. Die Wohltätigkeitsorganisation erklärte am Montag, dass deren Vermögen von 700 Milliarden Dollar auf 1,5 Billionen Dollar angestiegen sei.

Das entspricht einem Durchschnittszuwachs von 1,3 Milliarden Dollar pro Tag. Demnach stieg das Vermögen der Milliardäre während der Pandemie stärker als in den gesamten 14 Jahren zuvor.

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Frankreichs Parlament billigt Einschränkungen für Ungeimpfte

Das französische Parlament hat im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle drastischen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte endgültig zugestimmt. In der Nationalversammlung sprachen sich am Sonntagabend 215 Abgeordnete dafür aus, 58 stimmten dagegen. Sieben Abgeordnete enthielten sich. Das Gesetz sieht vor, dass ungeimpfte Menschen ab 16 Jahren künftig keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und dem Fernverkehr haben sollen.

Frankreich verhängt Regel-Verschärfungen gegen Ungeimpfte. (Bild: Keystone)

Frankreichs Regierung will angesichts enorm hoher Infektionszahlen weitere Anreize für eine Corona-Impfung setzen. Mit der Regelung soll der aktuell geltende Gesundheitspass, der Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test gibt, zum Impfpass umgewandelt werden. Ein negativer Test reicht damit bald nicht mehr aus, um Zugang zu zahlreichen Orten zu bekommen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Tausende bei Protestaktionen gegen niederländische Corona-Politik

In Amsterdam sind am Sonntag erneut Tausende Menschen zusammengekommen, um gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung zu protestieren. Auf Spruchbändern hiess es unter anderem «Rückkehr zur Normalität jetzt!», «Wir haben die Lügen satt» und «Kein 2G». An den Protestaktionen beteiligten sich auch Bauern, die mit mehreren Traktoren nach Amsterdam gekommen waren, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

Die Behörden der niederländischen Hauptstadt erklärten die betroffenen Gegenden am Sonntag zu Sicherheitszonen. Dadurch erhielt die Polizei die Befugnis, Personen präventiv zu durchsuchen. (Keystone)

Zu den Demonstrationen in mehreren Vierteln Amsterdams sowie auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum hatte die Aktionsgruppe «Nederland in Verzet» («Niederlande im Widerstand») aufgerufen. Damit sollte an die als «Kaffeeschlacht» bezeichneten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 17. Januar vorigen Jahres erinnert werden. Die seinerzeit oft verbotenen Corona-Demos waren von den Veranstaltern als gemeinsames öffentliches «Kaffeetrinken» deklariert worden.

Österreich wil Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein. (Symbolbild: Keystone)

Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Strassenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen. Mehr dazu hier.

Kultursektor darf in Dänemark wieder öffnen

Dänemark hat in den vergangenen Wochen einen immensen Anstieg der Neuinfektionszahlen erlebt – trotzdem werden beim nördlichsten deutschen Nachbarn die Corona-Beschränkungen für den Kultursektor gelockert. Museen, Zoos, Vergnügungsparks und andere Einrichtungen dürfen ab diesem Sonntag wieder öffnen.

Gleiches gilt für Kinos, Theater und Veranstaltungsorte wie Konzerthallen, hier mit einer Obergrenze für Besucher. Vielerorts müssen Besucher aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen und per Corona-Pass belegen, dass man geimpft, genesen oder negativ getestet worden ist.

Swiss will weiterhin kein ungeimpftes Flugpersonal

Die Fluggesellschaft Swiss bleibt trotz einer steigenden Zahl von Covid-bedingten Ausfällen beim harten Kurs gegenüber ungeimpftem Flugpersonal – bei Swiss gibt es eine Impfpflicht. Rund 200 Piloten und Flight-Attendants ohne Impfung können deshalb laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» nicht eingesetzt werden, obwohl sie weder in Quarantäne noch krank sind.

Eine Schlichtungsverhandlung in der vergangenen Woche zum Umgang mit den Ungeimpften brachte keine Änderung. Vorschläge der ungeimpften Angestellten, sich regelmässig testen zu lassen und ungeimpfte Genesene wieder in die Flugzeuge zu lassen, wurden abgelehnt. Die Swiss habe in keinem Punkt Entgegenkommen signalisiert, schrieb die «SonntagsZeitung». Laut dem Blatt verlangen jedoch nur Hongkong und Kanada einen Impfnachweis für Crews – Hongkong werde von Swiss nicht angeflogen.

Experten fordern systematische Erfassung von Long-Covid-Fällen

Bei steigenden Covid-19-Fallzahlen steigt auch die Gefahr von Langzeitschäden durch das Coronavirus. Experten fordern deshalb in Zeitungsinterviews eine systematische Erfassung der Long-Covid-Fälle in der Schweiz.

«Es gibt keine zentrale Meldestelle, die alle Long-Covid-Fälle sammelt», kritisierte der Neurowissenschafter Dominique de Quervain im Interview mit dem «SonntagsBlick». «Solche Daten wären jedoch wichtig, um mehr über die gesundheitspolitische Bedeutung der Erkrankung zu erfahren.»

Im Register der Invalidenversicherung (IV) seien nur die schlimmsten Fälle registriert, sagte de Quervain, also jene, in denen die Betroffenen nicht mehr arbeiten könnten. Der Grossteil der Fälle von Long Covid bleibe so unerkannt. Mehr dazu hier.

Knapp drei Wochen vor Olympia meldet Peking ersten Omikron-Fall

Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking hat die chinesische Hauptstadt erstmals einen Fall der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Insgesamt meldeten die Gesundheitsbehörden am Sonntag 65 Infektionen für ganz China. Trotz der weiterhin niedrigen Zahlen dürfte Omikron kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen.

Derzeit haben neben Peking bereits mindestens vier andere Landesteile Infektionen der hochansteckenden Virusvariante gemeldet, darunter die benachbarte Küstenstadt Tianjin, sowie mehrere Millionenstädte in den Privinzen Henan, Liaoning und Guangdong. (Symbolbild: Keystone)

Am 4. Februar sollen in Peking die Winterspiele mit einem strengen Corona-Konzept beginnen. Sämtliche Teilnehmer des Sportereignisses werden vom Rest der Bevölkerung abgeschirmt, um Infektionen ausserhalb der Olympia-Blase zu vermeiden.

Iran meldet erstmals Todesfälle nach Omikron-Infektion

Das iranische Gesundheitsministerium hat erstmals Todesfälle nach einer Omikron-Infektion gemeldet. Bislang seien drei Iraner an der neuen Variante gestorben, mehr als 1100 Menschen hätten sich landesweit damit infiziert, hiess es am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Tasnim aus dem Ministerium. Trotz der akuten Wirtschaftskrise plant die Regierung in Teheran demnach erneut strenge Corona-Einschränkungen bis hin zu einem Lockdown.

Wirte in Niederlanden öffnen trotz Gastronomie-Lockdown

Nahezu überall in den Niederlanden haben sich Gaststätten-Betreiber am Samstag für einige Stunden über Corona-Vorschriften hinweggesetzt und ihre Kneipen, Cafés und Restaurants geöffnet. Damit protestierten die Wirte dagegen, dass ihre Branche von der Aufhebung des wochenlangen, landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen ist.

Vielerorts sei die einmalige Aktion mit Zustimmung der Gemeindeverwaltungen erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Die Reaktionen beim Publikum waren demnach positiv. «Die Gastronomie kontrolliert wieder zu öffnen, scheint mir besser zu sein, als dass jeder bei sich zu Hause Partys feiert», zitierte sie den Besucher eines Studentencafés in Zwolle.

Nahezu überall in den Niederlanden haben sich Gaststätten-Betreiber am Samstag für einige Stunden über Corona-Vorschriften hinweggesetzt. (Bild: Keystone)

In Utrecht versprach Bürgermeisterin Sharon Dijksma, sich weiter für Lockerungen der Corona-Vorschriften für Gaststätten einzusetzen. In der Kleinstadt Valkenburg reagierte Bürgermeister Daan Prevoo auf eine ähnliche Aktion bereits am Freitag, indem er sie als erlaubte Demonstration einstufte. «Demonstrieren ist ein Grundrecht», sagte er dem TV-Sender WNL. Daher werde die Polizei nicht eingreifen.

Grosse Demonstration gegen Corona-Politik in Rom

Tausende Menschen haben am Samstag in Rom gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung demonstriert. Die Menschen versammelten sich auf der Piazza San Giovanni in Laterano, östlich des Kolosseums. «Die Menschen sind sauer», rief ein Demonstrant ins Mikrofon des öffentlich-rechtlichen TV-Senders Rainews 24 während der Live-Übertragung. Der Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge waren zwischenzeitlich 5000 Leute dort.

Einige versuchten als Gruppe einen Demonstrationszug zu starten. Polizeibeamte stellten sich ihnen mit Schildern und einem Wasserwerfer in den Weg. Zwischen Plakaten gegen die Corona-Impfung und den italienischen Corona-Nachweis «Green Pass» wehte auch eine Flagge der deutschen Bundeshauptstadt Berlin.

Italiens Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt die Corona-Regeln verschärft und führte unter anderem eine Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre ein. (Bild: Keystone)
Türkei: Kein negativer PCR-Test mehr nötig im Konzert oder Kino

In der Türkei wird beim Besuch von Kinos, Theatern und Konzerten sowie in Bussen, Bahnen und auf Inlandsflügen kein negativer PCR-Corona-Test mehr verlangt. Die Regelung gilt auch für ungeimpfte Menschen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag meldete. Auch Beschäftigte im öffentlichen Dienst und Privatsektor müssen vor Arbeitsbeginn demnach keinen negativen Test mehr nachweisen, hiess es weiter unter Berufung auf eine Verordnung des Innenministeriums. Am Freitag wurden in dem Land mit etwa 83 Millionen Einwohnern rund 68’000 neue Infektionen gemeldet sowie 167 Todesfälle.

Zahl der deutschen Intensivpatienten sinkt trotz Omikron

In Deutschland geht die Zahl der Covid-Patienten in Intensivbetten weiter zurück. Dies berichtet NTV. 160 Betten wurden frei: Am Samstag liegen 2799 Personen auf Deutschen Intensivstationen. 1707 dieser Covid-Intensivpatienten müssen zudem beatmet werden. Das ist ein Minus von 75.

Dabei sei die Verfügbarkeit von Intensivbetten lokal weiterhin sehr unterschiedlich: Keine freien Intensivbetten, befinden sich in vielen Kreisen der Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg.

 

Die Zahl der deutschen Intensiv-Patienten sinkt trotz Omikron. (Bild: Keystone)

Grosse Impflücken in Osteuropa

Nicht überall in Europa verläuft die Impfkampagne erfolgreich. Vor allem in Osteuropa sind die Quoten niedrig. Wie NTV berichtet sind die Impfquoten tiefer, je weiter östlich oder südöstlich das Land liegt. So sind in Belarus etwa nur 37,8 Prozent der Bevölkerung geimpft. In der Ukraine sind es bloss 32,8 Prozent. Während in Bulgarien nur 28,4 Prozent geimpfte hat und in Moldau mit 24,8 Prozent nicht einmal jeder Vierte geimpft ist. Die höchsten Quoten von vollständig geimpften haben Litauen und Lettland mit 68,7 respektive 68,4 Prozent.

Neuer Höchststand der Corona-Neuinfektionen in Lateinamerika

Vom 7. bis zum 13. Januar wurden in der Region im Schnitt täglich 304’000 Neuinfektionen nachgewiesen. Das ergab eine Berechnung der Nachrichtenagentur AFP aufgrund von Behördenangaben. Das ist fast doppelt so viel wie beim bisherigen Rekord von täglich 155’000 Neuinfektionen in der Corona-Welle in der Region im Mai/Juni 2021.

Angesichts der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante haben die Länder in Lateinamerika und der Karibik einen neuen Höchststand der täglichen Neuinfektionen registriert. (Symbolbild: Keystone)

Das derzeit am schwersten von der Pandemie betroffene Land ist Argentinien. Es meldete in den vergangenen sieben Tagen im Schnitt fast 140’000 neue Ansteckungen täglich. Seit Pandemie-Beginn wurden in dem 45-Millionen-Einwohner-Land fast sieben Millionen Corona-Infektionen und mehr als 117’000 Todesfälle registriert.

Zweiter Booster noch kein Thema in der Schweiz

Eine zweite Booster-Impfung gegen das Coronavirus ist in der Schweiz noch kein Thema. Das sagt Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, in einem Interview gegenüber «SRF». Man hoffe, dass sich möglichst viele Menschen zum ersten Mal boostern liessen, und man gehe davon aus, dass der Booster vor Infektionen und der Weiterverbreitung von Omikron gut schütze.

Christoph Berger, Präsident, Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF, sieht für die Schweiz noch kein Bedarf eines zweiten Boosters. (Keystone)

Der zweite Booster ist bereits in Israel Realität. Personen über 60 Jahren und Gesundheitsangestellte werden dort bereits zum zweiten Mal geboostert. Laut Berger hält fest, dass in Israel der erste Booster bereits vor einem halben Jahr verabreicht wurde. Daher würde wohl der Impfschutz bereits wieder nachgelassen haben.

Mehr als 500'000 Franzosen droht Ablaufen des Corona-Nachweises

Mit dem heutigen Samstag gelten in Frankreich neue Regeln für den Impfnachweis im Gesundheitspass. Wessen Impfung bereits sieben Monate zurückliegt, der braucht nun einen Booster, um weiterhin als geimpft zu gelten.

Im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle will die französische Regierung weitere Anreize für eine Impfung setzen. (Symbolbild: Keystone)

Etwa 560’000 Menschen droht damit nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Verlust ihres Impfstatus. Die verschärften Regeln gelten für Menschen über 65 Jahre bereits seit Mitte Dezember. Der Gesundheitspass entspricht der 3G-Regel und muss in Frankreich vorgezeigt werden, um etwa in Bars oder Theater zu kommen. Mehr dazu hier.

Après-Ski macht bis zu 80 Prozent der Freizeit-Fälle aus

Wie die Vertreterin der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) bekannt gab, sind 70 bis 80 Prozent der Fälle aus dem Sektor Freizeit dem Après-Ski zuzuordnen. Ein weiteres Problem ist, dass die aus Salzburg und Tirol abreisenden Touristen das Virus quer durch das Land verteilen.

Après-Ski scheint auch in der Omikron-Welle ein wesentlicher Treiber des Corona-Infektionsgeschehens zu sein. (Symbolbild: Keystone)

Einem der Nachrichtenagentur APA vorliegenden internen Sitzungsprotokoll ist zu entnehmen, dass laut Ages «auffällig viele Cluster und hier Cluster grossen Ausmasses» im Bereich von Après-Ski identifiziert worden sind. Dies umfasst auch Personen mit Wohnsitz in Wien, die im Anschluss an Skifahr-Aktivitäten in anderen Bundesländern im Wohnbundesland als Fälle identifiziert wurden.

Gemäss Clusteranalyse sind die Ansteckungen überwiegend nicht im Zuge des Transports – also der Gondel – oder dem Skifahren, sondern direkt im Setting Après-Ski passiert. Eingeschränkt wird, dass die Nachvollziehbarkeit von Ansteckungen etwa im Zuge von Gondelfahrten sehr eingeschränkt sei. Mehr dazu hier.

Niederlande beenden Lockdown – Aber Cafés und Kultur bleiben dicht

Die Niederlande beenden nach fast vier Wochen und unter starkem Druck von Unternehmern den strengen Corona-Lockdown. Aber strenge Massnahmen bleiben. Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen dürfen ab Samstag wieder öffnen. Das kündigte Premier Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag an. Geschlossen aber bleiben weiter Gaststätten, Museen, Theater und Kinos. Gastwirte und der Kultursektor sind empört.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen könnten nicht mehr Sektoren zugleich geöffnet werden, sagte Rutte. «Alles zugleich geht nicht, das Risiko ist zu gross.» Ende des Monats werde es möglicherweise neue Lockerungen geben.

Gesundheitsminister Ernst Kuipers sprach von einer «neuen Phase der Pandemie». Die Not bei Bürgern und Unternehmern sei gross. «Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben.» Das Risiko einer Überlastung des Gesundheitssystems bleibe aber hoch.

Der Widerstand gegen die harten Massnahmen hatte in den vergangenen Tagen stark zugenommen. Gastwirte kündigten bereits Proteste für Samstag an und wollen trotz des Verbots ihre Cafés und Restaurants öffnen. Sie werden vielfach von Bürgermeistern unterstützt. In der südlichen Stadt Valkenburg bei Aachen waren am Freitag bereits zahlreiche Geschäfte und Gaststätten geöffnet.

Nach der Entscheidung der Regierung dürfen Geschäfte wieder bis 17 Uhr täglich Kunden empfangen. Bürger dürfen zu Hause vier Besucher empfangen, das waren bisher zwei. Die Quarantänepflicht entfällt für diejenigen, die eine Booster-Impfung bekommen haben oder in diesem Jahr infiziert waren. Bisher waren nur Supermärkte oder Apotheken geöffnet.

Über acht Millionen Corona-Infektionen in Spanien seit Pandemiebeginn

Die Zahl der Corona-Infektionen in Spanien seit Beginn der Pandemie ist auf 8’093’036 gestiegen. Seit dem Vortag seien 65’937 neue Fälle in dem Land mit 47 Millionen Einwohnern registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei von 1482,63 auf 1654,91 gestiegen.

Trotz der – von der dominanten Omikron-Variante ausgelösten – hohen Fallzahlen erhöhte sich die Auslastung der Krankenhäuser in den vergangenen Tagen jedoch kaum noch. Demnach waren 14 Prozent aller Krankenhausbetten mit Corona-Patienten belegt, bei den Betten auf Intensivstationen waren es 23,62 Prozent. Vor einer Woche waren es 22,06 Prozent, gut ein Prozentpunkt weniger, gewesen.

Experten erklären das mit der relativ hohen Impfquote in Spanien. Nach amtlichen Angaben haben 84,92 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten, 80,46 Prozent zwei Impfungen oder eine von Johnson&Johnson, bei dem die Grundimmunisierung nur eine Impfung umfasst, sowie 35,48 Prozent eine Auffrischimpfung. Grösseren Widerstand gegen Impfungen wie etwa in Deutschland gibt es in Spanien nicht. Deshalb wird auch keine Impfpflicht erwogen.

Brasilien: Indigener bekommt als erstes Kind Corona-Impfung

Ein indigener Junge ist das erste gegen das Coronavirus geimpfte Kind in Brasilien. Der achtjährige Davi vom Volk der Xavante bekam das Vakzin von Biontech/Pfizer in dem Hospital das Clínicas in São Paulo am Freitag in einer feierlichen Veranstaltung unter den Augen des Gouverneurs João Doria gespritzt, wie brasilianische Medien berichteten.

Der allgemeine Auftakt zur Impfkampagne für Kinder zwischen fünf und elf Jahren im mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesstaat Brasiliens soll am Montag erfolgen. In 24 Stunden seien 230’000 Kinder zum Impfen online eingeschrieben worden, hiess es in einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo.

In Brasilien, wo im Januar 2021 ebenfalls in São Paulo die erste Bürgerin geimpft wurde, haben sich nach offiziellen Angaben fast 23 Millionen der 210 Millionen Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. 620’500 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – eine der höchsten Todeszahlen weltweit.

Corona-Berater von Polens Regierung werfen fast geschlossen hin

In Polen hat der Streit um die staatliche Corona-Politik zu einem offenen Eklat im medizinischen Beratergremium der Regierung geführt. Aus Protest gegen den zunehmenden Einfluss von Impfgegnern verliessen 13 von 17 Mitgliedern am Freitag den Medizinischen Rat. Die Experten begründeten dies in einem Schreiben an Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mit einem «mangelnden Einfluss» ihrer Empfehlungen. «Gleichzeitig haben wir beobachtet, dass es eine wachsende Toleranz für Gruppen gibt, die die Bedrohung durch Covid-19 und die Bedeutung von Impfungen im Kampf gegen die Pandemie verneinen.»

Das Schreiben wurde von führenden Virologen, Epidemiologen und Intensivmediziner unterzeichnet. Ausdrücklich verwiesen sie dabei auf die Haltung von Regierungsmitgliedern und hohen Beamten. Nur vier Mitglieder des Rats schlossen sich nicht an. Die Opposition wirft der nationalkonservativen PiS-Regierung schon länger vor, angesichts einer vergleichsweise geringen Impfquote drastische Massnahmen zu vermeiden, um Impfgegner in den eigenen Reihen nicht zu verprellen.

So fehlt beispielsweise weiterhin eine rechtliche Grundlage dafür, dass Betreiber von Restaurants, Hotels und Geschäften den Impfstatus ihrer Kunden abfragen können. Regelungen wie 2G (also Zugang nur für Geimpfte und Genesene) oder 3G (also auch für Getestete) sind in Polen unbekannt. Derzeit sind 56,4 Prozent der Bevölkerung mindestens zweimal geimpft. Etwa 22 Prozent haben auch schon eine Auffrischungsimpfung.

Kommission will Corona-Massnahmen nur bis Ende Februar verlängern

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) ist damit einverstanden, die geltenden Corona-Massnahmen über den Januar hinaus zu verlängern. Sie schlägt aber vor, das Regime vorerst bis Ende Februar statt Ende März fortzuführen.

Mit 12 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat sie sich mit einer entsprechenden Empfehlung an den Bundesrat gewandt, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Konsultation zum Vorschlag der Regierung dauert noch bis kommenden Montag, entscheiden will der Bundesrat am 26. Januar.

Angesichts der dynamischen Entwicklung der Covid-19-Pandemie halte es die Kommissionsmehrheit für erforderlich, vor Ende März eine erneute Standortbestimmung vorzunehmen und zu überprüfen, welche Massnahmen noch zweckmässig seien, heisst es in der Mitteilung.

Darüber hinaus empfiehlt die SGK-N dem Bundesrat ohne Gegenstimme, auf das zur Diskussion gestellte Verbot des Präsenzunterrichts an den Hochschulen und in der höheren Berufsbildung zu verzichten. Weiter beschloss die Kommission mit 12 zu 5 Stimmen bei 8 Enthaltungen, eine Motion zum besseren Schutz vor Covid-19 für Personen mit geschwächtem Immunsystem aufgrund von Krebserkrankungen und chronischen Erkrankungen einzureichen.

37,3 Prozent der gemeldeten Impfnebenwirkungen sind schwerwiegend

Von bisher knapp 11’500 ausgewerteten unerwünschten Nebenwirkungen der Corona-Impfungen hat Swissmedic knapp zwei Drittel als nicht schwerwiegend eingestuft. 37,3 Prozent hat es als schwerwiegend taxiert. In 192 Fällen hatten Personen schwerwiegende Nebenwirkungen und starben später. Die Behörde sieht allerdings keinen direktursächlichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der Impfung.

Wie die Heilmittelbehörde Swissmedic am Freitag in ihrem neusten Bulletin mitteilte, hat sie bis am 12. Januar 11’467 Meldungen über vermutete unerwünschte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung ausgewertet. 7’190 seien als nicht schwerwiegend eingestuft worden, 4’276 als schwerwiegend. Insgesamt wurden in der Schweiz bisher rund 14,5 Millionen Dosen verimpft.

(Bild: Keystone)

In den als schwerwiegend eingestuften Fällen lag das mittlere Alter der Betroffenen bei 54,3 Jahren und bei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einem Todesfall bei 79,6 Jahren.

In 192 der schwerwiegenden Fälle sind Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben, wie Swissmedic festhält. Trotz einer zeitlichen Assoziation gebe es aber in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall gewesen sei.

68 Prozent der Meldungen über Nebenwirkungen hätten den Moderna-Impfstoff betroffen, 29,3 Prozent jenen von Biontech/Pfizer. Die bisher eingegangenen und analysierten Meldungen über unerwünschte Wirkungen würden am positiven Nutzen-Risiko-Profil der in der Schweiz verwendeten Covid-19 Impfstoffe nichts ändern, so Swissmedic weiter.

BAG meldet 32'150 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 32’150 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 151 Spitaleintritte.

(Bild: Keystone)
Trotz Corona: Hunderttausende baden in heiligem Fluss in Indien

Trotz der steigenden Corona-Zahlen sind Hunderttausende Pilgerinnen und Pilger in Indien zum heiligen Fluss Ganges gereist, um dort ein heiliges Bad zu nehmen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Strengere Maskenpflicht in beliebten Tiroler Skiorten

Wegen hoher Corona-Inzidenzen ist in den beliebten Tiroler Skiorten Kitzbühel, Ischgl und St. Anton in Österreich eine verschärfte Maskenpflicht im Freien eingeführt worden.

Im Zentrum von Kitzbühel müssen seit Freitag FFP2-Masken getragen werden. Die Regelung gilt bis zum 23. Januar – dem letzten Tag der traditionellen Herren-Skirennen, die trotz hoher Corona-Zahlen vor 1000 Zuschauern abgehalten werden sollen.

In Ischgl und St. Anton gilt eine ähnliche Regelung seit Donnerstag. Die beiden Orte liegen im Bezirk Landeck, wo die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner zuletzt bei rund 2900 stand. Im Bezirk Kitzbühel stand sie bei ungefähr 3400. Damit liegen diese Regionen weit über dem österreichischen Gesamtwert, der sich wegen der sich stark ausbreitenden Omikron-Variante zuletzt auf die Marke von 1000 zubewegte.

Nachtkultur beklagt Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent

Die Schweizer Nachtkulturbranche beklagt laut einer neuen Umfrage unter ihren Mitgliedern einen Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent. Betriebseinstellungen aufgrund der Corona-Massnahmen seien an der Tagesordnung. Eine Verlängerung von 2Gplus bis Ende März würde die Branche in existenzielle Nöte treiben.

Bei den Musik-Bars liege der geschätzte Umsatzverlust seit Mitte Dezember bei durchschnittlich 61 Prozent, bei den Eventlocations und Musik-Clubs bei bis zu 70 Prozent, teilte die Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK) am Freitag mit. Sie bezieht sich dabei auf eine Umfrage bei rund 100 Clubs, Eventlocations und Musik-Bars aus der ganzen Schweiz.

Demnach mussten 46 Prozent der Eventlocations, 16 Prozent der Musik-Clubs und 7 Prozent der Musikbars ihren Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen bereits einstellen. 8 Prozent der Eventlocations hätten aktuell noch regulär geöffnet, bei den Musik-Clubs seien es noch 18 Prozent, bei den Musik-Bars 27 Prozent.

Die Mehrheit der Befragten spare beim kulturellen Inhalt. Dies gehe insbesondere zu Lasten von lokalen Künstlerinnen und Künstlern. In 70 Prozent der Betriebe sei ein Teil des Personals in Kurzarbeit.

Die Nachtkultur benötige deshalb unkomplizierte Unterstützung, unabhängig davon, ob 2Gplus weitergeführt oder die Betriebe geschlossen würden. Härtefallzahlungen im April seien für viele Betriebe zu spät. Zudem müsse die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung verlängert werden, sonst werde es zu Entlassungen kommen.

Die SBCK verlangt zudem «endlich ein verlässliches Ausstiegsszenarium». Die Branche sei seit März 2020 massiv eingeschränkt durch die Covid-Massnahmen.

Schwedische Regierungschefin Andersson positiv auf Corona getestet

Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Schnelltest sei positiv ausgefallen, teilte ihre Staatskanzlei am Freitag der schwedischen Nachrichtenagentur TT mit.

Der 54-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie befolge die in Schweden geltenden Corona-Vorgaben und werde bis auf Weiteres aus dem Homeoffice arbeiten. Ein PCR-Test soll die Infektion nun bestätigen.

(Bild: Keystone)

Die Sozialdemokratin Andersson hatte am Mittwoch im Reichstag in Stockholm an einer Debatte und einem anschliessenden Treffen mit den anderen Vorsitzenden der schwedischen Parlamentsparteien teilgenommen. Im Anschluss wurden bereits zwei andere Parteichefs positiv getestet. Ein Schnelltest am Donnerstag fiel bei Andersson noch negativ aus.

Corona-Inzidenz in Italien bei fast 2000

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle in Italien steigt weiter an. Stand Donnerstag verzeichneten die Behörden in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 1988 Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut ISS unter Berufung auf Daten des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom mitteilte. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 1669 Fällen.

Seit Weihnachten zeigt der Trend, dass immer mehr Covid-19-Patienten Betten in den Krankenhäusern belegen. Für die Intensivstationen gab das ISS den italienweiten Anteil mit 17,5 Prozent an. Damit liegt der Wert aber noch unter der Alarm-Schwelle von 30 Prozent.

US-Experte Fauci macht Hoffnung in Corona-Pandemie

Der führende US-Immunologe Anthony Fauci macht im Fall einer höheren Impf- und Genesungsrate Hoffnung auf eine Abschwächung der Corona-Pandemie. Zugleich warnte der Präsidentenberater vor neuen Überraschungen und möglichen ansteckenderen Varianten.

«Ich denke, wir erleben die Entwicklung zu einer viel häufigeren, aber weniger schweren Infektion», sagte Fauci dem «Spiegel». «Zumindest hoffen wir das, aber es gibt keine Garantie.»

Wenn ausreichend viele Menschen geimpft oder genesen seien, könnte Corona bald zu einer weiteren Atemwegserkrankung werden, die für den grössten Teil der Bevölkerung kein Problem mehr darstelle, so Fauci. «Vielleicht ist dies bald der Fall, aber sicher ist das noch nicht.» Schon bisher sei die Erfahrung gewesen: «Das Virus hat getan, was Viren zu tun pflegen: Es hat uns überrascht.»

Es gebe noch immer viele Länder, insbesondere solche mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen die Impfrate sehr niedrig sei. Es werde also weiterhin ein schwelendes Infektionsgeschehen geben. «Damit geben wir dem Virus die Möglichkeit zu mutieren – und es ist denkbar, dass die nächste Variante nicht nur ansteckender ist, sondern auch schwerere Krankheitsverläufe verursacht», sagte Fauci.

Halbe Million Israelis zum vierten Mal gegen Corona geimpft

Eine halbe Million Israelis über 60 Jahre haben bereits die vierte Impfung gegen das Coronavirus erhalten. «Israels bahnbrechende Impfkampagne hat einen weiteren Meilenstein erreicht», sagte Ministerpräsident Naftali Bennett laut einer Mitteilung seines Büros am Donnerstagabend.

Israel verabreicht seit zwei Wochen vierte Corona-Impfungen. Derzeit erhalten Menschen mit Immunschwäche, Menschen ab 60 Jahren und medizinisches sowie Pflegepersonal für Senioren den zweiten Booster. Aktuell gelten nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch rund 62 Prozent der 9,4 Millionen Israelis als vollständig geimpft. Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen steigt rasant an: Am Donnerstagabend wurden 48 311 Fälle gemeldet.

Erstmals über 90'000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Corona-Neuinfektionen hat in Deutschland erstmals die Schwelle von 90’000 Fällen überschritten.

Die Gesundheitsämter meldeten laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 92’223 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch war die Zahl erstmals grösser als 80’000 gewesen.

(Bild: Keystone)

Vor genau einer Woche waren es 56 335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0).

Queen trauert, Downing Street feiert: Bericht sorgt für Empörung

Am Vorabend der Beisetzung von Queen-Gemahl Prinz Philip im April sollen Dutzende Mitarbeiter des britischen Premierministers Boris Johnson in dessen Amtssitz zwei Lockdown-Partys gefeiert haben. Wie die Zeitung «Daily Telegraph» in der Nacht zum Freitag berichtete, nahmen insgesamt etwa 30 Menschen daran teil. Es sei Alkohol getrunken und getanzt worden. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Rund 100 Personen fordern Geld wegen Covid-Impfschäden

Rund 100 Gesuche um Schadenersatz und Genugtuung wegen mutmasslicher Covid-Impfschäden sind bisher beim Bund eingegangen. Das zuständige Innendepartement (EDI) ist auf kein Gesuch eingetreten.

Die formellen Anforderungen seien bei keinem der Gesuche erfüllt worden, teilte das EDI am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Haftung des Bundes sei subsidiär.

Allfällige Forderungen wegen Schäden müssten also zuerst beim Impfstoffhersteller, der Ärztin oder bei der Krankenversicherung geltend gemacht werden. Das EDI bestätigte damit einen Bericht der Medien von CH Media.

(Bild: Keystone)

Bei den Gesuchen wurden laut EDI die unterschiedlichsten gesundheitlichen Schäden geltend gemacht, etwa Migräne mit Sehstörungen, Inkontinenz, Blutdruck-Probleme oder eine Thrombose im Auge mit Verminderung der Sehschärfe. Es seien auch Bagatellen genannt worden wie starkes Schwitzen, Müdigkeit und Vergesslichkeit oder ein Taubheitsgefühl in den Händen während einer Stunde nach der Impfung.

Wenn die Behörden für Schäden durch empfohlene Impfungen aufkommen müssen, teilen sich Bund und Kantone gemäss Epidemiengesetz die Kosten.

USA: Impf- oder Testpflicht in grösseren Firmen auf Eis

In den USA hat das Oberste Gericht eine von US-Präsident Joe Bidens Regierung verfügte Impf- oder Testpflicht in grösseren Firmen vorerst gestoppt. Die nicht vom Parlament, sondern auf administrativem Weg erlassene Regelung, die für mehr als 80 Millionen Arbeitnehmer gelten würde, überschreite wahrscheinlich die Kompetenz der zuständigen Behörde, erklärte der Supreme Court. Damit müssen Firmen mit mehr als 100 Angestellten zunächst nicht dafür sorgen, dass ihre Angestellten entweder vollständig geimpft sind oder regelmässig getestet werden. Auch eine Pflicht zum Tragen von Masken ist damit fürs Erste gestoppt.

WHO empfiehlt zwei weitere Medikamente für Covid-19-Patienten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zwei weitere Arzneimittel für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Es handelt sich um den Wirkstoff Baricitinib, der zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt wurde, und um Sotrovimab, einen eigens für Covid-19-Patienten entwickelten monoklonalen Antikörper. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Oberstes US-Gericht blockiert Bidens «Impfpflicht light» für Firmen

In den USA hat das Oberste Gericht die Umsetzung einer von US-Präsident Joe Bidens Regierung verfügten Impf- oder Testpflicht für grössere Firmen vorerst gestoppt. Die nicht vom Parlament, sondern auf administrativem Weg erlassene Regelung, die für mehr als 80 Millionen Arbeitnehmer gelten würde, überschreite wahrscheinlich die Kompetenz der zuständigen Behörde, erklärte der Supreme Court am Donnerstag. Damit müssen Firmen mit mehr als 100 Angestellten zunächst nicht dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter entweder vollständig geimpft sind oder regelmässig getestet werden. Auch eine Pflicht zum Tragen von Masken ist damit vorerst gestoppt.

Die Regelung für Unternehmen wurde als Druckmittel der Regierung gesehen, Angestellte angesichts der aufwendigen Tests zu einer Immunisierung zu bewegen und so die Impfquote in den USA zu steigern.

Corona-Lockerungen in Norwegen - Alkoholausschank wieder erlaubt

Norwegen lockert mehrere seiner vor gut einem Monat erlassenen Corona-Beschränkungen. Besonders im Sport und in der Kultur wird ab Freitag wieder mehr zugelassen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Sportliche Aktivitäten im Freien für Kinder und Jugendliche können demnach wieder normal stattfinden. In Innenräumen wird für eine Gruppenanzahl von 20 Personen empfohlen, auch Kontaktsportarten sind dort wieder möglich. Für Erwachsene wird in überdachten Räumen eine Grenze von 20 Personen und das Halten von Abstand angeraten.

Darüber hinaus wird das seit vor Weihnachten geltende Ausschankverbot zurückgefahren: Restaurants und Kneipen dürfen zumindest wieder bis um 23.00 Uhr alkoholische Getränke an sitzende Gäste ausschenken. Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen in Innenräumen mit festen Sitzplätzen wird auf bis zu 200 Personen heraufgesetzt, ohne feste Plätze auf 30 drinnen und 200 draussen.

Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause positiv getestet

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich in Isolation, wie Stadtpräsident Alec von Graffenried am Donnerstag im Parlament mitteilte.

Er sei geimpft, geboostert und habe einen milden Verlauf, sagte Nause am Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. In Isolation sei er seit Montagabend. Er fühle sich gut und gehe seinen Amtsgeschäften von daheim aus nach. Am Mittwoch habe er auch virtuell an der Gemeinderatssitzung teilgenommen.

Der 50-jährige Mitte-Politiker Nause ist das dritte Mitglied der fünfköpfigen Berner Stadtregierung, das positiv getestet wurde. Vor gut einem Jahr hatte sich zuerst Stadtpräsident von Graffenried und kurz darauf Bildungsdirektorin Franziska Teuscher in Isolation begeben müssen.

Biden will eine Milliarde Corona-Heimtests für Bürger bereitstellen

Die US-Regierung will insgesamt eine Milliarde Corona-Selbsttests für Bürger bereitstellen. Präsident Joe Biden kündigte am Donnerstag in Washington an, zusätzlich zu den bereits in Aussicht gestellten 500 Millionen Tests wolle die Regierung weitere 500 Millionen Tests kaufen, um sie kostenlos zu verteilen. Ab der kommenden Woche solle eine Webseite bereitstehen, auf der die Tests zur Lieferung nach Hause bestellt werden könnten. Die Vereinigten Staaten haben rund 330 Millionen Einwohner. 

Vor den Feiertagen im Dezember hatte es vor Testzentren im ganzen Land lange Schlangen gegeben. Tests waren teilweise ausverkauft oder nur sehr teuer zu haben. Biden räumte daher kurz vor Weihnachten Fehler bei der Beschaffung von Corona-Tests ein.

US-Präsident Joe Biden will eine Milliarde Corona-Heimtests für die amerikanischen Bürger bereitstellen. (Bild: Keystone)

Der Präsident sagte am Donnerstag, die Regierung arbeite weiter mit Einzelhändlern zusammen, um die Verfügbarkeit von Tests in Geschäften zu erhöhen. Es gebe ausserdem 20’000 Teststellen im ganzen Land, in denen sich Menschen kostenlos testen lassen könnten, betonte er.

Biden kündigte ausserdem an, die Regierung wolle hochwertige Masken gratis für Bürger bereitstellen. Details dazu würden in der kommenden Woche bekanntgegeben. Nicht jeder könne sich hochwertige Masken leisten, gab Biden zu bedenken. Er wisse auch, dass es nicht sehr bequem sei, ständig eine Maske zu tragen. Aber dies gehöre nun einmal zur «patriotischen Pflicht» in Pandemie-Zeiten. Der Präsident rief die Menschen einmal mehr dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen und eine Auffrischungsimpfung geben zu lassen.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Griechenland sinkt

In Griechenland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Donnerstag erneut gesunken. Die Gesundheitsbehörde zählte 20’409 neue Fälle binnen 24 Stunden – noch vor knapp zwei Wochen war wegen der Omikron-Variante ein Höchststand von mehr als 50’000 Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet worden. Die griechischen Experten sind sich derzeit aber uneins, ob die Spitze der Omikron-Welle schon überschritten ist oder ein neuerlicher Anstieg droht. Einige argumentieren zudem, dass längst nicht alle Fälle dokumentiert würden und die Fallzahlen viel höher lägen.

Fest steht, dass die Krankenhäuser trotz der hohen Neuinfektionszahlen bisher noch nicht ans Limit gekommen sind. Der Molekularbiologe Giannis Prassas warnt, dass der Druck auf die Krankenhäuser in den nächsten Tagen aber zunehmen wird.

Claudia Roth nach Corona-Erkrankung in Isolation
Die deutsche Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist an Corona erkrankt. (Bild: Keystone)

Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist an Corona erkrankt. Roth befände sich in Isolation, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag in Berlin. Die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär hatte im Bundestag gesagt, die Grünen-Politikerin sei in Isolation. Zuvor hatte es aus dem Kanzleramt auf Nachfrage keine Informationen zur Art der Erkrankung Roths gegeben. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut, hiess es nun.

Aerosol-Forscher: Omikron deutlich milder

Der Deutsche Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch berichtet von einem «deutlich milderen Krankheitsverlauf durch Omikron».  Aug Twitter schreibt er «Seit 1.1. haben sich die Infektionszahlen mehr als verdoppelt. Dennoch sinkt die Anzahl der Patienten auf Intensivstation.»

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA überraschend gestiegen

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen. In der vergangenen Woche seien sie um 23’000 auf 230’000 Anträge geklettert, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit.

Analysten hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang auf 200’000 Anträge gerechnet. Anfang Dezember war die Zahl der Hilfsanträge noch bis auf 188’000 gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit 1969.

Die wöchentlichen Erstanträge gelten als Frühindikator für den amerikanischen Arbeitsmarkt. Die US-Notenbank (Fed) berücksichtigt die Lage am Arbeitsmarkt stark bei ihrer Geldpolitik. Sie will ihre Anleihekäufe bis März beenden. Zudem haben einige Notenbankvertreter schon für den März die erste Leitzinsanhebung seit Beginn der Pandemie prognostiziert.

Delta Air Lines rechnet trotz Omikron mit profitablem Jahr

Trotz vorhersehbarer Verluste wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante will die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines ab März wieder profitabel arbeiten. Nach einem schwachen Jahresauftakt mit den voraussichtlich verlustreichen Monaten Januar und Februar erwarte das Unternehmen für alle darauffolgenden Quartale ein gutes Ergebnis, sagte Finanzchef Dan Janki am Donnerstag in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) laut Mitteilung. Entsprechend sollte dieses Jahr ein «bedeutender Gewinn» erwirtschaftet werden.

Rund um die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel hatte Delta wie auch andere Fluggesellschaften in den USA mehrere Hundert Flüge annulliert. Grund war die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sowie schlechtes Wetter. Ersteres habe sich auch drastisch auf den Personalstand der Firma ausgewirkt, sagte Konzernchef Ed Bastian. «Omikron wird voraussichtlich die Erholung der Nachfrage um 60 Tage verzögern», sagte er. Mittlerweile habe sich der Flugbetrieb bei Delta wieder auf den Stand vor Weihnachten normalisiert. Vor allem für den Frühling und Sommer rechnet Bastian mit einer stärkeren Nachfrage nach Reisen.

Im Schlussquartal setzte Delta gut 8,45 Milliarden US-Dollar um. Unterm Strich stand ein Verlust von 408 Millionen Dollar.

Frankreichs Gesundheitsminister positiv auf Corona getestet

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher begebe er sich in Quarantäne und setze seine Arbeit aus der Distanz fort, teilte der 41-Jährige am Donnerstagmittag mit.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld des Ministers erfuhr, nahm Véran den Corona-Test nach dem Auftreten leichter Symptome vor. Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land.

Am Mittwoch wurden knapp 362’000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages vermeldet. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2811 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche

Frankreichs Gesundheitsminister Oliviee Véran ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher begebe er sich in Quarantäne und setze seine Arbeit aus der Distanz fort, teilte der 41-Jährige am Donnerstagmittag mit.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld des Ministers erfuhr, nahm Véran den Corona-Test nach dem Auftreten leichter Symptome vor. Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land.

Am Mittwoch wurden knapp 362’000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages vermeldet. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2811 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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