Alle Segmente der ICT-Branche rechnen im ersten Quartal mit einem Wachstum. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Schweizer ICT-Branche strotzt vor Optimismus

Der ICT-Index des Branchenverbands Swico, der vierteljährlich den Konjunktur-Puls der Digitalisierer misst, liegt auf dem zweithöchsten Stand seit Messbeginn.

Die Schweizer IT- und Telekombranche blickt äusserst optimistisch ins neue Jahr: Der ICT-Index des Branchenverbands Swico, der vierteljährlich den Konjunktur-Puls der hiesigen Digitalisierer misst, liegt auf dem zweithöchsten Stand seit Messbeginn.

Insgesamt hat der Index 120,7 Punkte erreicht, wie die Swico am Mittwoch vor den Medien in Zürich bekannt gab. Damit liegt der Index weit über dem Stand von 100 Punkten, der die Wachstumsgrenze markiert. Allerdings schränkte die Swico ein, dass die Prognosen noch vor dem Auftauchen der Omikron-Welle erhoben worden seien.

Mit Spitzenwerten starte das Segment Consulting ins neue Jahr: Deren Teilindexwert kletterte um 11,9 auf 128,3 Punkte. «Das ist der höchste Wert, den die Teilbranche seit Erhebungsbeginn verzeichnet», schrieb die Swico. Auf sehr hohen Werten von ebenfalls über 120 Punkten (121,8 Punkten) sei die Schweizer Software-Branche gelandet.

Knapp dahinter liegen die IT-Services mit 117,4 Punkten, die allerdings einen leichten Rückgang von 1,4 Punkten hinnehmen mussten. Bei der IT-Technologie blieben die Erwartungen praktisch unverändert auf 113,6 Punkten.

Dagegen tun sich die Segmente Consumer Electronics (88,5 Punkte) und Imaging, Printing, Finishing (95,9 Punkte) weiterhin schwer, wie die Swico feststellte. Sie bleiben unter der Wachstumszone von 100 Punkten.

Rentableres Wachstum erwartet

Insgesamt erwarten alle Segmente der ICT-Branche für das erste Quartal 2022 ein rentableres Wachstum als im selben Quartal des letzten Jahres. Die Hauptherausforderungen sieht die Branche vor allem im Kundenmanagement und da in der Gewinnung von Neukunden und Projekten.

«Selbstverständlich sind die positiven Perspektiven der Branche auf das neue Jahr sehr erfreulich. Auch wenn sie mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen sind, da das konjunkturelle Umfeld bei der Datenerhebung noch nicht durch die Dynamik der Omikron-Variante geprägt war», erklärte Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen von der Swico. Dennoch: Die Digitalisierungsbranche der Schweiz habe sich in der Coronakrise als äusserst resilient erwiesen.

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