Featured Video Play Icon
Der Telebasel Talk vom 11. Januar 2022.
Basel

Massive Bildungslücken wegen Corona? GLP-Politikerin fordert Massnahmen

Quarantäne, Isolation und Depooling führten zu Unterrichtsausfällen in teilweise hohem Ausmass, sagt Sandra Bothe-Wenk. Der Kanton müsse aktiv werden.

«Die Lernsituationen im Klassenzimmer gestalten sich herausfordernd und das dauernde Lüften führt zu erschwerten Lernbedingungen. Die teilweise langdauernden Absenzen von Lern- und Fachpersonen und die selten vollständig anwesenden Klassen stellen für die Unterrichtsorganisation grosse Schwierigkeiten dar, das Aufholen von fehlenden Lerninhalten ist nicht gewährleistet», schreibt GLP-Grossrätin Sandra Bothe-Wenk in ihrer Interpellation.

Wird das Ausmass der Bildungslücken erhoben?

Sie befürchtet schulische Defizite, gar erhebliche Bildungslücken in der Grundschulausbildung. Die Lernziele könnten kaum erreicht werden. Die Situation bezüglich Chancengleichheit sei verschärft. Besonders erschwert sei die Situation für Schülerinnen und Schüler, die am Ende der 6. Primar-, bzw. am Ende der 3. Sekundarklasse vor einem Stufenwechsel stehen.

Die GLP-Politikerin fordert nun Informationen zur Lage. Sie fragt: Werden entstandene Wissenslücken auf den Schulstufen seit Beginn der Pandemie erhoben? Wenn ja, wie und mit welchem Resultat? Wenn nein, warum nicht? Die Defizite müssten aufgearbeitet werden.

Häufige Kontakte mit Eltern

Sandra Bothe-Wenk beobachtet das Problem schon länger. Als Geschäftsführerin des Kinderhauses Gampiross (Kindergarten mit Betreuung und Tagesstruktur) ist sie in häufigem Kontakt mit Eltern. Zudem ist sie Mutter eines Sohnes im Grundschulalter. «Wegen der Depooling-Tests hatte er über mehrere Wochen einfach nur an vier Tagen Schule. Ich frage mich, wie da der Stoff aufgeholt werden soll», sagt Sandra Bothe-Wenk.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel