2021 wurden in der Schweiz 26,4 Prozent mehr Camper gekauft als im Vorjahr. (Bild: Keystone)
Schweiz

26,4 Prozent mehr Camper gekauft

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen im Reiseverkehr haben die Nachfrage nach Wohnmobilen massiv befeuert.

Die Zahl der in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein neu immatrikulierten Camper lag im vergangenen Jahr 2021 um gut 26,4 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie der Verband Auto-Schweiz am Dienstag, 11. Januar 2022, mitteilte.

Mit insgesamt 7’588 Neuzulassungen wurde ein neuer Rekord erzielt. 2019 – also vor der Pandemie – hatte die Zahl laut Communiqué noch bei nur 4’766 gelegen. Innerhalb von zwei Jahren sind die Neuimmatrikulationen von Wohnmobilen und Wohnwagen folglich um satte 59 Prozent gestiegen.

Camping habe offensichtlich durch die Pandemie an Beliebtheit gewonnen, da es als komfortable und sichere Reiseform gelte, insbesondere in Bezug auf die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus, schreibt der Verband als mögliche Erklärung für den Anstieg.

Halbleitermangel und fehlende Rohstoffe

Anders als bei den Campern sah es 2021 in der Kategorie der schweren Nutzfahrzeuge aus. Dieser Markt habe sich weiterhin im Pandemie-Modus befunden, heisst es. Mit 3’565 Inverkehrssetzungen verharrte die Kategorie praktisch auf dem Niveau von 2020. Bei den schweren Nutzfahrzeugen habe sich somit das Fehlen von Halbleiterprodukten und anderer Rohstoffe deutlich bemerkbar gemacht, schreibt der Verband.

Gleiches gelte auch für die leichten Nutzfahrzeuge. Hier stiegen die Neuzulassungen zwar um 4,3 Prozent auf 29’251 Fahrzeuge an. Ohne die negativen Einflüsse des Mangels an elektronischen Bauteilen wäre das Plus aber sicher grösser ausgefallen, so die Einschätzung. Zum Vor-Pandemie-Niveau des Marktes fehle somit noch ein ganzes Stück.

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