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Der Telebasel News Beitrag vom 9. Januar 2022.
Basel

Das Lido bringt Leben ins St. Johann

Zwischennutzung bis 2024: Auf einem einst kahlen Grundstück im St. Johann ist während warmen Tagen Beachvolleyball, Boule und Padel-Tennis angesagt.

Der Verein Padelys wurde auf das Lysbüchel-Areal aufmerksam. Damals zog eine Kieslandschaft durch das Industrieareal. Als zu dieser Zeit klar war, dass die SBB als Besitzerin des Areals, dieses Gebiet ausschreiben will, schmiedete der Verein sofort Pläne. So entstand innerhalb eines halben Jahres ein Ort der Zusammenkunft an der Buvette Lido. Auch Beachvolleyball, Boule und seit neustem Padel-Tennis gehören zum Freizeitangebot.

Vieles ist «self-made»

Einst war der Platz der SBB neben den grossen Fernwärme-Schornsteinen der IWB voll mit leerstehenden Industriegebäuden. Als diese abgerissen wurden, verblieb auf dem Areal eine Leere.

Innert Kürze baute der Verein Padelys den Platz auf dem Lysbüchel-Areal zu einem Ort der Zusammenkunft um. (Bild: zVg)

Der leerstehenden Platz ergriff Till Schmidlins Aufmerksamkeit. Er ist Präsident des Vereins Padelys und war beim Bau der Indoor Boulderhalle, wenige Meter daneben, involviert. Als nach Abklärungen die SBB dem Verein mitteilte, dass der Ort für eine Zwischennutzung ausgeschrieben wurde, war für den Verein klar, eine Bewerbung zu schreiben.

Wenige Monate später war das Lido geboren. Ausschliesslich der Arbeiten an Strom und Wasser baute der Verein mit freiwilligen Helfern das Areal komplett eigenständig um.

Sport, der das St. Johann belebt

Schnell zierte nebst der Buvette auch eine Boule-Bahn und ein Beachvolleyballfeld das Areal. Besonders das Beachvolleyballfeld ist während den warmen Sommermonaten beliebt.

Mittels eines Schuhs am Feldrand signalisieren dort Teams eine Spielherausforderung. So kommt es an einem Sommerabend vor, dass über zehn Schuhe am Feldrand liegen und somit genauso viele, wenn nicht mehr, Matches gespielt werden.

Halbes Jahr Verspätung bei den Padel-Courts

Länger ging es beim Bau der Tennis-Courts. Seit Dezember kann man am Lido auch die Trendsportart Padel-Tennis spielen. Es handelt sich um eine der am schnellsten wachsenden Sportarten auf der ganzen Welt.

Der Bau der Courts zog sich in die Länge. Der Grund waren Lieferverzögerungen und Qualitätsfehler. «Es war sehr schwierig mit dem Produzenten. Es hiess, es wird Ede Juni, dann Ende Juli, dann Ende September. Wir sassen immer auf Nadeln», erzählt Vereinspräsident Till Schmidlin.

Der Verein musste dem Lieferanten stets Druck machen: «Wir waren hier schon bereit, um den Lastwagen abzuladen. Es kam nichts, wir hatten nichts gehört. Das war schwierig. Schlussendlich auch mental, allem immer nachrennen zu müssen. Das war wirklich die einzige grosse Schwierigkeit von unserem Projekt.»

Die Padel-Courts können seit Dezember via lidobasel.ch gebucht werden. Es ist die einzige Outdoor-Anlage der Region. Das Lido ist als eine Zwischennutzung bis 2024 geplant.

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