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Schweiz

BAG meldet 29’887 neue Corona-Fälle in 24 Stunden

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
England verkürzt Quarantäne für Infizierte auf fünf Tage

Corona-Infizierte in England müssen sich künftig nur noch fünf Tage lang nach ihrem positiven Test isolieren.

Nach zwei aufeinanderfolgenden negativen Tests könnten die Bürger dann an Tag 6 die Quarantäne verlassen, wie der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Donnerstag im Londoner Unterhaus ankündigte.

Zwei Drittel der Infizierten seien am Ende des fünften Tages nicht mehr ansteckend. Javid liess offen, ob PCR- oder Schnelltests verwendet werden müssen. Bisher reichen negative Schnelltest-Ergebnisse für ein Quarantäne-Ende nach sieben Tagen aus.

Die hochansteckende Omikron-Variante sorgt in Grossbritannien für massive Personalausfälle in vielen systemrelevanten Branchen wie Schulen oder Krankenhäusern. Mit der verkürzten Quarantäne soll dies abgefedert werden. Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und sind häufig strenger.

St. Galler Fachmesse Tier und Technik 2022 abgesagt

Die Olma Messen St. Gallen haben beschlossen, die ausverkaufte Tier und Technik Fachmesse 2022 abzusagen. Die 21. Internationale Fachmesse hätte vom 24. bis 27. Februar auf dem Gelände der Olma Messen stattfinden sollen.

Mit dem Beschluss, die Tier und Technik 2022 abzusagen, will der Messeveranstalter unnötigen Aufwand bei allen Beteiligten vermeiden.

«Wir haben uns für eine Durchführung eingesetzt, können aber leider nicht davon ausgehen, dass sich die pandemische Situation in den nächsten Wochen wesentlich entspannen wird», wird Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen, am Donnerstag in einer Medienmitteilung der Olma Messen zitiert.

Den Beschluss hätten die Verantwortlichen gemeinsam mit den Ausstellern getroffen. In einer Befragung habe die Mehrheit angekündigt, sich bei einer Durchführung mit starken Einschränkungen (2G+ oder 2G mit Maske) zurückzuziehen.

Deutscher Minister wirbt für Booster-Impfungen gegen Omikron

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts stark zunehmender Corona-Infektionen eindringlich zu weiteren Impfungen aufgerufen.

Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, stehe der Impfstoff zur Verfügung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. «Durch diese Kampagne kann es gelingen, aus der Wand der Omikron-Welle einen steilen Hügel zu machen oder zumindest die Höhe der Wand zu begrenzen.» In beiden Fällen rette dies Menschenleben und helfe, das Gesundheitssystem zu schützen, so dass etwa auch Krebs- und Herzpatienten immer gut versorgt würden.

Lauterbach warb erneut auch für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland. Dies sei «der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie heraus.» Langfristig sei dies nur möglich, «wenn der allergrösste Teil der Bevölkerung so geimpft ist, dass schwere Verläufe auch mit neuen Varianten des Coronavirus nicht mehr erwartet werden können.» Denn es müsse auch in Zukunft mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten gerechnet werden.

Der Epidemiologe Lauterbach ist seit dem 8. Dezember deutscher Gesundheitsminister. Seit Beginn der Corona-Pandemie war der SPD-Gesundheitsexperte und Medizinprofessor als häufiger Talkshow-Gast zu einem der bekanntesten Gesicht im deutschen Fernsehen geworden.

BAG meldet 29'887 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 29’887 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 122 Spitaleinweisungen.

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Mozartwoche 2022 in Salzburg wegen Corona-Pandemie abgesagt

Die Mozartwoche 2022 in Salzburg fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Das weltweit bedeutendste Mozartfestival (27.1.-6.2.) wurde abgesagt.

«Die Lage in Salzburg hat sich dramatisch verschlechtert und es ist, nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden, keine Besserung in Sicht», informierte Intendant Rolando Villazon am Donnerstag laut einer Mitteilung.

Ein Festhalten an dem diesjährigen Festival mit rund 60 Veranstaltungen an zehn Standorten in Salzburg sei angesichts der Einschätzung der Behörden für alle Beteiligten unzumutbar, erklärte Villazon. Eine Verschiebung der Mozartwoche 2022 sei wegen der langen organisatorischen Vorlaufzeit und der Nicht-Verfügbarkeit wesentlicher Künstlerinnen und Künstler zu einem späteren Zeitpunkt nicht möglich.

Ein Festival in dieser Grössenordnung mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern, Orchestern und Ensembles sowie Publikum aus aller Welt sei mit den aktuellen Rahmenbedingungen und der fehlenden Planungssicherheit nicht durchführbar. Der von der Salzburger Landesregierung errechnete Peak an Corona-Fallzahlen falle genau in die Festivalwoche, hiess es.

Swissmedic lässt Antikörper-Medikament befristet zu

Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat das Medikament Regkirona in der Schweiz befristet zugelassen. Es kann als Antikörper zur Behandlung von Covid-19 bei Erwachsenen eingesetzt werden.

Es handle sich bei Regkirona um ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, teilte Swissmedic am Donnerstag mit. Das Medikament könnte bei Erwachsenen eingesetzt werden, wenn keine Sauerstofftherapie oder Spitaleinweisung aufgrund der Erkrankung nötig sei und ein hohes Risiko bestehe, einen schweren Verlauf zu erleiden.

Das Arzneimittel enthält den Antikörper Regdanvimab und wird intravenös verabreicht. Die Zubereitung und Verabreichung sollte gemäss der Angaben von Swissmedic von einer qualifizierten medizinischen Fachperson eingeleitet und überwacht werden. Informationen zur Wirksamkeit bei der Omikron-Variante habe die Gesuchstellerin im Rahmen des vorliegenden Gesuchs keine eingereicht, hiess es weiter.

Athen verpflichtet erneut freiberufliche Ärzte zum Corona-Dienst

Die griechische Regierung hat Dutzende freiberufliche Ärzte zum Corona-Dienst verpflichtet.

Die 90 Mediziner sollen schon von Donnerstag an in staatlichen Krankenhäusern vor allem in Nordgriechenland eingesetzt werden und ihre Kollegen dort entlasten, wie die Nachrichtenagentur ANA berichtet. Es handelt sich hauptsächlich um Anästhesisten und Lungenfachärzte.

Athen hatte bereits im November in Thessaloniki und Umgebung Dutzende Ärzte eingezogen. Die gesetzliche Grundlage dazu war angesichts der Pandemie bereits 2020 geschaffen worden. Sie ermöglicht es auch, Privatkliniken für die Versorgung von Kranken zu verpflichten.

Wegen der Omikron-Variante sind die griechischen Krankenhäuser seit Wochen stark belastet. Seit Jahresanfang werden in dem Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern täglich zwischen 25 000 und 50 000 Neuinfektionen gemeldet.

Mit mRNA-Impfstoffen Geboosterte am besten vor Omikron geschützt

In einer internationalen Studie wurde untersucht, wie wirksam unterschiedliche Impfungen gegenüber der Omikron- und frühere Varianten sind. Resultat: Nur mit mRNA-Impfstoffen Geboosterte waren gegen die neue Variante geschützt, Genesene und Geimpfte dagegen nicht.

Die Untersuchung von 239 geimpften Probanden ergab, dass die Antikörper nach dem Booster mit mRNA-Impfstoffen kaum schwächer gegen Omikron wirkten als gegen das ursprüngliche Virus, den sogenannten Wildtyp. Andere Impfschemata zeigten hingegen kaum oder keine Wirkung gegenüber der neuen Virusvariante.

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Zuschauer-Zahl am Australian Open wird begrenzt

Wegen steigender Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria beschränkt die Regionalregierung in Melbourne die Zuschauerzahl bei den Australian Open auf 50 Prozent der Kapazität. Alle bisher verkauften Tickets bleiben gültig.

Das versicherte die Regierung am Donnerstag. Nach Angaben der Zeitung «The Age» sind bislang für keine Partie des am Montag beginnenden Turniers mehr als die Hälfte der Tickets verkauft worden.

Wegen der Ausbreitung der ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus waren die Infektionszahlen vor allem in Victoria und im Bundesstaat New South Wales mit der Grossstadt Sydney zuletzt massiv gestiegen. Deshalb gebe es auch eine Maskenpflicht für alle Besucher, hiess es weiter.

Die Australian Open in Melbourne beginnen am Montag und enden am 30. Januar mit dem Finale im Herren-Einzel. Ob der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic am Turnier teilnehmen darf und versuchen kann, seinen Titel zu verteidigen, ist weiter unklar. Einwanderungsminister Alex Hawke könnte das Visum des ungeimpften Serben noch immer aufheben. Eine Entscheidung soll möglicherweise noch im Laufe des Tages fallen.

Frankreichs Senat billigt verschärfte Corona-Regeln mit Einschränkung

Frankreichs Senat hat die geplante Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte in der Nacht zu Donnerstag mit Einschränkungen gebilligt. Um die fünfte Welle einzudämmen, erhalten Ungeimpfte damit schon bald keinen Zugang mehr zu Einrichtungen etwa der Gastronomie und Kultur und können keine Fernzüge und Flüge mehr nutzen. Bislang war dies noch mit einem aktuellen negativen Test möglich. Der Senat bestimmte aber, dass die Verschärfung nur solange gilt, wie sich mehr als 10 000 Corona-Patienten in französischen Kliniken befinden. Aktuell sind es rund 24 000 Patienten.

Auch Genesene sollen künftig den digitalen Corona-Pass erhalten, der uneingeschränkten Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen ermöglicht, wie der Senat bestimmte. Die Pflicht zu einem Impfnachweis als Zugangsvoraussetzung soll ausserdem erst ab 18 Jahren gelten. Bei übergeordneten Gründen sollen Fernreisen weiterhin auch mit einem Test ohne Impfung möglich sein. Auch wer einen Impftermin bereits vereinbart hat, soll vorübergehend weiter mit einem Test überall Zugang erhalten. Härtere Strafen wischte der Senat ebenso vom Tisch wie eine Verpflichtung von Gastronomen zur Überprüfung der Identität von Gästen. Dies sei alleine Befugnis der Polizei.

Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Am Mittwoch wurden knapp 362 000 registrierte Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2811. Er gibt an, wie viele Infektionen innerhalb einer Woche auf 100 000 Menschen erfasst wurden.

Moderna erwartet im März Daten zur Impfung für Kinder ab zwei Jahren

Der US-Hersteller Moderna rechnet im März mit den Ergebnissen seiner klinischen Studie zum Corona-Impfstoff für Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren. Falls die Daten und Gespräche mit der Aufsichtsbehörde positiv ausfielen, könnte Moderna sich dann für die Impfung um eine Notfallzulassung bemühen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die anderen Hersteller eines mRNA-Impfstoffs, Biontech und Pfizer, hatten Mitte Dezember erklärt, sie rechneten damit, für die Altersgruppen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren «im ersten Halbjahr 2022» eine Notfallzulassung beantragen zu können. Viele US-Experten rechnen im Lauf des ersten Halbjahres mit einer Notfallzulassung für einen Impfstoff für Kleinkinder ab zwei Jahren.

Das Biontech/Pfizer-Präparat ist in den USA von der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA bereits für Kinder ab fünf Jahren zugelassen, die Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson hingegen bislang nur für Erwachsene. Moderna hat in den USA bereits eine Notfallzulassung für die Altersgruppe von 12 bis 18 Jahren beantragt. Die FDA verlangte im vergangenen Oktober aber zusätzliche Daten von dem Hersteller und hat noch nicht über den Antrag entschieden.

WHO entscheidet über Verlängerung des Corona-Gesundheitsnotstands

Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erörtert ein unabhängiger Experten-Ausschuss an diesem Donnerstag, ob die Corona-Lage weiterhin als internationaler Gesundheitsnotstand eingestuft wird. Dieser Notstand – genannt «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» – gilt inzwischen schon seit fast zwei Jahren. Es ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Der Ausschuss will noch am Abend eine Empfehlung abgeben. Die Weltgesundheitsorganisation folgt in aller Regel einer solchen Empfehlung.

Die Erklärung einer Notlage soll den Fokus der Weltgemeinschaft auf ein gefährliches Problem lenken und Regierungen anspornen, Massnahmen zu ergreifen. Bei Corona sind das die bekannten Vorschriften wie Handhygiene, Maske tragen und Abstand halten. Ob der Ausschuss empfiehlt, die Notlage für beendet zu erklären oder nicht: Praktisch hätte das kaum Konsequenzen. Experten sind jedoch besorgt, dass eine Beendigung ein falsches Signal senden könnte.

WHO-Coronaexpertin Maria van Kerkhove sagte am Mittwochabend in Genf: «Das Virus ist auf dem besten Weg, endemisch zu werden, daran besteht kein Zweifel. Aber wir sind noch nicht so weit.» Endemisch ist eine Krankheit, wenn sie in einer Region fortwährend auftritt. Dazu gehört etwa die Grippe, die einem saisonalem Muster folgt.

WHO entscheidet über Verlängerung des Corona-Gesundheitsnotstands

Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erörtert ein unabhängiger Experten-Ausschuss an diesem Donnerstag, ob die Corona-Lage weiterhin als internationaler Gesundheitsnotstand eingestuft wird. Dieser Notstand – genannt «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» – gilt inzwischen schon seit fast zwei Jahren. Es ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Der Ausschuss will noch am Abend eine Empfehlung abgeben. Die Weltgesundheitsorganisation folgt in aller Regel einer solchen Empfehlung.

Die Erklärung einer Notlage soll den Fokus der Weltgemeinschaft auf ein gefährliches Problem lenken und Regierungen anspornen, Massnahmen zu ergreifen. Bei Corona sind das die bekannten Vorschriften wie Handhygiene, Maske tragen und Abstand halten. Ob der Ausschuss empfiehlt, die Notlage für beendet zu erklären oder nicht: Praktisch hätte das kaum Konsequenzen. Experten sind jedoch besorgt, dass eine Beendigung ein falsches Signal senden könnte.

Dänemark lockert Corona-Beschränkungen

Trotz vieler neuer Infektionen werden in Dänemark mehrere Corona-Beschränkungen gelockert. Zoos, Vergnügungsparks, Museen, Kunsthallen und andere Einrichtungen dürfen von Sonntag an wieder öffnen, ebenso wie Kinos und Theater mit einer Obergrenze bis zu 500 Besuchern. Dies kündigte die Regierung am Mittwochabend in Kopenhagen an. Vielerorts muss man aber per Corona-Pass vorzeigen, dass man geimpft oder genesen ist beziehungsweise negativ getestet wurde.

In dem Sechs-Millionen-Einwohner-Land wurden zuletzt mehrfach mehr als 20’000 Neuinfektionen pro Tag gezählt. Nach offiziellen Angaben macht die besonders ansteckende Omikron-Variante mittlerweile 96 Prozent aller neuen Infektionen aus. Gesundheitsminister Magnus Heunicke verwies jedoch darauf, dass die zwischenzeitlich steil gestiegene Kurve wieder abflache. Die Lage auf den Intensivstationen werde besonders genau beobachtet. Man habe die Lage dort im Griff.

Der Gesundheitsminister kündigte darüber hinaus an, dass besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit einer vierten Impfung gegeben werde. Fast 55 Prozent aller Menschen in Dänemark haben bereits eine Auffrischimpfung erhalten.

UNO nennt Impfpflicht-Debatte "Luxus"

Angesichts der Debatte um eine Impfpflicht in Ländern wie Deutschland werben die Vereinten Nationen für eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe. Die privilegierten Länder mit genügend Nachschub müssten dafür sorgen, dass Impfstoff auch in andere Staaten gebracht werde, sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York. «Wir können die Debatte zur Impfpflicht führen. Aber dies ist in der Tat ein Luxus. Konzentrieren wir uns also einfach darauf, Impfstoffe an Orte zu bringen, die sie brauchen.»

Während in den Industrienationen teilweise ein Überangebot an Impfstoffen herrscht, können in vielen ärmeren Ländern noch immer nicht alle Menschen immunisiert werden. Die Bundesregierung plant eine Impfpflicht für alle über 18. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge sind in Deutschland mittlerweile mindestens 60 Millionen Menschen (72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. Eine Auffrischungsimpfung erhielten 36,8 Millionen.

WHO: Impfpflicht muss zeitlich begrenzt sein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Impfpflicht nur als letztes Mittel, falls Menschen nicht anderweitig vom Nutzen einer Impfung überzeugt werden können. «Wir rufen immer dazu auf, dass eine Impfpflicht klar, eindeutig und zeitlich begrenzt ist», sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Mittwoch in Genf. Solch ein Schritt müsse begleitet sein von angemessener Risikokommunikation.

Vor einer Impfpflicht müssten alle Massnahmen ausgeschöpft werden, um sicherzustellen, dass Bürgerinnen und Bürger angemessen informiert sind. Zudem müsse sichergestellt sein, dass «die Resultate einer Impfpflicht für die öffentliche Gesundheit und die Gesellschaft schwerer wiegen als die Beeinträchtigung individueller Rechte oder individueller Freiheiten».

«Wie sehen eine Impfpflicht als letztes Mittel, im Fall einer grossen Epidemie, wie wir sie in den letzten Monaten mit Delta und Omikron gesehen haben, wenn wir wissen, dass Impfungen Leben retten werden», sagte Ryan. Der Mediziner sprach allgemein über das Für und Wider einer Impfpflicht. Er bezog sich nicht auf die Debatte in Deutschland.

Die WHO empfiehlt eine Impfpflicht nur als letztes Mittel. Sie solle «klar, eindeutig und zeitlich begrenzt» sein. (Bild: Keystone)
Griechenland verlängert Corona-Massnahmen über Mitte Januar hinaus

In Griechenland werden die seit dem Jahreswechsel geltenden strengeren Corona-Auflagen verlängert. Nach Angaben der Regierung von Mittwochabend sollen sie über den bisherigen Termin am 16. Januar hinaus noch mindestens eine weitere Woche in Kraft bleiben. Die Zahl der Neuinfektionen vor allem mit der Omikron-Variante bleibt weiterhin hoch. Anfang der Woche wurden nach der Rückkehr aus den Weihnachtsferien allein mehr als 25’000 Schüler und Lehrer positiv getestet. Von Dienstag auf Mittwoch wurden insgesamt 24’246 Neuinfektionen binnen 24 Stunden festgestellt.

Tavernen, Bars und Kneipen müssen nun weiterhin um Mitternacht schliessen. Gäste dürfen nicht stehen, sondern nur am Tisch bedient werden, Musik ist verboten. Bei Fussballspielen dürfen die Stadien nur zu zehn Prozent besetzt werden. Besucher von Pflegeheimen und Krankenhäusern müssen einen aktuellen PCR-Test vorweisen. In Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Für alle anderen Geschäfte gilt ohnehin die 2-G-Regel – nur geimpfte und genesene Menschen haben Zutritt.

Flughafen Zürich 2021 mit gut zehn Millionen Passagieren

Der Flughafen Zürich hat 2021 bei den Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr wieder etwas aufgeholt. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr 10,2 Millionen Passagiere über den Zürcher Flughafen, was einer Zunahme von knapp 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Dennoch bleiben die Passagierzahlen damit erneut weit hinter den Jahren vor der Coronapandemie zurück, wie einer Mitteilung des Flughafens vom Mittwoch zu entnehmen ist. Verglichen mit dem Jahr 2019 lagen die Passagierzahlen bei knapp einem Drittel.

Djibril Sow nach Corona-Verdacht zurück im Training

Der Schweizer Internationale Djibril Sow ist bei Eintracht Frankfurt wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Der 24-jährige Mittelfeldspieler hat mittlerweile einen negativen Corona-Test abgeliefert, nachdem bei einer Testreihe letzte Woche sein Ergebnis nicht eindeutig ausgefallen war. Frankfurts Trainer Oliver Glasner musste deshalb am Samstag bei der 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde auf Sows Dienste verzichten.

Vatikanstaat weitet Corona-Regeln aus

Der Vatikanstaat hat seine Corona-Regeln erweitert. In den vatikanischen Museen, den vatikanischen Gärten oder in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo gilt seit dem 10. Januar die 2G-Regel. Das Presseamt des Heiligen Stuhls machte am Mittwoch auf die Erweiterung aufmerksam. Wer also die für ihre Michelangelo-Fresken weltberühmte Sixtinische Kapelle besichtigen will, muss nachweislich geimpft oder genesen sein. Für die Mitarbeiter des Mini-Staates galt diese Regelung schon zuvor. In Innenräumen müssen die Menschen nun FFP2-Masken tragen. Der Vatikanstaat orientiert sich bei seinen Corona-Beschränkungen in der Regel an den italienischen.

Im Vatikanstaat gilt seit 10. Januar die 2G-Regel und eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen. (Bild: Keystone)
Italien: Bischof verbietet ungeimpften Priestern Kommunion-Austeilung

Ein Bischof in Süditalien greift bei den Ungeimpften durch: Giacomo Cirulli ordnete an, Priestern, Diakonen, Geistlichen und Laien das Austeilen der Kommunion im Gottesdienst zu untersagen, wenn sie nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Der 69-Jährige leitet die Diözesen Teano-Calvi und Alife-Caiazzo, eine knappe Autostunde nördlich von Neapel. Man wolle den Gemeinden damit eine Empfehlung geben, hiess es am Mittwoch aus dem Bistum Teano-Calvi.

«Die Covid-19-Pandemie-Lage verschlechtere sich konstant und gravierend», schrieb Cirulli in der Anordnung. Er forderte die Gemeinden ausserdem auf, die Hostien während der Gottesdienste streng bedeckt zu halten. Schliesslich appellierte er mit einem Zitat von Papst Franziskus, der ihn im September 2017 für das Amt ernannt hatte, an die Gläubigen: «Sich mit den von den zuständigen Behörden autorisierten Impfstoffen impfen zu lassen, ist ein Akt der Liebe.»

Das Schreiben vom 8. Januar sorgte für grösseres Aufsehen in Italien. Wegen des grossen medialen Interesses rechtfertigte Cirulli sein Vorgehen am folgenden Montag damit, dass es dem Schutz der Menschen diene. Man wolle damit der Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken, hiess es in dem schriftlichen Statement weiter.

Neuenburg schliesst wegen Corona mehrere Polizeischalter

Im Kanton Neuenburg kann die Bevölkerung ab Donnerstag mehrere Polizeischalter nicht mehr spontan aufzusuchen, um eine Strafanzeige zu erstatten, eine Amtshandlung vorzunehmen oder eine Auskunft zu erhalten. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, werden mehrere Schalter bis auf Weiteres geschlossen.

Die Schalterdienstleistungen würden vorübergehend nur noch per Telefon und E-Mail oder nach Terminvereinbarung erbracht, teilte die Kantonspolizei Neuenburg am Mittwoch mit. Betroffen sind die Schalter von Le Locle, Littoral West und Littoral Ost sowie von Le Cernier. Normal geöffnet bleiben dagegen die Polizeiposten von Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Fleurier.

Der Kanton Neuenburg hat mehrere Polizeischalter bis auf Weiteres geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. (Symbolbild: Keystone)
Tunesien führt wegen steigender Corona-Zahlen Ausgangssperre wieder ein

Tunesien hat im Zuge steigender Coronainfektionen erneut eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Diese gelte zunächst von Donnerstag an für zwei Wochen zwischen 22 und fünf Uhr, meldete die Staatsagentur TAP unter Berufung auf das Präsidialamt am Mittwoch. Zudem seien Demonstrationen in dem Zeitraum verboten.

In dem nordafrikanischen Staat mit 11,5 Millionen Einwohnern wurden laut Gesundheitsministerium zuletzt fast 4900 Corona-Neuinfektionen gemeldet, gut ein Viertel aller Tests war positiv.

Tunesien wurde bereits im vergangenen Sommer von einer schweren Corona-Welle getroffen. Dank vieler Impfspenden aus dem Ausland bekam das Land die Pandemie im Herbst aber in den Griff. Viele Coronamassnahmen wie etwa die nächtliche Ausgangssperre wurden wieder abgeschafft. Seit Januar dieses Jahres steigen die Zahlen vor allem wegen der ansteckenderen Virusvariante Omikron wieder stark.

Madrid erwägt Lockerung der Corona-Überwachung – und erntet Kritik

Eine von der spanischen Regierung angedachte Lockerung der Überwachung der Corona-Infektionen zur Entlastung des überforderten Gesundheitswesens stösst auf viel Widerstand.

«Es gibt Massnahmen, auf die nicht verzichtet werden kann. Bis diese Welle vorüber ist, ist es nicht ratsam, das System zu ändern», sagte der Vizepräsident der Spanischen Gesellschaft für Epidemiologie, Óscar Zurriaga, am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Der Professor an der Universität Valencia betonte: «Die Pandemie ist noch nicht vorbei und wir wissen nicht, wohin sie uns noch führen wird.» Man könne Covid-19 nicht mit einer Grippe vergleichen. «In einer schlechten Grippesaison kann es bei uns rund 1’500 Todesfälle geben.» Bei Corona gebe es weiterhin deutlich höhere Zahlen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Montag im Interview des Radiosenders «Cadena Ser» erklärt, spanische Experten arbeiteten «seit Wochen» daran, Covid-19 etwa wie eine Grippe zu behandeln und die Entwicklung der Infektionsfälle anhand eines Wächtersystems zu überwachen. Man müsse berücksichtigen, dass Covid-19 sich von einer Pandemie zu einer endemischen Krankheit entwickle, auf die man mit neuen Instrumenten reagieren müssen. Der sozialistische Politiker stellte derweil klar, dass man keinen Alleingang anstrebe: «Wir versuchen, eine Debatte auf europäischer Ebene anzustossen.»

Scholz hofft auf zügige Beratung zu Impfpflicht im Bundestag

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hofft auf eine zügige Beratung im Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. «Ich jedenfalls halte sie für notwendig und werde mich aktiv dafür einsetzen», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Er skizzierte zudem, wie er sich die Impfpflicht vorstelle: «Es sollte um alle Erwachsenen gehen», sagte er. Sie solle zudem möglichst unbürokratisch und schlank ausgestaltet sein. Der Debatte im Bundestag wolle er aber nicht vorgreifen.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hofft, dass die allgemeine Impfpflicht rasch vom Bundestag verabschiedet wird. (Bild: Keystone)

Scholz betonte, sich nicht impfen zu lassen sei keine persönliche Entscheidung, sondern habe Konsequenzen für das ganze Land. Zuletzt hätten Krankenhäuser Operationen absagen müssen, um Platz für die vielen Corona-Patienten zu machen. Man treffe nicht nur eine Entscheidung für sich, sondern für 80 Millionen andere. «Es gibt keine Entscheidung, die man nur für sich alleine trifft, und deshalb ist die Impfpflicht auch wichtig», betonte Scholz.

Der Bundeskanzler stimmte zugleich auf einen Anstieg der Corona-Zahlen ein. Man müsse davon ausgehen, dass die Infektionszahlen mit der Omikron-Variante bald deutlich zunähmen. Das sei ein Grund, den bisher eingeschlagenen vorsichtigen Corona-Kurs fortzusetzen.

Berlinale: Filmfestival findet mit 2G plus statt

In Deutschland soll die Berlinale 2022 trotz gestiegener Infektionszahlen stattfinden – allerdings mit verschärften Regeln. Die Kapazitäten in den Kinos werden begrenzt, ausserdem soll die 2G-plus-Regel gelten.

«Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die durch den unberechenbaren Verlauf der Pandemie entstehen», teilte die Festivalleitung am Mittwoch mit. «Gleichzeitig meinen wir, dass die Kultur eine so elementare Rolle in der Gesellschaft spielt, dass wir den Aspekt nicht aus den Augen lassen möchten.»

Johnson entschuldigt sich nach Corona-Gartenparty

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich nach einer Gartenparty in seinem Amtssitz während des ersten Corona-Lockdowns entschuldigt. Er verstehe die Wut in der Bevölkerung über die Feier, sagte Johnson am Mittwoch im Parlament in London.

Der Premier räumte ein, dass er an der Zusammenkunft am 20. Mai 2020 teilgenommen hat. Er sei in den Garten seines Amtssitzes gekommen, um sich bei Mitarbeitern zu bedanken und habe geglaubt, es habe sich um ein Arbeitstreffen gehandelt. Nach etwa 25 Minuten sei er zurück in sein Büro gegangen. Im Rückblick hätte er anders handeln müssen, räumte Johnson ein.

Labour-Chef Keir Starmer warf Johnson vor, mit dieser Erklärung die Bevölkerung zu beleidigen. Er forderte den Premier zum Rücktritt auf.

32'881 neue Corona-Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 32’881 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 36 neue Todesfälle und 249 Spitaleinweisungen.

Mehr dazu hier.

Jüngere Menschen fühlen sich in der Pandemie zu wenig angesprochen

Jüngere Menschen fühlen sich von der Diskussion während der Corona-Pandemie wenig angesprochen. Sie erinnern sich laut einer Studie kaum an irgend eine Art der Kommunikation über ihre Altersgruppe – und wenn, dann seien es kritische Medienberichte gewesen.

Eine gemeinsame Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Università della Svizzera italiana (USI) zeigt, dass der Diskurs im ersten Jahr der Corona-Pandemie grösstenteils an der jüngeren Bevölkerung vorbeiging, wie ZHAW und USI am Mittwoch mitteilten. Alle Hintergründe gibt es hier.

Omikron: Rund 500 Ex-Lehrer wollen in englischen Schulen aushelfen

In England haben sich rund 500 frühere Lehrerinnen und Lehrer aus dem Ruhestand gemeldet, um angesichts der Personalausfälle durch die Omikron-Welle in Schulen auszuhelfen. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das britische Bildungsministerium am Mittwoch herausgegeben hat.

Bildungsminister Nadhim Zahawi hatte Lehrkräfte im Ruhestand dazu aufgerufen, sich als temporäre Aushilfen zu melden, da die aktuelle Corona-Welle für massive Ausfälle in vielen kritischen Branchen sorgt. Zu Schulbeginn nach den Weihnachtsferien war dem Bildungsministerium zufolge rund eine von zwölf Lehrkräften in England krankgeschrieben, das entspricht rund 44’000 Beschäftigten.

Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Österreich

In Österreich hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Rekordwert erreicht. Wie die Behörden am Mittwoch berichteten, wurden binnen 24 Stunden rund 17 000 Fälle verzeichnet. Das sind fast zweimal so viel wie vor einer Woche.

Zugleich blieb die Lage in den Kliniken weiter stabil. Die Zahl der Patienten auf den Normal- und Intensivstationen sank leicht. Von der fünften Corona-Welle sind besonders die Bundesländer Wien, Salzburg und Tirol betroffen. Der bisherige Höchstwert an Neuansteckungen wurde am 19. November 2021 mit 15 800 Fällen dokumentiert.

Jugendliche erhalten wegen Maskenpflicht häufiger Alkohol und Tabak

Jugendliche kommen wegen der Maskentragepflicht viel leichter an Alkohol und Tabak. Dies haben die Testkäufe der Stadtpolizei Zürich im vergangenen Jahr gezeigt. In fast der Hälfte der Betriebe erhielten die Lockvögel die für sie verbotenen Produkte.

Jugendliche gelangen wegen der Maskenpflicht in Läden einfacher an Alkohol und Tabak, wie Testkäufe in Zürich zeigen. (Symbolbild: Keystone)

Die Stadtpolizei Zürich führte im vergangenen Jahr zusammen mit der Suchtpräventionsstelle und dem Blauen Kreuz insgesamt 57 Testkäufe durch. Dabei wurde kontrolliert, ob die Betriebe Bier, Wein oder Zigaretten an unter 16-Jährige und Spirituosen und Mischgetränke an unter 18-Jährige verkaufen.

Wie die Stadtpolizei Zürich am Mittwoch mitteilte, erhielten die 14- bis 17-jährigen Lockvögel in fast jedem zweiten Laden die für sie verbotenen Produkte. Dies bedeute eine deutliche Zunahme im Vergleich zu Vor-Corona-Jahren. Auch auf nationaler Ebene sei diese Entwicklung zu beobachten. Details dazu lesen Sie hier.

Neue Corona-Massnahmen in Schweden in Kraft getreten

In Schweden gilt seit Mittwoch eine ganze Reihe von neuen Corona-Massnahmen. Kneipen und Restaurants mit Ausschankgenehmigung müssen von nun an spätestens um 23.00 Uhr schliessen.

Gruppen dürfen dort jetzt maximal acht Personen gross sein, sie dürfen zudem nur am Tisch bedient werden. Erwachsene sind ausdrücklich dazu aufgerufen, ihre nahen Kontakte in Innenräumen zu begrenzen – das bedeutet, dass man grössere Zusammenkünfte und Feiern vermeiden soll. Unter anderem für öffentliche Veranstaltungen in Innenräumen gibt es nun Teilnehmerobergrenzen. All das gilt bis auf Weiteres und soll alle 14 Tage auf den Prüfstand kommen.

Trotz Corona-Unsicherheit mit positiver Rendite im 2021

Die Schweizer Pensionskassen haben sich im zweiten Corona-Jahr gut geschlagen und eine positive Rendite erzielt. Damit hielten sie den Pandemie-Unsicherheiten und den teils starken Schwankungen an den Finanzmärkten stand.

Im Dezember lag die Performance der von der UBS betrachteten Pensionskassen nach Gebühren bei durchschnittlich 1,39 Prozent. Dabei war die Bandbreite im Schlussmonat mit 2,94 Prozent höher als sonst, heisst es in der Studie vom Mittwoch. Eine grosse Kasse mit verwalteten Vermögen von mehr als 1 Milliarde Franken wies mit 3,07 Prozent das beste Ergebnis aus. Aber auch das schlechteste Ergebnis von einer kleineren Kasse mit weniger als 300 Millionen an verwalteten Vermögen war mit 0,13 Prozent noch positiv.

Graubünden führt wegen Omikron Meldepflicht für Pflegefachleute ein

Pflegefachleute, die in Graubünden wohnen, aber nicht auf ihrem Beruf arbeiten, müssen sich wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante beim Kanton melden. Die Bündner Regierung will sie zu Einsätzen aufbieten, sollte es im Gesundheitswesen zu Personalengpässen kommen.

Die Regierung geht gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch davon aus, dass die starke Zunahme der Coronafälle die medizinische Versorgung an ihre Grenzen bringen wird. Angesichts der angespannten Lage werde es unvermeidlich sein, dass Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen personelle Engpässe bewältigen müssten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Der Kanton Graubünden führt eine Meldepflicht für Pflegepersonal ein. (Bild: Keystone)

Corona-Kredite halten Konkurse auf tiefem Niveau

Die Unternehmenskonkurse in der Schweiz bleiben auf einem tiefen Niveau. Gemäss einer aktuellen Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes Dun & Bradstreet verhindern die Covid-19-Kredite einen starken Anstieg der Firmenpleiten.

In der Schweiz bleiben die Unternehmenskonkurse auf einem tiefen Niveau. (Bild: Keystone)

Im vergangenen Jahr 2021 gingen insgesamt 3946 Unternehmen in ein Insolvenzverfahren. Das entspreche zwar einem leichten Anstieg um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, liege aber noch immer deutlich unter dem Wert der Vor-Corona-Jahre, so Dun & Bradstreet. 2019 meldeten beispielsweise 4691 Firmen Konkurs an. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Erstmals über 80’000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Corona-Neuinfektionen hat in Deutschland erstmals die Schwelle von 80’000 Fällen überschritten.

Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des ans Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen 80’430 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.03 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 58’912 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 407,5 an. Sie liegt damit aber noch weit unter derjenigen von Nachbarländern wie der Schweiz, Belgien oder Frankreich.

Künftiger Vontobel-Präsident: «Impfgegner sollen Spitalbehandlung selbst bezahlen»

Andreas Uterman, künftiger Verwaltungsratspräsident bei der Bank Vontobel, will eine  «marktbasierte Lösung für das Impfgegner-Problem». Statt einer Impfpflicht sollen Ungeimpfte stärker an den von ihnen ausgelösten beteiligt werden.

Künftiger Vontobel-Präsident fordert: «Impfgegner sollen Spitalbehandlung selbst bezahlen». (Symbolbild: Keystone)

Ähnlich wie unerfahrene Autofahrer oder Reisende, die risikoreiche Aktivitäten planen, höhere Prämien zahlen, sollen Impfgegner mehr bezahlen müssen, als geimpfte Corona-Patienten. «Eine Möglichkeit, freiwillig Ungeimpfte zur Impfung zu bringen, ist sie an den Kosten ihrer eigenen Covid-Erkrankung im Spital zu beteiligen», so Utermann.

«Nun werden einige einwenden, dass dies finanziell Schwache und ethnische Minderheiten stark treffen würde, während Reiche einen Freipass erhalten», sagt er. Er schlägt deshalb eine Regelung wie bei der Festsetzung von Geschwindigkeitsbussen vor. Die Beteiligung an den eigenen Spitalkosten solle anhand eines Prozentsatzes des jährlichen Einkommens berechnet werden, wie CH-Media berichtet.

Kurzarbeit in Deutschland steigt kräftig

Die Zahl der Beschäftigen in Kurzarbeit in Deutschland ist nach Erkenntnissen des Ifo-Institutes deutlich gestiegen. Im Dezember legte sie auf 879’000 zu, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten. Im November hatte die Zahl bei 712’000 gelegen. Damit stieg der Anteil der Kurzarbeiter von 2,1 Prozent auf 2,6 Prozent der Beschäftigen.

Das Gastgewerbe verzeichnete dem Institut zufolge ein Plus von 75’000 auf 126’000. Im Einzelhandel stieg die Zahl von 23’000 auf 53’000. Besonders verbreitet ist Kurzarbeit in der Autobranche mit 17,6 Prozent oder 166’000 Beschäftigten. In der Industrie insgesamt wuchs die Zahl von 381’000 auf 390’000 Beschäftigte (5,6 Prozent). «Das ist eine Folge der zunehmenden Lieferengpässe», sagte Ifo-Forscher Sebastian Link.

Vor der Pandemie lag die Zahl der Kurzarbeiter im Februar 2020 bei 134’000, sprang im März auf 2,6 Millionen und erreichte im April 2020 den Rekordwert von 6 Millionen.

Bundesrat trifft sich am Mittwoch zu seiner nächsten Sitzung

Der Bundesrat diskutiert an seiner ersten Sitzung des Jahres erneut über die Coronavirus-Situation. Er dürfte dabei die Quarantäneregeln ändern. So soll die Quarantäne- respektive Isolationsdauer weiter verkürzt werden, um auch auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle die wichtigsten Infrastrukturen aufrechterhalten und auf genügend Personal zurückgreifen zu können.

Zudem wird die Regierung wohl die Verlängerung der geltenden Massnahmen bei den Kantonen in Konsultation schicken. Die 2G-(plus-)Regel in Innenräumen ist derzeit bis Ende Januar befristet. Auf weitergehende Massnahmen oder Lockerungen dürfte der Bundesrat vorderhand verzichten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Infektiologe ist aktuell gegen Grossveranstaltungen
Grossveranstaltungen mit vielen Zuschauern, wie hier vergangenes Wochenende in Adelboden, hält der Zürcher Infektiologe Jan Fehr für Verführt. (Bild: Keystone)

Der Zürcher Infektiologe Jan Fehr hält Grossveranstaltungen wie das Lauberhorn-Rennen oder die Solothurner Filmtage für verfrüht. Im Moment sei die Ungewissheit über die Omikron-Variante des Coronavirus noch zu gross.

Schutzkonzepte mit zuverlässigen Tests, die das Risiko auf ein erträgliches Mass reduzieren könnten, seien bei Grossveranstaltungen nicht wirklich umsetzbar, sagte Fehr in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Alles dazu lesen Sie hier.

Phuket als Fernreiseziel trotz Omikron weiter sehr beliebt

Thailands grösste Insel Phuket lockt trotz der weltweiten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus weiterhin zahlreiche Touristen an. Täglich registrierten sich derzeit durchschnittlich 4000 Urlauber für den so genannten «Thailand Pass», der für eine Reise auf die Insel notwendig ist, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» am Mittwoch unter Berufung auf die Tourismusbehörde Phukets. Die meisten Antragsteller kämen aus Deutschland, Russland und Grossbritannien, hiess es.

Thailand hatte wegen Omikron zuletzt die Einreiseregeln wieder verschärft. Auf Phuket ist es hingegen dank des im Juli eingeführten sogenannten «Sandbox»-Modells weiter möglich, als vollständig Geimpfter quarantänefrei Urlaub zu machen. Allerdings gibt es auch hier bestimmte Auflagen, darunter ein mindestens siebentägiger Aufenthalt in einem spezialisierten Hotel sowie zwei PCR-Tests während dieser Zeit.

Fauci: Omikron-Variante wird fast jeden Menschen treffen

Die extrem ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht des führenden US-Experten Anthony Fauci früher oder später fast alle Menschen treffen. «Mit der aussergewöhnlichen und beispiellosen Effektivität der Übertragung wird Omikron letztlich fast Jeden finden», sagte der Immunologe und Präsidentenberater am Dienstag. Auch Geimpfte würden infiziert werden, aber die meisten von ihnen würde es nicht so schwer erwischen, sie müssten also nicht in Krankenhaus oder würden nicht sterben, sagte Fauci im Gespräch mit dem Thinktank Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS).

Die Omikron-Variante wird fast jeden Menschen treffen: Diese Prognose stellt US-Experte Anthony Fauci. (Bild: Keystone)

Am schlimmsten werde es jene treffen, die immer noch nicht geimpft seien, sagte Fauci. In den USA sind nur 208 Millionen Menschen, also knapp 63 Prozent der Bevölkerung, vollständig geimpft. Nur 76 Millionen Menschen haben bislang eine Auffrischungsimpfung bekommen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Fauci beleidigt US-Senator nach hitzigem Schlagabtausch

Bei einem hitzigen Schlagabtausch mit republikanischen Abgeordneten bei einer Anhörung im US-Kongress ist dem präsidialen Covid-Berater Anthony Fauci der Kragen geplatzt. Der Immunologe – dessen Mikrofon nach einer Befragung durch Senator Roger Marshall noch immer angeschaltet war – sagte über diesen: «Was für ein Idiot, Jesus Christus». Das benutzte Wort «Moron» kann auch mit Trottel, Depp oder Schwachkopf übersetzt werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Weltkunstausstellung documenta findet trotz Corona statt

In diesem Jahr geht die Weltkunstausstellung documenta in Kassel in ihre fünfzehnte Runde – trotz des noch immer weltweit grassierenden Coronavirus.

«Wir gehen weiterhin davon aus, dass die documenta fifteen wie geplant stattfinden wird», sagte Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH. Die Schau soll vom 18. Juni bis 25. September dauern.

Eine der grössten Herausforderungen sei, dass es nur eine kurzfristige Planungssicherheit hinsichtlich der Hygiene- und Sicherheitsmassnahmen gebe, erklärte Schormann.

Provinz Quebec: Entweder impfen oder bezahlen

Nicht geimpfte Bewohner in der kanadischen Provinz Quebec müssen nach den Worten des örtlichen Ministerpräsidenten künftig extra zahlen. «Der Impfstoff ist der Schlüssel zur Bekämpfung des Virus. Aus diesem Grund denken wir an einen Beitrag für Erwachsene, die aus nicht-medizinischen Gründen die Impfung verweigern», kündigte Premier François Legault am Dienstag an. Wer in den kommenden Wochen die erste Dosis eines Vakzins verweigere, müsse einen neuen Gesundheitsbeitrag zahlen. Wie hoch dieser sein würde und wann er in Kraft treten soll blieb zunächst unklar.

Im bezüglich der Covid-Beschränkungen ohnehin schon relativ strikten Kanada gilt die östliche Provinz Quebec mit seinen über acht Millionen Einwohnern als besonders rigide. So besteht beispielsweise eine nächtliche Ausgangssperre. Auch gewisse Läden müssen sonntags geschlossen bleiben, was in dem nordamerikanischen Land sonst nicht üblich ist. Mit der neuen Regelung geht Quebec den umgekehrten Weg gegenüber den weit verbreiteten Anreizen für eine Impfung: So bekommen frisch Geimpfte in Teilen der USA unter anderem Geld oder geldwerte Prämien für die Immunisierung.

Biontech und Pfizer produzieren an Omikron angepassten Impfstoff

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen. Das teilte Biontech-Chef Ugur Sahin am Dienstag auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. «Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen.»

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält.

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Biontech/Pfizer hat mit der Produktion eines an Omikron angepassten Impfstoffs begonnen. (Symbolbild: Keystone)
Akira Schmid mit positivem Corona-Test

Einen Monat nach seinem Debüt in der NHL wird Akira Schmid vom Coronavirus eingebremst. Die New Jersey Devils haben den jungen Schweizer Goalie auf das Covid-Protokoll gesetzt. Der 21-jährige Emmentaler stand seit dem 11. Dezember dreimal im Tor der Devils und kam dabei auf eine Fangquote von 85,1 Prozent.

Der Schweizer NHL-Goalie Akira Schmid vin den New Jersey Devils hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)
US-Expertin: Die meisten Menschen werden sich mit Corona infizieren

Die amtierende Chefin der US-Arzneimittelbehörde FDA rechnet angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus mit einer Ansteckung von weiten Teilen der Bevölkerung. «Es ist schwer zu verarbeiten, was im Moment tatsächlich passiert, nämlich, dass die meisten Menschen Covid bekommen werden», sagte Janet Woodcock am Dienstag bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des US-Senats. «Wir müssen sicherstellen, dass die Krankenhäuser noch funktionieren, dass Transport- und andere unerlässliche Dienstleistungen nicht unterbrochen werden, während dies geschieht.»

Derzeit sind in den USA so viele mit dem Coronavirus infizierte Patienten wie nie seit Beginn der Pandemie vor rund zwei Jahren in Krankenhäusern. Nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag belegten sie knapp 146’000 Krankenhausbetten landesweit – mehr als jedes fünfte verfügbare Bett im Land. Insgesamt sind derzeit fast 78 Prozent aller Krankenhausbetten besetzt. Zuvor lag der Höchststand bei infizierten Patienten in Krankenhäusern nach Berichten von US-Medien vor knapp einem Jahr bei rund 142’000. Der Rekord wird auch auf die rasante Verbreitung der Omikron-Variante zurückgeführt.

Frankreich verzeichnet Corona-Rekordwert von 368'149 Neuinfektionen

Frankreich hat mit mehr als 368’000 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekordwert verzeichnet. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vom Dienstagabend wurden innerhalb von 24 Stunden 368’149 Neuinfektion gemeldet. Der bisherige Höchstwert vom vergangenen Mittwoch hatte bei 332’252 registrierten Ansteckungen gelegen.

Die Fallzahlen in Frankreich sind über die vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2’790. Er gibt an, wie viele Infektionen innerhalb einer Woche auf 100’000 Menschen erfasst wurden.

Um die fünfte Welle einzudämmen, will Frankreichs Regierung zu Mitte Januar die Corona-Regeln für Ungeimpfte deutlich verschärfen. Sie sollen dann keinen Zugang mehr zu Einrichtungen etwa aus Gastronomie und Kultur sowie Angeboten des Fernverkehrs haben. Vorher muss das Vorhaben aber noch vom Parlament endgültig gebilligt werden.

In Frankreich wurde mit über 368’000 Neuansteckungen innert eines Tages ein erneuter Rekord verzeichnet. (Bild: Keystone)
Bolivien: Vizepräsident und sechs Minister mit Corona infiziert

Boliviens Vizepräsident David Choquehuanca und sechs Minister der Regierung des südamerikanischen Landes sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Gesundheitszustand des Vizepräsidenten und der Minister sei stabil, hiess es in einer Mitteilung der Regierung. Sie befänden sich in Isolation und würden virtuell arbeiten.

Choquehuanca hatte sich mit Verweis auf die traditionelle Medizin und zwei vorherige Corona-Infektionen nach langwierigen Diskussionen erst kürzlich erstmals gegen Corona impfen lassen. Aussenminister Rogelio Mayta musste angesichts des positiven Tests nach seiner Teilnahme an der Aussenminister-Tagung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) in Buenos Aires bleiben.

In Bolivien, einem Andenstaat mit hohem indigenen Bevölkerungsanteil, in dem viele auch auf natürliche Heilmittel vertrauen, wurden bisher rund 686’000 bestätige Corona-Infektionen verzeichnet und fast 20’000 Tote im Zusammenhang mit dem Erreger registriert. Das Elf-Millionen-Einwohner-Land hatte zuletzt unter anderem angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante mit 60’801 Corona-Neuinfektionen eine Höchstmarke für eine Woche erreicht.

Niederlande: 77 Prozent mehr Neuinfektionen

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in den Niederlanden trotz des derzeitigen Lockdowns rasant aus. In den vergangenen sieben Tagen waren mehr als 200’000 neue Infektionen registriert worden – so viel wie nie zuvor. Im Vergleich zur Vorwoche sei dies ein Anstieg von mehr als 77 Prozent, teilte das zuständige Gesundheitsinstitut RIVM am Dienstag mit.

Die Welle macht sich aber in den Krankenhäusern noch nicht bemerkbar. Die Zahl der Covid-19-Patienten hat den Angaben zufolge erneut abgenommen. Allerdings verlangsame sich der Rückgang im Vergleich zur Vorwoche, hiess es. Das gelte auch für die Sterbefälle.

Fast die Hälfte der Neuinfektionen traf Personen im Alter von 15 bis 29 Jahren. Auffällig ist nach Angaben des RIVM auch die hohe Zahl von erneuten Infektionen – etwa 13 Prozent der Betroffenen waren bereits früher einmal infiziert gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 1’147.

Kitzbühel plant mit 1'000 Zuschauern

Die 82. Hahnenkammrennen der Alpinen vom 21. bis 23. Januar in Kitzbühel sollen trotz steigender Corona-Zahlen vor Zuschauern stattfinden. Man müsse «ein Signal setzen», sagte der Präsident des Kitzbüheler Skiclubs, Michael Huber, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. 1’000 Besucher sollen zugelassen werden.

Letzte Saison waren die Rennen in Kitzbühel pandemiebedingt ohne Zuschauer über die Bühne gegangen. Beat Feuz gewann beide Abfahrten.

Die Hahnenkammrennen in Kitzbühel sollen dieses Jahr trotz Corona-Pandemie vor 1’000 Zuschauern stattfinden. (Bild: Keystone)
Bolsonaro gründet Anti-Corona-Komitee für Indigene

Rund zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ein Dekret verabschiedet, mit dem ein Ausschuss zum Kampf gegen das Coronavirus für indigene Völker gegründet wird.

«Der Ausschuss sollte für die Überwachung der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bei isolierten oder kürzlich kontaktierten indigenen Völkern zuständig sein», hiess es in einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung am Dienstag. Ein Richter am obersten Gericht in Brasília hatte bereits im Juli 2020 angeordnet, Massnahmen zum Schutz indigener Gemeinschaften vor Covid-19 zu ergreifen.

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wobei das System des Gesundheitsministeriums nach einem mutmasslichen Hackerangriff immer noch beeinträchtigt ist. 618 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – eine der höchsten Todeszahlen der Welt. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro will indigene Völker mittels der Gründung eines Ausschusses besser gegen das Coronavirus schützen. (Bild: Keystone)
Spitäler bereiten sich auf "Superinfektionswoche" vor

Die Spitäler bereiten sich auf bis zu 300 zusätzliche Covid-Patienten pro Woche auf Intensivstationen vor. Dies dürfte noch im Januar der Fall sein. Denn laut der wissenschaftlichen Covid-Taskforce des Bundes wird der Höhepunkt der Omikron-Welle noch in diesem Monat erreicht werden.

Die Kantone bereiteten sich für diese Situation vor, indem sie etwa die Zahl der Betten aufstockten, sagte Marina Jamnicki, Kantonsärztin Graubünden und Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS), am Dienstag vor den Medien. Eine weitere Massnahme sei der Einbezug von weiteren Kliniken, die Covid-Patientinnen und -Patienten aufnehmen könnten.

Die Berichterstattung zur Medienkonferenz der Fachexperten des Bundes am Dienstag finden Sie hier.

Freiburger Einwohnerkontrolle wegen positiver Fälle geschlossen

Wegen vieler positiver Corona-Fälle muss die Einwohnerkontrolle der Stadt Freiburg ihre Schalter einstweilen schliessen. Die Anträge werden bis Ende kommender Woche ausschliesslich telefonisch oder via E-Mail entgegengenommen.

Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Der Personalmangel mache es zurzeit schwierig, die physische Präsenz am Empfang in gewohntem Umfang aufrecht zu erhalten. Die Dienstleistungen würden aber weiterhin angeboten. Die Schalter sollen am Montag, 24. Januar wieder geöffnet werden.

Österreichs Kanzler hält trotz Einwändeflut an Impfpflicht fest

Der Gesetzesentwurf für eine Corona-Impfpflicht in Österreich hat eine Flut kritischer Reaktionen ausgelöst. Wie das Parlament am Dienstag bekanntgab, sind mehr als 108’000 Stellungnahmen von Privatpersonen und Institutionen eingetroffen – so viele wie bei keinem Gesetz zuvor.

Trotz der Bedenken, die auch von Richtern und Experten geäussert wurden, will Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) die Regelung wie geplant Anfang Februar einführen.

Karl Nehammer zweifelt nicht an der Notwendigkeit einer Impfpflicht. (Bild: Keystone)

Laut dem Entwurf der konservativen ÖVP und der mitregierenden Grünen drohen Impfverweigerern Verwaltungsstrafen bis zu 3600 Euro. In einem abgekürzten Verfahren sind nur 600 Euro zu zahlen. Bei andauernder Nichtbefolgung wird nach drei Monaten eine neue Strafe verhängt. Einkommensverhältnisse werden bei der Strafhöhe berücksichtigt. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Der medizinische Datendienstleister des Bundes und der Länder warnte im Zuge der parlamentarischen Begutachtung, dass er die Regelung frühestens im April technisch umsetzen kann. Richterverbände warnten in Stellungnahmen vor der Überlastung der Verwaltungsgerichte. Bürger kritisierten unter anderem, dass Impfungen vorgeschrieben würden, die die Weitergabe des Virus nur unzureichend verhinderten.

Der Infektiologe Herwig Kollaritsch hält eine Verschiebung der Impfpflicht auf Ende Mai für machbar. Die Omikron-Welle könne auch bei einer Einführung Anfang Februar nicht aufgehalten werden, sagte das Mitglied des staatlichen Corona-Krisenstabes dem Sender ORF.

BAG meldet 24'602 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 24’602 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 129 Spitaleintritte.

WHO warnt: Jeder zweite Europäer wird in wenigen Wochen mit Omikron infiziert

Die Omikron-Wand wird Europa mit voller Härte treffen: Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzen, dass in zwei Monaten mehr als die Hälfte aller Menschen im Grossraum Europa mit der Coronavariante infiziert wird.

Dies, weil Omikron wegen seiner Mutationen menschliche Zellen schneller befalle und dies auch Geimpfte und Genesene betreffe, begründet, Hans Kluge, Direktor der WHO Europa. «Bei diesem Rhythmus sagt das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) voraus, dass sich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung der Region in den kommenden sechs bis acht Wochen mit Omikron angesteckt haben werden», sagte Kluge mit Verweis auf das Forschungsinstitut der University of Washington.

Mehr dazu hier.

«Partygate» und kein Ende: Berichte über Johnsons Corona-Gartenfeier

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät wegen des Corona-«Partygates» immer weiter in Erklärungsnot. (Bild: Keystone)

Neue Berichte über einen Partyaufruf in der Downing Street trotz strenger Corona-Regeln bringen den britischen Premierminister Boris Johnson in Erklärungsnot.

Dutzende Beschäftigte sowie der Regierungschef und seine heutige Frau Carrie Johnson sollen der Einladung von Johnsons Büroleiter Martin Reynolds gefolgt sein und sich am 20. Mai 2020 im Garten des Amtssitzes getroffen haben. Alle Details dazu finden Sie hier.

Patrizia Kummer begibt sich in Peking in Quarantäne

Obwohl die Snowboarderin Patrizia Kummer von Swiss Olympic nicht definitiv für die Olympischen Winterspiele selektioniert ist, reist sie bereits diese Woche nach Peking. Dort begibt sie sich in eine 21-tägige Quarantäne. Die Olympiasiegerin von 2014 im Parallel-Riesenslalom liess sich aus persönlichen Gründen nicht impfen.

«Ich respektiere die Regelungen der Behörden und des IOC», sagt die 34-jährige Walliserin. «Nun möchte ich mich komplett auf meine sportlichen Ziele an den Olympischen Spielen in Peking konzentrieren – alles andere kann ich nicht beeinflussen.»

Schweizer Banken trotz Pandemie zuversichtlich

Schweizer Banken blicken trotz anhaltend unsicheren Zeiten optimistisch in die Zukunft. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten und des eigenen Geschäftsgangs schätzen sie laut einer Umfrage deutlich positiver ein als noch vor einem Jahr.

So erwarten fast 90 Prozent der befragten Institute für das Geschäftsjahr 2021 einen Anstieg der operativen Ergebnisse – deutlich mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten «Bankenbarometer» des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Die meisten Banken erwarten sowohl kurzfristig als auch langfristig eine positive Entwicklung ihres operativen Geschäfts. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Die Schweizer Banken sind trotz Pandemie zuversichtlich. (Bild: Keystone)
SGB für Prämienverbilligungen statt Steuergeschenke für Reiche

In der Corona-Krise sind nach Angaben des SGB fast ausschliesslich Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen von Kaufkraftverlust betroffen gewesen. Damit habe die Krise vor allem jene getroffen, deren Einkommen bereits vorher kaum vom Fleck kamen.

«In dieser angespannten Lage muss die arbeitende Bevölkerung entlastet werden, doch Bundesrat und Parlament planen insgesamt gegen 3 Milliarden Franken Steuersenkungen für grosse Vermögen und hohe Einkommen», kritisierte der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) am Dienstag an seiner Jahresmedienkonferenz. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Nepal schliesst Schulen wegen Corona

Nepal wird seine Schulen wegen der raschen Corona-Verbreitung vorerst bis Ende Januar schliessen. Das gab ein Sprecher des Bildungsministeriums am Dienstag in Kathmandu bekannt. Bis dahin würden die Behörden mit den Schulen zusammenarbeiten, um Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren gegen Corona zu impfen.

Während der Pandemie waren in dem Himalaya-Land die Schulen insgesamt mehr als ein Jahr lang geschlossen. Das hat vor allem Kinder aus ärmeren Familien getroffen. Sie habe oft weder die Geräte noch einen zuverlässigen Zugang zur Stromversorgung oder zum Internet, um am Fernunterrricht teilzunehmen. In anderen Fällen müssen sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen.

In Nepal sind ab Dienstag auch öffentliche Ansammlungen von mehr als 25 Menschen verboten. Ausserdem dürfen Menschen, die nicht geimpft sind, nicht mehr in Hotels, Restaurants und Kinos zugehen. Bislang sind erst 37 Prozent der Menschen mit zwei Dosen geimpft worden. Lange Zeit konnte sich das Land nicht genügend Impfstoff verschaffen, um mehr Menschen zu impfen.

Spendenvolumen erstmals über zwei Milliarden Franken

Die Corona-Pandemie hat eine grosse Solidarität bei den Spendenden ausgelöst. Acht von zehn Haushalten haben 2020 gespendet, wie dem am Dienstag veröffentlichten Spendenreport von Swissfundraising und der Stiftung Zewo zu entnehmen ist.

Der mittlere jährliche gespendete Betrag sei von 300 auf 350 Franken gestiegen, heisst es weiter. Im Jahr 2020 habe das Spendenvolumen in der Schweiz erstmals die Schwelle von zwei Milliarden Franken überschritten.

Die Stiftung Zewo ist die schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen. Swissfundraising ist die Berufsorganisation der Fundraiserinnen und Fundraiser der Schweiz.

Statt Schliessungen: Kita-Verband empfiehlt kürzere Betriebszeiten
Der Kita-Verband empfiehlt kürzere Betriebszeiten, statt wegen der Omikron-Wand Schliessungen vorzunehmen. (Bild: Keystone)

Die hohen Omikron-Fallzahlen führen in Tagesschulen und Kindertagesstätten zu Personalausfällen: Wenn nötig sollen die Öffnungszeiten reduziert werden, empfiehlt der Branchenverband. So liessen sich zumindest Schliessungen verhindern. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Chefärzte machen sich wegen Pandemie grosse Sorgen um Jugendliche

Die Chefärztinnen und Chefärzte machen sich wegen der Corona-Pandemie grosse Sorgen um die seelische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Während Buben ihre Ängste und Probleme mit Mechanismen wie dem Gamen verdrängten, würden Mädchen rasch depressiv.

Eltern und Lehrpersonen seinen aufgefordert, genau hinzuschauen, wenn männliche Jugendliche auffallend lustlos, depressiv, gereizt und übermässig impulsiv seien, sagte Oliver Bilke-Hentsch, Präsident der Vereinigung Kinder- und Jugend-psychiatrischer Chefärztinnen und Chefärzte der Schweiz, in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Zuschauer-Regelung in Adelboden sorgt für Kopfschütteln

Geisterspiele in der Bundesliga, Zuschauerlimiten in Italien, Vierschanzentournee ohne Fans – doch in Adelboden bejubeln 12’000 Menschen dicht an dicht Spitzenleistungen helvetischer Ski-Asse. Erneut avanciert die Schweiz zum Corona-Sonderfall – und sorgt für Irritationen, wie die Zeitungen von CH Media berichten.

Sie wird zur Insel der gut besuchten Sportanlässe an der frischen Luft, während die Nachbarländer die Regeln verschärfen. Schon am Donnerstag starten die Lauberhornrennen in Wengen. Wieder könnten Bilder aus der Schweiz im Ausland verstören. Fans sind zugelassen, es gilt die 3G-Regel, Maskentragen wird wie in Adelboden empfohlen, aber nicht befohlen.

Schnegg: «Wir sind in einer neuen Phase angelangt»

Der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg spricht sich dafür aus, die Quarantäne für Personen, die mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sind, abzuschaffen. Bei den positiv getesteten Personen sollte die Isolationszeit auf fünf Tage verkürzt werden.

Will die Quarantäne-Regeln anpassen: Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg. (Bild: Keystone)

Dabei müsse mindestens ein Tag symptomfrei sein. Bei der Omikron-Variante seien viel weniger schwere Verläufe festzustellen als bei der Delta-Variante, begründete Schnegg in einem Interview mit den Berner Tageszeitungen «Der Bund» und «Berner Zeitung», einen solchen Schritt. Es sei mit einer sehr hohen Dunkelziffer zu rechnen.

Bundesrat wird am Mittwoch Entscheid über Quarantänedauer fällen
Laut Bundesrat Ueli Maurer seien derweil keine Schliessungen angezeigt. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat wird am Mittwoch über mögliche weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entscheiden. Ein wichtiger Diskussionspunkt werde dabei eine allfällige Verkürzung der Quarantänedauer sein, erklärte Bundesrat Ueli Maurer am Montagabend.

Schliessungen seien aber derzeit nicht angezeigt, denn in den Spitälern bleibe es noch ruhig, sagte Maurer in der Sendung EcoTalk von Schweizer Fernsehen SRF. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Mexikos Präsident erneut an Covid-19 erkrankt

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador ist zum zweiten Mal an Covid-19 erkrankt. «Ich teile euch mit, dass ich mich mit Covid-19 angesteckt habe», schrieb der Staatschef am Montag auf Twitter. «Obwohl ich nur leichte Symptome habe, bleibe ich in Quarantäne, mache nur Büroarbeiten und kommuniziere virtuell.» Bei seiner täglichen Pressekonferenz und anderen Veranstaltungen werde er bis auf Weiteres von Innenminister Adán Augusto López Hernández vertreten.

López Obrador war bereits im Januar vergangenen Jahres an Covid-19 erkrankt. Zu Beginn der Pandemie hatte der Linkspopulist das Coronavirus immer wieder verharmlost und sich gegen Beschränkungen gestemmt. In der letzten Zeit hatte der Präsident allerdings für die Impfung gegen das Virus geworben. Der 68-Jährige hat selbst bislang drei Impfdosen erhalten – die letzte Anfang Dezember 2021.

Berichte: Johnson bei Gartenparty während Corona-Lockdown

Neue Berichte über eine Gartenparty in der Downing Street während des Corona-Lockdowns erhöhen den Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson. Der Regierungschef und seine Frau Carrie Johnson hätten am 20. Mai 2020 mit 30 bis 40 Mitarbeitern an einer Zusammenkunft im Garten seines Amtssitzes teilgenommen, berichteten die Sender ITV und Sky News am Montagabend. Damals durften sich laut Corona-Regeln in England nur zwei Personen aus verschiedenen Haushalten im Freien treffen.

ITV zitierte aus einer Email-Einladung von Johnsons Privatsekretär Martin Reynolds an rund 100 Beschäftigte. Die Mitarbeiter sollten «das Beste aus dem schönen Wetter machen» und selbst Alkohol zu «Drinks mit Abstand» mitbringen. Am selben Nachmittag hatte der damalige Kulturminister Oliver Dowden die Bevölkerung aufgerufen, sich an die geltenden Bestimmungen zu halten.

Italien: Draghi rechtfertigt sich für Corona-Impfpflicht

Italiens Regierung hat sich nach der Ausweitung der Corona-Impfpflicht und der umstrittenen Schulöffnung für ihre Massnahmen gerechtfertigt. «Ein Grossteil der Probleme, die wir heute haben, hängen mit der Tatsache zusammen, dass es Ungeimpfte gibt», sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Montagabend in Rom. Die Regierung habe die Impfpflicht für Menschen älter als 50 Jahre auf Grundlage von Daten entschieden. Sie trügen mehr Risiken. Ausserdem seien zwei Drittel der Corona-Patienten auf den Intensivstationen nicht gegen Covid-19 geimpft, erklärte der 74-Jährige weiter.

Für viel Kritik sorgte auch die Rückkehr der Schüler nach den Winterferien in den Präsenzunterricht. Draghi rechtfertigte, dass es keinen Sinn ergebe, die Schulen zu schliessen, wenn der Rest offen bleibe. Die Befürchtung war, dass sich in Kürze viele ansteckten und dann in den Distanzunterricht müssen.

Italiens Ministerrat hatte sich in der vergangenen Woche auf die Corona-Regelungen geeinigt, sich danach aber nicht öffentlich dazu erklärt. Dies hatte ihm reichlich Kritik eingebracht. «Es gab tatsächlich auch von mir und den anderen eine Unterschätzung hinsichtlich der Erwartungen an eine Pressekonferenz», erklärte Draghi. «Dafür bitte ich um Entschuldigung.»

Wie schon zuvor äusserte er sich nicht zu einer möglichen Kandidatur für das Staatsoberhaupt bei der Wahl am 24. Januar. Draghi wird für das Präsidentenamt gehandelt. Damit müsste er jedoch das Amt des Ministerpräsidenten aufgeben, weshalb in der Folge einige eine Regierungskrise und damit vorgezogen Wahlen befürchten.

Léman-Express muss Fahrplan wegen Corona ausdünnen

Der Fahrplan des Léman-Express muss wegen krankeitsbedingter Ausfälle beim Personal reduziert werden. Somit fallen die Züge auf den Linien L2 und L4 zwischen Coppet VD und Annemasse F bis zum 25. Januar aus, wie die SBB am Montag mitteilten.

Weil die Lage wegen corona-bedingter Ausfälle immer angespannter werde und es und in einigen Einheiten keine Personalreserven mehr gebe, fahren die Léman-Express-Züge auf dieser Strecke vorübergehend nur im Halbstunden- statt im Vierteltakt.

Durch die Fahrplankürzung sollen krankheitsbedingte Zugausfälle in letzter Minute verhindert werden. Reisenden wird empfohlen, kurz vor der Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.

Gegen 500 Personen an Demo gegen Masken an Berner Schulen

Gegen 500 Personen haben am Montagabend in Bern gegen die Maskenpflicht ab der ersten Klasse an den Berner Schulen demonstriert. Der Umzug mit vielen Kindern führte vom Rathausplatz in der Altstadt bis auf den Bundesplatz.

In den sozialen Medien war zu einem «Familienausflug Bern» aufgerufen worden. Ziel sei es, ein friedliches Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft zu setzen. «Wir wollen keine Maske ab der ersten Klasse», hiess es in dem Aufruf. An der Kundgebung wurde allgemein Kritik an den geltenden Corona-Massnahmen laut.

(Bild: Keystone)

Die Schulen rücken immer stärker ins Zentrum der Kritik der Massnahmengegner. Am Samstag demonstrierten in Bellinzona TI rund 400 Menschen gegen die Maskentragpflicht für Kinder an den Tessiner Grundschulen, die seit Montag gilt.

Am Sonntag versammelten sich in Tavannes im Berner Jura rund 500 bis 600 Menschen mit dem gleichen Anliegen. Im Kanton Bern müssen die Schulkinder seit diesem Montag schon ab der ersten Klasse eine Maske tragen. Zuvor galt die Maskenpflicht ab der fünften Klasse.

Gastrosuisse: 70 Prozent der Betriebe defizitär wegen Massnahmen

Fast 70 Prozent der Restaurants, Cafés und Bars sind laut Gastrosuisse in den roten Zahlen wegen der Corona-Massnahmen. Zugespitzt habe sich die Lage nach der Einführung der Zertifikatspflicht und weiter im Dezember mit der 2G-Regel (geimpft oder genesen). Gastrosuisse fordert vom Bundesrat auch rückwirkende finanzielle Unterstützung.

«Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe ist weiterhin ernst», wird Casimir Platzer, Präsident des Branchenverbandes Gastrosuisse, in einer Mitteilung vom Montag zitiert. Wegen der anhaltenden Corona-Massnahmen arbeiteten inzwischen fast 70 Prozent der Betriebe defizitär, wie eine Befragung bei knapp 1900 Mitgliedern von Gastrosuisse ergab, die in der ersten Januarwoche durchgeführt wurde.

Auch den Mitarbeitenden mache die Situation je länger desto mehr zu schaffen. Nach der weiteren Verschärfung der Corona-Massnahmen im Dezember sei besonders das Feiertagsgeschäft «den Bach hinunter» gegangen, so Platzer. Die gastgewerblichen Betriebe hätten nur 53 Prozent Umsatz gemacht im Vergleich zu einem üblichen Geschäftsjahr.

EU-Behörde EMA prüft Zulassung von Covid-Medikament von Pfizer

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft die Marktzulassung eines Medikaments gegen Covid-19 des Herstellers Pfizer. Der US-Pharmakonzern habe den entsprechenden Zulassungsantrag gestellt, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit.

Das Medikament Paxlovid soll bei Patienten ab zwölf Jahren eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern.

Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers über fünf Tage zwei Mal täglich jeweils drei Tabletten ein. Der Wirkstoff Nirmatrelvir soll ein Sars-CoV-2-Protein hemmen und dadurch die Vermehrung des Virus stoppen. Zu möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen.

Die Experten der EMA würden nun Vorzüge und Risiken des Präparates bewerten und innerhalb «einiger Wochen» eine Empfehlung abgeben, teilte die Behörde mit. Die Experten prüfen bereits seit längerem Daten des Herstellers aus Studien.

Zuvor hatte die EMA den EU-Mitgliedstaaten grünes Licht für eine nationale Notfallzulassung gegeben. Das Bundesgesundheitsministerium bereitet eine solche Zulassung vor. Nach Angaben von Minister Karl Lauterbach (SPD) wurden eine Million Packungen Paxlovid geordert. «Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten», hatte er gesagt.

Omikron-Welle stellt vor allem kleine Firmen vor Personalprobleme

Die Omikron-Welle hat die Schweiz fest im Griff und stellt die Wirtschaft vor grosse Herausforderungen. Mit Personalproblemen hadern vor allem KMUs. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Keine WM-Hauptprobe in Planica

Der Langlauf-Weltcup macht nicht wie geplant am 22./23. Januar in Planica Halt. Der slowenische Skiverband hat auf ausdrückliche Empfehlung der Gesundheitsbehörden aufgrund der derzeitigen akuten Entwicklung der Corona-Pandemie in Slowenien die vorgesehenen Rennen abgesagt. Die Wettkämpfe hätten als Hauptprobe für die nordischen Weltmeisterschaften 2023 in Planica dienen sollen.

Damit bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) doch noch Weltcuprennen stattfinden können, bemüht sich der Weltverband FIS um einen möglichen Ersatzort. Bereits vor Wochenfrist wurde wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen mit der Omikron-Variante die für das kommende Wochenende im französischen Les Rousses vorgesehenen Weltcup-Rennen im Langlaufen abgesagt.

Indien: Hohe Zahl positiv getesteter Fluggäste beruht auf Fehler

Nachdem sieben von zehn Passagieren eines Flugs von Italien nach der Landung in Indien positiv auf Corona getestet wurden, gehen die Behörden inzwischen von Fehlern bei der Auswertung aus. Bei einem weiteren Test habe die Mehrheit der Passagiere ein negatives Ergebnis erhalten. Das berichtete der «New Indian Express» am Montag. Die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Labor sei beendet worden, sagte ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde.

In der vergangenen Woche mussten die Reisenden eines Flugs von Mailand nach Amritsar vor dem Abflug einen negativen PCR-Test vorweisen. Nach der Ankunft wurden alle 160 Erwachsenen nochmals getestet, und bei 125 von ihnen war das Ergebnis eines PCR-Tests positiv. Insgesamt waren 179 Fluggäste an Bord. Auch auf mindestens einem weiteren Flug erhielten ebenfalls viele Reisende nach der Ankunft ein positives Resultat. Alle ankommenden Passagiere, die in Indien positiv auf Corona getestet werden, müssen in Quarantäne.

Auch Skilager im Kanton Neuenburg vorläufig abgesagt

Die Neuenburger Regierung hat die Skilager aufgrund der starken Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus bis am 4. Februar gestrichen. Letzte Woche hatten bereits die Kantone Wallis, Waadt und Genf die Wintersportlager vorläufig verschoben.

Die Entwicklung der epidemiologischen Lage erlaube es im Augenblick nicht, eine sichere Durchführung der Skisportlager ins Auge zu fassen, heisst es in einer Mitteilung der Neuenburger Kantonsregierung vom Montag.

Neben der starken Verbreitung des Virus und der Organisation der Tests würden auch Abwesenheiten von Lehrpersonen und Begleitpersonen aufgrund von Isolationen und Quarantänen zu viele Unsicherheiten schaffen, um ein genügende Betreuung der Schülerinnen und Schüler zu garantieren. Für die Wintersportlager nach dem 4. Februar will die Neuenburger Regierung die epidemiologische Lage am 24. Januar neu beurteilen.

Kanton Solothurn richtet Booster-Appell an die Bevölkerung

«Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus ist eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitssystem», schreibt der Kanton Solothurn in einer Mitteilung. Es sei ausserdem mit zunehmenden Personalausfällen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu rechnen. Der Kanton appelliert daher an alle Einwohnerinnen und Einwohner, sich mit einer Auffrischimpfung zu versorgen.

Der Booster sei ein wirksamer Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, so die Mitteilung: Personen über 65 Jahre seien besonders gefährdet. Ihr Impfschutz nehme schneller ab als bei jüngeren Personen. Im Kanton Solothurn ist jede vierte Person über 65 Jahre noch nicht geboostert. Deshalb erinnert der Kanton aktuell alle vollständig Geimpften über 65 Jahren, die vor mehr als vier Monaten in einem kantonalen Impfzentrum geimpft worden sind, mittels SMS an die Auffrischimpfung. In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, Personen unter 65 Jahren per SMS an die Auffrischimpfung zu erinnern.

Der Kanton hat die Kapazität in den Impfzentren aufgestockt, um alle Menschen mit einer Auffrischimpfung versorgen zu können, die dies möchten. Auf die Rekrutierungskampagne haben sich mehrere hundert Interessentinnen und Interessenten gemeldet. Das erste zusätzliche Personal konnte bereits Ende Dezember eingearbeitet werden. «Der Impfstoff, die Infrastruktur und das Personal stehen zur Verfügung», so der Kanton. Wer sich nun für die Auffrischimpfung in einem der beiden kantonalen Impfzentren anmelde, werde noch im Januar geimpft werden können: Daneben kann man sich auch direkt in verschiedenen Gemeinden boostern lassen, in welchen die mobilen Impfteams in den nächsten Tagen und Wochen ihren Dienst anbieten.

Graubünden muss wegen Omikron Reihentest-Strategie aufgeben

Graubünden muss wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante die repetitiven Massentestungen in Schulen und Betrieben weitgehend aufgeben. Labors könnten die Zahl der Testproben nicht mehr innert nützlicher Zeit auswerten.

Im Kanton Graubünden müssen die Behörden die Massentestungen aufgeben: Die Corona-Welle ist zu stark. (Bild: Keystone)

Die Auswertung der Proben dauere wegen der begrenzten Laborkapazitäten mittlerweile über 48 Stunden, teilte die Bündner Regierung am Montag mit. Damit verliere das repetitive Testen seinen ursprünglichen Sinn. Es dauere schlicht zu lange, bis asymptomatische Infizierte entdeckt und in Isolation geschickt würden. Ansteckungsketten könnten so nicht mehr wirksam unterbrochen werden. Alles zum Thema gibt es hier.

63'647 neue Corona-Fälle

Das BAG meldet seit Freitag 63’647 neue Corona-Fälle. 48 weitere Menschen starben und 233 mussten ins Spital. Mehr zum Thema gibt es hier.

Kontrolle der Kontrolle: Österreichs Polizei mit «Aktion Scharf»

In Österreich sollen von Dienstag an Polizisten in Uniform und Zivil die Einhaltung von Corona-Kontrollen in Handel, Gastronomie sowie an beliebten Sehenswürdigkeiten überprüfen. «Wir werden den Kontrolldruck weiter erhöhen», kündigte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag in Wien an. Die sogenannte Aktion Scharf richte sich gegen Unbelehrbare, die sich nicht an die Vorschriften hielten. Das gelte für Betriebe, die die Pflicht zur Kontrolle nicht ernst nähmen, sowie für Ungeimpfte, die nur Geschäften des täglichen Bedarfs betreten dürften.

Seit Mitte November gilt in Österreich ein Lockdown für Ungeimpfte. Bei 1,6 Millionen Kontrollen seien seither mehr als 12’000 Übertretungen festgestellt worden, sagte Karner. Jede Massnahme der Polizei – sei es Verkehrskontrolle oder Einschreiten bei einem Strafdelikt – werde zur Überprüfung der Covid-Vorschriften genutzt. An der Grenze sei 5’100 Menschen die Einreise verweigert worden.

Omikron lässt viele Infizierte zu Superspreadern werden

Beim ursprünglichen Wildtyp des Coronavirus Sars-CoV-2 war rund jeder tausendste Infizierte ein sogenannter Superspreader. Bei Delta ist es jeder dreissigste, bei Omikron gar jeder zwanzigste bis zehnte. Darauf deutet eine Modellierungsstudie hin.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass chirurgische Masken nur noch selten ausreichten, um sich vor einer Infektion zu schützen. FFP2-Masken hingegen bieten immer noch ausreichend Schutz, ausser in Situationen mit hoher Aerosolproduktion wie Singen oder lautem Sprechen. Das schreiben die Forschenden um den Aerosol-Experten Michael Riediker, Direktor des Schweizerischen Zentrum für Arbeits- und Umweltgesundheit (SCOEH), im Fachmagazin «Swiss Medical Weekly». Alles dazu gibt es hier.

In der Armee gilt FFP2- Maskenpflicht

In der Schweizer Armee sind seit Anfang Jahr auf Weisung von Oberfeldarzt Andreas Stettbacher FFP2-Masken obligatorisch. Das Obligatorium gilt für die Angehörigen der Armee sowie die Mitarbeitenden der Gruppe Verteidigung, sofern sie nicht im Home Office arbeiten können.

In der Schweizer Armee gilt die FFP2-Maskenpflicht. (Bild: Keystone)

Aufgrund der massiv erhöhten Ansteckbarkeit durch die Omikron-Variante des Coronavirus habe die Armee auf den 1. Januar dieses Jahres noch einmal die Schutzmassnahmen erhöht und die Teststrategie in der Armee angepasst, teilte ein Armee-Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Er bestätigte damit einen Bericht von CH-Media. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Blutreserven im Kanton Bern auf «kritisch tiefem Niveau»
 

Im Kanton Bern wird dringen Blut benötig. (Bild: Keystone)

Die Interregionale Blutspende SRK hat die Bevölkerung im Kanton Bern zum Blutspenden aufgerufen. Zum Jahresanfang seien die Berner Blutreserven auf einem «kritisch tiefen Niveau» angelangt.

Wegen der steigenden Covid-Fallzahlen kämen seit rund zwei Monaten zu wenig Personen zur Blutspende, schreibt die Interregionale Blutspende SRK in einer Mitteilung vom Montag. Gleichzeitig sei der Bedarf an Blutprodukten in den Spitälern hoch.

Diverse Spielverschiebungen in der Swiss League

Aufgrund von Quarantäne-Massnahmen bei Visp und La Chaux-de-Fonds mussten in der Swiss League mehrere Spiele der nächsten zehn Tage verschoben werden. Betroffen sind bei Visp die Partien gegen Thurgau (15. Januar) und Winterthur (19. Januar) sowie bei La Chaux-de-Fonds die Spiele gegen die GCK Lions (11. Januar), Olten (13. Januar), Ticino Rockets (15. Januar) und Thurgau (18. Januar).

Neu angesetzt wurde dafür die Partie zwischen Olten und Thurgau. Sie findet nun am 15. Januar statt.

Experten: Vermeintlicher «Deltakron»-Nachweis wohl ein Artefakt

Der vermeintliche Nachweis einer Misch-Variante aus Delta und Omikron in Zypern geht Experten zufolge wohl auf Verunreinigungen während der Analyse zurück.

 
Gibt es die neue «Deltakron»-Variante überhaupt? Experten winken ab. (Symbolbild: Keystone)

«Diese Genome sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Artefakte», erläuterte Richard Neher von der Universität Basel (Schweiz), führender Experte für Virusvarianten, der Nachrichtenagentur dpa. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Arbeitslosigkeit geht in der Eurozone erneut zurück

In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit im November erneut gefallen. Die Arbeitslosenquote sank in den Ländern mit der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Im entsprechenden Vorjahresmonat hatte die Quote noch bei 8,1 Prozent gelegen.

Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Euroraum zum Vormonat um 222’000 auf 11,83 Millionen. Zum entsprechenden Vorjahresmonat sank sie um 1,41 Millionen.

Im Vorjahr war die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Pandemie noch stark gestiegen. Der Anstieg war allerdings wesentlich geringer als angesichts des wirtschaftlichen Stillstands zu befürchten gewesen wäre. Grund waren staatliche Hilfen wie Kurzarbeit, die in vielen Ländern des Euroraums gewährt wurden. Mit 7,2 Prozent liegt die Quote nur noch knapp über ihrem Vorkrisenniveau. Im März 2020 hatte sie bei 7,1 Prozent gelegen.

Tessiner Primarschüler müssen ab der 1. Klasse Maske tragen

Seit Montag müssen die Primarschüler im Kanton Tessin obligatorisch ab der 1. Klasse eine Schutzmaske tragen. Bisher galt im Tessin ein Maskenobligatorium erst ab der 4. Klasse. Mit der Ausweitung der Maskentragepflicht will die Regierung die Ausbreitung der Omikron-Variante eindämmen. Die Massnahme für die Schulen gilt bis zum 25. Februar.

(Video: Keystone-SDA)

Kyrgios positiv auf Corona getestet

Nick Kyrgios (ATP 114) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie der 26-jährige Australier via Instagram bekannt gab. Er fühle sich gut, habe keine Symptome und hoffe, in der nächsten Woche trotzdem bei den Australian Open an den Start gehen zu können.

Photobastei bleibt wegen Omikron bis Frühling geschlossen

Die Photobastei in Zürich verlängert ihre Winterpause bis mindestens 10. März. Die Institution verschiebt ihr Ausstellungsprogramm, weil die Veranstalter wegen der Pandemie derzeit ein zu hohes finanzielles Risiko befürchten.

Betroffen ist die grosse Ausstellung zum 50. Jubiläum von Médecins sans frontiers, wie die Photobastei am Montag mitteilte. Geplant war eine Jubiläumsausstellung unter dem Titel «Augenzeugen – 50 Jahre im Einsatz» mit Bildern der Agentur Magnum in Paris. Die Ausstellung soll nun am 5. Mai öffnen.

Begründet wird die Verschiebung mit den geltenden Vorschriften. Die Photobastei könne «nur mit 2G+ Veranstaltungen, Vernissagen und andere Anlässe normal durchführen»; dies sei eine Hürde, «die für ein Museum, beziehungsweise die Besucherinnen zu hoch ist», heisst es in der Mitteilung.

Gefälschte Corona-Zertifikate in Massenproduktion
 

In der Schweiz sind zahllose gefälschte Corona-Zertifikate im Umlauf. (Symbolbild: Keystone)

Dealer stellen in der Schweiz falsche Corona-Zertifikate in Massenproduktion her. Sie erhalten von Komplizen in Testzentren die Zugangsdaten zum System. Die Daten funktionieren dann parallel auf mehreren Computern. Die Dealer, die pro Zertifikat bis zu 700 Franken kassieren, nutzen Schlupflöcher im vermeintlich sicheren System des Bundes.

Geschätzt sind derzeit Zehntausende solcher Zertifikate in Umlauf, wie die Tamedia-Zeitungen am Montag berichten. Nun verstärken die kantonalen Strafverfolger den gemeinsamen Kampf gegen solche Praktiken.

Neue Covid-Variante in Zypern entdeckt

Ein Forscherteam an der Universität Zypern hat eine neue Covid-Variante entdeckt. Dies berichten etwa «Blick» und «Watson». Weil das Virus Proteinstrukturen der beiden Varianten Delta und Omikron aufweise, habe man es «Deltakron» getauft, so Leondios Kostrikis, Professor für Biowissenschaften, gegenüber dem zyprischen Sender «Sigma TV».

In Zypern wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. (Bild: Keystone)

Der Covid-19-Stamm wurde bei 25 Fällen identifiziert. Der deutsche Epidemiologe Klaus Stöhr gab gegenüber der «Bild» aber Entwarnung. Die Viren-Kombination heisse nicht, dass sie beide Eigenschaften habe.

Corona in Italien: Weitere Einschränkungen im Reiseverkehr

In Italien gelten seit diesem Montag weitere Corona-Einschränkungen mit Auswirkungen auf das Reisen. In Hotels, Kongresszentren, Restaurants, Skiliften und den Transportmitteln im Nah- und Fernverkehr gilt nun die 2G-Regel. Das bedeutet, dass dort nur noch Menschen Zutritt bekommen, die nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Im Verkehr sind damit nicht nur Linienbusse in der Stadt betroffen, sondern auch Züge, Fähren und Flüge. Deutsche Touristen können in Italien die QR-Codes ihrer Impfnachweise verwenden.

Der Ministerrat unter Regierungschef Mario Draghi hatte sich Ende des vergangenen Jahres auf die Regeln geeinigt. Damit erweitern sich die Einschränkungen im Alltag vor allem für die Ungeimpften, denn ein negativer Corona-Test reicht für viele Orte nicht mehr aus. Auch für den Mannschaftssport gilt nun die 2G-Regel. Fussballer zum Beispiel müssen damit geimpft oder genesen sein, um spielen zu dürfen.

Die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern reagierte damit auf die stark gestiegenen Corona-Neuinfektionszahlen. Die zuletzt offiziell ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit im Schnitt mit 1669 Fällen je 100’000 Einwohnern auf einem Rekordhoch.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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