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Der Telebasel News Beitrag vom 9. Januar 2022.
Basel

Wie ökologisch ist das Umtauschen von unerwünschten Geschenken?

Nicht immer landet unter dem Weihnachtsbaum das Richtige. Was wenn die Hose nicht passt, das Spielzeug nicht gefällt? Wie ökologisch ist das Umtauschen?

Viele Geschenke gingen letzte Woche wieder zurück über die Theke, auch in der Basler Manor. «Wir verspüren schon ein paar Prozent mehr an Retouren», so Daniele Arconzo, Support Manager der Manor Basel.

Doch was macht das Hin und Her mit den Geschenken mit der Umwelt? Das wollten wir vom Leiter der Nachhaltigkeitsforschung an der Uni Basel wissen. «Das Zurückgeben und Umtauschen von Waren, gerade jetzt an Weihnachten, ist unproblematisch, wenn sie danach von anderen Leuten wieder benutzt werden können», sagt Paul Burger. «Wenn man es zurückgibt und es dann vernichtet wird, ist das eine ziemlich grosse Sauerei.» Weiter meint Burger: «Es gibt jetzt auch Bemühungen vom Detailhandel, dass man sich dessen bewusst wird. Analog zum Food Waste versucht man auch hier, Lösungen zu finden, aber die sind noch in den Kinderschuhen.»

Nicht alles landet wieder im Regal

Auch in der Manor bekommen viele, aber nicht alle, Retouren ein Leben im Regal. Besonders heikel sind Lebensmittel und Hygieneartikel. «Wir wollen Ressourcen nutzen und wieder in den Umlauf bringen, aber es ist nicht so, dass wir aufgrund des ökologischen Megatrends versuchen, alles wieder an den Mann oder die Frau zu bringen. Es ist klar, dass Qualitäts- und Hygienerichtlinien das höchste Gebot sind», meint Daniele Arconzo, Support Manager der Manor Basel.

Doch nicht überall wird gleich viel zurückgegeben. Im Spielegge am Spalenberg wurden lediglich zwei Geschenke umgetauscht. «Sehr vieles, was bei uns gekauft wird, sind Wunschgeschenke, die Kinder das Jahr über bei uns gesehen haben, diese fotografiert und den Grosseltern gesendet werden», sagt Iwan Paulin, Inhaber des Spielegge.

In die Richtung eines bewussteren Weihnachtskonsums geht laut Paul Burger auch der Trend: «Der Konsum an Weihnachten vor 30 Jahren, da ging es noch darum zu zeigen, was man hat. Heute geht es mehr um die Bedeutung des Ganzen. Ich will was mitteilen und es gibt auch einen Sinn dahinter. Das ist ein neuer Trend, der weg geht vom Konsum und zu sinnvollem Konsum hingeht.»

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