Der kenianische Umweltschützer und Expeditionsleiter Richard Leakey ist verstorben. (Archivbild: Keystone)
International

Richard Leakey ist gestorben

Der kenianische Umweltschützer und Expeditionsleiter Richard Leakey, dem die Menschheit wichtige Erkenntnisse über ihre Entstehung verdankt, ist tot.

Dies teilte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta mit. Der Tod Leakeys am Sonntag erfülle ihn mit tiefer Trauer, hiess es in einer Mitteilung des Präsidenten. In seinen zahlreichen Funktionen habe Leakey Kenia «hervorragende Dienste geleistet». Eine Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Auf den Paläanthropologen gehen umfangreiche Fossilienfunde zurück, die für die Erforschung der menschlichen Evolution bedeutend waren. «Er war ein Visionär, dessen grossartige Beiträge zu den Ursprüngen des Menschen und zur Erhaltung der Tierwelt nie in Vergessenheit geraten werden», teilte die Leakey Foundation auf Twitter mit. «Seine Fossiliensuche trug dazu bei, die Geschichte der menschlichen Evolution in Afrika zu veranschaulichen, insbesondere durch die Entdeckung eines fast vollständigen 1,6 Millionen Jahre alten Skeletts eines jugendlichen Homo Erectus», heisst es in der Biografie der Royal Society, deren Mitglied er war.

Der 1944 in Nairobi geborene Leakey gehörte zu einer Familie bedeutender Paläanthropologen. Nachdem er 1993 bei einem Flugzeugabsturz beide Beine verloren hatte, engagierte er sich in der kenianischen Politik, unter anderem als Leiter des öffentlichen Dienstes. Leakey führte zeitweise auch die kenianische Nationalparkbehörde KWS und kämpfte gegen Wilderei.

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel