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Der Telebasel News-Beitrag vom 30. Dezember 2021.
Basel

Riehener Gemeindespräsident Hansjörg Wilde blickt zurück

Telebasel hat den abtretenden Riehener Gemeindepräsidenten auf einem Rundgang begleitet. Hansjörg Wilde blickt auf seine Zeit in der Politik zurück.

Am 6. Februar 2022 wählt Riehen einen neuen Gemeinderat. Ein prominenter Name wird auf den Wahlzetteln fürs Gemeindepräsidium aber fehlen: Hansjörg Wilde. Der bisherige Gemeindepräsident hat sich gegen eine weitere Kandidatur entschieden. Stattdessen möchte er sich beruflich nochmals weiterentwickeln und in die Arbeitsmarktkontrolle einsteigen. Seine Amtszeit endet im April nächsten Jahres.

Telebasel begab sich mit Hansjörg Wilde auf einen Rundgang durch Riehen. Er blickt zurück auf seine persönlichen Highlights aus seiner Zeit als Gemeindepräsident, aber auch auf Dinge, mit denen er nicht zufrieden ist.

Dorfplatz als modernes Zentrum

Einer von Wildes Höhepunkten ist die Gestaltung des neue Dorfzentrums von Riehen. Der Umbau, welcher 2015 abgeschlossen wurde, kostete rund viereinhalb Millionen Franken. Eine lohnende Investition, findet Hansjörg Wilde. Das neue Zentrum sei nicht nur schön anzuschauen, sondern sei auch ein Treffpunkt für die ganze Bevölkerung. «Dies schafft Gemeinschaft. Und das ist für Riehen als Dorf sehr wichtig.»

Hansjörg Wilde gibt aber auch zu, dass der Umbau nicht ganz unumstritten war. So gab das Kopfsteinpflaster zu reden: Es sei für Menschen mit einer Gehbehinderung oder einem Rollator nicht optimal. «Das stimmt natürlich», räumt Wilde ein. Es sei eben ein Abwägen gewesen. Zudem betont er, dass extra sehr flacher Kopfstein verbaut worden sei, der mit den herkömmlich gehauenen nicht zu vergleichen sei. «Ich glaube, mittlerweile hat sich dies wieder ziemlich beruhigt.»

Binationaler Kunstweg

Ein weiterer Höhepunkt sei der Kunstwanderweg «24 Stops», der von der Fondation Beyeler über die Grenze bis zum Vitra Museum in Weil führt. Insgesamt warten 24 Kunstwerke des deutschen Künstlers Tobias Rehberger auf kunstinteressierte Spaziergänger. Beim Startpunkt bei der Fondation Beyeler steht eine grosse Glocke, die Hansjörg Wilde gerne selbst betätigt. Der Weg sei für ihn ein Höhepunkt, weil die Umsetzung sehr anspruchsvoll gewesen sei. Es gab Einsprachen von Naturschutzverbänden, und die Arbeiten mussten über die Grenze koordiniert werden. «Jetzt ist es realisiert und wird von den Leuten gut angenommen. Dann ist das schon ein Highlight», so Wilde.

Tiefpunkt an der Bahnschranke

Für den Gemeindepräsidenten lief jedoch nicht immer alles optimal. Als Tiefpunkt nennt Hansjörg Wilde den Moment, als bekannt wurde, dass die Bahnlinie mitten im Dorf doppelspurig ausgebaut werden soll. Zwar habe die Gemeinde von den Ausbauplänen gewusst, bisher sei aber eine andere Gegend ausserhalb des historischen Dorfkerns für den Ausbau auf Doppelspur vorgesehen gewesen. Die Gemeinde sei erst kurzfristig über die neuen Pläne informiert worden. «Und nun können sie sich vorstellen, wenn man so eine Doppelspurigkeit mitten durch so einen historischen Dorfkern baut, das würde dem sehr viel Schaden zufügen.»

Ausblick auf grosse Feier

Der Rundgang endet im Gemeindehaus. Hier blickt Hansjörg Wilde nochmals über das grosse Modell des Dorfes im Masstab 1:200. Dieses Dorf, dass er die letzten acht Jahre entscheidend mitgeprägt hat.

Ein grosser Höhepunkt steht Riehen aber erst noch bevor: Im September 2022 steht ein grosses dreitägiges Volksfest an. Die Gemeinde feiert dann 500 Jahre Zugehörigkeit zu Basel. Auch Hansjörg Wilde verspricht, dann mitzufeiern – aber nicht mehr in der Rolle als Gemeindepräsident, sondern als normaler Einwohner.

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