Das BAG empfiehlt den Kantonen, die Quarantäne-Dauer von zehn auf sieben Tage zu verkürzen. (Symbolbild: Unsplash)
Schweiz

BAG empfiehlt Kantonen kürzere Quarantäne

Der Bund und die Kantonsärzte haben in den letzten Tagen eine Anpassung der Quarantäneregeln in der Pandemie diskutiert.

Zur Debatte steht laut Medienberichten eine Verkürzung der Quarantänedauer von zehn auf sieben Tage – wobei die Kantone zunächst in Eigenregie handeln sollen.

Das aktuelle Regime sei nicht mehr unverändert aufrecht zu erhalten, schrieb Kathrin Huber, stellvertretende Generalsekretärin de Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Donnerstag auf eine entsprechende Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dies, weil die Fallzahlen von Tag zu Tag stark anstiegen und die Quarantäneregeln ohnehin überprüft würden.

Zu konkret diskutierten Vorschlägen machte Huber keine Angaben. Es sei jedoch sinnvoll, wenn sich die Kantone in dieser Frage an einer einheitlichen Richtschnur orientieren könnten, bis der Bund selbst neue Regeln erlasse. Über entsprechende Diskussionen hatte zuerst das Nachrichtenportal «blick.ch» berichtet.

Personalengpässe vermeiden

In einem Schreiben empfehle das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Kantonen die Verkürzung der Quarantänedauer auf sieben Tage, hiess es in dem «Blick»-Bericht. Eine Änderung der Verordnung des Bundes sei zwar geplant, da dafür aber ein Entscheid des Bundesrats nötig sei, sollten die Kantone nach dem Willen des BAG zunächst selbst handeln. Begründet werde dies damit, dass die Zeit dränge.

Ziel der Massnahme ist, Personalengpässe infolge der starken Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu vermeiden. Geplant sei auch, dass Menschen nur noch in Quarantäne müssten, wenn sie mit einer infizierten Person engen Kontakt gehabt hätten oder mit ihr im gleichen Haushalt lebten, schrieb «blick.ch» unter Berufung auf das Dokument.

Zudem sollen den Angaben zufolge Geboosterte von der Quarantänepflicht ausgenommen werden – und ebenso Personen, bei denen die zweite Impfung weniger als vier Monate zurückliegt.

Keine Auswirkungen hätten die Änderungen demnach auf positiv Getestete: Sie müssten weiterhin zehn Tage in Isolation – auch ohne Symptome.

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