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Der Telebasel News-Beitrag vom 29. Dezember 2021.
Basel

Kurt Walter lüftet das Geheimnis seiner Plaketten-Ideen

Ein dicker Tambourmajor als Resultat der Pandemie: Einmal mehr kommt die Fasnachts-Plakette aus der Feder von Kurt Walter. Der Künstler erklärt seine Ideen.

Der Plaketten-Künstler Kurt Walter hat sich mit seinem Vorschlag für die Plakette 2022 gegen 129 andere Entwürfe durchgesetzt. An der Medienkonferenz am 30. Dezember erschien er gleich selbst als der Tambourmajor seiner Plakette.

Er habe sich durch die vielen Leute im Home Office inspirieren lassen: «Alle Leute haben gekocht und sich wie wahnsinnig Essen nach Hause liefern lassen. Da habe ich gedacht: Das bleibt nicht ohne Folgen. Die Pandemie hat die Leute verändert, sie haben zugenommen. Das stimmt auch, das Kostüm passt nicht mehr».

Humor – und ein bisschen Corona

Die Plakette von Kurt Walter hat sich seit letztem August in mehreren Runden immer wieder durchgesetzt. Der Plaketten-Verantwortliche des Fasnachts-Comités, Mathias Brenneis, erklärt die Wahl: «Für die Plakette spricht, dass es einfach eine wahnsinnig lustige, originelle, eine fasnächtliche Plakette ist. Wenn man sie betrachtet, muss man über das ganze Gesicht grinsen».

Der Künstler habe es verstanden, die Pandemie so darzustellen, dass sie nicht allzu stark im Zentrum stehe. Aber dies trotzdem mit dem feinen Hinweis, mit der WC-Rolle am Revers, damit Corona nicht unangesprochen bleibt – «es ist trotzdem wichtig, und das soll es ja auch sein», so Mathias Brenneis.

Kurt Walter gewinnt den Plaketten-Wettbewerb schon zum fünften Mal. Was ist sein kreatives Rezept? «Man muss einfach eine gute Idee haben, die sich dann – auch auf dem kleinen Bijou – umsetzen lässt. Das ist wahrscheinlich das Geheimnis. Und irgendein Motto – im Sommer habe ich das gemacht. Man muss etwas vorausdenken, was nächsten Frühling noch aktuell sein könnte», so Kurt Walter.

Pia Inderbitzin: «Wann passt es wieder richtig gut?»

«Bassts no?» ist das Motto der nächsten Fasnacht. Dies aber nicht nur wegen der engen Kostüme. «Passt es für uns noch? Passt es jetzt noch in diese Zeit? Wann hört diese schwierige Zeit endlich auf? Wann passt es wieder richtig gut? Ich finde, es ist ein passendes Motto», erklärt die Obfrau des Fasnachts-Comités, Pia Inderbitzin.

Die Plaketten gibt es auch dieses Jahr wieder in Kupfer, Silber, Gold und als Bijou oder Anhänger. Es seien aber weniger als in normalen Jahren vorbestellt worden. Wie viele genau, will das Comité «wie allewyl» nicht verraten.

Und auch wenn es kein neues Kostüm braucht, weil der Cortège abgesagt ist, seien die Fasnächtler auf die Einnahmen aus dem Plaketten-Verkauf angewiesen, sagt Comité-Obfrau Inderbitzin: «Wir müssen die Jungen Garden bei der Stange halten. Das kostet auch, wenn man da etwas machen will». Die Cliquen hätten ohnehin Auslagen: «Sie haben ja auch Cliquen-Keller, wofür sie Miete zahlen müssen, die zum Teil nicht reduziert wurden in dieser schwierigen Zeit». In einer Zeit, in der die Cliquen aber selbst keine Einnahmen generieren, um die Mieten zu bezahlen. «Darum ist es wichtig, dass es Subventionen gibt», sagt Pia Inderbitzin.

Der Verkauf der Plaketten startet am 8. Januar 2022.

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