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Der Telebasel News Beitrag vom 23. Dezember 2021.
Basel

Cortège-Absage: Wagencliquen bangen um ihre Existenz

Von der Absage des Cortège sind besonders Chaisen und Wagencliquen betroffen. Viele Wagencliquen wissen nicht mehr, wie es finanziell weitergehen soll.

Seit zwei Jahren stehen die Waggis-Wagen still. Das Sujet stimmt bei vielen Wägen nicht mehr und auch an der nächsten Fasnacht kommen sie wieder nicht zum Zug. Die Stimmung ist entsprechend im Keller. Roger Borgeaud kann es verstehen. Er ist Präsident der Wage-IG und kennt den Frust der aktiven Fasnächtler.

Wagencliquen bangen um Existenz

«Selbstverständlich ist das für uns ganz schlimm. Für uns zählt der Cortège und sonst haben wir eigentlich keine anderen Möglichkeiten oder Dinge, die uns zum Fasnacht machen motivieren», sagt Borgeaud am Donnerstag gegenüber Telebasel.

Seit gestern bekannt wurde, dass das Comité denn Cortège absagen muss, flattern beim Wage-IG-Präsident viele Nachrichten von Wagencliquen ein. Finanziell stehen sie vor einem grossen Problem. Sie haben das ganze Jahr über Ausgaben, nämlich für Platzmieten, Unterhalt und je nachdem den eigenen Cliquenkeller. «Diese Auslagen konnten unter dem Jahr nicht ausgeglichen werden. Allfällige Reserven wurden aufgebraucht. Da die Fasnacht 2022 nun für Wägen nicht stattfinden kann, ist die Unsicherheit sehr gross, wie und ob eine Clique so überleben kann», heisst es vom Wage-IG-Präsidenten Roger Borgeaud.

Die Zeit läuft für den ältesten Waggis

Die Privé Waggis sind am Boden zerstört, heisst es vom Ehrenobmann Jean-Paul Bach. Doch einen aus ihren Reihen trifft es besonders hart: Charly ist 95 und Basels ältester Waggis.

«Er ist sicher schwer enttäuscht. Er wäre gerne auf dem Wagen. Mit 95 weisst du nicht, wie lange du noch mitmachen kannst. Ich hätte es ihm auch gegönnt, dass er noch ein paar Mal mitkommen kann. Er ist eigentlich sehr fit und auch eine Attraktion für die Fasnacht», so Jean-Paul Bach.

Für den Ehrenobmann Bach ist klar, dass es soweit nicht hätte kommen müssen: «An uns liegt es nicht, bei uns sind die Leute geimpft. Es wäre gut, wenn sich endlich alle impfen würden. Wären alle geimpft, hätten wir Fasnacht, so ist es. Je mehr Leute sich an die Dinge halten, die der Bund sagt, desto eher haben wir wieder eine Fasnacht.»

Bis Ende Januar will das Comité jetzt abwarten. Dann wollen man informieren, was in puncto Fasnacht auch ohne Cortège in der Stadt möglich sein soll.

6 Kommentare

  1. Hallo Bernard
    Die Impfung bietet einen prozentualen Schutz vor Corona. Von dem her können si ees auch weniger bekommen. Was weniger bekommen, können sie auch weniger weitergeben. Das schon ist ein Grund fpr die Impfung. Ausserdem ist die Viruslast geringer, falls sie geimpft sind, und trotzdem Corona haben. So viel zum Thema Egoistisches Verhalten. Trotzdem schöne FesttageReport

  2. Ich verstehe die waggiswagen und chaisen sehr gut.es ist für die fasnächtler nicht einfach.so langsam nimmt die motivation ab.vieles geht kaputt.jeder darf seine eigene meinung haben zum ganzen coronadebakel.Report

  3. Hr.Bach ich frage mich welches Märchen sie erzählen.sie haben nicht verstanden, wie es sich mit den Impfungen verhält.die geimpften übertragen den Virus genauso, wie sie ihn bekommen.bitte klären sie sich richtig auf. Man kann doch nicht ein so egoistisches Denken haben und nur sturr sein und sagen ich will einfach Fasnacht machen ich möchte das auch, doch muss man sich halt mit der Situation abfinden. Es gibt wahrlich schlimmeres.Report

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