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Comité-Obfrau Pia Inderitzin zur Absage des Cortèges 2022. (Video: Telebasel)
Basel

Pia Inderbitzin zur Cortège-Absage: «Planen weiter eine Fasnacht»

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird es an der Basler Fasnacht 2022 keinen Cortège geben. Das hat das Basler Fasnachts-Comité am Mittwoch mitgeteilt.

Ein Umzug sei grundsätzlich nicht bewilligungsfähig, auch nicht mit einem Schutzkonzept, heisst es in der Mitteilung weiter. Das Comité habe nach Lösungen gesucht, aber sei an den Bestimmungen der Covid-Verordnung gescheitert. Auch eine Ausnahmeregelung sei nicht möglich. Es ist das dritte Mal in Folge, dass wegen der Pandemie-Vorschriften kein Cortège durchgeführt werden kann.

Comité-Obfrau Pia Inderbitzin bedauert die Absage: «Diese Covid-Verordnung lässt alles, was wir uns ausgedacht haben, nicht zu. Das endet immer in einer Form eines Umzugs, und das ist verboten. Wir wollten auch eine Fasnacht für alle Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. Also auch für die Wagen und Chaisen. Das tut uns sehr leid und wir bedauern das ausserordentlich, dass wir sagen müssen, dass die Wagen und Chaisen keine Möglichkeit haben, an den Cortège zu kommen.»

Gässle und Schnitzelbängg möglich?

Das Comité sucht aber weiterhin nach Lösungen, dass die Basler Fasnacht nächstes Jahr in irgendeiner Form stattfinden kann. «Wir wissen nicht, welche epidemische Situation in zwei Monaten herrscht», so Inderbitzin. Nebst dem «Gässle», das ein «unorganisierter» Umzug und deswegen erlaubt sei, kann sie sich eine Laternenausstellung und eine Wagen- und Requisitenausstellung als Alternative vorstellen. Darüber hinaus seien Schnitzelbänke denkbar, sofern die Bängge geimpft seien, sagte Inderbitzin.

Pia Inderbitzin zu möglichen Lösungen für die Basler Fasnacht 2022. (Video: Telebasel)

Vieles hängt gemäss der Obfrau von den dann gültigen Corona-Bestimmungen für Restaurants ab – so beispielsweise für die Cliquen-Keller. Sofern die Untergeschosse gut belüftet seien, müssten sich die Fasnächtler gewiss an die Bestimmungen für Restaurants halten, sagt die Comité-Obfrau. Das heisst, die Cliquen müssten wahrscheinlich Covid-Zertifikate kontrollieren und allenfalls die Gästezahl beschränken.

Entscheid im Januar

«Wir planen weiter, dass wir eine Form der Fasnacht machen können, bei der auch die Behörden dahinter und dazustehen können und uns diese bewilligen. Da sind wir intensiv dran, da haben wir verschiedene Optionen, die wir prüfen», so Inderbitzin. Die Basler Regierung wolle im Januar entscheiden, in welcher Form die Fasnacht stattfinde, sagte Regierungssprecher Marco Greiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Und wörtlich: «Die Fasnacht besteht aber nicht nur aus dem – sehr bedeutsamen – Cortège, sondern aus weiteren Elementen wie zum Beispiel das Gässle an den Abenden.»

Die Basler Fasnacht soll vom 7. bis 9. März 2022 stattfinden.

6 Kommentare

  1. Was heisst auf biegen und brechen? Es ist so, dass man lernen muss mit covit umzugehen. Dieser virus ist nicht einfach plötzlich verschwunden.Report

  2. Es gibt immer Wichtigeres im Leben, es ist eine Betrachtungsweise. Kultur und Traditionen sind ebenso wichtig wie Gesundheit, Gesellschaft und soziale Bedürfnisse. Und die Fasnacht hat schon immer einen wichtigen Teil dazu beigetragen, dass sich viele Menschen freuen können. Ja, für mich ist die Fasnacht etwas sehr Wichtiges, für andere weniger und das ist auch gut so. Ich wünsche schöne Weihnachten (auch für viele wichtig).Report

  3. Ich finde es schön ,dass das comité zusammen mit der regierung nach einer lösung sucht.und nicht wie viele andere einfachheitshalber alles absagt.es wäre schön, wenn es fasnacht,auch in einer andern form, geben könnte.ist es doch wichtig, dass diese tradition aufrecht gehalten wird.danke ans comitéReport

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