Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 21. Dezember 2021.
Basel

Zwischen Erfolg und Frust: Drei Jahre Klimajugend in Basel

Am 21. Dezember 2018 streikten Basler Schüler zum ersten Mal fürs Klima. Drei Jahre später zieht eine Aktivistin eine durchzogene Bilanz.

«Viele Basler Schulzimmer sind heute leer geblieben. Die Schüler haben geschwänzt und gingen auf die Strasse demonstrieren gegen den Klimawandel.» Mit diesen Worten beginnt der Telebasel-Newsbeitrag vom 21. Dezember 2018. Es war der erste Klimastreik in Basel. Genau drei Jahre später zieht die Klimaaktivistin und Studentin Maret Gentinetta eine durchzogene Bilanz.

«Es hat sich viel bewegt in der Politik, aber auch in der Gesellschaft. Gleichzeitig muss ich irgendwie feststellen: Wir gehen immer noch für die gleichen Forderungen auf die Strasse wie vor drei Jahren», so Maret Gentinetta.

Das Anliegen der jungen Bewegung ist in der Basler Politik angekommen. So hat letzte Woche der Grosse Rat den Bericht der neuen Klimakommission abgesegnet und sich für ein Verbot von Öl- und Gasheizungen ab 2035 ausgesprochen. Maret Gentinetta findet diese Schritte erfreulich. In ihren Augen ist das Tempo angesichts der fortschreitenden Klimakrise noch immer zu langsam.

Dämpfer wegen Corona

Zudem hat die Pandemie der Bewegung einen Dämpfer verpasst. Weniger Kundgebungen auf der Strasse und eine Diskursverlagerung Richtung Corona haben die Klimajugend weniger sichtbar gemacht als noch vor zwei Jahren. «Es ist trotzdem der Fakt, dass die Klimakrise nicht einfach verschwindet, wenn Corona da ist. Die Klimakrise wird immer stärker und sollte auf keinen Fall weggelassen und vergessen werden, auch in den schwierigen Zeiten, die wir jetzt haben», sagt Gentinetta.

Vor drei Jahren gab es noch Diskussionen um unentschuldigte Absenzen. Längst aber sind die «Fridays for Future» nicht nur eine SchülerInnenangelegenheit. Zudem finden die Demos auch an anderen Tagen statt, so auch schon an Wochenenden. Am Anfang lag der Fokus vor allem auf den Teenagern, wie auch schon die Bezeichnung Klimajugend suggeriert.

Wie Maret Gentinetta erklärt, habe sich die Bewegung im Laufer der letzten drei Jahre bemüht, auch andere Bevölkerungsgruppen anzusprechen. Schliesslich sei die Klimakrise nicht nur ein Thema von Jugendlichen, sondern von allen. Im Laufe der Zeit haben sich auch die Aktionsformen verändert. Ein Teil der Klimabewegung habe sich etwa in Richtung ziviler Ungehorsam bewegt. Andere gingen in die Politik, so etwa Laurin Hoppler, der seit gut einem Jahr im Grossen Rat sitzt.

1 Kommentar

  1. Die Basel-Städtischen Klimastreikenden können zufrieden sein. In Basel-Stadt werden die strengsten CO2 Normen angewandt. (Heizungen raus – killt jedoch machem Hausbesitzer finanziell das Genick… , doch das ist eine andere Sache).
    Basel-Stadt ist aber nicht die ganze Welt. Es geht ja nicht um die Basel-Städtischen Klimastreikenden. Es geht um die Sache. Und da kann BS (37km2) sich top meinen….
    Weltweit schert dies leider keinen….Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Mehr aus dem Channel