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Johannes Schlaefli ist seit 2018 Chefdirigent am Collegium Musicum Basel, Hans-Martin Tschudi seit 2006 Präsident. (Bilder: zVg/Telebasel)
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Das nicht subventionierte Basler Superorchester wird 70 Jahre alt

Mit Stolz verweist das Collegium Musicum Basel auf die Stars in seiner Biographie – und auf eine 70 Jahre ohne staatliche Unterstützung.

Junge Musikerinnnen und Musiker in das Orchester aufzunehmen und den musikalischen Nachwuchs fördern, dies gehört zu den Schwerpunkten des Collegium Musicum Basel. Immer wieder entdeckte es junge Stars, teils noch bevor diese international Karriere machten: Anne-Sophie MutterMartha ArgerichDaniel BarenboimSol GabettaNoëmi Nadelmann oder Arabella Steinbacher. Zum Saisonabschluss spielt der türkische Meisterpianist Fazil Say Werke von Schumann, Tschaikowsky und Carl Maria von Weber – und er stellt eine Eigenkomposition vor.

Trotz der grossen Namen: Das Collegium Musicum Basel finanziert sich seit 70 Jahren nur mit Sponsoren und Gönnern, ohne staatliche Hilfe.

Klassik, Romantik, Schweizer Kompositionen

Das Collegium Musicum Basel entstand im Jahre 1951, auf Initiative von Mitgliedern des damaligen Theaterorchesters in Basel und dessen KapellmeisterAlbert E. Kaiser. Kaiser gründete 1972 übrigens auch das Jugendsymphonieorchester der Regio Basiliensis.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Collegium Musicum Basel ist die Musik der Klassik und Romantik des 18. und 19. Jahrhunderts. Dies schliesst aber die Aufführung zeitgenössischer Komponisten, insbesondere Werke von Schweizer Komponisten, nicht aus. So bringt das Orchester zum Saison-Auftakt «Endlich Frühling!» am 18. März 2022 ein Werk des Basler Komponisten Hans Huber zu Gehör.

Der Sprung ins Digital-Zeitalter

Die Coronakrise ging auch am Collegium Musicum Basel nicht spurlos vorüber. Konzerte wurden abgesagt oder verschoben. Aber das Orchester hat die Krise zu einem Sprung ins digitale Zeitalter genutzt: Mit Live Streams und Social Media konnte das Orchester den Kontakt zum Publikum halten.

Präsident Hans-Martin Tschudi schreibt im Jahresbericht: «Die digitale Präsenz des Collegium Musicum Basel ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung, für die ich unserem Chefdirigenten Johannes Schlaefli, aber vor allem unseren Musikerinnen und Musikern dankbar bin. Mutig haben sie sich der Herausforderung gestellt und für Sie gespielt und damit die Musik weitergehen lassen, sei es mit Video-Botschaften, Adventsgrüssen, oder eben den Live Streams, direkt aus dem Musiksaal zu Ihnen nach Hause». So wurde am 4. Juni 2021 das Konzert «Filmreif …» aus dem Basler Stadtcasino gestreamt:

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