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Telebasel Report vom 15. Dezember 2021.
Region

Covid-Patient kämpft sich zurück ins Leben

Stephan Renz hat Corona überlebt. Nach Intensivstation und künstlicher Beatmung kämpft er sich zurück ins Leben. Der Report war dabei.

18 Tage im künstlichen Koma. Zwei Monate auf der Intensivstation. Stephan Renz schwebte wegen dem Coronavirus in Lebensgefahr. Der 68-jährige Basler hat das Schlimmste überwunden. Doch der wahre Kampf beginnt erst jetzt.

Stephan Renz in der Logopädie: Auch Atmen muss wieder gelernt werden. (Bild: Telebasel)

Langwierige Reha

Wie bereits 40 Covid-Patienten und -Patientinnen vor ihm arbeitet der pensionierte ETH-Bauingenieur im REHAB Basel an seiner Rückkehr in den Alltag. Denn: Nach Monaten auf der Intensivstation ist sein Körper extrem geschwächt.

«Zu Beginn können die Patienten nicht gehen, nicht essen, nicht alleine aufstehen oder aufs WC», sagt Margret Hund-Georgiadis, Chefärztin und medizinische Leiterin des REHAB Basel. Für alles seien die Patientinnen auf Personal angewiesen: «Meist arbeitet die Lunge nur noch mit 60 Prozent oder weniger, das ist zu Beginn der Hauptfokus», sagt sie.

Nach der Intensivstation der Rollstuhl: im besten Fall kann Stephan Renz nach 100 bis 120 Tagen wieder gehen. (Bild: Telebasel)

Feinmotorik, Grobmotorik – alles auf Anfang

In der Logopädie lernen die Corona-Patienten wieder selbstständig zu atmen, zu sprechen oder zu schlucken. Die Zeit auf der Intensivstation schmelze mal eben 10 oder gar 20 Jahre Sporttraining einfach so weg. In schweisstreibenden Physio-Stunden gilt es die verlorenen Muskeln wieder aufzubauen.

Aber auch gewöhnliche Dinge wie Zähne putzen, Schuhe binden oder Haare kämmen – alles muss wieder erlernt werden. Zwischen 100 und 120 Tage dauere es zum Beispiel, bis jemand wieder alleine gehen könne. Garantie gäbe es jedoch keine, sagt Margret Hund-Georgiadis.

Ohne Hilfe ist an gehen noch nicht zu denken. Dass es jemals wieder klappt ist nicht garantiert, aber zum Glück oftmals der Fall. (Bild: Telebasel)

Späte Reue

Von den 40 bisher im REHAB behandelten Covid-Patienten waren mit einer Ausnahme alle ungeimpft. Auch Stephan Renz gehörte zu den Impfgegnern: «Ich habe zwar nicht gerade eine Kuhglocke geschwungen, aber ich war Impfgegner», sagt Renz heute.

Die Krankheit hätte ihn jedoch verändert: «Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, hätten sich meine Frau und ich spritzen lassen.» Er empfiehlt allen Erwachsenen, sich impfen zu lassen. Einzig bei seinem 14-jährigen Sohn ist er noch unsicher, was er tun soll.

Der Report hat Stephan Renz bei seinem Kampf zurück ins Leben begleitet. Die Reportage sehen Sie am 15. Dezember 2021 um 19:45 Uhr im TV oder schon jetzt online.

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