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Der Telebasel Talk vom 15. Dezember 2021.
Region

Basler «Neumatt»-Star spricht über seine Kokser-Rolle

Der Basler Schauspieler Julian Koechlin spielte in «Wilder» und in «Der Bestatter». Seit seiner Rolle in «Neumatt» gehört er zur nationalen Spitze.

«Gotthelf auf Koks» («Tages-Anzeiger»), «Basler Akademikersohn als koksender Jungunternehmer» (BaZ), «Kokser mit Mistgabel» (WoZ), «Kühe, Koks und Gummistiefel» («NZZ am Sonntag»): Das Laster des Consultants Michi, den Julian Koechlin in der SRF-Serie «Neumatt» verkörpert, hat die Schweizer TV-Feuilletonisten offensichtlich stimuliert.

Ist Kokaingenuss im Jahr 2021 die spannendste Aussage zu einer Serie, die ein «Best of des aktuellen Schweizer Films» («Tages-Anzeiger») ausgedacht und realisiert hat? Klischiert, befanden Tamedia und WoZ zum Bauerndrama der Jetzt-Zeit, der Klischeefalle entkommen, notierte der «Blick».

Kunsttheater und Kinofilme

Aber Julian Koechlin kann die Serie und die Diskussion darüber als Beleg dafür ansehen, dass er es mit seinen 29 Jahren an die Spitze des Schweizer Films geschafft hat. Er spielte in der Kultserie „Der Bestatter“, die auch auf Netflix zu sehen ist, agiert in „Wilder“ im Hauptcast. Im Frühjahr wird die zweite Staffel von Neumatt gedreht. Sonst macht Julian Koechlin Theater in Aachen: in «Lulu» nach Wedekind beispielsweise. Im Kino war er auch schon zu sehen: In «Lasst die Alten sterben» (Regie: Juri Steinhart) und «Mario» (Regie: Marcel Gisler).

Erster Auftritt in Anti-SVP-Stück

Julian Koechlin wuchs als Sohn des Schweizer Kommunalpolitikers Michael Koechlin in Riehen auf, der als Kulturchef unter dem ehemaligen Regierungspräsidenten Guy Morin wirkte. Erste Theaterluft schnupperte Julian Koechlin als Bühnentechniker am Theater Neumarkt in Zürich. Sein Schauspielstudium absolvierte er in Bern. Schon während seines ersten Studienjahres trat er im Basler Schauspielhaus in der heftig diskutierten Anti-SVP-Inszenierung (Volker Lösch) von «Biedermann und die Brandstifter» (Max Frisch) auf.

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