Das Rheinbad Breite soll nach seiner Halbierung im Jahr 1994 wieder doppelt so gross werden. (Bild: Verein Rheinbad Breite)
Basel

Erweiterung des Rheinbads Breite wird teurer als geplant

Die Sanierung des Rheinbads Breite wird teurer als geplant. Die Regierung hat beim Grossen Rat zusätzliche 1,37 Millionen Franken beantragt.

Die Erweiterung und Sanierung des Rheinbads Breite in Basel wird markant teurer als ursprünglich geplant. Die Basler Regierung beantragt zu den ursprünglich veranschlagten Kosten von 2,46 Millionen beim Grossen Rat einen Zusatzbetrag von 1,37 Millionen Franken.

Als Grund für die Verteuerung gab die Regierung am Dienstag in einer Mitteilung unter anderem eine pandemiebedingte Verteuerung des Materials, zusätzliche Massnahmen zur Sicherung der Baustelle bei einem Hochwasser sowie die Erstellung neuer Fundamente im Rhein an. Dazu kämen eine höherwertige Dachbegrünung und eine Verbesserung des barrierenfreien Zugangs.

Vor allem bei den Fundamenten hätten sich die Rahmenbedingungen gegenüber des ursprünglichen Projekts geändert, schreibt die Regierung. So sei man davon ausgegangen, dass man den Erweiterungsbau auf den alten Fundamenten des einstmals fast doppelt so grossen Rheinbads erstellen könne. Die Fundamente seien aber nicht mehr tragfähig genug.

Zudem hat gemäss Communiqué das Hochwasser des laufenden Jahres gezeigt, dass man beim ursprünglichen Projekt diesem Umstand zu wenig Beachtung geschenkt hat. Die Baustelle müsse besser gegen Hochwasserphasen abgesichert werden, um einen teuren teilweisen Abbau der Baustelleneinrichtungen bei drohendem Hochwasser zu verhindern.

Die Gesamtkosten für die Erweiterung und Sanierung des Rheinbads belaufen sich nach neuer Berechnung auf 4,92 Millionen Franken. Auch der private Verein Rheinbad Breite muss seine Beiträge von 840’000 auf 1,09 Millionen Franken erhöhen.

Weil der Grosse Rat den Zusatzbetrag erst noch bewilligen muss, werden sich der Baustart auf Herbst 2022 und die anvisierte Eröffnung auf Sommer 2023 verschieben.

Das Rheinbad Breite ist ein von zwei noch bestehenden Badeanstalten am Rhein. 1994 wurde der Bau aus dem Jahr 1898 wegen stark gesunkenen Besucherzahlen auf beinahe die Hälfte verkleinert. Inzwischen wird das Bad wieder stark frequentiert, weshalb es nun wieder auf seine ursprüngliche Grösse erweitert werden soll.

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