Für Schweizer Armeegehörige gibt es künftig mehr Sold. (Bild: Keystone)
Schweiz

Armeeangehörige erhalten 2.50 Franken mehr Sold

Die Armeeangehörigen erhalten künftig mehr Sold. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat eine entsprechende Motion angenommen.

Mit dieser wird der Bundesrat beauftragt, den Sold anzupassen und regelmässig zu überprüfen. Der Entscheid in der kleinen Kammer fiel am Montag relativ knapp, mit 24 Ja zu 21 Nein. Die Mehrheit des Ständerates folgte damit der Argumentation der Kommissionsmehrheit.

Der Sold sei eine wichtige Tradition, eine Wertschätzung gegenüber den Dienstleistenden und er löse bei der Truppe immer Freude aus, sagte Werner Salzmann (SVP/BE) im Namen der Kommission. Nach über 30 Jahren sei eine Anpassung längst überfällig. Der Sold müsse nun angeglichen werden, damit er nicht zu einer reinen Symbolpolitik verkomme.

Erste Anpassung seit 1987

Verteidigungsminister Viola Amherd hingegen bezeichnete eine Anpassung aufgrund des rein symbolischen Charakters des Soldes als «nicht verhältnismässig». Eine Erhöhung von 2.50 Franken pro Tag pro Dienstleistenden würde für die Armee Mehrausgaben in der Höhe von 13,5 Millionen Franken bedeuten.

Die Motion bringe keine zusätzliche Wertschätzung. Wichtiger sei es, den Angehörigen den Dank auszusprechen für ihren grossen Einsatz. Das sei mehr Wert als 2.50 Franken pro Tag. Ausserdem müsste bei Annahme der Motion auch das Taschengeld im Zivilschutz und im Zivildienst erhöht werden. Damit würden neben dem Bund auch die Kantone und die Unternehmen zusätzlich belastet.

Der Sold war 1987 das letzte Mal angepasst worden. Er richtet sich nach dem Dienstgrad. Rekruten erhalten beispielsweise zurzeit vier Franken täglich. Für Soldaten sind es fünf Franken und Korporale sieben Franken.

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