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Schweiz

Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Januar in Grossbritannien

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Das Labor, das Omikron entdeckte

Kein Zutritt, hohe Ansteckungsgefahr: Dutzende Biochemiker, Virologen und Techniker analysieren in einem Gebäude des Privatlabors Lancet in Johannesburg täglich 18’000 PCR-Tests – und sie haben dabei die neue Coronavirus-Variante Omikron entdeckt. Lesen Sie hier mehr.

Am 25. November gab Südafrika offiziell das Auftauchen einer neuen Variante des Coronavirus mit ungewöhnlich vielen Mutationen bekannt. (Symbolbild: Keystone)
Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Januar in Grossbritannien

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Grossbritannien hat den höchsten Stand seit elf Monaten erreicht. Am Freitag meldeten die Behörden 58’194 neue Fälle. Eine höhere Zahl sei zuletzt am 9. Januar verzeichnet worden, sagte der Minister für Wohnungswesen und Kommunalverwaltung, Michael Gove. Er sprach von einer «zutiefst besorgniserregenden Situation».

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Grossbritannien derzeit rasant aus. In London wird sie Gove zufolge inzwischen bei 30 Prozent der Erkrankten nachgewiesen.

(Bild: Keystone)

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon warnte vor einem «Tsunami an Infektionen» im Vereinigten Königreich. Nach Einschätzung der britischen Gesundheitsbehörden könnte Omikron bis Mitte Dezember die dominierende Coronavirus-Variante in Grossbritannien werden.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Mittwoch wegen der stark steigenden Infektionszahlen eine weitere Verschärfung der Corona-Massnahmen für England angekündigt. So müssen Bürger künftig einen Nachweis der Corona-Impfung oder einen negativen Test vorzeigen, bevor sie in Fussballstadien oder Nachtclubs dürfen. Ausserdem wurde die Maskenpflicht auf die «meisten öffentlichen Gebäude» ausgeweitet. Die Massnahmen gelten ab nächster Woche.

Bislang waren Masken in England nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften gesetzlich vorgeschrieben. Johnson rief die Bevölkerung zudem dazu auf, nach Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten und die angebotenen Auffrischungsimpfungen in Anspruch nehmen.

Bildungsökonom: Versäumnisse bei Kantonen und den Schulen

Unter Kindern und Jugendlichen gibt es zurzeit die meisten Ansteckungen mit dem Coronavirus. Der Bildungsökonom Stefan Wolter sieht Versäumnisse bei den Kantonen und auch bei den Schulen selbst. Im letzten Winter hätten Schutzmassnahmen wie Abstand halten, Lüften und Masken gut gewirkt, sagte Wolter im am Freitagabend auf dem Portal tagesanzeiger.ch veröffentlichten Interview. Es sei schwer nachzuvollziehen, warum diese Massnahmen nicht wieder umgesetzt worden seien. «Es wäre einfach gewesen. Aber man wollte es nicht.»

Dass der Bundesrat am Freitag lediglich empfohlen habe, in den Schulzimmern Masken zu tragen, sei der Tatsache geschuldet, dass die Kantone bei den Schulen das Sagen hätten. Um eingreifen zu können, müsste der Bundesrat die ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz ausrufen – derzeit gilt die besondere Lage.

Unter Kindern und Jugendlichen gibt es zurzeit die meisten Ansteckungen mit dem Coronavirus. (Symbolbild: Keystone)

Wolter sieht die Versäumnisse denn auch bei den Kantonen und auch bei den Schulen. «Niemand hindert eine Schulleitung daran, eigene Massnahmen zu ergreifen.» Viele dieser Massnahmen seien nicht verboten, auch wenn Eltern sich gegen eine Maskenpflicht sträubten.

Auch am Impfen fehle es Nach den Sommerferien hätte «das erwachsene Umfeld der Schulen» gut geimpft sein müssen. «Eine hohe Impfquote bei den Erwachsenen wäre auch der beste Schutz der Kinder gewesen.» Dass Kinder eine viel höhere Inzidenz hätten, liege daran, dass sie mehr soziale Kontakte hätten als Erwachsene. «Kinder sind heute Opfer der Versäumnisse der Erwachsenen.»

Fernunterricht und Unterricht in Halbklassen «statt Ferien vorzuziehen» wären für Wolter ein Weg gewesen, die Zahl der Kontakte unter Schülerinnen und Schülern einzuschränken. Bisher haben zwei Kantone bekannt gegeben, den Beginn der Weihnachtsferien vorzuziehen, nämlich Bern und Aargau.

Der Kanton Aargau schliesst seine Schulen am 17. Dezember, vier Tage früher als geplant. Er reagiert damit auf «stark eskalierende Corona-Krise», wie er mitteilte. Der Kanton Bern zieht den letzten Schultag vor Weihnachten um drei Tage vor.

Kampf gegen Omikron: Russland schickt Ärzte und Labor nach Südafrika

Im Kampf gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron hat Russlands Präsident Wladimir Putin ein Flugzeug mit Ärzten und medizinischer Ausrüstung nach Südafrika geschickt. Die Iljuschin Il-76 des Zivilschutzministeriums brachte ein mobiles Labor, Epidemiologen und Virologen sowie Experten des Gesundheitsministeriums in das Land, wie die Behörden in Moskau am Freitag mitteilten. Auch Zivilschutz-Experten seien an Bord, hiess es.

Die Omikron-Variante war zuerst in Südafrika entdeckt worden und breitet sich besonders schnell aus. Putin hatte zweimal innerhalb einer Woche mit seinem südafrikanischen Kollegen Cyril Ramaphosa telefoniert. Es sei vereinbart worden, die Kräfte im Kampf gegen die Pandemie zu bündeln, teilte der Kreml in Moskau mit.

Russland selbst hat nach Behördenangaben bisher lediglich zwei Patienten mit dem Virenstamm. Sie waren aus Südafrika eingereist. Staatschef Ramaphosa hatte vorgeschlagen, dass Wissenschaftler der Staatenorganisation Brics – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – gemeinsam die neue Variante untersuchen sollten.

Swissmedic lässt Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder zu

Bald können in der Schweiz auch Kinder im Primarschulalter gegen Covid-19 geimpft werden. Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen.

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Sicher und wirksam: Swissmedic lässt Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder zu. (Symbolbild: Keystone)
Arbeitgeber: Homeoffice-Empfehlung funktioniert

In den Augen des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) funktioniert die wegen Covid-19 geltende Homeoffice-Empfehlung. Der Verband rief die Arbeitgeber dazu auf, sofort «noch rigoroser» auf Arbeit zuhause zu setzen.

Der Verband gibt in seiner Mitteilung vom Freitag zu bedenken, «dass etwa 60 Prozent der Arbeitsplätze nicht geeignet seien für Homeoffice. Die Arbeitgeber hätten deshalb viel unternommen, damit die Arbeitsplätze sicher seien, und sie verpflichteten sich, die bisherigen Anstrengungen zu verstärken.

«Dann wird die vom Bundesrat geplante Homeoffice-Pflicht zweitrangig», heisst es im Communiqué. Mindestens so wichtig für die Eindämmung des Virus seien aber Kontaktbeschränkungen im Alltag und im privaten Verhalten, schrieb der SAV.

Mitte-Präsident Pfister: Sorge um Zusammenhang in der Schweiz

Mitte-Parteipräsident Gerhard Pfister äussert zwar Verständnis für das Vorgehen des Bundesrates. Doch die Mitte-Partei beobachte «mit Sorge», wie sich «diese Massnahmen auf den Zusammenhalt der Schweiz auswirken könnten».

Pfister kommentierte die beiden Varianten des Bundesrates vom Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter. Die 2G-Regel oder einer 2Gplus-Regel bedeute «weitere Einschränkungen, welche die Solidarität der Bevölkerung auf den Prüfstand stellen», schrieb er. Als oberstes Ziel bleibe, den Zugang zum Gesundheitssystem für alle sicherzustellen.

Nachtkultur: Politisch nicht weiter als im Oktober 2020

Es brauche eine Strategie statt eines politischen Eiertanzes auf dem Buckel der einzelnen Branchen. Mit diesen Worten kritisiert die Schweizer Bar und Club Kommission die Vorschläge des Bundesrates. Ganz besonders stört sie sich daran, «dass mit keinem Wort das Thema Unterstützung erwähnt wird». Von den absehbaren Massnahmen betroffen sei wieder einmal die Kultur der Nacht, obwohl aktuelle Ansteckungszahlen aus dem Kanton Genf belegten, dass Clubs, geschweige denn Bars und Restaurants als Pandemietreibende bezeichnet werden könnten, teilte die Kommission am Freitag, 10. Dezember, mit.

(Symbolbild: Keystone)

Wegen der fehlenden Erfahrungen mit 2G sei noch unklar, ob 2G+, mit Covid Test, eine Option für die nächsten Wochen sei. Dafür müsse man das anstehende Wochenende abwarten. 2G+ sei allerdings ohnehin nur dann eine Option, wenn die Covid-Tests bei asymptomatischen Menschen wieder kostenlos sind.

Gerade für junge Menschen sei ein Grund, sich impfen zu lassen, dass sie dadurch wieder ein Stück Normalität zurückzuerhalten. «Hiess es doch noch im Sommer, lass dich impfen, um wieder gemeinsam zu tanzen.» Nun träfen aber die vorgeschlagenen Massnahmen auch die Geimpften in der Schweiz, so die Kommission.

Die Kultur der Nacht müsse wieder einmal für eine Alibipolitik hinhalten, welche es versäume, dort aktiv zu werden, wo die Pandemie gerade tatsächlich stattfinde, etwa in den Schulen, liess sich Alexander Bücheli, Mediensprecher der Schweizer Bar und Club Kommission, in der Mitteilung zitieren.

Er vermisst bei der Schweizer Politik das Rückgrat, sich wie in Deutschland und Österreich mit «heissen Themen» wie einer Impfpflicht auseinanderzusetzen.

SVP sieht 2G als Vorstufe zum Impfzwang für alle

Die flächendeckende Einführung der 2G-Regel ist für die SVP willkürlich. Sie helfe nicht, sei diskriminierend und diene nur als «Vorstufe zum Impfzwang für alle», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Dafür seien die anderen Parteien verantwortlich. Sie hätten im Parlament gegen den Willen der SVP die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Sie hätten am 2. Dezember jenen Passus im Covid-Gesetz abgelehnt, der dem Bundesrat die Einführung von 2G untersagt hätte.

Statt endlich die Risikogruppen effizient zu schützen, drangsalierten und diskriminierten die Mitte-Links-Mehrheit im Bundesrat und das Parlament lieber die Bevölkerung, schreibt die SVP. Die 2G-Regel bringe nichts als eine Scheinsicherheit und noch mehr Diskriminierung für alle jene Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten oder könnten.

Zudem nehme es der Bundesrat widerspruchslos hin, dass heute weniger Intensiv-Personal und damit Betten zur Verfügung stünden als zu Beginn der Pandemie. Heute sei die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten nur noch halb so hoch wie während der ersten und zweiten Welle. Bis heute habe die Landesregierung jedoch nichts unternommen, um die Lage im Gesundheitswesen zu verbessern.

Glättli: Massnahmen beschliessen, nicht in Konsultation schicken

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden laut Grünen-Präsident Balthasar Glättli nicht wirksamer, «wenn der Bundesrat sie zum zweiten Mal in die Konsultation schickt, statt sie zu beschliessen».

Es brauche jetzt endlich Massnahmen wie eine Homeoffice-Pflicht, um die aktuelle Welle zu brechen, schreibt Glättli auf Twitter. Das Gesundheitswesen sei bereits am Anschlag.

GLP: Es braucht den ganzen Massnahmen-Fächer

Die Grünliberalen ziehen die mildere Variante 1 des bundesrätlichen Vernehmlassungspaketes vor. Dazu gehöre insbesondere 2Gplus, also Zugang nur noch für Geimpfte und Getestete und mit Maske.

Als Maske sollte FFP2 Pflicht sein, schreibt Parteipräsident Jürg Grossen auf Twitter. Die Zeit dränge. Es brauche den ganzen Massnahmen-Fächer: Luftqualität, Hygiene, Testen, Homeoffice und «natürlich impfen».

Druck auf Spitäler nimmt laut Experten zu

Laut Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst, haben aktuell 30 Spitäler keine zertifizierten Intensivbetten mehr frei. Schweizweit liege die Reserve bei 140 Betten.

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(Bild: Keystone)
Omikron-Variante dürfte sich laut Bundesbehörden durchsetzen

Die Omikron-Variante des Coronavirus dürfte nach Einschätzung des BAG auch in der Schweiz dominant werden.

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Bundesrat will auf mögliche Omikron-Welle vorbereitet sein

Der Bundesrat will auf eine mögliche Corona-Welle aufgrund der neuen Omikron-Variante vorbereitet sein und möglichst rasch entscheiden können, falls sich die Situation verschärft. Das gab Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag als Grund für die in Konsultation geschickten neuen Massnahmen an.

Der Bundesrat will auf eine mögliche Corona-Welle aufgrund der neuen Omikron-Variante vorbereitet sein und möglichst rasch entscheiden können, falls sich die Situation verschärft. (Bild: Keystone)

«Wir sind in einer kritischen Phase. Der Trend zeigt in eine falsche Richtung», sagte Berset vor den Medien in Bern. Die Zahl der Hospitalisationen steige und der Druck auf die Intensivstationen nehme zu. Hinzu komme, dass man die Auswirkungen der neuen Virus-Variante nicht abschätzen könne. «Wir müssen vorbereitet sein auf eine nächste Welle, die möglicherweise mit der Omikron-Variante kommen wird», sagte Berset.

Die erste vom Bundesrat vorgeschlagene Variante mit der Ausweitung der 2G-Regel bezeichnete Berset als «harte Massnahme». Die zweite Variante, die Teilschliessungen vorsieht, sei sogar «noch unattraktiver». Es sei keine einfache Entscheidung, sagte Berset dazu. Der Bundesrat versuche eine Kompromiss zu finden, der für die Bevölkerung tragbar sei ohne die Spitäler zu überlasten.

Niederlande bieten Corona-Impfungen für Kinder an

In den Niederlanden können bald fünf bis elf Jahre alte Kinder gegen Corona geimpft werden. Einladungen dazu sollen etwa ab der zweiten Januarhälfte verschickt werden, kündigte Gesundheitsminister Hugo de Jonge an.

In den Niederlanden können bald fünf bis elf Jahre alte Kinder gegen Corona geimpft werden. (Symbolbild: Keystone)

Die Regierung folgt damit einer Empfehlung des niederländischen Gesundheitsrates. Das Gremium erklärte, die Vorteile einer Impfung würden auch bei Kindern eventuelle Nachteile klar überwiegen und vor möglichen schweren Krankheitsverläufen schützen. Kinder mit Vorerkrankungen oder anderen erhöhten Risiken können bereits jetzt gegen Corona geimpft werden, verwendet wird der Impfstoff von Biontech und Pfizer.

SP Schweiz: Bund reagiert endlich angemessen auf Pandemielage

Die SP stellt sich hinter die vorgeschlagenen Verschärfungsmassnahmen des Bundesrates für die Festtage. Der Bund reagiere endlich angemessen auf die Entwicklung der gesundheitlichen Lage, schreibt die Partei auf Twitter. Die Booster-Quote müsse nun rasch erhöht werden. Diese Impfungen müssten bis Weihnachten «rund um die Uhr» angeboten werden.

Weiter brauche es zusätzliche wirtschaftliche Hilfen und die Arbeitsbedingungen im Pflegebereich müssten dringend verbessert werden. Es liege nun an den Kantonen – in Zusammenarbeit mit den Spitälern, Wissenschaftlerinnen und dem Bundesrat – rasch zu klären, welche Massnahmen notwendig seien, um diese Krise zu überstehen.

Es sei inakzeptabel, dass das Spitalpersonal so stark belastet werde und unzumutbare Triage-Entscheide fällen müsse, schreibt die SP zusätzlich in einer Mitteilung. Egal ob es sich um geimpfte oder ungeimpfte Personen handle.

Die aktuellen Zustände in den Spitälern seien nicht nur eine direkte Folge der Pandemie, sondern auch «ein trauriges Zeugnis verpasster Investitionen von Spitälern und Kantonen in die Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals», hiesst es in der Mitteilung weiter.

Armee unterstützt Impfkampagne im Wallis

Die Schweizer Armee hilft ab nächster Woche den zivilen Behörden im Wallis bei der Bewältigung der fünften Welle der Coronavirus-Pandemie. Die 20 Soldaten werden in den Impfzentren Sitten, Martigny und Collombey aktiv sein. 17 Soldaten werden ab dem 15. Dezember in einem ehemaligen Gebäude der Hochschule HES-SO in Sitten ein neues Impfzentrum eröffnen, wie der Kanton Wallis am Freitag mitteilte. Bereits ab dem 13. Dezember werden drei Soldaten für die Impfzentren in Martigny und Collombey zur Verfügung stehen.

Ziel ist es insbesondere, die Kapazitäten für die Auffrischungsimpfung zu erhöhen. Im Wallis steht die dritte Impfdosis nun der gesamten Bevölkerung ab 16 Jahren offen. Durch die Ausweitung der Auffrischungsimpfung auf die gesamte Bevölkerung werden mehr als 40’000 Personen anspruchsberechtigt.

Bundesrat hält Teilschliessungen von Innenräumen für möglich

Nur eine Woche nach der Ausweitung der Masken- und Zertifikatspflicht bedingen die weiterhin steigenden Spitaleintritte eine baldige nächste Verschärfung der Corona-Massnahmen. Zur Debatte steht neben schärferen 2G-Regeln auch die Schliessung von Restaurants und Bars.

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Alain Berset und Guy Parmelin. (Bild: Keystone)
So schneidet die Schweiz beim Krisenmanagement ab

Deutscher Bundesrat stimmt für erste begrenzte Corona-Impfpflicht

In Deutschland ist im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine erste begrenzte Impfpflicht für Gesundheitspersonal beschlossene Sache. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat dem Gesetz der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP zugestimmt. In der Sondersitzung der Länderkammer fiel das Votum einstimmig aus.

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes hatte erst kurz zuvor den Bundestag passiert. Dort stimmten 571 Abgeordnete dafür. Mit Nein votierten 80 Abgeordnete, 38 enthielten sich. Konkret sollen Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis 15. März 2022 Nachweise als Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen. Neben Ärzten sollen künftig befristet auch Apotheken, Zahnärzte und Tierärzte mitimpfen können. Ergänzt und verlängert werden sollen Möglichkeiten für die Länder zu regional härteren Corona-Beschränkungen. Alles dazu gibt es hier.

10'163 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 10’163 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 51 neue Todesfälle und 160 Spitaleinweisungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Semperopernball fällt aus - Silvesterkonzert ohne Publikum

Der Dresdner Semperopernball fällt 2022 wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge aus. «Aufgrund der starken Corona-bedingten Entwicklung wäre es ein falsches Signal, einen Ball mit rund 2500 Gästen in der Dresdner Semperoper durchzuführen», erklärte Ball-Impresario Hans-Joachim Frey am Freitag in Dresden.

Nach der ursprünglichen Planung sollte Moderatorin Nazan Eckes am 28. Januar 2022 an der Seite von Sänger Roland Kaiser durch den Abend führen. Unter anderem waren Auftritte des peruanischen Star-Tenors Juan Diego Flórez und des italienischen Musikers Giovanni Zarrella vorgesehen. Der nächste Ball soll nun am 3. März 2023 aufgelegt werden. Zudem ist Mitte Juli 2022 ein Event geplant. Die für vergangenen Juni angekündigte Sommergala des Balls war auch abgesagt worden.

Griechische Impfverweigerer führen Schuldirektor in Handschellen ab

Radikale Impfverweigerer haben am Freitag in einer Protestaktion dem Direktor des Gymnasiums der nordgriechischen Kleinstadt Aiginio Handschellen angelegt und ihn abgeführt. Damit wollten sie gegen die Maskenpflicht vorgehen, die in allen griechischen Schulen gilt. Fünf Beteiligte wurden festgenommen und sollten der Staatsanwaltschaft vorgeführt werden.

Die Entführer nennen sich «Verwahrer der Verfassung», wie der Bürgermeister der Region, Anastasios Manolas, im Staatsfernsehen (ERT) mitteilte. «Es war der absolute Widersinn», sagte er. Der Direktor des Gymnasiums wurde kurz nach der Aktion zwar wieder freigelassen, er stehe aber unter Schock, fügte der Bürgermeister hinzu.

Die Regierung in Athen verurteilte die Tat der Impfgegner: «Die Polizei muss die Wiederholung solcher Aktionen verbieten», forderte – sichtlich verärgert – der griechische Minister für Bürgerschutz, Takis Theodorikakos, im Parlament in Athen. Das, was diese Menschen begangen haben, sei «provokativ und inakzeptabel».

Neue Corona-Entscheide des Bundesrats

Kommt jetzt die 2G-Regel in der Schweiz? Gesundheitsminister Alain Berset präsentiert um 15 Uhr die neusten Entscheide des Bundesrats zum Coronavirus. Die Medienkonferenz können Sie hier live mitverfolgen.

Freiburger Kantonsspital stockt Betten auf und sucht Personal

Im Freiburger Kantonsspital HFR hat sich die Zahl der Covid-Patienten in den letzten 20 Tagen fast verdoppelt: von 25 auf derzeit 47. Um den Anstieg zu bewältigen, wurden an verschiedenen HFR-Standorten mehr als 30 zusätzliche Betten installiert.

 

Das Freiburger Kantonsspital stockt Betten auf und sucht Personal. (Bild: Keystone)

Zur Betreuung dieser Betten wurde ein Aufruf an pensionierte Fachpersonen gestartet, teilte der Kanton Freiburg am Freitag mit. Zudem werden die Mitarbeitenden gebeten, ihren Beschäftigungsgrad zu erhöhen. Doch die Abwesenheitsrate sei derzeit hoch, und das bestehende Personal erschöpft.

Besetzt werden sollten aktuell rund 90 zusätzliche Vollzeitstellen. Der Personalmangel lasse sich aber nur sehr schwer beheben, da alle Spitäler Personal mit ähnlichen Profilen suchten. Das Spital hat deshalb die Rekrutierungsgruppe wieder aktiviert.

Lockdown in der Slowakei endet für Geimpfte und Genesene

In der Slowakei dürfen seit Freitagmorgen wieder alle Geschäfte und einige Dienstleistungen wie Friseure oder Fitnessstudios öffnen. Wer aber weder gegen Covid-19 geimpft noch davon genesen ist, darf nur in Geschäfte für den täglichen Bedarf. Die Gastronomiebetriebe bleiben vorerst noch für alle geschlossen. Hotels und Pensionen dürfen Dienstreisende, nicht aber Touristen beherbergen.

Die Gesundheitsbehörden betonten jedoch, dass ungeachtet des formellen Lockdown-Endes für Geimpfte und Genesene weiterhin der sogenannte Notstand und mehrere damit verbundene Ausgangsbeschränkungen gelten. Auch der Weg zur Arbeit ist nur mit einem «Grünen Pass» erlaubt. Im Gegenzug für die Öffnung der Geschäfte müssen ab kommenden Montag alle Schulen mit Ausnahme der ersten vier Schulstufen auf Online-Unterricht umstellen.

England weitet Maskenpflicht wegen Omikron aus

Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gilt in England seit Freitag wieder an vielen Orten eine Maskenpflicht. So muss nun grundsätzlich in Theatern, Kirchen, Museen und Kinos ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Gesundheitsminister Sajid Javid sagte, die Regeln sollten die Verteidigungslinie stärken. Zuvor war bereits eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr wieder eingeführt worden. Die Regeln waren Mitte Juli aufgehoben worden. In Pubs und Restaurants muss allerdings weiterhin keine Maske getragen werden.

Kommende Woche folgen weitere Massnahmen zur Eindämmung von Omikron. Von Montag an soll – wenn möglich – zudem wieder von zu Hause aus gearbeitet werden, von Mittwoch an muss zur Teilnahme an Grossveranstaltungen ein Impfpass oder negativer Corona-Test vorgelegt werden. Wie die Zeitung «Daily Mail» berichtete, erwägt die Regierung noch weitergehende Verschärfungen. So stehe unter anderem im Raum, die Maskenpflicht weiter auszudehnen und in der Gastronomie nur noch Tischservice zu erlauben.

Deutscher Bundestag beschliesst erste begrenzte Corona-Impfpflicht

Der deutsche Bundestag hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine erste begrenzte Impfpflicht für Gesundheitspersonal und weitere Krisenregelungen beschlossen

In Deutschland gibt es bald eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal. (Bild: Keystone)

Für das Gesetz der Ampel-Koalition von SPD, FDP und Grünen stimmten am Freitag 571 Abgeordnete. Mit Nein votierten 80 Abgeordnete, 38 enthielten sich. Am Nachmittag soll darüber auch noch der Bundesrat in einer Sondersitzung abschliessend entscheiden.

Konkret sollen Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis 15. März 2022 Nachweise als Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen. Neben Ärzten sollen künftig befristet auch Apotheken, Zahnärzte und Tierärzte mitimpfen können. Ergänzt und verlängert werden sollen Möglichkeiten für die Länder zu regional härteren Corona-Beschränkungen.

Bundesrat plant Tourismus vermehrt zu fördern

Der Bundesrat will wegen der Pandemie vermehrt innovative Projekte im Bereich des Tourismus fördern. Er hat eine entsprechende Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) in die Vernehmlassung geschickt, wie er mitteilte. Vorgesehen ist, dass der Bund dazu für die Jahre 2023 bis 2026 zwanzig Millionen Franken mehr einsetzt – und der Bundesanteil von maximal fünfzig auf maximal siebzig Prozent erhöht wird. Die Vernehmlassung dauert bis am 24. März 2022. Die Massnahme ist Teil des Anfang September vorgestellten Programms für die Erholung des Tourismus.

Integration bei Sunrise UPC trotz Corona gut unterwegs

Die Zusammenlegung von Sunrise und UPC ist trotz Corona auf Kurs. «Wir sind in unserem Zeitplan oder leicht davor, was ich überraschend finde, weil der Zeitplan vor der Pandemie aufgestellt wurde», sagt Konzernchef André Krause im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Die Einschränkungen würden die kulturelle Integration nicht einfacher machen. «Wenn man zwei Unternehmen zusammenbringt, Menschen sich kennenlernen müssen und man eine gemeinsame Unternehmenskultur entwickeln will, ist das Homeoffice eine grosse Herausforderung», sagt der Sunrise UPC-Chef. «Dafür sind wir sehr, sehr gut unterwegs.»

Mit dem neuen Produkteportfolio könne der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz nun alle Netztechnologien allen Kunden anbieten. So erhielten Sunrise-Kunden dank dem Kabelnetz Surfgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) auch in jenen Gebieten, wo es keine Glasfasern gebe und sie bisher mit den weniger schnellen Kupferleitungen der Swisscom hätten zufrieden sein müssen. Diese Gebiete machen rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung aus.

Bundesrat bietet Zivilschutz auf
Der Bundesrat bietet zur Bewältigung der Pandemie weitere Zivilschutz-Kräfte auf. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat setzt zur Bewältigung der Pandemie wieder Angehörige des Zivilschutzes ein. Er hat am Freitag ein drittes solches Aufgebot beschlossen, wie er mitteilte. Der Zivilschutz soll bis zum 31. März 2022 die Kantone namentlich bei der Kontaktverfolgung und der Impfkampagne unterstützen. Vorgesehen ist ein Kontingent von maximal 100’000 Diensttagen, der Bund rechnet mit Kosten von maximal 2,75 Millionen Franken. Hintergrund ist die Zunahme der Corona-Neuansteckungen und der Hospitalisationen im Zusammenhang mit Covid-19, wie die Landesregierung schrieb.

Neu Personenbeschränkungen in grossen Gondeln
In grossen Gondeln gibt es künftig Kapazitätsgrenzen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Seilbahnen führen ab dem 18. Dezember neue Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus ein.

Grosse Gondeln mit einer Kapazität ab 25 Personen sollen nicht mehr ganz gefüllt werden. Diese Gondeln sollen nur noch zu 70 Prozent ausgelastet werden, wie der Verband Schweizer Seilbahnen am Freitag mitteilte. Zudem soll es in den Aussenbereichen vor Restaurants wieder ein geordnetes Anstehen mit Abstandsregeln geben. Mehr dazu gibt es hier.

Israel verlängert Einreiseverbot für Touristen wegen Omikron

Israel verlängert das Einreiseverbot für Touristen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus um weitere zehn Tage. Die aktuelle Massnahme wäre eigentlich in der Nacht zu Montag ausgelaufen.

Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis kurz vor Weihnachten geschlossen, wie aus einer Mitteilung von Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz in der Nacht auf Freitag hervorging.

Die Booster-Impfungen der Schweiz im internationalen Vergleich

Silvesterfeier in Rio de Janeiro soll doch stattfinden

Die traditionelle Silvesterparty am Copacabana-Strand von Rio de Janeiro soll nun doch stattfinden. «Die Stadt ist offen, die Stadt wird feiern», sagte Bürgermeister Eduardo Paes am Donnerstag, 9. Dezember, auf einer Pressekonferenz, nachdem er die Feier zuvor am Wochenende mit Verweis auf die Corona-Pandemie abgesagt hatte.

Um die Infektionsgefahr einzudämmen, will die Stadt nun Feuerwerke an verschiedenen Orten zünden und hat geplante Konzerte abgesagt. Alles dazu lesen Sie hier.

Keine vorzeitigen Booster mehr im Zürcher Impf-Tram

Im Impf-Tram in der Stadt Zürich gibt es keine vorzeitigen Booster-Impfungen mehr. Dies berichten verschiedene Schweizer Medien übereinstimmend. Nachdem publik wurde, dass viele vor der offiziellen sechs-Monate-Frist im flexiblen Zürcher Impf-Tram eine Auffrischungsimpfung erhielten, beendete die Gesundheitsdirektion die Vorgehensweise. Die Nachfrage nach vorzeitigen Booster-Impfungen ist auch in anderen Kantonen gross.

BioNTech-Chef: Auffrischungsimpfung bereits nach drei Monaten

BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin hat sich für eine Auffrischung bereits ab drei Monaten nach der Zweitimpfung ausgesprochen. Mit Blick auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus «sind zwei Dosen noch keine abgeschlossene Impfung mit ausreichendem Schutz», sagte Sahin.

Empfiehlt, bereits nach drei Monaten einen Booster zu verabreichen: BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin. (Bild: Keystone)

«Wenn sich Omikron, wie es aussieht, weiter ausbreitet, wäre es wissenschaftlich sinnvoll, bereits nach drei Monaten einen Booster anzubieten», erklärte der Manager dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» laut Mitteilung vom 9. Dezember. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Booster-Impfung laut EMA schon nach drei Monaten möglich

Ungeachtet der geltenden Empfehlung, die Auffrischung nach sechs Monaten zu verabreichen, sprächen die derzeit verfügbaren Daten für eine sichere und wirksame Auffrischungsdosis bereits drei Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategie, Marco Cavaleri, am Donnerstag, 9. Dezember, in Amsterdam vor den Medien. Ein solch kurzer Abstand wäre möglich, wenn dies «unter dem Gesichtspunkt der öffentlichen Gesundheit wünschenswert ist».

Booster-Impfungen gegen Covid-19 könnten nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA auch schon nach drei Monaten erfolgen. In der Schweiz wird empfohlen, den dritten Stich sechs Monate nach dem zweiten vorzunehmen. (Keystone)

Cavaleri äusserte sich optimistisch hinsichtlich einer baldigen Zulassung des zu den Protein-Impfstoffen zählenden Corona-Vakzins des US-Herstellers Novavax. Sie könne noch in diesem Jahr erfolgen, sagte er. Sollte die EMA eine bedingte Zulassung empfehlen, muss die EU-Kommission noch endgültig zustimmen, was aber als Formsache gilt.

Das Novavax-Produkt ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Pfizer/BioNTech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie jene von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 bestehen.

Vorerst keine zusätzlichen Corona-Auflagen für Weihnachten

Bund und Länder planen vorerst keine zusätzlichen Corona-Beschränkungen über die Weihnachtsfeiertage, wollen die Lage aber weiter beobachten. In der nächsten Woche soll ein vorgesehener Expertenrat auch für genauere Einschätzungen zur neuen Virusvariante Omikron zusammenkommen, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach Bund-Länder-Beratungen am Donnerstagabend in Berlin deutlich machte. Wenn nötig, solle mit diesem Erkenntnisgewinn dann auch agiert werden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, neue allgemeine Kontaktbeschränkungen hätten in der Runde keine Rolle gespielt. Er betonte, dass es nicht nötig sei, sich zu Weihnachten einzugraben. «Man kann Familie und Freunde treffen, die Frage ist: Wie?» Es sei nicht klug, mit 20 und mehr Menschen zusammenzukommen,ohne auf Schutz zu achten.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) machte deutlich, man wolle zunächst wissenschaftliche Expertise einholen und schauen, ob die Massnahmen ausreichten. (Keystone)
Scholz rechnet mit langfristiger Impfkampagne gegen Corona

Die Bürger müssen sich nach Ansicht von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auch langfristig auf Corona-Impfungen einstellen. «Wir werden wohl noch länger impfen müssen», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder. Deshalb sei es sinnvoll, dass die Impfstrukturen, die nun etabliert würden, nicht so schnell wieder heruntergefahren würden. Scholz erwähnte Impfzentren in Kommunen, mobile Impfteams und auch Impfungen etwa in Apotheken, die jetzt gesetzlich ermöglicht werden. «Vielleicht ist es jetzt tatsächlich so, dass wir uns darauf einrichten müssen, dass wir immer mal wieder uns einen Piks beschaffen müssen, damit wir gut genug geschützt sind.»

US-Arzneimittelbehörde genehmigt Booster für 16- und 17-Jährige

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Einsatz von Booster-Impfungen der Hersteller Biontech und Pfizer für 16- und 17-Jährige genehmigt. Die zusätzliche Injektion für die Minderjährigen darf ab sofort ein halbes Jahr nach der letzten Impfung erfolgen. Das teilte die FDA am Donnerstag mit. Mit der Massnahme soll die Verbreitung von Covid-19 angesichts der Omikron-Variante und der anstehenden Feiertage verlangsamt werden. Für Erwachsene in den USA sind die Booster-Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna bereits zugelassen.

Kanton Bern schickt Schulkinder wegen Corona früher in Ferien

Im Kanton Bern beginnen die Weihnachtsferien für die Schülerinnen und Schüler der Volksschule und der Musikschulen wegen der Corona-Pandemie drei Tage früher als vorgesehen. Schon am Abend des 21. Dezember ist für sie Schulschluss, nicht erst an Heiligabend.

Das geht aus einem Newsletter der bernischen Bildungs- und Kulturdirektion vom Donnerstag hervor, welcher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt und über den die Tamedia-Zeitungen online zuerst berichteten.

Im Kanton Bern ist es zuletzt an zahlreichen Schulen zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Wie in anderen Kantonen auch weist Bern derzeit sehr hohe Fallzahlen auf – es kam gar zu rekordhohen Fallzahlen in den letzten Wochen. (Symbolbild: Keystone)

Um die Infektionsketten zu unterbrechen und den Schulkindern, dem Schulpersonal und den Angehörigen eine möglichst sichere und besinnliche Weihnachtszeit zu gewährleisten, würden die Schulferien vorgezogen, heisst es im Brief an die Schulleiterinnen und Schulleiter.

100 Millionen Impfdosen in Italien verabreicht - 80 Prozent geimpft

Italien ist mit dem Fortschritt seiner Impfkampagne gegen das Coronavirus weiter zufrieden. In dem Land wurde der Wert von 100 Millionen verabreichten Impfdosen erreicht, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte.

In den nächsten Wochen stehe Impfstoff für 25 Millionen Italiener bereit, teilte die Regierung mit. Davon profitieren dann auch Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren, bei denen am 16. Dezember mit der Impfung begonnen wird. (Symbolbild: Keystone)

Der für die Verteilung des Vakzins zuständige General Francesco Paolo Figliuolo sprach von einem «aussergewöhnlichen Ergebnis». Insgesamt sind in Italien 80,1 Prozent aller Einwohner mindestens einmal und 77,3 Prozent mindestens zweimal geimpft, wie die unabhängige Stiftung Gimbe errechnete. 16,2 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung. Unter den Italienern über 12 Jahren haben fast 88 Prozent mindestens eine Dosis erhalten.

Kanton Freiburg erstattet Impfwilligen Kosten für Antikörper-Test

Wer sich im Kanton Freiburg nach einem serologischen Test innerhalb eines Monats gegen Covid-19 impfen lässt, kann sich die Testkosten zurückerstatten lassen. Das Angebot gilt für Antikörper-Tests seit 30. November und bis 31. Dezember.

Bei einem positiven Resultat sei eine einmalige Dosis eines mRNA-Impfstoffs angezeigt, schreiben die Freiburger Behörden. Fällt der serologische Test hingegen negativ aus, sind zwei Impfdosen nötig oder alternativ eine Dose des Impfstoffs von Janssen. (Symbolbild: Keystone)

Serologische Tests liefern Nachweise einer früheren Covid-Infektion. Sie werden vom Bund aber nur finanziert, wenn sie vom Kantonsarztamt angeordnet werden, wie der Kanton Freiburg am Donnerstag festhielt. Er ermöglicht nun eine nachträgliche Rückerstattung für Personen, die sich innert Monatsfrist impfen lassen.

Krebsorganisationen besorgt über Triage-Richtlinien

Schweizer Krebsorganisationen sind besorgt, dass sich für Krebskranke wegen Corona-Patienten Schwierigkeiten im Zugang zur Intensivpflege verstärken werden. Sie rufen die SAMW in einem offenen Brief dringlich dazu auf, ihre Triage-Richtlinien zu überprüfen.

Die medizinisch-ethischen Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) bezüglich Triage seien zu überdenken, hiess es in der Mitteilung von Oncosuisse, der Dachgesellschaft von acht grossen Krebsorganisationen vom Donnerstag.

Bei Krebspatienten sei bereits unter normalen Bedingungen eine Übernahme durch die Intensivstation schwierig. Dies, weil die Kenntnisse über die Erfolgsaussichten von Krebsbehandlungen manchmal ungenügend seien. Hinzu komme aber auch eine utilitaristische Haltung der Ethikkommission der SAMW, wonach Patienten mit einer «besseren Kurzfristprognose» bevorzugt Zugang zur Intensivpflege haben sollen.

Booster schützt Geimpfte 20 Mal besser als Ungeimpfte

Die Swiss National Covid-19 Science Task Force veröffentlicht neue Kennzahlen zum Impfschutz mit einer Corona-Impfung. So seien Geboosterste 20 Mal besser geschützt, als Ungeimpfte.

Arena-Moderator Brotz hat Corona

Sandro Brotz, Moderator der SRF-Arena, ist mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt der TV-Mann auf Twitter mit. Es gehe im soweit gut und er begebe sich in Quarantäne, schreibt er.

Erweiterte Maskentragpflicht an Zürcher Schulen

Der Regierungsrat hat als Folge der epidemiologischen Lage und der neuen Bundesbestimmungen die kantonale Covid-19-Verordnung im Bildungsbereich angepasst. Die Maskentragpflicht an den Schulen wird ausgeweitet, wie der Kanton am Donnerstag mitteilt.

Zürcher Primarschüler müssen wieder eine Schutzmaske tragen. (Bild: Keystone)

An Schulen der Sekundarstufe II wird die Befreiungsmöglichkeit von der Maskentragpflicht wie an der Volksschule aufgehoben. Bisher konnte sich auf Sekundarstufe II von der Maske befreien lassen, wer geimpft oder genesen war oder an repetitiven Tests teilnahm. Personen mit einer ärztlichen Maskentragdispens sind verpflichtet, sich wöchentlich testen zu lassen. Diese Massnahme tritt ab dem 13. Dezember in Kraft.

Um nach den Weihnachtsferien den Schulbetrieb möglichst sicher starten zu können, wird die Maskentragpflicht befristet ab dem 3. Januar 2022 auch auf Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Primarschulklassen ausgeweitet. Ab der 4. Klasse der Primarstufe gilt die Maskentragpflicht bereits seit dem 1. Dezember. Diese Massnahmen sind bis zum 24. Januar 2022 befristet.

Gesetzentwurf zur Impfpflicht in Österreich: Hohe Strafen drohen

Wer sich in Österreich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, muss ab Februar 2022 mit hohen Geldstrafen rechnen. Der am Donnerstag in Wien vorgestellte Gesetzentwurf sieht Geldstrafen von 600 Euro in einem verkürzten Verfahren und von bis zu 3600 Euro in einem ordentlichen Verfahren vor.

Betroffene könnten sich aber aus der Strafe herausimpfen, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP). Das gelte dann als «tätige Reue». «Wenn ein Nachweis vorliegt, wird das Verfahren eingestellt», sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Ausnahmen von der Impfpflicht werde es geben für Kinder unter 14 Jahren, für Schwangere, für Genesene bis zu 180 Tage nach der Covid-Erkrankung und für Menschen mit einem ärztlichen Attest.

Bayern-Star Kimmich leidet an Long-Covid

FC Bayern-Star Joshua Kimmich hatte bereits für Schlagzeilen gesorgt, weil er sich nicht impfen lassen wollte. Schliesslich erkrankte er am Virus und musste in Isolation. Nun ist klar: Bis Ende Jahr muss der Fussballclub auf seinen Spieler verzichten, weil er Folgeschäden von seiner Infektion davon trug.

Joshua Kimmich wird vom FC Bayern zitiert: „Ich freue mich, dass meine corona-bedingte Quarantäne beendet ist. Mir geht es sehr gut, allerdings kann ich aufgrund von leichten Infiltrationen in der Lunge aktuell noch nicht voll trainieren. Ich werde daher ein Aufbautraining absolvieren und kann es kaum abwarten, im Januar wieder voll mit dabei zu sein.»

10’894 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 10’894 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 27 neue Todesfälle und 193 neue Spitaleintritte. Mehr zum Thema gibt es hier.

Räte bei zwei Bestimmungen im Covid-19-Gesetz noch nicht einig

National- und Ständerat debattieren derzeit über Anpassungen und Verlängerungen im Covid-19-Gesetz. In zwei Punkten sind sie sich noch nicht einig. Dabei geht es um die Veröffentlichung von Verträgen mit Impfstoff-Herstellern und um die Frage, ob der Bund sich in die Spitalplanung der Kantone einmischen soll.

Der Nationalrat will, dass der Bund mit den Kantonen die erforderlichen Kapazitäten in den Spitälern für die Behandlung der Patientinnen und Patienten definiert und dass er mit ihnen die entsprechenden Reserven für Zeiten mit hoher Belastung plant. Alles zum Thema gibt es hier.

Champions Cup in Winterthur erneut abgesagt

Der in Winterthur geplante Champions Cup kann auch im nächsten Jahr nicht stattfinden. Das am 15. und 15. Januar vorgesehene Turnier mit den besten Mannschaften aus Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz muss wegen der Corona-Pandemie wie in diesem Jahr abgesagt werden. Schweizer Teilnehmer wären Köniz bei den Männern und Kloten-Dietlikon bei den Frauen gewesen.

Touristiker erwarten Winter-Aufschwung - Omikron als Unbekannte

Schweizer Tourismusanbieter erwarten für die Wintersaison 2021/22 einen deutlichen Aufschwung gegenüber dem Vorjahr. Die Buchungsstände für die anstehenden Festtage und die Wintersaison liegen klar über dem wegen der Corona-Pandemie sehr schwachen Vorjahr.

Dies teilte die Branchenorganisation Schweiz Tourismus am Donnerstag anhand einer Umfrage unter den Ferienanbietern mit. Die Ergebnisse seien allerdings mit grosser Vorsicht zu geniessen. Denn die Umfrage wurde Ende November durchgeführt – also bevor sich die Lage mit dem Auftauchen der neuen Corona-Variante Omikron wieder verdüsterte. Alle Hintergründe erfahren Sie hier.

Deutlich mehr Ansteckungen, Todesfälle und IPS-Patienten

Deutlich mehr Covid-19-Ansteckungen, Todesfälle, Spitaleintritte sowie Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen (IPS) im Zusammenhang mit dem Coronavirus als in der Vorwoche: Das meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für die Zeit vom 29. November bis 5. Dezember.

Für die Berichtswoche wurden dem BAG in der Schweiz und in Liechtenstein insgesamt 63’482 neue Fälle gemeldet, wie dieses am Donnerstag in seinem Wochenbericht schrieb. Wie schon in der Vorwoche, als insgesamt 51’440 Ansteckungen mit dem Coronavirus Covid-19 registriert worden waren, sei damit ein signifikanter Anstieg zu verzeichnen. Alles zum Thema gibt es hier.

Empa-Studie: Mehr Corona-Fälle in schlecht gelüfteten Schulzimmern

Der Kanton Graubünden hat zusammen mit Empa-Forschern die Luftqualität in 150 Schulzimmern getestet. Es zeigte sich, dass sich in schlecht gelüfteten Räumen signifikant mehr Personen mit dem Coronavirus ansteckten als in gut durchlüfteten.

Die Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchten seit Oktober erstmals Daten aus 300 CO2-Sensoren in Klassenzimmern. Parallel dazu überwachten sie, zu wie vielen positiven Corona-Testresultaten es in diesen Klassenzimmern kam, wie Martin Bühler, Chef des Bündner Führungsstabs am Donnerstag vor den Medien erklärte. Alles dazu gibt es hier.

Bernexpo-Gruppe sagt für Januar 2022 Messen in Bern und Zürich ab

Die Ferienmesse in Bern und die Fespo in Zürich finden auch 2022 nicht statt. Die Bernexpo-Gruppe begründet die erneute Absage mit der Verschlechterung der epidemiologischen Lage und deren Auswirkung auf die Tourismusbranche.

So könnten zahlreiche Aussteller wegen der verschärften Ein- und Ausreisebedingungen voraussichtlich nicht einreisen oder müssten bei der Ausreise in Quarantäne, schreibt Bernexpo in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Betroffen von der Absage sind die Ferienmesse Bern, die vom 13. bis 16. Januar 2022 stattfinden sollte, sowie die Fespo und Golfmesse in Zürich vom 27. bis 30. Januar 2022.

Corona-Ausbruch: Spiel Tottenham gegen Rennes abgesagt

Die Conference-League-Partie zwischen Tottenham Hotspur und Stades Rennes ist am Donnerstag wenige Stunden vor Spielbeginn wegen des Corona-Ausbruchs bei den Engländern von der UEFA abgesagt worden. Ein Ersatzdatum ist noch nicht bestimmt.

Zuvor hatte Tottenham am Mittwochabend gemeldet, dass das Team nicht antreten wird. «Wir können bestätigen, dass unser Heimspiel in der Gruppe G gegen Stade Rennes nicht stattfinden wird», teilte der Premier-League-Klub mit. Rennes dagegen hatte kurz darauf erklärt, mit der geplanten Absage nicht einverstanden zu sein und spielen zu wollen. Die Mitteilung der Spurs erfolgte erst kurz nach der Landung der Franzosen in London.

Tottenham teilte zudem mit, dass nach Gesprächen unter anderem mit der Gesundheitsbehörde empfohlen wurde, den Bereich der ersten Mannschaft im Trainingszentrum «im Interesse der Gesundheit und Sicherheit von Spielern und Personal zu schliessen». Coach Antonio Conte hatte am Mittwoch mehrere Corona-Fälle bestätigt. Demnach wurden acht Spurs-Spieler und fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Um wen es sich handelt, wurde nicht bekannt.

"Partygate": Johnson wegen Vorwürfen über Lockdown-Partys unter Druck

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Donnerstag in der Affäre um angebliche Lockdown-Partys im Regierungssitz weiter unter Druck geraten. Selbst konservative Zeitungen sparten auf ihren Titelseiten nicht mit Kritik.

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät wegen der Vorwürfe über Lockdown-Partysimmer mehr unter Druck. (Bild: Keystone)

«Eine Regel für sie und neue Regeln für den Rest von uns», titelte die «Daily Mail» in Anspielung an schärfere Corona-Massnahmen, die der konservative Regierungschef am Vorabend angekündigt hatte. Auf der Titelseite des «Telegraph» wurde ein Kommentar mit der Frage angerissen: «Der Anfang vom Ende für Boris?». Parteikollegen warfen ihm vor, es handele sich bei den Massnahmen um ein Ablenkungsmanöver.

Johnson hatte sich am Mittwoch im Parlament entschuldigt. Nicht jedoch für eine angebliche Party seiner Mitarbeiter, während der Rest des Landes im Lockdown war, sondern für ein Video, bei dem seine frühere Pressesprecherin mit Kollegen darüber scherzte, wie eine solche Party öffentlich zu rechtfertigen wäre. Johnson stritt weiter ab, dass es zu einem Regelbruch gekommen war, leitete aber eine interne Untersuchung ein.

Coop, Migros und Denner beschränken Personenzahl in Läden

Die Detailhändler Coop, Migros und Denner wollen wegen der steigenden Corona-Fallzahlen freiwillig Personenzahlbeschränkungen auf ihren Verkaufsflächen vornehmen. Diese Massnahme wird im Laufe der kommenden Woche umgesetzt.

Die Mitglieder der IG Detailhandel verstärkten mit dieser Massnahme «noch einmal den Schutz der Kundinnen und Kunden sowie der Mitarbeitenden», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Personenzahlbeschränkungen seien bereits in früheren Phasen der Pandemie vorübergehend eingeführt worden, diese hätten sich bewährt.

Ab kommender Woche dürfen weniger Kunden und Kundinnen gleichzeitig in die Filialen von Coop, Migros und Denner. (Bild: Keystone)

Die IG Detailhandel rät, Einkäufe schwerpunktmässig zu Wochenbeginn zu erledigen und Stosszeiten zu vermeiden, auch der Abstand solle eingehalten werden. Zudem solle nur eine Person pro Haushalt einkaufen. Wann immer möglich, solle kontaktlos bezahlt werden. Im weiteren verweist die IG auf die Maskenpflicht und weitere Hygieneregeln.

Der "Booster" bewegt die Schweiz

Erst Anfang dieser Woche wurde «Impfdurchbruch» zum Deutschschweizer Wort des Jahres gekürt. Aktuelle Suchmaschinen-Anfragen deuten allerdings auf andere Themen hin, die die Menschen in der Schweiz derzeit bewegen.

Kein Wort wurde im November in der Schweiz so oft im Internet gesucht, wie «Booster». (Bild: Keystone)

Das zeigen Auswertungen des IFAA Instituts in Bern und des Zuger Unternehmens für Markt- und Wirkungsforschung «ArgYou». Das Team um Christoph Glauser misst regelmässig den Puls der Schweizer Bevölkerung, indem es auf rund zweihundert Online-Kanälen analysiert, welche Themen die Menschen hierzulande umtreiben.

Der Monat November ergab demnach ein klares Bild: «Booster» wurde mit grossem Vorsprung am häufigsten abgefragt, nämlich im Schnitt rund 3,6 Millionen Mal. Omikron, erst kürzlich von Wissenschaftlern in Südafrika entdeckt, erzielte 645’600 Suchanfragen. Weit abgeschlagen fand sich das Wort des Jahres – Impfdurchbruch wurde gerade einmal 34’800 Mal in die Suchmaschinen eingetippt, noch hinter Erst- (159’000) und Zweitimpfung (48’000). Mehr zum Thema gibt es hier.

CS-Aktien nach "Corona-Fauxpas" des Präsidenten klar im Minus

Die Missachtung der Corona-Regeln durch Credit Suisse-Verwaltungsratspräsident António Horta-Osório lastet am Donnerstag deutlich auf dem Aktienkurs der Grossbank. Die Titel der Grossbank geben an einer insgesamt freundlichen Börse im frühen Handel deutlich nach und sind damit klar schwächste Bluechip-Titel.

Gegen 9.30 Uhr notieren die CS-Aktien um 1,0 Prozent im Minus auf 8,96 Franken, nachdem sie zuvor bis auf ein Tagestief von 8,92 Franken abgesackt waren. Für das Gesamtjahr beträgt das Minus rund 21 Prozent. Auch andere Finanzwerte wie etwa UBS (-0,3%) notieren am Donnerstag im Minus.

Zweites Unterstützungspaket für den ÖV steht

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz erhält auch für das zweite Jahr der Pandemie Finanzhilfen. Der Nationalrat hat am Donnerstag die letzte verbleibende Differenz zum Ständerat ausgeräumt.

Offen war zuletzt noch die Frage, wie viel ihrer Reserven Betreiber von touristischen ÖV-Angeboten – beispielsweise von Schiffen oder Seilbahnen – aufbrauchen sollen müssen, wollen sie Geld erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesökonomen senken Wachstumsprognosen für 2022

Die weltweiten Lieferengpässe und die von zahlreichen Regierungen rund um den Globus verschärften Corona-Massnahmen belasten auch die Schweizer Wirtschaft. Die Ökonomen des Bundes senken ihre Prognose zur Konjunkturentwicklung im kommenden Jahr.

Für das Jahr 2021 hebt die Expertengruppe des Bundes die Prognose hingegen noch leicht an. Neu rechnet sie mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Vor drei Monaten hatte die Prognose noch auf plus 3,4 Prozent gelautet, im Juni lag sie bei 3,8 Prozent.

Experten sagen Ja zu Familienessen und Nein zu Firmenanlässen
Eine Mehrheit von Corona-Experten halten generationenübergreifende Familienfeiern zu Weihnachten für möglich. (Bild: Keystone)

In einer Befragung von über 30 Schweizer Corona-Fachleuten hat eine Mehrheit trotz angespannter Pandemielage generationenübergreifende Familienessen als akzeptabel bezeichnet. Nicht in Frage kommen für eine Mehrheit der Wissenschaftler dagegen Firmenfeste, Besuche von Sportspielen, Konzerte in geschlossenen Räumen und Reisen mit dem Flugzeug. Weitere Hintergründe lesen Sie hier.

Cassis: «Impfobligatorium möglicherweise notwendig»

Ignazio Cassis wird 2022 Bundespräsident. Auch im kommenden Jahr wird der Bundesrat wohl wieder viele Entscheide im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie treffen müssen. Cassis sieht im Interview mit «Blick» vor allem Probleme bei der Spaltung, die in der Schweiz während der Pandemie entstanden ist. «Man soll auch akzeptieren, dass man unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne dass daraus ein Problem entstehen muss. Ich bin sehr besorgt über die Schwierigkeiten, die wir heute in der Schweiz mit unterschiedlichen Meinungen haben.»

Eine Diskussion betreffend einer Impfpflicht gebe es aktuell noch nicht, sagt der Bundesrat weiter. Er räumt jedoch ein: «Aber als Arzt weiss ich, dass ein Impfobligatorium möglicherweise notwendig ist. Es muss aber verhältnismässig sein.» Im Moment sei dies nicht nötig. «Doch es gab in der Geschichte übertragbare Krankheiten, die zu Impfobligatorien geführt haben», so Cassis. «Ich will dieses Instrument einfach nicht a priori ausschliessen. Das wäre falsch.»

 

Der künftige Bundespräsident Ignazio Cassis hält ein Impfobligatorium in der Schweiz für möglich, aber aktuell für unnötig. (Bild: Keystone)

Auffrischimpfung erhöht Impfschutz enorm

Eine Booster-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer senkt das coronabedingte Erkrankungs- und Sterbe-Risiko deutlich.

Das zeigen zwei Studien aus Israel, die im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht wurden. Ein Team um Shlomit Yaron von den Clalit Health Services in Tel Aviv verglich die Sterblichkeit von Menschen, die zwei Mal mit dem mRNA-Impfstoff geimpft wurden, mit der von Menschen, die zusätzlich eine Auffrischimpfung bekommen hatten. Details zum Thema lesen Sie hier.

Unicef: 100 Millionen mehr Kinder wegen Corona in Armut abgerutscht

Die Corona-Pandemie hat nach einer Studie des Uno-Kinderhilfswerks Unicef weltweit zusätzlich 100 Millionen Kinder in Armut gestürzt. Das seien innerhalb von weniger als zwei Jahren zehn Prozent mehr seit 2019, berichtete die Organisation am Donnerstag.

100 Millionen mehr Kinder sind wegen Corona in Armut abgerutscht, wie Unicef berichtet. (Symbolbild: Keystone)

Schon vor der Pandemie hatten eine Milliarde Kinder weltweit nicht ausreichend Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Unterkünften, Ernährung, sanitären Einrichtungen oder sauberem Wasser gehabt. Eine solche Krise habe es in den 75 Jahren seit Bestehen von Unicef noch nicht gegeben. Alles dazu gibt es hier.

Omikron Variante nicht mehr so leicht nachweisbar

Eine neue Omikron-Verwandte beunruhigt Forscherinnen und Forscher. Die Linie kann mit den bisherigen Methoden nicht mehr so leicht nachgewiesen werden. Dadurch könnte das Ausmass der Verbreitung von Omikron deutlich unterschätzt werden, wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet. Die Omikron-Variante des Coronavirus verbreitet sich in Europa und anderswo schneller als ihre Vorgängerinnen. In der Schweiz machte Omikron zuletzt schätzungsweise knapp vier Prozent aller neuen Sars-CoV-2-Infektionen aus.

Spaltung bei Mass-Voll

Aderlass bei der Massnahmengegner-Organisation Mass-Voll: Der Verein gab bekannt, dass ein Grossteil der Mitglieder austreten wolle, wie «20 Minuten» berichtet. Für die Zukunft des Jugendvereins herrschten unterschiedliche Visionen, hiess es als Begründung. Viele Mitglieder wollten sich nun auf einem «sozialeren Weg» engagieren. Dazu soll ein neuer Verein mit Namen Taraxxa entstehen.

Widerstand im US-Senat gegen Bidens Impfvorgaben für Firmen

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden stösst mit ihren Bemühungen um weitgehende Impfpflichten im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch im Kongress auf Widerstand. Der US-Senat stimmte am Mittwochabend (Ortszeit) mit den Stimmen der Republikaner und unterstützt von zwei Demokraten dafür, Bidens Impfvorgaben für grosse Unternehmen zu kippen. Um die Impfpflicht tatsächlich abzuschaffen, wäre aber auch ein entsprechendes Votum der anderen Kongresskammer, des Repräsentantenhauses, nötig – was als sehr unwahrscheinlich gilt. Und selbst wenn sich beide Kongresskammern gegen die Impfvorschrift aussprächen, könnte der Präsident sein Veto gegen die Resolution einlegen. Chancen hat der Vorstoss also nicht wirklich. Er zeigt aber einigen Unmut über Bidens Kurs in der Frage, auch bei einzelnen Parteikollegen des demokratischen Präsidenten.

Im US-Senat regt sich Widerstand gegen Bidens Impfvorgaben für Firmen. (Bild: Keystone)

Konkret geht es um eine Regelung für Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten. Sie müssen demnach ab dem 4. Januar von ihren Angestellten entweder eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus oder wöchentliche negative Tests verlangen. Auch juristisch gibt es dagegen Widerstand: Anfang November hatte ein Bundes-Berufungsgericht in New Orleans die Umsetzung einer entsprechenden Verfügung der Regierung in Washington ausgesetzt.

USA lassen Medikament mit künstlichen Corona-Antikörpern zu

Die US-Gesundheitsbehörden haben die Verwendung eines Medikaments mit synthetischen Antikörpern zugelassen, das Menschen gegen eine Corona-Infektion schützen soll. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Mittwoch eine Notfallzulassung für das von Astrazeneca entwickelte Medikament Evusheld.

Die USA lassen ein Medikament mit künstlichen Corona-Antikörpern zu. (Bild: Keystone)

Die Behörde warnte allerdings, das Medikament sei «kein Ersatz» für Menschen, bei denen die Impfung empfohlen wird.

Das Medikament dürfe nur bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder solchen, die aus medizinischen Gründen wie einer starken allergischen Reaktion gegen Impfstoffe nicht geimpft werden können, eingesetzt werden. In diesen begrenzten Fällen kann das Medikament an Betroffene ab 12 Jahren verabreicht werden.

Schweiz beim Boostern westeuropäisches Schlusslicht
 

Die Schweiz ist beim Boostern das Schlusslicht Westeuropas. (Bild: Keystone)

Die Schweiz ist bei den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus Westeuropas Schlusslicht. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger» am Donnerstag. Weniger als jede zehnte Person ist ein drittes Mal gegen Covid geimpft. Andere Länder sind beim Boostern deutlich weiter. In Deutschland etwa haben bereits 17 Prozent eine dritte Impfung erhalten, in Österreich 26 Prozent und in Grossbritannien über 30 Prozent.

2G-Ausweitung für Keller-Sutter nächste mögliche Massnahme

Die Ausweitung der 2G-Zertifikatspflicht, also Einlass nur noch für Geimpfte und von Covid-19 Genesene, wäre für Justizministerin Karin Keller-Sutter eine «nächste mögliche Massnahme» gegen das Coronavirus. Eine Impfpflicht steht für sie nicht zur Diskussion.

Vor ein paar Wochen hätte sie 2G als noch nicht als mehrheitsfähig angesehen, räumte Keller-Sutter am Mittwochabend im «Rundschau Talk» des Fernsehens SRF ein. Aber die Pandemie lehre, dass man «eigentlich keine Beurteilungen abgeben sollte», da sich die Lage schnell ändere. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Justizministerin Karin Keller-Sutter schliesst eine Ausweitung der 2G-Regel nicht aus. (Bild: Keystone)
Dänemark schickt Schüler vor Weihnachten vorzeitig nach Hause

Aufgrund von besorgniserregend hohen Corona-Zahlen werden die Schulkinder in Dänemark vor Weihnachten vorzeitig nach Hause geschickt. Für die Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zur zehnten Klasse bedeute das «verlängerte Weihnachtsferien» vom 15. Dezember bis zum 4. Januar, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge soll eine Notbetreuung angeboten werden; so weit wie möglich sollen die Kinder auch Online-Unterricht erhalten.

Wie Frederiksen weiter sagte, müssen zudem Diskotheken und ähnliche Einrichtungen im Nachtleben ab Freitag schliessen. Konzerte mit mehr als 50 stehenden Gästen in Innenräumen sind ab dann ebenfalls untersagt.

Auch wenn Beschränkungen eingeführt würden, handele es sich um keinen Lockdown, unterstrich Frederiksen. Man sei weiter der Ansicht, dass es möglich sei, grosse Teile der Gesellschaft geöffnet zu halten. Man fordere zur Arbeit aus dem Homeoffice und auch dazu auf, Weihnachtsfeiern abzusagen.

Plan B: Boris Johnson kündigt Verschärfung von Corona-Regeln an

Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine Verschärfung der Corona-Massnahmen in England angekündigt. «Es ist zunehmend klar geworden, dass Omikron sich sehr viel schneller ausbreitet als die Delta-Variante», sagte der konservative Regierungschef am Mittwoch bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in der Londoner Downing Street. In Grossbritannien wurden Johnson zufolge bisher durch Genom-Sequenzierung bereits 568 Omikron-Fälle bestätigt.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine Verschärfung der Corona-Massnahmen in England angekündigt. (Bild: Keystone)

Die Massnahmen sehen unter anderem die Aufforderung zum Arbeiten von zuhause vor, zudem eine Maskenpflicht für Theater und andere Veranstaltungen sowie die Pflicht zum Vorlegen eines Immunitätsnachweises oder eines negativen Testergebnisses beim Einlass zu Grossveranstaltungen und Nachtclubs. Die Regelungen sollen im Laufe der kommenden Woche schrittweise in Kraft treten.

Eigentlich wollte Johnson eine Rückkehr zu Corona-Massnahmen nach deren fast vollständiger Aufhebung zum «Freedom Day» am 19. Juli unbedingt vermeiden. Der Tory-Politiker hatte die schrittweisen Lockerungen stets als «vorsichtig, aber unumkehrbar» bezeichnet. Später schuf er sich jedoch mit Plan B eine Hintertür.

Kleinere Schritte wie die Wiedereinführung einer Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln hatte die Regierung bereits vollzogen. Gegen schärfere Massnahmen gab es jedoch in Johnsons Konservativer Partei erheblichen Widerstand.

Fauci: Definition von «vollständig geimpft» könnte sich bald ändern

Der US-Immunologe Anthony Fauci erwartet eine baldige Änderung der Definition, wer in den USA als vollständig gegen Corona geimpft gilt. «Es wird eine Frage des Wann und nicht des Ob sein», sagte der Immunologe am Mittwoch dem Sender CNN mit Blick auf die Frage, ob eine Auffrischungsimpfung notwendig sein werde, um als vollständig geimpft zu gelten. Es werde niemand bestreiten, dass es für einen optimalen Schutz eine dritte Spritze brauche – unabhängig von der Definition, sagte Fauci. «Holen Sie sich Ihre dritte Impfung. Denken sie nicht daran, was die Definition ist. Ich möchte nur, dass die Menschen optimal geschützt sind.»

CS-Präsident hat Quarantäneregeln missachtet

Der Credit-Suisse-Präsident António Horta-Osório hat nach einer Rückreise aus Grossbritannien am 28. November die zehntätige Quarantänepflicht missachtet. Die Grossbank bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP den Verstoss, nachdem der «Blick» (online) darüber berichtet hatte.

Gemäss dem Artikel hat sich Horta-Osório nach seiner Ankunft in Zürich erkundigt, ob er von der zehntägigen Quarantäne befreit werde oder ob diese zumindest verkürzt werden könnte. Sowohl Kanton als auch Bund hätten jedoch klar nein gesagt: Keine politische Instanz würde einem Manager in dieser Phase der Pandemie eine Sondergenehmigung erteilen, so der Bescheid gemäss «Blick».

Doch daran hielt sich der CS-Präsident aber offenbar nicht. Stattdessen habe er am letzten Mittwoch (1. Dezember) dann sein Haus verlassen und einen Privatjet in Richtung iberische Halbinsel bestiegen. Inzwischen sei er weitergeflogen und befinde sich in New York, wo die Bank am Donnerstag eine Verwaltungsratssitzung abhalte.

Die Bank schrieb in einem Statement, dass die «geltenden Gesetze und Richtlinien für Credit Suisse und für den Präsidenten persönlich höchste Priorität» hätten. Auch der Präsident Horta-Osório bedaure seinen Fehler und entschuldige sich dafür.

Die Quarantäneregeln wurden vom Bundesrat per Montag, 4. Dezember aufgehoben. Wer allerdings vorher aus einem Risikoland wie Grossbritannien in die Schweiz eingereist war, musste die zehntätige Quarantäne trotzdem vollständig einhalten.

Wiener Opernball wegen Corona erneut abgesagt

Der Wiener Opernball 2022 wird nicht stattfinden. Der Opernball mit seinen Tausenden Gästen wäre in der jetzigen Corona-Situation das falsche Signal, sagte Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Statt weiter für das als gesellschaftlicher Höhepunkt geltende Ereignis zu planen, habe die Staatsoper nun die Möglichkeit in den durch die Absage freiwerdenden Tagen «ein schönes Programm für Jung und Alt zusammenzustellen». Der Ball sollte am 24. Februar stattfinden.

Der Wiener Opernball 2022 wird nicht stattfinden. (Bild: Keystone)

Zum stets ausverkauften Opernball kommen rund 5’300 Gäste. Ausserdem arbeiten etwa 2’000 Menschen vor und hinter den Kulissen. Bereits 2021 war der Opernball wegen der Pandemie abgesagt worden.

Deutlich mehr Neuansteckungen – Einzelne Kantone reagieren

Die Covid-19-Neuansteckungen sind schweizweit innert Wochenfrist um über 20 Prozent angestiegen. Einzelne Kantone ergreifen zusätzliche Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Corona-Tests für Personen ohne Symptome sollen künftig kostenlos sein.

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Die Covid-19-Neuansteckungen sind schweizweit innert Wochenfrist um über 20 Prozent angestiegen. (Bild: Keystone)
Labordaten von Biontech: Booster nötig für Schutz vor Omikron

Für einen ausreichenden Schutz vor der Omikron-Variante des Coronavirus sind nach Angaben der Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer drei Dosen ihres Produktes nötig. Ersten Labordaten zufolge schützten zwei Dosen nicht ausreichend vor einer Infektion mit der kürzlich entdeckten Variante, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Sie gehen allerdings davon aus, dass der Schutz vor einer schweren Erkrankung weiterhin gegeben ist. Eine Booster-Dosis erhöhe den Antikörper-Spiegel ausreichend, um auch die Omikron-Variante zu neutralisieren. Bei Bedarf könne ab März ein angepasster Impfstoff bereitgestellt werden.

Für einen ausreichenden Schutz vor der Omikron-Variante des Coronavirus sind nach Angaben der Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer drei Dosen ihres Produktes nötig. (Bild: Keystone)
Lockdown in Österreich endet am Wochenende für Geimpfte und Genesene

Der Lockdown in Österreich endet in der Nacht zum kommenden Sonntag nur für die Geimpften und Genesenen. Das haben Bundesregierung und Länder am Mittwoch beschlossen.

Ungeimpfte müssen weiterhin die Ausgangsbeschränkungen beachten. Die Öffnung werde begleitet von einem «Mindeststandard an Schutzmassnahmen», um einem neuerlichen Anstieg der Corona-Infektionen vorzubeugen, sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP).

So gelte in Innenräumen eine FFP2-Maskenpflicht. Der Handel und die Friseure dürfen bundesweit am 13. Dezember wieder aufsperren. Die Gastronomie müsse eine Sperrstunde von 23.00 Uhr beachten. Die Nachtgastronomie und die Après-Ski-Lokale bleiben nach den Worten von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) geschlossen. Den Bundesländern stehe es frei, strengere Regeln zu treffen, hiess es.

Es kommt zu einem regionalen Flickenteppich von Massnahmen. So hat die Stadt Wien bereits angekündigt, dass Gastronomie und Hotellerie erst eine Woche später wieder Gäste empfangen dürfen. Die Bundesländer Tirol, Vorarlberg und das Burgenland wollen dagegen nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA grossflächig öffnen. Das Bundesland Oberösterreich will bis zum 17. Dezember komplett im Lockdown bleiben. Im Bundesland Salzburg sollen Hotels und Lokale am 17. Dezember öffnen.

Der 20-tägige Lockdown seit 22. November war eine Konsequenz aus der massiven vierten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zu Beginn der Massnahme bei 1100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Inzwischen ist sie auf etwa 530 gesunken. Handel, Gastronomie und Hotellerie hatten massiv auf eine Öffnung gedrängt. Sonst sei das so wichtige Weihnachtsgeschäft völlig verloren.

BAG meldet 12'598 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 12’598 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 34 neue Todesfälle und 113 neue Spitaleintritte.

Mehr dazu hier.

Steinmeier ruft neue Regierung zu entschiedenem Corona-Kurs auf

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die neue Bundesregierung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) zu einem entschiedenen Vorgehen gegen die Corona-Pandemie aufgerufen.

«Die Menschen hoffen darauf, dass Sie Führung zeigen und – gemeinsam mit den Ländern – die notwendigen Massnahmen ergreifen», sagte das Staatsoberhaupt bei der Ernennung des künftigen Kabinetts am Donnerstag in Berlin. «In der akuten Notlage kommt es darauf an, nicht auf die Lautesten zu hören, sondern dafür zu sorgen, dass uns die Pandemie nicht ein weiteres Jahr fest im Griff hält und öffentliches Leben wieder selbstverständlich werden kann.»

Steinmeier sagte, die Realität im Herbst 2021 sei «bitterernst». Er wisse, dass die neue Regierung die grosse Verantwortung ernst nehme, die jetzt auf ihren Schultern laste. Er appellierte zugleich an alle Bürgerinnen und Bürger: «Diese Krise fordert nicht nur Politik, sie fordert uns alle. Es kommt auf jeden von uns an.» Es gelte jetzt ganz konkret, Kontakte zu reduzieren und sich impfen zu lassen.

Der Bundespräsident sagte mit Blick auf diskutierte Massnahmen wie eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und eine allgemeine Impfpflicht: Sie erhöhten auch Druck auf ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger.» Niemand in Regierung und Parlament werde sich die Entscheidung leicht machen. «Umso mehr bitte ich alle: Gerade in dieser angespannten Lage sollten gute Argumente sprechen, nicht Verachtung, nicht Wut, schon gar nicht Hass.»

Bei allem Streit, allen Zweifeln und allen Wunden, die die Pandemie geschlagen habe, gelte: «Wir wollen uns auch nach der Krise noch in die Augen schauen können.» Auch wenn es zu einzelnen Massnahmen unterschiedliche Meinungen gebe: «Lassen wir nicht zu, dass die Pandemie uns dauerhaft auseinandertreibt», mahnte Steinmeier.

Jura behält verschärfte Corona-Massnahmen bei

Im Kanton Jura gilt in öffentlich zugänglichen Innenräumen weiterhin Maskenpflicht – unabhängig davon, ob man geimpft, getestet oder genesen ist. Zudem bleiben private Versammlungen mit mehr als 10 Personen ohne Zertifikatspflicht verboten.

Auch an Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen müssen alle eine Maske tragen, selbst wenn an der Veranstaltung nur Geimpfte und Genesene (2G) zugelassen sind, wie Regierung des Kantons Jura am Mittwoch, 8. Dezember, mitteilte.

Die jurassische Regierung hat nach den Ankündigungen des Bundesrats die kantonalen Bestimmungen angepasst und teilweise verschärft. So werden an den Schulen wöchentliche Tests wieder eingeführt von der 3. bis zu 8. Klasse.

Die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen müssen zudem eine Schutzmaske tragen, wenn ein positiver Corona-Fall in der Klasse bestätigt ist. An den Sekundarschulen bleibt das Tragen einer Maske weiterhin obligatorisch. Die Massnahmen gelten im Kanton Jura ab sofort und dauern mindestens bis zum 24. Januar 2022.

Lockdown-Weihnachtsfeier auch im britischen Bildungsministerium

Nicht nur im Amtssitz des britischen Premierministers, sondern auch im Bildungsministerium ist während des Corona-Lockdowns vor einem Jahr eine Weihnachtsparty gefeiert worden.

Etwa zwei Dutzend Mitarbeiter hätten sich am 10. Dezember 2020 in der Cafeteria der Behörde bei Getränken und Häppchen unterhalten, berichtete die Zeitung «Daily Mirror» am Mittwoch, 8. Dezember 2021. Damals war es Mitgliedern verschiedener Haushalte verboten, sich zu treffen.

Das Bildungsministerium räumte die Veranstaltung ein. Der damalige Ressortchef Gavin Williamson habe sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung während der Pandemie bedanken wollen. Es wäre aber besser gewesen, wenn die Feier nicht stattgefunden hätte, hiess es. Dem «Mirror» sagte eine Quelle, das Vorgehen sei «rücksichtslos» gewesen.

Dieselbe Zeitung hatte als erstes über die scharf kritisierte Weihnachtsfeier in der Downing Street am 18. Dezember 2020 berichtet. Bisher beharren die Regierung und Premierminister Boris Johnson, der offenbar nicht an dem Treffen Dutzender Mitarbeiter teilnahm, darauf, dass es keine Weihnachtsparty gegeben habe und keine Corona-Regeln gebrochen worden seien. Ein nun veröffentlichtes internes Video legt aber einen anderen Schluss nahe.

Corona-Pandemie verändert Reiseverhalten deutlich

Die Schweizer Wohnbevölkerung ist 2020 aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger verreist als noch im Vorjahr. Aussereuropäische Ziele verloren massiv an Attraktivität. In der Folge war das Flugzeug nicht mehr das meistgenutzte Transportmittel für Auslandsreisen.

Insgesamt unternahm die Schweizer Wohnbevölkerung im vergangenen Jahr 15,1 Millionen Reisen mit auswärtiger Übernachtung, wie einem Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Mittwoch zu entnehmen ist. Das waren rund ein Drittel weniger als noch im Vorjahr.

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Labortests: Impfstoffe erzeugen schwächere Immunantwort gegen Omikron

Erste Labor-Untersuchungen zur Wirkung von Corona-Impfstoffen gegen Omikron deuten auf eine schwächere Abwehrreaktion gegen die neue Variante hin.

Die Virologin Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt veröffentlichte am Mittwoch erste Ergebnisse auf Twitter, die eine deutlich reduzierte Antikörper-Antwort auf die neue Variante zeigen. «Die Daten bestärken, dass die Entwicklung eines an Omikron angepassten Impfstoffs sinnvoll ist», schrieb Ciesek dazu. Bereits am Vortag hatten südafrikanische Experten ähnliche Daten vorgelegt, wonach die Antikörperantwort bei Geimpften gegen Omikron schwächer ausfällt.

Ciesek wies aber auch daraufhin, dass aus ihrer Auswertung nicht herauszulesen ist, ob Geimpfte bei Omikron vor einem schweren Verlauf geschützt sind. Denn die Immunantwort beruht nicht nur auf Antikörpern, sondern beispielsweise auch auf T-Zellen.

Um die Wirkung eines Impfstoff gegen eine bestimmte Variante von Sars-CoV-2 zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an die Virusvariante binnen können und sie damit ausschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit Tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens.

Den Angaben von Ciesek zufolge ist die Antikörperantwort gegen Omikron drastisch reduziert im Vergleich zur Delta-Variante – auch bei Menschen mit Auffrischimpfung gibt es eine Reduktion. Die Daten sind bislang nicht von Fachkollegen begutachtet und nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht.

Forscher des Africa Health Research Institute in Südafrika hatten am 7. Dezember vorläufige Daten zur Wirksamkeit des BioNTech/Pfizer-Vakzins gegen Omikron veröffentlicht. Die Ergebnisse legen einer Mitteilung zufolge nahe, dass die Virusvariante der Antikörperantwort von zweifach Geimpften entkommt. Bei Geimpften, die zusätzlich infiziert waren, war demnach aber eine beträchtliche Antikörperantwort messbar. Auch diese Ergebnisse sind noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht.

WHO-Experte: «Keine Zunahme des Schweregrads» bei Omikron-Variante

Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte frühere Experteneinschätzungen, wonach eine Ansteckung mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus weniger schwere Symptome hervorrufen könnte. «Das allgemeine Verhalten, das wir bisher beobachten, zeigt keine Zunahme des Schweregrads», sagte der Leiter der WHO-Notfallabteilung, Michael Ryan, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

Zuvor hatte sich der US-Experten Anthony Fauci AFP gegenüber ähnlich geäussert. Der irische Arzt Ryan betonte jedoch, dass die Analyse der neuen Variante noch «ganz am Anfang» stehe.

Die Omikron-Variante war Ende November von Wissenschaftlern in Südafrika entdeckt worden. Seither wurde sie in dutzenden Ländern nachgewiesen, darunter die Schweiz. Sie weist 50 Mutationen im Vergleich zu dem ursprünglichen Virus auf, davon 32 am sogenannten Spike-Protein, mit dem das Coronavirus an der Wirtszelle andockt. Es wurde daher befürchtet, dass diese Variante deutlich ansteckender ist als frühere Varianten.

Ryan sagte aber: «Uns interessiert nicht so sehr, ob man sich mit Omikron neu infizieren kann, sondern ob die Neuinfektionen schwerer oder leichter verlaufen». Der hochrangige WHO-Mitarbeiter betonte: «Die beste Waffe, die wir derzeit haben, ist die Impfung». Die Daten aus Südafrika «zeigen nicht, dass wir einen katastrophalen Verlust der Wirksamkeit haben». Tatsächlich sei «im Moment sogar das Gegenteil der Fall».

Laborleiter: Biontech-Impfstoff bietet nur Teilschutz gegen Omikron

Der Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer bietet offenbar lediglich einen teilweisen Schutz gegen die Omikron-Virusvariante. Diesen Schluss liessen am Dienstag erste Daten aus Südafrika zu.

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Weihnachtsfeier während Corona-Lockdown setzt Johnson unter Druck

Eine mutmassliche Weihnachtsfeier im Amtssitz des britischen Premierministers während des Corona-Lockdowns vor einem Jahr setzt Regierungschef Boris Johnson erheblich unter Druck. Der Sender ITV veröffentlichte am Dienstagabend ein internes Video, das darauf hindeutet, dass Dutzende Regierungsbeamte am 18. Dezember 2020 eine Party mit Getränken, Häppchen und Gesellschaftsspielen feierten. Zu dem Zeitpunkt galten strikte Kontaktbeschränkungen, Feiern und Zusammenkünfte waren verboten. Johnson nahm demnach nicht an der Party teil. Er hat die Vorwürfe in den vergangenen Tagen aber deutlich zurückgewiesen.

Die Zeitung «Daily Mirror» hatte bereits vor einigen Tagen über die angebliche Feier berichtet. Die Regierung und Johnson persönlich beharren seither darauf, dass alle Corona-Vorschriften in Downing Street eingehalten worden seien. Politische Kommentatoren in London waren sich am Abend einig, das nun veröffentlichte Video widerspreche diesen Beteuerungen. Oppositionsführer Keir Starmer warf Johnson vor, gelogen zu haben.

In dem Clip ist zu sehen, wie Johnsons Berater Ed Oldfield und seine damalige Sprecherin Allegra Stratton einige Tage nach dem Event in einer Probe für eine Pressekonferenz über die Antwort auf eine mögliche Frage nach einer Party witzeln. «Bei dieser fiktionalen Party hat es sich um ein Geschäftstreffen gehandelt, und es gab keine sozialen Abstandsregeln», sagt Stratton lachend. Ein anderer Anwesender erzählt, es habe Wein und Käse gegeben. Aus der Downing Street hiess es am Dienstagabend dennoch: «Es gab keine Weihnachtsfeier. Covid-Regeln wurden zu allen Zeiten befolgt.»

Mindestens zwei Abgeordnete der Oppositionspartei Labour haben bereits nach der «Mirror»-Enthüllung die Polizei aufgefordert, dem Bericht nachzugehen, der von anderen Medien bestätigt worden war.

UN-Generalsekretär Guterres geht vorsichtshalber in Corona-Quarantäne

UN-Generalsekretär António Guterres geht wegen eines Kontaktes mit einer positiv auf Covid-19 getesteten Person in Quarantäne. «Er hat keine Symptome gezeigt und wurde zunächst negativ getestet», bestätigte Sprecher Farhan Haq am Dienstagabend (Ortszeit). Aus Gründen der Vorsicht habe der 72-jährige Guterres aber alle Termine abgesagt und werde bis zu einem erneuten Test am Donnerstag aus seiner Residenz in Manhattan arbeiten. Um wen es sich bei der positiv getesteten Person handelte, blieb zunächst unklar.

Kuba lässt Corona-Impfstoff für genesene Kleinkinder zu

Die Arzneimittelbehörde in Kuba hat eine Notfallzulassung für die Impfung von Kindern ab zwei Jahren nach einer Corona-Infektion erteilt. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, wurde der in dem Karibikstaat entwickelte Impfstoff Soberana Plus für Kleinkinder zugelassen, deren Genesung mehr als zwei Monate zurückliegt.

Die Entscheidung beruht demnach auf Ergebnissen einer klinischen Studie bei Kindern und Jugendlichen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Die Studie zeigte demnach, «dass die Verabreichung einer Einzeldosis sicher ist, und lieferte Hinweise auf einen potenziellen Nutzen» zum Schutz vor einer erneuten Infektion mit dem Coronavirus. Der Impfstoff ist bereits seit September für genesene Erwachsene zugelassen. Zudem werden seit September Kinder ab zwei Jahren mit den Impfstoffen Soberana O2 und Abdala immunisiert.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hatten bis Dienstag insgesamt 9,2 Millionen Menschen der 11,2 Millionen Einwohner der Insel ihr Impfprogramm mit drei Dosen abgeschlossen. Die in Kuba entwickelten und produzierten Impfstoffe sind nicht von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt.

Fauci sieht Hinweise für mildere Krankheitsverläufe bei Omikron

Nach Angaben des US-Immunologen Anthony Fauci könnte die Omikron-Variante des Coronavirus weniger schwere Krankheitsverläufe hervorrufen. Fauci mahnte allerdings am Dienstag, dass es noch zu früh für eine abschliessende Bewertung sei.

Bei den Fällen, die man aktuell auswerte, beobachte man verhältnismässig milde Krankheitsverläufe. Dies könne aber beispielsweise auch daran liegen, dass bei diesen Fällen vor allem jüngere Leute betroffen seien. «Ich würde also sagen, dass wir keine endgültigen Schlussfolgerungen ziehen sollten.»

Gerade bei der Frage nach der Schwere des Krankheitsverlaufs gebe es datentechnisch immer Verzögerungen. «Ich könnte mir vorstellen, dass es noch mindestens ein paar Wochen dauern wird, bis wir einen guten Überblick haben – und dann erst ein paar Wochen später einen wirklich guten Überblick», sagte der Präsidentenberater. Schaue man auf die Übertragbarkeit, gebe es Beweise dafür, dass die Omikron-Variante hochansteckend und gegenüber anderen Varianten wie Delta dominant sei.

Norwegen zieht Corona-Schrauben über Weihnachten an

Angesichts einer besorgniserregenden Corona-Lage mit dem Auftreten der Omikron-Variante verschärft Norwegen die im Land geltenden Massnahmen. Die Infektionslage sei jetzt so ernst, dass man neue Massnahmen ergreifen müsse, um die Kontrolle über die Pandemie zu behalten, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo. Das bedeute auch, dass es in diesem Jahr andere Weihnachtstage würden als normal.

Zu den neuen Massnahmen zählen ein paar alte bekannte, darunter die Regel, einen Meter Abstand zu halten. Wo das zum Beispiel in Geschäften oder Restaurants nicht möglich ist, muss man Maske tragen. Alkohol darf nur an sitzende Gäste serviert werden, und zwar nur bis maximal 24.00 Uhr. Bei Sport- und Kulturangeboten für Erwachsene wird die maximal zulässige Gruppengrösse auf 20 reduziert. Wichtig sei, weiterhin sozialen Kontakt zu haben, aber die Anzahl naher Kontakte zu verringern, sagte Gesundheitsministerin Ingvild Kjerkol.

Das hat auch Auswirkungen auf die Festtage, wie Støre sagte: Für Weihnachten und Silvester empfehle man, sich maximal mit 20 Personen zu treffen. Generell sollte man sich sonst nicht mit mehr als zehn Gästen ausserhalb des eigenen Haushalts versammeln. Bei bestimmten Veranstaltungen wie Beerdigungen werden wieder Teilnehmerobergrenzen eingeführt. Gelten soll all das ab Donnerstag und vorläufig für vier Wochen.

Tessin: Gemeinden sollen Maskenobligatorium im Freien verhängen

Die Tessiner Regierung hat die Gemeinden aufgefordert, an gut frequentierten Orten im Freien ein Maskenobligatorium zu verhängen. Dadurch könnten weitere Coronavirus-Ansteckungen verhindert werden, schrieb die Regierung am Dienstag in einer Mitteilung.

Anlass für den Brief an die Gemeinden sei die Verschlechterung der epidemiologischen Lage sowie die Adventszeit mit ihren zahlreichen gesellschaftlichen Anlässen, heisst es im Communiqué weiter.

Obwohl die epidemiologische Situation im Südkanton noch immer günstiger sei als in der übrigen Schweiz, verschlechtere sich die Lage auch hier, hält die Regierung fest. Durch ein Maskenobligatorium an vielbesuchten Orten könne die Bevölkerung auf effiziente Art geschützt werden.

Die Tessiner Regierung rechnet damit, dass an den Feiertagen mehr Menschen den Südkanton besuchen werden, darunter Touristen sowie Besitzer von Zweitwohnungen.

Bereits während der Ostertage hatten bei Touristen beliebte Gemeinden wie Ascona, Bellinzona oder Lugano ein Maskenobligatorium im Freien verhängt.

Der Kanton Tessin will an stark besuchten Orten im Freien zur Maskenpflicht zurückkehren. (Bild: Keystone)
Corona-Impfung für jüngere Kinder in Spanien und Portugal zugelassen

In Spanien und Portugal haben die zuständigen Behörden die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19 genehmigt. Das teilten am Dienstag die Gesundheitsministerien in Madrid und Lissabon mit. Damit können beide Länder ihre im europäischen Vergleich sehr guten Impfquoten weiter erhöhen. Die europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte Ende November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben.

Spanien hat derzeit eine Impfquote von circa 80 Prozent. Knapp 90 Prozent aller Bürger, die älter als zwölf sind, sind in dem Land bereits vollständig geimpft. Nach Medienschätzungen können dort nun nach der jüngsten Entscheidung auch rund drei Millionen Kinder geimpft werden. Portugal hat sogar eine Impfquote von circa 88 Prozent. Die Behörden teilten in Lissabon mit, nun dürfe man auch knapp 638’000 Kindern die Corona-Impfung verabreichen.

Omikron: Fast 4 Prozent der analysierten Coronavirus-Varianten

Omikron macht 3,6 Prozent aller bislang in der Schweiz festgestellten Coronavirus-Varianten aus. Das geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Dienstag hervor, das somit erstmals auf die Omikron-Variante eingeht.

Die restlichen Analysen betreffen die Delta-Variante und ihre Untervarianten (96,4 Prozent). Die vom BAG veröffentlichten Daten basieren auf den Meldungen der Labors, die das Virus sequenzieren oder spezifisch auf Mutationen untersuchen.

Diese Proportionen sind als Anhaltspunkte zu interpretieren, um in der nächsten Zeit die Ausbreitung der Omikron-Variante zu messen, wie ein BAG-Sprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

Eine Sequenzierung werde seit dem 26. November insbesondere bei Coronavirus-Opfern aus einem Land im südlichen Afrika und bei den Angehörigen dieser Personen durchgeführt.

So wird nur ein kleiner Teil der Tausenden von Fällen, die täglich gemeldet werden, sequenziert. Insgesamt werden in der Schweiz demnach wöchentlich rund 2’500 Sequenzierungen durchgeführt. Im Vergleich zu den Nachbarländern sei diese Zahl hoch.

Inzwischen gibt es auch in Liechtenstein einen ersten bestätigten Omikron-Fall. Ein am Wochenende gemeldeter Verdachtsfall einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus habe sich zwischenzeitlich durch eine Sequenzierung bestätigt, teilte das Fürstentum am Dienstagabend mit.

Dank dem umsichtigen Verhalten der erkrankten Person, die von einer Reise im südlichen Afrika zurück nach Liechtenstein gekehrt sei, gebe es keine engen Kontaktpersonen.

Omikron macht 3,6 Prozent aller bislang in der Schweiz festgestellten Coronavirus-Varianten aus, wie Sequenzierungen in Labors ergaben. (Symbolbild: Keystone)
2G-Regel statt Maskenpflicht im Kanton St. Gallen

Mit St. Gallen verzichtet ein weiterer Kanton auf strengere Corona-Massnahmen bei freiwilliger 2G-Regel in Restaurants, Bars und Clubs: Die St. Galler Regierung passt die kantonale Verordnung der Bundesregelung an.

Der Bundesrat änderte am 3. Dezember 2021 die Verordnung zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie. Neu können Betreiberinnen und Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben sowie Organisatoren von Veranstaltungen nur noch Personen mit einem Impf- oder Genesungszertifikat einlassen (2G) und im Gegenzug auf die Maskentragpflicht verzichten.

Die St. Galler Regierung hat die kantonale Verordnung entsprechend angepasst. Ergänzend zur nationalen Regelung gilt im Kanton St. Gallen ab morgen Mittwoch in Aussenbereichen von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben für alle Gäste entweder 2G (geimpft oder genesen) oder aber eine Maskentragpflicht, sofern die Gäste nicht an einem Tisch sitzen, wie der Kanton am Dienstag schrieb.

Ebenfalls möglich ist 2G in den Innenbereichen von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben. Es stehe den Betrieben aber frei, trotzdem an der Maskentragpflicht festzuhalten, heisst es weiter.

Auch der Kanton St. Gallen erlaubt Restaurants, Bars und Clubs die Einführung der 2G-Regel ohne Maskenpflicht. (Bild: Keystone)
23 Spitäler mit vollen Intensivplätzen

Im Moment haben 23 Spitäler in der Schweiz keine freien zertifizierten Intensivbetten mehr. Der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen beträgt 39 Prozent, wie Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst, ausführte. Bereits sei es wieder vermehrt zu Verlegungen gekommen. In den vergangenen Tagen seien es zwischen sechs und acht gewesen.

Werde die epidemiologische Entwicklung nicht schnell gebremst, werde das Auswirkungen auf alle Patientinnen und Patienten haben, stellte Urs Karrer, Chefarzt für Infektiologie am Kantonsspital Winterthur und Vizepräsident der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes, klar.

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Armee hält sich bereit für Hilfe in den Kantonen

Die Armee steht bereit, um in den Spitälern und in den Kantonen zu helfen, beim Pflegen, bei Transporten und beim Impfen. Zum dritten Mal in der Pandemie hat der Bundesrat einen Assistenzdienst beschlossen.

Allerdings springt die Armee erst ein, wenn sämtliche zivilen Mittel ausgeschöpft sind, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag mitteilte. Der Einsatz soll bis 31. März befristet sein. Weil er länger als drei Wochen dauert, muss er vom Parlament bewilligt werden.

Die Lage in den Spitälern gab den Ausschlag für den Entscheid, wie das VBS schrieb. Bereits im Frühjahr 2020 und im Herbst 2020 unterstützte die Armee die Kantone. Bis zu 2500 Armeeangehörige sollen dieses Mal eingesetzt werden können.

In erster Linie setzt die Armee auf WK-Soldaten und Durchdiener der Sanitätstruppen, aber auch auf Freiwillige. Brigadier Raynald Droz machte in Bern vor den Medien klar, dass eine Teilmobilmachung folgen werde, falls dies die Situation erfordere. Stimme das Parlament dem Einsatz zu, könne er noch diese Woche beginnen, so Droz.

Erste Corona-Impfpflicht in Deutschland auf dem Weg

Die künftigen Regierungsparteien haben im Bundestag ihre Pläne zur Einführung einer ersten Corona-Impfpflicht in Deutschland verteidigt.

Bei der sogenannten einrichtungsbezogenen Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken oder Pflegeheimen, die ab März greifen soll, gehe es um eine Güterabwägung, sagte die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar. Hilfsbedürftige Menschen etwa in Pflegeheimen könnten sich nicht aussuchen, von wem sie behandelt würden. Eine hohe Impfquote in diesen Einrichtungen sei unabdingbar.

In Deutschland wird intensiv über eine Impfpflicht gegen das Coronavirus diskutiert. (Bild: Keystone)

Die anderen Parteien im Bundestag kritisierten die Corona-Politik der «Ampel»-Parteien. Unterdessen sinken die Ansteckungszahlen zwar. Sie liegen aber weiter auf einem hohen Niveau und sind zudem mit Unsicherheiten behaftet.

Der Bundestag debattierte am Dienstag in erster Lesung über die Pläne von SPD, Grünen und FDP. Neben der Einführung der Impfpflicht für bestimmte Beschäftigte sehen diese auch eine Ausweitung der Impfberechtigung auf Zahnärztinnen und Zahnärzte oder Apotheker vor. Darüber hinaus bekommen die Länder, wie gefordert, mehr Möglichkeiten in Hotspots auch schärfere Corona-Massnahmen zu ergreifen, etwa Restaurantschliessungen. Die entsprechenden erneuten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sollen noch am Freitag von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Medienkonferenz von Fachexperten des Bundes

Am Dienstagnachmittag haben Fachexperten des Bundes eine Medienkonferenz zur aktuellen Corona-Lage in der Schweiz gegeben. Die wichtigsten Infos dazu lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Mutmasslicher Maskenverweigerer erschiesst zwei Menschen in Moskau

Bei einem Streit ums Maskentragen zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit.

Der mutmassliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, hiess es.

Sobjanin sprach von einer «Tragödie». Schauplatz war eines der sogenannten Multifunktionszentren im Südosten der russischen Hauptstadt, wo Bürger ihre persönlichen Dokumente beantragen und bearbeiten lassen können. Der Verdächtige soll sich trotz Aufforderung des Personals geweigert haben, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Dann habe er die Pistole gezogen und geschossen.

Unter den Verletzten sei auch ein zehn Jahre altes Mädchen, teilte das Innenministerium mit. Sobjanin sagte, dass die Ärzte alles unternähmen, um die Verletzten zu behandeln. Den Familien der Getöteten sprach das Oberhaupt der grössten Stadt Europas sein Beileid aus.

In den Schweizer Eishockey-Stadien gilt per sofort 2G

Die Clubs der beiden höchsten Schweizer Eishockey-Ligen haben die 2G-Regel für Matchbesucher beschlossen. Die Verschärfung gilt ab sofort. Lesen Sie hier mehr.

In den Schweizer Eishockeystadien gilt ab sofort die 2G-Regel (genesen oder geimpft). (Bild: Keystone)
BAG meldet 9571 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 9571 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 28 neue Todesfälle und 125 neue Spitaleintritte.

(Bild: Keystone)
Corona-Impfung für Fünf- bis Elfjährige in Spanien zugelassen

In Spanien hat die zuständige Kommission die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19 genehmigt. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Madrid mit. Damit kann das Land die im europäischen Vergleich gute Impfquote von zurzeit circa 80 Prozent weiter erhöhen.

Knapp 90 Prozent aller Bürger, die älter als zwölf sind, sind bereits vollständig geimpft. Nach Schätzungen können nun in Spanien rund drei Millionen Kinder geimpft werden. Die europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte Ende November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben.

Ungeachtet der hohen Impfquote wird auch in Spanien ein Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnet. Vom 2021er-Tiefstwert von etwa 18 Mitte Oktober kletterte der Wert zuletzt auf 139. Damit steht das Land aber immer noch deutlich besser da als viele Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Inzidenz am Dienstag bei 432.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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