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Der Telebasel News Beitrag vom 4. Dezember 2021.
Baselland

Kopfgeld auf Hülften-Vandalen ausgesetzt

Die Reinigung des Hülften-Denkmals dürfte wegen des porösen Sandsteins teuer werden. Ein SVP-Landrat beteiligt sich am Kopfgeld für die Vandalen.

Das Hülften-Denkmal in Frenkendorf wurde von Vandalen verschandelt. Unbekannte haben den Sandstein-Obelisk mit grüner Farbe besprayt. SVP-Landrat Andi Trüssel machte das so fassungslos, dass er die Hälfte des Kopfgeldes beisteuerte, so berichtete es die «bz». Für den entscheidenden Hinweis, wer hier am 6. und 7. November gewütet hat, gibt es insgesamt 1’000 Franken. Telebasel traf den «Hüter der Hülftenschanz», wie man ihn in der Gemeinde nennt, vor Ort.

«Junge, Junge… haben die nichts anderes zu tun?», ärgert sich Trüssel, als er die Schmiererei nochmals inspiziert, «Das ist einfach keine Art, damit umzugehen, das ist unglaublich.» Ihm liegt viel an diesem Denkmal und an der Geschichte des Gefechtes, welches die Baselbieter hier hatte. Sie haben sich 1833 gegen die angreifenden Basler wehren müssen. «Ich denke, die Leute haben keine Ahnung, was hier am 3. August 1833 abgelaufen ist», glaubt er.

«Lösungsmittel dringt in den Sandstein»

Was die Vandalen allenfalls auch nicht wussten: Die Reinigung des porösen Sandsteines ist aufwändig und teuer. Wie Steinhauer Peter Gruber sagt, kann das schnell 5’000 Franken kosten. «Das Lösungsmittel dieser Sprays geht tief rein. Dann kannst du es natürlich nur an der Oberfläche wegnehmen, die Lösungsmittel bleiben aber und geben einen Schatten.»

Will man die Sprayereien vom Sandstein wirklich entfernen, muss der Stein abgeschliffen werden, «und das ist natürlich schade, wenn man das zwei bis drei Mal macht, sieht man es auch und irgendwann ist die Skulptur oder das Denkmal nicht mehr, was es mal war», sagt Steinhauer Peter Gruber. Eindrücklich zeigt er uns, wie einfach sich im Vergleich ein Quarzit reinigen lässt.

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