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Der Telebasel News-Beitrag vom 3. Dezember 2021.
Basel

Die drei Könige klopfen wieder für Kindergeschenke

Die drei Könige klopfen wieder. Dieses Jahr gibt sich der Verein «Eins vo fünf» besonders Mühe, um von Armut betroffenen Kindern ein Geschenk zu machen.

Fast 500 Wünsche hängen während der nächsten Tage an diesem Weihnachtsbaum. Wer einen davon erfüllen will, kann sich das Kärtchen kaufen oder auch einfach einen freien Betrag in die Schale tun. Besonders in diesem Jahr will der Verein «Eins vo fünf» alle diese Wünsche erfüllen.

Theo Kim, Präsident des Vereins, erklärt: «Diese Familien hat Corona getroffen. Sehr viele, die bereits am Existenzminimum leben, haben zum Teil stundenweise Nebenbeschäftigungen. Das sind eigentlich die ersten Stellen, die man aufgelöst hat. In der Kurzarbeit oder auch sonst. Dann brachen ihre letzten Einkommen, die sie so noch hatten, auch noch weg. Die Armut in der Schweiz hat sich in diesen zwei Jahren, seit es Corona gibt, stark gesteigert. Würden wir den Verein heute gründen, sprächen wir von ‹Eins von vier›, und nicht mehr von ‹Eins von fünf›».

Alle Wünsche werden erfüllt

«Eins vo fünf» heisst der Verein, weil bei der Gründung jedes fünfte Kind von Armut betroffen war. Mittlerweile ist es jedes vierte. Der Verein entscheidet übrigens nie selbst, wer ein Geschenk bekommt. Das entscheiden die Institutionen, die mit den Familien Kontakt haben. Beispielsweise der Sozialdienst. An Weihnachten sollen dann die Wünsche aller betroffenen Kinder aus der Region erfüllt werden.

«Diese Geschenke werden quasi im Hintergrund eingekauft. Sie werden in diesen Wochen eingekauft und bereit gemacht, damit sie an Weihnachten da sind. Die Kärtchen sind eigentlich einfach der Überbringer des Wunsches des Kindes: Dass es gerne ein Trottinett, einen warmen Pulli oder so etwas hätte. Das wird den Kindern auf jeden Fall gekauft, auch wenn hier nicht alle Kärtchen weggehen würden. Wir erfüllen sämtliche Wünsche von allen Kindern.»

Klopfen für den guten Zweck

Die drei Könige stehen am Donnerstag von 11 Uhr bis 17 Uhr und an den Samstagen, wie auch während der Sonntagsverkäufe in der Freien Strasse. Das Ziel ist, genügend Geld für alle Geschenke zu sammeln.

«Theoretisch, wenn wir davon ausgehen, dass jedes Geschenk maximal 50 Franken kosten durfte – es gibt auch billigere – dann ist das schon eine Summe von 20’000 bis 25’000 Franken, was diese Geschenkaktion kostet. Jetzt wollen wir schauen, ob diese drei Könige an diesen acht Tagen, wenn sie hier stehen und klopfen, wenn jemand etwas in die Schale wirft, schaffen.»

Eine Schale, die den Kindern wenigstens an Weihnachten ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll.

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