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Schweiz

BAG meldet 9’571 Neuinfektionen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Medienkonferenz von Fachexperten des Bundes

Am Dienstagnachmittag haben Fachexperten des Bundes eine Medienkonferenz zur aktuellen Corona-Lage in der Schweiz gegeben. Die wichtigsten Infos dazu lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Maskenverweigerer erschiesst zwei Menschen in Moskau

Bei einem Streit ums Maskentragen zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit.

Der mutmassliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, hiess es.

Sobjanin sprach von einer «Tragödie». Schauplatz war eines der sogenannten Multifunktionszentren im Südosten der russischen Hauptstadt, wo Bürger ihre persönlichen Dokumente beantragen und bearbeiten lassen können. Der Verdächtige soll sich trotz Aufforderung des Personals geweigert haben, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Dann habe er die Pistole gezogen und geschossen.

Unter den Verletzten sei auch ein zehn Jahre altes Mädchen, teilte das Innenministerium mit. Sergej Sobjanin sagte, dass die Ärzte alles unternähmen, um die Verletzten zu behandeln. Den Familien der Getöteten sprach das Oberhaupt der grössten Stadt Europas sein Beileid aus.

In den Schweizer Eishockey-Stadien gilt per sofort 2G

Die Clubs der beiden höchsten Schweizer Eishockey-Ligen haben die 2G-Regel für Matchbesucher beschlossen. Die Verschärfung gilt ab sofort. Lesen Sie hier mehr.

In den Schweizer Eishockeystadien gilt ab sofort die 2G-Regel (genesen oder geimpft). (Bild: Keystone)
BAG meldet 9571 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag, 7. Dezember 2021, innerhalb von 24 Stunden 9’571 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 28 neue Todesfälle und 125 neue Spitaleintritte.

(Bild: Keystone)
Corona-Impfung für Fünf- bis Elfjährige in Spanien zugelassen

In Spanien hat die zuständige Kommission die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen Covid-19 genehmigt. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Madrid mit. Damit kann das Land die im europäischen Vergleich gute Impfquote von zurzeit circa 80 Prozent weiter erhöhen.

Knapp 90 Prozent aller Bürger, die älter als zwölf sind, sind bereits vollständig geimpft. Nach Schätzungen können nun in Spanien rund drei Millionen Kinder geimpft werden. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/BioNTech für Kinder ab fünf Jahren in Europa gegeben.

Ungeachtet der hohen Impfquote wird auch in Spanien ein Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnet. Vom 2021er-Tiefstwert von etwa 18 Mitte Oktober kletterte der Wert zuletzt auf 139. Damit steht das Land aber immer noch deutlich besser da als viele Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Inzidenz am Dienstag bei 432.

Covid-Zertifikat bei Treffen ab zehn Personen in Neuenburg

Im Kanton Neuenburg müssen Personen über 16 Jahre an privaten oder familiären Treffen mit mehr als zehn Personen künftig ein Covid-Zertifikat vorweisen. Die Kantonsregierung ordnet damit in diesem Bereich strengere Regeln als der Bundesrat an.

Weiter hält der Staatsrat auch an den geltenden Kapazitätsbeschränkungen fest, wie er am Dienstag, 7. Dezember, mitteilte. Wenn der Zugang zu Anlagen oder Räumlichkeiten nicht auf Personen mit einem Covid-19-Zertifikat beschränkt ist, bleibt der Zugang auf zwei Drittel der maximalen Kapazität beschränkt.

Schülerinnen und Schüler müssen ab der Sekundarstufe Schutzmasken tragen. In den beiden letzten Jahren der Primarschule gilt Maskenpflicht, sobald ein Covid-19-Fall entdeckt wird. Die Massnahmen treten am 8. Dezember 2021 in Kraft und gelten voraussichtlich bis zum 21. Januar 2022.

Waadt beschliesst Maskenpflicht für Schüler ab zehn Jahren

Im Kanton Waadt müssen künftig bereits Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse (zehn- bis elfjährig) wegen der grassierenden Corona-Pandemie Schutzmasken tragen. Auch für alle Lehrpersonen gilt innerhalb der Schulgebäude ständige Maskenpflicht.

Bisher war der Mundschutz für Schüler ab dem 9. Schuljahr (zwölf- bis dreizehnjährige) sowie die Lehrkräfte Pflicht. Die Verschlechterung der epidemiologischen Lage hat den Staatsrat jedoch dazu veranlasst, die Massnahmen in den Schulen zu verschärfen, wie er am Dienstag vor den Medien bekannt gab.

(Bild: Keystone)

Die neuen Richtlinien gelten ab Mittwoch. Erziehungsdirektorin Cesla Amarelle (SP) versprach jedoch «Toleranz und Flexibilität bei ihrer Umsetzung». Wegen des Anstiegs der Infektionen werden auch alle Weihnachtsaufführungen an den Schulen abgesagt.

Verhandlung um Millionen-Hilfe für Condor geht in die heisse Phase

Ein Verfahren um eine millionenschwere Geldspritze für die Fluglinie Condor am Gericht der Europäischen Union geht in die entscheidende Phase. Am Dienstag startete das mündliche Verfahren um die deutsche Rettungsbeihilfe in Höhe von 380 Millionen Euro für die Charterfluglinie Condor, wie ein Gerichtssprecher bestätigte.

Im Oktober 2019 – also noch vor der Corona-Pandemie – hatte die EU-Kommission die Geldspritze genehmigt. Die vorgesehenen Mittel der Staatsbank KfW verzerrten den Wettbewerb in der EU nicht übermässig, so die damalige Begründung.

Ryanair hat diesen Beschluss angefochten. Die Airline argumentiert, dass die Europäische Kommission «offensichtliche Beurteilungsfehler» begangen und versäumt habe, zuvor ein förmliches Prüfverfahren einzuleiten. Damals betonte die EU-Kommission auch, der Kredit werde «im Interesse der Fluggäste zur ordnungsgemässen Aufrechterhaltung der Flugdienste beitragen». Er sei an strenge Auflagen geknüpft.

68 Ärzte und Pfleger in Spanien nach Weihnachtsessen corona-positiv

68 Ärzte, Pfleger und Sanitäter eines Krankenhauses in Spanien sind nach einem grossen gemeinsamen Weihnachtsessen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Noch werde allerdings untersucht, ob und wie viele Ansteckungen bei diesem Treffen passiert seien, erklärte ein Sprecher des betroffenen Regionalen Universitätskrankenhauses von Málaga im Süden des Landes am Dienstag auf Anfrage. Ob es unter den Betroffenen möglicherweise auch Ungeimpfte gibt, wurde zunächst nicht bekannt.

An dem Weihnachtsessen hatten vor einer Woche mehr als 170 medizinische Beschäftigte teilgenommen. Wie Medien unter Berufung auf das Krankenhaus berichteten, hatten sich alle Teilnehmer vor dem Treffen am 1. Dezember Antigentests unterzogen, die alle negativ ausgefallen seien. Deshalb werde untersucht, ob sich die Betroffenen vielleicht nicht während des Essens, sondern kurz vor oder nach dem Test infiziert haben können. Mehrere von ihnen hätten zuletzt gemeinsam an anderen grösseren beruflichen Veranstaltungen teilgenommen, berichtete die Regionalzeitung «Diario Sur».

Den Angaben zufolge hat bisher keiner der Infizierten Symptome der Krankheit Covid-19 entwickelt. Sie mussten sich in eine zehntägige Quarantäne begeben. Obwohl viele von ihnen unter anderem auf der Intensivstation arbeiteten, seien dem Krankenhaus durch den Ausfall bisher keine grösseren Probleme entstanden, hiess es.

Kanzler Nehammer: Österreich wird Lockdown wie geplant beenden

Der Lockdown in Österreich wird nach den Worten von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) wie geplant beendet. Es gehe nur noch um die Umstände, unter denen Lokale und Handel wieder öffnen dürften, sagte Nehammer am Dienstag in Wien.

Die Details zu Vorsichtsmassnahmen, Restriktionen und etwaigen regional schärferen Massnahmen sollen am Mittwoch bei einem Bund-Länder-Gipfel beraten werden, so der Regierungschef weiter. Zu Beginn des Lockdowns am 22. November war das Ende für den 13. Dezember angekündigt worden. Für Ungeimpfte würden die aktuellen Ausgangsbeschränkungen aber weiter gelten, bekräftigte Nehammer.

Seniorenrat ruft Ältere zum Impfen und zum Selbstschutz auf

Müssten Spitäler entscheiden, welche Covid-Patientinnen und -Patienten beatmet werden und welche nicht, wären laut dem Seniorenrat Ältere am meisten betroffen. Der Rat ruft sie deshalb auf, sich impfen zu lassen und sich zu schützen.

Spitäler und Gesundheitspersonal seien am Anschlag, und es gebe zu wenig Fachpersonal, um die vorhandenen Intensiv-Pflegeplätze zu betreiben, schrieb der Schweizerische Seniorenrat (SSR) am Dienstag. Seniorinnen und Senioren träfe eine eventuell bevorstehende Triage am meisten.

Der Verband ruft deshalb Ältere auf, sich impfen zu lassen, auch mit der Booster-Impfung. Seniorinnen und Senioren sollten grosse Menschenansammlungen in Geschäften meiden. Auch zum Maskentragen – «wenn immer möglich» – rät der Seniorenrat. Und die Anweisungen der Behörden von Bund und Wohnkanton sollten befolgt werden.

Laut der Konferenz Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) ist Triage «immer das letzte Mittel» und darf nur angewendet werden, wenn Massnahmen wie die Reduktion nicht dringlicher Behandlungen oder das Verlegen von Patienten nicht genügen.

Oberstes Ziel ist, möglichst viele Menschenleben zu retten. Für die Triage bleibt die kurzfristige Überlebensprognose das wichtigste Entscheidungskriterium. Merkmale wie Alter, Geschlecht, Behinderung, soziale Stellung oder Impfstatus dürfen nicht als Triage-Kriterien herangezogen werden, wie die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften schreibt.

Parlament ist gegen Corona-Millionen für Spitäler auf Vorrat

Der Kanton Solothurn stellt den Spitälern und Kliniken für die Ertragsausfälle und Mehraufwendungen wegen der Corona-Pandemie kein Geld auf Vorrat zur Verfügung. Das hat der Kantonsrat beschlossen. Über die Entschädigung für 2020 entscheidet das Volk am 13. Februar.

Das Parlament lehnte am Dienstag den Antrag des Regierungsrats für einen Kredit von 45 Millionen Franken für die Jahre 2021 und 2022 ab. Der Entscheid fiel mit 69 zu 17 Stimmen. Eine Mehrheit im Parlament war der Ansicht, dass die Spitäler in ihrer Existenz nicht gefährdet seien. Es solle abgewartet werden, bis sich die Zusatzkosten genau beziffern liessen.

Der Kantonsrat bewilligte jedoch mit 84 zu 8 Stimmen die Schlusszahlung für das Jahr 2020 an die Spitäler und Kliniken von 26,6 Millionen Franken. Abzüglich der noch nicht verwendeten Akontozahlungen in der Höhe von 1,3 Millionen Franken bleibt ein Kredit von 25,3 Millionen Franken.

(Bild: Keystone)

Das Volk hatte im April einen entsprechenden Grundsatzentscheid gefällt und in einem ersten Schritt 16,2 Millionen Franken bewilligt. Der Entscheid für die Entschädigung fiel mit einem Ja-Stimmenanteil von 71,0 Prozent.

Experte: Omikron in Grossbritannien wird binnen Wochen dominant werden

Die Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht eines Experten in Grossbritannien innerhalb von Wochen dominant werden. Das sagte Jeffrey Barrett vom Wellcome-Sanger-Institut im BBC-Radio am Dienstag.

«Ich denke, wir können jetzt sagen, dass die Variante sich im Vereinigten Königreich schneller ausbreitet als die Delta-Variante und das war bis vor sehr kurzer Zeit nicht klar», sagte Barrett und fügte hinzu: «Ich bin ziemlich sicher, dass sie wahrscheinlich innerhalb von Wochen dominant werden wird.»

Der britischen Regierung zufolge wurden bislang in dem Land 336 Omikron-Fälle registriert. Keiner der Betroffenen müsse bislang im Krankenhaus behandelt werden, sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montagabend im Parlament.

Corona-Neuinfektionen in Deutschland gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Fälle pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 432,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36 059 Corona-Neuinfektionen, mehr als 10 000 weniger als am Dienstag voriger Woche. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45 753 Ansteckungen.

(Bild: Keystone)

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Nationalrat klar gegen Aufhebung der besonderen Corona-Lage

Der Nationalrat hat die Aufhebung der besonderen Corona-Lage am Dienstag erneut deutlich abgelehnt. Er stimmte mit 128 zu 42 Stimmen bei sechs Enthaltungen gegen einen entsprechenden Vorstoss der SVP. Am Donnerstag berät der Ständerat eine gleichlautende Motion von SVP-Parteipräsident Marco Chiesa. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Räte bei Unterstützungspaket für den ÖV noch uneins

Wie der Nationalrat will auch der Ständerat weitere Finanzhilfen für den öffentlichen Verkehr in der Pandemie. Strittig ist zwischen den Räten noch die Frage, wie viel ihrer Reserven Betreiber touristischer ÖV-Angebote aufbrauchen sollen müssen, wollen sie Geld erhalten.

Wie der Bundesrat will das Parlament nicht nur den regionalen Personenverkehr und den Schienengüterverkehr weiter finanziell unterstützen, sondern auch den Ortsverkehr und touristische Verkehrsmittel.

Der Ständerat stimmte am Dienstag einer Ausdehnung der Unterstützungsmassnahmen mit 36 zu 0 Stimmen bei 6 Enthaltungen zu.

Konkret geht es um Beiträge von insgesamt 240 Millionen Franken für pandemiebedingte Verluste im Jahr 2021. 150 Millionen Franken sind dabei für den regionalen Personenverkehr vorgesehen, 50 Millionen für den Ortsverkehr, 25 Millionen für den Schienengüterverkehr und maximal 15 Millionen für touristische Angebote. Nicht Teil des Pakets ist der Fernverkehr der SBB.

EU-Delegation: Südkorea soll Impfnachweis aus dem Ausland anerkennen

Eine strengere Regelung in Südkorea für den Nachweis einer Corona-Schutzimpfung bei Ausländern hat bei der EU-Delegation und weiteren Botschaften für Irritation gesorgt. Sie riefen die Regierung auf, den Nachweis bei ausländischen Staatsbürgern auch dann anzuerkennen, wenn sie ausserhalb Südkoreas vollständig mit anerkannten Vakzinen geimpft wurden. «Sie sollten die gleichen Zugangsrechte für öffentliche Einrichtungen haben wie südkoreanische Staatsbürger, die im Ausland vollständig geimpft wurden», twitterte die EU-Delegation in Südkorea am Dienstag. Gleiche Aufrufe gab es auch von Botschaften Grossbritanniens, der USA, Neuseelands und anderer Länder.

Im Gegensatz zu Ausländern, die keine Ausnahme von den Quarantäne-Regelungen haben, erkennen die Behörden den Impfstatus von im Ausland geimpften Südkoreanern an. Damit ist es betroffenen ausländischen Besuchern in der Regel nicht möglich, Restaurants, Cafés, Kinos oder andere Orte zu besuchen, wo ein Nachweis verlangt wird. Wie viele betroffen sind, ist unklar.

FFP2-Masken schützen weit besser als einfache OP-Masken

Zum Schutz vor der Übertragung von Coronaviren sind Masken ein hervorragendes Mittel – vor allem FFP2-Masken, in weit geringerem Masse aber auch OP-Masken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern um Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, die vor kurzem in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» erschienen ist.

WHO-Experten lehnen Plasma-Transfusionen von Covid-Genesenen ab

Corona-Patienten sollten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht mit Immunplasma von Genesenen behandelt werden. Eine Expertengruppe der WHO rät von solchen Transfusionen ab, wie sie in der Fachzeitschrift «BMJ» schreibt.

Nach derzeitiger Studienlage hätten Covid-19-Patientinnen und -Patienten weder eine bessere Überlebenschance noch senke eine Transfusion mit Plasma das Risiko, dass sie beatmet werden müssen, heisst es in dem Artikel.

Die Experten hätten 16 Studien mit insgesamt mehr als 16’000 Patienten begutachtet. In besonders schweren Fällen sei die Studienlage noch unsicher, deshalb sprechen sich die Experten nicht gegen weitere Studien bei solchen Patienten mit Plasma aus.

Im Herbst 2020 galt eine passive Immunisierung mit Hilfe von Blutplasma von Menschen, die Covid-19 überstanden und Antikörper gegen Coronaviren gebildet haben, noch als vielversprechende Therapie. So etwas sei auch bei anderen Erkrankungen schon eingesetzt worden, etwa Sars, Mers oder Influenza, hiess es damals beispielsweise bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI). Die Wirkung war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht belegt, weil es noch keine randomisierten Studien mit Kontrollgruppen gab.

Geimpfter Djokovic am ATP-Cup

Novak Djokovic gehört nun offiziell zu den Geimpften gegen das Coronavirus. Der Weltranglistenerste bestreitet in den ersten Tagen des neuen Jahres den ATP-Cup in Sydney.

Nach Australien dürfen nur Geimpfte einreisen. Diesbezüglich machen die nationalen Behörden auch für Tennisspieler keine Ausnahme. Djokovic kann damit auch seinen Titel beim Australian Open verteidigen. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres, das der Serbe schon neunmal gewonnen hat, findet in den letzten zwei Januar-Wochen statt.

Militär hilft niederländischen Spitälern wegen Corona

In den Niederlanden leistet die Armee wegen der steigenden Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus erneut Unterstützung beim Ausbau der Spitalkapazitäten. «Das Militär versucht, die niederländischen Krankenhäuser zu unterstützen, um sicherzustellen, dass kein Krankenhaus Patienten ablehnen muss», sagte der Militärvertreter Martin van Dijk am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

(Bild: Keystone)

Als Einsatzleiter koordiniert van Dijk den Aufbau einer zusätzlichen Corona-Station im Krankenhaus Utrecht. Die Corona-Station könne dank 50 Militärangehöriger mit medizinischer Ausbildung betrieben werden, sagte er.

«Was wir hier versuchen, ist, die Zahl der verfügbaren Betten für Covid-Patienten zu erhöhen.» Es gehe darum, das Gesundheitssystem der ganzen Region zu entlasten. Das niederländische Militär war bereits von Oktober 2020 bis Juni wegen der Pandemie in Krankenhäusern zum Einsatz gekommen.

Staatsrechtsprofessor hält Impfpflicht für durchführbar

In der Diskussion über eine mögliche Impfpflicht hält der emeritierte Staatsrechtsprofessor Rainer J. Schweizer die Idee für ein kantonales Impfobligatorium auf Basis des Epidemiengesetzes für «durchführbar». Dafür müssten sich Kantone und Bund aber abstimmen. Zudem bräuchte es Bussen oder Quarantäneverfügungen für Impfverweigerer, wie die Aargauer Zeitung schreibt.

Weltbank warnt vor noch schlimmeren Auswirkungen auf Bildung

Die Corona-Pandemie wirkt sich noch deutlich schlimmer als zuvor erwartet auf die Schulbildung von Kindern weltweit aus. Selbst 21 Monate nach Ausbruch der Pandemie blieben die Schulen für Millionen von Kindern geschlossen, kritisiert die Weltbank in einem am Montag veröffentlichten Bericht.

Einige Kinder würden vielleicht nie wieder zur Schule gehen. Dieser «Lernverlust» für viele Kinder sei moralisch inakzeptabel, stellt die Weltbank fest.

Als konkrete Folge der Pandemie könnte der Anteil der Kinder, die im Alter von zehn Jahren nicht in der Lage sind, einen einfachen Text zu lesen und zu verstehen laut Weltbank auf fast 70 Prozent steigen. Zuvor lag dieser Anteil wegen schlechter Bildungschancen in vielen Ländern bereits bei rund 50 Prozent.

Die Finanzexperten der multinationalen Entwicklungsbank gehen davon aus, dass den heute von Schulschliessungen betroffenen Kindern dadurch im Laufe ihres Lebens insgesamt rund 17 Billionen Dollar entgehen. Im vergangenen Jahr hatte die Weltbank diese zu erwarteten finanziellen Einbussen noch auf zehn Billionen Dollar beziffert.

Karl Lauterbach: Corona-Mahner wird oberster Pandemie-Bekämpfer

Bislang war Karl Lauterbach in Deutschland der eindringlichste Mahner in der Pandemie – für die einen profilierter Corona-Erklärer, für andere schlicht ein Schwarzseher oder einfach eine Nervensäge.

Jetzt versucht er es mit Entschlossenheit und Optimismus. «Ein wichtiges Ziel muss sein, die Fallzahlen so stark herunterzubringen, dass wir, ohne die Menschen zu gefährden, Reisen empfehlen können», sagt Lauterbach am Montag mit Blick auf Weihnachten. Wenige Minuten vorher hat der wohl künftige Kanzler Olaf Scholz den Rheinländer im Berliner Willy-Brandt-Haus als nächsten Gesundheitsminister angekündigt.

Ein Porträt über Karl Lauterbach lesen Sie hier.

Karl Lauterbach wird der neue starke Mann in der deutschen Gesundheitspolitik. (Bild: Keystone)
Haus von EU-Abgeordnetem und Impf-Befürworter in Belgien angegriffen

Nach einem Angriff auf das Haus des belgischen Europaabgeordneten Pascal Arimont solidarisiert sich das EU-Parlament mit dem Politiker. Das Haus des Abgeordneten in der deutschsprachigen Gemeinschaft an der Grenze zu Deutschland wurde in der Nacht zum Samstag angegriffen. Arimont geht davon aus, dass der Angriff mit seiner öffentlichen Befürwortung der Corona-Impfung zusammenhängt. «Wir werden diese Art von Hass niemals akzeptieren», schrieb Parlamentspräsident David Sassoli am Montag auf Twitter. Manfred Weber (CSU), Fraktionschef der Christdemokraten, sagte, man sei schockiert und unterstütze Arimont.

Wie Arimont auf Facebook mitteilte, schrieben Unbekannte in Grossbuchstaben an sein Garagentor des Hauses in Büllingen: «Lügen, erpressen, hetzen, spalten…Dafür werdet ihr Bezahlen!!!». Zudem sei ein Molotow-Cocktail gefunden worden, der nahe des Kinderzimmers an die Fassade geworfen worden sei. «Ich bin sprachlos und entsetzt. Das geht zu weit. Viel zu weit!», schrieb Arimont auf Facebook. Ein Mitarbeiter des Abgeordneten bestätigte der dpa den Vorfall.

New York City: Erste Impfpflicht für Angestellte der Privatwirtschaft

Die US-Ostküstenmetropole New York will eigenen Angaben zufolge die erste Impfpflicht des Landes für Angestellte privater Unternehmen einführen. «Wir werden eine landesweit einmalige Massnahme ankündigen: Unser Gesundheitsbeauftragter wird eine Impfpflicht für alle Arbeitgeber im privaten Sektor einleiten», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag dem TV-Sender MSNBC.

Dies sei ein «Präventivschlag», um die weitere Ausbreitung von Covid-19 auch angesichts der Omikron-Variante und den anstehenden Feiertagen zu drosseln. Die neue Regelung trete ab 27. Dezember für mehr als 180’000 Geschäfte und Firmen in Kraft. Für städtische Angestellte gilt eine allgemeine Impfpflicht bereits. Zudem müssten künftig auch Kinder für Restaurantbesuche geimpft seien.

New York war im Frühling 2020 hart von der Pandemie getroffen worden, über Monate starben täglich Hunderte Menschen in der Millionenmetropole. Danach erholte sich die Grossstadt und galt als Musterbeispiel für die Bekämpfung des Virus.

In New York können Ungeimpfte nicht mehr in Innenräumen von Bars oder Restaurants sitzen. Auch Veranstaltungen wie Theaterstücke, Musicals oder Ausstellungen benötigen einen entsprechenden Nachweis. Sorgen machte zuletzt aber die Omikron-Variante, die auch in New York registriert wurde.

Frankreich schliesst wegen Corona für vier Wochen alle Discos

Im Kampf gegen die in Frankreich grassierende fünfte Corona-Welle hat die Regierung die Schliessung der Diskotheken angeordnet. Die Massnahme solle von Freitag an vier Wochen lang gelten, sagte Premierminister Jean Castex am Montagabend bei einer Pressekonferenz. Betroffen sind laut Wirtschaftsministerium 1’200 Discos. Sie sollen vom Staat Unterstützung erhalten.

Castex kündigte weitere Schutzmassnahmen an, die aber weit weniger streng ausfielen als zu früheren Zeitpunkten der Pandemie – trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz im Land von über 400. «Es ist nicht die Zeit für Besucherobergrenzen, Ausgangssperren oder Lockdown. Das wäre unverhältnismässig», sagte der Premierminister.

An Grundschulen soll den Beschlüssen zufolge die Maskenpflicht ausgeweitet werden. Unternehmen sind aufgerufen, ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen. Auf Zusammenkünfte, bei denen keine Maske getragen wird, sollten die Franzosen verzichten, sagte Castex. Daneben will die Regierung die Booster-Impfungen im Land vorantreiben. Bis Anfang Januar sollen 15 Millionen weitere Menschen ihre Auffrischungsimpfung erhalten können. Menschen über 65 sollen laut Castex dabei Priorität haben und sich in Impfzentren ohne Termin den Piks abholen können. Auch bislang gänzlich Ungeimpfte sollen ohne Termin ihre Erstimpfung erhalten können.

Keine Discobesuche für einen Monat: Die französische Regierung hat die Schliessung der Clubs für einen Monat angeordnet. (Symbolbild: Keystone)
Armee verschärft Regeln für Ausgang und Urlaub

Um Ansteckungen und Krankheitsfälle mit Covid-19 in der Schweizer Armee zu verhindern, gelten für die Truppe ab dem 6. Dezember neue Regeln für Ausgang und Urlaub. So wird der Ausgang für alle Armeeangehörigen im Dienst auf das Waffenplatzareal und die Truppenunterkunft beschränkt.

Für das Gebirgsinfanteriebataillon 30 und das Gebirgsinfanteriebataillon 7 gilt eine Urlaubssperre zwischen der zweiten und dritten Woche des Fortbildungsdienstes der Truppe, wie das Eidgenössische Verteidigungsdepartement (VBS) am Montagabend weiter mitteilte. Es gelte damit zu verhindern, dass Krankheitsfälle den ganzen Verband in eine Isolation oder eine Quarantäne zwingen.

Für RekrutInnen gelten ab dem 6. Dezember wegen der angespannten Covid-Lage strengere Regeln für Ausgang und Urlaub. (Symbolbild: Keystone)

Für Durchdienerinnen und Durchdiener, die sich nicht im Einsatz befinden oder Unterstützung leisten, gilt eine Urlaubssperre für das letzte Wochenende vor der Entlassung in den grossen Weihnachtsurlaub.

Weiterhin setzt die Armee nach eigenen Angaben ihre Teststrategie konsequent um. Ausserdem dürfen nur nachweislich negativ getestete, genesene oder vollständig geimpfte Armeeangehörige in den Urlaub entlassen werden.

Ständerat mit Übernahme von Covid-Tests nur teilweise einverstanden

Der Ständerat ist nur teilweise damit einverstanden, dass der Bund die Kosten für die Corona-Tests wieder übernehmen soll. Er hat den Vorschlag des Nationalrats eingeschränkt.

Der Nationalrat hatte in seiner Beratung vom Donnerstag beschlossen, dass der Bund die Kosten für Corona-Tests wieder übernehmen soll. Zudem sollen die Kantone Personen, die bei regelmässig durchgeführten Tests in Betrieben, Schulen oder Pflegeeinrichtungen negativ getestet werden, ein Zertifikat ausstellen müssen.

Der Ständerat will aber keine generelle Übernahme. So sollen die Kosten dort nicht übernommen werden, «wo jetzt Selbsttests mit ungenügender Zuverlässigkeit abgegeben werden», wie Kommissionssprecher Paul Rechsteiner (SP/SG) erläuterte. Auch bei Tests, bei welchen es keine Symptome gebe, solle der Bund die Kosten nicht übernehmen.

Mehr dazu hier.

Auch der Ständerat will wieder Gratis-Tests – aber mit Einschränkungen. (Bild: Keystone)
Jugendskilager an der Lenk fällt erneut der Pandemie zum Opfer

Das traditionsreiche Jugendskilager an der Lenk BE fällt erneut der Pandemie zum Opfer. Die 80. Ausgabe im Januar 2022 sei abgesagt worden, teilte Swiss-Ski am Montag mit.

Experten des Bundes und des Kantons Bern hätten dringend von der Durchführung des Lagers abgeraten. Die 7- bis 19-Jährigen gehörten zu den Treibern der aktuellen fünften Welle, die im Januar wohl ihren Höhepunkt erreichen werde.

Schon die Ausgabe Anfang 2021 wurde wegen Corona abgesagt. Die Schneesportwoche steht jeweils über 500 Jugendlichen im Alter von 13 und 14 Jahren aus allen Landesteilen offen. In der über 80-jährigen Geschichte wird das Lager erst zum dritten Mal nicht durchgeführt: 1956 wegen der Ungarn-Krise sowie 2021 und 2022.

Hoffnung auf «milde» Omikron-Variante lässt Aktienkurse steigen

Die Schweizer Börse ist mit kräftigen Kurssteigerungen in die neue Woche gestartet. Als Grund nannten Händler, dass die Coronavirus-Variante Omikron gemäss ersten Expertenmeinungen weniger gesundheitsgefährdend sein könnte als zunächst befürchtet. Noch sei es aber zu früh, um definitive Schlüsse zu den Risiken mit Omikron zu ziehen, warnten sie sogleich.

Der Schweizer Leitindex SMI schloss den Handel am Montag mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 12’375 Punkten ab. Und auch an den europäischen Märkten kauften die Anleger zu: In Frankfurt legte der Dax um 1,4 Prozent, in Paris der CAC 40 um 1,5 Prozent und in London der FTSE 100 um ebenso viel zu. Zudem startete auch die Wall Street mit kräftigen Aufschlägen in den Handelstag.

Hierzulande gaben konjunkturabhängige Aktien wie jene des Uhrenkonzerns Swatch (+3,9%), des Personalvermittlers Adecco (+3,0%) oder des Zementkonzerns Holcim (+2,7%) den Ton an. Gesucht waren aber auch Finanztitel: Der Vermögensverwalter Julius Bär kletterte mit einer Kaufempfehlung aus dem Hause UBS um 3,2 Prozent in die Höhe, Swiss Life gewann 2,4 Prozent oder UBS 1,8 Prozent.

Ausserdem boten die Aufschläge der Schwergewichte Roche (+1,5%), Novartis (+1,4%) und vor allem von Nestlé (+2,5%) dem Gesamtmarkt eine äusserst gute Stütze. Die wenigen Verlierer bei den Schweizer Blue Chips wurden derweil von Lonza (-1,7%) und Temenos (-1,3%) angeführt.

Neuenburger Patienten sollen nur noch einen Besuch täglich erhalten

Wegen der steigenden Coronavirus-Fallzahlen schränkt das Neuenburger Spitalnetz (RHNe) ab Mittwoch die Besuche ein. Jeder stationäre Patient darf pro Tag nur noch von einem Angehörigen besucht werden, zuvor muss ein Termin vereinbart und die Besuchserlaubnis per SMS bestätigt werden.

«Die Besuchszeiten (14 bis 17 Uhr) bleiben unverändert. Das Gesundheitszeugnis und das Tragen einer Maske sind weiterhin obligatorisch», teilte die RHNe am Montag mit.

Für die Entbindungs- und Kinderstation bleiben die Regeln unverändert, wobei die Besuche nur auf die Eltern beschränkt sind. Für die Intensivstation und die Palliativstation von La Chrysalide werden die Besuche in Absprache mit dem medizinisch-pflegerischen Team organisiert. Das RHNe hat ausserdem beschlossen, seine öffentlichen Konferenzen am Donnerstag bis auf weiteres auszusetzen.

Neuer Bundeskanzler Österreichs will auf Ungeimpfte zugehen

Österreichs neuer Kanzler Karl Nehammer hat einen Strategiewechsel im Umgang mit Ungeimpften und Impf-Skeptikern angedeutet. Bei der Bekämpfung der Corona-Welle seien künftig Dialogbereitschaft und Respekt voreinander nötig, sagte Nehammer am Montag kurz nach seiner Vereidigung als neuer Regierungschef. Es sei aus seiner Sicht dringend geboten, auf die Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und gleichzeitig auch Lösungen zu finden.

«Die Spaltung schadet uns allen.» Erst am Wochenende hatten wieder rund 40’000 Menschen in Wien gegen den Lockdown und die für Februar angekündigte Impfpflicht protestiert.

Nehammers Amtsvorgänger Sebastian Kurz und Alexander Schallenberg hatten praktisch ausschliesslich mit Druck versucht, die Impf-Skeptiker zur Injektion zu drängen.

Österreichs neuer Kanzler Karl Nehammer will auf ungeimpfte Menschen zugehen und den Dialog suchen. (Bild: Keystone)
Tausende mehr Malaria-Tote wegen Corona-Pandemie

Im vergangenen Jahr sind erstmals seit 2000 deutlich mehr Menschen an Malaria gestorben als im Jahr zuvor. Zweidrittel der zusätzlichen 69’000 Todesfälle seien auf Unterbrechungen von Malaria-Programmen wegen der Corona-Pandemie zurückzuführen, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf.

Aber die Welt sei auch schon vor der Pandemie nicht auf Kurs gewesen, um die Malaria-Zahlen wie geplant weiter deutlich zu senken. Bis 2017 wurden grosse Fortschritte gemacht, seitdem nicht mehr.

Grosse Hoffnungen werden auf einen Impfstoff gesetzt. Die WHO hatte «RTS,S» erst im Oktober für den routinemässigen Einsatz bei Kindern in besonders betroffenen Weltregionen empfohlen. Trotz der Corona-Herausforderungen konnten China und El Salvador in diesem Jahr von der WHO als Malaria-frei zertifiziert werden.

Ständerat debattiert über Verlängerung von Covid-19-Gesetz

Die Debatte um die Anpassung und Verlängerung des Covid-19-Gesetzes geht am Montagnachmittag in die nächste Runde. Der Ständerat wird sich mit der Frage beschäftigen, ob Corona-Tests wieder gratis werden sollen.

Der Nationalrat hatte in seiner Beratung vom Donnerstag beschlossen, dass der Bund die Kosten für Corona-Tests wieder übernehmen muss. Zudem sollen die Kantone Personen, die bei regelmässig durchgeführten Tests in Betrieben, Schulen oder Pflegeeinrichtungen negativ getestet werden, ein Zertifikat ausstellen müssen.

BAG meldet 23'888 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 72 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 23’888 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 39 neue Todesfälle und 181 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Anteil der vollständig geimpften Personen in der Schweiz. (Grafik: Keystone)
Erste Omikron-Fälle in Russland nachgewiesen

In Russland haben die Behörden die ersten beiden Fälle der neuartigen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen.

Insgesamt seien zehn Rückkehrer aus Südafrika positiv getestet worden, teilte die nationale Behörde für Verbraucherschutz am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Durch Genomsequenzierung seien bei zwei von ihnen Infektionen mit der Omikron-Variante festgestellt worden.

Präsident Wladimir Putin hatte die Regierung am Freitag angewiesen, eine Strategie zu entwickeln, um eine Ausbreitung der neuen Variante in Russland zu verhindern. Im flächenmässig grössten Land der Erde, das über fünf eigene Impfstoffe verfügt, ist vor allem die verhältnismässig niedrige Impfquote ein Problem: Bislang sind erst knapp 44 Prozent der 146 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Viele Russen sind skeptisch gegenüber dem Präparat Sputnik V, das bislang weder von der EU-Arzneimittelbehörde noch der Weltgesundheitsorganisation zugelassen ist. Im Gegenzug sind in Russland keine westlichen Präparate erlaubt. (Symbolbild: Keystone)
Seit Impfbeginn kaum Todesfälle von Geimpften registriert

Nur wenige doppelt geimpfte Personen sind seit Anfang Jahr in den Schweizer Spitälern an einer Corona-Infektion gestorben. Das ergab eine Auswertung des Covid-19 Überwachungssystems des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Seit Impfbeginn im vergangenen Dezember bis Ende August dieses Jahres wurden in dem Meldesystem, an dem 20 Schweizer Spitäler teilnehmen, 5’928 Hospitalisierungen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert, wie das BAG am Montag mitteilte. Von diesen Patienten starben 495.

Weitere Verlagerung von Operationen in den ambulanten Bereich

Die Verlagerung von operativen Eingriffen vom stationären in den ambulanten Bereich schreitet weiter voran. Somit konnten wie beabsichtigt die Kosten mit den auf Anfang 2019 eingeführten Massnahmen gesenkt werden. Wie gross genau der Einfluss der Corona-Pandemie auf diese Entwicklung war, ist nicht bezifferbar.

Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) in seinem am Montag veröffentlichten zweiten Monitoring im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die Zahlen zeigten, dass die Einführung einer gesamtschweizerischen Liste mit ausgewählten, ambulant durchzuführenden Eingriffen die gewünschte Wirkung zeige. Mehr dazu hier.

2G-Regel in Bars: Aargau und Solothurn verzichten auf Maskenpflicht

Nach dem Kanton Aargau verzichtet auch der Kanton Solothurn auf strengere Corona-Massnahmen bei freiwilliger 2-G-Regel in Restaurants und Bars. In der Nordwestschweiz hält Basel-Stadt jedoch an der Masken- und Sitzpflicht bei der Konsumation fest, Baselland hatte gar keine Sitzpflicht eingeführt.

Die Kantone Aargau und Solothurn reagieren auf die seit Montag geltenden, vom Bundesrat angeordneten Massnahmen. So erhalten zertifikatspflichtige Veranstaltungen und Einrichtungen neu die Möglichkeit, den Zutritt auf geimpfte und genesene Personen zu beschränken (2G) und damit auf die Masken- und Sitzpflicht bei der Konsumation von Speisen und Getränken zu verzichten. Mehr dazu hier.

In der Nordwestschweiz hält Basel-Stadt jedoch an der Masken- und Sitzpflicht bei der Konsumation fest. (Symbolbild: Keystone)
Erster Fall der Omikron-Variante in Thailand nachgewiesen

In Thailand ist der erste Fall der Omikron-Variante nachgewiesen worden. Bei der infizierten Person handele es sich um einen amerikanischen Staatsbürger, der vor knapp einer Woche aus Spanien in das südostasiatische Urlaubsland eingereist sei, teilte das Gesundheitsministerium in Bangkok am Montag mit. Zwei Tests am 30. November und am 3. Dezember hätten ergeben, dass es sich mit 99-prozentiger Sicherheit um die Omikron-Virusvariante handele, so die Behörden.

Das Land hat seine Grenzen Anfang November wieder für Touristen aus Dutzenden Ländern geöffnet, darunter auch Deutschland. Die Angst vor einer Ausbreitung der neuen Variante ist deshalb gross. Thailand mit seinen Inseln, weissen Stränden, Tempeln und Dschungeln ist auf den wichtigen Tourismussektor angewiesen und hofft auf eine baldige Erholung der Branche.

Wintertourismus - Julen: "Zermatt muss in Zermatter Händen bleiben"

Der Wintertourismus in der Schweiz steht wegen der steigenden Infektionszahlen und der neuen Omikron-Variante des Coronavirus vor unsicheren Zeiten. Die Hauruck-Übung mit den Quarantäne-Listen hat der Branche laut Zermatter Bergbahnpräsident Franz Julen geschadet.

Die vom Bundesrat verhängte Quarantäne-Pflicht, die letzten Samstag wieder aufgehoben worden ist, habe allein in Zermatt mit 50 Prozent ausländischen Gästen zu Annullationen von mehreren Millionen Franken geführt, sagte Julen in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung». Mehr dazu hier.

Auf die Frage, ob vermögende ausländische Investoren bereits angeklopft hätten, sagte Julen, Zermatt solle in Zermatter Händen bleiben. (Archivbild: Keystone)
Aargauer Gesundheitspolitikerin fordert eine Impfpflicht für alle ab 65 Jahren

Die Aargauer Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel fordert eine Impfpflicht für alle ab 65 Jahren, das schreibt die Aargauer Zeitung. Artikel 22 des Epidemiengesetzes erlaube es den Kantonen, Impfungen von gefährdeten Bevölkerungsgruppen für obligatorisch zu erklären, sofern eine erhebliche Gefahr bestehe. Humbel ist Mitglied der Gesundheitskommission und für sie ist klar: «Die Jungen haben in den letzten zwei Jahren viele Opfer gebracht. Immer ging es in der Pandemie um den Schutz der älteren Menschen.» Diese müssten jetzt Gegenrecht erhalten.

Zahlreiche Institutionen wollen vom freiwilligen 2G-Regime Gebrauch machen

Zahlreiche Clubs, Fitnesscenter und Sportveranstalter wollen, laut Tamedia, vom freiwilligen 2G-Regime Gebrauch machen. Zur Senkung der Infektionszahlen dürfte das laut dem Epidemiologen Marcel Salathé von der ETH Lausanne aber nicht beitragen. Ohne Masken werde man auf jeden Fall mit mehr Ansteckungen rechnen müssen als mit Masken. Den Vorteil eines 2G-Regimes sehen Epidemiologen darin, dass es weitere Personen zur Impfung bewegen könnte. Auch dürften Infektionen unter 2G milder verlaufen, weil es Immunität gebe.

Zahlreiche Fitnesscenter und Sportveranstalter wollen vom freiwilligen 2G-Regime Gebrauch machen. (Symbolbild: Keystone)
14'000 Strafbefehle im Zusammenhang mit Corona-Verstössen

In der Schweiz sind seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 schon über 14’000 Strafbefehle im Zusammenhang mit Verstössen gegen die Corona-Regeln ausgesprochen worden, wie «Blick» schreibt. Das zeigt eine nationale Erhebung des «Blick», wobei nicht alle Kantone Daten lieferten.

Darüber hinaus werden landesweit 745 weitere, noch hängige Verfahren gemeldet. Die Liste der Vergehen ist lang – illegale Demonstrationen und Veranstaltungen, Nichteinhalten der Maskentragpflicht, Renitenz gegen Polizeibeamte und Personal im öffentlichen Verkehr.

Corona-Pandemie kein Bremsklotz für weltweite Rüstungsverkäufe

Trotz der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen hat die internationale Rüstungsindustrie ihre Waffenverkäufe weiter gesteigert. Die 100 führenden Rüstungskonzerne der Erde setzten im Corona-Jahr 2020 schwere Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 531 Milliarden US-Dollar um, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem am Montag veröffentlichten Bericht mitteilte. Das entsprach einem währungsbereinigten Anstieg um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es ist der sechste jährliche Zuwachs in Folge.

Das Nonplusultra auf dem internationalen Rüstungsmarkt bleiben die USA. Die 41 US-Konzerne unter den Top 100 verkauften 2020 nach einem Anstieg um 1,9 Prozent Rüstungsgüter im Gesamtwert von 285 Milliarden Dollar. Die vier im Sipri-Bericht aufgezählten deutschen Konzerne lagen mit einem Gesamtzuwachs um 1,3 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar im internationalen Durchschnitt.

Uni Hamburg führt 2G ein

Die Universität Hamburg wechsele angesichts steigender Corona-Zahlen ab sofort in den 2G-Lehrbetrieb, wie «ntv» schreibt. Damit dürfen nur noch Geimpfte und Genesene an Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Ungeimpften solle bei Bedarf aber ein Ersatzangebot gemacht werden, teilt die Hochschule mit. Den Lehrenden sei nach wie vor selbst überlassen, ob sie ihre Veranstaltungen in Präsenz, digital oder hybrid umsetzen wollen. Lehrveranstaltungen mit praktischen Anteilen, wie etwa Labortätigkeiten, können vorerst weiter unter 3G-Vorgaben stattfinden.

Italien verschärft Massnahmen: 3G-Regel im Nahverkehr

In Italien müssen sich die Menschen ab dem heutigen Montag auf strengere Corona-Richtlinien einstellen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte Ende November die Einführung von 2G-Regeln für bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens beschlossen. Demnach dürfen nur noch Geimpfte und Genese zum Beispiel innen in Restaurants essen gehen, ins Kino, in Diskotheken feiern und zu Fussballspielen ins Stadion gehen. Die Regeln sollen zunächst bis zum 15. Januar gelten.

Eine weitere Neuerung ist die Ausweitung der 3G-Regel auf den öffentlichen Nahverkehr und Hotels. Bislang mussten Reisende zum Beispiel im Fernbahnverkehr nachweislich gegen Covid-19 geimpft, von der Krankheit genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet sein. Ab Montag ist dieser Nachweis – in Italien wird er «Green Pass» (Grüner Pass) genannt – auch für U-Bahnen, Busse und Züge im Nahverkehr vorgeschrieben.

Skiurlaub teils mit 2G

Das Zertifikat ist ein digitaler oder ausdruckbarer QR-Code, der per Smartphone-App gescannt und so kontrolliert werden kann. In Italien funktioniert auch der deutsche Code. Wer in den Skiurlaub nach Italien fährt, braucht zwar keinen Grünen Pass, um die Piste runterzufahren, jedoch gilt in geschlossenen Liften und Gondeln die 3G-Regel und in den Hütten 2G.

Impfverweigerern drohen 600 Euro Strafe alle drei Monate in Österreich

Ab 1. Februar 2022 gilt in Österreich die Impfpflicht gegen Covid-19. Verweigerern droht laut einem Gesetzesentwurf eine Strafe von 600 Euro alle drei Monate vor, wie der Österreichische Rundfunk (ORF) am Sonntag meldete.

Von der Impfpflicht ausgenommen sind laut dem Gesetzesentwurf Kinder bis 14 Jahren, Schwangere, Genesene bis 180 Tage nach dem positiven Test und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, wie die Sendung «Zeit im Bild» des ORF weiter meldete. Der Maximalbetrag soll demnach bei 3600 Euro festgesetzt werden. Werde die Summen nicht bezahlt, drohe eine Freiheitsstrafe.

Am 15. Februar 2022 würden alle Ungeimpften Post vom Gesundheitsminister erhalten, mit der Aufforderung sich impfen zu gehen. Ab 15. März würden dann die ersten Strafen von der Bezirksverwaltungsbehörde verschickt. Das Gesundheitsministerium bestätigt laut dem Bericht den Entwurf nicht und will nächste Woche die finale Gesetzesfassung veröffentlichen.

Auch Pfadi Winterthur gegen Füchse Berlin verschoben

Die Handball-Europacup-Partie Pfadi Winterthur – Füchse Berlin vom nächsten Dienstag wurde verschoben, weil sich die Deutschen wegen Covid-Fällen in Isolation und Quarantäne befinden. Schon das letzte Europacup-Heimspiel Pfadis gegen die Spanier aus Bidasoa hatte wegen Covid-Fällen beim Gegner verschoben werden müssen.

Tausende Demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Massnahmen

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in Belgien hat die Polizei am Sonntag Wasserwerfer und Tränengas gegen Protestierende eingesetzt. Eine Gruppe von Jugendlichen habe zuvor Sicherheitskräfte mit Wurfgeschossen und Feuerwerkskörpern angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Einer ersten Schätzung der Polizei zufolge beteiligten sich rund 8000 Menschen am Sonntag an dem Marsch durch Brüssel. Am Nachmittag riefen die Einsatzkräfte auf Twitter dazu auf, die Demonstration aufzulösen, und kündigten die Festnahme der Störer an.

Auf Belga war zu sehen, wie Polizei mit Stacheldraht-Barrieren und Kampfmontur das Demogeschehen begleitete. Vor rund zwei Wochen war es bei einem ähnlichen Protest mit rund 35 000 Teilnehmern zu schweren Ausschreitungen und Strassenschlachten gekommen.

Italien: Mann versuchte mit Attrappe Corona-Impfung zu umgehen

In Norditalien hat ein Mann versucht, sich mit einer Silikon-Attrappe am Arm gegen Covid-19 impfen zu lassen, ohne das Vakzin tatsächlich injiziert zu bekommen. Er glaube nicht an den Impfstoff, aber brauche das Corona-Zertifikat zum Arbeiten, erklärte der Zahnarzt laut einem Bericht des «Corriere della Sera» (Sonntag) der Polizei. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in einem Impfzentrum in der piemontesischen Kleinstadt Biella.

Einer Krankenschwester war die Attrappe aufgefallen. «Als ich seinen Arm freigemacht hatte, spürte ich eine gummiartige, kalte Haut und die Farbe war zu hell», erklärte die Frau dem «Corriere della Sera» später. Als sie ihn um seinen anderen Arm gebeten habe, habe sich dort dieselbe Attrappe befunden. Daraufhin meldete die Frau den Fall. «Wir haben verstanden, dass es sich nicht um eine surreale Situation handelte, sondern um einen wahrhaften Betrug.»

Der Regionalpräsident des Piemonts, Alberto Cirio, erklärte auf Facebook, der Fall sei nicht zum Lachen, denn tatsächlich sei die Lage derzeit ernst. Ihm zufolge wurde der Mann angezeigt, und die Gesundheitsbehörde wollte den Vorfall der Staatsanwaltschaft melden.

Ansturm auf Booster-Spritzen führt in Niederlanden zu Verkehrschaos

Der Ansturm auf Booster-Impfungen gegen das Coronavirus hat in mehreren niederländischen Städten zu Verkehrschaos geführt. Das Angebot von Dritt-Impfungen ohne Termin für Menschen über 60 sei deshalb in Absprache mit den Sicherheitsbehörden beendet worden, teilte der Gesundheitsdienst für Zentral-Holland am Sonntag mit. Am Samstag hatten sich lange Schlangen auf den Strassen zu Impfzentren in Leiden, Gouda und Alphen aan den Rijn gebildet. Tausende seien in der Hoffnung, eine Impfung ohne Termin zu erhalten, ins Auto gesprungen, hiess es.

Der Ansturm auf Booster-Impfungen gegen das Coronavirus hat in mehreren niederländischen Städten zu Verkehrschaos geführt. (Symbolbild: Keystone)

In den Niederlanden sind Auffrisch-Spritzen im Moment vorrangig für ältere Menschen vorgesehen, deren vorige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen ging am Wochenende nach wochenlangem Anstieg erstmals wieder leicht zurück. Wegen vieler Neuinfektionen gilt seit einer Woche ein «Abend-Lockdown»: Geschäfte, Kulturstätten, Restaurants und Sportclubs müssen bis 17.00 Uhr schliessen. Nur Supermärkte sind länger offen.

Zahl von Corona-Infektionen nach Firmenfeier in Norwegen steigt

Die Zahl von Corona-Neuinfektionen nach einer Firmenfeier in einem norwegischen Restaurant steigt weiter. Etwa 120 Menschen, die sich in dem Restaurant aufgehalten hätten, seien mittlerweile positiv auf das Virus getestet worden, berichtete der Sender NRK am Sender unter Berufung auf Gesundheitsbehörden. In mehr als der Hälfte der Fälle handle es sich vermutlich um die Omikron-Variante. Am Vortag hatte das Gesundheitsinstitut FHI 13 Omikron-Fälle bestätigt.

Wie NRK weiter berichtete, waren 70 der Infizierten Teil derselben Weihnachtsfeier. Zwei von ihnen sollen kürzlich in Südafrika gewesen sein. Die anderen 45 bis 50 Fälle hatten am selben Tag die Lokalität besucht. Die Behörden riefen alle Menschen auf, sich zu melden, die nach dem 26. November noch das Restaurant in Oslo besucht haben. Nach FHI-Angaben vom Samstag gab es insgesamt 19 Omikron-Fälle in Norwegen, darunter vier Menschen, die aus Südafrika eingereist waren.

In Dänemark breitet sich die Omikron-Variante mittlerweile rasch aus. Wie das staatliche Gesundheitsinstitut SSI am Sonntag mitteilte, sind bisher 183 Fälle bekannt. SSI-Chef Henrik Ullum zeigte sich besorgt. Es gebe nun Infektionen, die nicht aus Reisen zurückzuführen seien.

Immer mehr spanische Regionen bestehen auf 3G-Regel

Ausgehen, Tanzen oder zu einem Konzert – in immer mehr spanischen Regionen ist dies wegen steigender Corona-Zahlen nur noch mit 3G möglich. Auch auf Mallorca oder den Kanaren-Inseln muss bald immer öfter durch Vorlage eines «Covid-Passes» nachgewiesen werden, dass man geimpft, genesen oder frisch getestet ist. Auf Mallorca ist dies in Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen seit Samstag bereits Pflicht. Über strengere Massnahmen wie 2G (geimpft oder genesen), 2G plus (zusätzlich Testpflicht) oder gar Impfpflicht wird kaum diskutiert.

Bereits neun der siebzehn autonomen Gemeinschaften des Landes, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, sowie die autonome Stadt Melilla in Nordafrika haben den «Covid-Pass» eingeführt oder zumindest beschlossen, wie der staatliche TV-Sender RTVE am Sonntag berichtete. Dazu gehören Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona, nicht aber die Hauptstadtregion Madrid, deren konservative Regierung Corona-Einschränkungen kritisch sieht.

Auf den Kanaren mit Teneriffa und Gran Canaria gilt von Freitag an 3G auf freiwilliger Basis. Die Inhaber von Restaurants, Bars und anderen Einrichtungen dürfen dann die Vorlage eines «Covid-Passes» verlangen – müssen es aber nicht. Wer jedoch 3G anwendet, ist im Gegenzug von Beschränkungen bei der Zahl der zugelassenen Besucher befreit.

Auf Mallorca handelt sich um eine Erweiterung der 3G-Regel auf den Balearen. Die Pflicht zur Vorlage des «Covid-Passes» galt bereits für den Besuch von Diskotheken, Nachtclubs und Seniorenheimen. Regierungssprecher Iago Negueruela betonte, die Einhaltung werde streng kontrolliert. Es drohen Geldstrafen bis zu 600’000 Euro.

Protestmärsche gegen Corona-Massnahmen in europäischen Städten

In mehreren europäischen Städten sind am Wochenende wieder Gegner von staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus auf die Strasse gegangen. Allein in Wien beteiligten sich nach Angaben der Polizei am Samstag mehr als 40’000 Menschen in teils aufgeheizter Stimmung an Protesten. Ihre Empörung richtete sich insbesondere gegen die allgemeine Impfpflicht, die Österreich im Februar einführen will. Es gab mindestens fünf Festnahmen. Zu Demonstrationen kam es auch in Italien und in den Niederlanden.

In Wien haben wie an den vergangenen Wochenenden am Samstag wieder mehr als 40’000 Menschen an Demonstrationen gegen Corona-Massnahmen teilgenommen. (Bild: Keystone)

In Wien trugen die Gegner von staatlichen Corona-Massnahmen Plakate wie «Nein zum Impfzwang» oder «Jesus schützt die Kinder, nicht Impfungen» durch die Stadt. Die eigentlich geltende Maskenpflicht wurde von den meisten missachtet. Bei der Festnahme eines betrunkenen Demonstranten wurden vier Polizistinnen und Polizisten verletzt, wie die Polizei mitteilte. Wegen sehr hohen Corona-Infektionszahlen ist das Land seit Mitte November im Lockdown, noch bis zum 11. Dezember.

In der niederländischen Stadt Utrecht marschierten am Samstag etwa 5’000 Menschen durch die Strassen. Im Unterschied zu früheren Protesten in dem Nachbarland, die in Gewalt umschlugen, verlief der Demonstrationszug dieses Mal friedlich. In Italien kam es ebenfalls wieder zu Kundgebungen. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer zwischen einigen Dutzend wie in Rom bis zu mehreren Tausend in Turin und Bologna an. Auch hier hielten sich viele nicht an die Maskenpflicht. Berichte über Ausschreitungen gab es zunächst nicht.

Omikron-Virusvariante erstmals in Rumänien bestätigt

In Rumänien haben die Behörden erstmals zwei Fälle der Omikron-Variante des Corona-Virus durch Genomsequenzierung bestätigt. Dies meldete die Nachrichtenagentur Mediafax am Samstagabend unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Bukarest. Die 48-jährige Frau aus dem Kreis Brasov und der 49-jährige Mann aus dem Kreis Vaslui weisen keine Symptome auf und befinden sich in häuslicher Isolierung, wie es heisst. Beide seien am 30. November mit dem Flugzeug aus Südafrika gekommen und nach ihrer Ankunft positiv getestet worden.

Ministerpräsident Nicolae Ciuca berief in der Nacht zum Sonntag eine Sitzung der Spitzen der Gesundheitsverwaltung ein, um mögliche Massnahmen zu erörtern. Rumänien hatte im Oktober den Höhepunkt einer verheerenden Corona-Welle hinter sich gelassen. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Ansteckungsrate pro 100 000 Einwohner bei 50. Nur 39 Prozent der Bevölkerung sind gegen das Coronavirus vollständig geimpft.

Britische Reisebranche kritisiert schärfere Einreiseregeln

Mit scharfer Kritik hat die britische Reisebranche auf die erneute Verschärfung von Einreiseregeln reagiert. «Die öffentliche Sicherheit hat Priorität, aber Unternehmen werden pleite gehen sowie Reisende stranden und Lebensgrundlagen werden durch das Fehlen einheitlicher Pläne der Regierung zerstört», sagte der Chef des Branchenverbands Business Travel Association, Clive Wratten, wie die BBC berichtete. Zuvor hatte die Regierung angekündigt, dass von diesem Dienstag (7. Dezember) an alle international Reisenden über 12 Jahre frühestens 48 Stunden vor ihrer Abfahrt ins Vereinigte Königreich einen Corona-Test machen müssen.

Gesundheitsminister Sajid Javid begründete den Schritt mit der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Zuletzt seien immer mehr Infektionen in Zusammenhang mit Reisen festgestellt worden, sagte er. Im Vereinigten Königreich stieg die Anzahl der bestätigten Omikron-Fälle nach Angaben vom Samstagabend um 26 auf 160.

Der Branchenverband Airlines UK kritisierte, die Regierung handle überstürzt, bevor ausreichend Daten zu Omikron vorliegen. «Aus Erfahrung wissen wir, dass pauschale Restriktionen Varianten nicht aufhalten», teilte der Verband mit. Die Regierung habe zum zweiten Mal innerhalb einer Woche die Einreiseregeln geändert. «Es ist für alle unmöglich zu planen.» Seit kurzem müssen alle international Einreisenden unabhängig von ihrem Impfstatus nach Ankunft in Isolation, bis sie einen negativen PCR-Test vorlegen können.

Pandemie zehrt an den Nerven der Bevölkerung

Die seit knapp zwei Jahren andauernden Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zehrt an den Nerven der Bevölkerung. Selbst ausgeglichene Menschen werden dünnhäutig. Der Geduldsfaden reisst bei vielen schneller und häufiger, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Der Ton ist allgemein giftiger. Das stellen vor allem Betriebe im Dienstleistungssektor fest. Die SBB, die Zürcher Verkehrsbetriebe und die Swiss konstatieren, dass die Passagiere angespannter sind als früher.

(Symbolbild: Keystone)

Zum gleichen Ergebnis kommt auch Gastrosuisse, der Verband der Hotellerie und der Restauration. Frank Urbaniok, forensischer Berater und Experte für Aggressionen, überrascht die Entwicklung nicht. Der Nährboden dafür sei schon lange vor Corona gelegt worden – etwa mit Hasstiraden im Internet.

Stark überlastete Spitäler

Weil die jüngsten Massnahmen gegen die Corona-Pandemie zu spät kommen, müssen Spitäler zunehmend eine Triage bei Patientinnen und Patienten vornehmen. So hat laut «SonntagsBlick» in der letzten Woche die Intensivstation der Hirslanden Klinik Aarau Patienten mit Begleiterscheinungen triagiert, wie der stellvertretende Leiter der Intensivstation, Christian Frey sagte. So sei ein Krebskranker mit seinem Einverständnis nicht in die Intensivstation aufgenommen, sondern auf einer normalen Station nicht invasiv beamtet worden.

Weil die jüngsten Massnahmen gegen die Corona-Pandemie zu spät kommen, müssen Spitäler zunehmend eine Triage bei Patientinnen und Patienten vornehmen. (Bild: Keystone)

Stiegen die Fallzahlen bei den Neuinfektionen weiter, werde auch die Triage zunehmen. Für die Genfer Epidemiologin Olivia Keiser steht fest, dass die aktuellen Massnahmen nicht reichten. Die Spitäler seien stark überlastet. Und trotzdem passiere viel zu wenig.

Massiv höhere Preise für Impfstoffe im kommenden Jahr

Der Bund, die zentrale Drehscheibe für den Einkauf und die Verteilung von Impfstoffen gegen Covid-19, erhöht die Preise für diese Produkte im kommenden Jahr massiv. Pro Dosis werden neu 25 Franken in Rechnung gestellt gegenüber 5 Franken bisher. Hintergrund der Preiserhöhung ist laut «NZZ am Sonntag», dass sich der Bund verschätzt hat.

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Die Pauschale für Impfstoff und Impfmaterial beträgt im kommenden Jahr 25 statt wie bisher 5 Franken. (Symbolbild: Keystone)
Hotellerie kämpft mit Stornierungs-Welle

Die Schweizer Hotellerie kämpft nach der Entdeckung der neuen Corona-Variante Omikron mit einer Welle von Stornierungen. Zahlreiche Gäste aus England, Belgien oder den Niederlanden haben ihre Weihnachtsferien bereits abgesagt. Nicht nur wegen der Quarantänepflicht, sondern auch wegen der epidemiologischen Lage.

Die Schweizer Hotellerie kämpft nach der Entdeckung der neuen Corona-Variante Omikron mit einer Welle von Stornierungen. (Bild: Keystone)

Im Berner Oberland etwa verzeichnen Hotels bis zu 50 Prozent Stornierungen. Auch in der Stadt werden Events, Weihnachtsessen und Caterings von Firmen reihenweise abgesagt. Für viele Hotels sei die aktuelle Situation verheerend, sagte Claude Meier, Direktor des Dachverbandes Hotelleriesuisse, gegenüber der «SonntagsZeitung». Das Parlament müsse die Härtefallregelung nochmals verlängern. Ansonsten liefen diese Ende Jahr aus. Am Montag berät der Ständerat darüber.

Mehrheit der Kantone gegen flächendeckende Tests an Schulen

Die Mehrheit der Kantone hat sich in der jüngsten Vernehmlassung zu den Corona-Massnahmen gegen flächendeckende Tests an Schulen ausgesprochen. Die Kantone lehnten repetitive Tests nicht ab, sagte Silvia Steiner, Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz, gegenüber dem «SonntagsBlick».

Die Mehrheit der Kantone hat sich in der jüngsten Vernehmlassung zu den Corona-Massnahmen gegen flächendeckende Tests an Schulen ausgesprochen. (Bild: Keystone)

Sie würden im Gegenteil in vielen Kantonen durchgeführt. Eine gesamtschweizerische Verpflichtung würde jedoch enorme Testkapazitäten beanspruchen, wobei je nach Gebiet das System schon heute am Anschlag sei. Wegen der langen Wartezeiten würde zudem das Ziel, asymptomatische Fälle frühzeitig zu erkennen, nicht mehr erreicht. Ohne Akzeptanz und hohe Teilnahmequote in den Klassen führe das repetitive Testen zu weniger guten Resultaten.

Generelle Impfpflicht stösst auf Ablehnung

Bei Gesundheitsfachleuten stösst eine generelle Impfpflicht dagegen auf Ablehnung. In der Schweiz gelte der Grundsatz, das die Impfung ein individueller Entscheid sein sollte, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffrage, der «NZZ am Sonntag».

In der Schweiz gelte der Grundsatz, das die Impfung ein individueller Entscheid sein sollte, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffrage. (Bild: Keystone)

Mit einer allgemeinen Impfpflicht würde dieser Grundsatz verletzt. Und es würde sehr viel Vertrauen in den Staat verloren gehen. Eine allgemeine Impfpflicht komme für die Kommission nicht in Frage – ausser es seien schon alle anderen Massnahmen bis hin zum Lockdown erfolglos ausgeschöpft worden. Er glaube nicht, dass ein Obligatorium die Impfquote wesentlich erhöhe, sagte der oberste Gesundheitsdirektor, Lukas Engelberger. Es würde nur eine gewaltige Drohkulisse aufgebaut, die der Impfmotivation schaden könnte.

Wermuth zieht 2G-Obligatorium in Betracht

SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zieht gar ein 2G-Obligatorium in Betracht. Bund und Kantone müssten die Impfkampagne nochmals deutlich verstärken, sagte Wermuth gegenüber der «SonntagsZeitung». Er glaube aber nicht, dass dies reichen werde. Deshalb müssten jetzt Tabus gebrochen werden.

SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zieht gar ein 2G-Obligatorium in Betracht. (Bild: Keystone)

Es müsse nun rasch eine offene Diskussion über Massnahmen wie 2G oder eine Impfpflicht geführt werden. SP-Nationalrat Fabian Molina macht seinerseits Druck bei der Impfpflicht. Am Montag muss der Bundesrat im Parlament Fragen dazu beantworten. Molina will wissen, welche Überlegungen die Landesregierung zu einem Impf-Obligatorium angestellt hat und welchen Handlungsspielraum der Bundesrat hat.

Rio sagt seine grosse Silvester-Party ab – Sorge um Karneval

Nach der erneuten Absage seiner grossen Silvesterparty wegen der Corona-Pandemie fürchtet die brasilianische Metropole Rio de Janeiro nun auch wieder um den berühmten Karneval. «Hoffentlich muss ich nicht auch noch den Karneval absagen, nicht nur wegen der Bedeutung dieses Fests für die Kultur, sondern auch wegen der wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt und Brasilien», sagte Bürgermeister Eduardo Paes auf einer Pressekonferenz am Samstag. In diesem Jahr war der Karneval coronabedingt komplett ausgefallen, 2022 sollte er wieder stattfinden.

Engelberger: Flächendeckende Einführung von 2G ist eine Option

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, schliesst die flächendeckende Einführung von 2G-Regeln als Massnahme zur Bekämpfung des Coronavirus nicht aus. Der Bundesrat habe mit seinem Entscheid am Freitag schon vorgespurt.

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Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, schliesst die flächendeckende Einführung von 2G-Regeln als Massnahme zur Bekämpfung des Coronavirus nicht aus. (Bild: Keystone)
Niederländische Königsmutter Beatrix positiv auf Corona getestet

Die Mutter des niederländischen Königs, Prinzessin Beatrix, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 83-Jährige habe sich wegen leichter Erkältungsbeschwerden testen lassen, teilte das Königshaus in Den Haag am Samstagabend mit. Sie habe sich in häusliche Isolation begeben und halte sich an die Regeln für positiv getestete Menschen. Personen, die mit Prinzessin Beatrix in engem Kontakt gewesen seien, würden informiert.

Hat Corona: Die frühere niederländische Königin Beatrix. (Bild: Keystone)

Beatrix war Montag von einem viertägigen Arbeitsbesuch auf der niederländischen Karibikinsel Curaçao zurückgekehrt. Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, sagte sie dort, dass sie zweimal gegen das Coronavirus geimpft ist und auch eine Auffrischimpfung empfangen hat. Sie habe am späten Sonntagabend mit einem Linienflug der KLM die Rückreise angetreten.

Chile meldet ersten Omikron-Fall - Rio fürchtet um Karneval

Chile hat als möglicherweise zweites Land in Lateinamerika nach Brasilien einen Fall mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Es handelt sich dabei um einen Infizierten, der am 25. November aus Ghana eingereist war, wie das regionale Gesundheitssekretariat für dir Hafenstadt Valparíso (Seremi) am Samstag mitteilte. Demnach sei der Gesundheitszustand des Reisenden, der komplett mit Biontech/Pfizer geimpft ist, gut. Er befindet sich der Mitteilung zufolge in Isolation.

Der Ausländer, der seinen Wohnsitz in Chile hat, war mit einem negativen PCR-Test eingereist, wie es Teil der Vorschriften ist. Ein weiterer Test am Flughafen der Haupstadt Santiago de Chile fiel positiv aus, bei der Sequenzierung wurde die Omikron-Variante festgestellt. Zuvor hatte bereits Brasilien die ersten Fälle mit der Omikron-Variante registriert.

Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in der Region überhaupt handeln. Inzwischen ist Zahl in dem grössten Land in Lateinamerika auf sechs gestiegen, Rio de Janeiro sagte seine grosse Silvesterparty ab. «Hoffentlich muss ich nicht auch noch den Karneval absagen, nicht nur wegen der Bedeutung dieses Fests für die Kultur, sondern auch wegen der wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt und Brasilien», sagte Bürgermeister Eduardo Paes.

Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar in Portugal

Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten am Samstag mit 5649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442.

London führt Corona-Tests vor Einreise wieder ein

Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante verlangt Grossbritannien wieder Corona-Tests von allen internationalen Reisenden. Vom kommenden Dienstagmorgen an müssen auch Geimpfte vor Abreise ins Vereinigte Königreich ein negatives Ergebnis vorlegen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstagabend ankündigte. Grund sei, dass immer mehr Infektionen mit Reisen in Verbindung gebracht werden könnten, sagte Javid. Er betonte, die Massnahmen seien vorübergehend. Einen Zeitraum nannte der Minister aber nicht.

Grossbritannien hatte die vorgeschriebenen Corona-Tests vor Einreise für Geimpfte erst Mitte Oktober abgeschafft. Bereits wieder eingeführt wurde zuletzt, dass innerhalb von zwei Tagen nach Ankunft im Königreich ein PCR-Test gemacht werden muss. Bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses gilt eine Pflicht zur Isolation.

Freiburger konnten nur einen kurzen Blick auf Nikolaus werfen

Das Fest zu Ehren des Freiburger Stadtheiligen Nikolaus hat in diesem Jahr wegen Corona nur in kleinerem Rahmen stattgefunden. Aber der heilige Nikolaus sprach am Samstagnachmittag im Hof des Kollegiums St. Michael zu den Freiburgerinnen und Freiburgern.

Der Ort sei nicht im Voraus bekannt gegeben worden, um eine zu grosse Menschenansammlung zu vermeiden, erklärte ein Sprecher der Stadt Freiburg am Samstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Aufgrund der aktuellen gesundheitspolizeilichen Massnahmen konnten sowohl der Nikolausumzug als auch der Burgmarkt in diesem Jahr in Freiburg nicht stattfinden.

St. Nikolaus reitet auf dem Esel durch die Strassen am Samstag, den 2. Dezember 2017 in Freiburg. (Archivbild: Keystone)
Genfer Grossanlass Escalade fällt erneut wegen Corona-Krise aus

In Genf ist auch die diesjährige Escalade wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Das Volksfest hätte von 10. bis 12. Dezember stattfinden sollen. Der Grund für die Absage sind die Verschlechterung der allgemeinen Gesundheitssituation wegen Covid-19 und die entsprechenden Empfehlungen der Behörden.

Der Entscheid einer Verschiebung sein einstimmig gefallen, teilten die Organisatoren der historischen Gedenkfeier am Samstag mit. Die Escalade erinnert an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt gegen die Truppen des Herzogs von Savoyen im Jahr 1602.

Nach dem das Fest bereits im vergangenen Jahr wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden musste, hätte es eigentlich diesen Dezember stattfinden sollen. Alles sei vorbereitet gewesen, in einer Form, die den gesundheitlichen Erfordernissen angepasst gewesen sei. Die jüngsten beschlossen Massnahmen hätten aber die Lage verändert, stellen die Organisatoren fest.

13 bestätigte Omikron-Fälle nach Firmenfeier in Norwegen

Bei einer Firmenfeier in Norwegen ist es zu einem Ausbruch der Coronavirus-Variante Omikron gekommen. Bisher seien 13 Fälle bestätigt, teilte das nationale Gesundheitsinstitut FHI am Samstag mit. Es gebe 90 bis 100 Corona-Fälle nach dem Event in der Hauptstadt Oslo. Unklar blieb zunächst, ob sich noch weitere Gäste mit der Omikron-Variante infiziert haben.

An der Feier hatten unterschiedlichen Berichten zufolge bis zu 120 Menschen teilgenommen. Zwei von ihnen sollen kürzlich in Südafrika gewesen sein.

Insgesamt gab es in Norwegen am Samstag nach FHI-Angaben 19 Omikron-Fälle, darunter vier Menschen, die aus Südafrika eingereist waren. Seit Freitag gelten schärfere Einreiseregeln in dem skandinavischen Land. Ankommende müssen seit Freitag unabhängig von ihrem Impfstatus einen Corona-Test machen. Ausnahmen gibt es für Grenzpendler, Flugpersonal und Berufskraftfahrer. Vor allem auf regionaler Ebene wurden auch andere Corona-Massnahmen verschärft. Seit dem Herbst haben die Corona-Zahlen im Land stark zugenommen.

Bei einer Person wurde nach einem Weihnachtsessen in diesem Restaurant die Omicron-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 diagnostiziert. (Bild: Keystone)
Freiburger Teenager müssen im Unterricht eine Maske tragen

Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (12 bis 15 Jahre) und Lehrpersonen im Kanton Freiburg müssen ab Montag bis zu den Weihnachtsferien wieder Masken tragen. Dieser Entscheid ist Folge der Massnahmen, die der Bundesrat am Freitag ergriffen hat, wie der Kanton am Samstag mitteilte.

Die Massnahme wird laut Mitteilung je nach Entwicklung der Gesundheitssituation neu beurteilt. Mit einer Impfquote von rund 75 Prozent bei den 16- bis 19-Jährigen sei die Situation in den Schulen der Sekundarstufe II gut. Bei den 12- bis 15-Jährigen sei es etwas komplizierter, hier seien nämlich nur 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler geimpft.

Frankreich rüstet sich für strengere Corona-Regeln

Vor Beratungen über strengere Corona-Regeln in Frankreich am Montag greifen zum Wochenende bereits einzelne Verschärfungen. So gilt für Wintersportler in den Ski-Stationen seit Samstag die Pflicht zum Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests mit dem landesweiten Corona-Pass. In Seilbahnen und Warteschlangen greift auch eine Maskenpflicht. Beides war für den Fall vorgeschrieben worden, dass die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100 000 Einwohner – 200 übersteigt. Aktuell liegt sie landesweit deutlich über 300.

In dem an das Saarland und einen Zipfel von Rheinland-Pfalz angrenzenden Département Moselle wurde am Samstag ausserdem wieder eine Maskenpflicht im Freien eingeführt. Sie gilt in Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern von sechs Uhr morgens bis Mitternacht. Generell greift die Maskenpflicht ausserdem auf Festen, Märkten, Weihnachtsmärkten und in Warteschlangen; das verfügte die Präfektur in Metz.

Rio sagt seine grosse Silvester-Party ab

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro sagt wegen der Corona-Pandemie erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. «Wir respektieren die Wissenschaft», schrieb Rios Bürgermeister Eduardo Paes am Samstag auf Twitter. «Da die Meinungen der wissenschaftlichen Komitees auseinandergehen, werden wir uns an die restriktivste halten. Das Komitee der Stadtverwaltung sagt, wir können Silvester feiern, das des Bundesstaates sagt nein. Also können wir nicht.» Er treffe die Entscheidung mit Bedauern, aber sehe keine Möglichkeit, die Party ohne die Zusicherung aller Gesundheitsbehörden zu organisieren.

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro sagt wegen der Corona-Pandemie erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. (Bild: Keystone)
Südtirol: Omikron-Variante per Sequenzierung nachgewiesen

In Südtirol haben die Behörden einen Fall der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die durchgeimpfte Frau sei Ende November aus dem südafrikanischen Kapstadt über München eingereist, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) am Samstag, 4. Dezember, mit. Sie lebe in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.

PCR-Tests vor dem Abflug und nach der Landung fielen demnach negativ aus. Nach einem Hinweis der Behörden in Rom auf einen mit der Omikron-Variante infizierten Passagier an Bord wiederholten sie den Test – das Ergebnis: positiv. Laut Sabes ergab eine Sequenzierung am Freitagabend, dass sich die Frau mit der Omikron-Variante angesteckt hatte. Sie befinde sich in Isolation.

Am Freitag meldete auch die norditalienische Region Venetien einen per Sequenzierung bestätigten Omikron-Fall eines Mannes, der aus Südafrika zurückgekehrt war. Auch bei ihm war ein erster Corona-Test nach der Einreise negativ ausgefallen. Den Behörden zufolge hätten beide Patienten leichte Symptome.

Party nur mit "Covid-Pass": Verschärfte 3G-Regel auf Mallorca

Ausgehen und Party machen ist jetzt auch auf Mallorca aufgrund steigender Corona-Zahlen fast nur noch mit 3G möglich. Auf der bei Deutschen beliebten Urlauberhochburg und auch auf den anderen Baleareninseln sind verschärfte Corona-Massnahmen in Kraft getreten. Zum Besuch von Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen muss seit Samstag ein Impf- oder Genesenennachweis bzw. ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Diese Vorschrift gilt bis zum 24. Januar – und zwar für Innenräume und für überdachte Terrassen.

Es handelt sich um eine Erweiterung der 3G-Regel auf den Balearen, denn die Pflicht zur Vorlage des sogenannten «Covid-Passes» galt in der spanischen Mittelmeer-Region unter anderem bereits für den Besuch von Diskotheken, Nachtclubs und Seniorenheimen. Regierungssprecher Iago Negueruela betonte, man werde die Einhaltung der neuen Regeln streng kontrollieren. Bei Unterlassung sind hohe Geldstrafen von bis zu 600 000 Euro vorgesehen.

Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen wie im Rest des Landes mit einer Impfquote von rund 80 Prozent zuletzt deutlich gestiegen, jedoch nicht so stark wie in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf den Inseln bei 152. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442, in Spanien landesweit 139. Auf den Balearen wurden bisher zwei Fälle der neuen Virusvariante Omikron nachgewiesen, in Spanien insgesamt sieben.

«Glücklicherweise stehen unsere Krankenhäuser noch nicht unter Druck», betonte am Freitag die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Regeln gab es vor dem Impfzentrum von Son Dureta in Palma lange Schlangen und einen «grossen Andrang», wie die «Diario de Mallorca» berichtete.

Sorge wegen Omikron: Putin telefoniert mit Südafrikas Präsidenten

Wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron hat Russlands Staatschef Wladimir Putin mit seinem südafrikanischen Kollegen Cyril Ramaphosa telefoniert. Es sei vereinbart worden, die Kräfte gegen die Pandemie zu bündeln, teilte der Kreml am Samstag in Moskau mit. Dies gelte insbesondere nach der Identifizierung der neuen Variante. Sie war von den südafrikanischen Behörden an die Weltgesundheitsorganisation WHO gemeldet worden.

In Russland gab es bislang laut offiziellen Angaben noch keinen bestätigten Fall der Omikron-Variante. Putin wies allerdings an, Corona-Tests und Impfstoffe entsprechend zu überprüfen. Zudem soll die Regierung Massnahmen erarbeiten, damit sich diese Variante im flächenmässig grössten Land der Welt nicht ausbreiten könne.

Russland beklagt seit Monaten hohe Corona-Todeszahlen. Am Samstag meldeten die Behörden, dass 1215 Menschen mit dem Virus innerhalb eines Tages gestorben seien. Die reale Zahl dürfte höher liegen.

Nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat starben allein im Oktober 74 893 Menschen mit dem Virus – der bislang höchste Monatswert seit Beginn der Pandemie. Die Corona-Statistik der Regierung wies dagegen für Oktober deutlich weniger Corona-Tote aus.

Zahl der Omikron-Fälle in England mehr als verdoppelt

Die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in England hat sich mehr als verdoppelt. Im grössten britischen Landesteil seien 75 weitere Fälle mit der Variante B.1.1.529 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) am Freitagabend mit. Damit seien in England nun 104 Omikron-Fälle bekannt. Dazu kommen 29 Infektionen in Schottland – gut doppelt so viele wie bisher. In Wales ist ein Fall bekannt, in Nordirland wurde die Variante bisher nicht nachgewiesen.

Es gebe nun Fälle ohne Verbindung zu Auslandsreisen, sagte UKHSA-Chefin Jenny Harries. Dies deute auf lokale Übertragungen hin. Harries rief die Bevölkerung auf, Hygienemassnahmen einzuhalten, sich im Falle einer Infektion unverzüglich zu isolieren und sich sobald wie möglich eine Impfung oder Auffrischungsdosis spritzen zu lassen.

Ermittlungen gegen Bolsonaro wegen Corona-Falschaussagen angeordnet

Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln. Das ordnete ein Richter am Obersten Gericht des Landes an, wie es in einer Mitteilung vom Freitag (Ortszeit) hiess. Bolsonaro habe Fake News in sozialen Netzwerken massenhaft weiterverbreitet. In einer Live-Übertragung in sozialen Medien im Oktober habe Bolsonaro einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt. Welche Folgen die Entscheidung des Richters haben wird, war zunächst unklar.

Bolsonaro verharmlost das Coronavirus seit Beginn der Pandemie und lehnt Schutzmassnahmen sowie Einschränkungen ab. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel. Ihm wird vorgeworfen, den Erwerb von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt zu haben.

Repetitive Tests an Schulen wären laut Epidemiologin sinnvoll

Die Mehrheit der Kantone lehnt repetitive Tests auf das Coronavirus an den Schulen ab, und der Bundesrat sich nun dagegen entschieden. Die Epidemiologin Susi Kriemler würde die Pflicht zu regelmässigen Tests für sinnvoll halten. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Universitätsspital Lausanne wegen fünfter Welle voll belegt

Wegen einem starken Anstieg von Covid-19-Fällen ist die Situation am Lausanner Universitätsspital (CHUV) mittlerweile besorgniserregend, wie Direktor Philippe Eckert sagt. Das Spital will kommende Woche zusätzliche Intensivpflegeplätze in Betrieb nehmen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Staatsrechtler plädiert für ausserordentliche Lage

Der Bundesrat soll wegen der Pandemie wie im Frühjahr 2020 die ausserordentliche Lage ausrufen. Dafür plädiert der emeritierte Staatsrechtler Rainer J. Schweizer im Interview. Die Landesregierung würde damit mehr Handlungsspielraum erlangen «und vor allem die Bevölkerung aufrütteln», wie der Blick am Samstag schreibt.

«Mister Corona» berät das Wallis

Daniel Koch, pensionierter «Mister Corona» beim Bundesamt für Gesundheit, berät die Walliser Regierung in einer Tourismus-Task-Force. Er äusserte sich zu den Quarantäne-Regeln wegen der neuen Omikron-Variante. Werde der Tourismus durch behördliche Massnahmen einfach «abgeschaltet», litten viele, ob in Südafrika oder im Wallis, sagte er gegenüber der NZZ.

(Bild: Keystone)
Boostern im Bundesrat

Alle sieben Bundesratsmitglieder erhalten in diesen Tagen ihre Booster-Impfung gegen Covid-19. Das bestätigt Bundesratssprecher André Simonazzi gegenüber der Schweiz am Wochenende. Die erste Spritze wurde Ende November gesetzt, und bis zum 17. Dezember werden alle Regierungsmitglieder die Auffrischimpfung erhalten haben.

Omikron-Mitentdecker: Vorläufer der Variante gibt es schon lange

Die neue Omikron-Variante von Sars-CoV-2 wurde kürzlich im Süden Afrikas entdeckt. So neu wie zunächst angenommen ist sie aber wohl nicht. Vorläufer von Omikron dürften einem Mit-Entdecker der Variante zufolge schon sehr lange existieren.

«Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt», sagte Wolfgang Preiser von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt der Nachrichtengentur DPA. Er ist Mitglied des Forschungskonsortiums, das die Variante entdeckt hat.

Dieser Virustyp habe sich dann vermutlich über viele Monate weiterentwickelt, ohne aufzufallen, sagte Preiser. «Die Frage ist: Wieso blieb Omikron so lange verborgen und legt erst jetzt los? Fehlten noch ein, zwei Mutationen, um sich schnell verbreiten zu können?» Die bislang ältesten bekannten Nachweise der Variante stammen aus der ersten Novemberhälfte.

Die zuerst in Südafrika und Botsuana entdeckte Variante hat besonders viele Mutationen. Sie betreffen unter anderem das Spike-Protein, über das die Viren an menschliche Zellen andocken. Zudem gibt es Mutationen in der Nähe der sogenannten Furin Cleavage Site, einer Region, die eine Rolle bei der Aufnahme des Virus in menschliche Zellen spielt.

Gut die Hälfte der Omikron-Infizierten in England vollständig geimpft

Mehr als die Hälfte der bislang nachgewiesenen Infektionen mit der besorgniserregenden Omikron-Variante des Coronavirus in England sind bei vollständig Geimpften aufgetreten. Von den 22 bestätigten Infizierten hätten zwölf mindestens zwei Corona-Impfungen erhalten, teilte die britische Gesundheitsbehörde am Freitag mit.

(Bild: Keystone)

Allerdings lässt sich aus diesen Zahlen nicht darauf schliessen, dass Geimpfte ein ähnlich hohes Risiko haben, sich mit Omikron zu infizieren wie Ungeimpfte. Je mehr Menschen in der Bevölkerung geimpft sind, desto mehr Geimpfte sind auch unter den Infizierten – selbst wenn der Anteil der infizierten Geimpften sehr gering ist.

Auch unter den Infizierten der derzeit noch dominierenden Delta-Variante ist der Anteil der Geimpften an den Infizierten in Grossbritannien oder Deutschland mittlerweile hoch – weil die Mehrheit der Menschen in diesen Ländern geimpft ist. In beiden Ländern haben knapp 70 Prozent der Menschen mindestens zwei Impfdosen erhalten.

Sorge vor Omikron: Irland schliesst Nachtclubs und verschärft Regeln

Die Bewohner Irlands müssen sich wegen hoher Corona- Fallzahlen und der neuen Omikron-Variante wieder auf schärfere Corona-Massnahmen einstellen. Clubs müssten ab dem 7. Dezember für zunächst einen Monat wieder schliessen und Theater oder Kinos dürften nur die Hälfte ihrer Kapazitäten besetzen, kündigte der irische Premierminister Micheál Martin am Freitag in Dublin an. Das Risiko, ohne schärfere Massnahmen in die Weihnachtszeit zu gehen, sei «einfach zu hoch», sagte der Regierungschef nach Angaben des irischen Senders RTÉ. Er habe die Vorschläge seiner wissenschaftlichen Berater akzeptiert.

Für private Treffen zuhause gibt es erneut Kontaktbeschränkungen: So dürfen sich maximal Angehörige von vier Haushalten treffen. Restaurants und Pubs müssten weiterhin um Mitternacht schliessen, aber ausserdem strikte Abstandsregeln befolgen. Für Fitnessstudios und die Gastronomie sind Immunitätsnachweise notwendig.

Die Inzidenz, die Irland nur für einen Zwei-Wochen-Zeitraum ausweist, lag zuletzt bei 1317 (Stand: 29. November). Auch die Zahl der Corona-Todesfälle stieg in dem Land mit rund fünf Millionen Einwohnern zuletzt deutlich an.

Südafrika: Corona-Neuinfektionen steigen rapide an

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südafrika steigt rapide an. Am Freitag meldete das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) 16 055 Neuinfektionen innerhalb eines Tages bei 65 990 durchgeführten Covid-Tests. Vor genau einer Woche lag in dem Land mit rund 59 Millionen Einwohnern die Zahl der Neuinfektionen bei 2 828, nachdem 30 904 Tests durchgeführt wurden. 72 Prozent der neuen Fälle sind nach NICD-Angaben in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng, zu der auch die Metropole Johannesburg gehört, aufgetreten.

Südafrika hatte vergangene Woche als eines der ersten Länder weltweit die neue Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation hatte daraufhin die Variante (B.1.1.529) als «besorgniserregend» eingestuft.

Belgien beschliesst erneut strengere Corona-Regeln

Belgien hat erneut verschärfte Corona-Regeln verkündet. Von kommender Woche an gelten strengere Regeln für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die Schulen sollen früher und teilweise länger in die Winterferien gehen und es wird empfohlen, auch private Treffen so weit wie möglich einzuschränken, wie Premierminister Alexander De Croo am Freitag mitteilte. Konkret sollen auch Veranstaltungen mit mehr als 200 Menschen in Innenräumen verboten werden. Für andere Events gelten weiterhin Hygieneregeln, diese sollten von den lokalen Behörden verstärkt kontrolliert werden.

Für Menschen, die aus Deutschland nach Belgien einreisen wollen ändert sich zunächst – bis auf die neuen Beschränkungen in Belgien selbst – nichts. Wer geimpft ist, muss nicht in Quarantäne und braucht keinen frischen Corona-Test und kann einreisen. Zuletzt infizierten sich in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern so viele Menschen täglich wie nie zuvor in der Pandemie. Im Schnitt waren es fast 18 000 Menschen. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist stark gestiegen.

Zehntausende Corona-Tote im Oktober in Russland

In Russland sind im Oktober nach offiziellen Angaben fast 75 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. In den meisten Fällen gelte das Virus als Haupttodesursache, teilte das Statistikamt Rosstat am Freitagabend in Moskau mit.

Die Corona-Statistik der Regierung weist nach Angaben der Staatsagentur Tass dagegen nur halb so viele Todesfälle für den Monat aus. Die Diskrepanz wird nach Tass-Angaben damit erklärt, dass hierbei nur Fälle erfasst würden, bei denen Corona die Haupttodesursache gewesen sei und eine Bestätigung für eine Infektion schnell vorgelegen habe.

In Russland breitet sich die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Virus aus. Die Impfquote ist verhältnismässig niedrig: Erst rund 43 Prozent der 146 Millionen Einwohner sind vollständig geimpft. Das Land verfügt über mehrere eigene Vakzine.

Corona-Inzidenz in Italien weiter steigend

In Italien steigt die Corona-Inzidenz weiter deutlich an. Stand Donnerstag berechneten sie die Experten landesweit für die zurückliegenden sieben Tage auf durchschnittlich 155 Fälle je 100 000 Einwohner, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mit. In der Vorwoche lag der Wert noch bei 125. Besonders hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Südtirol mit rund 646 Fällen je 100 000 Einwohner, dahinter folgen mit klarem Abstand die norditalienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien, Venetien und das Aostatal.

Es sei ein schrittweiser Anstieg der Fallzahlen, vor allem in den Altersbereichen mit vielen Ungeimpften, sagte Experte Gianni Rezza. «Aktuell sind wir in einer Prä-Omikron-Phase.» Bis auf einen kleinen Ausbruch zirkuliere die Variante derzeit nicht in Italien. Am Freitag meldeten die Behörden etwas mehr als 17 000 Corona-Neuinfektionen und fast 75 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Rund 87,6 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahren sind mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft.

Kanton Luzern verstärkt Corona-Massnahmen an Schulen und in Heimen

Der Kanton Luzern verschärft wegen steigender Corona-Fallzahlen die Schutzmassnahmen an Schulen und in Gesundheitseinrichtungen. Er führt ab Montag eine Maskenpflicht ab der ersten Klasse ein und später auf dieser Stufe auch Reihentests. In Heimen und Spitälern gilt neu 3G+.

Bislang müssen im Kanton Luzern Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse Masken tragen. Doch die Fallzahlen an den Volksschulen hätten einen sehr hohen Stand erreicht, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Freitag mit. Aktuell seien 39 Klassen in Quarantäne, 500 Kinder in Isolation und 1100 in Quarantäne.

Um den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten, werde nicht nur die Maskenpflicht ausgeweitet. Auch die bisher ab der Sekundarstufe l angebotenen Reihentests werden auf die Primarstufe ausgedehnt. Da zuerst die Infrastruktur und Kapazität der Testanbieter geklärt und ausgebaut werden müssen, gilt diese Massnahme ab dem 3. Januar 2022.

In den Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen gilt für Besucher und Personal neu die 3G+-Pflicht, also ein Zertifikat und eine Maske. In ausserordentlichen Situationen könne davon abgewichen werden, heisst es. Die Einrichtungen sind verpflichtet, das Vorliegen eines Covid-Zertifikats zumindest stichprobenweise zu überprüfen.

Gesundheitsdirektor Guido Graf (Mitte) ruft dazu auf, trotz der Festtage Angehörige in den Pflegeheimen nicht zu sich nach Hause zu nehmen. Die Massnahmen sind in der kantonalen Covid-19-Verordnung geregelt.

Arbeitgeberverband: Vorsichtiges Verhalten nötig

Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) beweist der Bundesrat mit dem Verzicht auf eine Homeoffice-Pflicht und den Anpassungen der Einreiseregeln Augenmass. Am wichtigsten sei jetzt aber ein vorsichtiges Verhalten in der ganzen Bevölkerung, damit soll ein weiterer Corona-Lockdown verhindert werden

Wichtiger als eine Ausweitung der Corona-Massnahmen ist für den SAV, «das bestehende Instrumentarium überall weiterhin konsequent anzuwenden», wie der Verband am Freitag mitteilte.

Für den SAV wäre eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz, wie sie der Bundesrat jetzt einführt, nicht zwingend gewesen. «Die Arbeitgeber anerkennen aber, dass die Maskenpflicht im Sinne einer weiteren Vorsichtsmassnahme so lange angemessen ist, bis die zusätzlichen Gefahren einer Überlastung der Spitäler gebannt sind.»

Mit der Aufhebung der Quarantäne und der Verschärfung der Testpflicht bei der Einreise sei das richtige Mass gefunden, um Ansteckungen zu erkennen, ohne grosse wirtschaftliche Schäden zu verursachen.

Aus Sicht der Mitte-Partei sind die Massnahmen notwendig

Die Mitte-Partei erachtet die am Freitag vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen als notwendig. Die Kantone sollten ihren Handlungsspielraum weiter nutzen und ihre Verantwortung in der Pandemie wahrnehmen.

«Wir müssen sicherstellen, dass wir die Überlastung der Spitäler und vor allem auch des Gesundheitspersonals verhindern», wird Mitte-Präsident Gerhard Pfister in einer Mitteilung vom Freitag zitiert. Der konsequente Einsatz des Covid-Zertifikats sei die logische Folge. Um den Zugang zum Zertifikat möglichst einfach sicherzustellen, brauch es aus Sicht der Mitte aber auch rasch wieder Gratistests.

Die Partei begrüsst insbesondere den Verzicht der Zertifikatspflicht im privaten Bereich. Die Massnahmen der Maskenpflicht in Innenräumen, die dringliche Empfehlung für Homeoffice sowie der Wegfall der Quarantäne-Regelung für Reisende werden ebenfalls positiv bewertet.

Maskenpflicht in der Fussgängerzone von Lugano ab Samstag

Lugano führt ab Samstag eine Maskenpflicht in der Fussgängerzone des Stadtzentrums ein. Ausserdem wurden die Silvesterfeier im Palazzo dei Congressi und die Veranstaltung zum Internationalen Tag der Freiwilligen am 5. Dezember abgesagt.

Dies erfolge aus Sorge über die deutliche Zunahme von Covid-19-Ansteckungen in der Schweiz und im Kanton Tessin, teilten die Stadtbehörden am Freitagnachmittag mit.

Tourismus reagiert betroffen auf Einstufung als Hochrisikogebiet

Der Hotelverband HotellerieSuisse bewertet es als «verheerend», dass Deutschland die Schweiz wegen hoher Corona-Infektionszahlen zum Hochrisikogebiet erklärt hat. Eine Quarantäne von zehn Tagen für Ungeimpfte würde sicher Gäste davon abhalten, Ferien in der Schweiz zu verbringen, sagte Karin Sieber, Verbandssprecherin, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Auch Massnahmen der Schweiz selbst machten die Lage schwierig, sagte Sieber. Zwar hob der Bundesrat am Freitag Quarantäneauflagen für Einreisende etwa aus Grossbritannien, den Niederlanden und Belgien auf. Ab Samstag müssen Einreisende aus allen Ländern, auch Geimpfte und Genesene, aber einen negativen PCR-Test vorlegen und nach der Einreise einen weiteren Test machen. Zuvor sei die Schweizer Hotellerie noch zuversichtlich gewesen, die Talsohle durchschritten zu haben, sagte Sieber. Das habe sich innerhalb von wenigen Tagen geändert.

Im Gegensatz zu anderen Ländern waren Skianlagen und Hotels in der Schweiz im vergangenen Winter offen. Durch viele Buchungen aus dem Inland war der Einbruch weniger schlimm als in den Nachbarländern.

Gastrosuisse fordert neuen Entschädigungslösungen

Gastrosuisse bewertet die Entscheide des Bundesrats als «Massnahmen mit Augenmass». Viele Betriebe würden sich aber nach wie vor in ihrer Existenz bedroht fühlen, es brauche dringend neue Entschädigungslösungen.

Angesichts der Situation in den Spitälern habe der Verband Verständnis für die Massnahmen, hiess es in einer Mitteilung vom Freitag. Erfreut sei der Branchenverband, dass sich Restaurants sowie Bar- und Clubbetriebe anstelle der Sitzpflicht für 2G (geimpft – genesen) entscheiden können, und dass von einer Homeoffice-Pflicht abgesehen werde.

Gastrosuisse begrüsst unter anderem, dass der Bundesrat alle Länder von der aktuellen Quarantäneliste streicht. Erleichtert ist der Branchenverband insbesondere auch, dass der Bundesrat am Arbeitsplatz auf die Maske setzt.

Die verschlechterte Gesamtlage werde für viele Betriebe des Gastgewerbes wieder zunehmend schwierig, Stornierungen hätten in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. «Viele Betriebe sehen sich in ihrer Existenz bedroht», hiess es in der Mitteilung weiter.

Das vereinfachte Verfahren bei der Kurzarbeitsentschädigung müsse deshalb unbedingt weitergeführt werden. Gastrosuisse fordert zudem, dass die Amortisationen der Covid-Kredite und Rückzahlungsforderungen von Härtefallgeldern gestoppt werden.

Am Einreisestopp ändert sich vorläufig nichts

Der Einreisestopp für Reisende aus neun Ländern bleibt vorerst in Kraft. Dies sagte Michael Gerber, Leiter der Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Freitag vor den Medien in Bern.

Die Aufhebung der Quarantänepflicht für Einreisende aus von der Omikron-Variante betroffenen Staaten bedeute nicht, dass die Einreiseverbote nicht mehr gälten, so Gerber.

Der Bund hatte den Eineisestopp für Reisende aus Botsuana, Eswatini, Hongkong, Israel, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika am vergangenen Freitag verhängt. Davon ausgenommen sind allerdings Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz verfügen.

Aufgehoben hat der Bundesrat dagegen das Verbot von Direktflügen aus Südafrika, das ebenfalls am Freitag aufgrund des Auftauchens der Omikron-Variante erlassen worden war.

Stellung nahm Gerber zudem zur Testpflicht vor der Einreise in die Schweiz: Bis anhin genügte es, ein negatives Ergebnis eines Antigen-Tests vorzuwiesen, neu braucht es dafür einen PCR-Test.

Personen, die bereits vor Bekanntgabe der Entscheide auf einem andern Kontinent ins Flugzeug gestiegen seien, könnten den PCR-Test nach ihrer Landung nachholen, versicherte Gerber.

Gewerbeverband erfreut über Verzicht auf Homeoffice-Pflicht

Zufrieden mit dem Verzicht auf eine Homeoffice-Pflicht ist der Schweizerische Gewerbeverband (SGV). Die Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wiesen nicht auf eine massgebliche Gefahr der Ansteckung am Arbeitsplatz hin. Für den Verband greifen demnach die Schutzkonzepte in den Unternehmen.

«Mit der dringlichen Homeofficeempfehlung hat der Bundesrat allerdings wiederum eine nicht evidenzbasierte Entscheidung gefällt», hiess es am Freitag in einer Mitteilung des SGV.

Der SGV fordere den Bundesrat auf zur im Covid-19-Gesetz festgehaltenen «evidenzbasierten Politik zurückzukehren». Diese basiere auf der Logik des gezielten Schutzes mit Contact Tracing, Impfen, Testen und den Schutzkonzepten, hiess es weiter.

BAG meldet 9'951 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 9951 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 29 neue Todesfälle und 118 Spitaleinweisungen.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 1151,51 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,18.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 81,2 Prozent. 27,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Neue Entscheide des Bundesrats ab 14 Uhr

Der Bundesrat informiert ab 14 Uhr über die jüngsten Corona-Entscheide. Telebasel überträgt die Medienkonferenz live. Diese können Sie hier anschauen.

Die Schweiz und Polen in Deutschland Corona-Hochrisikogebiete

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die deutsche Regierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Ab Sonntag zählt die Schweiz für Deutschland als Hochrisikogebiet. (Bild: Keystone)

Impfungen bleiben gratis

Die Covid-19-Impfung soll auch im Jahr 2022 für die Bevölkerung kostenlos sein. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 3. Dezember 2021 entschieden, wie das BAG mitteilt. Die Kosten der Impfungen werden weiterhin von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP), dem Bund und den Kantonen getragen.

Italien: Ungeimpftes Medizin-Personal in Krankenhäusern

Sonderermittler der italienischen Polizei haben bei Kontrollen im Gesundheitsbereich rund 280 Bedienstete ohne die vorgeschriebene Corona-Impfung erwischt. Die Carabinieri hätten bislang rund 4900 Angestellte in mehr als 1600 Einrichtungen im medizinischen Bereich und der Pflege kontrolliert, hiess es am Freitag. Seit April gilt in Italien eine Corona-Impfpflicht im Gesundheitsbereich.

126 Angestellte seien weiterhin zum Dienst erschienen, obwohl die Behörden sie bereits wegen ihrer fehlenden Impfung suspendiert hatten. Acht kontrollierte Hausärzte seien überhaupt noch nie geimpft worden. Gesundheitsminister Roberto Speranza dankte den Ermittlern. «Das Gesundheitspersonal und alle, die die privaten oder öffentlichen Einrichtungen betreten, müssen die Garantie haben, sich in einem sicheren Umfeld zu befinden.»

Gericht gewährt FC St. Gallen nicht mehr Kurzarbeitsentschädigung

Das St. Galler Amt für Wirtschaft und Arbeit hat dem FC St. Gallen vergangenes Jahr die Kurzarbeitsentschädigung zurecht erst ab dem 17. März gewährt und nicht ab dem 13. März, wie es der Club beantragte. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Sportclubs abgewiesen.

Der Fussballclub argumentierte, der Bundesrat habe 2020 die Abhaltung jeglicher öffentlicher Veranstaltungen zwar erst ab dem 17. März verboten. Faktisch sei der Fussball-Betrieb jedoch bereits am 13. März eingestellt worden.

Ab diesem Datum seien nur noch Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen zugelassen gewesen. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei unter diesen Umständen nicht mehr möglich gewesen. Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor.

Ein Viertel der über 65-Jährigen hat dritte Dosis erhalten

Die Drittimpfung gegen das Coronavirus haben in der Schweiz bisher 24,2 Prozent der über 65-jährigen Bevölkerung erhalten. Von den 16- bis 64-Jährigen wurden 0,85 Prozent geboostert, was 48’317 Personen entspricht.

Bei den über 80-Jährigen erhielt mit 29,9 Prozent bisher rund ein Drittel eine Auffrischungsimpfung, wie der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) am Freitag zu entnehmen war. Alle Hintergründe gibt es hier.

Ein Viertel der über 65-Jährigen hat bisher einen Booster erhalten. (Bild: Keystone)
"Wellenbrecher" ist deutsches "Wort des Jahres" 2021

«Wellenbrecher» ist das deutsche «Wort des Jahres» 2021. Der aus dem Küstenschutz und Schiffbau bekannte Begriff werde für Massnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie angewendet werden, teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden mit. Alles dazu gibt es hier.

Je höher die Infektionszahlen desto tiefer die Krise der Kinos

Die Kinos in der Schweiz haben einen vergleichsweise erfolgreichen Sommer hinter sich, weil internationale Blockbuster wie James Bond in die Kinos kamen. Nun versinken sie wieder im Krisenmodus der Pandemie.

Unter anderem dank des neuen James Bond-Streifens konnten die Schweizer Kinos trotz Pandemie einen erfolgreichen Sommer verzeichnen. (Bild: Keystone)

Vor allem im Juli und Anfang Oktober haben viele Filmfans den Weg ins Kino genommen. Vereinzelt gab es sogar Wochen, in denen 2021 mehr Kinoeintritte verzeichnet wurden als im Vor-Coronajahr 2019. Das belegen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Freitag. Mehr dazu lesen Sie hier.

Erstes Skigebiet startet mit 2G-Regel

Das Wintersportgebiet im bündnerischen Samnaun und im österreichischen Ischgl hat am Freitag den Betrieb gestartet. Im ganzen Skigebiet gilt die 2G-Regel und fahren darf nur, wer geimpft oder genesen ist. Getesteten bleiben nur die Pisten in Samnaun offen.

Erstmals seit eindreiviertel Jahren laufen in der Tiroler Gemeinde Ischgl, von deren Après-Ski-Szene aus sich das Coronavirus Anfang 2020 über Österreichs Grenzen verbreitet hatte, wieder Skilifte. Mehr zum Thema gibt es hier.

Erstes Skigebiet startet mit 2G-Regel

Das Wintersportgebiet im bündnerischen Samnaun und im österreichischen Ischgl hat am Freitag den Betrieb gestartet. Im ganzen Skigebiet gilt die 2G-Regel und fahren darf nur, wer geimpft oder genesen ist. Getesteten bleiben nur die Pisten in Samnaun offen.

Erstmals seit eindreiviertel Jahren laufen in der Tiroler Gemeinde Ischgl, von deren Après-Ski-Szene aus sich das Coronavirus Anfang 2020 über Österreichs Grenzen verbreitet hatte, wieder Skilifte.

Rund 150 Skifahrer stiegen am Freitagmorgen in der ersten halben Stunde in die frisch desinfizierten Kabinen der Silvrettaseilbahn – an schönen Tagen seien es sonst fast zehn Mal so viele gewesen, sagte Günther Zangerl, Vorstand der Silvrettaseilbahn der Nachrichtenagentur DPA.

70 Millionen Verlust für das Australian Open
Die Corona-Pandemie schlägt sich bei den Australian Open mit einem dicken Minus zu Buche. (Bild: Keystone)

Der australische Tennisverband verlor durch die Austragung des vergangenen Australian Open 70 Millionen Franken. Dies ergab der Jahresabschluss.

Der Aufwand, die Spieler aus dem Ausland einzufliegen und während zwei Wochen in Hotels in Quarantäne zu beherbergen, erwies sich als äusserst kostspielig. Ausserdem durften im Februar 2021 die Kapazität der Stadien nicht ausgeschöpft werden; während fünf Turniertagen durften die Organisatoren gar keine Zuschauer auf die Anlage lassen. Weitere Details finden Sie hier.

Der Zürcher Flughafenbericht fällt pandemiebedingt untypisch aus
 

Die Corona-Pandemie hat einen grossen Einfluss auf den Flughafenbericht 2021. (Bild: Keystone)

Der Flughafenbericht 2021 unterscheidet sich erwartungsgemäss deutlich von den sechs früheren Ausgaben: Er ist von den Einschränkungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Die Zürcher Regierung zieht dennoch eine positive Bilanz – die meisten Ziele seien trotz Virus erreicht worden.

Nicht überraschend wurde auch der Zürcher Fluglärmindex für einmal eingehalten: Wegen des massiven Einbruchs der Flugbewegungen galten 2020 noch 15’468 Personen als in der Nacht im Schlaf gestört oder am Tag stark belästigt. 2019 lag der Monitoringwert bei 58’300 Personen, der Richtwert liegt bei 47’000. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Mutmasslicher Velodieb sitzt in Baselland in Untersuchungshaft

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag einen 24-jährigen Mann in Untersuchungshaft gesetzt. Er soll bei mehreren Einbruchdiebstählen Velos entwendet haben.

 
Die Omikron-Variante trifft auch Kleinkinder. (Symbolbild: Keystone)

Der Mann sei am 26. Oktober in Deutschland festgenommen worden, als er mit gestohlenen Velos Richtung deutsch-tschechische Grenze unterwegs gewesen sei, teilte die Baselbieter Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Ermittlungen ergaben, dass die Velos aus einem Fahrradgeschäft im Baselbiet stammten, in das eingebrochen worden war. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Israel stellt Handy-Überwachung von Omikron-Infizierten ein

Israel hat die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind, nach wenigen Tagen wieder beendet. Angesichts «der aktualisierten Einschätzung der Lage» hätten sich Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz dazu entschieden, teilte Bennetts Büro am Donnerstagabend mit.

Israel stellt die Handy-Überwachung von Omikron-Infizierten wieder ein. (Bild: Keystone)

Die Handy-Überwachung durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet laufe in der Nacht zu Freitag aus und werde nicht verlängert. Abhängig von den Infizierten-Zahlen werde die Massnahme wieder in Erwägung gezogen.

Ziel war gewesen, die Ansteckungsketten mit der neuen Omikron-Variante zu unterbrechen, wie es in der Mitteilung hiess. Dafür hatte die Regierung am Sonntag für den erneuten Einsatz der Überwachungstechnologie durch den Schin Bet gestimmt. Diese Massnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt.

Treffen in Genf zu Uno-Konferenz zu Artenvielfalt verschoben

Ein im Januar angesetztes Treffen zur Uno-Konferenz zur biologischen Vielfalt (Cop15) in Genf wird wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verschoben. Die Organisatoren begründeten dies mit Unsicherheiten wegen Reisebeschränkungen.

Das Treffen zur Weltnaturkonferenz hätte vom 18. bis zum 22. Januar in Genf stattfinden sollen. Stattdessen werde nun März anvisiert, gaben die Organisatoren am Donnerstag in einem Communiqué bekannt.

Irrtümliche SMS mit Quarantäne-Aufruf versendet

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Menschen, die aus Ländern in die Schweiz gereist sind, die nicht wegen der Omikron-Variante auf der Quarantäne-Liste stehen, per SMS irrtümlich in Quarantäne geschickt. Von der BAG-Hotline folgte dann die Entschuldigung. Die Ursache für diesen Fehler sei nicht bekannt, wie die «Basler Zeitung» berichtet.

Alle Vakzine gegen Covid-19 wirken laut Studie bei "drittem Stich"

Für einen ausreichenden Schutz gegen Covid-19 sind nach derzeitigem Wissensstand drei Teilimpfungen notwendig. Ziemlich egal, womit die dritte Impfung erfolgt, der Effekt ist gut.

Es spielt keine Rolle, welchen Impfstoff die Menschen beim Dritten Stich erhalten. (Bild Keystone)

Das geht aus einer neuen aus öffentlichen Geldern finanzierten Studie in Grossbritannien hervor, die in der Medizin-Fachzeitschrift «The Lancet» veröffentlicht worden ist. Sieben Vakzine – sechs davon zugelassen oder weiterhin in Entwicklung – wurden einbezogen. Alles zum Thema gibt es hier.

Virologin: Omikron schon vor Entdeckung um die Welt gereist
Die Corona-Variante Omikron sei bereits vor ihrer Entdeckung um die Welt gereist, so eine Berner Virologin. (Bild: Keystone)

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist bereits um die Welt gereist, bevor sie entdeckt worden ist. Das erklärt die Berner Virologin Emma Hodcroft in einem Zeitungsinterview.

«Beim Sequenzieren der Viren sehen wir immer viele Mutationen, aber es ist nicht immer klar, ob sie ein Virus zu einer neuen Variante machen», sagte Hodcroft im am Freitag veröffentlichten Interview mit den CH-Media-Zeitungen. Erst wenn auf eine Häufung aufmerksam gemacht werde, werde gezielt nach einer Variante gesucht. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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