Am Ende jubelten die Berner. Zur Pause lagen sie noch mit 0:1 im Rückstand. (Foto: Key)
Schweiz

Der Abend der YB-Auferstehungen

YB beendet seine Negativserie mit einem 3:1-Heimsieg im Nachtragsspiel der 4. Runde gegen Lugano. Matchwinner sind die Einwechselspieler Sulejmani und Kanga.

Da dürfte der bereits etwas unter Beschuss geratene YB-Trainer David Wagner tief durchatmen. Der Druck war gross, ein Sieg war fast zwingend, wenn der Meister nicht den Kontakt zur Spitze verlieren wollte – und es war das glückliche Händchen Wagners, das diesen ins Trockene brachte.

Zehn Minuten vor Schluss schickte der eben erst eingewechselte Miralem Sulejmani mit einem Traumpass Wilfried Kanga in die Tiefe, der sicher zum 2:1 traf. Auch Kanga kam als Joker rein, ebenso wie Vincent Sierro, der den Foulpenalty zum Ausgleich herausholte. In der 62. Minute verwertete Jordan Siebatcheu diesen wuchtig zum 1:1. Das Duo Sulejmani-Kanga sorgte dann auch für die Entscheidung und den ersten YB-Sieg seit dem 23. Oktober (3:2 gegen Lausanne).

Rückstand auf Basel verkürzt

Die Berner verkürzten damit den Rückstand auf den Leader Zürich auf sechs Punkte – bei einem Spiel weniger. Bei einer Niederlage, die eine Stunde lang drohte, wäre der Rückstand bedrohlich angewachsen. Damit hält eine beeindruckende YB-Serie: Seit April 2017 und nun in 165 Runden Folgen hat es in der Super League nie mehr zweimal in Folge verloren. Lugano hingegen ging nach vier Siegen wieder einmal leer aus.

Die erste Hälfte musste YB wie ein Déjà-vu der unangenehmeren Sorte vorgekommen sein. YB dominierte zwar über weite Strecken das Spiel, nach einem Startfurioso mit guten Chancen für Felix Mambimbi, Sandro Lauper – jeweils nach Cornern – sowie Jordan Siebatcheu nach einem Konter kamen sie aber kaum noch gefährlich vor das Lugano-Tor. Stattdessen traf Sandro Lovric nach 26 Minuten wie aus heiterem Himmel mit einem sehenswerten Freistoss aus 18 Metern zur Führung für die Tessiner.

Die Partie hätte ursprünglich im August stattfinden sollen, wurde aber verschoben, damit sich YB ideal auf die (erfolgreiche) Champions-League-Qualifikation vorbereiten konnte.

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