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Der Telebasel Newsbeitrag vom 1. Dezember 2021.
Basel

Vorübergehend geschlossen: In vielen Basler Clubs ist die Party vorbei

Viele angesagte Basler Clubs sind momentan geschlossen. Die neuen Covid-Massnahmen verunmöglichen den Betrieb. Die Regierung will nun Hilfeleistungen prüfen.

Nordstern, Viertel, Balz, Singerklub und Sommercasino. In all diesen Clubs und Konzertlokalen tanzt der Bär ab sofort nicht mehr. Zudem macht das Hirscheneck ab dem kommenden Wochenende seinen Keller zu. Auch das Humbug hat seine Konzerte abgesagt. Grund dafür sind die jüngsten Covid-Massnahmen des Kantons. Nun gilt in allen Betrieben Sitzkonsum.

Faktisch bedeute dies eine Schliessung der Clubs, so Jean-Marc Lüthy, Vorstandsmitglied des Vereins «Kultur & Gastronomie». «Einerseits lässt es sich für viele Clubbetreiber gar nicht umsetzen, weil die räumlichen Kapazitäten für Sitzplätze gar nicht vorhanden sind, anderseits widerspricht es dem Charakter einer Clubnacht», erklärt er. Keine Drinks mehr im Stehen auf oder neben der Tanzflächen. Dies entspreche nicht den Bedürfnissen der Kundschaft eines Clubs.

Clubs bitten Regierung um Hilfe

Sein Verein bittet daher die Basler Regierung um Hilfe. Wie Jean-Marc Lüthy betont, gehe es keineswegs darum, über die Massnahmen zu urteilen. Schliesslich seien Clubbetreiber keine Epidemiologen. Viel mehr gehe es aber um eine Abfederung für die geschlossenen Lokale. Die Schliessungen träfen die Clubs schliesslich in ihrer Hochsaison. So fordert «Kultur & Gastronomie» Ausfallsentschädigungen und eine Weiterführung des Härtefallprogramms. Zudem möchten sie ein vereinfachtes Verfahren für Kurzarbeit und weiterhin Dreidrittelslösungen bei den Mietzinsen.

Wirtschafts- und Sozialdirektor Kaspar Sutter hat das Schreiben zur Kenntnis genommen. «Für uns ist klar, dass diejenigen Betriebe, die stark eingeschränkt sind durch die Massnahmen, dass wir jetzt dort prüfen, welche wirtschaftliche Unterstützung notwendig ist», erklärt der SP-Regierungsrat. Punkto erleichterte Kurzarbeit seien aber noch Entscheidungen des Bundes hängig. Der Kanton könne dann in die Lücken springen, so Kaspar Sutter.

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