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Welche Massnahmen beschliessen Gesundheitsminister Alain Berset und der Gesamtbundesrat am Dienstag? (Bild: Keystone)
Schweiz

Mit diesen Massnahmen will Berset gegen Delta und Omikron kämpfen

Die Corona-Lage spitzt sich angesichts der hohen Fallzahlen und der neuen Omikron-Variante immer weiter zu. Heute trifft sich der Bundesrat zur Krisensitzung.

Die Corona-Lage in der Schweiz ist prekär. Die Delta-Welle bleibt ungebrochen: 19’402 neue Corona-Fälle meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) über das Wochenende. Besorgniserregend dabei: Die Wasserstände in den Spitälern erreichen langsam ein kritisches Mass. Die Intensivbetten füllen sich immer mehr und am Montag startete das Basler Unispital einen öffentlichen Hilferuf, um nach mehr Personal zu suchen.

Mitten über die ohnehin kritische Situation bricht zudem die Bedrohung einer neuen Corona-Variante herein. Die Schlagzeilen um Omikron überschlagen sich dabei: Eine Supervariante, bei der die aktuellen Impfstoffe eventuell nur teilweise nützen; eine Supervariante, die sich rasend schnell verbreiten könnte; eine Supervariante, die den weiteren Verlauf der Pandemie massgeblich prägen dürfte. Immer mehr europäische Länder berichten von ersten Omikron-Fällen. Auch in der Schweiz gibt es einen ersten Verdacht: Am Dienstag soll nach einer eingehenden Analyse feststehen, ob dieser bestätigt wird.

Trübe Aussichten

Für 23 Länder hat das BAG mittlerweile neue Einreiseregeln samt Quarantänemassnahmen verhängt. Am Montag informierten die Fachexperten des Bundes bereits einen Tag früher als üblich über die aktuelle Corona-Situation. Dabei rief BAG-Direktorin Anne Lévy weiter zum Impfen auf. Es gelte nun, damit die aktuelle Delta-Welle zu brechen, bevor Omikron sich in der Schweiz verbreite. Diese neue Coronavirus-Variante bereitet Sorgen: Patrick Mathys vom BAG sagt, Omikron trübe die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate weiter.

Die Ankündigung für die Krisensitzung des Bundesrats am heutigen Dienstag liess daraufhin nicht lange auf sich warten. Nach wochenlangem Zögern dürften nun neue nationale Corona-Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie und zur Entlastung der Spitäler folgen.

Das könnte der Bundesrat heute entscheiden

Wird die Notbremse rechtzeitig gezogen?

Wie schnell der Bundesrat neue Massnahmen umsetzen kann und ob diese fruchten, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. In den Spitälern droht wegen der prekären Lage die Eskalation: Experten warnen vor einer Triage bei Intensivpatienten. Im Detail würde das bedeuten: Nicht alle PatientInnen würden einen Platz auf einer Intensivstation erhalten. Wie zu Kriegszeiten müssten Ärzte entscheiden, wer die höhere Chance auf Heilung hat. Die anderen würden ihrem Schicksal überlassen, weil Platz, Personal und Ressourcen nicht mehr für alle ausreichen.

Kann der Bundesrat die Schweizer Bevölkerung vor diesem Schicksal bewahren? Wie reagiert er auf die Bedrohung um die neue Corona-Variante? Und wie greift die Regierung in die Krisensituation ein? Die ausserordentliche Sitzung des Bundesrats findet am Dienstagnachmittag statt. Danach wollen Berset und Co. über die Entscheide informieren.

Telebasel zeigt die Medienkonferenz aus dem Bundeshaus live. Diese wird im Lauf des Dienstagnachmittags erwartet.

2 Kommentare

  1. Es gibt aber auch hier immer noch Zuviels Unvernüftige und Hirnlose, die sich an nicht halten wollen. Miteinander geht alles einfacher, aber so viel Egoismus habe ich noch nie gesehen.Report

  2. Es wird langsam Zeit das sämtliche Flüge von und nach Südafrika gestoppt und verboten werden . Macht entlieh die Grenzen zu . Es gibt zu viel unvernünftige und hirnlose die trotzdem dort hin Fliegen echt.Report

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