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Der Telebasel News-Beitrag vom 30. November 2021.
Basel

Internationaler Zugverkehr: SBB bauen Serviceanlage aus

Der Basler Bahnhof SBB entwickelt sich immer mehr zum zentralen Standort für internationale Züge. Um diese auch künftig zu unterhalten, braucht es mehr Platz.

Längere Triebzüge, dichtere Fahrpläne und ein wachsendes Angebot: Die SBB sind gefordert. Täglich verlassen 475 Züge den Basler Bahnhof SBB. Viele davon fahren ins Ausland, beispielsweise nach München, Mailand oder Frankfurt. Um deren Unterhalt langfristig sicherzustellen, bauen die SBB ihre Serviceanlage im Basler Wolf per Ende 2023 aus.

Zunehmendem Zugverkehr standhalten

Der Basler Bahnhof ist der Zentralpunkt zwischen Deutschland und Italien. «Hier revidieren wir vor allem unsere internationalen Züge. Dadurch sind wir möglichst nahe an der Linie», sagt Michel Berchtold, SBB Regionenleiter Mitte. Bis 2025 möchten die SBB den Transport- und Personenverkehr am Bahnhof SBB ausbauen. «Mit dem Ausbau der Serviceanlage können wir dem zunehmenden Zugverkehr standhalten», so Berchtold weiter.

Hochkomplexe Systeme bei internationalen Zügen

Das Projekt beinhaltet den Ausbau der Gleise 14 und 16 (siehe Bildstrecke). Dadurch können die beiden internationalen Züge der SBB – der Giruno und der Astoro – besser gewartet werden. «Da die Züge international verkehren, müssen sie viel grössere Anforderungen als andere Züge erfüllen», sagt Produktionsleiter Tobias Hoppe.

Ein Beispiel dafür sei der Astoro, der nach München verkehrt. «Bei diesem ist die grosse Herausforderung, dass er sich neigen muss. Ohne Neige-Technik darf der Zug nicht nach Deutschland fahren», so Hoppe weiter. Dahinter stecke ein hochkomplexes System, dessen Reparaturen nur auf hochspezialisierten Gleisen, wie sie in Basel geplant sind, vorgenommen werden können.

Der ganze Ausbau kostet die SBB rund 35 Millionen Franken. Gleichzeitig wurden bereits 30 neue Stellen geschaffen. Fertig sein soll das Projekt per Fahrplanwechsel 2023/24.

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