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Schweiz

Omikron-Variante: Internationale Schule Genf unter Quarantäne

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Tschechien verkürzt Gültigkeit des Corona-Impfnachweises

Corona-Impfnachweise werden in Tschechien künftig nur noch neun Monate ab der vollständigen Immunisierung gültig sein. Um den Status als Geimpfter zu behalten, soll ab dem Jahreswechsel eine Auffrischimpfung vor Ablauf der Frist erforderlich sein. Das kündigte der geschäftsführende Gesundheitsminister Adam Vojtech am Donnerstag in Prag an. In Tschechien gilt in vielen Bereichen wie Gaststätten und Hotels die 2G-Regel (Zutritt für Geimpfte oder Genesene). Die Menschen sollen per SMS benachrichtigt werden, sobald sie einen Anspruch auf die Booster-Impfung haben – je nach Altersgruppe fünf oder sechs Monate nach der Zweitimpfung.

Omikron-Fall: Teil der Internationalen Schule Genf unter Quarantäne

Die Schülerschaft und das Personal eines Teils der Internationalen Schule Genf sind für zehn Tage unter Quarantäne gestellt worden. Der Grund: Zwei mit der Covid-19-Variante Omikron bestätigte Infizierte hatten einen der drei Standorte der Schule, den Campus in Founex im Kanton Waadt, besucht.

Rund 2000 Personen sind von dieser Massnahme betroffen, darunter 1600 Kinder, wie die Gesundheitsdepartemente der Kantone Genf und Waadt am Donnerstagabend mitteilten. Alle betroffenen Personen müssen zudem einen PCR-Test durchführen lassen.

Die Eltern und Geschwister der betroffenen Schüler müssen ebenfalls einen Test machen, um so früh wie möglich das mögliche Vorhandensein der Omikron-Variante festzustellen. Die beiden festgestellten Fälle stehen in enger innerfamiliärer Verbindung mit einer positiven Person, die von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt sei, heisst es in der Mitteilung weiter.

(Bild: Keystone)
Rio erweitert Corona-Impfnachweis-Pflicht

In Rio de Janeiro dürfen nur noch gegen das Coronavirus geimpfte Menschen Bars, Restaurants, Shoppingcenter sowie Schönheitssalons und Hotels betreten. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret der Stadt hervor.

Damit wird die Pflicht zum Vorzeigen eines Impfnachweises ausgeweitet. Genesene sind ausdrücklich nicht ausgenommen, auch sie müssen einen Nachweis haben.

Die Regelung gilt auch für Touristen. Einen Impfnachweis als Voraussetzung für die Einreise nach Brasilien lehnt die Regierung bisher aber ab.

(Bild: Keystone)

Unterdessen rückte São Paulo von dem Vorhaben ab, die Maskenpflicht im Freien aufzuheben. In der Metropole waren diese Woche die ersten Fälle der neuen, als besorgniserregend eingestuften Coronavirus-Variante Omikron in Brasilien festgestellt worden. Es könnte sich dabei auch um die ersten Fälle in Lateinamerika handeln.

Erster Fall mit Omikron-Variante in Kanton Bern festgestellt

Nach dem Kanton Zürich hat am Donnerstag auch der Kanton Bern den ersten Coronavirus-Fall der Variante Omikron gemeldet. Es handelt sich um eine Person, die vor vier bis fünf Tagen von Südafrika her einreiste.

Diese Person habe nur leichte Anzeichen der Covid-19-Krankheit und befinde sich in Isolation, sagte Gundekar Giebel, Mediensprecher der bernischen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er ergänzte damit eine Mitteilung seiner Direktion.

Die positiv auf die Omikron-Variante getestete Person hatte laut den Berner Kantonsbehörden in der Schweiz nachweislich nur mit einer einzigen Person weitere Kontakte. Diese Person befindet sich ebenfalls in Isolation.

Angaben zum Alter oder Geschlecht der infizierten Person macht der Kanton Bern aus datenschützerischen Gründen nicht, wie Giebel weiter sagte.

Es handelt sich um den fünften Fall in der Schweiz mit der von der Weltgesundheitsorganisation WHO als «besorgniserregend» eingestuften Variante. Bis Donnerstagmittag waren drei Fälle mit der Omikron-Variante bekannt, und zwar je einer aus den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land sowie Genf.

Pflegepersonal fordert sofortiges Handeln und 1000 Franken Prämie

Der Pflegefachverband schlägt Alarm: Bevölkerung und Politik müssten sofort handeln, um die fünfte Welle zu brechen. Ansonsten müssten Ärztinnen und Ärzte Triage-Entscheidungen treffen, und Kranke und Verunfallte könnten nicht mehr sofort betreut werden, weil das Fachpersonal fehle. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Maximal 15'000 Zuschauer in deutschen Fussballstadien

Zu Fussballspielen sind in Deutschland wegen der erneut bedrohlichen Corona-Lage vorerst nur noch höchstens 15’000 Zuschauer zugelassen. Die Bundesregierung und die Chefs der Bundesländer einigten sich am Donnerstag darauf, dass in den Stadien maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden darf. Mehr als 15’000 sind nirgends zugelassen. In Sporthallen dürfen es höchstens 5000 Zuschauer sein.

Es gilt eine Maskenpflicht und die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Möglich ist, dass zudem noch ein aktueller Coronatest nachgewiesen werden muss. Geisterspiele oder sogar Absagen solle es in Bundesländern mit besonders hohen Infektionsgeschehen geben, hiess es. So müssen die Klubs in Bayern oder Sachsen in leeren Stadien spielen.

Deutschland verschärft Massnahmen

Im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie verschärft Deutschland eine Reihe von Massnahmen. Lesen Sie hier mehr dazu.

(Bild: Keystone)
Wieder signifikanter Anstieg der Ansteckungen und Todesfälle

Deutlich mehr Covid-19-Ansteckungen und Todesfälle sowie auch mehr Spitaleintritte im Zusammenhang mit dem Coronavirus als in der Vorwoche: Das meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für die Zeit vom 22. bis 28. November.

Mehr dazu hier.

Fall von Omikron-Infektion im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten. Die betroffene Person befinde sich in Isolation, vier Kontaktpersonen seien in Quarantäne, teilten die Zürcher Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit.

Die betroffene Person sei am 23. November aus Südafrika in die Schweiz gereist. Zwei Tage später seien Symptome aufgetreten und einen weiteren Tag später habe sich die Person testen lassen. Am (heutigen) Donnerstag sei die Infektion mit der Omikron-Variante bestätigt worden, heisst es weiter.

Es handelt sich um den ersten Fall im Kanton Zürich und den vierten Fall in der Schweiz mit der von der Weltgesundheitsorganisation WHO als «besorgniserregend» eingestuften Variante. Bis am Donnerstagmittag waren drei Fälle mit der Omikron-Variante bekannt, und zwar je einer aus den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land sowie Genf.

BAG meldet 9546 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 9546 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 102 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Erster Fall von Omikron auf Mallorca nachgewiesen

Auch auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca ist ein erster Fall der neuen Virusvariante Omikron nachgewiesen worden. Die Mutation des Coronavirus sei bei einer 20-jährigen Schweizerin festgestellt worden, die von Südafrika über Frankfurt am Main auf die Insel gereist sei, berichtete die «Mallorca-Zeitung» am Donnerstag.

In Deutschland sei ein Corona-Test der vollständig geimpften Reisenden noch negativ ausgefallen, bei einem weiteren Test auf Mallorca dann aber positiv. Mit ihrem Begleiter, dessen Test negativ gewesen sei, müsse die Frau nun zwei Wochen in Quarantäne. Auf dem spanischen Festland waren schon in den vergangenen Tagen mehrere Omikron-Fälle registriert worden.

Die Corona-Zahlen sind in Mallorca wie im Rest des Landes mit einer Impfquote von fast 80 Prozent angestiegen, jedoch nicht so stark wie etwa in der Schweiz. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf der Insel derzeit bei 140.

Um der Entwicklung entgegenzuwirken, soll auf Mallorca nach dem Willen der Regionalregierung künftig die Vorlage eines Corona-Passes (3G-Regel) beim Betreten von Kneipen, Restaurants, Fitnessstudios und anderen Innenräumen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen Pflicht werden. Eine Entscheidung der Justiz zu dem Vorhaben stand aber noch aus.

Omikron lässt Corona-Fallzahlen in Afrika rapide ansteigen

Getrieben von der neuen Corona-Variante Omikron nehmen die Infektionszahlen in Afrika rapide zu. Mit Botsuana, Ghana, Nigeria und Südafrika sei Omikron mittlerweile in vier Ländern des Kontinents nachgewiesen, betonte am Donnerstag John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC).

In ganz Afrika seien in der vergangenen Woche 52’300 Neuinfektionen gezählt worden – das ist ein Anstieg um 105 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. 31’000 Neuinfektionen entfielen auf Südafrika. Noch unbekannt ist laut Nkengasong, wie viele Menschen sich mit der neuen Omikron-Variante angesteckt hätten. «Wir sind definitiv besorgt wegen der Lage im südlichen Afrika», sagte er.

Nationalrat will Rückkehr zu kostenlosen Corona-Tests

Der Nationalrat hat am Donnerstag der Verlängerung des Covid-Gesetzes zugestimmt. Dabei fügte er auch materielle Anpassungen an. So sollen etwa Tests wieder kostenlos sein. Anträge seitens der SVP, den Wirkungskreis des Gesetzes einzuschränken, kamen nicht durch.

Die grosse Kammer beschloss, dass der Bund die Kosten für Corona-Tests wieder übernehmen muss und dass die Kantone Personen, die bei regelmässig durchgeführten Tests in Betrieben, Schulen oder Pflegeeinrichtungen negativ getestet werden, ein Zertifikat ausstellen müssen.

Im Parlament zeichnet sich am Donnerstag eine Mehrheit für die Wiedereinführung von Gratistests für alle ab. (Bild: Keystone)

Die FDP wehrte sich vergeblich gegen die Kostenübernahme. Seine Fraktion sei aufgrund des Verursacherprinzips gegen eine generelle Übernahme, wie Marcel Dobler (SG) sagte. Es sei zumutbar, dass die Testkosten für private Veranstaltungen selbst übernommen würden.

Die Tests seien ein Teil der 3G-Strategie, entgegnete Kommissionssprecher Lorenz Hess (Mitte/BE). «Besser testen, als gar nichts machen», sagte er dazu. Deswegen sei es begründet, dass der Bund die Kosten übernehme.

Mehr dazu hier.

Auf Walliser Skipisten patrouillieren erneut Covid-Angels

In den Walliser Skigebieten werden auch in dieser Wintersaison wieder sogenannte Covid-Engel eingesetzt. Sie sollen die Anwendung und Einhaltung der geltenden Schutzmassnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie kontrollieren.

Angesichts der aktuellen Lage werde die Wintersaison 2021-2022 für die Walliser Bergbahnen heikel werden, heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Donnerstag. Die Hauptschwierigkeit liege in der strikten Einhaltung und Anwendung der Schutzkonzepte.

Um die Sicherheit der Wintersaison zu garantieren, hätten der Kanton und die Bergbahnen beschlossen, «die positiven Erfahrungen vom letzten Winter zu erneuern und das Projekt «Covid-Angel» noch einmal durchzuführen. Wie schon letztes Jahr werden temporär rund hundert Stellensuchende angestellt, die für die Verbreitung von Informations- und Präventionsbotschaften zuständig sein werden.

Der Kanton unterstreicht, dass das Projekt durch die Wiedereingliederung von Stellensuchenden auch eine soziale Note erhalte. Das Budget von 1,45 Millionen Franken wird zu 60 Prozent vom kantonalen Beschäftigungsfonds und zu 40 Prozent von den Bergbahnen finanziert.

USA verschärfen Test-Regeln bei Einreise

Angesichts der neuen Omikron-Variante und des bevorstehenden Winters verschärft die US-Regierung die Regeln für Corona-Tests für Reisende in die USA. Aus dem Weissen Haus hiess es, ein Negativ-Test dürfe von Anfang kommender Woche an höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein. Die Neuregelung betreffe alle internationalen Reisenden unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihres Impfstatus. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen. Zusätzlich müssen Ausländer in der Regel schon jetzt eine vollständige Covid-19-Impfung nachweisen, bevor sie eine Flugreise in die USA antreten können. US-Präsident Joe Biden will sich am Donnerstag zu den neuen Massnahmen äussern.

Die USA verschärfen die Regeln für die Einreise. (Bild: Keystone)

Eine hochrangige US-Regierungsvertreterin sagte, weiterhin würden bei der Einreise in die Vereinigten Staaten sowohl Antigen- als auch PCR-Tests akzeptiert. Die Effektivität der Tests etwa gegen die neue Omikron-Variante werde ständig geprüft. Verpflichtende Tests oder eine Zeit der Selbstisolierung nach der Einreise in die Vereinigten Staaten seien derzeit nicht vorgesehen. «Wir kündigen keine Schritte für die Zeit nach der Ankunft, für Tests und Quarantäne an.» Die Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln werde mindestens bis zum 18. März verlängert.

Aus dem Weissen Haus hiess es, Biden werde mehrere weitere Massnahmen vorstellen. Darunter sei beispielsweise eine landesweite Kampagne, damit Erwachsene sich Booster-Impfungen geben liessen. Rund 100 Millionen Amerikaner hätten bislang keine Auffrischung bekommen, obwohl sie berechtigt wären. Unter anderem sollen Arbeitgeber aufgefordert werden, Arbeitnehmer für die Impfungen bezahlt freizustellen. Biden werde ausserdem Massnahmen vorstellen, damit mehr Kinder geimpft und die Schulen offen gehalten würden. Amerikaner sollen zudem leichter kostenlose Schnelltests bekommen.

Erster Omikron-Fall in Festland-Frankreich entdeckt

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist erstmals auch in Frankreich ausserhalb der Überseegebiete nachgewiesen worden. Die Gen-Sequenzierung der Probe eines Mannes aus der Region Île-de-France habe ergeben, dass dieser mit der neuen Variante infiziert sei, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde am Donnerstag. Bereits am Dienstag hatte Frankreich den ersten Omikron-Fall im Überseegebiet La Réunion gemeldet.

Der Infizierte aus dem Département Seine-et-Marne nahe Paris sei am 25. November mit dem Flieger aus Nigeria nach Frankreich zurückgekehrt und habe zum Zeitpunkt seiner Testung zunächst keine Symptome aufgewiesen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Seine Frau sei ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei ihr stehe die Sequenzierung aber noch aus. Beide seien ungeimpft und hätten sich seit ihrer Ankunft zuhause abgesondert.

Griechenland meldet ersten bestätigten Omikron-Fall

Erstmals ist in Griechenland eine Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron festgestellt worden. Das bestätigte am Donnerstag Gesundheitsminister Thanos Plevris dem Fernsehsender Skai.

Es handele sich bei dem Betroffenen um einen Griechen, der aus Südafrika eingereist sei und sich nun auf Kreta in Quarantäne befinde. Es sei mit der detaillierten Nachverfolgung seiner Kontakte begonnen worden, sagte Plevris. Der Mann soll bereits am 26. November in Griechenland angekommen sein.

Italienische Grossstädte setzen auf Maskenpflicht in Vorweihnachtszeit

Vor dem grossen Shopping-Andrang in der Vorweihnachtszeit führen immer mehr italienische Grossstädte die Maskenpflicht in den Innenstädten ein. Roms neuer Bürgermeister Roberto Gualtieri unterschrieb dazu am Mittwoch eine Anordnung, wie die Stadt in der Nacht zu Donnerstag mitteilte.

Demnach müssen die Menschen in weiten Teilen der Innenstadt ab diesem Samstag bis einschliesslich 31. Dezember auch im Freien Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Betroffen sind unter anderem die beliebten Touristenorte an der Piazza di Spagna und die Shopping-Meile Via del Corso.

Ähnliche Regelungen gelten unter anderem schon in der norditalienischen Metropole Mailand, in Bergamo und Bologna. Auch in der piemontesischen Hauptstadt Turin unterzeichnete Bürgermeister Stefano Lo Russo eine Anordnung, wonach die Leute in einigen Teilen der Innenstadt ganztags und in manchen Gegenden nur vom Abend bis zum darauffolgenden Morgen Masken aufsetzen müssen. In Italien hatten Gesundheitsexperten der Regierung immer wieder betont, wie wichtig Masken zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus seien.

Nach Kontakt mit Omikron: Auch Geimpfte müssen in Quarantäne

Bisher wurden in der Schweiz vier Fälle mit der neuen Variante Omikron entdeckt. Davon ein Fall am Basler Kirschgarten Gymnasium, wonach sich 100 Personen in Quarantäne begeben mussten.

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gegenüber «20 Minuten» bestätigt hat, müssen Personen, die nahen Kontakt zu einer mit der Omikron-Variante infizierten Person hatten, für 10 Tage in Quarantäne. Das gilt für alle, also auch für Geimpfte. Wer sich demnach länger als 15 Minuten und näher als 1,5 Meter bei dem Infizierten ohne Maske aufgehalten hat, gilt als Person mit engem Kontakt.

Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmassnahme, es gelten dieselben Regeln für Menschen mit Kontakt zu einem Omikron-Verdachtsfall.

Wer engen Kontakt mit einem Omikron-Infizierten hatte, muss sich in Quarantäne begeben. (Bild: Keystone)
Deutschland berät über weitere Massnahmen-Verschärfungen

In Deutschland wollen die Spitzen von Bund und Ländern heute Donnerstag angesichts sehr hoher Infektionszahlen ein neues Paket mit Corona-Beschränkungen schnüren. Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel, ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz und die 16 Ministerpräsidentinnen und -präsidenten wollen dabei unter anderem eine 2G-Pflicht für den Einzelhandel beschliessen. Zudem dürfte festgelegt werden, dass ein Gesetzentwurf für eine allgemeine Impfpflicht vorbereitet wird.

Sterblichkeit von Hospitalisierten nimmt schon bei tiefer Spitalauslastung zu

Sind die Intensivstationen der Spitäler zu 70 Prozent oder mehr ausgelastet, nimmt die Sterblichkeit der Covid-19-Patienten zu. Das zeigt eine neue Studie eines Forscherteams um den ehemaligen Taskforce-Präsidenten Matthias Egger, berichten die Tamedia-Zeitungen.

Die 70 Prozent beziehen sich auf alle verfügbaren Intensiv-Betten. Werden nur die zertifizierten Plätze einbezogen, liegt die Schwelle bei 85 Prozent. Für die Studie wurden Daten der ersten und der zweiten Welle analysiert.

Mehr dazu hier.

Ehemaliger Präsident der Covid-Task Force Matthias Egger. (Archivbild: Keystone)
Graubünden will 2G für Clubs und Homeoffice

Der Kanton Graubünden will sich in Bern dafür stark machen, dass im Nachtleben und auch beim Homeoffice eine 2G-Regelung gelten soll, also Geimpfte und Genesene Zugang erhalten sollen. Betreiber von Nachtclubs sollen selbst entscheiden können, ob sie eine 3G-Regelung mit Maske oder 2G ohne Maske einführen wollen, berichtet die «Südostschweiz».

Verdoppelung der neuen Corona-Fälle in Südafrika

Die Anzahl der neu positiv auf Corona Getesteten hat sich in Südafrika binnen eines Tages verdoppelt. Von rund 52’000 Tests seien 8561 positiv gewesen, also 16,5 Prozent, berichtete das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD am Mittwoch. Am Dienstag waren noch 4373 positive Fälle gemeldet worden, am Montag 2273.

Ob der sprunghafte Anstieg mit der neuen Variante Omikron zusammenhängt, ist noch nicht klar. Die Variante war zuerst im südlichen Afrika entdeckt und in Südafrika beschrieben worden. Der Forscher Richard Lessells, der zur Entdeckung der Omikron-Variante B.1.1.529 beigetragen hatte, erklärte jedoch, der Mutant werde «schnell zur dominierenden Variante».

(Bild: Keystone)

Bei einer Unterrichtung des südafrikanischen Parlaments sagte Lessells am Mittwochabend, die Zahl der Hospitalisierungen nehme zu und die nächsten Wochen würden zeigen, wie sich die neue Variante auswirke. Das Virus suche die Schwachen, um selbst weiterzuleben. «Impfungen sorgen dafür, dass man nicht ins Krankenhaus kommt, dass man nicht stirbt, und sie machen das selbst angesichts dieser neuen Variante gut», sagte er. Auch Masken und Abstandhalten blieben hilfreich.

Italiens Arzneimittelbehörde gibt Corona-Impfstoff für Kinder frei

Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren genehmigt. Sie erhielten ein Drittel der Dosis, die für Jugendliche und Erwachsene vorgesehen sei, teilte die Behörde am späten Mittwochabend mit. Die Kleinen sollten zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen erhalten.

Auch wenn eine Erkrankung bei Kindern sicherlich milder verlaufe, nütze die Impfung dennoch, damit sie zur Schule gehen und bei Aktivitäten mitmachen könnten, was wichtig für ihre Entwicklung in diesem Alter sei, erklärte die Aifa. Den derzeit vorliegenden Daten nach zeigt die Impfung eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit.

UN: "Reise-Apartheid" wegen Omikron "zutiefst ungerecht"

Trotz der neuen Corona-Variante Omikron sollten einzelne Länder nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres nicht durch Reisesperren isoliert werden. «Diese Art von Reise-Apartheid» müsse vermieden werden und sei inakzeptabel, sagte Guterres am Mittwoch in New York. Entsprechende Beschränkungen seien dabei nicht nur «zutiefst ungerecht», sondern auch unwirksam.

Stattdessen sollten die Länder lieber auf verstärkte Tests setzen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. «Die Menschen in Afrika können nicht für das unmoralisch niedrige Niveau der ihnen zur Verfügung stehenden Impfungen verantwortlich gemacht werden.» Die ungleiche Verteilung der Vakzine bereite den Nährboden für neue Varianten des Coronavirus.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben mindestens 56 Länder Reiseeinschränkungen für das südliche Afrika verhängt, um die Ausbreitung von Omikron zu verlangsamen. Dort war Omikron erstmals aufgetaucht. Südafrika, das auf die neue Variante aufmerksam gemacht hatte, klagt darüber, dass es nun bestraft werde. Guterres hatte am Dienstag bereits eine engere internationale Zusammenarbeit bei den Impfungen gefordert. Ein globaler Impfplan sei der einzige Ausweg aus der Pandemie.

Der südafrikanische Epidemiologe Salim Abdool Karim nannte die Reisebeschränkungen gegens sein Land ungeheuerlich. «Die Botschaft an ein Land wie Südafrika und jedes andere Land lautet im Wesentlichen, wenn du eine gute Überwachung hast und frühzeitig eine neue Variante entdeckst, dann erzähle das niemandem, denn wenn du es tust, werden sie dich bestrafen, werden sie dich isolieren», sagte Karim der Deutschen Welle (DW). Man müsse jetzt gemeinsam der weltweiten Bedrohung entgegentreten, statt Zäune zu errichten.

Omikron-Variante: Brasilien meldet dritten Fall

Brasilien hat am Mittwoch den dritten Fall einer Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron registriert. Es handele sich um einen Passagier aus Äthiopien, der am Samstag in São Paulo angekommen und positiv getestet worden war, berichtete das brasilianische Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf das Gesundheitssekretariat des Bundesstaates Sao Paulo am Mittwoch.

Demnach habe der 29-Jährige keine Symptome gehabt und sei komplett mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft. Am Dienstag waren in Brasilien bei zwei Reisenden aus Südafrika die ersten Fälle mit der Omnikron-Variante festgestellt worden, wobei es sich auch um die ersten beiden Fälle in Lateinamerika überhaupt handeln könnte.

Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 22 Millionen Menschen mit Corona infiziert. Fast 615 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner. Zuletzt erklärte sich São Paulo mit einer Impfquote von etwas über 100 Prozent zur «Impfhauptstadt der Welt». Grund für die ungewöhnliche Angabe ist, dass die Einwohnerzahl veraltet ist und in der Stadt auch Menschen geimpft wurden, die ihren Wohnsitz anderswo haben.

Erster Omikron-Fall in den USA entdeckt

In den USA ist erstmals eine Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron entdeckt worden. Die Variante sei im Bundesstaat Kalifornien bei einer Person entdeckt worden, die am 22. November aus Südafrika zurückgekehrt sei, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit.

Die Person sei vollständig geimpft, habe milde Symptome, sei in Quarantäne und bereits auf dem Weg der Besserung. Alle engen Kontakte seien kontaktiert und negativ getestet worden. Die Virusprobe sei von der University of California in San Francisco untersucht worden; die CDC habe daraufhin noch einmal bestätigt, dass es sich im die Omikron-Variante handele.

US-Präsident Joe Biden hatte angesichts der neuen Variante bereits vor einigen Tagen vor übertriebener Angst gewarnt und erneut zum Impfen aufgefordert. Die USA hatten Reisebeschränkungen für Einreisen aus den Ländern des südlichen Afrikas verhängt, Biden hatte aber bereits eingeräumt, dass diese die Ankunft der Variante in den USA «nicht verhindern» könnten.

Angespannte Situation in Berner Spitälern - nicht nur wegen Corona

In den Spitälern des Kantons Bern ist die Situation angespannt – nicht nur wegen des Coronavirus. Der Leiter Intensivmedizin des Inselspitals spricht von ausgebrannten Pflegefachkräften und Schutz und Rettung Bern hat den sogenannten «Code Red» ausgerufen.

Dieser Code bedeutet, dass die Notfallstationen der Stadtberner Spitäler voll sind und deshalb die Notrufzentrale bestimmt, wohin die nächste Patientin oder der nächste Patient gefahren wird. Das sagte am Mittwoch der Mediensprecher von Schutz und Rettung Bern, Martin Müller, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Derzeit gilt dieser «Code Red», wie Müller eine Meldung des Nachrichtenportals nau.ch bestätigte. In dieser Situation versucht die Berner Notrufzentrale laut Müller jeweils die Stadtberner Spitäler etwa gleich stark zu belasten. Normalerweise bestimme die Patientin oder der Patient, wohin sie oder er gebracht werden wolle.

Schutz und Rettung Bern kläre dann ab, ob dieser Wunsch realisierbar sei. Nun also entscheidet diese Organisation – das Verfahren ist laut Müller mit den Stadtberner Spitälern abgesprochen.

Zürcher Regierung setzt wieder Covid-Sonderstab ein

Die Zürcher Kantonsregierung hat angesichts der Lage in der Corona-Pandemie wieder einen Sonderstab eingesetzt. Die Expertengruppe soll die Umsetzung von Massnahmen koordinieren und die Regierung bei der Lagebeurteilung unterstützen.

Der Regierungsrat hatte den Sonderstab Covid-19 im vergangenen Juni aufgelöst, nachdem sich die Lage entspannt hatte. Die aktuelle Entwicklung mit dem Anstieg der Fallzahl und steigenden Hospitalisierungsraten bedinge die erneute Einsetzung, teilte die Zürcher Kantonsregierung am Mittwochabend mit.

Geleitet wird der Sonderstab vom Kommandanten der Kantonspolizei. Der Einsatz des Gremiums ist vorerst bis am 24. Januar 2022 befristet.

Ex-Stabschef: Trump schon vor Debatte mit Biden positiv getestet

Beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll ein Corona-Test im vergangenen Jahr schon vor einer Fernsehdebatte mit seinem damaligen Herausforderer Joe Biden positiv ausgefallen sein. Das schreibt Trumps damaliger Stabschef Mark Meadows in einem noch unveröffentlichten Buch, aus dem die britische Zeitung «Guardian» (Mittwoch) zitiert. In einer Stellungnahme erklärte Trump, «die Geschichte, dass ich vor oder während der ersten Debatte Covid hatte, ist Fake News».

Das TV-Duell vor der Wahl fand am 29. September statt. Am 2. Oktober gab das Weisse Haus bekannt, dass sich Trump mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Meadows zufolge soll ein Test drei Tage vor der Debatte positiv ausgefallen sein, was einen Ausschluss bedeutet hätte. Trump sei aber «durch nichts» von dem Auftritt abzuhalten gewesen und habe kurz darauf ein negatives Ergebnis eines anderen Tests vorgelegt.

Meadows zufolge soll Trump in den Tagen bis zur Debatte etwas angeschlagen gewirkt haben. Er habe aber an seinen öffentlichen Terminen festgehalten. Auch unmittelbar vor seinem kämpferischen Auftritt in dem TV-Duell mit Biden soll Trump Meadows zufolge etwas geschwächt gewirkt haben. Der damalige Moderator Chris Wallace sagte später, die Kandidaten seien nicht unmittelbar vor dem Duell getestet worden. Trump verlor die Wahl schliesslich. Biden ist seit Januar im Amt.

Solothurn unterstützt schweizweit verschärfte Massnahmen

Der Solothurner Regierungsrat stimmt den vom Bundesrat vorgeschlagenen verstärkten Massnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie weitgehend zu. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht auf private Veranstaltungen lehnt er jedoch ab.

Unterstützt werde insbesondere die Ausweitung der Maskenpflicht für alle Innenbereiche von öffentlich zugänglichen Betrieben und Einrichtungen mit Zertifikatspflicht einschliesslich der zertifikatspflichtigen Veranstaltungen, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Mittwoch mit.

(Bild: Keystone)

Die Zertifikatspflicht solle auf öffentliche Veranstaltungen und die öffentlich zugänglichen Bereiche beschränkt werden. Eine erweiterte Zertifikatspflicht für private Veranstaltungen hält der Regierungsrat hingegen «nicht für praktikabel».

Geldbusse droht - Ansturm älterer Griechen auf Erstimpfung

In Griechenland haben von Dienstag auf Mittwoch rund 20 000 ältere Menschen einen Termin zur Erstimpfung vereinbart – das sind gut zehnmal so viele wie sonst im Tagesdurchschnitt.

Diese Zahlen nannte am Mittwoch Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Der sprunghafte Anstieg folgte auf seine Ankündigung vom Dienstag, dass für Menschen über 60 künftig eine Impfpflicht gilt. Vom 16. Januar an sind Strafen fällig, Ungeimpfte dieser Altersgruppe müssen dann monatlich 100 Euro Bussgeld zahlen.

«Neun von zehn Griechen, die (an Covid-19) sterben, sind über 60 Jahre alt, acht von zehn sind nicht geimpft», begründete der Premier die Massnahme im Parlament. Blieben diese Menschen ungeschützt, belasteten sie das Gesundheitssystem überproportional, weil sie stärker gefährdet seien. Gerade Ältere seien bei der Impfung jedoch zurückhaltend, im November hätten sich in dieser Gruppe von 580 000 Menschen nur 70 000 für eine Impfung entschieden.

Gericht weist erste Zivilklagen von Corona-Erkrankten aus Ischgl ab

Das Landgericht Wien hat die ersten Schadenersatzklagen von deutschen Corona-Erkrankten aus Ischgl gegen die Republik Österreich abgewiesen. Das Epidemiegesetz würde nur die allgemeine Volksgesundheit, nicht aber auch konkrete Personen schützen, urteilte das Zivilgericht.

Der Republik sei in den «hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten», hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil weiter. Insgesamt sind aktuell etwa 50 Klagen anhängig.

Der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Interessen der Kläger in Wien vertritt, sprach in einer ersten Reaktion von einem Justizskandal. Die beiden Urteile würden vom VSV durch alle Instanzen angefochten werden, sagte Vereinsvorstand Peter Kolba.

So gehe das Gericht davon aus, dass sich nicht mit erforderlicher Sicherheit feststellen lasse, dass am 1. März 2020 15 isländische Ischgl-Urlaubsrückkehrer in ihrer Heimat positiv getestet worden seien. Diese Meldungen seien über das Europäische Warnsystem der Gesundheitsbehörden (EWRS) gekommen, sagte Kolba. «In einer Pandemie muss man Meldungen des Europäischen Warnsystems ernstnehmen, sonst ist eine Eindämmung einer Pandemie unmöglich.» Die infizierten Isländer galten als erster Hinweis des Corona-Ausbruchs in Ischgl.

Erst vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Innsbruck die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt. Es gebe keine Beweise dafür, dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte, hiess es in der Begründung. Ischgl galt im März 2020 auch wegen seiner Après-Ski-Szene als ein Hotspot der Verbreitung des Virus.

Bislang knapp 60 Omikron-Infizierte in der EU erfasst

Mindestens elf EU-Staaten haben bislang das Auftreten der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC in einem Omikron-Update schrieb, gab es bis zum Mittwochmittag 59 erfasste Infizierte.

Die in Stockholm ansässige Behörde listete dabei 16 Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal und 9 in Deutschland auf. Hinzu kamen gemeldete Infizierte in Italien, Dänemark (jeweils 4), Schweden, Österreich (jeweils 3), Belgien, Spanien (jeweils 2), Tschechien (1) sowie eine auf der zu Frankreich zählenden Insel Réunion.

Unklar blieb, ob es sich bei den ECDC-Angaben um Ergebnisse einfacher PCR-Tests auf Corona-Varianten handelte oder ob tatsächlich das gesamte Genom untersucht wurde, was derzeit bei Omikron noch nötig ist. Die EU-Behörde teilte aber mit, es gebe eine Reihe weiterer Verdachtsfälle im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die untersucht würden.

Experten gehen von einem bereits über die bisherigen Nachweise hinausgehenden Vorkommen der Variante aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München, auf dpa-Anfrage mit.

Die Mehrheit der aufgezählten Fälle hänge mit Reisen ins südliche Afrika zusammen, teilte die EU-Gesundheitsbehörde mit. Schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle habe es unter diesen Infizierten bisher nicht gegeben.

Fall von Omikron-Variante in Genf bestätigt – zweiter Verdachtsfall

Ein Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus ist im Kanton Genf nachgewiesen worden. Die infizierte Person war vor etwa zehn Tagen aus Südafrika in die Schweiz zurückgekehrt. Es handelt sich dabei um einen der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) erwähnten bislang drei nachgewiesenen Fälle in der Schweiz.

(Bild: Keystone)

Die Person führte aufgrund der Symptome vor einer Woche einen PCR-Test durch, der ein positives Ergebnis ergab, wie der Kanton Genf am Mittwoch mitteilte. Die erkrankte Person wurde isoliert. Die Gesundheitsbehörden verzichteten auf eine Quarantäne, weil keine engen Kontakte bestanden hatten.

Bei einer zweiten Person sei eine Infektion mit der Omikron-Variante höchstwahrscheinlich, hiess es weiter. Diese hatte die mit der Omikron-Variante infizierten Person auf der Reise von Südafrika in die Schweiz begleitet. Sie wurde in einem PCR-Test ebenfalls positiv getestet und isoliert. Beide Personen sind nicht geimpft.

Frankreich verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte

Frankreich verlangt bei der Einreise aus anderen EU-Staaten von Ungeimpften künftig einen PCR-Test, der höchstens 24 Stunden alt ist. Dies teilte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris mit. Bislang betrug die Frist 48 Stunden. Wer geimpft oder genesen ist, braucht den Test nicht.

Für Menschen aus Ländern ausserhalb der Europäischen Union gilt künftig grundsätzlich, dass sie bei der Ankunft in Frankreich einen PCR-Test vorweisen müssen – unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Der Test darf dann höchstens 48 Stunden alt sein.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtere sich zusehends, sagte Attal. Erstmals seit April liege die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder über 300. Dieser Wert gibt die Zahl der registrierten Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche an. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Corona-Patienten sei innerhalb einer Woche um 40 Prozent gestiegen, was zu einer wachsenden Belastung für die Kliniken werde.

Neben der mit rund 76 Prozent relativ hohen Impfquote baut Frankreich vor allem auf eine schnelle Auffrischimpfung für alle Menschen ab 18 Jahren. Acht Millionen Menschen hätten diese Boosterimpfung inzwischen erhalten, sagte Attal.

Berichte: USA wollen wegen Omikron schärfere Test-Regeln bei Einreise

Die USA wollen nach Medienberichten ihre Regeln zur Vorlage von Corona-Tests bei der Einreise wegen der neuen Omikron-Variante verschärfen. Demnach darf ein Negativ-Test nach Vorstellungen der nationalen Gesundheitsbehörde CDC künftig höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein.

Bislang gilt eine Frist von drei Tagen. Zudem soll es nach Informationen der «Washington Post» möglicherweise Vorschriften zu verpflichtenden Tests und einer Zeit der Selbst-Isolierung nach der Einreise geben.

Ein CDC-Sprecher bestätigte der «New York Times» die geplanten Änderungen bezüglich der kürzeren Frist für vorgeschriebene Corona-Tests bei der Einreise. Dem Vernehmen nach soll die endgültige Fassung der Regeln von US-Präsident Joe Biden vorgestellt werden. Der Demokrat hat für Donnerstag eine Rede angekündigt, in der er darlegen will, wie die USA trotz Corona gut durch den Winter kommen wollen.

(Bild: Keystone)

Bislang werden bei der Einreise in die USA sowohl Antigen- als auch PCR-Tests akzeptiert. Unklar war zunächst, ob es dabei bleibt. Sollten nur noch PCR-Tests akzeptiert werden, deren Auswertung in der Regel deutlich länger dauert, würde das Reisen in die Vereinigten Staaten erschweren. Ausländer müssen für die Einreise bereits seit November nachweisen, dass sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Zuvor galten wegen der Pandemie strikte Einreisebeschränkungen.

Boris Johnson weist Bericht über verbotene Lockdown-Partys zurück

Der britische Premierminister Boris Johnson hat einen Bericht über verbotene Lockdown-Partys in seinem Amtsitz in der Downing Street zurückgewiesen.

«Alle Richtlinien sind von [Downing Street] Nummer 10 befolgt worden», sagte Johnson am Mittwoch im Londoner Unterhaus auf die Frage nach einer angeblichen Weihnachtsfeier im Dezember 2020, bei der sich Dutzende Mitarbeiter vergnügt haben sollen, während sich das Land im strikten Lockdown befand.

Der «Mirror» berichtete neben der angeblich von Johnson geduldeten Weihnachtsfeier noch von einer weiteren Party in der Downing Street im November 2020, bei der Johnson zum Abschied eines Beraters selbst eine Rede gehalten haben soll. Bei beiden Feiern sollen 40 bis 50 Menschen dabei gewesen sein, was unter den damaligen Corona-Beschränkungen illegal gewesen wäre. Eine vom «Mirror» zitierte, nicht-genannte Insider-Quelle erzählte: «Es war ein Corona-Alptraum.»

Personen mit tiefem Einkommen leiden stärker unter Pandemie

Die Studie CoVCo-Basel zeigt, dass Personen mit niedrigem Einkommen stärker unter der Corona-Pandemie leiden. Die Häufigkeit depressiver Symptome ist gestiegen.

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Spieler und Staff der Young Boys müssen nicht in Quarantäne

Das letzte Auswärtsspiel der Young Boys in der Champions League kann wie geplant am 8. Dezember in Manchester gespielt werden. YB erhielt von den Berner Behörden eine Sonderbewilligung.

Die Sonderbewilligung gilt sowohl für die Champions-League-Partie wie das Spiel der UEFA Youth League. Somit müssen Spieler und Staff der Young Boys nach der Rückkehr aus England nicht für zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantäne hätte zur Folge gehabt, dass die Young Boys die Spiele gegen Sion (am 12. Dezember) und Basel (am 15.12.) nicht hätte bestreiten können und zudem die letzte Partie des Jahres am 19. Dezember in Lugano direkt aus der Quarantäne hätte absolvieren müssen.

Die Young Boys erhielten die Bewilligung, weil sich Spieler und Staff in Manchester in einer strikten Blase aufhalten. Dieses Konzept bewährte sich bereits an den bisherigen fünf Auswärtspartien im Europacup in dieser Saison.

BAG meldet 10'466 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 10’466 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 22 neue Todesfälle und 141 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

WHO-Mitglieder beschliessen Verhandlungen über Pandemie-Vereinbarung

Zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien wollen die 194 Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen internationalen Pakt schliessen. Darauf einigten sie sich am Mittwoch zum Abschluss ihrer Sondersitzung in Genf im Konsens.

Allerdings wird das Werk wohl erst in zweieinhalb Jahren fertig sein, wie aus dem Beschluss hervorgeht. Eine Arbeitsgruppe soll zwar vor dem 1. März 2022 Beratungen aufnehmen. Aber sie soll die Abschlussergebnisse erst zur Jahresversammlung im Frühjahr 2024 präsentieren.

Irland verschärft Einreisebestimmungen

Einreisende, die per Flugzeug oder Schiff nach Irland kommen, müssen ab Freitag zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis vor dem Einsteigen einen negativen Corona-Test vorweisen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Dublin am Mittwoch mit.

Demnach dürfen PCR-Tests bei der Einreise höchstens 72 Stunden alt sein, für Antigen-Tests gilt eine Frist von 48 Stunden. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht zwingend einen negativen PCR-Test. Kinder unter elf Jahren sollen voraussichtlich von der Testpflicht ausgenommen sein.

Die Verschärfung der Einreisebestimmungen kommt vor dem Hintergrund der Sorge über die Omikron-Variante des Coronavirus. Die Massnahme soll dem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender RTÉ zufolge auch für Reisende aus Grossbritannien gelten.

In Portugal gilt wieder Corona-Notfallzustand

In Portugal gilt seit Mittwoch wegen steigender Corona-Zahlen wieder der Notfallzustand mit neuen Beschränkungen und Testregeln. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, müssen nun einen negativen Test vorweisen – selbst dann, wenn sie geimpft oder genesen sind.

Homeoffice wird von der Regierung in Lissabon «dringend empfohlen». Zudem wird es nach den Jahresendfeiertagen eine «Woche der Zurückhaltung» mit obligatorischem Homeoffice sowie mit geschlossenen Schulen, Universitäten, Bars und Diskotheken geben.

Mit 87 Prozent hat Portugal eine der höchsten Impfquoten der Welt. (Bild: Keystone)

Geimpfte und Genesene müssen seit Mittwoch wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Grossveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, berichtete die Zeitung «Público». Neben anderen Massnahmen gilt auch wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen. Zum Besuch von Restaurants, Fitnesszentren, touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen mit nummerierten Plätzen gilt die 3G-Regel.

Corona-Impfnachweis für Veranstaltungen in Schweden

Das in der Corona-Krise recht freizügige Schweden hat derzeit vergleichsweise niedrige Inzidenzwerte – trotzdem hat das das skandinavische Land nun einen Impfnachweis für Veranstaltungen eingeführt.

Seit Mittwoch müssen Erwachsene bei öffentlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften mit mehr als 100 Teilnehmern in Innenräumen ein Impfzertifikat vorzeigen, wenn der Veranstalter das einfordert. Den Nachweis über die Impfung – Genesungen und negative Tests gelten dabei nicht – können die Menschen auf dem Smartphone oder auf Papier vorlegen.

Die Regel gilt zum Beispiel für Konzerte und Sportveranstaltungen, aber auch in Kinos oder Theatern. Veranstalter, die die Impfnachweise ihrer Besucher nicht kontrollieren wollen, müssen alternativ verschiedene Beschränkungen wie zugewiesene Sitzplätze und einen Mindestabstand von einem Meter zwischen den Teilnehmern umsetzen.

Saudi-Arabien meldet ersten Omikron-Fall

In Saudi-Arabien ist ein Fall der Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Der Infizierte sei aus einem nordafrikanischen Land nach Saudi-Arabien eingereist, teilte das Gesundheitsministerium der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge am Mittwoch mit.

Er und seine Kontaktpersonen seien isoliert worden. In der Nahost-Region waren – abgesehen von Israel – bisher keine Omikron-Infektionen bekannt geworden.

In Saudi-Arabien wurden bisher mehr als 550’000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sind vollständig dagegen geimpft. Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Omikron-Variante hatte das Land vergangene Woche bereits Flüge aus mehreren afrikanischen Ländern ausgesetzt.

Erweiterte Maskentragpflicht in vier Ostschweizer Kantonen

In den vier Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell gilt ab Freitag eine erweiterte Maskenpflicht. Betroffen sind Konzerte, Partys und weitere Veranstaltungen im Innen- und Aussenbereich, Kinos, Theater, Messen und Märkte, Spitäler und Heime sowie ÖV-Haltestellen.

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Die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden haben die Maskenpflicht ausgeweitet. (Bild: Keystone)
BAK-Ökonomen warnen vor möglicher BIP-Verlangsamung wegen Omikron

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist eine Bedrohung für die wirtschaftliche Erholung. Gemäss ersten Schätzungen des Forschungsinstituts BAK Economics könnte Omikron das Schweizer Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 mehr als halbieren.

Insgesamt könnte Omikron im Jahr 2022 das BIP-Wachstum der Schweiz auf 1,3 Prozent drücken, teilte BAK Economics am Mittwoch mit. Aktuell und ohne Omikron gehen die Forscher beim Schweizer Bruttoinlandprodukt von einer Zunahme um 3 Prozent aus.

Falls sich die Befürchtungen bestätigen, dass Omikron deutlich ansteckender ist und den Immunitätsschutz zumindest teilweise aushebeln kann, würden sich die wirtschaftlichen Aussichten deutlich verschlechtern, halten die BAK-Ökonomen fest.

Denn neue Lockdowns könnten den privaten Konsum ähnlich wie Anfang 2021 drücken. Und die Industrie befinde sich heute bereits in einer fragilen Ausgangslage und leide unter Lieferkettenproblemen.

Hierbei handle es sich um Modellrechnungen, betonen die BAK-Ökonomen. Die nächsten Tage und Wochen würden mit zunehmenden Erkenntnissen zur Omikron-Mutation zeigen, wie stark die Belastung tatsächlich ausfallen werde.

Südkorea registriert erstmals mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen

Die Corona-Zahlen in Südkorea sind zwar vergleichsweise niedrig, trotzdem verzeichnet auch das ostasiatische Land inzwischen einen Rekordwert. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 5000 Neuinfektionen an einem Tag erfasst.

Die meisten der 5123 Neuansteckungen wurden in Seoul und der Hauptstadtregion gemeldet. Die Gesamtzahl stieg auf über 452’000.

Südkorea ist bislang im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Seit einer Lockerung der Beschränkungen Anfang November steigen die Fallzahlen jedoch an. Bisher wurden mehr als 80 Prozent der rund 52 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Auch bei den Intensivpatienten mit Covid-19 wurde den Angaben zufolge ein Tagesrekord registriert. Erstmals wurde dabei am Dienstag die Schwelle von 700 überschritten. Die Intensivbetten für Corona-Patienten waren landesweit zu fast 80 Prozent belegt.

Zudem meldete die Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention vier Verdachtsfälle der Omikron-Variante des Coronavirus. Mittels Genom-Sequenzierung sollte festgestellt werden, ob sich die Betroffenen mit der neuen Variante infiziert haben.

Dritter Omikron-Fall in der Schweiz

In der Schweiz ist am Mittwoch ein dritter Fall mit der von der WHO als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten. Einer der Fälle betrifft einen Schüler im Kanton Basel-Stadt.

Ein Sprecher des Erziehungsdepartements Basel-Stadt bestätigte auf Anfrage diverse Medienberichte, dass es sich um einen Schüler handle. Dieser besuche das Gymnasium Kirschgarten, mehr könne er momentan nicht dazu sagen.

Betroffene Personen seien in Isolation, ihre Kontakte in Quarantäne, gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt. Bereits am Dienstagabend hatte die Behörde die beiden ersten Fälle gemeldet. Zu den einzelnen Fällen wollte das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nichts sagen und verwies auf die dafür zuständigen Kantone.

Es habe noch kein Omikron- Coronavirus-Fall bestätigt werden können hiess es bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Bislang befinde sich ein Fall im Kanton Zürich in Abklärung.

Corona-Inzidenz in Deutschland leicht gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67’186 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03:55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 66’884 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5’903’999 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt oder gemeldet werden.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100’000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,73 an (Montag: mit 5,52). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 4’937’600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 101’790.

Ständerat debattiert über Verlängerung von Corona-Artikeln

Der Ständerat debattiert heute Mittwoch über die Verlängerung von gewissen Artikeln im Covid-19-Gesetz. Dieses wurde seit September 2020 drei Mal geändert – nun laufen die meisten Bestimmungen Ende 2021 aus. Aufgrund der Corona-Situation sollen aber gewisse Bestimmungen weiterlaufen. Die vorberatende Kommission schlägt ihrem Rat vor, mehr Bestimmungen zu verlängern, als dies der Bundesrat vorsieht. Etwa soll auch die finanzielle Beteiligung des Bundes an überkantonalen Events wie Festivals bis Ende 2022 laufen. Solche Veranstaltungen würden sonst gar nicht erst geplant. begründete die Kommission.

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Omikron-Variante: Erstmals zwei Fälle in Brasilien entdeckt

In Brasilien sind am Dienstag die ersten beiden Fälle mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in Lateinamerika überhaupt handeln. Proben von zwei Brasilianern, die durch das renommierte Hospital Albert Einstein positiv auf die Omikron-Variante getestet wurden, würden für eine bestätigende Laboranalyse eingeschickt werden, hiess es in einer Mitteilung der brasilianischen Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa am Dienstag. Nach Angaben des Nachrichtenportals «G1» handelt es sich um brasilianische Missionare, die in Südafrika leben.

São Paulo hat eine äusserst hohe Impfquote. (Bild: Keystone)

In der Millionen-Metropole São Paulo, der grössten Stadt Brasiliens, war im Februar 2020 auch der erste Coronavirus-Fall in dem Land registriert worden. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 22 Millionen Menschen infiziert. Fast 614’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner. Zuletzt erklärte sich São Paulo mit einer Impfquote von etwas über 100 Prozent zur «Impfhauptstadt der Welt». Grund für diese ungewöhnlich Zahlenangabe ist, dass in São Paulo auch Menschen geimpft wurden, die ihren Wohnsitz anderswo haben.

DA-Berater empfehlen Zulassung für Corona-Mittel von Merck in USA

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für ein Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Merck empfohlen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Gremiums am Dienstag nach stundenlanger Diskussion per Abstimmung aus. 13 Mitglieder des Gremiums sprachen sich dafür aus, 10 dagegen. Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Eine Notfallzulassung der FDA könnte nun innerhalb weniger Tage folgen.

Merck hatte mitgeteilt, dass das als Tablette verabreichte Medikament einer klinischen Studie zufolge bei Risiko-Patienten die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe reduziere. Auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft den Einsatz von Molnupiravir. Unter anderem der Hersteller Pfizer hat ebenfalls ein Corona-Medikament entwickelt, das geprüft wird.

Biontech-Chef: Haben noch harte Monate vor uns

Den Menschen in Deutschland stehen nach Ansicht von Biontech-Chef Ugur Sahin wegen der vierten Pandemie-Welle noch «harte vier, fünf Monate» bevor. Aufgrund der kalten Jahreszeit und dem häufigeren Aufenthalt in Räumen sei die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus höher. Wichtig sei es jetzt, Geduld zu haben, die Corona-Verhaltensregeln zu beachten und sich impfen oder boostern zu lassen, sagte er am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Dann werde sich die Situation bis zum Frühjahr deutlich entspannen.

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Biontech-Chef Ugur Sahin glaubt, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron vor schweren Verläufen schützen werden. (Bild: Keystone)
Medienkommentare begrüssen Vorgehen des Bundesrates

chweizer Medien sind mit den vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen grundsätzlich einverstanden. In den Kommentaren wird auf die Legitimation verwiesen, die das Covid-19-Gesetz und die Schutzbestimmungen nach der Referendumsabstimmung geniessen.

«Richtig», «konsequent» und «kohärent» seien die Pläne des Bundesrates für verschärfte Schutzmassnahmen, schreiben die Tamedia-Zeitungen. Und: «Auf den Entscheid zum Covid-Gesetz hat er offensichtlich gewartet», heisst es in der Ausgabe vom Mittwoch.

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Omikron und US-Notenbankchef belasten Dow

Der Erholungsversuch der US-Börsen hat am Dienstag vorerst ein Ende gefunden. Weiterhin plagten Sorgen wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron die Anleger. Zudem vergrätzten Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell, denn offenbar steuert die Fed auf eine schnellere Rückführung ihrer Wertpapierkäufe zu. So deutete Powell an, dass die hohe Inflation in den USA womöglich doch kein nur vorübergehendes Phänomen sein könnte.

YBs Spiel in Manchester kann alles durcheinanderbringen

Nach jetzigem Stand bekommen die Young Boys für das letzte Champions-League-Spiel vom kommenden Mittwoch von der kantonalen Gesundheitsdirektion keine Ausnahmebewilligung. Es würde bedeuten, dass sich die komplette Mannschaft und der Staff nach der Rückkehr aus England einer kompletten Quarantäne unterziehen müssten. Demnach könnten die nachfolgenden Meisterschaftsspiele in Bern gegen Sion und gegen Basel nicht termingemäss stattfinden.

Gemäss der Auskunft von YB-Medienchef Albert Staudenmann ist das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen. Gespräche seien am Laufen, sagte Staudenmann gegenüber «blick.ch»

Eine Möglichkeit besteht darin, dass Manchester United, das bereits für die K.o.-Phase qualifiziert ist, einwilligt, auf neutralem Boden zu spielen, etwa in Frankreich oder in den Niederlanden.

UN-Generalsekretär fordert globalen Impfplan

Angesichts der neuen Corona-Variante Omikron hat UN-Generalsekretär António Guterres eine engere internationale Zusammenarbeit bei den Impfungen gefordert. «Der einzige Ausweg aus einer globalen Pandemie – und aus dieser ungerechten und unmoralischen Situation – ist ein globaler Impfplan», sagte Guterres am Dienstag bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York. Jeder Mensch und jedes Land müssten gleichberechtigten Zugang zu Vakzinen und Behandlungsmöglichkeiten haben.

Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO ist, dass 70 Prozent der gesamten Weltbevölkerung bis Mitte 2022 geimpft sind. In vielen Industriestaaten ist diese Zahl bereits erreicht – doch ärmere Länder, vor allem auch in Afrika, haben weiterhin nur schlechten Zugang zu den Impfstoffen.

WHO für Corona-Tests statt Reisebeschränkungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die von der EU und anderen Ländern verhängten Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Variante Omikron kritisiert. «Pauschale Reiseverbote werden die internationale Ausbreitung nicht verhindern, und sie stellen eine schwere Belastung für Leben und Existenzgrundlagen dar», erklärte die WHO am Dienstagabend in Genf. Solche Verbote könnten sich sogar negativ auswirken, indem sie Länder davon abhalten, Daten zu melden und auszutauschen.

Nach WHO-Angaben haben mindestens 56 Länder Reiseeinschränkungen verhängt, um die Ausbreitung von Omikron zu verlangsamen. Südafrika, wo die Variante entdeckt worden war, klagt darüber, dass es nun bestraft werde. Die WHO empfahl: «Die Länder sollten bei der Umsetzung von Reisemassnahmen weiterhin einen faktengestützten und risikobasierten Ansatz anwenden.» Das könne etwa bedeuten, dass Passagiere vor der Abreise und bei der Ankunft getestet und gegebenenfalls in Quarantäne geschickt werden.

Paar aus Corona-Zwangsisolation in Niederlanden entlassen

Die niederländischen Behörden haben ein Urlauberpaar wieder freigelassen, das nach der Einreise aus Südafrika wegen angeblicher Quarantäne-Flucht zwangsisoliert worden war. Es gebe keinen Grund mehr, die beiden festzuhalten, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend in Amsterdam mit. Zuvor war ein neuer PCR-Test bei der aus Portugal stammenden Frau negativ ausgefallen. Bei ihrem Partner, einem Spanier, waren alle Tests ohnehin von Anfang an negativ.

«Damit sind nun die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, die im Gesetz für die Wahrung der öffentlichen Gesundheit für eine Zwangsisolation vorgesehen sind», erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Fall hatte international für Aufmerksamkeit gesorgt – zumal die Frau in Fernsehinterviews Vorwürfe gegen die Polizei erhob. Wie ihr Partner sei sie grob und abfällig behandelt worden.

Das Paar war am Freitag aus Südafrika eingereist. Wegen der neuen Corona-Variante Omikron wurden beide auf dem Flughafen Schiphol auf Corona getestet. Bei der Frau fiel der erste Test positiv aus, weshalb sie mit ihrem Partner in ein Quarantäne-Hotel geschickt wurde. Von dort aus fuhr das Paar am Sonntag jedoch wieder zum Flughafen, um nach Barcelona zu fliegen. Polizisten nahmen die beiden fest. Begründet wurde das mit «Gefahr für die Volksgesundheit».

Bund bestätigt: Zwei Omikron-Fälle in der Schweiz nachgewiesen

Der Verdacht hat sich bestätigt: Die gefährliche Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in der Schweiz nachgewiesen worden. Betroffen sind zwei Personen, die miteinander in Verbindung stehen, wie das BAG am Dienstagabend mitteilte. Sie sind in Isolation.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte am Sonntag einen Verdachtsfall der Omikron-Variante gemeldet, der sich nun bestätigt hat. BAG-Direktorin Anne Lévy hatte am Montag von einer Person in Isolation gesprochen, alle ihre Kontaktpersonen seien in Quarantäne, auch jene, die genesen oder geimpft sind.

Aus immer mehr Ländern waren in den vergangenen Tagen Ansteckungen mit der als besonders gefährlich eingestuften neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Variante am Freitag aufgrund ihrer grossen Anzahl von Spike-Mutationen als «besorgniserregend» eingestuft. Omikron wurde zuerst in Südafrika nachgewiesen.

Aus unterdessen 23 Ländern müssen alle Personen beim Einsteigen (Boarding) in ein Flugzeug und bei der Einreise in die Schweiz einen negativen Covid-19-Test vorlegen und 10 Tage in Quarantäne gehen. Die Quarantäne gilt auch für Genesene und Geimpfte.

Der deutsche Impfstoffentwickler Biontech hat mit der Entwicklung eines Vakzins gegen die Omikron-Variante begonnen. Und auch der US-Impfstoffentwickler Moderna arbeitet an einer verbesserten Version seines Vakzins.

Im Parlament werden wieder Plexiglasscheiben aufgestellt

Im Parlament werden angesichts des aktuellen Corona-Situation die Schutzmassnahmen wieder hochgefahren. So sollen auf die zweite Sessionswoche hin wieder Plexiglas-Trennwände in den Ratssälen montiert werden.

Die Verwaltungsdelegation der beiden Räte habe dies an ihrer Sitzung vom Dienstag beschlossen, schreibt sie in einer Mitteilung. Auch die Sitzungszimmer würden wieder nachgerüstet. Beide Ratsbüros hätten sich am Montag dafür ausgesprochen.

Bereits vergangene Woche habe die Verwaltungsdelegation die Maskentragepflicht im Parlamentsgebäude wiedereingeführt. Diese Maskenpflicht gelte weiterhin. Wer aber an einem von Plexiglas geschützten Arbeitsplatz sitze, könne die Maske ablegen.

Die Verwaltungsdelegation habe zudem beschlossen, das Angebot von Covid-Tests für weitere Personenkategorien auszuweiten. Neu können auch persönliche Mitarbeitende, Mitarbeitende der Fraktionen sowie Personen, die an Sitzungen von parlamentarischen Organen teilnehmen, das Testangebot nutzen. Bislang war dies Ratsmitgliedern und Mitarbeitenden, die ihren Arbeitsort im Parlament haben, vorenthalten.

Biontech und Pfizer wollen Kinder-Impfstoff früher ausliefern

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen eine Woche früher als geplant ihren Corona-Impfstoff für Kinder in der EU ausliefern. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus gut informierten Kreisen erfuhr, soll die Auslieferung von «Comirnaty» für die Altersgruppe fünf bis elf Jahre an beteiligte EU-Mitgliedsstaaten am 13. Dezember erfolgen. Der niedriger dosierte Impfstoff soll an diesem Tag in den Staaten zum Start von Impfkampagnen zur Verfügung stehen. Ursprünglich war der 20. Dezember als Ausliefertermin vorgesehen gewesen. Insgesamt geht es um bis zu 13 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs für die EU im Dezember.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vergangene Woche grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. Kinder ab fünf Jahren sollen von dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen. Laut einer kürzlich bekannt gewordenen Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums sind zunächst 2,4 Millionen Dosen Kinder-Impfstoff für Deutschland vorgesehen.

Keine Doppelbesteuerung von Grenzgängern wegen Covid-19

Die Schweiz und Deutschland haben eine Vereinbarung zur Besteuerung von Grenzgängerinnen und Grenzgängern verlängert. Das teilte das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) am Dienstag mit.

Dabei geht es um eine Konsultationsvereinbarung vom 11. Juni 2020 über die Besteuerung von grenzüberschreitenden Arbeitnehmenden, die «mindestens bis zum 31. März 2022 nicht gekündigt» wird, wie es in der Mitteilung des SIF heisst.

Denn wegen der Covid-19-Pandemie arbeiten viele deutsche Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Homeoffice. Weil jedoch der Arbeitsort bei der Besteuerung eine Rolle spielt, kann Homeoffice zur Folge haben, dass jemand doppelt besteuert wird – also in beiden Staaten Steuern bezahlen muss. Mit der verlängerten Vereinbarung wird dies verhindert.

Johnson stellt allen Erwachsenen Booster bis Ende Januar in Aussicht

Der britische Premierminister Boris Johnson hat allen Erwachsenen in seinem Land bis Ende Januar eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus in Aussicht gestellt. «Wir werden alles daran setzen, um sicherzustellen, dass jeder, der infrage kommt, einen Booster angeboten bekommt», sagte Johnson am Dienstag in London. Dafür würden «provisorische Impfzentren wie Weihnachtsbäume aus dem Boden schiessen», fuhr Johnson fort.

Um die Frist bis Ende Januar einhalten zu können, sollen nach Angaben Johnsons mindestens 400 Militärangehörige den Gesundheitsdienst NHS unterstützen. Bereits knapp 18 Millionen Menschen haben in dem Land bereits eine Booster-Impfung erhalten.

Die Zahl der bestätigten Fälle von Infektionen mit der neuen Omikron-Variante stieg in Grossbritannien unterdessen auf 22. Die Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche verschiedene Massnahmen angekündigt, um die Ausbreitung der Omikron-Variante zu verlangsamen, darunter eine Quarantänepflicht für alle Einreisenden bis zu Erhalt eines negativen Testergebnisses nach Ankunft sowie eine Rückkehr der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Härtere Massnahmen lehnte Johnson jedoch weiterhin ab.

Angekündigte Massnahmen des Bundesrates stossen auf Zustimmung

Die vom Bundesrat am Dienstag in die Konsultation geschickten verschärften Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind in ersten Reaktionen von Parteien positiv aufgenommen worden.

«Der Bundesrat setzt zu Recht auf das Zertifikat. Um den Zugang zum Zertifikat zu erleichtern, braucht es Gratistests. Erst recht, wenn die Gültigkeit der Testzertifikate verkürzt werden soll», twitterte Mitte-Präsident Gerhard Pfister. Die Mitte halte die neuen Massnahmen des Bundesrates für nachvollziehbar, dies auch, weil noch wenig über die Gefährlichkeit der neuen Coronavirus-Variante Omikron bekannt sei.

Für GLP-Parteipräsident Jürg Grossen handelt der Bundesrat angesichts der Inzidenz und der Unsicherheit wegen Omikron richtig. Die Ausweitung der Maskenpflicht, repetitives Testen und Homeoffice müssten jetzt eingeführt werden, um einen Lockdown wegen Überlastung der Spitäler zu verhindern, twitterte Grossen.

Bund und Kantone hätten dem Anstieg der Fallzahlen und der Hospitalisierungen wochenlang zugeschaut. Es sei richtig, dass der Bundesrat endlich Massnahmen ergreifen wolle, um den Anstieg der Fallzahlen und der Hospitalisationen zu stoppen, teilte Grünen-Parteipräsident Balthasar Glättli mit. Es brauche die Ausweitung der Zertifikats- und der Maskenpflicht, überall Massentests in Schulen und eine erneute Homeoffice-Pflicht, so Glättli.

Auch die FDP Schweiz begrüsste in einem Tweet «die vom Bundesrat angekündigten Massnahmen im Grundsatz».

Österreichs Geschäfte dürfen Sonntag vor Weihnachten öffnen

Als Ausgleich für den derzeitigen Corona-Lockdown darf der Detailhandel in Österreich ausnahmsweise am letzten Sonntag vor Weihnachten öffnen. Darauf einigten sich Branchenvertreter und Gewerkschafter am Dienstag.

Die Regelung gilt nur für Geschäfte, die für den Lockdown schliessen mussten – also etwa Modeboutiquen, Spielzeughändler oder Elektronikmärkte. Supermärkte und Drogerien müssen am 19. Dezember zu bleiben, weil sie derzeit ohnehin weiter verkaufen dürfen.

Voraussetzung für die Ausnahme vom sonst strengen Sonntags-Öffnungsverbot in Österreich ist allerdings, dass der Lockdown wirklich am dritten Adventswochenende aufgehoben und nicht verlängert wird. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist zwar seit Einführung der Ausgangsbeschränkungen am 22. November gesunken, doch ist der Wert von zuletzt 894 Fällen pro 100’000 Einwohner noch immer viel höher als in früheren Pandemiewellen.

Israelischer Experte: Einschätzungen zu Omikron verfrüht

Der israelische Corona-Experte Ran Balicer hält Einschätzungen zur Gefährlichkeit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus für verfrüht.

Er habe bereits vor einigen Tagen geschrieben, «dass die kommenden zwei Wochen voll mit Meinungen, persönlichen Eindrücken, unvollständigen und zweideutigen Daten» sein werden, sagte Balicer, Vorsitzender des Expertenbeirats der israelischen Regierung, am Dienstag in einem Gespräch mit Journalisten.

«Einige werden sagen, dass es ein ernstes Problem ist, schlimmer als erwartet, andere werden uns genau in die andere Richtung führen», sagte Balicer. In der Zwischenzeit sei es wichtig, «Kurs zu halten», bis wirklich wissenschaftlich verlässliche Daten vorliegen.

«Wir haben unterschiedliche Einschätzungen gehört von den Chefs von Moderna und Pfizer» sagte der israelische Experte. Moderna-Chef Stephane Bancel hatte sich skeptisch zur Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe gegen Omikron geäussert, Pfizer-Chef Albert Bourla sprach von einer möglicherweise verringerten Wirksamkeit.

«Es ist in den ersten Wochen nach Auftauchen einer neuen Variante normal, dass alles noch nebulös ist, dass man noch keine sicheren Aussagen treffen kann», sagte Balicer. «Wir müssen wirklich geduldig sein.»

Emirate: 100 Prozent der Bevölkerung haben erste Impfdosis

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach eigenen Angaben als erstes Land der Welt 100 Prozent der eigenen Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Gut 90 Prozent der Menschen hätten bislang insgesamt zwei Impfdosen gegen das Virus erhalten, wie die Behörde für Krisen- und Katastrophenmanagement (NCEMA) mitteilte. Laut Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore ist der Golfstaat damit auch Spitzenreiter weltweit bei der vollständigen Impfung.

Insgesamt habe das Land fast 22 Millionen Impfdosen an seine knapp 10 Millionen Einwohner verabreicht, wie die NCEMA am Montag twitterte. Das Land boostert bereits.

Die Emirate verzeichnen derzeit täglich Neuinfektionen im zweistelligen Bereich. In der vergangenen Woche starben nach Angaben von JHU und NCEMA 2 Menschen mit oder an dem Virus. Das Land hatte von Anfang an ein hohes Tempo bei seiner Impfkampagne vorgelegt.

Roche-Tests erkennen Coroana-Infektion mit Omikron-Variante sicher

Mehrere Tests des Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche erkennen nach Unternehmensangaben eine von der neuen Virus-Variante Omikron ausgelöste Covid-19-Infektion zuverlässig. Das hätten erste Analysen von verschiedenen PCR-, Antikörper- und Antigen-Tests bestätigt, wie Roche am Dienstag erklärte.

Roche zählte die verlässlichen Tests auf seiner Internetseite auf und will auch andere Tests in seinem Angebot auf ihre Vertrauenswürdigkeit untersuchen. Das Unternehmen gehe zwar davon aus, dass sie sicher funktionierten, wie es hiess. «Aber wir werden unsere Untersuchung abschliessen, bevor wir sie bestätigen.»

Künftiger Bundeskanzler Scholz will allgemeine Impfpflicht

Der designierte deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus. Das berichten verschiedene Medien nach einer Besprechung zwischen Scholz und den deutschen Bundesländern. Der Nachrichtenagentur AFP liegt ein Beschlussentwurf vor, in dem es heisst: «Die weiterhin zu hohe Zahl ungeimpfter Personen in Deutschland ist die Hauptursache für die hohe Infektionsdynamik und die damit einhergehenden Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung.»

Deshalb solle die Bundesregierung «die Vorbereitungsarbeiten zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht» zügig in die Wege leiten. Zudem müsse die am 18. November beschlossene einrichtungsbezogene Impfpflicht zum Schutz vulnerabler Personen noch in diesem Jahr in Kraft treten, heisst es im Beschlussentwurf weiter.

Die von der CDU regierten Bundesländer stellten die Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht. Scholz unterstützt diese: «Ich als Abgeordneter werde diesem Vorhaben zustimmen», so Scholz laut Medienberichten. Er plädiert offenbar, zusammen mit anderen SPD-Ministerpräsidenten, für eine Impfpflicht ab Februar 2022.

Der designierte deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus. (Bild: Keystone)
Verfassungsgericht billigt Corona-Notbremse in Deutschland

Die zentralen Massnahmen der sogenannten Corona-Notbremse des deutschen Staates aus der dritten Pandemie-Welle sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.

Das Bundesverfassungsgericht wies mehrere Klagen ab, die sich gegen die im Frühjahr 2021 angeordneten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie Schulschliessungen richteten. Die Grundrechtseingriffe seien durch «überragend wichtige Gemeinwohlbelange» gerechtfertigt gewesen, teilte das Karlsruher Gericht am Dienstag mit.

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr voraussichtlicher Nachfolger Olaf Scholz (SPD) schalteten sich am Mittag mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder zusammen, um im Lichte der Karlsruher Entscheidungen über die Krise zu beraten.

BAG meldet 8422 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 8422 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 22 neue Todesfälle und 138 Spitaleinweisungen.

Roche-Tests erkennen Corona-Infektion mit Omikron-Variante sicher

Mehrere Tests des Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche erkennen nach Unternehmensangaben eine von der neuen Virus-Variante Omikron ausgelöste Covid-19-Infektion zuverlässig. Das hätten erste Analysen von verschiedenen PCR-, Antikörper- und Antigen-Tests bestätigt, wie Roche am Dienstag erklärte.

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Die Post verschärft die Corona-Massnahmen

Die Post fährt ihre Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder hoch. Das spüren nun auch die Angestellten. Die bisherigen Schutzmassnahmen werden per 1. Dezember verstärkt, wie das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Dienstag schrieb.

So empfehle das Unternehmen seinen Mitarbeitenden, dass sie im Homeoffice arbeiteten, wenn auch immer dies die jeweilige Arbeit und Funktion erlaubten. Sämtliche Weihnachtsanlässe habe die Post abgesagt und physische Sitzungen seien grundsätzlich nur noch mit maximal fünf Personen möglich, heisst es weiter.

Schliesslich verschärft das Unternehmen auch die Maskenpflicht. Die Mitarbeitenden an allen Standorten der Post seien verpflichtet, in den Innenräumen eine Maske zu tragen, auch wenn sie an ihrem Arbeitsplatz sitzen würden.

Die Post empfiehlt ihren Angestellten Homeoffice und führt in eine Maskenpflicht in Innenräumen ein. (Bild: Keystone)
Erster Omikron-Infektionsfall in Japan bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist offiziellen Angaben zufolge erstmals auch in Japan nachgewiesen worden.

Ein Besucher in den Dreissigern, der am Sonntag aus Namibia auf dem Narita-Flughafen nahe Tokio eingetroffen sei, sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Kabinettssekretär Hirokazu Matsuno laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. Eine Untersuchung von Virenproben durch das staatliche Institut für Infektionskrankheiten habe ergeben, dass es sich um die neue Variante handele.

Die Virus-Variante, die im November im südlichen Afrika erstmals nachgewiesen worden war, hat international Besorgnis hervorgerufen und zu einer Welle von Einreisebeschränkungen für Passagiere aus dieser Region geführt. Japan reagierte mit einem neuerlichen Einreiseverbot für Ausländer. Die Massnahme, die am Dienstag in Kraft trat, soll Ministerpräsident Fumio Kishida zufolge mindestens einen Monat gelten.

Ständerat bewilligt Nachtragskredite für Impfwoche

Der Ständerat hat am Dienstag weitere Nachtragskredite zum Budget 2021 im Umfang von rund 175 Millionen Franken bewilligt. Dabei geht es unter anderem um Gelder für die Impfoffensive oder humanitäre Aktionen in Afghanistan.

Die kleine Kammer stimmte den Nachtragskrediten vorbehaltlos zu und folgte dabei ihrer vorberatenden Finanzkommission.

Finanzminister Ueli Maurer hielt fest, dass die veranschlagten 96,2 Millionen Franken für die Impfoffensive nicht vollumfänglich gebraucht würden. Es sei davon auszugehen, dass Kreditreste entstehen. Die Finanzdelegation hatte bereits einen provisorischen Kredit in Höhe von 50 Millionen Franken zur Finanzierung einer nationalen Impfoffensive freigegeben.

Moderna warnt vor geringerer Impfstoff-Wirksamkeit gegen Omikron

Moderna-Chef Stephane Bancel geht von einer geringeren Wirksamkeit der gegenwärtigen Covid-19-Impfstoffe gegen die neue Omikron-Variante aus. Der Schutz dürfte nicht auf demselben Niveau wie bei der hochansteckenden Delta-Variante liegen, sagte Bancel der «Financial Times» (Dienstagausgabe).

«Ich denke, es wird ein erheblicher Rückgang sein. Ich weiss nur nicht, wie stark, weil wir die Daten abwarten müssen. Aber alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: ‹Das wird nicht gut sein›.»

Moderna geht von einer geringeren Wirksamkeit seines Impfstoffs gegen die Omikron-Variante aus. (Bild: Keystone)

Der Chef des amerikanischen Biotechunternehmens und Corona-Impfstoffherstellers erklärte, dass die aktuelle Vakzin-Generation im nächsten Jahr möglicherweise geändert werden müsse. Hintergrund sei die hohe Anzahl von Mutationen bei der Omikron-Variante auf dem Spike-Protein, das dem Virus den Eintritt in Zellen ermöglicht, sowie die schnelle Ausbreitung der Variante in Südafrika. Die meisten Experten seien bisher davon ausgegangen, dass eine so stark mutierte Variante erst in ein oder zwei Jahren auftauchen würde, sagte Bancel.

Moderna und der Mainzer Hersteller Biontech haben bereits mit den Arbeiten an einem neuen Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen, die nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO ein «sehr hohes Risiko» darstellt. Biontech hatte allerdings erklärt, dass noch nicht klar sei, ob eine Anpassung seines Vakzins erforderlich sei und erwartet darüber nach Labortests mehr Klarheit in etwa zwei Wochen.

Bei Moderna war zu dem Interview zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Das Unternehmen hatte zuletzt erklärt, dass es in etwa zwei Wochen mehr Klarheit über die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Omikron geben sollte und dass es Monate dauern könnte, bis ein Vakzin ausgeliefert werden kann, das gegen die neue Variante wirkt.

Kanton Solothurn verfügt Maskenpflicht für Veranstaltungen und Bars

Auch der Kanton Solothurn verschärft die Schutzmassnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Ab Mittwoch gilt eine erweiterte Maskentragepflicht in Innenräumen wie Restaurants und bei Anlässen mit mehr als 1’000 Personen im Aussenbereich.

An öffentlichen Veranstaltungen, an Fach- und Publikumsmessen, in Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen darf nur noch sitzend konsumiert werden, wie die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mitteilte.

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Indien bietet afrikanischen Ländern Impfstoff an

Indien hat afrikanischen Ländern, in denen die Omicron-Variante aufgetreten ist, Corona-Impfstoffe angeboten. Diese könnten entweder durch das UN-Impfprogramm Covax oder bilateral bereitgestellt werden, teilte das indische Aussenministerium am Montagabend mit.

Die Regierung habe zudem unter anderem bisherige Bestellungen für den in Indien hergestellten AstraZeneca-Impfstoff Covishield von Malawi, Äthiopien, Sambia, Mosambik, Guinea und Lesotho freigegeben, hiess es. Indien sei auch bereit, Medikamente, Testkits, Schutzanzüge und Beatmungsgeräte zu liefern.

Kurz davor hatte China Afrika eine Milliarde Impfdosen versprochen. Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt möchten ihren Einfluss auf dem Kontinent vergrössern.

Freiwilligenarbeit ist wegen Covid-19 zurückgegangen

48,4 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren hat 2020 Freiwilligenarbeit geleistet. Das waren 3 Prozent weniger als bei der letzten Erhebung 2016. Ursache des Rückgangs war die Kontaktbeschränkung aufgrund der Covid-19-Pandemie.

Davon waren vor allem die institutionalisierte Freiwilligenarbeit – für Organisationen, Vereine oder öffentliche Institutionen – betroffen: Hier ging die Gratisarbeit von 20 auf 16 Prozent zurück.

Mehr unentgeltliche Leistungen gab es dagegen im Bereich informeller Freiwilligenarbeit, Pflege und Betreuung von Verwandten und Bekannten zum Beispiel. Die Zunahme von 31,7 auf 32,5 Prozent war wohl ebenfalls der Pandemie geschuldet. Der wöchentliche Aufwand für beide Arten Freiwilligenarbeit betrug im Schnitt 4,1 Stunden pro Person.

England führt Maskenpflicht wieder ein

Nach mehreren Monaten der Freiheit müssen sich die Menschen in England wieder ans Maskentragen gewöhnen. Wegen der Verbreitung der besorgniserregenden Omikron-Variante des Coronavirus gilt im grössten britischen Landesteil seit Dienstag wieder eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zuvor hatte diese nur noch an einzelnen Orten, etwa einigen Supermärkten und der Londoner «Tube», gegolten, war aber kaum durchgesetzt worden. In Theatern, Restaurants, Bars, Clubs und Kinos sind weiterhin weder Maske noch Impf- oder Testnachweise notwendig. Schottland, Wales und Nordirland haben eigene, etwas strengere Regeln. Insgesamt sind bislang in Grossbritannien 14 Fälle der Omikron-Variante festgestellt worden.

Trotz der vergleichsweise seichten Verschärfung der Regeln in England gibt es Kritik: So sorgt sich eine Boutique-Besitzerin in Leeds einem BBC-Bericht zufolge, es könnten keine Kunden mehr in ihr Geschäft kommen, wenn wieder eine Maskenpflicht gelte. Die Reisebranche kritisierte zudem die Rückkehr von teuren PCR-Tests und Quarantäne nach der Einreise: Ankommende müssen sich seit Dienstagmorgen bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne begeben.

Hirslandengruppe meldet noch grosse Testkapazitäten

In der Schweiz sind für Coronatests nach Angaben der privaten Klinikgruppe Hirslanden weiterhin grosse Kapazitäten vorhanden. Die repetitiven Testungen im von der Klinik hervorgerufenen Programm «Together we test» für Betriebe und Schulen verliefen mengenmässig auf hohem Niveau, dank 17 angebundenen Labors bestehe aber keine Überlastung.

Im Vergleich zu kantonalen Einzellösungen sei ein Lastausgleich zwischen den Labors möglich, teilte Hirslanden am Dienstag mit. Bei Bedarf könnten weitere Kapazitäten «zugeschaltet» werden.

Vergangene Woche wurden über die Klinikinitiative insgesamt 31’710 Pooltests und über 10’000 Einzel-Bestätigungstests ausgewertet. Die von den angeschlossenen Laboren zugesicherten Kapazitäten betragen insgesamt 28’250 Tests – pro Tag. Laut Hirslanden kumulierte sich bisher über die Hälfte des Wochen-Volumens jeweils auf die Tage Dienstag und Mittwoch (57 Prozent der wöchentlich durchgeführten Pooltests). Die Zeitdauer zwischen dem Eingang einer Probe im Labor und der Übermittlung des Resultats lag in der Regel bei unter 24 Stunden.

Feier für Ständeratspräsident Hefti wegen Corona-Lage im Sommer

Die Feier zur Wahl von Ständerat Thomas Hefti (FDP/GL) zum Ständeratspräsidenten wird wegen der Corona-Situation in die Sommersession verschoben. Sie wäre für Mittwochnachmittag geplant gewesen.

Die Verschiebung gab Hefti am Dienstag bei der Eröffnung der Sessionssitzung bekannt. Er war am Tag zuvor zum Ständeratspräsidenten gewählt worden.

Bereits am Montag bekannt wurde, dass auch die Feier zur Wahl von Nationalrätin Irène Kälin (Grüne/AG) zur Nationalratspräsidentin erst im Juni stattfinden wird. Üblicherweise gibt es jeweils einen Festakt wenige Tage nach der Wahl zur Nationalratspräsidentin.

Die Feier zur Wahl von Ständerat Thomas Hefti (FDP/GL) zum Ständeratspräsidenten wird wegen der Corona-Situation in die Sommersession verschoben. (Bild: Keystone)
Gefährlicher Hype um angebliches Corona-Heilmittel Ivermectin

Vor allem in sozialen Medien geistern Erzählungen zur vermeintlichen Wunderwaffe Ivermectin gegen Covid-19 schon länger herum. Mit dem Präparat werden eigentlich Parasiten bekämpft – nicht Viren wie Sars-CoV-2. Experten warnen vor der eigenmächtigen Einnahme.

«Sie sind kein Pferd. Sie sind keine Kuh», twittert im Spätsommer die US-Arzneimittelbehörde FDA. «Im Ernst, Leute, hört auf damit.» Was ist passiert? Damals wuchs das Interesse an einem Arzneistoff namens Ivermectin zur Covid-19-Behandlung beim Menschen – und es hat bis heute nicht nachgelassen.

Anfang November meldete das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic, dieses Tier-Entwurmungsmittel führe die Liste der illegal eingeführten Covid-19-Medikamenten an.

Hier geht es zum Faktencheck.

Soll nicht eingenommen werden: Ivermectin wird bei Tieren als Entwurmungsmittel eingesetzt und soll von Menschen nicht eingenommen werden. (Bild: Keystone)
Drohendes Corona-Chaos im Ski-Weltcup

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage droht der Ski-Weltcup im Chaos zu versinken. Die aufkommende Omikron-Varianten macht Ländern wie Kanada zu schaffen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat das nordamerikanische Land wegen Auftretens der neuen Omikron-Variante auf die Liste der Risikoländer gesetzt. Heisst: Einreisende aus Kanada müssen in der Schweiz einen gültigen Covid-Test vorweisen und zehn Tage in Quarantäne.

Omikron und die erschwerte Lage im Reiseverkehr lassen die geplanten Weltcup-Rennen in St. Moritz vom 11. und 12. Dezember wackeln, wie der «Blick» berichtet. Momentan befinden sich die Ski-Atheltinnen noch im kanadischen Lake Louise und sollte dann zu Beginn der nächsten Woche n in der Schweiz eintreffen. Doch mit der zehntägigen Quarantäne sind die Rennen in St. Moritz am geplanten Datum nicht möglich.

Dazu kommt, dass der Ski-Verband FIS am Sonntagabend bekannt gab, dass zehn Personen im Ski-Weltcup positiv getestet wurden. Bei einem zweiten Test stellten sich neun Resultate doch als negativ heraus. Die entsprechenden Personen dürfen laut «Blick» nun nach Beaver Creek (USA) weiterreisen. Verwirrung pur. Zudem wollen sich einige Ski-Cracks wie die Schweizer Ralph Weber und Urs Kryenbühl nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

Auf den Ski-Weltcup dürften noch hektische Wochen zukommen.

Positive Corona-Fälle und eine unsichere Reiselage stellen die Organisatoren der Ski-Weltcup-Rennen vor grosse Probleme. (Bild: Keystone)
Test-Labore am Anschlag – Schulen müssen warten

Die Test-Situation in der Schweiz spitzt sich zu: In mehreren Kantonen sind die Labore am Anschlag und liefern deshalb die Resultate der Corona-Tests verspätet. Dies berichtet der «Blick» am Dienstag.

Ein betroffener Kanton ist Graubünden, wo die Corona-Testresultate in praktisch allen Schulklassen verspätet eintrafen, wie der kantonale Corona-Krisenmanager Martin Bühler erklärt. Das sei insofern nicht gut, als dass zwischen der Probeentnahme und deren Auswertung nicht zu viel Zeit verstreichen dürfe, in der sich das Virus möglicherweise weiterverbreiten könne. Man müsse die Situation wieder in den Griff bekommen.

Zum Engpass in den Testlaboren kommt es, weil aktuell in den Schulen und auch in Unternehmen sehr viel getestet wird. Gleichzeitig lassen sich momentan aber auch deutlich mehr Menschen mit Symptomen aufs Coronavirus testen, wie Bühler sagt.

Labore am Anschlag: Wegen zu vieler Corona-Tests treffen die Resultate in Schulen in mehreren Kantonen zurzeit verspätet ein. (Symbolbild: Keystone)

Um der Lage Herr zu werden, werde in den Bündner Schulen zurzeit nur noch einmal pro Woche getestet. SchülerInnen und Angestellte mit Symptomen sollen sich extern testen lassen. Und geimpften Personen rät man laut Bühler von regelmässigen Tests ab, um die Zahl der Tests weiter zu drücken. Zugleich werde das Labor, das die Tests an den Schulen auswertet, zurzeit ausgebaut.

Auch aus den Kantonen Aargau, Solothurn und Zürich wird laut «Blick» gemeldet, dass Schulen ihre Testresultate verspätet erhielten. Keine gute Entwicklung, weil sich die Lage weiter zuspitzen dürfte: Die aufkommende Omikron-Variante könnte eine Vielzahl an weiteren Tests in der gesamten Gesellschaft nötig machen. Und in der Weihnachtszeit steigt das Bedürfnis in der Bevölkerung, sich testen zu lassen, um die Familie zu sehen.

Risiko durch Omikron: Städte in Brasilien sagen Silvesterpartys ab

Wegen der Corona-Pandemie haben mehr als ein halbes Dutzend wichtige brasilianische Städte keine traditionellen Silvesterpartys geplant oder diese abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal «G1» am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf die Bürgermeister von Städten wie Salvador, Fortaleza, Belo Horizonte und Florianópolis.

Demnach trug die Möglichkeit, dass die neue Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) die Zahlen der Corona-Infizierten und Toten im Zusammenhang mit Covid-19 steigen lassen könnte, zu der Entscheidung bei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zunächst im südlichen Afrika aufgetretene Corona-Variante am Freitag als «besorgniserregend» eingestuft.

Derzeit wird untersucht, ob es sich bei einem Passagier, der am Samstag aus Südafrika in São Paulo ankam und positiv getestet wurde, um die Omikron-Variante handelt. Die brasilianische Regierung hatte am Freitag entschieden, die Einreise auf dem Luftweg aus der Region ab Montag einzuschränken.

Walliser Staatsrat Darbellay kritisiert Quarantäne-Regelungen

Der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay kritisiert die Quarantäne-Regelungen der Schweiz wegen der Omikron-Variante des Coronavirus. Er sprach in einem Interview von einem «schweren Schlag für den Walliser Tourismus» und von einer «übertriebenen Reaktion».

«Wir sind der Ansicht, dass diese Massnahme so schnell wie möglich korrigiert werden sollte,» sagte Darbellay im am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Walliser Bote». Es gebe andere Wege bei der Einreise, etwa ein Covid-Zertifikat und ein negativer, nicht mehr als 48 Stunden alter PCR-Test, sagte er.

Der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay lehnt eine Quarantänepflicht für Einreisende in die Schweiz ab. (Bild: Keystone)

«Keine Option», da «extrem schädlich für die Wirtschaft» ist für Darbellay die 2GPlus-Regelung – Einlass hätten dann nur Geimpfte und Genesene, die sich zudem testen lassen müssten. 2GPlus könne von den bereits Geimpften nicht verlangt werden. Er befürchtete zudem Kapazitätsengpässe beim Testen.

Nachdem in Südafrika die Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt worden war, verschärfte die Schweiz die Einreiseregeln für Menschen, die aus Ländern kommen, in denen die Variante bereits nachgewiesen wurde. Sie müssen vor dem Abflug einen negativen Test vorlagen und sich in der Schweiz zehn Tage in Quarantäne begeben.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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