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Sehen Sie hier die Medienkonferenz der Fachexperten des Bundes im Rückblick. (Video: Youtube, Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Mathys: «Omikron trübt Aussichten weiter»

Die neue Corona-Variante Omikron löst Sorgen aus. Nach dem ersten Fallverdacht in der Schweiz informierten die Fachexperten des Bundes am Montag zur Lage.
Ab (heute) Montag sind Auffrischimpfungen in allen Kantonen für Personen ab 16 Jahren erhältlich. Das sagte BAG-Direktorin Anne Lévy vor den Medien. «Wichtig ist zurzeit, dass wir die 5. Welle der Ansteckungen brechen, die durch die Delta-Variante verursacht wird», sagte Lévy. Die Auffrischimpfung wirke gegen die Delta-Variante.

Die Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wies darauf hin, dass in den vergangenen Wochen die Anzahl der Ansteckungen, Spitaleintritte und Aufnahmen in Intensivstationen von Spitälern stark zunahm.

Verbreitung verlangsamen

Seit wenigen Tagen habe sich die Lage noch zugespitzt durch das Auftreten der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. In der Schweiz gebe es wahrscheinlich den ersten Omikron-Fall. Zurzeit laufe die Sequenzierung, am Dienstag würden die Resultate vorliegen.

Die Einreise aus Ländern, in denen Omikron bereits aufgetreten ist und die auf der BAG-Liste stehen, müssen alle Personen, auch Kinder ab 6 Jahren, einen PCR-Test vorweisen. Dieser sei gratis, sagte Lévy. Die Verbreitung der Omikron-Variante könne verlangsamt werden.

Omikron wird vermutlich weiter den Pandemie-Verlauf prägen

Die neue Coronavirus-Variante Omikron hat laut Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein bedeutendes Potenzial, den weiteren Verlauf der Pandemie zu prägen. Sie trübe die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate weiter.

Verlässliche Aussagen über die Auswirkungen von Omikron dürften allerdings erst in einigen Wochen möglich sein, sagte Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, weiter. Es werde aber vermutet, dass diese neue Virusvariante die Immunantwort besser als bisherige Varianten umgehen könne. Laut Mathys könnte sich durch diesen neuen Akteur der Verlauf der Pandemie massgeblich verändern.

Bei über einer Millionen Personen ist in der Schweiz laut Mathys inzwischen eine Covid-Infektion nachgewiesen worden. Zwischen den Kantonen gebe es deutliche Unterschiede. Zwischen den am stärksten und den am schwächsten betroffenen Kantone betrage der Faktor rund 5. Die neuesten Trendberechnungen weisen laut Mathys darauf hin, dass sich die epidemiologische Lage weiter verschlechtere. Die Lage bei der Delta-Variante sei kritisch.

Taskforce-Chefin: Delta-Variante bleibt bis Weihnachten bestimmend

Die neue Coronavirus-Variante Omikron könnte sich auch in der Schweiz schneller ausbreiten als die Delta-Variante. Letztere bleibe aber noch bis Weihnachten bestimmend, sagte Taskforce-Chefin Tanja Stadler.

Es gehe darum Zeit zu gewinnen, indem man die anfängliche Ausbreitung von Omikron in der Schweiz bremse. Möglich sei dies durch die Steuerung der Reisetätigkeit sowie über Quarantäne und Tests für Reiserückkehrer aus bestimmten Gebieten, so Stadler. Zudem könnten erste Übertragungsketten mit speziellen PCR-Tests und sorgfältiger Kontaktverfolgung durchbrochen werden. Weitere Details finden Sie hier.

Kantone könnten in kommenden Tagen weitere Massnahmen beschliessen

Der oberste Schweizer Kantonsarzt rechnet mit zusätzlichen Massnahmen gegen das Coronavirus in den kommenden Tagen durch die Kantone. Möglich seien etwa eine Ausweitung der Maskenpflicht, verstärkte Massnahmen an Schulen, repetitive Tests in Gesundheitsinstitutionen und an Veranstaltungen, sagte Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS). Mehr dazu gibt es hier.

Geisterspiele wieder Thema – Bislang wenige Ansteckungen in Stadien

In der Schweiz werden Geisterspiele erneut zum Thema. Der Bundesrat werde diese Frage sicher bald beraten, sagte Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) auf die Frage einer Journalistin.

Klar sei eines, sagte Lévy: «Je weniger Leute sich treffen, desto besser. Und wenn man sich trifft, dann mit Maske.» Viele Kantone hätten ja bereits vorgeschlagen, dass gerade in Stadien wieder Masken getragen werden müssten. «Ich halte das persönlich für einen sehr guten Entscheid.»

Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, fügte an, dass Ansteckungen offenbar eher bei kleineren Veranstaltungen und im Amateurbereich stattfänden. Dies zeigten die Erfahrungen aus dem Contact Tracing. Weitere Informationen finden Sie hier.

2 Kommentare

  1. Natürlich zeigt das Contact Tracking mehr Ansteckungen von kleinen Veranstaltung wo man die Menschen eher kennt, die man nacher angeben muss….Report

  2. Wenn ich nach einem Match im Zug viele Fans antraf, hatte ich gar nicht das Gefühl, dass sie nicht ansteckend sein könnten. Viele angetrunken und ohne Maske völlig wild und nahe beieinander.Report

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