Diese Themen haben die Region Basel diese Woche bewegt. (Grafik: Telebasel)
Region

Wölfe, Weihnachtsmärkte und rotblaue Wechsel-Gerüchte

Der Wolf zieht seine Runden im Baselbiet, während ein Hammer-Gerücht um FCB-Stürmer Cabral durch Basel fegt: Diese Themen haben diese Woche die Region bewegt.

Was hat die Region letzte Woche alles bewegt? Mit dem Telebasel-Wochenrückblick verpassen Sie keine wichtigen Neuigkeiten mehr. Eine Auswahl der spektakulärsten und spannendsten Geschichten aus der Region Basel gibt es hier:

Neue Corona-Massnahmen und Sorgen wegen Supermutation

Die Corona-Fallzahlen steigen und steigen: Während diese Woche schweizweit regelmässig täglich mehr als 8000 neue Covid-Ansteckungen verzeichnet wurden, vermelden die beiden Basel erneut Tagesrekorde bei den Ansteckungen: Der Kanton Basel-Stadt am Donnerstag mit 263 neuen Fällen und das Baselbiet am Montag mit 345 neuen Infektionen. Während der Bund trotz der drohenden Spitalüberlastung mit weiteren Schutzmassnahmen zaudert, beschliessen die beiden Basel zusätzliche Verschärfungen: So etwa die Maskenpflicht für SchülerInnen ab der 5. Klasse.

Die Basler Infektiologin Madeleine Rothen erklärte im Telebasel Talk vom Mittwoch, wie Eltern damit umgehen sollen, wenn ihre Kinder mit dem Virus infiziert werden:

Auszug aus dem Telebasel Talk vom 24.11.2021.

Zudem beschliesst der Landkreis Lörrach per Sonntagmorgen einen Lockdown für Ungeimpfte: Personen, die weder geimpft noch genesen sind, dürfen sich zwischen 21 und 5 Uhr nur mit triftigem Grund ausserhalb der Wohnung aufhalten. Zudem dürfen sie nur noch in Läden und Märkten des täglichen Bedarfs einkaufen.

Derweil sorgt die neue «Supervariante» Omikron des Coronavirus aus dem Süden Afrikas seit Freitag weltweit für Sorge und Schlagzeilen. Experten befürchten, dass diese schon bald in der Schweiz ankommt. Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen sagte am Freitag im Interview mit Blick TV, dass die Mutation bereits in der Schweiz angekommen sein könnte.

Das Coronavirus war mit der Abstimmung zum Covid-Gesetz auch am Sonntag politisch Thema. Schliesslich wurde es deutlich angenommen. Alle Abstimmungsergebnisse aus der Schweiz finden Sie hier und alle Ergebnisse aus den beiden Basel gibt es hier.

Der Wolf ist zurück im Baselbiet

Am Montag kam die Sensation aus der Tierwelt: In Zeglingen wurde erstmals wieder ein wilder Wolf gesichtet. Es ist die erste bestätigte Wolfsichtung im Kanton Basel-Landschaft seit der Rückkehr der Art in die Schweiz. Das Amt für Basel veröffentlichte mit der Bestätigung Bilder des wohl jungen Wolfes:

Der Wolf sorgt für grosse Aufsehen: Besonders bei Bäuerinnen und Bauern. Denn es werden Schafs- und Ziegenrisse befürchtet. Noch nicht bestätigt ist, ob es bei einem Ziegenriss in Lauwil tatsächlich der Wolf war, der grosses Leid bei den Herdentieren auslöste. Dies muss erst eine DNA-Probe klären. Fest steht, dass das Leid auf dem Hof nach einem Angriff eines wilden Tieres riesig ist:

Auszug aus den Telebasel News vom 25. November 2021.

Auch in Delémont wird spekuliert, ob der Wolf für einen Tierriss verantwortlich war. In der Region dauerhaft sesshaft würde der Wolf, wohl aber nicht, sagt Experte Ralph Manzder Stiftung KORA gegenüber Telebasel. Das Baselbiet sei für den Wolf unattraktiv: «Es muss ein Gebiet sein, wo der Wolf in Ruhe die Welpen grossziehen kann. Ich glaube nicht, dass das Baselbiet dafür geeignet ist, dass ein Wolfsrudel ansässig wird. Aber beim Wolf gibt es immer Überraschungen», erklärt Manz.

Sechs BVB-Haltestellen werden gestrichen

Wer mit dem Tram oder dem Bus durch Basel fährt kann künftig nicht mehr überall dort einsteigen, wo jetzt Haltestellen sind. Insgesamt sechs davon werden gestrichen, wie am Dienstag bekannt wurde. Der Grund sind kürzere Wartezeiten, so die Regierung in einer Mitteilung. Der Vorstoss für den Abbau kam von der SVP. Das Geschäft geht nun in den Grossen Rat.

Bei der Telebasel-Community kommt der Vorschlag zum grossen Teil nicht gut an. «Müssen denn die Fahrzeiten kürzer werden?», fragt etwa ein User auf Facebook. «Und die Senioren können weiter laufen?», kritisiert ein anderer. «De BVB denkt meiner Meinung nach zu wenig an die Fahrgäste», heisst es in einer weiteren Kritik. «Klar, wird die Reisezeit im Tram kürzer. Aber für den Fahrgast ist die Reisezeit, die  Zeit im Tram PLUS die Zeit, um zur Haltestelle zu kommen. Daran wurde in allen sechs Fällen nicht gedacht. In der Statistik im Vergleich zu anderen Städten werden die gestrichenen Haltestellen aber ein besseres Resultat erbringen, zum Vorteil für die BVB, aber zum Nachteil für die Fahrgäste.»

Weihnachtsmärkte eröffnen

Es weihnachtet schon sehr: In der Region Basel haben in der ablaufenden Woche zahlreiche Weihnachtsmärkte eröffnet. Einige Impressionen aus dem Baselbiet sehen Sie hier:

Der Telebasel News Beitrag vom 27. November 2021.

Auch der Basler Weihnachtsmarkt und die Adventsgasseals haben seit Donnerstag geöffnet: Beides mit Zertifikatspflicht. Und: Der Basler Weihnachtsmarkt darf sich den besten in Europa nennen.

Passend zur Weihnachtsstimmung fiel zudem der erste Schnee der Saison. Weite Teile der Region erwachten am Freitagmorgen unter einen feinen Schneeschicht und auch in Basel schneite es.

FCB wahrt Chance auf Gruppensieg

Die rund siebenstündige Reise nach Kasachstan lohnte sich für Rotblau: Der FCB gewann am Donnerstag das Conference-League-Spiel gegen Kairat Almaty mit 3:2 und schafft sich damit eine gute Ausgangslage für die letzte Gruppenbegegnung am 9. Dezember: Dann spielt der FCB im Direktduell mit Qarabag um den Gruppensieg. Dieser bedeutet den direkten Einzug in die Achtelfinals der Conference League. Der Gruppenzweite muss hingegen in eine Zwischenrunde, wo Teams warten, die zuvor an der Europa League teilnahmen, dort als Gruppendritte aber ausgeschieden sind. Am Sonntagnachmittag wartete für Rotblau danach bereits die nächste Partie in der Super League. Auch hier waren die Basler siegreich: Der FCB schlug den FC Luzern mit 3:1.

Arthur Cabral zum FC Barcelona?

Auch neben dem Spielfeld gab es Schlagzeilen um Rotblau. Ein heisses Gerücht rund um FCB-Stürmer Arthur Cabral kochte diese Woche hoch: Laut spanischen Medienberichten soll der grosse FC Barcelona am brasilianischen Knipser interessiert sein. Mit seinen starken Leistungen weckt Cabral in halb Fussball-Europa Begehrlichkeiten. Die Spanier benötigen nach dem drohenden Karriereende von Sergio Agüero dringend Ersatz auf der Stürmerposition. Offenbar will sich Barcelona die Dienste Cabrals bereits im Winter sichern. Bei der Ablöse war zuerst von acht Millionen Franken die Rede, nun spricht man von 15 bis 20 Millionen Franken.

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