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Der Telebasel News Beitrag vom 26. November 2021.
Baselland

Weiterer Tierriss in Delémont: War es der Wolf aus dem Baselbiet?

Nach der mehrfachen Sichtung eines Jungwolfes wird darüber spekuliert, ob der Wolf dauerhaft in die Region zurückkehrt. Der Experte winkt jedoch ab.

Seit 25 Jahren gibt es im Baselbiet keine Wölfe mehr. Die Sichtung in Zeglingen vom Montagmorgen sorgte deshalb für Aufruhr. Experten meinen, dass es ein Jungwolf sei, der von seinem Familienrudel abgewandert und auf der Suche nach einem Paarungspartner sei. Die Frage stellte sich daher, ob im Baselbiet bald ein Wolfsrudel heimisch werden könnte.

Ein klassischer «Lone Wolf»

Ein möglicher Riss in Lauwil und die Sichtung in Zeglingen und Delémont öffnen Spekulationen Tür und Tor: Haben wir es mit zwei Wölfen zu tun? Die Strecke, welche er innerhalb eines kurzen Zeitraumes zurückgelegt haben muss, ist gross. Für Ralph Manz, Wolfexperte der Stiftung KORA, gibt es zu dieser Annahme keinen Anlass: «Man muss sich bewusst sein, dass Wölfe in einer Nacht problemlos 50 Kilometer und mehr zurücklegen können. Wenn man jetzt eine Beobachtung heute am Ort A und morgen früh am Ort B macht, dann ist es gut möglich, dass es derselbe Wolf ist. Man müsste Ereignisse haben, die so klar an verschiedenen Orten stattfinden, dass man klar sagen könnte, dass es zwei Tiere sind», und das könne man in diesem Fall nicht, so Manz.

Der Experte glaubt nicht, dass es im Baselbiet mehr als einen Wolf hat. «Jungwölfe machen auch Ausflüge von ihrem Rudelgebiet. Das können Ausflüge von mehreren Tagen oder mehreren Wochen sein. Das können Ausflüge sein, die über mehrere Dutzend Kilometer von ihrem Rudel wegführen, bis sogar weit über 100 Kilometer.»

Das Baselbiet ist für Wölfe unattraktiv

Das Baselbiet sei davon abgesehen auch gar kein gutes Territorium für den Wolf. Zum Beispiel, weil es dort zu viel Verkehr gibt. Für den Wolf müsse die Nahrungsquelle stimmen, was im Baselbiet zwar der Fall sei, jedoch müsse sich das Territorium auch für die Aufzucht der Welpen eignen. «Es muss ein Gebiet sein, wo der Wolf in Ruhe die Welpen grossziehen kann. Ich glaube nicht, dass das Baselbiet dafür geeignet ist, dass ein Wolfsrudel ansässig wird. Aber beim Wolf gibt es immer Überraschungen», erklärt Manz. «Ich würde nicht die Hand ins Feuer legen, dass es nicht im nördlichen Jura vielleicht irgendwann ein Wolfsrudel gibt, das vielleicht auch ein Teil vom Baselbiet miteinschliesst. Aber rein nur auf Baselbieter Territorium gehe ich nicht davon aus, dass in den nächsten Jahren ein Wolfsrudel entsteht.»

Abschuss ist mit grossen Hürden verbunden

Es sei nicht unwahrscheinlich, dass es in den nächsten Tagen noch weitere Risse geben wird. Zum Abschuss wird der Wolf jedoch nicht freigegeben. Dafür müsste er 25 Nutztiere innerhalb kurzer Zeit reissen, damit der Kanton eine Jagdbewilligung erteilen könne. Angst beim nächsten Waldspaziergang müsse man auch nicht haben, meint Rolf Wirz, Sprecher der Volks- und Gesundheitskommission: «Ich gehe nicht davon aus, dass einzelne Wölfe oder ein Einzelgänger, vor allem so ein Jungtier, gefährlich ist für die Leute. Der wird grundsätzlich mehr Angst vor uns haben als wir vor ihm.»

3 Kommentare

  1. Das ist die Natur

    Wir Menschen verdrängen ja die Tiere und die Natur

    Ich denke, es kommen täglich mehr Menschen ums Leben durch andere Menschen als Tiere durch andere TiereReport

  2. Und ich bin entzetzt von Leuten die solchen Stuss von sich geben… die Welt gehört euch alleine und hauptsache euch gehts gut. Und ihr könnt weiterhin eure Bäuche stopfen mit Fleisch. Massentierhaltung, Schweine die noch lebend aufgehängt werden und langsam verbluten ist ok wenn ihr es macht. Jäger können Ihrem Trieb folgen statt das Wild dem Wolf zu überlassen, ect.
    Wir haben dem Wolf sein Gebiet weggenommen, es ist sein Recht hier zu leben.Report

  3. Ich bin Entsetzt was hier geschieht. Den Schafen und Ziegen lässt mann durch die Wölfe die Därme und Hälse lebend aufreissen. Wo ist da der Tierschutz. Wieviele müssen es noch sein? Der Wolf gehört doch nicht höher. Wenn in einem Stall ein paar Zentimeter fehlen da machen sich Leute vom Tierschutz stark und haben ein großes Maul damit sie die Tierhalter plagen können. Was hat das mit Tierschutz zu tun. Es ist jetzt höchste Zeit etReport

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