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Schweiz

Bundesrat trifft sich am Dienstag zur Krisensitzung

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Hotelleriesuisse sieht Annullierungswelle in vielen Betrieben
Laut dem Verband Hotelleriesuisse wirkt sich die aktuelle Corona-Pandemie-Entwicklung bereits negativ auf die Buchungszahlen aus. Viele Betriebe hätten mit einer Annullierungswelle zu kämpfen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montagabend.

Hotelleriesuisse sieht in der aktuellen Corona-Situation eine Annullierungswelle in vielen Betrieben. (Bild: Keystone)

Gründe dafür seien die Quarantäneregelungen für Gäste aus wichtigen Herkunftsländern wie Grossbritannien, den Niederlanden und Belgien und die sich verschlechternde epidemiologische Lage in der Schweiz. Hinzu kämen «massive Stornierungen» bei Firmen- und Weihnachtsanlässen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Quarantäne in vier weiteren Ländern

Das BAG verhängt für vier weitere Länder eine Quarantäne: Betroffen sind Reisende aus Portugal, Nigeria, Kanada und Japan. Wer aus diesen Ländern in die Schweiz einreist, muss einen negativen Covid-19-Test vorlegen und dann zehn Tage in Quarantäne.

Corona auch Thema bei EU-Aussenministertreffen in Barcelona

Die EU-Aussenminister und andere Vertreter der Union haben sich bei einem Treffen mit den südlichen Nachbarn der Union am Montag in Barcelona mit der Corona-Pandemie befasst. «Die Verwundbarkeit von uns Europäern ist offenkundig. Wir müssen solche globalen Bewährungsproben auch global bekämpfen», sagte der deutsche Europastaatsminister Michael Roth der Deutschen Presse-Agentur. Das setze voraus, dass Europa die Lage in den südlichen Nachbarregionen ins Blickfeld nehme. «Wir können nur dann unsere Bürgerinnen und Bürger schützen, wenn wir auch unsere Nachbarn schützen, wenn es dort genügend Impfstoffe und erfolgreiche Strategien im Kampf gegen die Pandemie gibt», betonte Roth.

Ein weiteres Thema des Treffens von 27 EU-Ländern und 15 Mittelmeeranrainern sei die Entwicklung hin zu einer ökologischen Wirtschaft gewesen. Wenn es Europa nicht gelinge, die Nachbarn einzubinden, dann werde es hier scheitern, warnte Roth. Bei den deutsch-spanischen Beziehungen rechnet Roth mit einem noch engeren Verhältnis als bisher, wenn in Madrid und Berlin in Zukunft Sozialdemokraten die Regierungschefs stellen.

Bundesrat trifft sich am Dienstag zur Krisensitzung

Der Bundesrat will aufgrund der Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie am Dienstagnachmittag in einer ausserordentlichen Sitzung eine Lagebeurteilung, wie die Bundeskanzlei am Montagabend mitteilte. Nach der Sitzung werde eine Kommunikation erfolgen.

Verfügt der Bundesrat am Dienstag neue Corona-Massnahmen? (Bild: Keystone)

Omikron: UN-Chef lobt Südafrika - und kritisiert Reisebeschränkungen

UN-Generalsekretär António Guterres hat die südafrikanische Regierung für frühzeitige Informationen in Hinblick auf die neue Coronavirus-Variante Omikron gelobt – und gleichzeitig vor einer Isolation des südlichen Afrikas durch Reisebeschränkungen gewarnt. «Ich lobe die Regierung sowie die Wissenschafts- und Gesundheitsbehörden Südafrikas dafür, dass sie früh gehandelt haben, das Aufkommen einer neuen Coronavirus-Variante zu identifizieren», sagte Guterres laut Mitteilung am Montag in New York. «Jetzt bin ich zutiefst besorgt über die Isolierung der Länder im südlichen Afrika wegen der neuen Reisebeschränkungen.»

Niedrige Impfquoten könnten zu neuen Virus-Varianten führen, davor hätten er und andere schon lange gewarnt, sagte Guterres weiter. «Die Menschen in Afrika können nicht für das unmoralisch niedrige Level von vorhandenem Impfstoff in Afrika verantwortlich gemacht werden – und sie sollten nicht dafür bestraft werden, dass sie wichtige Wissenschafts- und Gesundheitsinformationen identifiziert und mit der Welt geteilt haben.» Guterres rief Regierungen weltweit auf, noch einmal darüber nachzudenken, ob nicht Tests und andere Massnahmen für Reisende auch möglich wären, um Ansteckungen zu verhindern, aber Reisen und Handel weiter möglich zu machen.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft worden.

Biden: Omikron wird auch in die USA kommen – «kein Grund zur Panik»

US-Präsident Joe Biden hat angesichts der neuen Variante des Coronavirus vor übertriebener Angst gewarnt. Omikron sei «ein Grund zur Sorge, kein Grund zur Panik», sagte er am Montag im Weissen Haus. Die Variante unterstreiche die Dringlichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, inklusive einer Auffrischungsimpfung, sagte Biden. Die Experten gingen davon aus, dass die bisherigen Impfungen in gewissem Mass auch bei der neuen Variante vor schweren Krankheitsverläufen schützten, sagte er.

US-Präsident Joe Biden sieht in der anziehenden Omikron-Variante «keinen Grund zur Panik». (Bild: Keystone)

In Bezug auf die jüngst verhängten Beschränkungen für Einreisen aus den Ländern des südlichen Afrikas räumte Biden ein, diese könnten die Ankunft der Variante in den USA «nicht verhindern». Es werde «früher oder später» auch in den USA bestätigte Fälle geben. Die Beschränkungen dürften die Entwicklung aber verlangsamen und den Menschen damit mehr Zeit geben, sich impfen zu lassen, wie er weiter sagte. Falls es angesichts der neuen Variante neue Impfstoffe brauchen sollte, werde seine Regierung alles in ihrer Macht stehende tun, dies rasch zu ermöglichen, versprach Biden.

Erstmals Omikron-Infektion auch in Schweden bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals auch in Schweden festgestellt worden. Das teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Montagabend mit. Sie sei in einer etwas mehr als einer Woche alten Probe einer reisenden Person nachgewiesen worden, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten habe. Die Person stamme aus der südschwedischen Region Skåne. Es sei erwartet worden, dass die Variante auch in Schweden auftauchen werde.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest. Mittlerweile sind in etlichen Ländern – darunter auch Deutschland – Fälle der Variante entdeckt worden.

Omikron erstmals auch in Spanien nachgewiesen

Erstmals ist auch in Spanien ein Fall der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. Das teilte das Labor für Mikrobiologie des Krankenhauses Gregorio Marañón in Madrid am Montag auf Twitter mit. Es handele sich um einen Patienten, der aus Südafrika eingereist sei. Ihm gehe es soweit gut, schrieb das Labor weiter.

Die Corona-Lage ist in Spanien wegen der relativ hohen Impfbereitschaft noch etwas entspannter als in zentraleuropäischen Ländern. Aber auch in dem beliebten Urlaubsland steigen die Corona-Zahlen, die Sorge vor der neuen Virus-Variante geht um. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei etwa 100, die Impfquote bei fast 80 Prozent.

G7 zu Omikron: Zugang zu Impfstoffen von "strategischer Relevanz"

Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben die Bedeutung des Zugangs zu Impfstoffen im Kampf gegen die Corona-Variante Omikron hervorgehoben. Es sei von «strategischer Relevanz», sicherzustellen, dass der Zugang zu Impfstoffen ermöglicht werde, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach einem von Grossbritannien einberufenen Online-Treffen am Montag. Das bedeute auch, die Zusagen für Impfstoffspenden voranzubringen. Zugleich betonten die Minister, dass die Impfkampagnen in Entwicklungsländern beschleunigt werden müssten. Dazu solle es Hilfestellungen geben. Konkrete Zusagen gab es am Montag aber keine.

Zur Gruppe der G7-Staaten gehören neben Grossbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

Lobend hervorgehoben wurde bei dem Treffen insbesondere die Rolle Südafrikas bei der Entdeckung der Omikron-Variante. «Die Minister lobten die beispielhafte Arbeit Südafrikas sowohl beim Entdecken der Variante als auch bei der Alarmierung anderer», hiess es in der Mitteilung. Man wolle in den kommenden Wochen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und internationalen Partnern «weiterhin eng zusammenarbeiten», um Informationen auszutauschen und die Variante zu beobachten.

Omikron: Soll ich mit dem Booster auf den angepassten Impfstoff warten?

Während erste Impfstoffentwickler bereits angekündigt haben, ihre Vakzine an die neue Omikron-Variante des Coronavirus anzupassen, stellt sich die Frage: Jetzt bosstern lassen oder doch lieber auf den neuen Impfstoff warten? Anne Lévy, Direktorin des Bundesamts für Gesundheit BAG und Tanja Stadler, Präsidentin der National COVID-19 Science Task Force, geben an der Medienkonferenz vom Montagnachmittag eine klare Antwort.

(Video: Keystone-SDA)

Zahl sexuell übertragener Infektionen 2020 stabil bis abnehmend

Die Zahl der sexuell übertragenen Infektionen ist 2020 stabil geblieben oder ging zurück. Die Corona-Pandemie schränkte allerdings die Testmöglichkeiten etwas ein, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem am Montag veröffentlichten Bulletin schrieb.

Die Anzahl der Diagnosen mit dem Humanen Immunschwäche-Virus (HIV) sinkt demnach in der Schweiz seit 2002, so auch im vergangenen Jahr. 2020 wurden dem BAG erstmals seit Beginn der HIV-Epidemie Anfang der 1980er-Jahre weniger als 300 Fälle gemeldet (Inzidenz 3,3 pro 100’000 Einwohner). In den 1990er-Jahren waren es im Durchschnitt 1300 Fälle pro Jahr.

Die Zahl sexuell übertragbarer Infektionen blieb in der Schweiz 2020 stabil. (Symbolbild: Keystone)

Eine wesentliche Grundlage dieses Rückgangs ist gemäss BAG eine nachhaltige «HIV-Kaskade», in der fast alle Personen mit HIV ihren Status kennen und rasch wirksam behandelt werden, sodass sie das Virus nicht mehr weitergeben.

Kantone könnten in kommenden Tagen weitere Massnahmen beschliessen

Der oberste Schweizer Kantonsarzt rechnet mit zusätzlichen Massnahmen gegen das Coronavirus in den kommenden Tagen durch die Kantone. Möglich seien etwa eine Ausweitung der Maskenpflicht, verstärkte Massnahmen an Schulen, repetitive Tests in Gesundheitsinstitutionen und an Veranstaltungen, sagte Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS), am Montag vor den Medien in Bern. Alles dazu lesen Sie hier.

Omikron wird vermutlich weiter den Pandemie-Verlauf prägen

Die neue Coronavirus-Variante Omikron hat laut Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein bedeutendes Potenzial, den weiteren Verlauf der Pandemie zu prägen. Sie trübe die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate weiter.

Verlässliche Aussagen über die Auswirkungen von Omikron dürften allerdings erst in einigen Wochen möglich sein, sagte Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Montag vor den Medien in Bern weiter. Es werde aber vermutet, dass diese neue Virusvariante die Immunantwort besser als bisherige Varianten umgehen könne. Laut Mathys könnte sich durch diesen neuen Akteur der Verlauf der Pandemie massgeblich verändern. Alles Informationen gibt es hier.

BAG: Auffrischimpfung ab sofort für alle ab 16 Jahren erhältlich

Ab (heute) Montag sind Auffrischimpfungen in allen Kantonen für Personen ab 16 Jahren erhältlich. Das sagte BAG-Direktorin Anne Lévy vor den Medien.

«Wichtig ist zurzeit, dass wir die 5. Welle der Ansteckungen brechen, die durch die Delta-Variante verursacht wird», sagte Lévy. Die Auffrischimpfung wirke gegen die Delta-Variante.

Die Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wies darauf hin, dass in den vergangenen Wochen die Anzahl der Ansteckungen, Spitaleintritte und Aufnahmen in Intensivstationen von Spitälern stark zunahm. Mehr dazu gibt es hier.

Unter 30-Jährige sollen möglichst Biontech/Pfizer-Impfung erhalten

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt neu Personen unter 30 Jahren für die Grundimmunisierung vor allem den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Cormirnaty). Diese Empfehlung haben das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) abgegeben.

In der Schweiz sollen alle unter 30 nur noch mit Biontech/Pfizer geimpft werden. (Bild: Keystone)

Das Internetportal 20 Minuten berichtete am Montag über die angepasste Impfempfehlung vom Freitag. Nach BAG-Angaben erfolgte die Änderung aufgrund neuer Sicherheitsdaten aus internationalen Analysen zu Meldungen über Herzmuskelentzündungen. Das Vakzin des US-Herstellers Moderna sollte daher vorzugsweise nicht mehr an unter 30-Jährige geimpft werden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Wissenschaftlerin: Erste Hinweis auf Omikron kamen aus Botsuana

Erste Hinweise auf die neue Corona-Variante Omikron kamen nach Wissenschaftler-Angaben aus dem afrikanischen Staat Botsuana. Das sagte die Wissenschaftlerin Anne von Gottberg vom Nationalen Institut für Ansteckende Krankheiten NICD am Montag in Johannesburg: «Botsuana hat als erstes eine der Sequenzen identifiziert.»

Die Wissenschaftler des Nachbarstaates hätten ihre Erkenntnisse dann in eine international zugängliche Datenbank eingetragen. «Aber es brauchte noch weitere Sequenzforschungen um zu erkennen, was da passiert», erklärte von Gottberg auf einer Pressekonferenz des südafrikanischen Gesundheitsministeriums.

Die Information aus Botsuana habe südafrikanischen Experten geholfen, nach weiteren Untersuchungen den steilen Anstieg der täglichen Infektionszahlen im eigenen Land mit der neuen Variante zu erklären. Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla infomierte am vergangenen Donnerstag die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse.

G7-Gesundheitsminister beraten über Omikron-Variante des Coronavirus

Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben am Montag ihre Beratungen über die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Das bestätigte ein Sprecher der britischen Regierung, die das ausserplanmässige virtuelle Treffen zuvor einberufen hatte.

Grossbritannien hat noch bis zum Jahresende den Vorsitz der G7-Staaten inne. Zur Gruppe der G7-Staaten gehören neben Grossbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

So verteilen sich die Corona-Fälle in der Schweiz

So verteilen sich die Corona-Impfungen in der Schweiz

Chinas Präsident Xi verspricht Afrika eine Milliarde Impfdosen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Chinas Staats- und Parteichef dem afrikanischen Kontinent eine Milliarde Impfdosen in Aussicht gestellt. In einer Rede per Video auf dem China-Afrika-Kooperationsforum (Focac) in Dakar in Senegal sagte Xi Jinping am Montag, 600 Millionen Impfdosen wolle China kostenlos zur Verfügung stellen.

Weitere 400 Millionen sollten Unternehmen beider Seiten gemeinsam produzieren. Ziel sei es, die Impfquote in Afrika zu erhöhen. Xi Jinping verwies auf das Ziel der Afrikanischen Union (AU), noch in diesem Jahr eine Quote von 60 Prozent zu erreichen. Als Unterstützung werde China auch 1500 medizinische Fachkräfte in Teams nach Afrika entsenden, kündigte Xi Jinping an. Nach Angaben von Experten liegt die Impfquote in vielen afrikanischen Ländern bisher nur im einstelligen Bereich.

Biontech arbeitet an Impfstoff-Anpassung

Der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech hat mit der Entwicklung eines Vakzins gegen die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Das sei Teil des Standardvorgehens bei neuen Varianten, teilte das Unternehmen am Montag mit.

«Die ersten Schritte bei der Entwicklung überschneiden sich mit den nötigen Untersuchungen, ob überhaupt ein neuer Impfstoff nötig ist.» Derzeit ist noch unklar, ob die aktuellen Corona-Impfstoffe auch vor der neuen Variante schützen.

Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. (Bild: Keystone)

Von der neuen Variante geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit insgesamt ein «sehr hohes» Risiko aus. Es sei mit steigenden Fallzahlen zu rechnen. Auch bei geimpften Personen dürfte es Infektionen und Covid-19-Erkrankungen geben, «wenn auch in einem kleinen und vorhersehbaren Verhältnis».

Auch der Impfstoffentwickler Moderna arbeitet an einer verbesserten Version seines Vakzins. Omikron hat nach Angaben der WHO besonders viele Mutationen auf dem Spike-Protein, auf das die Corona-Impfstoffe abzielen.

WHO: Spenden von Corona-Impfstoffen müssen besser geplant werden

Spenden von Corona-Vakzinen an Entwicklungsländer müssen nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besser organisiert werden, um Impfkampagnen zu beschleunigen. Geberländer sollten weniger aus dem Augenblick heraus, sondern vorhersehbar und in grossen Mengen spenden, forderten die WHO, die globale Impfinitiative Covax und die Beschaffungskommission der Afrikanischen Union (Avatt) am Montag. Bislang seien laut WHO weltweit mehr als 90 Millionen Covid-19-Impfdosen mit Hilfe von Covax und Avatt gespendet worden. Der Grossteil der Spenden sei relativ spontan erfolgt.

Zudem seien viele Dosen mit nur noch kurzer Haltbarkeit in den Ländern eingetroffen. Dies mache es für Staaten extrem schwierig, Impfkampagnen nachhaltig zu planen, so die WHO. Die Versorgung müsse berechenbarer und zuverlässige werden. Gespendete Impfstoffe sollten mindestens zehn Wochen haltbar sein, hiess es. Auch das notwendige Impfmaterial – etwa Spritzen, Verdünnungsmittel und Frachtkosten – sollte in der Spende eingeschlossen sein, um den logistischen Aufwand zu reduzieren.

In Afrika sind nach Angaben des Afrikanischen Zentrums für Infektionskrankheiten (Africa CDC) 6,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Vergangene Woche wurde im südlichen Afrika die Virusvariante Omikron nachgewiesen, die inzwischen von der WHO als besorgniserregend eingestuft wurde.

BAG meldet 19’402 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG seit Freitag 19’402 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 35 neue Todesfälle und 155 Spitaleinweisungen.

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Lufthansa und Schweizer Töchter fliegen Südafrika weiter an

Die Lufthansa hat trotz der verschärften Warnung der deutschen Bundesregierung vor Reisen nach Südafrika wegen der neuen Virusvariante Omikron keine Flüge gestrichen. «Es gibt aktuell keine Anpassungen an den Flugplan, und unsere Flüge sind weiterhin gut gebucht», erklärte eine Lufthansa-Sprecherin am Montag.

Die Lufthansa fliegt 17 Mal wöchentlich von Deutschland nach Südafrika, wie die Airline vergangene Woche mitteilte. Seit Sonntag sind Südafrika und sieben weitere Staaten der Region vom deutschen Auswärtigen Amt als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, das Airlines nur noch deutsche Staatsbürger und solche mit Wohnsitz in Deutschland von dort zurückfliegen dürfen. Reiserückkehrer müssen sich testen lassen und 14 Tage in Quarantäne, auch Geimpfte.

Laut der Webseite des Flughafens Zürich ist bislang auch aus der Schweiz keiner der Flüge nach Südafrika von Swiss oder Edelweiss gestrichen. «Die Strecke von und nach Johannesburg bedienen wir bis auf Weiteres. Voraussetzung ist die behördliche Genehmigung der Flüge», sagte ein Swiss-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Winteruniversiade Luzern 2021 wegen Omikron abgesagt

Zwölf Tage vor der geplanten Eröffnung ist die Winteruniversiade Luzern 2021 am Montag abgesagt worden. Die Organisatoren des internationalen Hochschulsportanlasses begründen dies mit den jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie.

Die Winteruniversiade ist nach den Olympischen Winterspielen der grösste Multisportanlass, der im Winter stattfindet. Die 30. Ausgabe hätte vom 11. bis 21. Dezember 2021 an verschiedenen Orten in der Zentralschweiz und in Graubünden stattfinden sollen.

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Zwölf Tage vor der geplanten Eröffnung ist die Winteruniversiade Luzern 2021 am Montag abgesagt worden. (Bild: Keystone)
Jetzt preschen Politiker mit 2G vor

Mit dem deutlichen Ja zum Covid-Gesetz im Rücken machen sich Politiker für eine Einführung von 2G stark. Vor allem, sollten die Fallzahlen weiter steigen.

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Mit dem deutlichen Ja zum Covid-Gesetz im Rücken machen sich Politiker für eine Einführung von 2G stark. (Bild: Keystone)
Erster Omikron-Fall in Österreich bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Österreich nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium in Wien bestätigte einen Fall aus Tirol. Laut Tiroler Behörden handelt es sich um eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Person habe aber keine Krankheitssymptome.

29'364 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – Inzidenz bei 452,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 452,4 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 446,7 gelegen, vor einer Woche bei 386,5 (Vormonat: 64,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen einem Tages 29’364 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3:34 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 30’643 Ansteckungen gewesen. 68 Prozent der Deutschen sind laut der Impfkampagnen-Seite der Bundesregierung mittlerweile vollständig geimpft.

Etwa ein Viertel der deutschlandweit registrierten Corona-Neuinfektionen meldete das Land Bayern. Von dort mussten erste Corona-Patienten angesichts der angespannten Lage in den Krankenhäusern zur Behandlung in andere deutsche Länder ausgeflogen werden.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 62 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5’791’060 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 100’956.

Berset appelliert an WHO-Länder: «Wir dürfen nicht scheitern»

«Wir dürfen nicht scheitern.» Zum Auftakt eines Treffens von 194 Ländern der Weltgesundheitsorganisation WHO hat Bundesrat Alain Berset die internationale Gemeinschaft am Montag zu einer verbindlichen Vereinbarung zur Vorbereitung auf Pandemien aufgerufen. «Wir müssen jetzt die Lücken und Mängel des bestehenden Systems beheben», sagte der Schweizer Gesundheitsminister in einer Videobotschaft zur Eröffnung der dreitägigen Sondersitzung der WHO in Genf. «Es liegt in unserer Verantwortung gegenüber den heutigen und zukünftigen Generationen», fügte Berset hinzu.

Zum Auftakt eines Treffens von 194 Ländern der Weltgesundheitsorganisation WHO hat Bundesrat Alain Berset die internationale Gemeinschaft am Montag zu einer verbindlichen Vereinbarung zur Vorbereitung auf Pandemien aufgerufen. (Bild: Keystone)
13 Omikron-Fälle bei portugiesischer Fussballmannschaft Belenenses

Auch in Portugal ist erstmals die neue Corona-Variante Omikron festgestellt worden. Das Virus sei bei 13 Spielern und anderen Mitgliedern des Erstliga-Fussballclubs Belenenses SAD festgestellt worden, teilte die Generalsekretärin der Gesundheitsbehörde, Graça Freitas, am Montag mit, wie die Zeitung «Público» berichtete. Die Betroffenen seien isoliert worden und nicht schwer erkrankt, habe Freitas betont. Um eine Ausbreitung der neuen Virusvariante zu stoppen, habe die Gesundheitsbehörde in diesen Fällen strengere Quarantäneauflagen und weitere Tests angeordnet.

Die neue Corona-Variante Omikron sei bei 13 Spielern und anderen Mitgliedern des Erstliga-Fussballclubs Belenenses SAD festgestellt worden. (Bild: Keystone)

Noch bevor bekannt wurde, dass es sich um Fälle von Omikron handelt, hatten besonders viele Corona-Fälle bei Belenenses am Samstag schon zu einem Eklat geführt. Weil das Schlusslicht der Liga gegen den Stadtrivalen Benfica Lissabon nur noch sechs Spieler aufbieten konnte, war die Partie in der 48. Minute beim Stand von 0:7 abgebrochen worden. Freitas wies eine Verantwortung der Gesundheitsbehörde bei der Genehmigung des Spiels zurück. Sie sprach sich dafür aus, alle Teilnehmer des Spiels beider Mannschaften testen zu lassen.

Novartis Onkologie-Chefin warnt vor Krebs-Pandemie

Mit seinen mehr als 20 Jahren Erfahrung gehört der Pharmakonzern Novartis zu den Pionieren in der Krebsforschung. Dabei zeichnen sich die Basler vor allem dadurch aus, dass sie verstärkt auf neuartige Technologien setzen. Derweil warnt die Sparten-Chefin Susanne Schaffert im Interview mit AWP, dass die Covid-19-Pandemie eine Krebs-Pandemie ausgelöst haben könnte.

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(Bild: Keystone)
Virologe: Bis zum Wochenende 10'000 neue Corona-Fälle in Südafrika

Der südafrikanische Virologe Salim Abdool Karim erwartet in dem Kap-Staat bis zum Ende der Woche einen Anstieg der landesweiten Corona-Infektionen um rund 10’000 neue Fälle. Dennoch bestehe kein Grund zur Panik, sagte er am Montag. Er erwartet auch für Dezember ein schnelles Ansteigen der Fallzahlen und mehr Druck auf die Krankenhäuser. Das Auftauchen der neue Omikron-Coronavariante war nach seiner Ansicht kaum überraschend: «Wir hatten das erwartet – wir wussten nur nichts über das Wie und Wann», sagte er.

Die neue Omikron-Coronavariante sei relativ einfach nachzuweisen und es gebe kaum Anlass, bisherige Behandlungsmethoden zu ändern. Auch wenn es fraglich bleibe, ob bisherige Impfstoffe nun genügend Schutz böten, dürfte er weiterhin hoch sein. Die frühe Entdeckung der Variante durch südafrikanische Experte sei somit kein Grund zu Überreaktionen wie Grenzschliessungen, sagte Karim.

Der südafrikanische Gesundheitsminister Joe Phaahla warnte ebenfalls vor Panik. Wichtig sei es nun, die Charakteristika der Variante zügig zu erforschen. Die Reisebeschränkungen gegen mehrere Länder des südlichen Afrikas seien unnötig.

Nachdem es im Mitte November mit weniger als 300 täglichen Fallzahlen die geringsten Infektionswerte der ganzen Pandemie in Südafrika mit einer Inzidenz von gerade mal einem Prozent gegeben haben, steigen die Zahlen nun stark. Vor allem jüngere Menschen seien betroffen, erklärte das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD. Bei den Todeszahlen gebe es bisher allerdings einen eher geringen Anstieg.

Vergangene Woche hatten südafrikanische Virologen die Entdeckung der neuen Variante bekanntgegeben. Bisher sind erst 41 Prozent der Bevölkerung in der 60-Millionen-Nation geimpft. Südafrika ist zahlenmässig das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Afrika. Bislang wurden dort knapp 3 Millionen Fälle dokumentiert. Rund 90’000 Menschen starben an den Folgen einer Infektion. Die Restriktionen hatten verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Omikron stellt laut WHO «sehr hohes» globales Risiko dar

Von der neuen Coronavirus-Variante Omikron geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein weltweit insgesamt «sehr hohes» Risiko aus. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren globalen Ausbreitung sei gross, warnte die WHO am Montag.

Es sei mit steigenden Covid-19-Fallzahlen zu rechnen, hiess es in dem Schreiben an ihre 194 Mitgliedstaaten. In einigen Gebieten drohten ernsthafte Folgen. Auch bei geimpften Personen dürfte es Infektionen und Covid-19-Erkrankungen geben, «wenn auch in einem kleinen und vorhersehbaren Verhältnis». Die WHO rief dazu auf, das Impftempo bei Hoch-Risiko-Gruppen zu beschleunigen und sicherzustellen, dass Pläne zur Eindämmung in Kraft seien, um wesentliche Teile des Gesundheitssystems aufrecht zu halten.

Von der neuen Coronavirus-Variante Omikron geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein weltweit insgesamt «sehr hohes» Risiko aus. (Symbolbild: Keystone)

«Omikron hat eine beispiellose Anzahl von Spike-Mutationen, von denen einige wegen ihrer potenziellen Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie besorgniserregend sind», befand die WHO. Um jedoch besser zu verstehen, warum die Variante das Potenzial habe, den Schutz durch Impfungen oder vorangegangene Infektionen zu umgehen, seien weitere Forschungen nötig. Mehr Daten würden in den kommenden Wochen erwartet.

Omikron: China sieht sich als «uneinnehmbare Festung»

Vor dem Hintergrund der sich weltweit verbreitenden neuen Coronavirus-Variante Omikron sieht China sich in seiner strikten Null-Covid-Strategie bekräftigt. China sei eine «uneinnehmbare Festung» für das Virus, kommentierte am Montag die parteinahe Staatszeitung «Global Times».

Der Null-Corona-Ansatz des Landes sei zwar im Westen auf viel Kritik gestossen. Doch die neue «Angriffswelle» von Omikron zeige, dass China am besten dafür gerüstet sei, eine Verbreitung des Virus zu verhindern.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte Strategie, mit der Corona-Infektionen möglichst komplett unterbunden werden sollen. Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Virus weitgehend im Griff.

Bislang hat das rigorose Vorgehen tatsächlich stets dazu geführt, dass die meist kleinen Ausbrüche nach wenigen Wochen wieder unter Kontrolle gebracht werden konnten. Jedoch haben sich neue Wellen seit dem Auftreten der deutlich ansteckenderen Delta-Variante gehäuft. Am Montag meldeten die Behörden landesweit 21 neue lokale Infektionen.

An den Schwyzer Schulen wird das Coronaschutzkonzept verschärft

In den Schulen im Kanton Schwyz gelten ab dem 1. Dezember verschärfte Corona-Schutzmassnahmen. Für die Sekundarstufe II wird neu wieder eine Maskenpflicht eingeführt, auf den unteren Stufen wird diese nach einem Ausbruch verordnet, wie das Bildungsdepartement am Montag mitteilte.

Die Maskenpflicht werde in der Volksschule nach einem positiven Testergebnis für die Schülerinnen und Schüler ab der 3. Klasse für rund 14 Tage gelten. Sie könne je nach Lage für eine bestimmte Klasse oder alle Klassen sowie nur für Innenräume oder für das ganze Areal verordnet werden. Ferner könnten Schulanlässe und Lager untersagt werden.

An den Mittelschulen und an den Berufsfachschulen müssen ab Mittwoch alle, die ein Schulgebäude betreten, eine Maske tragen. Für den eigentlichen Unterricht im Klassenverband kann die Maske abgenommen werden, sofern der notwendige Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Spezielle Vorschriften gelten im Sportunterricht und in Lektionen, bei den Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassen miteinander unterrichtet werden (etwa Freifächer).

Die Anpassung der Schutzkonzepte solle dazu beitragen, dass der Präsenzunterricht an den Schulen sicher weitergeführt werden könne, teilte das Bildungsdepartement mit. Es sei von zentraler Bedeutung, dass der Schulbetrieb im Präsenzunterricht möglich sei.

Ehepaar nach Flucht aus Quarantäne-Hotel in Flugzeug festgenommen

In den Niederlanden ist ein Ehepaar aus einem Quarantäne-Hotel für positiv auf Corona getestete Reisende aus Südafrika geflohen. Die Grenzpolizei am Amsterdamer Flughafen Schiphol nahm den Mann aus Spanien und die Frau aus Portugal am Sonntagabend, 28. November, in einem Flugzeug fest, das nach Spanien starten sollte.

Wie das Paar aus dem Quarantäne-Hotel in der Nähe des Flughafens entkommen konnte, sei ein Rätsel, sagte ein Sprecher der Grenzpolizei nach Angaben des Senders NOS. «Verschiedene Einheiten sorgen dafür, dass niemand in das Hotel oder heraus gelangt, darunter auch die Grenzpolizei.» Unklar ist den Polizeiangaben zufolge auch, wie die beiden in das Flugzeug gelangen konnten. Nach ihrer Festnahme wurden sie der niederländischen Gesundheitsbehörde übergeben und wieder unter Quarantäne gestellt.

In den Niederlanden ist ein Ehepaar aus einem Quarantäne-Hotel für positiv auf Corona getestete Reisende aus Südafrika geflohen. (Bild: Keystone)

Die Polizei erstattete Anzeige wegen Verletzung der gesetzlichen Quarantänepflicht. Über ein Strafverfahren wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit müsse nun die Staatsanwaltschaft entscheiden, sagte der Sprecher.

Auf dem Amsterdamer Flughafen waren am Freitag bei 61 von 624 Passagieren, die aus Südafrika eingereist waren, Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Betroffenen wurden in das Quarantäne-Hotel gebracht. Am Sonntag teilte der staatliche Gesundheitsdienst RIVM mit, dass mindestens 13 der 61 positiv getesteten Personen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infiziert seien. Ob auch das geflohene Ehepaar mit dieser wahrscheinlich hoch ansteckenden Variante infiziert ist, war zunächst unklar.

Schweiz Tourismus befürchtet Auswirkungen auf Wintersaison

Wegen der neuen, besorgniserregenden Virusvariante Omikron befürchtet Schweiz Tourismus Auswirkungen auf die Wintersaison. Jede Art von Unsicherheit sei schädlich für den Tourismus, so Markus Berger, Sprecher der Marketingorganisation gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Es sei deshalb von zentraler Bedeutung, dass man rasch Klarheit über die Folgen der neuen Mutation bekomme. Britische Medien würden bereits die Wintersaison in der Schweiz absagen.

Corona-Reisebeschränkungen zwischen Singapur und Malaysia gelockert

Singapur und Malaysia haben nach fast zwei Jahren die Corona-Reisebeschränkungen an ihrer gemeinsamen Landgrenze gelockert. Seit Montag dürfen unter anderem geimpfte Staatsbürger beider Länder wieder über Grenze, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Die Grenze zwischen beiden Staaten gilt als eine der verkehrsreichsten Landgrenzen der Welt.

Vor der Pandemie pendelten täglich etwa 300’000 Menschen von Malaysia in den benachbarten Stadtstaat, um dort unter anderem im öffentlichen Nahverkehr oder der Elektronikindustrie zu arbeiten. Als im März 2020 die Grenzen geschlossen wurden, blieben viele Malaysier in Singapur, um weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen.

Experten: Omikron könnte in HIV-Patienten entstanden sein

Die überraschend viele Mutationen tragende Corona-Variante Omikron könnte Experten zufolge in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschwäche entstanden sein. Das sei denkbar und wahrscheinlich, ähnliche Befunde seien in anderen Fällen bereits publiziert worden, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), der Nachrichtenagentur dpa.

In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne sich das Virus über viele Wochen vermehren, so Watzl. «Dabei können immer wieder vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren können.» Damit könnten zusätzliche Mutationen entstehen, die dann in der Kombination eventuell einen Vorteil brächten.

«Die vielen Mutationen sprechen für Entstehung in HIV-Patienten», hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schon am Freitag getwittert.

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Neue Virusvariante breitet sich aus – G7-Gesundheitsminister beraten

Die Ausbreitung der neu entdeckten Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weltweit für Beunruhigung. Um die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren, hat Grossbritannien für Montag, 29. November, ein ausserplanmässiges Treffen der Gesundheitsminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) einberufen, wie die britische Regierung am Sonntagabend mitteilte. Die Uhrzeit der Beratungen und in welcher Form sie stattfinden, war zunächst unklar. Grossbritannien hat noch bis Ende des Jahres den Vorsitz der G7-Staaten inne. Neben Deutschland und Frankreich gehören auch Italien, die USA, Kanada und Japan zu dem Bündnis.

Zwei Omikron-Fälle auch in Kanada entdeckt

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörde der Provinz Ontario teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarantäne.

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. (Symbolbild: Keystone)
Pandemie-Abkommen: WHO-Mitglieder einig über geplante Verhandlungen

Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich auf einen Zeitplan für ein Abkommen zur besseren Bewältigung von Pandemien verständigt. Das gab die deutsche diplomatische Vertretung in Genf am Sonntagabend bekannt. Es wurde ein Konsens erzielt, dass Verhandler spätestens im März zusammentreten. Nach einem Zwischenbericht im Mai 2023 soll dann das Verhandlungsergebnis im Mai 2024 vorliegen.

Diese Woche tagt von Montag bis Mittwoch eine WHO-Ministerkonferenz im Hybridformat, um diesen Prozess mittels einer Resolution auf den Weg zu bringen. Im entsprechenden Resolutionsentwurf ist die Rede von Verhandlungen über «einen Vertrag, ein Abkommen oder eine andere internationale Übereinkunft der WHO» über die Verhinderung und Bewältigung von Pandemien. Es ist somit noch unklar, ob schlussendlich ein rechtlich bindender Pakt oder etwas Unverbindlicheres ausgearbeitet wird. Das Ziel ist jedenfalls, für die schnelle und faire Verteilung von Medikamenten und Impfstoffen auf der ganzen Welt zu sorgen.

Die EU und andere Staaten haben einen verbindlichen globalen Pandemievertrag vorgeschlagen. Deutschland steht hinter der Idee. Die USA und China sind skeptisch. Sie wollen eigentlich keine neuen multilateralen Verpflichtungen eingehen.

Neue Variante Omikron nun offenbar auch in der Schweiz

Nun hat wahrscheinlich auch die Schweiz den ersten Omikron-Coronavirus-Fall. Es handelt sich um «eine Person, vor rund einer Woche zurückgekehrt aus Südafrika», wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagabend, 28. November, mitteilte. Eine Sequenzierung werde in den kommenden Tagen Gewissheit bringen.

Aus immer mehr Ländern waren in den vergangenen Tagen Ansteckungen mit der als besonders gefährlich eingestuften neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Variante am Freitag als «besorgniserregend» eingestuft.

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Omikron: Grossbritannien beruft G7-Treffen der Gesundheitsminister ein

Angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus hat Grossbritannien ein ausserplanmässiges Treffen der G7-Gesundheitsminister einberufen. Die Fachminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen werden am Montag die aktuellen Entwicklungen diskutieren, wie die britische Regierung am Sonntagabend mitteilte. Grossbritannien hat noch bis Ende des Jahres den Vorsitz der G7-Staaten inne. Neben Deutschland und Frankreich gehören auch Italien, die USA, Kanada und Japan zu dem Bündnis.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern – darunter auch Deutschland und Grossbritannien – Fälle der Variante aufgetaucht. Mehrere Länder haben bereits wieder schärfere Reisebeschränkungen eingeführt.

Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an

Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Massnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellte am Sonntagabend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden. Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende liess er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf.

Vergangenen Donnerstag hatten südafrikanische Virologen die Entdeckung der neuen Variante bekanntgegeben. Sie waren stutzig geworden, weil die landesweite Inzidenz von knapp zwei plötzlich auf neun Prozent in die Höhe geschnellt war. Besonders betroffen ist das Ballungszentrum um die Städte Pretoria und Johannesburg (Gauteng-Provinz), wo rund 80 Prozent aller Neuinfektionen registriert wurden.

Bund setzt vier weitere Länder auf die Quarantäneliste

Der Bund setzt vier weitere Länder auf die Quarantäneliste: Wer aus Angola, Australien, Dänemark oder Sambia in die Schweiz einreist, muss einen negativen Covid-19-Test vorlegen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Die Regelung gilt ab Sonntagmitternacht und soll die Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron verhindern.

Damit sind nun 19 Länder auf der Quarantäneliste, wie das Innendepartement (EDI) am Sonntagabend im Bundesblatt bekanntgab. Angefangen hatte es am Freitag mit einem Verbot von Direktflügen aus Südafrika und einem Einreisestopp für Reisende aus Botsuana, Eswatini, Hongkong, Israel, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. Davon ausgenommen sind allerdings Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz verfügen.

Seit Samstag mussten alle Personen beim Einsteigen (Boarding) in ein Flugzeug und bei der Einreise in die Schweiz aus Grossbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Ägypten und Malawi einen negativen Covid-19-Test vorlegen und zehn Tage in Quarantäne. Für Belgien gilt dies schon seit Freitag.

Spanien lässt nur noch Geimpfte aus Grossbritannien einreisen

Spanien wird wegen der neuen Virusvariante Omikron ab Mittwoch aus Grossbritannien nur noch vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte einreisen lassen. Das geht aus einer am Sonntag im Amtsblatt veröffentlichten Verordnung des Innenministeriums in Madrid hervor. Bisher wurden bei Reisenden aus Grossbritannien genauso wie etwa aus Deutschland Einreisenden auch ein Nachweis über eine Genesung von einer Corona-Erkrankung oder ein negatives Testergebnis akzeptiert. «Das Auftreten neuer Varianten des Erregers der Krankheit zwingt in diesen Zeiten zu verschärften Reisebeschränkungen», heisst es in der Verordnung.

Tourismusbranche dürfte leiden

Die neue Beschränkung der Reisemöglichkeiten dürfte der spanischen Tourismusbranche schaden, da Grossbritannien mit mehr als 20 Prozent die meisten ausländischen Urlauber in Spanien stellt. Bisher sind etwa 69 Prozent der Briten vollständig geimpft. Das bedeutet, dass mehr als 20 Millionen Briten ab Mittwoch nicht mehr nach Spanien reisen dürfen.

Reisende aus Südafrika, Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia und Simbabwe müssen bei der Einreise nach Spanien nicht nur nachweisen, dass sie vollständig gegen Corona geimpft sind, sondern auch einen negativen Test vorweisen.

Massnahmen-Kritiker verschaffen in Bern ihrem Unmut Luft

Der grosse Aufmarsch der Corona-Massnahmen-Gegner ist am Sonntag in Bern ausgeblieben. Nach dem klaren Ja zum Covid-19-Gesetz versammelten sich am Nachmittag bloss einige Dutzend Personen auf dem Bundesplatz. Im Schneegestöber schwenkten sie Schweizerfahnen und skandierten «Liberté!» (Freiheit). Die Kantonspolizei Bern tolerierte die Versammlung.

Später marschierten etwa 50 Menschen durch die Innenstadt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Polizei begleitete den Umzug. In der Nähe eines Weihnachtsmarktes seien Feuerwerkskörper gezündet worden, meldete die Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter. Böller seien auch in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden.

Am Rande des Umzugs kam es vereinzelt zu gehässigen Konfrontationen zwischen Demonstrierenden und Dritten. Die meisten Passanten schauten dem Treiben aber gelassen zu. Die Polizei kontrollierte im Laufe des Nachmittags nach eigenen Angaben mehrere Personen. Einige von ihnen brachte sie auf die Wache. In mindestens einem Fall ging es um das Missachten einer Fernhalteverfügung.

Gegner der Corona-Massnahmen hatten im Internet zu einer Kundgebung in Bern am Abstimmungssonntag aufgerufen. (Bild: Keystone)
Berset zu Omikron: «Risiko für zwei parallele Pandemien»

Bundesrat Alain Berset äusserte sich an der Medienkonferenz am Sonntagabend zur neusten Entwicklung im Zusammenhang mit der Mutation Omikron. «Wir wissen noch sehr wenig über die neue Mutation. Wir haben aber Signale, dass sie mindestens teilweise impfevasiv sein kann.» Dies sei eine sehr schlechte Nachricht, meine er. «Das Risiko wäre, dass wir zwei Pandemien parallel erleben müssten.»

Gewinner sehen Vernunft als Siegerin, Verlierer die Einschüchterung

Die Reaktionen der siegreichen Befürworter des Covid-Gesetzes und jene der unterlegenen Gegner deuten nicht darauf hin, dass sich die Gräben zwischen den Lagern so rasch wieder schliessen lassen. Die Gewinner sprechen von einem Vertrauensbeweis aus Vernunft, die Verlierer von einer Irreführung.

So erwarten etwa die Grünen nach dem «pragmatischen und enorm wichtigen Ja» von den Gegnern des Gesetzes, dass diese das demokratische Ergebnis akzeptieren und «dazu beitragen, dass die Schweiz zu einer gesunden Diskussionskultur zurückfindet». Auch die FDP hofft, dass «künftig wieder konstruktive Ansätze die Debatte prägen».

Es sei zu hoffen, dass diejenigen, die sich als selbsternannte Freunde der Verfassung in Szene gesetzt hätten, sich «nun auch als Freunde der direkten Demokratie erweisen und das Abstimmungsergebnis akzeptieren», hieben die Freidenker in die gleiche Kerbe. Sie hatten in Anlehnung an die gegnerischen «Freiheitstrychler» mit dem «Freiheitsimpfler» für ein Ja zum Gesetz geworben.

Menschen protestieren nach der Bekanntgabe der Ergebnisse waehrend die Kundgebung der Gegner des Covid-19-Gesetzes. (Biild: Keystone)
Zustimmung zum Covid-Gesetz spiegelt ziemlich genau die Impfquote

Die kantonalen Ergebnisse zur Abstimmung über das Covid-Gesetz stimmen ziemlich genau mit den kantonalen Impfquoten überein. Die beiden Stände, die das Gesetz abgelehnt haben – Schwyz und Appenzell Innerrhoden – haben auch deutlich unterdurchschnittliche Impfquoten.

Die Durchimpfung ist, wie daraus ersichtlich ist, homogener als die Covid-19-Abstimmung: Der Anteil von zwei Mal Geimpften in der Bevölkerung reicht in den Kantonen von 54,11 bis 69,11 Prozent. Die meisten Kantone differieren nur um höchstens drei Prozentpunkte vom Landesdurchschnitt. Ausreisser nach unten sind neben Appenzell Innerrhoden und Schwyz Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Jura, Obwalden und St. Gallen mit 5 bis 8 Prozentpunkten.

Verglichen mit der ersten Abstimmung vom Juni dieses Jahres ist die positive Korrelation zwischen Impfquote und Ja-Stimmen noch deutlicher als bei der ersten Abstimmung, das Zusammenhangsmass R2 liegt bei 0.91 und damit nahe am Maximalwert von 1.0. 288 der 1735 Gemeinden haben im Vergleich zur letzten Abstimmung vom Nein ins Ja gewechselt, 80 wechselten vom Ja- ins Nein-Lager.

Mehr als 200 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Mehr als 200 Covid-Patientinnen und -Patienten sind nach Angaben der Kantone zurzeit in Intensivstationen von Spitälern. Die Situation lässt sich demnach noch bewältigen. Die neue Coronavirus-Variante Omikron wurde bis Sonntag in der Schweiz nicht nachgewiesen.

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Flüge nach Marokko wegen Omikron-Variante für zwei Wochen ausgesetzt

Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus setzt Marokko alle Flüge in das nordafrikanische Land für zunächst zwei Wochen aus. Ab kurz vor Mitternacht am Montagabend dürften vorerst keine Flüge mehr in Marokko landen, berichtete die Staatsagentur MAP am Sonntag. Grund sei die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante vor allem in Europa und Afrika. Die Flüge nach Marokko würden ausgesetzt, um bisherige Erfolge im Kampf gegen das Virus zu erhalten, hiess es.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

In Marokko wurden bisher 950 000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, die Zahlen waren seit dem Sommer aber rückläufig. In dem Land sind rund 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Virusvariante bereitet Sorgen

Die im südlichen Afrika entdeckte neue Coronavirus-Variante bestimmt seit dem Wochenende die internationale Pandemie-Debatte – angesichts der Verbreitung von Omikron wächst die Beunruhigung auch in Deutschland. Am Samstag wurde die als besorgniserregend eingestufte Variante in München nach Angaben des Max-von-Pettenkofer-Instituts bei zwei Reisenden nachgewiesen, die am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen waren. In Hessen bestätigte sich am Sonntag der Fall eines weiteren Reiserückkehrers aus Südafrika.

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Flugpassagiere bringen Omikron nach Amsterdam

Bei mindestens 13 Flugreisenden aus dem südlichen Afrika sind nach ihrer Landung in Amsterdam Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntag mit. Die Zahl könne noch steigen, erklärte dazu der staatliche Gesundheitsdienst RIVM. Die Analysen der Proben von 61 positiv getesteten Reisenden seien noch nicht vollständig abgeschlossen. Sie waren am Freitag mit der Fluggesellschaft KLM ins deutsche Nachbarland gekommen. Insgesamt testete die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol 624 Passagiere von zwei KLM-Maschinen aus Kapstadt und Johannesburg. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert.

Minister de Jonge wies zugleich darauf hin, dass die Folgen einer Infektion mit der neuen Variante noch undeutlich seien. «Mit Sicherheit wissen wir, dass sie ansteckender ist als die Delta-Variante», sagte er. Wie die Omikron-Variante den Krankheitsverlauf beeinflusse und ob dies Folgen für die Wirksamkeit von Impfungen gegen Covid-19 habe, werde noch untersucht.

De Jonge appellierte an alle, die seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika in die Niederlande eingereist sind, sich umgehend testen zu lassen. Inzwischen wurden die Regeln für den Zutritt zu KLM-Flugzeugen in Südafrika verschärft. Auch doppelt geimpfte Personen dürfen nur noch mit einem negativen PCR-Test an Bord, zudem muss kurz vorher auch noch ein Schnelltest negativ ausfallen. Bislang mussten Geimpfte keinen negativen Test vorweisen.

Zudem haben die Niederlande Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus Ländern des südlichen Afrika untersagt. Dies gilt für Botsuana, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland. Nach der Ankunft müssen sich alle Reisenden aus dem südlichen Afrika erneut Tests unterziehen. Dafür haben die Gesundheitsbehörden am Flughafen Schiphol eigens eine sogenannte Teststrasse eingerichtet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Omikron-Variante als besorgniserregend eingestuft. Welche genauen Auswirkungen sie hat, steht allerdings noch nicht fest.

Derweil traten in den Niederlanden verschärfte Corona-Massnahmen in Kraft, die unabhängig von der Entdeckung der Omikron-Variante von der Regierung angeordnet worden waren. Seit Sonntag müssen Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs spätestens um 17.00 Uhr schliessen. Der abendliche Lockdown gilt zunächst für drei Wochen. Ob er zu einer spürbaren Senkung der Infektionszahlen beiträgt, soll Mitte Dezember geprüft werden. Es müsse eine echte Wende erreicht werden, sagte Ministerpräsident Mark Rutte bei der Ankündigung der neuen Regeln. Zur Begründung verwies die Regierung auch darauf, dass sich die Lage in den Krankenhäusern zugespitzt habe.

Supermärkte sind vom Lockdown ausgenommen. Schulen bleiben vorerst geöffnet. Allerdings müssen Schüler ab zehn Jahren eine Maske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen. Die 1,5-Meter-Distanz-Regel wird ausgeweitet auf Kinos, Theater und Gaststätten. Das heisst, dass weniger Besucher gleichzeitig hinein dürfen. Dort wird auch wieder die Maskenpflicht gelten.

Geimpfte Zertifikatsgegner: "QR-Code schützt nicht vor einem Virus"

Die Kritik am Zertifikat ist laut dem Komitee «Geimpfte gegen das Covid-Zertifikat» in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es brauche nun unabhängig vom Ergebnis der Abstimmung Schritte in die richtige Richtung. Allein auf die Impfung zu setzen sei falsch: Geimpfte verhielten sich unvorsichtiger, weil sie sich in einer Scheinsicherheit wiegten.

«Ein QR-Code schützt nicht vor einem Virus», schrieb das Komitee in einer Mitteilung am Sonntag. Die Zweifel an der Wirksamkeit und die grundrechtlichen Bedenken seien gross in der Bevölkerung. Das Ergebnis der Abstimmung dürfe nicht als «Freifahrtschein für weitere Verschärfungen» gewertet werden. Laut dem Komitee müssen aber etwa Schliessungen von Hoch-Risiko-Orten als Massnahmen in Betracht gezogen werden.

Swiss Olympic für Beibehaltung der 3G-Regel

Damit sich nach dem Ja zum Covid-Gesetz möglichst alle Menschen gleichermassen sportlich bewegen können, spricht sich der Dachverband Swiss Olympic für die Beibehaltung der 3G-Regel aus.

Mit 3G (genesen, geimpft, getestet) und der sorgfältigen Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sei es möglich, die Anlässe sicher für alle Teilnehmenden durchzuführen», liess sich Präsident Jürg Stahl am Sonntag in der Mitteilung zitieren.

Weiter habe Swiss Olympic die 110 Mitgliedsverbände aufgefordert, an Sportanlässen das Tragen einer Schutzmaske für alle Anwesenden, ausser die aktiven Sportlerinnen und Sportler, einzufordern.

Der Verband habe sich insbesondere für die Vorlage eingesetzt, um die Legitimation der Finanzhilfen auch für den Sport sowie die rechtliche Absicherung des Covid-Zertifikats sicherzustellen. Damit hat laut Stahl auch der Sport in den vergangenen Wochen gute Erfahrungen gemacht.

Gewerkschaften: Stabilisierungsmassnahmen aufrechterhalten

Die Aufrechterhaltung der Stabilisierungs- und Schutzmassnahmen sei der beste Weg, um die negativen wirtschaftlichen Folgen der Unsicherheit für die Arbeitnehmenden und die Wirtschaft insgesamt zu verhindern. Dies schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) zur Abstimmung über das Covid-Gesetz.

Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die gesetzlichen Grundlagen für finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeit oder Einkommen gefährdet sei, beibehalten würden, hiess es in einer Mitteilung. Die Entwicklung der Pandemie sei zu unvorhersehbar.

Die Sicherung von Arbeitsplätzen müsse weiterhin im Gleichschritt gehen mit allen notwendigen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus. Wichtig sind laut SGB insbesondere die Verlängerung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz, des erleichterten Zugangs zu Kurzarbeit, der Erwerbsausfallentschädigungen für Selbständige und bei Quarantäne sowie der spezifischen Hilfen, zum Beispiel für Kulturschaffende.

Economiesuisse: Vertrauensbeweis für Schweizer Corona-Politik

Für Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl ist das zweite klare Ja zum Covid-Gesetz innerhalb weniger Monate ein Vertrauensbeweis für die schweizerische Corona-Politik. Bewährte Instrumente wie das Zertifikat könnten nun in Kraft bleiben. Alle müssten gemeinsam Verantwortung übernehmen, um aus der Krise zu kommen.

Sie sei froh über das klare Signal, sagte Rühl auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Wirtschaftsdachverband setze nun darauf, «dass weiter geimpft wird». Vor allem der Booster für Menschen unter 65 Jahren müsse nun rasch erledigt werden.

Gegenüber einer Ausweitung der Zertifikatspflicht in Richtung 2G (genesen oder geimpft) zeigte sich Rühl grundsätzlich skeptisch. Das dürfe allerhöchstens dann eine Überlegung sein, wenn sich die Situation katastrophal verschlechtern sollte. In keiner Art und Weise zielführend seien für Economiesuisse weitere Lockdowns. «Da sind wir strikt dagegen.»

Omikron-Variante auch in Dänemark bestätigt

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte am Sonntag zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Papst fordert Hilfe für Migranten - Termin wegen Corona abgesagt

Papst Franziskus hat mehr Hilfe für Migranten gefordert. Er erneuere seinen Appell an diejenigen, die zur Problemlösung beitragen können, vor allem an die Zivilbehörden und das Militär, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am ersten Adventssonntag vor zahlreichen Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Die Nachrichten über die im Ärmelkanal, an der polnisch-belarussischen Grenze und im Mittelmeer gestorbenen Menschen bereiteten ihm grossen Schmerz. Der Argentinier will ab Donnerstag nach Zypern und dann nach Griechenland reisen und dort auch Flüchtlinge treffen.

Wegen der Corona-Lage sagte Franziskus sein öffentliches Gebet in Roms Innenstadt zum Feiertag Mariä Empfängnis (8. Dezember) ab. Traditionell betet er an der Mariensäule auf der Piazza di Spagna nahe der Spanischen Treppe. Mit der Absage wolle man Menschenansammlungen und die Gefahr für Ansteckungen mit dem Coronavirus vermeiden, erklärte der Heilige Stuhl am Samstagabend. Der Papst werde die Andacht stattdessen privat abhalten. Auch im Vorjahr hatte er den Termin wegen Corona im Vorfeld gestrichen, fuhr am Tag des Hochfests dann aber unerwartet in den frühen Morgenstunden zu der Marienstatue.

Südafrika sieht sich durch Reisebeschränkungen "bestraft"

Südafrika sieht sich durch die zahlreichen Reisebeschränkungen seit der Entdeckung der neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika zu Unrecht bestraft. «Herausragende Wissenschaft sollte gelobt und nicht bestraft werden», hiess es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme des Ministeriums für Internationale Beziehungen unter Verweis auf die Arbeit südafrikanischer Wissenschaftler, die die Omikron-Variante sequentiert und identifiziert hatten.

«Wir stellen auch fest, dass neue Varianten in anderen Ländern entdeckt wurden. Keiner dieser Fälle hatte eine Verbindung nach Südafrika», hiess es weiter. Südafrika habe bereits Gespräche mit Ländern aufgenommen, die Reisebeschränkungen beschlossen hätten und hoffe, dass diese Entscheidungen noch einmal überdacht würden.

«Wir respektieren das Recht aller Länder, Vorsorgemassnahmen zu treffen, um ihre Bürger zu schützen», betonte Ministerin Naledi Pandor. Gleichzeitig sollte bedacht werden, dass die Pandemie internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch nötig mache. Sie verwies darauf, dass sich die Weltgesundheitsorganisation WHO für Vorsicht bei Reisebeschränkungen ausgesprochen habe.

Das Afrikanische Zentrum für Infektionskrankheiten (Africa CDC) hatte sich nach Entdeckung der neuen Variante gegen Reisebeschränkungen ausgesprochen. In der Pandemie habe man festgestellt, dass Reisebeschränkungen für Reisende aus Ländern mit einer neuen Variante zu keinem bedeutsamen Ergebnis geführt hätten.

Berner Polizei trifft Schutzmassnahmen rund ums Bundeshaus

Die Kantonspolizei Bern hat am Sonntagvormittag Schutzmassnahmen rund um das Bundeshaus getroffen. Auf dem Bundesplatz wurde der Gitterzaun montiert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Auch die Sperrung der Bundesterrasse war vorgesehen. Der Bundesplatz selber war am Vormittag noch frei zugänglich. Für eine allfällige Schliessung der Zufahrtsstrassen zum Bundesplatz am Nachmittag standen aber Absperrgitter bereit.

Gegner der Corona-Massnahmen hatten in den sozialen Netzwerken zu einer Kundgebung in Bern am Abstimmungssonntag aufgerufen. Die grösseren Protest-Organisationen verbreiteten den Aufruf nicht. Trotzdem gingen die Behörden laut Bundeskanzlei von einem «sehr grossen Mobilisierungspotenzial» aus.

Laut dem Politologen Claude Longchamp ist das Bundeshaus am Sonntag erstmals überhaupt wegen einer eidgenössischen Abstimmung abgeriegelt worden. Das sei ein «bedenklicher Tiefpunkt», schrieb Longchamp im Kurznachrichtendienst Twitter – «auf den Tag 173 Jahre nachdem Bern Bundesstaat wurde».

Die Berner Polizei stellt am Sonntagvormittag vor dem Bundeshaus einen Schutzzaun auf. (Bild: Keystone)
Australien meldet zwei bestätigte Omikron-Fälle

In Australien sind erstmals bestätigte Fälle der Corona-Variante Omikron bekannt geworden. Zwei Reisende aus dem Süden Afrikas seien nach ihrer Ankunft in Sydney am Samstagabend positiv auf die als besorgniserregend eingestufte Variante getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaats New South Wales am Sonntag mit. Beide zeigten demnach keine Symptome und waren vollständig geimpft. Sie befänden sich nun in einer speziellen Einrichtung in Isolierung.

Zwölf weitere Passagiere aus dem südlichen Afrika, die mit dem gleichen Flug aus Katars Hauptstadt Doha eingetroffen seien, müssten nun für 14 Tage in ein Quarantäne-Hotel. Alle anderen Fluggäste und die Crew an Bord seien angewiesen worden, sich zu isolieren.

Am Samstag hatte die australische Regierung Einreisebeschränkungen für neun Länder im Süden Afrikas angekündigt. Dazu zählen demnach Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Lesotho, Eswatini, die Seychellen, Malawi und Mosambik. Alle Direktflüge aus diesen Staaten würden als Vorsichtsmassnahme zunächst für zwei Wochen eingestellt, hiess es.

Mehrheit der Schweizer Bevölkerung befürwortet Corona-Impfpflicht

Der Druck auf Ungeimpfte nimmt zu: Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung befürwortet eine Verschärfung des Regimes gegenüber Menschen, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des «SonntagsBlick».

Demnach möchten 63 Prozent der Befragten eine Einführung der 2G-Regel – also den Status «geimpft» oder «genesen» – als Bedingung für die Teilnahme am öffentlichen Leben. Eine Impfpflicht unterstützen 53 Prozent.

Noch deutlicher befürwortet wird eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. So möchten 69 Prozent der Befragten, dass sich Mitarbeitende in der Pflege zwingend impfen lassen müssen.

Hälfte der Befragten heisst Abwarten von neuen Massnahmen gut

Keinen Rückhalt fände dagegen ein neuer Lockdown: Nur gerade 18 Prozent befürworteten in der Umfrage diese Massnahme. Für einen Lockdown nur für Ungeimpfte könnten sich 47 Prozent erwärmen.

Die Mehrheit der Befragten wünscht sich also schärfere Massnahmen. Dennoch heisst es genau die Hälfte der Befragten (50 Prozent) gut, dass der Bundesrat mit neuen Massnahmen zuwartet.

«Weihnachten lässt sich mit Booster retten»

Das neue Coronavirus Omikron wird früher oder später den Weg in die Schweiz finden. Davon ist die Chefin der wissenschaftlichen Taskforce, Tanja Stadler, überzeugt. Die Schweiz verfüge über ein Zeitfenster, das sie nutzen müsse, um sich vorzubereiten.

Wie gefährlich das mutierte Virus sei, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte Stadler in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Bekannt sei, dass sich genesene und geimpfte Personen mit der neuen Variante angesteckt hätten.

Fakt sei, dass Omikron sich in Gebieten durchgesetzt habe, wo die Delta-Variante vorherrschend gewesen sei. Es gelte nun, die Delta-Variante in den Griff zu bekommen, bevor allenfalls Omikron die Schweiz vor noch grössere Herausforderungen stelle.

Laut Tanja Stadler dürfte bis Weihnachten das Deltavirus das Hauptproblem sein. (Archivbild: Keystone)

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, schlägt Richard Neher, Mitglied der Taskforce konkrete Massnahmen vor. Die Frist zwischen der zweiten und dritten Impfung sollte von sechs auf vier bis fünf Monate verkürzt werden, sagte Neher gegenüber der «SonntagsZeitung».

Wegen der aktuell geltenden Frist könnten sich sehr viele Menschen in der Schweiz bis Ende Jahr noch gar nicht boostern lassen. Weil sich die Zahlen der Neuinfektionen bereits auf sehr hohem Niveau bewegten, genüge es nicht, den Anstieg zu bremsen.

Eine Senkung sei nötig. Dazu brauche es weitere Massnahmen, sagte Neher weiter. Wenn die Bevölkerung in den nächsten drei Wochen soviel wie möglich boostere, lasse sich Weihnachten retten. Laut Stadler dürfte bis Weihnachten das Deltavirus das Hauptproblem sein.

Niederlande ab Sonntag im Abend-Lockdown

Wegen eines starken Anstiegs der Infektions- und Patientenzahlen gehen die Niederlande von diesem Sonntag an in einen abendlichen Corona-Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen bereits um 17 Uhr schliessen. Die verschärften Massnahmen gelten zunächst bis zum 18. Dezember. Davon ausgenommen sind Supermärkte.

Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müssen Schüler ab zehn Jahre eine Maske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen. Die 1,5-Meter-Distanz-Regel wird ausgeweitet auf Kinos, Theater und Gaststätten. Das heisst, dass weniger Besucher gleichzeitig hinein dürfen. Dort wird auch wieder die Maskenpflicht gelten.

Es müsse eine echte Wende erreicht werden, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag bei der Ankündigung der neuen Regeln. Zur Begründung verwies die Regierung auch darauf, dass sich die Lage in den Krankenhäusern zugespitzt habe.

Israel macht im Kampf gegen neue Coronavirus-Variante Grenzen dicht

Um die Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus einzudämmen, schliesst Israel seine Grenzen für Ausländer. Diese und weitere Beschränkungen beschloss das Coronavirus-Kabinett laut israelischen Medienberichten am Samstagabend. Die neuen Beschränkungen sollen an diesem Sonntagabend in Kraft treten. Derzeit ist demnach in Israel ein Omikron-Fall bestätigt, sieben Fälle werden untersucht.

Bis auf Weiteres müssen alle Personen, die aus einem beliebigen Land nach Israel zurückkehren – darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise nach Israel drei Tage lang isoliert werden, wie etwa die «Jerusalem Post» berichtete. Die Reisenden würden am Flughafen getestet und müssten sich dann am dritten Tag einem PCR-Test unterziehen und dürften die Isolation erst verlassen, wenn das Ergebnis negativ sei, hiess es weiter. Ungeimpfte Israelis müssten sieben Tage lang isoliert werden, sofern der Test negativ ausfalle. Alle Ausländer, die eine Einreiseerlaubnis nach Israel erhielten, müssten in einem staatlichen «Coronavirus-Hotel» unter Quarantäne gestellt werden.

Der leere Carmel-Markt in Tel Aviv. (Archivbild: Keystone)
Blinken: Südafrikas Transparenz bei Omikron «Vorbild für ganze Welt»

Die US-Regierung hat Südafrikas Handeln im Zusammenhang mit der Omikron-Variante als vorbildlich gelobt. Aussenminister Antony Blinken habe in einem Telefonat mit seinem südafrikanischen Amtskollegen Naledi Pandor insbesondere die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Südafrika für die schnelle Identifizierung der Omikron-Variante hervorgehoben, teilte das US-Aussenministerium am Samstag mit. Blinken habe auch die südafrikanische Regierung für ihre Transparenz bei der Weitergabe dieser Informationen gelobt. Dieses Verhalten sollte als «Vorbild für die Welt» dienen.

NHL sagt Islanders-Spiele wegen zu vielen Coronafällen ab

In der NHL muss eine weitere Mannschaft wegen zu vieler Coronafälle pausieren. Bis mindestens Dienstag finden keine Partien der New York Islanders statt. Erst in der vergangenen Woche hatte die Liga drei Partien der Ottawa Senators abgesagt. Die Senators waren das erste Team in den grossen Ligen NFL, NBA und NHL, die seit dem Saisonstart eine Zwangspause einlegen mussten.

Erster Omikron-Verdachtsfall im österreichischen Tirol

In Österreich gibt es den ersten Omikron-Verdachtsfall. Wie das Land Tirol mitteilt, liegt seit Samstagabend ein mit einer Südafrikareise assoziiertes positives PCR-Testergebnis im Bezirk Schwaz vor.

Es bestehe ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutation handeln könnte. Von der Infektion betroffen sei eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die betroffene Person weise derzeit keine Symptome auf.

Erster Fall der Omikron-Virusvariante in Tschechien aufgetaucht

In Tschechien ist erstmals die neu entdeckte Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. Nach einer sogenannten Genomsequenzierung stehe dies «mit rund 90-prozentiger Sicherheit» fest, sagte ein Sprecher des Krankenhauses im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) am Samstagabend im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender CT. Eine weitere Probe sei zur näheren Analyse an das nationale Referenzlabor in Prag geschickt worden.

Nach Aussage des geschäftsführenden tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis handelt es sich bei der Patientin um eine Frau, die mit dem Flugzeug aus Namibia zurückgekehrt war – mit Umstieg in Südafrika und Dubai. Sie befinde sich in Isolierung, alle Kontakte würden nachverfolgt. Die Frau habe einen leichten Krankheitsverlauf und sei geimpft gewesen.

Die Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht indes noch nicht fest.

PCR-Test und Quarantäne für alle Einreisenden nach Grossbritannien

Angesichts der neu entdeckten Omikron-Variante verschärft Grossbritannien seine Einreiseregeln für Reisende aus aller Welt. Alle Ankommenden müssen an Tag Zwei nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen, wie der britische Premier Boris Johnson am Samstag mitteilte. Das gilt unabhängig vom Impfstatus und soll nach drei Wochen überprüft werden.

Bislang mussten vollständig Geimpfte aus den meisten Ländern nur noch einen Schnelltest nach der Einreise machen, aber nicht mehr in Quarantäne gehen. Lediglich einige wenige Länder, mittlerweile auch viele afrikanische stehen auf der sogenannten roten Liste. Rückkehrer aus diesen Ländern müssten in eine zehntägige Hotel-Quarantäne auf eigene Kosten gehen.

Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt

n München sind die ersten beiden Fälle der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Die Betroffenen hätten selbst vorausschauend eine Untersuchung auf die Virusvariante veranlasst, nachdem sie aus den Medien von der Gefahr erfahren hätten.

Einen weiteren Verdachtsfall machte am Samstag Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) bekannt. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden demnach mehrere für diese Variante typische Mutationen gefunden. Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November über den Frankfurter Flughafen eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. Ein genaues Ergebnis wird in diesem Fall am Montag erwartet.

10 Tage Quarantäne für Einreisende

Beim Einsteigen (Boarding) in ein Flugzeug und bei der Einreise in die Schweiz aus Grossbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Ägypten und Malawi müssen alle Personen einen negativen Covid-19-Test vorlegen und 10 Tage in Quarantäne.

Dies, da die Omikron-Variante des Coronavirus nun bereits in mehreren Ländern aufgetreten ist.

Fauci: Omikron könnte in USA sein - aber noch kein Fall gemeldet

Der US-Immunologe Anthony Fauci hält es für möglich, dass die als besorgniserregend eingestufte Omikron-Variante bereits in den USA ist. «Es würde mich nicht überraschen, wenn es so ist», sagte er am Samstag im US-Fernsehen. Allerdings seien bisher noch keine entsprechenden Fälle gemeldet worden. Es sei letztlich fast unvermeidlich, dass sich die Variante auf der ganzen Welt ausbreite. Reiseeinschränkungen könnten lediglich Zeit verschaffen, um mehr über die Variante zu erfahren, so der Präsidenten-Berater.

Auch die US-Regierung schränkt wegen der neuen Variante des Coronavirus Einreisen aus den Staaten des südlichen Afrikas ein. Betroffen sind laut Weissem Haus ab Montag Einreisen aus Südafrika, Simbabwe, Namibia, Botsuana, Lesotho, Eswatini, Mosambik und Malawi. Von den Beschränkungen ausgenommen seien einreisende amerikanische Staatsbürger, Menschen mit unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung und andere Ausnahmefälle.

Impfallianz: Omikron ist Zeichen für ungerechte Vakzin-Verteilung

Die neue Corona-Variante Omikron unterstreicht aus Sicht der globalen Impfallianz Gavi den Mangel an Impfdosen in vielen Teilen der Welt. Solange grosse Teile der Weltbevölkerung ungeimpft blieben, könne das Virus mutieren und sich so die Pandemie verlängern, sagte Gavi-Chef Seth Berkley am Samstag in Genf. «Wir werden die Entstehung von Varianten nur verhindern können, wenn wir alle Menschen auf der Welt schützen, und nicht nur die Reichen», fügte er hinzu.

Omikron wurde im November in Südafrika entdeckt. Dort liegt die Rate der vollständig geimpften Erwachsenen noch unter 36 Prozent. In Deutschland liegt sie bei 79 Prozent, im EU-Schnitt bei 77 Prozent.

Als Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Spendern versucht Gavi, Menschen in ärmeren Ländern vor vermeidbaren Krankheiten zu schützen. Gavi ist auch federführend bei der internationalen Covax-Initiative zur Vermittlung von Covid-Impfstoff. Covax hatte auf 2 Milliarden Dosen für diese Jahr gehofft, doch bislang konnte nur ein Viertel davon an bedürftige Länder geliefert werden.

Experten: Impfung ist auch bei Varianten wie Omikron besser als keine

Auch wenn die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe bei der neuen Corona-Variante Omikron nach bisher bekannten Daten geringer sein könnte: Die Impfung bleibt auch in diesem Fall die beste Option, wie Experten betonen. «Alle Menschen, die sich impfen lassen, fangen nicht bei null an, wenn sie sich mit einer neuen Variante infiziert haben», betonte Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), am Samstag in Berlin bei einem virtuellen Bürgerdialog. Sie hätten auf jeden Fall schon einen gewissen Impfschutz, das sei entscheidend zu wissen.

Der Impfschutz gehe laut Experten bei einer Infektion mit der neuen Virusvariante nicht einfach verloren. (Bild: Keystone)

Zwar gebe es bei Omikron viele Veränderungen an Stellen, an denen gerade die besten Antikörper binden können, sagte Leif Erik Sander, Immunologe an der Charité Berlin. «Aber unser Körper bildet eine Unmenge an verschiedenen Antikörpern.» Hinzu kämen spezielle Zellen der Immunabwehr, die in der Regel ganz andere Stellen erkennen als die Antikörper. «Also wir haben immer ein Netz und einen doppelten Boden.» Gerade bei der zellulären Immunität sei er sehr optimistisch, dass sie auch bei Omikron greife – und das sei die, die den Körper schütze, wenn das Virus in die Lunge eindringe und dort zu schwerem Lungenversagen führen könnte. «Darum sind wir optimistisch, dass wir mit so einer neuen Variante nicht bei null anfangen.»

Das Level an Immunität könne durch die Booster-Impfungen generell noch einmal sehr stark angehoben werden – was auch gegen Varianten helfe, führte der Infektionsimmunologe weiter aus. «Die Booster bleiben wichtig, gerade auch bei den Varianten.» Für eine genaue Einschätzung speziell zu Omikron fehlten bislang noch Daten – noch sei daher auch unklar, ob eine Anpassung der Impfstoffe nötig werde.

Zwei Fälle der Omikron-Variante in Grossbritannien entdeckt

In Grossbritannien sind zwei Corona-Fälle mit der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante entdeckt worden. In den englischen Städten Nottingham und Chelmsford sei jeweils ein Fall festgestellt worden, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstag mit. Beide Fälle sollen miteinander in Verbindung stehen und auf Reisen in den Süden Afrikas zurückzuführen sein.

Die betroffenen Personen und ihre Haushalte befänden sich in Quarantäne, ausserdem werde man in den Gegenden verstärkt testen, kündigte Javid an.

Die zuerst in Südafrika und Botsuana nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde am Freitag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Grossbritannien setzt nun weitere afrikanische Länder – darunter Malawi, Mozambik und Angola – auf die sogenannte rote Liste. Damit wird für Rückkehrer eine zehntägige Hotel-Quarantäne Pflicht.

Omikron-Verdachtsfall in Tschechien

In Tschechien wurde laut Medienberichten ein erster Verdachtsfall in Zusammenhang mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus› gemeldet. Es handelt sich demnach um eine Person, die in Namibia gewesen war.

In der Schweiz wurden bislang keine Fälle der Omikron-Variante nachgewiesen, wie das BAG mitteilte.

Sorge vor Omikron in Deutschland wächst

Angesichts einer neuen im südlichen Afrika entdeckten Coronavirus-Variante wächst die Beunruhigung in Deutschland. Am Samstagvormittag machte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) einen Omikron-Verdachtsfall bekannt. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden demnach mehrere für diese Variante typische Mutationen gefunden. «Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert», twitterte Klose. Laut des Ministeriums in Wiesbaden ist mit dem Ergebnis der vollständigen Sequenzierung in den nächsten Tagen zu rechnen. Die vollständig geimpfte Person reiste demnach am 21. November über den Frankfurter Flughafen ein und entwickelte im Laufe der Woche Symptome.

Genaue Ergebnisse erwartet das Frankfurter Gesundheitsamt am Montag. Noch stünden die Resultate der vollständigen Sequenzierung aus, teilte die Behörde mit. Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November über den Frankfurter Flughafen eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. «Wie mit den vorherigen Coronavirus-Varianten auch war es nur eine Frage der Zeit, bis die Omikron-Variante bei uns ist», sagte der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

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Die deutsche Lufthansa fliegt weiterhin nach Südafrika, aber unter Auflagen. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Neuenburg verstärkt Massnahmen gegen das Coronavirus

Der Kanton Neuenburg erhöht die kantonale Corona-Alarmstufe auf Orange und führe neue Massnahmen gegen das Virus ein. Ab Montag ist demnach das Tragen von Schutzmasken in geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, sowie in Pflegeeinrichtungen für alle Mitarbeitenden und Besuchenden obligatorisch.

Dies Massnahme gelte aber nicht für öffentliche Einrichtungen sowie für die Ausübung sportlicher und kultureller Aktivitäten, teile der Neuenburger Staatsrat am Samstag mit. Neben der Maskenpflicht empfahl er dringend die Arbeit von zu Hause aus sowie das Reisen und die persönlichen Kontakte zu reduzieren.

Das Engagement jeder und jedes einzelnen, ob geimpft oder nicht, sei notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Gefahr für das Gesundheitssystem abzuwenden, betonten die Behörden. Nur wenn diese Anstrengungen unternommen würden, könnten das Jahresende und insbesondere die Weihnachtszeit gelassener angegangen werden.

Der Staatsrat erinnerte daran, dass die Impfung und die Einhaltung der Schutzmassnahmen die wirksamsten Mittel seien, um sich selbst und andere vor dem Virus zu schützen. Er ermutigte erneut alle, die noch nicht geimpft seien, dies zu tun, und die Personen, die für eine Auffrischungsimpfung in Frage kämen, sich so bald wie möglich dafür anzumelden. Personen unter 65 Jahren könnten dies ab Anfang Dezember tun.

Neuenburg traf seine Massnahmen in Absprache mit anderen Westschweizer Kantonen. Am Freitag hatten etwa auch die Kantone Jura, Wallis und Bern die Ausweitung der Maskenpflicht angekündigt.

BAG ruft Südafrika-Rückkehrer zum Test auf

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat wegen der neuen besorgniserregenden Virusvariante in Zürich ankommende Flugpassagiere aus Südafrika zu Tests aufgefordert. Die Leute sollten sich demnach umgehend auf das Coronavirus testen zu lassen.

Sämtliche Passagiere eines Swiss-Flugs vom Samstag aus Johannesburg in Südafrika nach Zürich würden «per SMS vom BAG informiert und aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben und sich testen zu lassen», teilte die Behörde der Nachrichtenagentur Keystone SDA auf Anfrage mit.

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(Bild: Keystone)
Omikron: Impfstoff-Experte geht nicht von Neustart der Pandemie aus

Der Entwickler des AstraZeneca-Impfstoffs gegen Corona, Andrew Pollard, geht nicht von einem dramatischen Neuanfang der Pandemie durch die neue Variante Omikron aus. «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in einer geimpften Bevölkerung einen Neustart der Pandemie wie im letzten Jahr geben wird», sagte der Immunologe von der Universität Oxford am Samstag in einem BBC-Interview. Man müsse einige Wochen warten, um sichere Ergebnisse zu haben, es gebe jedoch Anlass zur Hoffnung, dass die Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen weiterhin wirken würden. Im vergangenen Jahr war in Grossbritannien kurz vor Weihnachten die erste deutlich ansteckende Alpha-Variante aufgetaucht, die eine schwere Welle auslöste. Damals gingen die Corona-Impfungen gerade erst los.

Die nun im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante vereint Mutationen, die bereits bei früher als besorgniserregend eingestuften Varianten aufgetreten waren. «Trotz dieser Mutationen haben die Impfstoffe schwere Erkrankungen verhindert, während wir uns von Alpha, Beta und Gamma bis hin zu Delta bewegt haben», sagte Pollard, der mit anderen Oxford-Forschern und dem Pharmakonzern AstraZeneca den Impfstoff entwickelt hat. Ausserdem zeigte sich der Wissenschaftler zuversichtlich, dass die Impfstoffe zeitnah auf die neue Variante hin angepasst werden könnten.

Deutscher Kanzlerkandidat Scholz kündigt wegen Corona konsequentes Handeln an

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat in der sich dramatisch zuspitzenden Corona-Pandemie konsequentes Handeln angekündigt. Man werde alles tun, was getan werden muss, sagte Scholz am Samstag in Frankfurt beim Bundeskongress der Jusos und sprach von «wieder neuen dramatischen Herausforderungen». Es gebe nichts, was nicht in Betracht genommen werde. Ehrgeiziges Ziel sei, dass jetzt alle Betreffenden eine Booster-Impfung zur Auffrischung bekommen. Er habe ja bereits angekündigt, dass ein Krisenstab eingesetzt werden soll. Es gebe derzeit eine enge Zusammenarbeit der künftigen und der jetzigen Regierung, sagte Scholz am Rande des Bundeskongresses.

Der deutsche Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat am Samstag konsequentes Handeln in der sich zuspitzenden Corona-Lage angekündigt. (Bild: Keystone)

In den vergangenen Tagen wurden immer wieder Höchstwerte bei den Neuinfektionen gemeldet, Krankenhäuser stossen an Kapazitätsgrenzen auf ihren Intensivstationen. Corona-Intensivpatienten müssen verlegt werden. Hierbei hilft seit Freitag auch die Luftwaffe. Sorge bereitet zudem die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529), die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft wird.

Mutmassliche Corona-Impfzertifikat-Betrüger in Italien enttarnt

Eine Bande in Italien soll Internetnutzer betrogen haben, die sich für gefälschte Corona-Impfzertifikate interessiert haben – jetzt sind Ermittler den mutmasslichen Betrügern auf die Schliche gekommen. Eine Einheit gegen Internet-Kriminalität der Finanzpolizei machte die italienischen Staatsbürger in den Regionen Venetien, Ligurien, Apulien und auf der Insel Sizilien aus, wie die Guardia di Finanza am Samstag mitteilte. Sie seien Administratoren eines Kanals im Messenger-Dienst Telegram gewesen. Hier seien Nutzern gefälschte Corona-Impf-Zertifikate für 100 Euro angeboten worden. Die Bezahlung sollte in Kryptowährungen erfolgen.

Erhalten hätten die Kunden jedoch nichts, erklärte ein Polizeioberst auf Nachfrage. Bei ihren Untersuchungen entlarvten die Polizisten das Netzwerk der kriminellen Bande und fanden zahlreiche Fotos von Personalausweisen und Gesundheitskarten sowie Chatverläufe. Ob die mutmasslichen Täter festgenommen würden, sei noch unklar, da die Ermittlungen noch liefen. Unterstützung erhielten die Verdächtigen laut Mitteilung mutmasslich von Mitarbeitern im Gesundheitsbereich.

Verdacht auf Omikron-Variante bei Reiserückkehrer in Deutschland

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose «mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit» in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstag auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden.

«Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus», twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister.

Niederlande fordern Reisende aus südlichem Afrika zu Corona-Tests auf

Die niederländische Gesundheitsbehörde hat alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika eingereisten Personen aufgefordert, sich umgehend auf das Coronavirus testen zu lassen. Die Aufforderung erging am Samstag, nachdem am Vortag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol bei 61 von rund 600 Passagieren aus Südafrika eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Ob es sich dabei um die neue Omikron-Variante (B.1.1.529) handelte, war zunächst noch unklar.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

Die in Amsterdam getesteten Reisenden waren mit Maschinen der Fluggesellschaft KLM aus Kapstadt und Johannesburg gekommen. Für alle positiv getesteten Reisenden gelte eine Quarantäne-Pflicht, erklärte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. Zudem haben die Niederlande Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus Ländern des südlichen Afrika untersagt. Dies gilt für Botsuana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Niederländer dürfen bislang noch ins südliche Afrika fliegen, müssen sich aber nach der Rückkehr in Quarantäne begeben. KLM fliegt zunächst weiter nach Südafrika.

Fünf Berufssoldaten erhalten wegen Impfverweigerung Kündigung

Fünf Angehörige einer Sondereinheit der Schweizer Armee haben die Kündigung erhalten, weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten. Die Berufssoldaten konnten laut Armee ihre Arbeitsverträge nicht mehr vollumfänglich wahrnehmen.

Bei den Betroffenen handle es sich um Mitglieder des Kommandos Spezialkräfte der Schweizer Armee (KSK). Armeesprecher Daniel Reist bestätigte am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Informationen der Tamedia-Zeitungen. Wegen der Weigerung, sich impfen zu lassen, hätten die fünf Personen ihre Arbeitsverträge nicht mehr vollumfänglich wahrnehmen können.

Man habe mit den Betroffenen mehrere Gespräche geführt, sagte der Sprecher. Letztendlich seien «die Arbeitsverträge der fünf Spezialisten wegen Verletzung wichtiger gesetzlicher oder vertraglicher Pflichten verfügt» worden. Die Kündigungsfrist betrage sechs Monate.

Zürichs Trainer André Breitenreiter an Corona erkrankt

Zürichs Trainer André Breitenreiter wurde positiv auf Corona getestet. Der Deutsche wird dem Leader der Super League damit am Sonntag im Heimspiel gegen die Young Boys fehlen. Für ihn wird Assistent Darius Scholtysik das Coaching übernehmen.

Zürichs Trainer André Breitenreiter ist an Corona erkrankt. Er wird am Sonntag beim Heimspiel gegen die Young Boys fehlen. (Archivbild: Key)

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Hongkongs Omikron-Infizierte weisen ungewöhnlich starke Viruslast auf

Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. «Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren», schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. (Symbolbild: Key)

Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet.

Es wird davon ausgegangen, dass der Mann trotz strenger Isolation einen 62-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer des Quarantäne-Hotels angesteckt hat. Dieser wurde am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet. In beiden Fällen wurde bei einer späteren Genomsequenzierung deutlich, dass sie sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert hatten.

Einer Stellungnahme der Hongkonger Regierung zufolge soll der Einreisende aus Südafrika möglicherweise keinen ausreichenden Mundschutz getragen haben, als er seine Hoteltür beim Entgegennehmen von Essensbestellungen geöffnet habe. Dies sei womöglich der Grund für die Infektion trotz Quarantäne-Isolation.

EU-Abgeordnete fordert Freigabe von Corona-Impfstoff-Patenten

Die neue Coronavirus-Variante Omikron hat die Diskussion um die Freigabe der Patente für Corona-Impfstoffe neu entfacht. «Die in Südafrika entdeckte Variante zeigt deutlich, dass wir die Patente für die Covid-Impfstoffe temporär freigeben müssen», sagte die Grünen-Politikerin und Vorsitzende des Binnenmarktausschusses im EU-Parlament, Anna Cavazzini, der Zeitung «Die Welt».

«Die EU ist der einzige grosse Wirtschaftsraum der Welt, der das bisher blockiert und bringt sich selbst weltweit in eine Aussenseiterposition», kritisierte sie. Die neue Variante zeige, «dass das Beharren auf dem Patentschutz uns auch in Europa im Kampf gegen Covid zurückwirft. Es ärgert mich kolossal, dass wir die Patente nicht von Anfang an freigegeben haben und deshalb so viel Zeit verloren haben.»

Bisher keine Fälle der neuen Corona-Variante in den USA

In den Vereinigten Staaten sind bisher keine Fälle der in Südafrika entdeckten neuen Coronavirus-Variante festgestellt worden. Das teilt das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) mit.

«Wir erwarten, dass die neue Variante, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem Namen Omikron bezeichnet hat, schnell identifiziert wird, wenn sie in den USA auftaucht», so das CDC in einer Erklärung.

Brasilien will Flugverkehr aus dem Süden Afrikas einschränken

Wegen der zunächst im südlichen Afrika aufgetretenen Corona-Variante Omikron will die brasilianische Regierung die Einreise auf dem Luftweg aus der Region einschränken. «Brasilien wird die Luftgrenzen zu sechs afrikanischen Ländern – Südafrika, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Namibia und Simbabwe – wegen einer neuen Variante des Coronavirus› schliessen», schrieb Stabschef Ciro Nogueira nach einer Entscheidung von «Casa Civil», vergleichbar mit dem Kanzleramt, und verschiedenen Ministerien auf Twitter am Freitagabend (Ortszeit).

Die Entscheidung soll ab Montag gelten.

US-Airlines Delta und United halten an Südafrika-Routen fest

Die zwei amerikanischen Fluggesellschaften Delta Air und United Airlines wollen trotz der Massnahmen der US-Regierung seit der neuen Coronavirus-Variante vorerst keine Änderungen an ihren Südafrika-USA-Routen vornehmen.

United Airlines erklärte, weiterhin eine sichere und wichtige Verbindung für den Transit von lebenswichtigen Gütern und Personal zwischen dem afrikanischen Kontinent und den Vereinigten Staaten aufrechterhalten zu wollen, soweit dies möglich sei.

Delta und United sind die einzigen US-Passagierfluggesellschaften, die Direktflüge ins südliche Afrika anbieten. Das US-Präsidialamt kündigte am Freitag an, den meisten Nicht-US-Bürgern die Einreise ab Montag verweigern zu wollen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in Südafrika und sieben anderen afrikanischen Ländern aufgehalten hätten.

Montgomery befürchtet Virusvariante "so gefährlich wie Ebola"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor der Entstehung gefährlicher Varianten des Coronavirus. «Meine grosse Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Die neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei ein gutes Beispiel dafür, dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Um weitere Varianten zu verhindern, werde es nötig sein, die Welt noch jahrelang zu impfen, sagte Montgomery.

Niederlande: Viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden

Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung «De Telegraaf» in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

In den Niederlanden wurden am Freitag viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden festgestellt. (Symbolbild: Key)

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse.

WTO verschiebt Ministertreffen wegen neuer Virusvariante

Die Welthandelsorganisation (WTO) verschiebt wegen der Omikron-Variante ihr für die kommende Woche geplantes Ministertreffen.

Die Schweiz, in der die WTO ihren Sitz hat, hat Einreisen aus Südafrika und Belgien, wo diese Virusvariante festgestellt wurde, beschränkt. Davon wäre auch die in Brüssel ansässige EU-Kommission betroffen. Alle Mitgliedstaaten unterstützten den Entscheid, liess die WTO-Vizedirektorin Anabel Gonzales über Twitter verlauten.

Die Ministerkonferenz hätte vom 30. November bis 3. Dezember stattfinden sollen. Erwartet worden waren 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Staatschef und mehr als Hundert Minister.

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Moderna testet Impfstoff gegen Omikron-Variante

Der Impfstoffhersteller Moderna testet drei vorhandene Covid-19-Booster-Kandidaten gegen die Omikron-Variante. Das Unternehmen kündigt zudem einen neuen variantenspezifischen Impfstoffkandidaten gegen diese Variante des Coronavirus an, die zuerst in Südafrika festgestellt wurde.

Kanada plant bis zu zehn Jahre Haft für Proteste von Impfgegnern

Kanada plant ein Gesetz, um Proteste gegen Impfungen in Spitälern unter Strafe zu stellen.

Generalstaatsanwalt David Lametti stellte am Freitag Pläne zu Änderungen des Strafgesetzbuchs vor, die bis zu zehnjährige Haftstrafen vorsehen, wenn Mitarbeiter des Gesundheitswesens beispielsweise eingeschüchtert oder an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert werden.

«Wir haben alle die Proteste während der Pandemie gesehen, auch in dieser Woche», sagte Lametti vor Journalisten und wies auf Covid-Leugner hin, die versuchten, Kinder davon abzuhalten, potenziell lebensrettende Impfstoffe zu erhalten».

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt. Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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