Die WHO empfiehlt noch keine Reisebeschränkungen. (Symbolbild: Key)
International

WHO derzeit gegen Reisebeschränkungen

Als Reaktion auf die neue Corona-Variante empfiehlt die WHO wissenschaftlich fundierte Massnahmen und Risikobewertungen, aber aktuell keine Reisebeschränkungen

Der Sprecher der UN-Gesundheitsorganisation Christian Lindmeier sagte am Freitag in Genf, Staaten könnten auch ohne solche Einschränkungen eine Reihe von Massnahmen ergreifen, um die Ausbreitung von neuen Varianten einzudämmen. Dazu gehörten die genaue Beobachtung des Infektionsgeschehens und die Genanalyse von auftretenden Corona-Fällen.

Die Europäische Kommission, Deutschland, Frankreich und einige andere Staaten kündigten am Freitag an, Einreisen aus dem südlichen Afrika einschränken zu wollen. B.1.1.529, das viele Mutationen aufweist und deshalb als potenziell gefährlich gesehen wird, wurde erstmals am 11. November in Südafrika entdeckt.

Keine automatische Einstufung als Verdachtsfälle

«Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es Vorbehalte gegen Reisebeschränkungen», sagte Lindmeier während einer Pressekonferenz und verwies auf die entsprechenden bisherigen WHO-Empfehlungen. Demnach sollen Corona-Massnahmen den internationale Verkehr nicht unnötig behindern und Reisende nicht automatisch als Verdachtsfälle eingestuft werden.

Die WHO wollte noch im Laufe des Freitags entscheiden, ob die neue Variante als «besorgniserregend» klassifiziert werden soll. Lindmeier betonte, bekannte Mittel wie Masken, Handhygiene, Frischluft und das Vermeiden von Menschenmengen seien auch gegen B.1.1.529 wirksam.

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