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Der Telebasel News Beitrag vom 26. November 2021.
Region

Schüler im Baselbiet tragen alle Maske – in der Stadt nur die ungeimpften

Die beiden Basel setzten die Maskenpflicht an Schulen unterschiedlich um. Im Baselbiet gilt für alle eine Tragepflicht, im Stadtkanton nur für die Ungeimpften.

Seit letzten Mittwoch gilt an allen Schulen im Kanton Basel-Stadt eine Maskenpflicht. Genesene und Geimpfte sind davon ausgenommen, sofern ein gültiges Zertifikat vorliegt. Der Kanton Basel-Landschaft zieht mit der Maskenpflicht an Schulen nach und wird diese ab kommenden Montag einführen. Im Gegensatz zum Stadtkanton wird die Maskenpflicht allerdings für alle gelten.

Feiner Unterschied zwischen Stadt und Land

Basel-Stadt begründet die 2G-Regelung damit, dass man so für die SchülerInnen einen Anreiz schaffen wolle, sich impfen zu lassen und infolgedessen die Maske ablegen zu können, sagt Kommunikationsleiter Simon Thiriet. Des weiteren wird die 2G-Regelung damit begründet, dass es realitätsfremd wäre, dies nicht so handzuhaben, da es in der Gesellschaft momentan überall so sei, führt Thiriet weiter aus. Baselland argumentiert wie folgt für die vollumfassende Maskenpflicht: «Wir sehen in der Maskenpflicht für ungeimpfte Schülerinnen und Schüler eine Stigmatisierung. Zudem können auch Geimpfte Träger des Virus sein. Aus diesen Gründen macht es Sinn, alle gleich zu behandeln, ob geimpft oder ungeimpft», sagt Kommunikationsleiter Rolf Wirz.

Kritische Stimmen vom Lehrernetzwerk

Auf die Wiedereinführung der Maskenpflicht an den Schulen gibt es verschiedene Reaktionen. Jean-Michel Héritier, Präsident der freiwilligen Schulsynode sagt, die meisten Lehrer seien froh über die Verschärfung der Massnahmen. Lediglich 10 von 4000 Lehrpersonen hätten sich bei ihnen mit Fragen oder Ängsten gemeldet. Ihnen wurde Rechtsberatung und Rechtsschutz zur Verfügung gestellt, so Héritier.

Anders reagiert das Lehrernetzwerk, wie Jérome Schwyzer, der Präsident des Netzwerks, gegenüber Telebasel sagt. Lehrer und Eltern hätten sich zu Wort gemeldet, die wegen der Situation mit der Maskentragepflicht besorgt sind. Dass die Kinder den ganzen Tag die Maske tragen müssen, sei für viele schwierig: «Wir spüren eine grosse Verzweiflung», so Schwyzer. Ein weiteres Problem sieht der Präsident des Lehrernetzwerks in der Maskenpflicht für Ungeimpfte: «Die Ungeimpften werden mit dem Tragen der Maske gekennzeichnet und stigmatisiert.» Dies sei gerade im jugendlichen Alter mit dem Gruppendrang heikel.

5 Kommentare

  1. Die Basler 2 G Regel macht Sinn Ab der Sekundarstufe ; es sind mehr als die Hälfte der SekschülerInnen entweder geimpft oder genesen. Warum sollte jetzt eine Mehrheit für die Minderheit eine Maske tragen?Zudem ist es richtig auch die Eltern so aufhorchen zu lassen und sich den Gang zur Impfstube doch nochmals zu überlegenReport

  2. Die wissen schon, dass auch geimpfte das Virus weitergeben?!
    Sorry, aber das ist kein Anreiz, das ist fahrlässig.
    Wer bringt die neuesten Mutationen ins Land?
    Da gibt es doch die 3G Regel beim Fliegen; hat ja wahnsinnig viel gebracht.
    Danke den umherreisenden geimpften und jetzt ungeimpfte diskriminieren, die nach wie vor (gezwungener Massen) vorsichtig leben und nicht an jede Hundsverlochete gehen!
    PS ich bin geimpftReport

  3. Entweder ALLE wie in BL oder gar niemand.
    Das in BS geht gar nicht: Mobbing ist vorprogrammiert. Und das gerade in diesem Alter. Dabei können die Jugendlichen gar nichts dafür, wenn die Order von dem Elternhaus kommen.
    BS macht immer auf sozial – doch wissen die Experten nicht, das sowas die gröbste Diskriminierung ist. So eine Spaltung in den Klassen gehört an den Menschengerichtshof.
    Sofort ändern, Bitte!Report

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