Schutz vor schweren Verläufen und dem Tod: Eine Studie der WHO kommt zum Schluss, dass die Impfung hält, was sie verspricht. (Keystone)
International

Eine halbe Million Menschen durch Corona-Impfung gerettet

Die WHO geht davon aus, dass die Corona-Impfungen allein in Europa mindestens einer halben Million Menschen das Leben gerettet habe.

Das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, wonach allein in der Altersgruppe über 60 in rund 30 europäischen Ländern seit Beginn der Impfkampagne insgesamt 470’000 Menschenleben gerettet wurden.

Die von der WHO veröffentlichte Erhebung greift auf die Daten von mehr als der Hälfte der 53 Länder der Europa-Region zurück. Basierend auf diesen Zahlen geht die WHO davon aus, dass in England fast 160’000 Menschenleben gerettet wurden, in Frankreich rund 39’000. Für 20 Länder der Region lagen für die Erhebung keine Daten vor, darunter Deutschland, die Niederlande, Russland und die Türkei.

Impfstoffe «retten Leben»

Die Studie zeige, dass die Impfstoffe das täten, was sie versprechen: «Sie retten Leben, indem sie einen hohen Schutz vor schweren Verläufen und dem Tod bieten», sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge. «In manchen Ländern wäre die Todeszahl ohne die Impfstoffe heute doppelt so hoch.»

In der Europäischen Union sind 67,7 Prozent der Bevölkerung geimpft. Zwischen einzelnen Mitgliedstaaten gibt es enorme Unterschiede: In Portugal liegt die Impfquote bei 86,7 Prozent, in Bulgarien nur bei 25 Prozent.

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