Etwa 3000 Lastwagen haben verunreinigtes Material bei der Rheinstrasse abtransportiert und die Grube mit frischem Material gefüllt. (Symbolbild: Keystone)
Baselland

16,6 Millionen Franken Mehrkosten bei Salina Raurica

Bei den Bauarbeiten zur Verlegung der Rheinstrasse im Gebiet Salina Raurica ist mehr verunreinigtes Material entdeckt worden als prognostiziert.

Die Baselbieter Regierung beantragt deshalb einen Zusatzkredit von 16,6 Millionen Franken. Seit Herbst 2019 wird an der Verlegung der Rheinstrasse zwischen der Autobahn A2 und dem Rhein gebaut. Dabei wurde «massgeblich mehr verschmutztes Material im Untergrund angetroffen als prognostiziert», teilte die Baselbieter Regierung am Mittwoch mit.

Bei der Planung ging man davon aus, auf dem Industrieareal 700 Tonnen verschmutztes Material zu finden. Doch nun sind 80’000 Tonnen verschmutztes Material entdeckt, abtransportiert und entsorgt worden, wie das Tiefbauamt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekanntgab. Das entspreche einer Menge von 3000 Lastwagen. Die Baugrube musste auch wieder mit neuem Material aufgefüllt werden.

Bund steuert Beitrag bei

Deshalb beantragt die Baselbieter Regierung 16,6 Millionen für die Entsorgungskosten, den Mehraufwand beim Bauablauf sowie für die Organisation und Überwachung der Bauarbeiten. Der Landrat hatte im Mai 2017 für die Verlegung der Rheinstrasse bereits 71 Millionen Franken gesprochen.

Trotz des Zusatzkredits geht die Baselbieter Regierung gemäss Mitteilung davon aus, dass der Kanton am Schluss für die neue Rheinstrasse nur tatsächlich 64 Millionen Franken bezahlen muss. Dies, weil der Bund einen Beitrag von rund 20 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm beisteuere.

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