Filmemacher Frank Matter und Produzentin Madeleine Corbat. (Bild: zVg)
Basel

Frank Matter mit Basler Filmpreis ausgezeichnet

Der diesjährige Basler Filmpreis wurde an Frank Matter und seine Produktion «Parallel Lives» vergeben. Die Auszeichnung ist mit 20'000 Franken dotiert.

Die Abteilung Kultur Basel-Stadt hat den Basler Filmpreis an Frank Matter für seine Dokumentation «Parallel Lives» verliehen. Der 57-Jährige Basler Regisseur und Produzent erhielt die Auszeichnung am Montagabend. Sie ist mit 20’000 Franken dotiert.

Matter porträtiert in seinem Dokumentarfilm Menschen, die wie er am 8. Juni 1964 geboren sind, aber an anderen Orten weltweit. Der Film nimmt die ZuschauerInnen auf eine bewegende und bildgewaltige Reise durch die letzten Jahrzehnte mit. Sie erfahren, wie Epochen und Orte das Leben dieser fünf Menschen geprägt haben. So fügen sich nach und nach die Erzählungen der Protagonisten zu einem vielschichtigen Fresko der Zeit zusammen.

Bester Kurzfilm ist Porträt einer eigenwilligen Frau

Der Basler Kurzfilmpreis geht an die Produktion «Ann’s Pub» von Thabea Furrer. Der Kurzdokumentarfilm ist ein feinfühliges Porträt einer starken und eigenwilligen Frau und ihres etwas aus der Zeit gefallenen familiären Lokals. Ann geht nie aus, da sie gleich hinter dem Tresen ihres kleinen Pubs wohnt. Das Flannery’s im irischen Athlone ist wie eine Bühne, auf der die Protagonistin und ihre Gäste Abend für Abend ihre Rollen spielen. Der Preis ist mit 10’000 Franken dotiert.

Mit dem ebenfalls mit 10’000 Franken dotierten Basler Medienkunstpreis wurden am Montagabend zwei Produktionen ausgezeichnet: «Mouthless Part I» von Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė sowie «p5.glitch» von Ted Davis. Der Preis wurde mit je 5’000 Franken überreicht.

In ihrer Videoarbeit «Mouthless Part I» untersuchen Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė die Beziehung zwischen Natur, Folkore und Horror. Die Künstlerinnen recherchierten zu Hexenprozessen in Freiburg und präsentieren ihre Erkenntnisse in Form einer fragmentierten Erzählung über eine Familie.

Mittels Webbrowser-Fähigkeiten innerhalb der Canvas-html-Element-Sandbox erforscht Ted Davis in «p5.glitch», wie weit man im Browserraum eine digitale Datei lesen, bearbeiten und schreiben kann. Die von ihm entwickelte Kerntechnologie von GLITCH.ext ist kostenlos und steht allen zur freien Verwendung und Weiterentwicklung offen.

Spezialpreis verliehen

Die Jury vergab im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung zudem einen Spezialpreis. Christof Schaefer und Yamini Deen wurden für ihren Dokumentarfilm «Delhi Dreams» «für ihre hervorragenden Leistungen im Bereich Regie und Autorenschaft» prämiert. Der Spezialpreis der Jury ist mit 10‘000 Franken dotiert.

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