Der Sturm aufs Kapitol im Januar zieht lange Ermittlungen nach sich. (Bild: Keystone)
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Ermittlungen zu Kapitol-Angriff werden auf Milizen ausgeweitet

Der Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols im Januar hat seine Ermittlungen auf rechte Milizen wie «Proud Boys» und «Oath Keeper» ausgeweitet.

Deren damalige Chefs Henry Tarrio und Elmer Rhodes sollen den Abgeordneten Rede und Antwort stehen, wie der Ausschuss des Repräsentantenhauses am Dienstag in Washington mitteilte. Zudem wurden die Gruppen aufgefordert, interne Dokumente herauszugeben. Sie hätten «relevante Informationen darüber, wie die Gewalt am Kapitol ausbrach», erklärte der Ausschussvorsitzende Bennie Thompson.

Die Staatsanwaltschaft habe bislang gegen mindestens 34 mit den «Proud Boys» verbundene Personen wegen deren Beteiligung an der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols Anklage erhoben, hiess es weiter. Gleiches gelte für mindestens 18 Mitglieder der «Oath Keeper», die damals «mit paramilitärischer Ausrüstung und Vorräten» nach Washington gereist seien. Auch eine weitere Gruppe («1st Amendment Praetorian») und deren Chef Robert Lewis sind nun Ziel der Ermittlungen.

Der Ausschuss hat bereits zahlreiche damalige Berater und Mitarbeiter von Ex-Präsident Donald Trump vorgeladen. Anhänger des Republikaners hatten am 6. Januar den US-Kongress erstürmt, wenige Tage vor dem Amtswechsel auf den jetzigen demokratischen Präsidenten Joe Biden. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump musste sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger in einer Rede aufgestachelt hatte. Er wurde freigesprochen.

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