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Der Telebasel News Beitrag vom 24. November 2021.
Basel

Goldhamster «Flöckli» wurde im Wald ausgesetzt

Das Basler Tierheim an der Birs hat seit Juni eine steigende Anzahl an Findeltieren registriert. Gleichzeitig wurden prozentual weniger Tiere wieder abgeholt.

Der Goldhamster «Flöckli» wurde im Wald gefunden. Das Tierheim geht davon aus, dass seine Besitzer ihn ausgesetzt haben. «Es ging ein Spaziergänger laufen und sah etwas Weissen über den Waldweg huschen und dachte dann, dass es eine Maus ohne Schwanz war. Als er ihn nochmals zurückhuschen sah, bemerkte er, dass es gar keine Maus ist», erzählt Sandra Müller, Leiterin Dienstleistungen beim Tierheim an der Birs.

Der Goldhamster Flöckli wurde im Wald ausgesetzt. (Bild: TBB)

Der Mann, der Flöckli im Wald fand, fand dazu noch einen Behälter. Das Tierheim vermutet, dass der Goldhamster darin im Wald ausgesetzt wurde. Inzwischen kann das Tierheim den Goldhamster vermitteln, da er seit über zwei Monaten nicht abgeholt wurde.

Ungechipt und ohne Zuhause

Der junge Terrier-Mix Rex scheint laut dem Tierheim auch ausgesetzt worden zu sein. Er ist seit vier Wochen im Tierheim an der Birs. Passanten fanden ihn auf der Strasse. Seit der Ausschreibung des TBB meldete sich aber niemand.

Der Hund hat keinen Chip. Das ist sonderlich, denn in der Schweiz gilt Chip-Pflicht. Aus diesem Grund nimmt das Tierheim an, dass der Hund über die Grenze geschmuggelt wurde.

Rex kann in vier Wochen weitervermittelt werden. (Bild: TBB)

Da der junge Hund sehr aktiv ist, gehe Sandra Müller davon aus, dass die Besitzer überfordert waren und den Hund ohne Leine und Halsband einfach aussetzten.

Anzahl Findeltiere nimmt zu

Seit Juni seien 117 aufgefundene Tiere abgegeben worden, teilte die Stiftung Tierschutz beider Basel am Montag mit. Darunter hätten sich zwölf Hunde, 40 Katzen, 45 Nagetiere und Reptilien sowie 20 Vögel befunden.

Von diesen Findeltieren sei lediglich die Hälfte wieder von ihren Besitzern abgeholt worden, heisst es weiter. In früheren Zeiten sei diese Quote regelmässig deutlich höher gewesen.

Die Stiftung geht davon aus, dass die Anzahl Findeltiere in Zukunft hoch bleiben oder gar noch zunehmen wird. Neben einer grossen Zahl von unüberlegten Neuanschaffungen von Tieren sei auch ein Anstieg von Phänomenen wie krankhaftes Sammeln von Tieren zu beobachten.

Ob zwischen dem Aussetzen und der Corona-Pandemie ein Zusammenhang besteht, kann das Tierheim nicht bestätigen. Die Findeltiere bleiben jeweils zwei Monate im Tierheim, bis sie weitervermittelt werden können.

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